Briefmarken - Forum
Herzlich Willkommen im Briefmarken Forum Österreich!
Um alle Beiträge sehen und lesen zu können, muss man angemeldet sein. Ein Anmeldung ist kostenlos und unverbindlich.
*******************************************************
Welcome to the Forum Stamps Austria!
To see and read all the posts, you have to be registered. A registration is free and without obligation.

---->ANMELDUNG






Briefmarken - Forum
 
StartseitePortalKalenderFAQSuchenAnmeldenLogin
Die neuesten Themen
» Briefmarken-Kalender 2017
von Gerhard Gestern um 9:28 pm

» Schönes Österreich
von kaiserschmidt Gestern um 9:00 pm

» Briefe aus Übersee
von Cantus Gestern um 8:24 pm

» Bildpostkarten 2. Republik - Besonderheiten
von Gerhard Gestern um 7:39 pm

» Österreich 1925 - 1938
von kaiserschmidt Gestern um 4:14 pm

» Arabische Staaten - Ganzsachen
von kaiserschmidt Gestern um 3:06 pm

» Briefumschläge als Werbemittel
von kaiserschmidt Fr März 24, 2017 10:14 pm

» Flugpost nach Österreich
von kaiserschmidt Fr März 24, 2017 8:11 pm

» Sammlung Bedarfsbriefe Österreich ab 1945
von wilma Fr März 24, 2017 7:39 pm

» Südamerikafahrt 1930, Post nach Sevilla
von Polarfahrtsucher Fr März 24, 2017 6:21 pm

» Zeppelin-Zuleitungspost
von kaiserschmidt Fr März 24, 2017 5:03 pm

» Die erste Österreichische Ausgabe 1850
von kaiserschmidt Fr März 24, 2017 5:02 pm

» Paketbegleitschreiben ?
von muesli Do März 23, 2017 10:43 pm

» Litauen
von kaiserschmidt Do März 23, 2017 4:39 pm

» Stempel 12.12.12
von muesli Do März 23, 2017 12:09 am

» Sammlerpost
von wilma Mi März 22, 2017 6:27 pm

» Vietnam
von Gerhard Di März 21, 2017 10:13 pm

» Ungarn
von Gerhard Mo März 20, 2017 10:43 pm

» Die Büchersammlungen der Forumsmitglieder
von wilma So März 19, 2017 6:37 pm

» Deutsche Lokalausgaben nach 1945
von Angus3 So März 19, 2017 5:58 pm

» Baden: Schöne Briefe aus Heidelberg
von Angus3 So März 19, 2017 5:48 pm

» Besonderheiten der Philatelie
von Jurek So März 19, 2017 9:34 am

» Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925
von kaiserschmidt Sa März 18, 2017 1:24 pm

» Landschaftsbilder ANK 738-766 - Belege
von kaiserschmidt Sa März 18, 2017 12:06 pm

» Hradcany - Hradschin
von hradschin briefmarken Fr März 17, 2017 7:37 pm

» Frage zu Briefmarke
von Gerhard Fr März 17, 2017 6:57 pm

» Österreich, Briefmarken der Jahre 1970 - 1974
von Markenfreund49 Fr März 17, 2017 1:20 pm

» Wappenzeichnung - ANK 714-736
von wilma Do März 16, 2017 7:20 pm

» Bauwerke und Baudenkmäler "Bautenserie"
von kaiserschmidt Do März 16, 2017 11:00 am

» Abstimmung zum Bilderwettbewerb März2017
von Michaela Do März 16, 2017 8:37 am

» Generalgouvernement
von Kontrollratjunkie Mi März 15, 2017 11:47 pm

» Stempel "Spätling"
von wilma Mi März 15, 2017 8:10 pm

» Ist Briefmarkensammeln tot?
von sergiusnolle Mi März 15, 2017 1:35 pm

» Österreich im III. Reich (Ostmark) Belege
von kaiserschmidt Mi März 15, 2017 10:18 am

