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 Heimische Blumen

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Mozart
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BeitragThema: Heimische Blumen   Do Aug 14, 2008 8:41 pm



Veilchen
Die erste Marke dieser Sonderpostmarkenserie mit Blumenbildern und Zuschlag zugunsten der Bekämpfung der Tuberkulose zeigt ein Veilchen. Lateinischer Name dieser Pflanze ist Viola odorata. Es ist in ganz Europa verbreitet. Sie gilt als Verkünderin des Frühlings. So war es im 13. Jahrhundert am Hof des Babenbergerherzogs Leopold des Glorreichen z.B. Brauch geworden, im Monat März mit dem gesamten Hofstaat in die Donauauen rund um Wien zu ziehen und nach dem ersten Veilchen, als Boten des Frühlings zu suchen. Wenn es gefunden war, durfte es vom sittsamsten Mädchen gepflückt werden. Als Sinnbild der Demut wurde das Veilchen in alten Marienliedern oft auch auf die Gottesmutter bezogen. Als schüchternes Blümchen schildert es auch Goethe in seinem berühmten, von Mozart vertonten Gedicht "Das Veilchen", das mit den Worten beginnt: "Ein Veilchen auf der Wiese stand, gebückt in sich und unbekannt, es war ein herziges Veilchen."


Buschwindröschen
Auf dieser Marke sehen wir das Buschwindröschen (Anemone nemorosa), deren anspruchslose weiße, an der Außenseite rosa gefärbte Blüten aus dichtem Blätterwerk herausragen. Sie erscheinen im April und Mai am Rande oder im Inneren unserer Laubwälder und werden in manchen Gegenden auch Osterblumen genannt, da sie sich erstmals ungefähr zu Ostern zeigen. Als Frühlingsblume wurden ihr früher heilsame Kräfte nachgesagt. So heißt es im Volksmund: "Wer die drei ersten Windröschen, die er im Jahre sieht, verschluckt, bleibt das ganze Jahr von Fieber verschont." Solcher Aberglaube haftet vielen Frühlingsblumen an, weil sie sich gegen Schnee und Eis behaupten und sozusagen den Winter besiegen.


Krokus oder Safran
Der Krocus oder Safran hat einen zwiebeligen Wurzelstock, schmale linealische Blätter, die am Grunde in einer Röhre aus zwei bis drei dünnen Blattscheiden eingeschlossen sind, und Blüten mit glockenförmig erweitertem Kelch. Der so genannte "Frühlings - Safran" mit bläulichroten Blüten findet sich in Mittel- und Südeuropa auf Wiesen und hügeligem Terrain, der gelb blühende Crocus luteus, der das Markenbild schmückt wird in Gärten gepflegt, während der "echte Safran" eine Nutzpflanze ist, die unter anderem auch in Österreich, Süddeutschland und der Schweiz angebaut wird, da sich die rotgelben Narben als Arzneimittel und Gewürz verwenden lassen.


Schlüsselblumen
Das Markenmotiv zeigt einen "schaftlosen Himmelschlüssel". Im Gegensatz zum "hohen Himmelschlüssel" (Primula veris), der seine Blüten auf hohem, kurzhaarigen Stengel in einer Dolde zusammenfasst, sind hier die Stiele der einzelnen, schwefelgelben Blüten grundständig und von gleichfalls grundständigen runzeligen Blättern umgeben. Sie wächst an Waldrändern und in Gebüschen, einzelne Arten dringen aber auch im Hochgebirge bis knapp an die Schneegrenze vor. Ihren Namen verdankt die Schlüsselblume einer frommen Sage. Eines Tages seien die schweren Himmelschlüssel der Hand des heiligen Petrus entglitten und auf die Erde gefallen, wo sie auf einer Wiese liegen blieben. Ein Mensch habe sie gesehen und seine Hand danach ausgestreckt. Aber im selben Moment hätten sie sich in goldgelbe Blumen verwandelt, die dann "Himmelschlüssel" genannt wurden.


