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BeitragThema: Komponisten   So 10 Aug 2008 - 10:35

Carl Maria von Weber



Carl Maria Friedrich Ernst von Weber wurde am 19. November 1786 in Eutin, Schleswig-Holstein, geboren und starb am 5. Juni 1826 in London. Er war ein deutscher Komponist, Dirigent und Pianist.

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BeitragThema: Wilhelm Kienzl   Di 12 Aug 2008 - 18:58

Am 17. Jänner 2007 jährte sich der 150. Geburtstag des österreichischen Komponisten, Kapellmeisters und Schriftstellers Wilhelm Kienzl. Er wurde 1857 in Waizenkirchen, Oberösterreich geboren. Sein Vater übersiedelte mit seiner Familie nach Graz und wurde später auch Bürgermeister der Stadt. Nach einer Ausbildung in Violine und Klavier absolvierte Wilhelm Kienzl ab 1874 Musikstudien in Wien bei Wilhelm Mayer Rémy, Eduard Hanslik und Friedrich von Hausegger, danach in Prag bei Josef Krecji, weiters in Leipzig und kurz bei Franz List in Weimar. Bei Besuchen der Bayreuther Festspiele lernte der Student die Musik Richard Wagners kennen, deren Bewunderer er ein Leben lang blieb. Nach dem Studienabschluss reiste Wilhelm Kienzl als Pianist und Dirigent durch ganz Europa. 1883 wurde er Direktor der Deutschen Oper in Amsterdam, kehrte aber bald nach Graz zurück und übernahm die Leitung des Steiermärkischen Musikvereines. 1894 schrieb Wilhelm Kienzl seine berühmteste Oper „Der Evangelimann“. Die Oper wurde an der Berliner Hofoper 1895 uraufgeführt. Die Geschichte der Liebes- und Brandtragödie entnahm der Komponist den Wiener Sittenbildern „Aus den Papieren eines Polizeicommissärs“ des Wiener Polizeijuristen und Schriftstellers Dr. Leopold Florian Meißner, der darin eine sich um 1812 im Hellerhof bei Paudorf am Fuß des Stiftes Göttweig zugetragene Begebenheit publiziert hatte. Die Handlung der Oper findet daher im „Marktflecken St. Othmar, wo es Kirche und Kloster“ gab, statt. Der Musikhistoriker Viktor Redtenbacher vermutet hinter der Hauptgestalt der Oper, Mathias Freudhofer, den späteren Göttweiger Abt Engelbert Schwertfeger. Weder mit „Don Quixote“ noch mit „Der Kuhreigen“ konnte Wilhelm Kienzl an den Erfolg der populären Oper „Der Evangelimann“ anschließen, die weltweit über 3500 Aufführungen erlebte. Ein Jahr zuvor gab es eine konzertante Aufführung am Originalschauplatz im Hellerhof, wo die Marktgemeinde Paudorf seit 2002 ein „Wilhelm Kienzl Museum“ eingerichtet hat. Neben Engelbert Humperdinck und Siegfried Wagner gilt Wilhelm Kienzl als der Opernschöpfer in der romantischen Wagner-Nachfolge. Beachtung findet auch sein umfangreiches Liedschaffen. Kienzl komponierte 1920 die erste Bundeshymne der Ersten Republik zu einem von Dr. Karl Renner geschriebenen Gedicht „Deutschösterreich, du herrliches Land“. Unter dem Eindruck der modernen Musikströmungen schrieb der Komponist in seinen späten, von Krankheit gezeichneten Jahren keine großen Werke mehr. Er starb am 3. Oktober 1941 in Wien.



