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 Zensurstelle Wien

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doktorstamp
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BeitragThema: Zensurstelle Wien   Di Jan 29, 2008 2:00 pm

In meiner Alliiertebesetzungssammlung habe ich laute Briefe und Postkarte, die nach Österreich gelaufen worden sind. Weitaus die Mehrzahl davon tragen einen Zensurvermerk aus Wien (drei verscheidene).

Die Zeitspanne geht von 1946 bis 1952. Auf Post aus Deutschland können sie erst nach dem 1.4.46 kommen. Da zuvor im Allgemein kein Auslandspostverkehr genehmigt war.

Wer kann mir näheres dazu sagen.

Unter wessen Aufsicht ist die Zensurstelle errichtet worden?

Welche von den Alliierten hatte die Aufsicht, oder war sie geteilt?

Wie lange hatte sie auf, bis 1952 ist belegt.

Gibt es verschiedene Formen/Arten von Verschlussstreifen, bisher habe ich nur welche aus braunem Papier gesehen.

Da ist häufig ein V im Kreis auf den Belegen zu sehen. Zirka 12mm Ø. Bedeutung?

Ich möchte mich im Voraus bedanken.

mfG

Nigel
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Mozart
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BeitragThema: Re: Zensurstelle Wien   Di Jan 29, 2008 2:47 pm

Lieber Nigel,

mit grossem Interesse hab ich deinen Beitrag gelesen! Hier sind erste Hinweise auf deine Fragen, alle kann ich noch nicht beantworten, aber nach dem Literaturstudium melde ich mich wieder. Versprochen!
Übrigens, schön dass du unter uns bist!

Ich kann dir jetzt schon verraten, dass die Zensur der Alliierten in Österreich von 1945-1953 gehandhabt wurde.

Besatzungszonen in Österreich
Die Besatzungszonen und die gemeinsame Verwaltung der Stadt Wien wurden im Abkommen über die Alliierte Kontrolle vom 4. Juli 1945 und im Abkommen der Alliierten über die Besatzungszonen vom 9. Juli 1945 festgelegt. Der ungefähre Verlauf wurde aber bereits bei der Moskauer Deklaration (am 30. Oktober 1943) beschlossen. Kleine Änderungen und Verschiebungen erfuhr diese Einteilung nur durch das Hinzukommen Frankreichs als Besatzungsmacht.

Der Verlauf dürfte der Wehrmacht und der Waffen-SS schon im Jänner 1945 bekannt gewesen sein, weshalb zahlreiche NS-Belastete der „Ostmark“ knapp vor Kriegsende in das später amerikanisch besetzte Salzkammergut flüchteten.

Die Besatzungszonen hatten außerhalb Wiens in ihrer definitiven Form folgenden Umfang:
Sowjetische Zone: Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich nördlich der Donau (Mühlviertel) und östlich der Enns; Oberkommando in Baden bei Wien.

US-amerikanische Zone: Oberösterreich südlich der Donau und westlich der Enns, Salzburg, steirisches Salzkammergut

Britische Zone: Kärnten, Osttirol, Steiermark mit Ausnahme des steirischen Salzkammerguts

Französische Zone: Nordtirol, Vorarlberg

Um die Demarkationslinien zwischen den Besatzungszonen zu überschreiten, brauchte man eine alliierte Identitätskarte, die in vier Sprachen ausgestellt war und Bestätigungsvermerke jeder der vier Besatzungsmächte trug (insgesamt elf Stempel). In den Zonen der westlichen Mächte wurde das Reisen bald liberalisiert; das Überschreiten der Demarkationslinie zur russischen Zone oder aus dieser gestaltete sich wie eine Auslandsreise. Die Kontrollen der Russen wurden erst im Juni 1954 beendet.



(Quelle Wikipedia)
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Mozart
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BeitragThema: V-Stempel   Di Jan 29, 2008 4:09 pm

Die V-Stempel wurden während des 2. Weltkrieges von der österreichischen Zensurstelle verwendet. Sie dienten zur besonderen Kenntlichmachung. Mit 30. Juni 1948 abgeschafft. V und V1 bis V26.



Zuletzt von Mozart am Sa Nov 16, 2013 12:55 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Mozart
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BeitragThema: Re: Zensurstelle Wien   Di Jan 29, 2008 5:33 pm

Hallo Nigel,

also, um dir alle Fragen beantworten zu können, muss wohl dieses Buch in meine Sammlung!



Eine Buchbesprechung dazu, habe ich auf der Seite der ARGE Österreich gefunden. Vielleicht beantwortet ja auch diese, die ein oder andere Frage!

Nachrichtenzensur der Alliierten in Österreich 1945 – 1953
von Karl Majörg

Die alliierte Zensur in Österreich nach 1945 ist ein Teilgebiet der Philatelie, zu dem es in unserer Bibliothek nicht allzu viel Literatur gibt, zumal nicht in dieser Kompaktheit. Das Buch von Karl Majörg ist über 500 Seiten stark und auch entsprechend schwer, daher ist ein Versand nur als Paket machbar.