» Bilderwettbewerb im März 2017
von Kontrollratjunkie Mi März 15, 2017 12:02 am

» Neuausgaben 2017 - Deutschland
von Gerhard Di März 14, 2017 10:47 pm

» Börse München 02. - 04.03.2017
von Cantus Mo März 13, 2017 6:20 pm

» Ostsachsen (OPD Dresden) -Sowjetische Besatzungszone-
von Angus3 So März 12, 2017 7:20 pm

» Orange Landschaft Österreich - Belege
von wilma So März 12, 2017 6:57 pm

» Obstserie ANk 1253 - 1258
von wilma So März 12, 2017 4:41 pm

» Südamerikafahrt 1930 (Rundfahrt-) Post nach Friedrichshafen"
von balf_de Sa März 11, 2017 6:36 pm

» "Jahreszusammenstellung" 1971 - 1983
von Benni89 Do März 09, 2017 8:50 pm

» Termine Jänner - März 2017
von Polarfahrtsucher Mi März 08, 2017 7:52 pm

» Südamerikafahrt 1930, Post nach Rio de Janeiro
von Polarfahrtsucher Mi März 08, 2017 7:17 pm

» Versch. Ansichtskarten
von kaiserschmidt Mi März 08, 2017 11:11 am

» Zähnungsabart oder nicht ?
von muesli Di März 07, 2017 11:39 am

» Trachtenserien ANK 887 - 923 und 1052 - 1072 Belege
von kaiserschmidt Di März 07, 2017 11:02 am

» Die Auslandsexpreßgebühr ab 1.9.1918
von kaiserschmidt Di März 07, 2017 10:09 am

» Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938
von x9rf Di März 07, 2017 12:29 am

» Sondermarke „Schlierbacher Käse“
von Gerhard Mo März 06, 2017 10:06 pm

» Österreichische Volkstrachten - ANK 567 - 587 - Belege
von kaiserschmidt Mo März 06, 2017 9:11 pm

» Feld-Post Briefmarke
von Kontrollratjunkie So März 05, 2017 11:18 pm

» Tausch Jahresbericht für "Postbedienstete"
von Benni89 Sa März 04, 2017 9:22 am

» Siegerbild im Februar 2017
von muesli Do März 02, 2017 12:49 pm

» Aufgabe-Recepissen
von x9rf Di Feb 28, 2017 11:55 pm

» Sondermarke „Pöttschinger Tracht“
von Gerhard Di Feb 28, 2017 7:36 pm

» Sondermarkenblock „Freimarken 1860/62“
von Gerhard Di Feb 28, 2017 7:21 pm

» Sondermarke „650 Jahre Gold - und Silberschmiede”
von Gerhard Di Feb 28, 2017 7:15 pm

» Briefe / Poststücke österreichischer Banken
von Cantus Di Feb 28, 2017 2:26 am

» diverse Poststücke 1915/1918
von Cantus Di Feb 28, 2017 1:47 am

» Werbeumschläge und -karten aus Österreich
von Cantus Di Feb 28, 2017 1:35 am

» Zudruckkarten als Ansichtskartenvorläufer
von Cantus Di Feb 28, 2017 1:10 am

» I. Wiener Aushilfsausgabe, zweite Ausgabe
von Fides Mo Feb 27, 2017 7:02 pm

» Briefmarke aus China
von Fides Mo Feb 27, 2017 6:39 pm

» Lombardei-Venetien, Ausgaben 1863 und 1864
von Meinhard Mo Feb 27, 2017 4:59 pm

» Abstimmung für das Thema für den Bilderwettbewerb März 2017
von Michaela Mo Feb 27, 2017 7:05 am

