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 Briefe aus Frankreich / 1930 - Kriegsbeginn

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Cantus
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BeitragThema: Briefe aus Frankreich / 1930 - Kriegsbeginn   Mi 01 Jul 2009, 22:16

Ich bin Ländersammler und kein Motivsammler und daher bestrebt, die Marken Frankreichs auf Postbelegen, die mir reizvoll erscheinen, zusammenzutragen. Die im Folgenden gezeigten Briefe gehören daher auch nicht unter den Oberbegriff "Aerophilatelie" oder "Flugpost", sondern sind Teil einer Briefesammlung von Frankreich, in der unterschiedliche postalische Beförderungsarten einander abwechseln.

Der erste Brief wurde am 30.VII.1936 vom Pariser Büro des Schifffahrtsunternehmens "United States Lines" mit Luftpost an die Dependance in Hamburg gesandt. Der rückseitige Ankunftsstempel ist leider nicht mehr lesbar.

Der Brief wurde mit einer Einzelfrankatur zu 2,25 Francs freigemacht (Mi. 307 / Ceres Poste aerienne 10).






Der zweite Brief stammt aus derselben Korrespondenz. Auch er wurde per Flugpost versandt, diesmal jedoch zusätzlich sowohl mit zwei Handstempeln sowie einem entsprechenden Aufkleber als Expressbrief kenntlich gemacht. Der Brief wurde am 3.V.1937 in Paris aufgegeben und kam am 4-5.1937 in Hamburg an. Dort wude der Brief rückseitig mit einem besonderen Rollstempel versehen, mit dem die Eilzustellung dokumentiert wurde.

Recht reizvoll ist auch der rüclseitig abgeschlagene Werbestempel "GAGNEZ DU TEMPS, RÉPONDEZ PAR AVION" = Gewinne Zeit, anworte mit Luftpost.

Der Brief ist insgesamt mit 7 Francs freigemacht, die sich in drei Marken zu 1,50 Francs, 2,50 Francs und 3 Francs aufgliedern (Mi. 306, 308, 309 / Ceres Poste aerienne 9, 11, 12)










Der dritte Brief aus dieser Korrespondenz, wiederum als Expressbrief von Paris nach Hamburg gesandt, trat seine Reise am 8.II.1937 an; am 9.2.1937 erfolgte die Eilzustellung in Hamburg. Der Brief wurde freigemacht mit drei Marken zu insgesamt 6,90 Francs, aufgeteilt in drei Einzelwerte zu 40 Centimes, 3 Francs und 3,50 Francs (Mi. 324, 309, 310 / Ceres 318 + Poste aerienne 12, 13)






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Cantus
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BeitragThema: Re: Briefe aus Frankreich / 1930 - Kriegsbeginn   Sa 04 Jul 2009, 12:55

Auch viele andere Briefe aus diesem Zeitraum können aus ganz unterschiedlichen Gründen einen besonderen Reiz ausüben. Nach und nach werde ich noch Verschiedenes zeigen. Heute folgen zunächst drei Beispiele.






Am 26.5.1932 wurde von Ay sur Moselle ein Einschreiben nach Strasbourg gesandt, freigemacht mit einem waagerechten Paar der Mi. 165 (Ceres 202), die Ankunft in Strasbourg wurde durch Ankunftsstempel auf der Briefrückseite kenntlich gemacht.







Früher wurden Briefe oft rückseitig gesiegelt, um ein unbefugtes Öffnen zu verhindern. Bei diesem Brief ging man einen anderen Weg.





Die Firma Peterhaensel & Oertel versandte am 18.1.1932 einen Brief von Paris nach Gera, freigemacht mit der 25 C. Säerin in schwarzblau (Mi. 119a, Ceres 140). Um hier ein adäquates Mittel zur Verhinderung der unbefugten Öffnung des Briefes zu haben bzw. dieses doch erheblich zu erschweren, wurde nach dem Zukleben der Briefklappe rückseitig mittig die Abbildung eines Firmenproduktes aufgedruckt, hier eines Fernglases.





Das dritte Beispiel zeigt einen Chargé-Brief, der am 2.7.1935 von L'Ile-St. Dénis nach Stuttgart gesandt wurde.





Die Frankatur, zwei Marken zu je 2 Francs (Mi. 296, Ceres 301) wurde rückseitig aufgeklebt und auch dort entwertet.





Der Absender, auf dem Umschlag nicht näher bezeichnet, verwendete ein Verschlusssiegel mit einem deutlich erkennbaren "A".





Vor dem Austragen des Briefes wurde dieser in Stuttgart zur Verhinderung von Devisenvergehen postamtlich geöffnet, kontrolliert und dann wieder verschlossen, dokumentiert durch einen entsprechenden Aufkleber und sichernde Siegel der deutschen Post.








(Diese Reihe wird fortgesetzt)
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Cantus
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BeitragThema: Re: Briefe aus Frankreich / 1930 - Kriegsbeginn   So 05 Jul 2009, 22:30

1932 sandte die Firma "Au Bon Marché" ein Schriftstück, vermutlich eine Zeitung oder anderes Werbematerial mit Streifband von Paris nach Naumburg / Saale. Das Streifband zeigt rückseitig sehr schön die damalige Zentrale von "Au Bon Marché" in Paris. Das Porto wurde entrichtet mit Mi. 168 und 185.









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Cantus
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BeitragThema: Re: Briefe aus Frankreich / 1930 - Kriegsbeginn   Fr 10 Jul 2009, 23:18



Brief vom 4.7.1938 aus Roubaix nach Neschwitz in Böhmen, frankiert mit Mi. 369, 431.

Der Brief war gedruckt worden, bevor das Sudetenland deutsches Gebiet wurde; nun musste die Bezeichnung angepasst werden.






R-Brief vom 19.2.1930 von Chalon sur Saône nach Marseille, freigemacht mit einem Fünferblock der Mi. 216






Brief vom 31.5.1934 von Colmar nach Liebenwerda, freigemacht mit Mi. 184 (2), 290.
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Briefe aus Frankreich / 1930 - Kriegsbeginn

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