Küchenschelle
Die Küchenschelle, lateinisch heißt sie "Anemone Pulsatilla", ist mit dem Windröschen nahe verwandt. Ihre vielfach zerteilten großen violetten Blätter sind außen seidenartig behaart. Der Name Küchenschelle ist ein wenig irreführend, denn mit der Küche hat diese giftige Pflanze nichts zu tun. Besser trifft deshalb ein anderer gebräuchlicher Name für diese Pflanze zu. Sie wird oft auch als Kuhschelle bezeichnet, weil die Form ihrer Blüten an die Glocken erinnert, die man den Kühen auf den Weiden umhängt. Das Vorkommen der Küchenschelle ist an Kalkboden gebunden.


Alpenrose/Almrausch
Auf der von Hubert Woyty gestochenen Marke ist ein kleiner blütenreicher Strauß zu sehen. Als eine der schönsten Alpenblumen suchen vor allem unzählige Bergtouristen nach dieser Blume, die mit ihren purpurnen Blüten einen magischen Anziehungspunkt in der herrlichen Bergwelt unserer Heimat darstellt. Die "rostblättrige Alpenrose" (Rhododendron ferruineum) bevorzugt Granit und andere Urgesteine. Der Lebensraum der behaarten Alpenrose (Rhododendron hirsutum), deren Blätter nicht lederartig kahl, sondern feingekerbt und gewimpert sind, liegt in den oberen Regionen der Kalkalpen. Beide Arten blühen in den Sommermonaten bis zum September.


Heckenrose
Die Heckenrose, der prächtigen Gartenrose verwandt, heißt auch Hundsrose (Rosa canina) oder wilde Rose und führt an Hecken und Gebüschen ein wenig beachtetes Dasein, weiß sich aber, wenn man ihr dennoch zu nahe kommt, mit ihren hakenförmig gekrümmten Dornen kräftig zu wehren. Die Fiederblättchen sind scharf gezähnt, die Blüten weiß oder rosenrot und mitunter stark duftend. Die Früchte der Heckenrose, die Hagebutten, können zu einer wohlschmeckenden Marmelade verarbeitet werden, im Jahre des Erscheinen dieser Briefmarke 1948 eine Delikatesse. Zusätzlich kann man aus Hagebutten einen Wein bereiten und auch der Tee, den man aus dieser Pflanze gewinnen kann, ist allgemein bekannt.


Zyklame/Alpenveilchen
Die Zyklame (Cyclamen europaeum), auch Alpenrose genannt, ist eine reizvolle, an Berghängen, auf Wiesen und in Wäldern zahlreich auftretende Spätsommerblume, die in der Botanik auch den wenig poetischen Namen "gemeine Erdscheibe" führt. Sie ist ein Knollengewächs mit langstieligen, hübsch gezeichneten herzförmigen Blättern, die an der Unterseite häufig purpurrot oder violett gefärbt sind. Das zeigt auch die Tönung des Stiches dieser Marke von Hubert Woytys. Die meist rosaroten, seltener weißen Blüten bestehen aus fünf Lappen, welche über den Kelch zurückgeschlagen sind. Ob ihrer aparten Gestalt und ihres feinen Duftes erfreut sich die Zyklame großer Beliebtheit. Heute allerdings steht sie wegen der starken touristischen Erschließung der Natur unter Schutz.


Stengelloser Enzian
Der "stengellose Enzian" (Genetiana acaulis) ist in vielerlei Abarten verbreitet. Von den Schweizern als "Himmelsbläueli" oder Himmelssternli" benannte Pflanze wächst auf den Bergwiesen der Alpen und man pflückt sie nicht nur aus Freude an ihrer schönen satten Farbe. Wie einige andere in dieser Markenserie beschriebene Blumen steht auch der Enzian heute unter Naturschutz.


Edelweiß
Den Abschluss dieser Serie bildet die außergewöhnlich lebendige Darstellung dreier Edelweiß -Sterne auf dieser Marke. Das Edelweiß (Gnaphalium Leontopodium) zählt zur Gattung der so genannten "Ruhrkräuter" und ist in grauer Vorzeit aus Sibirien nach Europa eingewandert, wo es sich mit seinem silberweißen Haarkleid dem Aufenthalt in großen Höhen (1800m bis 3000m) trefflich angepasst hat. Die an der Spitze des Stengels zu einer dichten Schirmdolde vereinigten grünlich-grauen Blätter sind an der Unterseite filzig, was sie gegen Feuchtigkeitsverluste schützt. Da sich das Edelweiß längst auf unwegsame Felspartien zurückgezogen hat, ist es nur unter Lebensgefahr erreichbar. Das hat es zusammen mit umfassenden Schutzmaßnahmen vor dem Aussterben bis in die Gegenwart bewahrt.