Nach 1945 war Österreich bekanntlich in vier Beatzungszonen eingeteilt, der Briefverkehr kam in den sowjetischen Zonen nie zum Erliegen, in den anderen Zonen zu unterschiedlichen Terminen bis Juli und September 1945. Die Zensur der Alliierten diente dazu, die totale Kontrolle über das besetzte Gebiet zu festigen und eventuell vorhandene umstürzlerische Absichten frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig musste in wirtschaftlicher Hinsicht eine Zensur stattfinden, um Schwarzmarktgeschäfte aufzudecken. Interessanter- weise begann die sowjetische Inlandszensur erst am 25.03.1946, während bei den West- alliierten eine der ersten Maßnahmen nach Eroberung des Gebietes eine Brief- und Telefonsperre war.

Nach dem einführenden Teil beginnt die Beschreibung der amerikanischen Zensur. Interessanter Nebenaspekt bei Majörg sind Belege aus einem Zonenwechsel, so z.B. aus Nordtirol, das von den Amerikanern befreit wurde und dann später den Franzosen übergeben wurde. Durch den Kriegsverlauf liegengebliebene Post musste nach Abschluss der Kampfhandlungen mit mehr- monatiger Verspätung weitergeleitet werden. Diese trägt eine amerikanische Zensurbanderole oder einen amerikanischen Überroller. Später kam dann in Nordtirol der doppelt-ovale Zensurstempel der Franzosen zum Einsatz. Das Buch ist derart aufgebaut, dass farbige Belege aus den einzelnen Orten der amerikanischen Besatzungszone abgebildet sind und die Situation des Ortes und sein Postverkehr erklärt wird. Preisangaben zu einzelnen Zensurstempeln fehlen völlig ebenso wie Angaben über die Häufigkeit der einzelnen Stempel. Standorte der Zensurbüros waren Innsbruck, Salzburg, Wels, Steyr und Wien, nach 1945 wahrscheinlich nur Salzburg, Linz und Wien.

Es wurde nicht nur der innerösterreichische Postverkehr zensiert oder später der mit dem Ausland, sondern auch der Postverkehr aus den Vereinigten Staaten nach Österreich. insbesondere den Postverkehr zwischen Angehörigen der US-Streitkräfte und österreichischen Zivilpersonen.

Vermutlich gab es eine Absprache zwischen den Westalliierten, dass Post aus einem bestimmten Ausland, z.B. nur von einem Staat kontrolliert wurde. So findet man relativ häufig auf Post aus der Schweiz den französischen Kontrollstempel, man hat aber noch keinen Beleg gefunden, der trotzdem noch einen amerikanischen Zensurstempel aufweist.

Die Post von Kriegsgefangenen, Internierten und Gefängnisinsassen wurde ebenfalls kontrolliert. Bei den Zensurstempeln handelt es sich um Gummistempel. Über das Aussehen der Stempel darf spekuliert werden, weil angeblich alle amerikanischen Zensurstempel vernichtet wurden. Amerikanische Zensurstempel benutzen die Inschrift Military Censorship und Civil Mails und besitzen in der Mitte eine vierstellige Nummer. Die Stempelfarbe ist verschieden, das Spektrum reicht von schwarz über blau und grün bis rotviolett. Es gibt auch von der Zensur freigestellte Post mit entsprechenden Stempeln.

Entgegen den ersten Ankündigungen waren auch öffentliche Briefe zensurpflichtig, zumindest ab dem Jahr 1946. Diese Briefe erhielten als Nachweis der durchgeführten Kontrolle den Stempel Official, den es in vielfältiger Ausführung gibt. Auch hier sind dem Farbenreichtum keine Grenzen gesetzt, das oben aufgeführte Spektrum findet sich auch hier. Allerdings wurde die öffentliche Post schneller und auch weniger gründlich zensiert, daher bedeutete die Verwendung dieser Zensur eine Beschleunigung des Postweges.

Zurückgewiesene Post wurde mit „Zurück – Unzulässig“, „Nicht zulässig“ oder „Zurück an Absender“ gestempelt. Es gibt auch Aufkleber, auf denen der Grund der Zurückweisung angekreuzt werden konnte. Wegen des Papiermangels sind diese Aufkleber in den unterschiedlichsten Papierfarben gedruckt worden.

Die britische Zensur wurde im britischen Besatzungsgebiet ausgeübt, welches Kärnten, Osttirol und Teile der Steiermark und Salzburgs umfasste. Die Zensurstellen Klagenfurt und Graz sind nachgewiesen, über die Zensurstellen Villach und Bruck an der Mur liegt nur Literatur vor. Die Zensur wurde am 16. Juli 1945 eingeführt. Dabei musste das gesamte Briefaufkommen nach Klagenfurt ins Landhaus gebracht werden. Die Zensur lag bis 31. März 1946 in britischen Händen und wurde dann den österreichischen Behörden übertragen. Zunächst wurden englischsprachige Stempel verwendet ähnlich denen der Amerikaner, allerdings mit fünfstelligen Nummern. Nach Übertragung der Zensur auf die österreichischen Behörden gab es dann Stempel Zivilzensur in der britischen Zone mit vierstelligen Nummern. Außerdem gibt es noch verschiedene Stempel „C.C.G.“, „ZZBZ.K“ oder „ZZZ“.

