Briefmarken - Forum
Herzlich Willkommen im Briefmarken Forum Österreich!
Um alle Beiträge sehen und lesen zu können, muss man angemeldet sein. Ein Anmeldung ist kostenlos und unverbindlich.
*******************************************************
Welcome to the Forum Stamps Austria!
To see and read all the posts, you have to be registered. A registration is free and without obligation.

---->ANMELDUNG






Briefmarken - Forum
 
StartseitePortalKalenderFAQSuchenAnmeldenLogin
Neueste Themen
» Briefmarken-Kalender 2018
von Gerhard Gestern um 7:54 pm

» Posthornzeichnung - ANK 697-713 - Belege
von kaiserschmidt Gestern um 6:56 pm

» Österreich 1925 - 1938
von gabi50 Gestern um 6:55 pm

» Gnas.
von gabi50 Gestern um 6:45 pm

» Österreich im III. Reich (Ostmark) Belege
von kaiserschmidt Gestern um 2:35 pm

» ABC Postkarten 1890-1900 der Zeitschrift Glühlichter
von Hofetob Gestern um 2:34 pm

» Trachtenserien ANK 887 - 923 und 1052 - 1072 Belege
von gabi50 So Jan 21, 2018 10:07 pm

» Sudetenland - Ausgaben für Karlsbad
von Kontrollratjunkie Sa Jan 20, 2018 9:07 pm

» Ostsachsen (OPD Dresden) -Sowjetische Besatzungszone-
von Kontrollratjunkie Sa Jan 20, 2018 9:01 pm

» Landschaftsbilder ANK 738-766 - Belege
von wilma Sa Jan 20, 2018 7:34 pm

» Österreichische Zensuren nach 45
von wilma Sa Jan 20, 2018 6:49 pm

» Gleisdorf
von gabi50 Sa Jan 20, 2018 6:36 pm

» Streifbänder des DÖAV
von Cantus Sa Jan 20, 2018 5:34 am

» NEU: Sondermarke Jan Davidsz. de Heem – Stillleben
von Gerhard Fr Jan 19, 2018 11:10 pm

» Notmaßnahmen und Provisorien bei Postkarten 1945-1948
von wilma Fr Jan 19, 2018 7:58 pm

» Wappenzeichnung - ANK 714-736 - Belege
von wilma Fr Jan 19, 2018 6:22 pm

» Amtliche Überklebung
von wilma Fr Jan 19, 2018 5:59 pm

» NEU: Sondermarke „Joannis Avramidis, Großer Kopf“
von Gerhard Do Jan 18, 2018 11:09 pm

» Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925
von gabi50 Do Jan 18, 2018 7:58 pm

» Gleinstätten
von gabi50 Do Jan 18, 2018 5:24 pm

» Suche Lieferant dieser Aufstecklupe 2.5x
von 3dreal Do Jan 18, 2018 4:43 pm

» Freimarken-Ausgabe 1867 : Kopfbildnis Kaiser Franz Joseph I
von muesli Mi Jan 17, 2018 9:11 pm

» NEU: Sondermarke „Generationenfrage"
von Gerhard Mi Jan 17, 2018 8:13 pm

» Stempel "Spätling"
von wilma Mi Jan 17, 2018 7:47 pm

» Die Büchersammlungen der Forumsmitglieder
von wilma Mi Jan 17, 2018 7:23 pm

» Briefmarken USA
von eh9988 Mi Jan 17, 2018 4:45 pm

» Belegestücktausch UNO Wien
von Bolle Mi Jan 17, 2018 2:08 pm

» Gesäuse
von gabi50 Mi Jan 17, 2018 11:42 am

» Luftpost,Erstflüge sammeln
von kaiserschmidt Mi Jan 17, 2018 10:34 am

» Abstimmung für den Bilderwettbewerb im Jänner 2018
von Michaela Di Jan 16, 2018 10:57 am