Zuletzt von Gerhard am Mo Aug 25, 2014 1:02 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Bilder von Moderator neu eingefügt)
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BeitragThema: Re: Heimische Blumen   Fr Aug 15, 2008 4:46 pm

Löwenzahn - Alpen-Goldregen - Gewöhnlicher Schneeball - Fransenenzian und Waldrebe

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Mozart
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BeitragThema: Re: Heimische Blumen   Fr Aug 15, 2008 5:19 pm

Alpenblumen



Die Alpen beherbergen eine artenreiche, eigenständige Vegetation. Nicht nur Bergwanderer sind immer wieder von der farbigen Blütenpracht beeindruckt und viele Lieder künden von so manchem Blümelein. Zahlreiche Alpenblumen, die in Jahrtausenden Eiszeiten und lange Wanderungen von Kontinent zu Kontinent überstanden haben, sind vom Menschen bedroht wie nie zuvor, manche bis zum Rand des Aussterbens. Die drei auf der Briefmarke arrangierten Pflanzen gehören zweifelsfrei zu den bekanntesten und beliebtesten; sie sind zu Symbolen unserer Bergwelt geworden – Naturwunder an Überlebenskraft und Schönheit:

Die Alpenrose (Almrausch) aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) gehört zu den artenreichen (weltweit etwa 700 bis 1000) Rhododendren und ist in Mitteleuropa durch die beiden folgenden Arten vertreten: Rhododendron ferrugineum L., die Rostblättrige Alpenrose, mit rostbrauner Blattunterseite, sie bevorzugt Silikatböden und Rhododendron hirsutum L., die Behaarte oder Wimpern-Alpenrose, mit unterseits grünen, deutlich bewimperten Blättern und auf Kalkgestein beschränkt. Beide verlangen genügend Luftfeuchtigkeit und blühen zwischen Juni und August. Sie wachsen meist in Krummholzgebüschen, auf Zwergstrauchheiden und als Unterholz in lichten Bergwäldern. Für die Bergbauern gelten sie als Weideunkräuter, den Imkern liefern die Bienen einen unvergleichlich aromatischen Honig.

Der blaue Enzian tritt bei uns als Hochgebirgspflanze ebenfalls mit 2 Arten auf. Die Gattung Gentiana zählt mit fast 500 Arten zwar zur größten der Familie Enziangewächse (Gentianaceae), am ehesten denken wir aber beim Namen Enzian an die beiden folgenden: Gentiana clusii PERR. & SONG., der Stengellose oder Kalk-Glocken-Enzian, mit spitzen Buchten zwischen den Kelchzähnen und schmaleren, zugespitzten Rosettenblättern. Gentiana acaulis L., der Breitblättrige, Keulen- oder Silikat-Glocken-Enzian, mit breiteren und abgerundeten Kelchzähnen und Laubblättern. Ihre Wurzeln werden weder pharmazeutisch noch lebensmitteltechnisch genützt, selbst wenn ihre Blüten noch so oft auf Branntweinflachen abgebildet sein mögen.

Das Edelweiß, Leontopodium alpinum CASS., die wohl bekannteste Alpenpflanze, ist erst in der letzten Eiszeit aus den sibirischen Steppen zugewandert. Der Korbblütler (Asteraceae) zeigt uns in einer Scheinblüte seinen schönen Stern aus dicht behaarten Hochblättern, in deren Mitte einige gelbgrüne Blütenköpfchen mit hunderten winzigen Röhrenblüten sitzen. Von den weiteren etwa 50 Arten kommen die meisten in den Gebirgen Asiens vor.