» Alliierter Kontrollrat
von Kontrollratjunkie So Feb 26, 2017 9:01 pm

» Private Überdrucke auf Postwertzeichen
von nurso Sa Feb 25, 2017 10:02 am

» k.u.k Luftschiffe 1908 - 1914
von x9rf Fr Feb 24, 2017 11:22 pm

» Zeitungsmarken
von Tannouri Fr Feb 24, 2017 7:47 pm

» Die Freimarkenausgabe 1863/1864
von x9rf Fr Feb 24, 2017 1:43 am

» Mecklenburg - Vorpommern (OPD Schwerin) -Sowjetische Besatzungszone
von Angus3 Do Feb 23, 2017 8:59 pm

» Meine Marke (Eisenbahn)
von Gerhard Mo Feb 20, 2017 10:40 pm

» WIPA 33 Eintrittskarte mit Webung für Heurigen in Grinzing
von Gerhard So Feb 19, 2017 10:17 pm

» Gemeinschaftsausgaben
von Gerhard So Feb 19, 2017 5:29 pm

» Österreichs Block 3 mit Farbfehler?
von diezacke So Feb 19, 2017 3:29 pm

» Zeppelinpost des LZ 127
von Polarfahrtsucher So Feb 19, 2017 10:54 am

» 1. Ausgabe 1850/54 - Die 9 Kreuzer Type I
von wernerrath Sa Feb 18, 2017 2:47 pm

» Federvieh auf dem Bauernhof
von Cantus Sa Feb 18, 2017 12:00 pm

» Motiv Lampen, Glühbirnen, elektrische Geräte und Zubehör
von Cantus Sa Feb 18, 2017 11:41 am

» Sonderstempel in der 2.Republik
von Cantus Sa Feb 18, 2017 11:08 am

» Die Freimarken-Ausgabe 1863
von x9rf Fr Feb 17, 2017 11:57 pm

» Sensation der Philatelie
von Markenfreund49 Fr Feb 17, 2017 10:47 am

» Abstimmung zum Bilderwettbewerb Februar 2017
von Michaela Do Feb 16, 2017 7:13 am

» Posthornzeichnung - ANK 697-713 - Belege
von wilma Mi Feb 15, 2017 6:39 pm

» Bilderwettbewerb Februar 2017
von kaiserschmidt Di Feb 14, 2017 5:02 pm

» Porto 1935 ANK 159 bis 174
von kaiserschmidt Di Feb 14, 2017 9:31 am

» Österreichische Zensuren nach 45
von kaiserschmidt Mo Feb 13, 2017 9:19 pm

» Postkartenserie "Neuer Wappenadler", Inschrift "Deutschösterreich"
von kaiserschmidt Mo Feb 13, 2017 10:36 am

» 4 Briefmarkenalben geschenkt erhalten
von baslersammler Sa Feb 11, 2017 12:04 pm

» Postkartenserie "Quadratischer Wertstempel - Wertziffer im Dreieck" 1922-24
von kaiserschmidt Do Feb 09, 2017 8:39 pm

» Sondermarke „Wien“, Serie Weinregionen Österreichs
von Gerhard Do Feb 09, 2017 7:37 pm

» Österreich - Ergänzungsmarke
von wilma Do Feb 09, 2017 5:44 pm

» Frankreich - Journée du timbre
von Cantus Do Feb 09, 2017 1:40 am

» Kinder als AK-Motiv
von Cantus Do Feb 09, 2017 12:57 am

» Stempel mit Unterschrift aus Schärding
von Gerhard Mo Feb 06, 2017 11:05 pm

» Anlegen einer Stempeldatenbank
von x9rf Mo Feb 06, 2017 12:50 am

» Termine April - Juni 2017
von wilma So Feb 05, 2017 6:25 pm

» Westsachsen (OPD Leipzig) -Sowjetische Besatzungszone-
von Angus3 So Feb 05, 2017 1:14 pm


Austausch | 
 

 Zensurstelle Wien

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
doktorstamp
Mitglied
Mitglied
avatar


BeitragThema: Zensurstelle Wien   Di Jan 29, 2008 2:00 pm

In meiner Alliiertebesetzungssammlung habe ich laute Briefe und Postkarte, die nach Österreich gelaufen worden sind. Weitaus die Mehrzahl davon tragen einen Zensurvermerk aus Wien (drei verscheidene).