» Portobelege aus Österreich
von kaiserschmidt Di Jan 16, 2018 9:39 am

» Ältere Flugpost aus Wien
von kaiserschmidt Di Jan 16, 2018 9:30 am

» Dross
von Gerhard Mo Jan 15, 2018 10:57 pm

» Hotelbriefe
von kaiserschmidt Mo Jan 15, 2018 10:05 am

» Bilderwettbewerb im Jänner 2018
von Michaela Mo Jan 15, 2018 10:00 am

» Österreich 2. Währungsreform 10.12.1947 - Belege
von wilma So Jan 14, 2018 7:32 pm

» Spezialitäten der Landschaftserie 1945
von Rein So Jan 14, 2018 7:13 pm

» Christkindl Stempel
von wilma So Jan 14, 2018 7:10 pm

» Feuerwehr als Stempelmotiv
von Gerhard So Jan 14, 2018 5:40 pm

» Gams bei Stainz
von gabi50 So Jan 14, 2018 3:39 pm

» Briefe oder Karten von/an berühmte oder bekannte Personen
von gabi50 Mi Jan 10, 2018 7:35 pm

» Gams bei Hieflau
von gabi50 Mi Jan 10, 2018 7:08 pm

» Flugpost nach Österreich
von kaiserschmidt Mi Jan 10, 2018 2:43 pm

» Gaishorn
von gabi50 Di Jan 09, 2018 4:47 pm

» Lombardei - Venetien 1850 - 1858
von muesli Mo Jan 08, 2018 11:06 pm

» Hilfe - WIPA 1933
von muesli Mo Jan 08, 2018 10:16 pm

» Fürstenfeld
von gabi50 So Jan 07, 2018 2:33 pm

» Volkstrachten mit Aufdruck Hakenkreuz und Wertangabe RPfg
von franz1964 So Jan 07, 2018 10:23 am

» Schweiz MiNr 1 ???
von balf_de Sa Jan 06, 2018 1:55 pm

» Bogenrandsignaturen DDR
von versandhandel-der-born Fr Jan 05, 2018 4:57 pm

» Frohnleiten
von gabi50 Do Jan 04, 2018 8:04 pm

» Die erste Österreichische Ausgabe 1850
von muesli Mi Jan 03, 2018 10:58 pm

» Fernitz
von gabi50 Mi Jan 03, 2018 5:20 pm

» Provinz Sachsen -Sowjetische Besatzungszone
von kaiserschmidt Mi Jan 03, 2018 10:53 am

» Großtauschtag 4. Februar 2018 Attnang-Puchheim
von Gerhard Di Jan 02, 2018 4:06 pm

» Die Freimarkenausgabe 1858 Type I und II
von x9rf Di Jan 02, 2018 10:50 am

» Österreich, Briefmarken der Jahre 1970 - 1974
von Markenfreund49 Mo Jan 01, 2018 5:14 pm

» Siegerbild im Dezember 2017
von gabi50 Mo Jan 01, 2018 1:12 pm

» UN-Einsatz im Nahen Osten
von kaiserschmidt Mo Jan 01, 2018 1:02 pm

» Friedberg
von gabi50 So Dez 31, 2017 4:17 pm

» Handbuch "Rainer" und "Müller" gesucht!
von adilac So Dez 31, 2017 10:29 am

» Kommen Sie mit nach Ambunti in die Sepik-Provinz ?
von Rabaul So Dez 31, 2017 8:11 am

» Briefmarken-Kalender 2017
von Gerhard Sa Dez 30, 2017 10:10 pm

» 1914 - 1918 Der Untergang der K.u.K. Monarchie
von gabi50 Sa Dez 30, 2017 6:18 pm

» Frein bei Mürzsteg
von gabi50 Sa Dez 30, 2017 5:29 pm

» Marke aus Argentinien
von gabi50 Fr Dez 29, 2017 6:33 pm

» Legendäre Sammlung
von Gerhard Fr Dez 29, 2017 4:43 pm

» Frauheim bei Kranichfeld
von gabi50 Do Dez 28, 2017 4:57 pm

» Allgemeine Ausgaben der Sowjetischen Besatzungszone
von Kontrollratjunkie Mi Dez 27, 2017 11:46 pm