Zuletzt von Gerhard am Mo Aug 25, 2014 1:31 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Bild von Moderator neu eingefügt)
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Mozart
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BeitragThema: Re: Heimische Blumen   Fr Aug 15, 2008 5:27 pm

Schneerose



Die Schnee- oder Christrose (Helleborus niger L.), auch Schwarze Nieswurz, Schneekannerl u.a. aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) ist wohl die bekannteste der etwa 25 von Westasien bis Süd- und Mitteleuropa verbreiteten Helleborus-Arten. Sie stammt aus den Südalpen, gedeiht auf kalk-, nährstoff- und mullreichen, lockeren, steinigen Lehmböden – die eher frisch als trocken sein sollten – in Edellaub-, Misch- und Kiefern-Wäldern. Die Schneerose blüht bei uns oft schon im Dezember (Christrose, Weihnachtsblume), meist aber zwischen Jänner und April und lässt danach vielsamige Balgkapseln reifen. Als Zierpflanze – auch zahlreiche Hybriden (Lenzrosen) aus Kreuzungen verschiedener Arten werden kultiviert – verwildert sie gelegentlich. Die ausdauernde, 15 – 30 cm hohe und geschützte Staude mit einem kräftigen, schwarzbraunen Wurzelstock ist in allen Pflanzenteilen - besonders Wurzelstock und Samen - stark giftig.
Herzwirksame Glykoside (Helleborin, Helleborein und in der Grünen Nieswurz auch Hellebrin), Aconitsäure und in der Grünen Nieswurz (Helleborus viridis L.) Alkaloide können zu Schleimhautentzündungen, Übelkeit, Durchfall, Gefäßkrämpfen, Atemnot, brennendem Durst, Seh- und Herzrhythmusstörungen führen. Der Tod durch Atemlähmung ist beschrieben worden. Wegen der geringen therapeutischen Breite der Herzglykoside und des komplexen Wirkspektrums wird Helleborus als Droge nicht mehr verwendet. Nur wenige Homöopathika und Fertigarzneien werden noch verordnet. Pulverisierte Rhizome waren Bestandteil von Schnupftabaken und Niespulvern (Nieswurz).
Der Sage nach wurde Herakles durch die Nieswurz von einem Wahnsinnsanfall geheilt. Plinius der Ältere, der römische Gelehrte (23 – 79) behauptete, man hätte schon 1400 v. Chr. Geistesgestörtheit (helleborio, gr. = verrückt) mit Schwarzer Nieswurz (wohl Helleborus orientalis LAM.) behandelt, weil sie schwarze Galle abführe, die ihrerseits Verrücktheit bewirkt.
Die Schneerose wurde früher als Amulett benützt, es wurden ihr göttliche Kräfte zugeschrieben. Sie gilt als Mittel zur Erhaltung der Jugend, lokal wird sie auch „Auferstehungsblume“ genannt.
In Mitteleuropa blühen neben den gezüchteten Gartensorten noch die Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus L.) unserer Weinberge und ähnlicher Standorte, die erwähnte Grüne Nieswurz (Helleborus viridis L.), die auch als Tierarzneipflanze und Kulturrelikt seit dem Mittelalter verwildert und die Hecken-Nieswurz (Helleborus dumetorum WALDST. & KIT.), die ebenfalls als Tierarzneipflanze aus Bauerngärten verwildert ist.



Zuletzt von Gerhard am Mo Aug 25, 2014 1:15 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : Bild von Moderator neu eingefügt)
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BeitragThema: Re: Heimische Blumen   Fr Aug 15, 2008 5:34 pm

Frühlingsblumen:



Das Leberblümchen, Hepatica nobilis MILL.,
ein Hahnenfußgewächs (Ranunculaceae), kalkliebend und mit seinen blauen Sternen besonders schön mit dem braunen Laub in Buchenwäldern kontrastierend, ist eine alte Volksarzneipflanze. Bei Leber- und Galleleiden (Signaturenlehre) nicht mehr gebräuchlich, werden die frischen giftigen Blätter, die nach der Blüte erscheinen, und Fertigarzneien homöopathisch bei Rachenkatarrhen und Bronchitis ab und zu angewendet.

Die Hohe Schlüsselblume, Primula elatior (L.) HILL.,
eine Primulacee mit blassgelber Krone, ähnlich der selteneren, duftenden und dottergelben Echten oder Arznei-Schlüsselblume, bevorzugt frische Wiesen, lichte Laubwälder und Hochstaudenfluren als Standorte. Der Saponingehalt der harntreibenden Wurzeln erlaubt den Einsatz als auswurffördendes Mittel bei Erkrankungen der Atemwege und gegen rheumatische Leiden.