Erscheinungsdatum: 13.07.2007
Auflagenhöhe: 420.000
Druckart: Rastertiefdruck
Entwurf: Adolf Tuma
Druck: Österreichische Staatsdruckerei
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BeitragThema: Ignaz Joseph Pleyel   Di 12 Aug 2008 - 19:06

Ignaz Pleyel war ein hochtalentierter Komponist der zweiten Hälfte des 18. und des angehenden 19. Jahrhunderts. Um das Jahr 1800 zählte Pleyel zu den populärsten und meist gespielten Komponisten Europas. Mozarts Brief vom 24.4.1784 an seinen Vater Leopold ist wohl nichts hinzuzufügen, wenn er schreibt, dass es „...Gut und glücklich für die Musik sei, wenn Pleyel seiner Zeit imstande ist, uns den Haydn zu remplacieren.“ Ignaz Joseph Pleyel wurde am 18.6.1757 in Ruppersthal/NÖ als Sohn des Dorfschulmeisters Martin Pleyl und seiner Frau Anna Theresia in ärmlichen Verhältnissen geboren. Durch die Hilfe eines Mäzens ermöglichte man ihm zunächst eine Ausbildung bei Johann Baptist Wanhal, danach ein gründliches Studium bei Franz Joseph Haydn, ehe er Kapellmeister bei seinem Gönner, dem ungarischen Grafen Ladislaus Erdödy in Pressburg wurde, der ihm Bildungsreisen nach Italien ermöglichte. 1783 wurde Pleyel Assistent, ab 1789 Domkapellmeister am Münster in Straßburg. 1788 ehelichte der inzwischen sehr erfolgreiche Komponist Gabrielle Levebvre. 1791 nahm er die Einladung an, die „Professional Concerts“ in London zu leiten. 1793 von Revolutionsgarden verhaftet, rettete er sich, in dem er eine effektvolle Revolutions-Kantate auf die Französische Revolution schrieb. 1795 übersiedelte er mit seiner Familie nach Paris, gründete 1797 einen Musikverlag und 1807 eine Klaviermanufaktur. Seine Instrumente genossen absoluten Weltruf. „Non plus ultra“ urteilte F. Chopin. Pleyels ältester Sohn Camille übernahm die Geschäfte der Klaviermanufaktur und gründete gemeinsam mit seinem Vater die heute noch so bedeutende „Salle Pleyel“ in Paris. Seine letzte Ruhestätte fand Pleyel in einem Ehrengrab auf dem Pariser Prominentenfriedhof Père-Lachaise.
„Heimat bist Du großer Söhne“ heißt es bekanntlich in der österreichischen Bundeshymne. Mit Pleyel ist nicht nur ein großer Sohn unserer Heimat hervorgegangen, sondern auch ein bedeutender Europäer. Seit 1995 bemüht sich die im Geburtsort des Komponisten ansässige Internationale Ignaz Joseph Pleyel Gesellschaft (IPG) um die Wiederentdeckung ihres Sohnes, veranstaltete rund 100 Konzerte und spielte Pleyels Opern ein. Mit großzügiger Unterstützung des Landes NÖ und weiteren Gönnern gelang es der Gesellschaft, einen Teil von Pleyels Geburtshaus zu erwerben, zu renovieren und als Pleyel-Museum einzurichten. Am 5.9.1998 wurde das Pleyel – Museum von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll feierlich eröffnet und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Möge Pleyels wunderbare Musik wie einst in den vielen Konzertsälen erklingen und die Herzen der Menschen erfreuen. Erst dann wird sein Name wieder mit Würde und den ganzen Fasern und Schattierungen des Herzens ausgesprochen werden. (Adolf Ehrentraud)



Erscheinungsdatum: 17.06.2007
Auflagenhöhe: 420.000
Druckart: Kombinationsdruck
Entwurf: Peter Sinawehl
Stich: Prof. Wolfgang Seidel
Druck: Österreichische Staatsdruckerei
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BeitragThema: Carl Michael Ziehrer   Mi 13 Aug 2008 - 14:25