» Alte Briefmarkensammlung - Wie am besten verkaufen
von Markenfreund49 Mi Dez 27, 2017 5:52 pm

» Neuausgaben 2018 Deutschland
von Gerhard Mi Dez 27, 2017 4:42 pm

» Blumengruß aus Deutschland
von Gerhard Mi Dez 27, 2017 2:30 pm

» Abstimmung für das Thema für den Bilderwettbewerb Jänner 2018 
von Michaela Di Dez 26, 2017 8:04 am

» Zeppelinpost des LZ 127
von kaiserschmidt Mo Dez 25, 2017 5:32 pm

» Sondermarke „Steyr Typ 50 - Baby“
von Gerhard Mo Dez 25, 2017 4:42 pm

» Zeppelin - ungewöhnliche und seltene Destinationen
von balf_de So Dez 24, 2017 4:13 pm

» Weihnachten Deutschland
von Ausstellungsleiter So Dez 24, 2017 8:43 am

» Bauwerke und Baudenkmäler "Bautenserie"
von gabi50 Sa Dez 23, 2017 4:14 pm

» Frauenberg bei Ardning
von gabi50 Sa Dez 23, 2017 4:04 pm

» Weihnachtspost 2017
von Michaela Sa Dez 23, 2017 8:17 am

» Dispenser Rollenmarke
von Markenfreund49 Fr Dez 22, 2017 8:53 pm

» Sondermarke „Bugholzmöbel – Michael Thonet“
von Gerhard Fr Dez 22, 2017 6:00 pm

» Frauenberg bei Bruck
von gabi50 Fr Dez 22, 2017 5:16 pm

» Briefe / Poststücke österreichischer Banken
von kaiserschmidt Fr Dez 22, 2017 11:12 am

» Feldpost II Weltkrieg Belege
von kaiserschmidt Do Dez 21, 2017 11:45 am

» Verlag B. K. W. I. aus Österreich
von Gerhard Mi Dez 20, 2017 9:53 pm

» Belege der Besatzungsmächte in Österreich
von kaiserschmidt Mi Dez 20, 2017 8:20 pm

» Sondermarke „Wiener Tuba“, Serie „Musikinstrumente“
von Gerhard Mi Dez 20, 2017 6:42 pm

» Ortswerbestempel - Deutschland nach 1945 (Handstempel)
von Angus3 Di Dez 19, 2017 1:09 pm

» Fohnsdorf
von gabi50 Mo Dez 18, 2017 8:06 pm

» Weinpaket
von Gerhard Mo Dez 18, 2017 7:22 pm

» SBZ Stadt Berlin 2 wbzs
von Angus3 Mo Dez 18, 2017 6:55 pm

» Schweiz 1854-1863 "Strubel" Sitzende Helvetia Ungezähnt
von kaiserschmidt Mo Dez 18, 2017 5:43 pm

» Sächsische Schwärzungen -Sowjetische Besatzungszone-
von Kontrollratjunkie So Dez 17, 2017 7:49 pm

» Abstimmung zum Bilderwettbewerb im Dezember 2017
von Michaela So Dez 17, 2017 8:19 am

» Fladnitz
von gabi50 Fr Dez 15, 2017 11:10 pm

» Bilderwettbewerb im Dezember 2017
von muesli Fr Dez 15, 2017 11:04 pm

» Obstserie ANk 1253 - 1258
von Gerhard Fr Dez 15, 2017 6:47 pm

» Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst
von balf_de Fr Dez 15, 2017 5:22 pm


Teilen | 
 

 Zensurstelle Wien

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
doktorstamp
Mitglied
Mitglied
avatar


BeitragThema: Zensurstelle Wien   Di Jan 29, 2008 2:00 pm

In meiner Alliiertebesetzungssammlung habe ich laute Briefe und Postkarte, die nach Österreich gelaufen worden sind. Weitaus die Mehrzahl davon tragen einen Zensurvermerk aus Wien (drei verscheidene).