Der Echte oder Gewöhnliche Seidelbast, Daphne mezereum L.,
auch Kellerhals, der bis zu 1,5 m hohe, naturgeschützte Strauch aus der Familie der Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae), blüht mit stark würzigem Duft oft schon Ende Februar bis in den April hinein, bevor sich die Laubblätter entfalten. Nach der Blattentwicklung reift die vorerst grüne Frucht von Juni bis August zu erbsengroßen, scharlachroten Beeren. Für den Garten sind einige Sorten von Baumschulen zu bekommen.
Alle Pflanzenteile, besonders Beeren und Rinde, sind äußerst giftig. 10 bis 12 Beeren gelten als letale Dosis. Das scharf schmeckende Alkaloid Daphnetoxin u. a. rufen auch äußerlich Entzündungen der Haut bis zu geschwürigem Zerfall hervor. In der Homöopathie wird Seidelbast bei Hauterkrankungen, Gürtelrose und Nervenschmerzen eingesetzt. Zweige der Wildpflanzen dürfen nicht gepflückt werden. Im Zimmer würden sie bis zur Unerträglichkeit duften.



Zuletzt von Gerhard am Mo Aug 25, 2014 1:18 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : Bilder von Moderator neu eingefügt)
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Mozart
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BeitragThema: Re: Heimische Blumen   Fr Aug 15, 2008 5:55 pm

Frauenschuh:



Der Frauenschuh, Cypripedium calceolus L., aus der weltweit bis zu 25000 Arten umfassenden und bei uns gänzlich geschützten Familie der Orchideen oder Knabenkrautgewächse (Orchidaceae) ist wohl die bekannteste und prächtigste heimische Orchidee. Sie blüht von Mai bis Juli in lichten Bergwäldern, im buschigen Steingeröll, vereinzelt auch von der Ebene (Flussauen) bis 1600 (1900) m in die Latschenregion reichend und verlangt, so wie die meisten Knabenkräuter, modrig-humosen und kalkhaltigen Lehm- oder Tonboden.
Für Fliegen und Erdbienen - angelockt vom Farbkontrast und dem milden aprikosennahen Duft - wird die pantoffelähnliche Unterlippe zur „Kesselfalle“. Zur Bestäubung führt der Weg nur an der Narbe und den klebrigen Pollen vorbei wieder heraus. Der Name (auch die zahlreichen Volksnamen wie z.B. Venus-, Marienschuh oder Almlatscher) weist ebenfalls auf die auffällige Form der Blütenunterlippe hin.
Seiner Schönheit wegen ist der Frauenschuh immer wieder gepflückt worden. Dazu kommt die Zerstörung so manchen Lebensraumes, so dass er an vielen früheren Fundstellen völlig ausgerottet ist. Er ist sehr selten geworden und außerordentlich gefährdet. Die strengen Naturschutzmaßnahmen und die Einsicht nicht nur der Bergwanderer - die ihn selbst oft nur noch von Bildern kennen - lassen hoffen, dass die Bestände allmählich wieder anwachsen. Einige Gartensorten lassen sich außerdem leicht über den Blumenhandel besorgen.
Von den weltweit ca. 50 Arten der Gattung Cypripedium wächst in Europa praktisch nur die beschriebene Art. Zwei, nämlich den Großblütigen Frauenschuh (Cypripedium macranthos SWARTZ) und den Gepunkteten F. (C. guttatum SWARTZ) findet man nur in Russland. Die Wurzelstöcke eines nordamerikanischen Frauenschuhes werden in der Volksheilkunde und in der Homöopathie bei Schlaflosigkeit und emotionalen Spannungen verordnet.
Ein Herbarblatt – manche sagen dazu „Pressblumenbild“ – aus dem Jahr 1962 diente der Briefmarke als Vorlage.