Der Schöpfer unvergessener Werke wie des "Wiener-Bürger-Walzers", der "Liebesbrief-Polka", der Operetten "Die Landstreicher" und "Der Fremdenführer", um nur Beispiele zu nennen, wurde am 2. Mai 1843 in Wien geboren. Sollte er ursprünglich den väterlichen Hutmachergewerbebetrieb übernehmen, reifte in ihm schon früh der ausgeprägte Wunsch, eine musikalische Karriere einzuschlagen. Bereits als Zwanzigjähriger debütierte er am 21. November 1863 mit einem 50 Mann starken Orchester im Diana-Saal in Wien. Insgesamt bilden mehr als 600 Tanz- und Marschkompositionen, Salon- und Charakterstücke, Phantasien und Potpourris, Chöre und Lieder sowie 23 Operetten das erstaunlich umfangreiche Gesamtwerk des Musikgenies. Ziehrer starb am 14. November 1922 im Hause Erdbergerstraße 1, wo er an der Seite seiner Frau Marianne fast ein Vierteljahrhundert gelebt hatte.



Erscheinungsdatum: 26.01.1948
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Entwurf: Ferdinand Lorber
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BeitragThema: Karl Millöcker   Mi 13 Aug 2008 - 14:31

Karl Millöcker wurde am 29. April 1842 in Wien geboren. Nach dem Konservatoriumsbesuch nahm er bei Franz von Suppé Kompositionsunterricht. Letzterer bereitete ihm den Weg zum Kapellmeisterberuf und mit 22 Jahren wurde Millöcker auf seine Empfehlung hin zweiter Kapellmeister am Grazer Stadttheater. 1869 wurde er an das Theater an der Wien als Kapellmeister geholt, wo er nach anfänglichen Schwierigkeiten seine erfolgreichsten Operetten aufführte. Beispiele seiner einzigartigen Werke sind z.B. "Das verwunschene Schloss" (1878) oder "Der Bettelstudent"(1882), der 1882 in Berlin 300 mal, in Hamburg 200 mal und in Leipzig 100 mal aufgeführt wurde. Nach den großen Erfolgen dieser Jahre stellte sich eine mittlere Linie in seiner Schaffensperiode ein. An die Erfolge des Bettelstudenten konnte er nicht mehr anschließen. Er starb am Morgen des 31. Dezember 1899 nach seinem zweiten Schlaganfall, kaum 58jährig.



Erscheinungsdatum: 31.12.1949
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BeitragThema: 100. Todestag von Johann Strauß Vater   Mi 13 Aug 2008 - 16:10

Im Jahre 1949 wollte es das Schicksal, das mit dem 50. Todestag des ungekrönten Walzerkönigs Johann Strauß auch die hundertste Wiederkehr des Sterbetages seines Vaters zusammenfiel. Dessen Lebensweg begann am 14. März 1804. Bereits 1811 starb seine Mutter und am 5. April 1816 wurde der erst zwölfjährige Strauß durch den Tod seines Vaters zum Vollwaisen. Er erlernt bei Zieheltern das Buchbinderhandwerk, verlässt aber mitten in seiner Ausbildung den Lehrplatz, um sich dem Quartett von Victor Lanner anzuschließen, der den jungen Strauß durch seine Walzerkompositionen fasziniert. Das Jahr 1825 war das große Entscheidungsjahr im Leben des großen Walzerfanatikers Strauß. Er heiratet, verläßt Lanner und gründet seine eigene Kapelle. Mit 25 Jahren ist er Musikdirektor in den berühmten Sperlsälen in der Leopoldstadt. Nach dem Tod Lanners ist Strauß der Alleinherrscher im Walzerreiche Wiens. Viele Konzertreisen ins Ausland mehren noch seinen Ruhm. Er wird in der Folge Kapellmeister des Bürgerregiments und Hofball-Musikdirektor. Große Werke des begnadeten Musikers und Komponisten sind unter anderem "Der Radetzkymarsch", "Charmantwalzer" oder "Donaulieder". Johann Strauß Vater stirbt am 25. November 1849 erst 45jährig.