Die Zeitspanne geht von 1946 bis 1952. Auf Post aus Deutschland können sie erst nach dem 1.4.46 kommen. Da zuvor im Allgemein kein Auslandspostverkehr genehmigt war.

Wer kann mir näheres dazu sagen.

Unter wessen Aufsicht ist die Zensurstelle errichtet worden?

Welche von den Alliierten hatte die Aufsicht, oder war sie geteilt?

Wie lange hatte sie auf, bis 1952 ist belegt.

Gibt es verschiedene Formen/Arten von Verschlussstreifen, bisher habe ich nur welche aus braunem Papier gesehen.

Da ist häufig ein V im Kreis auf den Belegen zu sehen. Zirka 12mm Ø. Bedeutung?

Ich möchte mich im Voraus bedanken.

mfG

Nigel
Nach oben Nach unten
Mozart
Mitglied in Silber
avatar


BeitragThema: Re: Zensurstelle Wien   Di Jan 29, 2008 2:47 pm

Lieber Nigel,

mit grossem Interesse hab ich deinen Beitrag gelesen! Hier sind erste Hinweise auf deine Fragen, alle kann ich noch nicht beantworten, aber nach dem Literaturstudium melde ich mich wieder. Versprochen!
Übrigens, schön dass du unter uns bist!

Ich kann dir jetzt schon verraten, dass die Zensur der Alliierten in Österreich von 1945-1953 gehandhabt wurde.

Besatzungszonen in Österreich
Die Besatzungszonen und die gemeinsame Verwaltung der Stadt Wien wurden im Abkommen über die Alliierte Kontrolle vom 4. Juli 1945 und im Abkommen der Alliierten über die Besatzungszonen vom 9. Juli 1945 festgelegt. Der ungefähre Verlauf wurde aber bereits bei der Moskauer Deklaration (am 30. Oktober 1943) beschlossen. Kleine Änderungen und Verschiebungen erfuhr diese Einteilung nur durch das Hinzukommen Frankreichs als Besatzungsmacht.

Der Verlauf dürfte der Wehrmacht und der Waffen-SS schon im Jänner 1945 bekannt gewesen sein, weshalb zahlreiche NS-Belastete der „Ostmark“ knapp vor Kriegsende in das später amerikanisch besetzte Salzkammergut flüchteten.

Die Besatzungszonen hatten außerhalb Wiens in ihrer definitiven Form folgenden Umfang:
Sowjetische Zone: Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich nördlich der Donau (Mühlviertel) und östlich der Enns; Oberkommando in Baden bei Wien.

US-amerikanische Zone: Oberösterreich südlich der Donau und westlich der Enns, Salzburg, steirisches Salzkammergut

Britische Zone: Kärnten, Osttirol, Steiermark mit Ausnahme des steirischen Salzkammerguts

Französische Zone: Nordtirol, Vorarlberg

Um die Demarkationslinien zwischen den Besatzungszonen zu überschreiten, brauchte man eine alliierte Identitätskarte, die in vier Sprachen ausgestellt war und Bestätigungsvermerke jeder der vier Besatzungsmächte trug (insgesamt elf Stempel). In den Zonen der westlichen Mächte wurde das Reisen bald liberalisiert; das Überschreiten der Demarkationslinie zur russischen Zone oder aus dieser gestaltete sich wie eine Auslandsreise. Die Kontrollen der Russen wurden erst im Juni 1954 beendet.



(Quelle Wikipedia)
Nach oben Nach unten
Mozart
Mitglied in Silber
avatar


BeitragThema: V-Stempel   Di Jan 29, 2008 4:09 pm

Die V-Stempel wurden während des 2. Weltkrieges von der österreichischen Zensurstelle verwendet. Sie dienten zur besonderen Kenntlichmachung. Mit 30. Juni 1948 abgeschafft. V und V1 bis V26.