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Mozart
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BeitragThema: Re: Heimische Blumen   Fr Aug 15, 2008 6:00 pm

Akelei:



Mit ihren schönen Blüten, ist eine der drei in Mitteleuropa wild vorkommenden Arten der großen Gattung (weltweit etwa 120 Arten, davon 19 in Europa mit mehreren Unterarten) aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Darüber hinaus kreuzen sich die Akeleien sehr leicht untereinander, so dass es eine Reihe von Hybriden in allen möglichen Farben gibt. In Gärten gedeihen außerdem noch etliche prächtig gefärbte Arten aus dem gemäßigten Asien und besonders aus Nordamerika (z.B.: Aquilegia canadensis, Aquilegia chrysantha und Aquilegia skinneri).

In Mitteleuropa stehen alle wild vorkommenden Arten unter Naturschutz:

Die auf der Briefmarke gezeigte blaue Gewöhnliche Akelei, Aquilegia vulgaris L., blüht von Mai bis Juli in lichten Laubwäldern, Gebüschen und auf (Berg-)Wiesen. Auch in Gärten wird sie gezogen. Sie liebt leicht kalkhaltige Böden und ist schwach giftig (Spuren von Alkaloiden und eines Blausäure-Glycosids). Die Pflanze wird von Tieren gemieden. Bei Kindern wurden nach dem Aussaugen von Blüten Vergiftungserscheinungen beobachtet. Eine volksheilkundliche Anwendung ist nicht mehr üblich, nur homöopathisch werden manchmal bei Nervosität, Schwächezuständen und Menstruationsbeschwerden Präparate verordnet.

Die Kalk liebende Schwarzviolette Akelei, Aquilegia atrata (KOCH) GAUD., bevorzugt Rotföhrenwälder, Waldsäume und Flachmoorwiesen. Die drüsenhaarige, bis dunkelblau-violett blühende Dunkle Akelei, Aquilegia nigricans BAUMG., schätzt kalkhaltige Abhänge und Felsspalten. Mehrere Experten werten die beiden als Unterarten (Subspecies) von Aquilegia vulgaris L.

Die intensiv himmelblaue, großblütige Alpen-Akelei, Aquilegia alpina L., hat ihre Hauptverbreitung in den Westalpen auf steinigen Hängen, Grashalden, Weiderasen und in Gebüschen bis 2600 msm.

Die sehr seltene, kalkstete Kleinblütige Akelei, Aquilegia einseleana F. W. SCH., mit spornlosen 2,5 bis 4 cm breiten, blauvioletten Blüten können wir auf Steinschutthalden und in lichten Gebüschen Südkärntens und Tirols finden.



Zuletzt von Gerhard am Mo Aug 25, 2014 1:28 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : b)
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BeitragThema: Re: Heimische Blumen   Do Nov 13, 2008 2:47 pm

Ranunkel

Die Ranunkel, botanischer Name Ranunculus asiaticus, ist eine anspruchslose mehrjährige und winterharte Pflanze und gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Die Ranunkeln erreichen eine Höhe zwischen 20 und 40 Zentimetern. Sie gehören zu den Frühlingsblühern und bilden Blüten in weiß, gelb, orange, rosa und rot aus. Ihre eigentliche Heimat hat die Ranunkel in der Türkei, Zypern, Syrien, Iran, Irak und Nord-Afrika.

Die Ranunkel wächst sowohl an schattigen Plätzen als auch in der Sonne, möchte aber durchlässigen Boden und eine kühle, feuchte Umgebung. Im Sommer sollte sie in der Mittagszeit vor der Sonne geschützt werden. Dafür können Sie als so genannte Begleitpflanzen Blaukissen und Gänsekresse pflanzen, die im Sommer den erforderlichen Schatten spenden. Im Winter sollten Sie einen Winterschutz aus Kompost und Reisig auf die Stellen aufbringen, unter denen die Zwiebeln lagern. Haben Sie die Ranunkeln im Kübel oder Kästen, holen Sie die Knollen vor dem ersten Frost aus der Erde und lagern Sie diese in Torfersatz an einem kühlen (10 bis 12 Grad) und dunklen Ort bis zum nächsten Frühjahr.

Während der Blütezeit von Mai bis Juni benötigt sie viel Wasser, ebenso muss sie bei einem Standort in der direkten Sonne stets feucht gehalten werden. Nach dem Blühen können Sie die Ranunkel ruhig ein wenig vor dem nächsten Gießen austrocknen lassen.