Die Zeitspanne geht von 1946 bis 1952. Auf Post aus Deutschland können sie erst nach dem 1.4.46 kommen. Da zuvor im Allgemein kein Auslandspostverkehr genehmigt war.

Wer kann mir näheres dazu sagen.

Unter wessen Aufsicht ist die Zensurstelle errichtet worden?

Welche von den Alliierten hatte die Aufsicht, oder war sie geteilt?

Wie lange hatte sie auf, bis 1952 ist belegt.

Gibt es verschiedene Formen/Arten von Verschlussstreifen, bisher habe ich nur welche aus braunem Papier gesehen.

Da ist häufig ein V im Kreis auf den Belegen zu sehen. Zirka 12mm Ø. Bedeutung?

Ich möchte mich im Voraus bedanken.

mfG

Nigel
Nach oben Nach unten
Mozart
Mitglied in Silber
avatar


BeitragThema: Re: Zensurstelle Wien   Di Jan 29, 2008 2:47 pm

Lieber Nigel,

mit grossem Interesse hab ich deinen Beitrag gelesen! Hier sind erste Hinweise auf deine Fragen, alle kann ich noch nicht beantworten, aber nach dem Literaturstudium melde ich mich wieder. Versprochen!
Übrigens, schön dass du unter uns bist!

Ich kann dir jetzt schon verraten, dass die Zensur der Alliierten in Österreich von 1945-1953 gehandhabt wurde.

Besatzungszonen in Österreich
Die Besatzungszonen und die gemeinsame Verwaltung der Stadt Wien wurden im Abkommen über die Alliierte Kontrolle vom 4. Juli 1945 und im Abkommen der Alliierten über die Besatzungszonen vom 9. Juli 1945 festgelegt. Der ungefähre Verlauf wurde aber bereits bei der Moskauer Deklaration (am 30. Oktober 1943) beschlossen. Kleine Änderungen und Verschiebungen erfuhr diese Einteilung nur durch das Hinzukommen Frankreichs als Besatzungsmacht.

Der Verlauf dürfte der Wehrmacht und der Waffen-SS schon im Jänner 1945 bekannt gewesen sein, weshalb zahlreiche NS-Belastete der „Ostmark“ knapp vor Kriegsende in das später amerikanisch besetzte Salzkammergut flüchteten.

Die Besatzungszonen hatten außerhalb Wiens in ihrer definitiven Form folgenden Umfang:
Sowjetische Zone: Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich nördlich der Donau (Mühlviertel) und östlich der Enns; Oberkommando in Baden bei Wien.

US-amerikanische Zone: Oberösterreich südlich der Donau und westlich der Enns, Salzburg, steirisches Salzkammergut

Britische Zone: Kärnten, Osttirol, Steiermark mit Ausnahme des steirischen Salzkammerguts

Französische Zone: Nordtirol, Vorarlberg

Um die Demarkationslinien zwischen den Besatzungszonen zu überschreiten, brauchte man eine alliierte Identitätskarte, die in vier Sprachen ausgestellt war und Bestätigungsvermerke jeder der vier Besatzungsmächte trug (insgesamt elf Stempel). In den Zonen der westlichen Mächte wurde das Reisen bald liberalisiert; das Überschreiten der Demarkationslinie zur russischen Zone oder aus dieser gestaltete sich wie eine Auslandsreise. Die Kontrollen der Russen wurden erst im Juni 1954 beendet.