Erscheinungsdatum: 24.09.1949
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BeitragThema: 125. Geburtstag von Anton Bruckner   Mi 13 Aug 2008 - 16:19

Die weltweite Bedeutung österreichischen Musikschaffens wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch das Lebenswerk Anton Bruckners neuerlich erweitert. Bruckner wurde am 4. September 1824 in dem kleinen oberösterreichischen Dorf Ansfelden, in der Nähe von Linz, geboren. Erst in seinem 40. Lebensjahr schrieb Bruckner sein erstes großes Meisterwerk, die D-Moll-Messe. Ihr Erfolg führte ihn zu der berühmt gewordenen Bläsermesse in E-Moll, mit der er die später von den Cäcilianern angestrebte Reform der katholischen Kirchenmusik voraus nahm, ebenso entstand in Linz noch die für die Burgkapelle in Wien bestimmte große Messe in F-Moll. Dazwischen schrieb Bruckner zwei Symphonien. Seine 1.Symphonie, die er in seiner Linzer Zeit schuf, war ein herausragendes Werk, das seiner Zeit so weit voraus war, dass ihre erste Aufführung von Bruckner als eine Niederlage gesehen wurde. Aus der Enge von Linz ausgebrochen und 1868 nach Wien gekommen, wurde er als Lehrer für Orgelspiel und Musiktheorie an das Wiener Konservatorium berufen. In den Jahren 1873 bis zu seinem Tode 1896 entstanden in dieser offeneren Atmosphäre, die durch Auslandsaufenthalte ergänzt wurde, sein gigantisches Werk an Symphonien und Kirchenmusik, fast völlig abseits des damaligen Musikschaffens geschrieben.



Erscheinungsdatum: 03.09.1949
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BeitragThema: 50. Todestag von Johann Strauß Sohn   Mi 13 Aug 2008 - 16:24

Der Sohn des Wiener Walzerkönigs Johann Strauß wurde am 29. Oktober 1825 in Wien, Lerchenfelderstraße 15, geboren. Seine Karriere begann mit einem Auftritt am 15. Oktober 1844 beim Dommayer in Hietzing, als er erst 19-jährig mit einer selbst zusammengestellten Kapelle den erstaunten Wienern eine Vorstellung gab. Von den in der Strauß-Dynastie geschaffenen 1306 Tanzkompositionen sind 479 Werke von ihm. Walzer wie "Donau so blau", "Wienerblut" oder "Geschichten aus dem Wienerwald" waren Meilensteine der Musikgeschichte, die er als Botschafter österreichischer Kultur in die ganze Welt trug. Fünfzehn Operetten, darunter "Die Fledermaus" oder "Der Zigeunerbaron" begründeten seinen Operettenruhm. Johann Strauß Sohn, der Schöpfer des polyphonen Walzers mit seiner pikanten Rhythmik und seiner meisterlichen Instrumentation, hat in seinen Tanzkompositionen wie in seinen Meisteroperetten die Melodie Wiens unsterblich gemacht. Am 22. Mai 1899 dirigierte er das letzte Mal seine Fledermaus in der Hofburg. Am 3. Juni 1899 starb er und wurde am Zentralfriedhof nahe Schubert und Brahms beigesetzt.



Erscheinungsdatum: 03.06.1949
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BeitragThema: 10. Todestag von Dr. Wilhelm Kienzl   Mi 13 Aug 2008 - 17:06

Der am 17. Jänner 1857 in Waizenkirchen in Oberösterreich geborene Komponist war bereits in seiner Studienzeit ein Anhänger Wagners, dem er seine Dissertation widmete, und Mozarts. Bereits die Erstaufführung seiner Oper "Urvasi" war ein großer Erfolg. Mit der Komposition vom "Evangelimann" gelang ihm die Volksoper, die sich alle Bühnen eroberte und Repertoirestück blieb. Weitere bekannte Werke Kienzls sind "Don Quichote" (op. 50), "Aus Knecht Ruprechts Werkstatt" (op. 75) und sein zweiter großer Erfolg "Der Kuhreigen". An der Volksoper fand dieses Werk mit Maria Jeritza seine umjubelte Erstaufführung. Im Laufe seines Lebens wurden dem Meister viele Ehrungen zuteil. Er war Ehrendoktor der Universität Graz, Bürger und Ehrenringbesitzer der Stadt Wien und Ehrenbürger von Waizenkirchen und Aussee. Als er am 3. Oktober 1941 in Wien starb, wurde er gegen seinen ausdrücklichen Willen in einem Ehrengrab der Stadt Wien auf dem Zentralfriedhof beigesetzt.