Zuletzt von Mozart am Sa Nov 16, 2013 12:55 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Mozart
Mitglied in Silber
avatar


BeitragThema: Re: Zensurstelle Wien   Di Jan 29, 2008 5:33 pm

Hallo Nigel,

also, um dir alle Fragen beantworten zu können, muss wohl dieses Buch in meine Sammlung!



Eine Buchbesprechung dazu, habe ich auf der Seite der ARGE Österreich gefunden. Vielleicht beantwortet ja auch diese, die ein oder andere Frage!

Nachrichtenzensur der Alliierten in Österreich 1945 – 1953
von Karl Majörg

Die alliierte Zensur in Österreich nach 1945 ist ein Teilgebiet der Philatelie, zu dem es in unserer Bibliothek nicht allzu viel Literatur gibt, zumal nicht in dieser Kompaktheit. Das Buch von Karl Majörg ist über 500 Seiten stark und auch entsprechend schwer, daher ist ein Versand nur als Paket machbar.

Nach 1945 war Österreich bekanntlich in vier Beatzungszonen eingeteilt, der Briefverkehr kam in den sowjetischen Zonen nie zum Erliegen, in den anderen Zonen zu unterschiedlichen Terminen bis Juli und September 1945. Die Zensur der Alliierten diente dazu, die totale Kontrolle über das besetzte Gebiet zu festigen und eventuell vorhandene umstürzlerische Absichten frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig musste in wirtschaftlicher Hinsicht eine Zensur stattfinden, um Schwarzmarktgeschäfte aufzudecken. Interessanter- weise begann die sowjetische Inlandszensur erst am 25.03.1946, während bei den West- alliierten eine der ersten Maßnahmen nach Eroberung des Gebietes eine Brief- und Telefonsperre war.

Nach dem einführenden Teil beginnt die Beschreibung der amerikanischen Zensur. Interessanter Nebenaspekt bei Majörg sind Belege aus einem Zonenwechsel, so z.B. aus Nordtirol, das von den Amerikanern befreit wurde und dann später den Franzosen übergeben wurde. Durch den Kriegsverlauf liegengebliebene Post musste nach Abschluss der Kampfhandlungen mit mehr- monatiger Verspätung weitergeleitet werden. Diese trägt eine amerikanische Zensurbanderole oder einen amerikanischen Überroller. Später kam dann in Nordtirol der doppelt-ovale Zensurstempel der Franzosen zum Einsatz. Das Buch ist derart aufgebaut, dass farbige Belege aus den einzelnen Orten der amerikanischen Besatzungszone abgebildet sind und die Situation des Ortes und sein Postverkehr erklärt wird. Preisangaben zu einzelnen Zensurstempeln fehlen völlig ebenso wie Angaben über die Häufigkeit der einzelnen Stempel. Standorte der Zensurbüros waren Innsbruck, Salzburg, Wels, Steyr und Wien, nach 1945 wahrscheinlich nur Salzburg, Linz und Wien.

Es wurde nicht nur der innerösterreichische Postverkehr zensiert oder später der mit dem Ausland, sondern auch der Postverkehr aus den Vereinigten Staaten nach Österreich. insbesondere den Postverkehr zwischen Angehörigen der US-Streitkräfte und österreichischen Zivilpersonen.

Vermutlich gab es eine Absprache zwischen den Westalliierten, dass Post aus einem bestimmten Ausland, z.B. nur von einem Staat kontrolliert wurde. So findet man relativ häufig auf Post aus der Schweiz den französischen Kontrollstempel, man hat aber noch keinen Beleg gefunden, der trotzdem noch einen amerikanischen Zensurstempel aufweist.