(Quelle Wikipedia)
Nach oben Nach unten
Mozart
Mitglied in Silber
avatar


BeitragThema: V-Stempel   Di Jan 29, 2008 4:09 pm

Die V-Stempel wurden während des 2. Weltkrieges von der österreichischen Zensurstelle verwendet. Sie dienten zur besonderen Kenntlichmachung. Mit 30. Juni 1948 abgeschafft. V und V1 bis V26.


Zuletzt von Mozart am Sa Nov 16, 2013 12:55 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Mozart
Mitglied in Silber
avatar


BeitragThema: Re: Zensurstelle Wien   Di Jan 29, 2008 5:33 pm

Hallo Nigel,

also, um dir alle Fragen beantworten zu können, muss wohl dieses Buch in meine Sammlung!



Eine Buchbesprechung dazu, habe ich auf der Seite der ARGE Österreich gefunden. Vielleicht beantwortet ja auch diese, die ein oder andere Frage!

Nachrichtenzensur der Alliierten in Österreich 1945 – 1953
von Karl Majörg

Die alliierte Zensur in Österreich nach 1945 ist ein Teilgebiet der Philatelie, zu dem es in unserer Bibliothek nicht allzu viel Literatur gibt, zumal nicht in dieser Kompaktheit. Das Buch von Karl Majörg ist über 500 Seiten stark und auch entsprechend schwer, daher ist ein Versand nur als Paket machbar.

Nach 1945 war Österreich bekanntlich in vier Beatzungszonen eingeteilt, der Briefverkehr kam in den sowjetischen Zonen nie zum Erliegen, in den anderen Zonen zu unterschiedlichen Terminen bis Juli und September 1945. Die Zensur der Alliierten diente dazu, die totale Kontrolle über das besetzte Gebiet zu festigen und eventuell vorhandene umstürzlerische Absichten frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig musste in wirtschaftlicher Hinsicht eine Zensur stattfinden, um Schwarzmarktgeschäfte aufzudecken. Interessanter- weise begann die sowjetische Inlandszensur erst am 25.03.1946, während bei den West- alliierten eine der ersten Maßnahmen nach Eroberung des Gebietes eine Brief- und Telefonsperre war.

Nach dem einführenden Teil beginnt die Beschreibung der amerikanischen Zensur. Interessanter Nebenaspekt bei Majörg sind Belege aus einem Zonenwechsel, so z.B. aus Nordtirol, das von den Amerikanern befreit wurde und dann später den Franzosen übergeben wurde. Durch den Kriegsverlauf liegengebliebene Post musste nach Abschluss der Kampfhandlungen mit mehr- monatiger Verspätung weitergeleitet werden. Diese trägt eine amerikanische Zensurbanderole oder einen amerikanischen Überroller. Später kam dann in Nordtirol der doppelt-ovale Zensurstempel der Franzosen zum Einsatz. Das Buch ist derart aufgebaut, dass farbige Belege aus den einzelnen Orten der amerikanischen Besatzungszone abgebildet sind und die Situation des Ortes und sein Postverkehr erklärt wird. Preisangaben zu einzelnen Zensurstempeln fehlen völlig ebenso wie Angaben über die Häufigkeit der einzelnen Stempel. Standorte der Zensurbüros waren Innsbruck, Salzburg, Wels, Steyr und Wien, nach 1945 wahrscheinlich nur Salzburg, Linz und Wien.

Es wurde nicht nur der innerösterreichische Postverkehr zensiert oder später der mit dem Ausland, sondern auch der Postverkehr aus den Vereinigten Staaten nach Österreich. insbesondere den Postverkehr zwischen Angehörigen der US-Streitkräfte und österreichischen Zivilpersonen.

Vermutlich gab es eine Absprache zwischen den Westalliierten, dass Post aus einem bestimmten Ausland, z.B. nur von einem Staat kontrolliert wurde. So findet man relativ häufig auf Post aus der Schweiz den französischen Kontrollstempel, man hat aber noch keinen Beleg gefunden, der trotzdem noch einen amerikanischen Zensurstempel aufweist.