Erscheinungsdatum: 03.10.1951
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BeitragThema: 150. Geburtstag von Josef Lanner   Mi 13 Aug 2008 - 18:51

Josef Lanner wurde am 12. April 1801 in Wien in ärmlichen Verhältnissen geboren. Schon als Zwölfjähriger kam er in die Musikkapelle des damals stadtbekannten Musikdirektors Michael Pamer. 1819 drängte es ihn dazu, mit einer eigenen Kapelle sein Können als Geiger und Komponist zu beweisen. Zusammen mit den Brüdern Drahanek bildete er ein eigenes Terzett. Als auch noch der junge Strauß dazukam, wurde daraus ein in den nächsten Jahren immer erfolgreicheres Quartett, das sich in der nach dem Wiener Kongress so musikfreundlichen Wiener Gesellschaft stürmischer Begeisterung erfreute. Lanner wurde in dieser Zeit zum Wiener Walzerfürsten. Zu den berühmtesten seiner Werke gehören Walzer wie "Die Schönbrunner", "Die Rosensteiner", "Hofballtänze" und mehr als zweihundert andere Tänze, die ihren Siegeszug durch die ganze Welt antraten. Der begnadete Musiker starb am 14. April 1843 an Typhus. Zeitgenössischen Berichten zufolge gaben 20.000 Wiener ihrem Lanner damals das letzte Geleit.



Erscheinungsdatum: 12.04.1951
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BeitragThema: 100. Geburtstag von Josef Schrammel   Mi 13 Aug 2008 - 19:25

Das Markenmotiv zeigt ein Porträt des Begründers und Primgeigers des Schrammel-Quartettes Josef Schrammel. Sein Vater stammte aus dem Waldviertel und war dort als Ländlerbläser tätig, im Hauptberuf aber, wie seine Vorfahren, Weber. Josef Schrammel, der am 3. März 1852 geboren wurde, bildete zusammen mit seinem Bruder Hans und dem damals bekannten Gitarristen Anton Strohmayer im Jahre 1878 ein Terzett, das sich bald einen festen Platz in der Wiener Musikszene eroberte. Einige Jahre später gesellte sich der Klarinettist Georg Dänzer hinzu, das "Original Schrammel Quartett" war geboren. Mit ihrer echten klassischen Wiener Musik hatten sie allerorts großen Erfolg. Auch international war ihr Name bald bekannt. Ihr Schaffen umfasst an die 200 Werke, darunter Lieder, Märsche, Polkas und Walzer. Am bekanntesten sind zum Beispiel "Weana Gmüat", "S Herz von an echten Weana" oder "Wien bleibt Wien", um nur einige wenige hervorzuheben. Besonders fruchtbar erwies sich die Zusammenarbeit des Brüderpaares Hans und Josef Schrammel, wobei Hans mehr komponierte und Josef im organisatorischen und wirtschaftlichen Bereich dominierte. Als nur zwei Jahre nach dem Tod seines Bruders Josef Schrammel 1895 verstarb, war die Schrammelmusik bereits zum Begriff unverfälschten Wienertums geworden.



Erscheinungsdatum: 03.03.1952
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BeitragThema: 50.Todestag von Hugo Wolf   Mi 13 Aug 2008 - 19:52