Für Nebenstempelliebhaber ist dieses Sammelgebiet einfach unerschöpflich, da auch Vorzensur und Oberprüfer bzw. Überprüfer ihre Tätigkeit dokumentiert haben. Der Vorteil dieses Buches ist dabei, dass Majörg die einzelnen Stempeleinsatzarten anhand von Poststücken erklärt und auch die postalischen Hintergründe des Einsatzortes bei seinen Erklärungen berücksichtigt.

Es wurde nicht alle Post zu jeder Zeit kontrolliert. Für gewisse Zeiten beschränkte sich die Zensurtätigkeit auf Stichproben, aber kurze Zeit später ging man wieder zur Vollzensur über.  Mit Erleichterungen konnte auch rechnen, wer  seine Post mit dem Stempel „Geschäftspost“ oder „Deutsch – Geschäftlich“ kennzeichnete.

Zurückgewiesene Post der britischen Zensur wurde mit ähnlichen Stempeln und Aufklebern wie bei den Amerikanern gekennzeichnet. Es war u.a. verboten, Bilderkarten zu schicken oder in Stenografie zu schreiben. Es durften auch keine durchsichtigen Umschläge verwendet werden. Es gabt legale und illegale Möglichkeiten, die Zensur zu umgehen. Zu den illegalen zählten Schmuggler-post oder Mitnehmerpost, zu den legalen Rote-Hilfe-Post, Diplomatenpost oder Beförderung durch die Feldpost der Alliierten.

Französische Zensur wurde mit doppeltovalen oder Zweikreisstempeln dokumentiert. Sie findet sich hauptsächlich auf dem Postverkehr mit der Schweiz . Im Gegensatz zu den Amerikanern und Briten zensierten die Franzosen nur stichprobenhaft und mit mobilen Zensurstempelstellen. Bei den Stichproben konzentrierte man sich offensichtlich auf bestimmte Anschriften oder Absender. Die mobilen Zensurstellen waren zunächst für ganz Tirol zuständig, später gab es drei mobile Zensurstellen für die Bezirke Reutte, Landeck und Kufstein.

Für Auslandpost gab es eine alliierte Briefkontrollstelle in Wien, die ihre Tätigkeit mit den Stempeln „Österreichische Zensurstelle Briefzensur“ dokumentierte. Ferner gibt es viele Nebenstempel, zu deren Abbildungen der Autor schreibt, dass diese Auflistung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Diese Stelle stempelte auch auf den Briefbogen den Kontrollstempel, es konnte auch vorkommen, dass einzelne Worte des Briefes herausgeschnitten wurden und der Brief ansonsten weitergeleitet wurde. Nach Durchlaufen der Zensur wurden die Briefe mit einem Verschlussstempel 35x14 mm verschlossen.

Für die sowjetische Besatzungszone gilt, dass dort zunächst keine Zensur stattfand. Erst am 20.März 1946 wurde die Einführung einer Zensur verfügt und die Zone in fünf Zensurbezirke eingeteilt: Wien, Amstetten, Eggenburg, St. Pölten und Wiener Neustadt. Für Auslandspost war die Zensurstelle 6 beim Postamt Wien 76 zuständig. Die Stempel tragen die Inschrift „Österreichische Zensurstelle“ oder „Alliierte Zensurstelle“ mit dem Zusatz „Z.1“ oder „S.Z“. Die für Inlandspost zuständigen Zensurstellen stempelten mit dem Zusatz des Ortsnamens.
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doktorstamp
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BeitragThema: Re: Zensurstelle Wien   Di Jan 29, 2008 10:39 pm

Hallo Mozart

Ich bedanke mich herzlichst für deine Muhe. Damit sind so einige Fragen beantwortet.

Ob das Buch noch zu erwerben ist?

Von Literatur kann man nie genug haben.

mfG

Nigel
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Mozart
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BeitragThema: Re: Zensurstelle Wien   Di Jan 29, 2008 10:45 pm

Hallo doc

Ja, das Buch gibts noch!

Und auch hier ist es zu haben! Sogar günstiger!

Soll ich gleich zwei Exemplare bestellen?

Beste Grüsse
Mozart
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Gast
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BeitragThema: Re: Zensurstelle Wien   Mi Jan 30, 2008 7:36 am

guten morgen,
ich habe auch noch einen zu verkaufen! könnte es billiger hergeben!
TW
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Mozart
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BeitragThema: Re: Zensurstelle Wien   Mi Jan 30, 2008 2:28 pm

Tatjana Westermayr schrieb:
guten morgen,
ich habe auch noch einen zu verkaufen! könnte es billiger hergeben!
TW

Günstiger ist immer gut, das mag ich sehr gerne! Razz
Dann lass ich mich mal überraschen............!

Danke
Mozart
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