Die Post von Kriegsgefangenen, Internierten und Gefängnisinsassen wurde ebenfalls kontrolliert. Bei den Zensurstempeln handelt es sich um Gummistempel. Über das Aussehen der Stempel darf spekuliert werden, weil angeblich alle amerikanischen Zensurstempel vernichtet wurden. Amerikanische Zensurstempel benutzen die Inschrift Military Censorship und Civil Mails und besitzen in der Mitte eine vierstellige Nummer. Die Stempelfarbe ist verschieden, das Spektrum reicht von schwarz über blau und grün bis rotviolett. Es gibt auch von der Zensur freigestellte Post mit entsprechenden Stempeln.

Entgegen den ersten Ankündigungen waren auch öffentliche Briefe zensurpflichtig, zumindest ab dem Jahr 1946. Diese Briefe erhielten als Nachweis der durchgeführten Kontrolle den Stempel Official, den es in vielfältiger Ausführung gibt. Auch hier sind dem Farbenreichtum keine Grenzen gesetzt, das oben aufgeführte Spektrum findet sich auch hier. Allerdings wurde die öffentliche Post schneller und auch weniger gründlich zensiert, daher bedeutete die Verwendung dieser Zensur eine Beschleunigung des Postweges.

Zurückgewiesene Post wurde mit „Zurück – Unzulässig“, „Nicht zulässig“ oder „Zurück an Absender“ gestempelt. Es gibt auch Aufkleber, auf denen der Grund der Zurückweisung angekreuzt werden konnte. Wegen des Papiermangels sind diese Aufkleber in den unterschiedlichsten Papierfarben gedruckt worden.

Die britische Zensur wurde im britischen Besatzungsgebiet ausgeübt, welches Kärnten, Osttirol und Teile der Steiermark und Salzburgs umfasste. Die Zensurstellen Klagenfurt und Graz sind nachgewiesen, über die Zensurstellen Villach und Bruck an der Mur liegt nur Literatur vor. Die Zensur wurde am 16. Juli 1945 eingeführt. Dabei musste das gesamte Briefaufkommen nach Klagenfurt ins Landhaus gebracht werden. Die Zensur lag bis 31. März 1946 in britischen Händen und wurde dann den österreichischen Behörden übertragen. Zunächst wurden englischsprachige Stempel verwendet ähnlich denen der Amerikaner, allerdings mit fünfstelligen Nummern. Nach Übertragung der Zensur auf die österreichischen Behörden gab es dann Stempel Zivilzensur in der britischen Zone mit vierstelligen Nummern. Außerdem gibt es noch verschiedene Stempel „C.C.G.“, „ZZBZ.K“ oder „ZZZ“.

Für Nebenstempelliebhaber ist dieses Sammelgebiet einfach unerschöpflich, da auch Vorzensur und Oberprüfer bzw. Überprüfer ihre Tätigkeit dokumentiert haben. Der Vorteil dieses Buches ist dabei, dass Majörg die einzelnen Stempeleinsatzarten anhand von Poststücken erklärt und auch die postalischen Hintergründe des Einsatzortes bei seinen Erklärungen berücksichtigt.

Es wurde nicht alle Post zu jeder Zeit kontrolliert. Für gewisse Zeiten beschränkte sich die Zensurtätigkeit auf Stichproben, aber kurze Zeit später ging man wieder zur Vollzensur über. Mit Erleichterungen konnte auch rechnen, wer seine Post mit dem Stempel „Geschäftspost“ oder „Deutsch – Geschäftlich“ kennzeichnete.

Zurückgewiesene Post der britischen Zensur wurde mit ähnlichen Stempeln und Aufklebern wie bei den Amerikanern gekennzeichnet. Es war u.a. verboten, Bilderkarten zu schicken oder in Stenografie zu schreiben. Es durften auch keine durchsichtigen Umschläge verwendet werden. Es gabt legale und illegale Möglichkeiten, die Zensur zu umgehen. Zu den illegalen zählten Schmuggler-post oder Mitnehmerpost, zu den legalen Rote-Hilfe-Post, Diplomatenpost oder Beförderung durch die Feldpost der Alliierten.