Hugo Wolf kam am 13. März 1860 in der Südsteiermark zur Welt. Mit der Unterstützung seines Vaters konnte er, seiner musikalischen Berufung entsprechend, ab 1875 als Harmonieschüler des Prof. Franz Krenn das Wiener Konservatorium besuchen. Sein erstes Konzert in Wien fand 1888 statt. Von diesem Jahr an bis 1891 komponierte er sehr erfolgreich, zum Beispiel die Mörikelieder, das "Spanische Liederbuch" und den Goethezyklus. Doch ohne Gönner hätte der begnadete Komponist Zeit seines Lebens um seine Existenz bangen müssen. Diese Situation und die eigene Unzufriedenheit prägten den tragischen Lebensweg des Komponisten. Im Jahre 1897 erlitt Wolf den ersten Anfall einer Geistesstörung, wurde in eine Privatklinik gebracht und konnte diese einen Monat später verlassen. Doch sein geistiger Zustand verschlimmerte sich wenig später wieder, und nach vierjährigem Aufenthalt in der damaligen Niederösterreichischen Landesirrenanstalt in Wien starb der begnadete Komponist am 22. Februar 1903. Er wurde am 24. Februar unter Teilnahme des geistigen Wiens von der Spitalskapelle aus zur Votivkirche getragen und in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof beigesetzt.



Erscheinungsdatum: 21.02.1953
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BeitragThema: 200. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart   Fr 15 Aug 2008 - 2:56

Das Markenmotiv zeigt den Kopfausschnitt eines unvollendeten Ölgemäldes von Mozarts Schwager Josef Lange, das neun Jahre vor Mozarts Tod im Winter 1782/83 entstand. Es sollte Mozart am Klavier darstellen, blieb aber unvollendet. Wolfgang Amadeus Mozart, eines der größten Musikgenies der Geschichte, wurde am 27. Jänner 1756 in Salzburg geboren. Bereits mit vier Jahren erhielt Mozart von seinem Vater Klavierunterricht. Als Wunderkind war er 1766 zusammen mit seiner älteren Schwester Maria Anna, dem "Nannerl", und mit seinem Vater in allen großen Städten Europas unterwegs, um seine Musikbegabung vor Zuhörern der adeligen Gesellschaft zu demonstrieren. Vom 6. bis zum 16. Lebensjahr war Mozart kaum drei Jahre zu Hause. 1768 wurde er zum unbesoldeten erzbischöflichen Konzertmeister in Salzburg ernannt. Doch zahlreiche Auslandsaufenthalte brachten ihn 1777 um diesen Posten, denn als er wiederum Reiseurlaub beantragte und der Erzbischof diesen ablehnte, nahm er seinen Abschied. Unzählige Werke dokumentieren die Genialität seiner Arbeit. Es seien hier stellvertretend für sein Gesamtwerk nur die Opern "Don Giovanni", "Cosi fan tutte", "Die Hochzeit des Figaro" oder "Die Zauberflöte" genannt. Leider zu früh schied der Meister am 5. Dezember 1791 aus dem Leben.



Erscheinungsdatum: 21.01.1956
Druckart: Stichtiefdruck
Entwurf: Alfred Chmielowski
Stich: Rudolf Toth
Druck: Österreichische Staatsdruckerei
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BeitragThema: Um die Ehe schließen zu können   So 17 Aug 2008 - 19:19

Mozart schrieb:
Der Sohn des Wiener Walzerkönigs Johann Strauß wurde am 29. Oktober 1825 in Wien, Lerchenfelderstraße 15, geboren. Seine Karriere begann mit einem Auftritt am 15. Oktober 1844 beim Dommayer in Hietzing, als er erst 19-jährig mit einer selbst zusammengestellten Kapelle den erstaunten Wienern eine Vorstellung gab. Von den in der Strauß-Dynastie geschaffenen 1306 Tanzkompositionen sind 479 Werke von ihm. Walzer wie "Donau so blau", "Wienerblut" oder "Geschichten aus dem Wienerwald" waren Meilensteine der Musikgeschichte, die er als Botschafter österreichischer Kultur in die ganze Welt trug. Fünfzehn Operetten, darunter "Die Fledermaus" oder "Der Zigeunerbaron" begründeten seinen Operettenruhm. Johann Strauß Sohn, der Schöpfer des polyphonen Walzers mit seiner pikanten Rhythmik und seiner meisterlichen Instrumentation, hat in seinen Tanzkompositionen wie in seinen Meisteroperetten die Melodie Wiens unsterblich gemacht. Am 22. Mai 1899 dirigierte er das letzte Mal seine Fledermaus in der Hofburg. Am 3. Juni 1899 starb er und wurde am Zentralfriedhof nahe Schubert und Brahms beigesetzt.



verlassen Adele und Johann Strauss 1886 Wien und werden am 28. Januar 1887 Bürger des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha.