Die Markenkünstlerin:

Judith Schimany studierte bei Anton Lehmden an der Akademie der bildenden Künste in Wien Malerei. Sie erhielt den Theodor-Körner-Preis sowie den Preis der Stiftung Sinaide Ghi in Rom und machte zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, zum Beispiel bei der Kunstmesse Wien, im Dorotheum, der Galerie Infeld Wien, Galerie an der Düssel in Düsseldorf, Galerie Hartmann in München, Galerie Artisart in Maastricht.
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kl4usn
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BeitragThema: Briefmarke, Rose   Sa Sep 24, 2011 12:07 pm

Sonderpostmarke (wurde nur an Abonennten abgegeben)
Hab noch 2 anzubieten, bei Bedarf -> PM



Die vorliegende Sondermarke, das Treuebonusgeschenk 2010, zeigt in ihrem Motiv eine schlichte Rose – gemalt von der bekannten Markenkünstlerin Mag. Brigitte Heiden. Das zarte Bild voll „duftender Schönheit“ reduziert das Thema „Blumen“ vortrefflich auf gleichermaßen virtuose wie ästhetische Weise.

Die Rose gilt seit jeher als Symbol der Liebe, der Freude und der Jugendfrische; so war sie im Altertum den Göttern Aphrodite, Eros, Dionysos, Isis und Flora geweiht, bei den Germanen war sie die Blume der Freya. Antike Sagen beschreiben die Entstehung der Rose in unterschiedlicher Form: Als Überbleibsel der Morgenröte auf Erden, als jene Pflanze, die gemeinsam mit Aphrodite dem Meeresschaum entstiegen sei, oder aber, dass sie aus dem Blut von Adonis stamme. Mit der Rose war auch die Vorstellung des Schmerzes verbunden („Keine Rose ohne Dornen“) bzw. wegen ihrer hinfälligen Kronblätter mit Vergänglichkeit und Tod. Andere überlieferte Schriften belegen, dass die rote Farbe einst auf das Blut der Nachtigall zurückgeführt wurde, welche die ursprünglich weiße Rose zu stürmisch umarmte, oder auf das Blut der Aphrodite, die sich an den Dornen der Rose verletzte.

Die Römer feierten im Frühling den „dies rosae“, das Totenfest – diese Rosalia waren eine Art Allerseelenfest. Später gingen sie im christlichen Pfingstfest auf, bei einigen slawischen Völkern wurden sie zum Naturfest „Rusalija“ und zu den weiblichen Dämonen „Russalki“. Bei den Germanen wurden die Rosen indes mit dem Tod in Verbindung gebracht; sie wurden auf Opferplätzen und Gräbern gepflanzt. In der Ostschweiz und im Allgäu werden abgelegene Friedhöfe auch heute noch oftmals als Rosengärten bezeichnet. Interessant: Die weiße Rose galt in vielen Kulturen auch als Zeichen der Verschwiegenheit – so wurden bei antiken Gelagen weiße Rosen aufgehängt, und alles „sub rosa“ Gesprochene durfte nicht nach außen dringen. Im Mittelalter freilich wurde die Rose im Zuge der Marienverehrung zu einem wichtigen christlichen Symbol. Die Heilige Jungfrau erhielt Beinamen wie „die Rose ohne Dornen“ oder „die schönste Rose unter den Frauen“. Auch im Islam gilt die Rose als heiliges Symbol; so ließ Saladin nach der Eroberung Jerusalems im Jahre 1187 den Felsendom mit Rosenwasser vom christlichen Glauben "säubern". Dass die Rose in ungezählten Sagen, Legenden, Märchen, Gedichten und Liedern eine wichtige Rolle spielt, beweist darüber hinaus auch ihre literarische Bedeutung. Dornröschen, Schneeweißchen und Rosenrot und Goethes berühmtes „Heidenröslein“ stehen stellvertretend für tausende andere poetische Werke.
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muesli
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BeitragThema: Re: Heimische Blumen   Mi Nov 20, 2013 6:25 pm

Vom ersten Blumensatz habe ich auch noch ein nicht gelaufener Beleg gefunden, gestempelt auf eine Messe in Innsbruck 1951:



Beste Sammlergrüsse,

Raf.
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BeitragThema: Re: Heimische Blumen   

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Heimische Blumen

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