Französische Zensur wurde mit doppeltovalen oder Zweikreisstempeln dokumentiert. Sie findet sich hauptsächlich auf dem Postverkehr mit der Schweiz . Im Gegensatz zu den Amerikanern und Briten zensierten die Franzosen nur stichprobenhaft und mit mobilen Zensurstempelstellen. Bei den Stichproben konzentrierte man sich offensichtlich auf bestimmte Anschriften oder Absender. Die mobilen Zensurstellen waren zunächst für ganz Tirol zuständig, später gab es drei mobile Zensurstellen für die Bezirke Reutte, Landeck und Kufstein.

Für Auslandpost gab es eine alliierte Briefkontrollstelle in Wien, die ihre Tätigkeit mit den Stempeln „Österreichische Zensurstelle Briefzensur“ dokumentierte. Ferner gibt es viele Nebenstempel, zu deren Abbildungen der Autor schreibt, dass diese Auflistung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Diese Stelle stempelte auch auf den Briefbogen den Kontrollstempel, es konnte auch vorkommen, dass einzelne Worte des Briefes herausgeschnitten wurden und der Brief ansonsten weitergeleitet wurde. Nach Durchlaufen der Zensur wurden die Briefe mit einem Verschlussstempel 35x14 mm verschlossen.

Für die sowjetische Besatzungszone gilt, dass dort zunächst keine Zensur stattfand. Erst am 20.März 1946 wurde die Einführung einer Zensur verfügt und die Zone in fünf Zensurbezirke eingeteilt: Wien, Amstetten, Eggenburg, St. Pölten und Wiener Neustadt. Für Auslandspost war die Zensurstelle 6 beim Postamt Wien 76 zuständig. Die Stempel tragen die Inschrift „Österreichische Zensurstelle“ oder „Alliierte Zensurstelle“ mit dem Zusatz „Z.1“ oder „S.Z“. Die für Inlandspost zuständigen Zensurstellen stempelten mit dem Zusatz des Ortsnamens.
Nach oben Nach unten
doktorstamp
Mitglied
Mitglied
avatar


BeitragThema: Re: Zensurstelle Wien   Di Jan 29, 2008 10:39 pm

Hallo Mozart

Ich bedanke mich herzlichst für deine Muhe. Damit sind so einige Fragen beantwortet.

Ob das Buch noch zu erwerben ist?

Von Literatur kann man nie genug haben.

mfG

Nigel
Nach oben Nach unten
Mozart
Mitglied in Silber
avatar


BeitragThema: Re: Zensurstelle Wien   Di Jan 29, 2008 10:45 pm

Hallo doc

Ja, das Buch gibts noch!

Und auch hier ist es zu haben! Sogar günstiger!

Soll ich gleich zwei Exemplare bestellen?

Beste Grüsse
Mozart
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Zensurstelle Wien   Mi Jan 30, 2008 7:36 am

guten morgen,
ich habe auch noch einen zu verkaufen! könnte es billiger hergeben!
TW
Nach oben Nach unten
Mozart
Mitglied in Silber
avatar


BeitragThema: Re: Zensurstelle Wien   Mi Jan 30, 2008 2:28 pm

Tatjana Westermayr schrieb:
guten morgen,
ich habe auch noch einen zu verkaufen! könnte es billiger hergeben!
TW

Günstiger ist immer gut, das mag ich sehr gerne! Razz
Dann lass ich mich mal überraschen............!

Danke
Mozart
Nach oben Nach unten
 

Zensurstelle Wien

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Briefmarken - Forum  :: Postgeschichte :: Österreich-
Tauschen oder Kaufen