Am 24. Juni 1886 stimmt der Coburger Stadtrat schließlich der Einbürgerung der beiden "Asylbewerber" zu, am 9. Juli tritt der Walzerkönig zum evanglischen Glauben über und am 28. Januar 1887 legt Johann Strauss den Staatsbürgereid auf die Coburger Verfassung ab. Am 31. Mai 1887 beziehen beide die "Villa Schalepanski" in der Alexandrinenstraße. Die Zeit bis zur Hochzeit, sie soll im Juli stattfinden, überbrückt Strauss mit Arbeit. In Coburg entsteht die Operette "Simplicius".

Am 11. Juli wird endlich die Ehe des Walzerkönigs mit Angelika Dittrich durch herzogliches Edikt geschieden. Sogleich bestellt Strauss das Aufgebot mit Adele und kann es kaum noch erwarten, bis am 15. August (Maria Himmelfahrt) endlich die Hochzeitsglocken läuten. Erst traut Bürgermeister Muther das Paar im Rathaus, dann erteilt Hofprediger Hansen den kirchlichen Segen in der Schloßkirche der Ehrenburg.

Im Foyer des Coburger Rathauses erinnert eine Gedenktafel an die Eheschlißung von Johann und Adele Strauss und im Rosengarten erinnert ein Gedenkstein daran, daß Johann und Adele Strauss 1887 Coburger Bürger wurden. Die Coburger Staatsbürgerschaft behält Strauss bis an sein Lebensende.
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Mozart
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BeitragThema: 150. Todestag von Joseph Haydn   So 24 Aug 2008 - 10:49

Josef Haydn wurde am 31. März 1732 im Marktfleck Rohrau in Unterösterreich (dem heutigen Niederösterreich) geboren. Die Ahnen Haydns waren durchwegs Bauern und Handwerker. Schon mit sechs Jahren brachte ihn seine musikalische Begabung zu den Wiener Sängerknaben, wo er mit seiner musikalischen Ausbildung begann. Nach neun Jahren verließ er die Sängerknaben, und eine Zeit harter Entbehrungen folgte. 1755 lernte Haydn in der Person des niederösterreichischen Regierungsrates Karl Joseph von Fürnberg seinen ersten Mäzen kennen. Durch seine Empfehlung erhielt Haydn im Jahre 1759 seine erste Anstellung bei dem Grafen Morzin. 1761 trat er in die Dienste des Kunstliebenden Fürsten Paul Anton Esterhazy. Es folgten drei bedeutsame Jahrzehnte im Dienste des Fürstenhauses. Nachdem sein Dienstherr 1790 gestorben war, unternahm Haydn Konzertreisen nach England. Die Krönung seines Werkes, das 118 Symphonien, 83 Streichquartette, 19 Opern, 5 Oratorien, 15 Messen, 44 Klaviersonaten und viele andere Schöpfungen von außergewöhnlicher Schönheit umfasst, waren die zwei großen Oratorien, "Die Schöpfung" und "Die Jahreszeiten". Sie wurden 1798 bzw. 1801 in Wien uraufgeführt. Das Kriegsjahr 1809 erschütterte das Befinden Haydns schwer. Im Mai besetzten die Franzosen die Wiener Vorstädte. Die Belastungen der Besatzungszeit verschlimmerten seine Befindlichkeit immer mehr, und in der Nacht vom 30. auf den 31. Mai 1809 stirbt das begnadete Musikgenie.



Erscheinungsdatum: 30.05.1959
Druckart: Stichtiefdruck
Entwurf: Adalbert Pilch
Stich: Rudolf Toth
Druck: Österreichische Staatsdruckerei
Art: Sonderpostmarke
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