Die Post von Kriegsgefangenen, Internierten und Gefängnisinsassen wurde ebenfalls kontrolliert. Bei den Zensurstempeln handelt es sich um Gummistempel. Über das Aussehen der Stempel darf spekuliert werden, weil angeblich alle amerikanischen Zensurstempel vernichtet wurden. Amerikanische Zensurstempel benutzen die Inschrift Military Censorship und Civil Mails und besitzen in der Mitte eine vierstellige Nummer. Die Stempelfarbe ist verschieden, das Spektrum reicht von schwarz über blau und grün bis rotviolett. Es gibt auch von der Zensur freigestellte Post mit entsprechenden Stempeln.

Entgegen den ersten Ankündigungen waren auch öffentliche Briefe zensurpflichtig, zumindest ab dem Jahr 1946. Diese Briefe erhielten als Nachweis der durchgeführten Kontrolle den Stempel Official, den es in vielfältiger Ausführung gibt. Auch hier sind dem Farbenreichtum keine Grenzen gesetzt, das oben aufgeführte Spektrum findet sich auch hier. Allerdings wurde die öffentliche Post schneller und auch weniger gründlich zensiert, daher bedeutete die Verwendung dieser Zensur eine Beschleunigung des Postweges.

Zurückgewiesene Post wurde mit „Zurück – Unzulässig“, „Nicht zulässig“ oder „Zurück an Absender“ gestempelt. Es gibt auch Aufkleber, auf denen der Grund der Zurückweisung angekreuzt werden konnte. Wegen des Papiermangels sind diese Aufkleber in den unterschiedlichsten Papierfarben gedruckt worden.

Die britische Zensur wurde im britischen Besatzungsgebiet ausgeübt, welches Kärnten, Osttirol und Teile der Steiermark und Salzburgs umfasste. Die Zensurstellen Klagenfurt und Graz sind nachgewiesen, über die Zensurstellen Villach und Bruck an der Mur liegt nur Literatur vor. Die Zensur wurde am 16. Juli 1945 eingeführt. Dabei musste das gesamte Briefaufkommen nach Klagenfurt ins Landhaus gebracht werden. Die Zensur lag bis 31. März 1946 in britischen Händen und wurde dann den österreichischen Behörden übertragen. Zunächst wurden englischsprachige Stempel verwendet ähnlich denen der Amerikaner, allerdings mit fünfstelligen Nummern. Nach Übertragung der Zensur auf die österreichischen Behörden gab es dann Stempel Zivilzensur in der britischen Zone mit vierstelligen Nummern. Außerdem gibt es noch verschiedene Stempel „C.C.G.“, „ZZBZ.K“ oder „ZZZ“.

Für Nebenstempelliebhaber ist dieses Sammelgebiet einfach unerschöpflich, da auch Vorzensur und Oberprüfer bzw. Überprüfer ihre Tätigkeit dokumentiert haben. Der Vorteil dieses Buches ist dabei, dass Majörg die einzelnen Stempeleinsatzarten anhand von Poststücken erklärt und auch die postalischen Hintergründe des Einsatzortes bei seinen Erklärungen berücksichtigt.

Es wurde nicht alle Post zu jeder Zeit kontrolliert. Für gewisse Zeiten beschränkte sich die Zensurtätigkeit auf Stichproben, aber kurze Zeit später ging man wieder zur Vollzensur über.  Mit Erleichterungen konnte auch rechnen, wer  seine Post mit dem Stempel „Geschäftspost“ oder „Deutsch – Geschäftlich“ kennzeichnete.

Zurückgewiesene Post der britischen Zensur wurde mit ähnlichen Stempeln und Aufklebern wie bei den Amerikanern gekennzeichnet. Es war u.a. verboten, Bilderkarten zu schicken oder in Stenografie zu schreiben. Es durften auch keine durchsichtigen Umschläge verwendet werden. Es gabt legale und illegale Möglichkeiten, die Zensur zu umgehen. Zu den illegalen zählten Schmuggler-post oder Mitnehmerpost, zu den legalen Rote-Hilfe-Post, Diplomatenpost oder Beförderung durch die Feldpost der Alliierten.

Französische Zensur wurde mit doppeltovalen oder Zweikreisstempeln dokumentiert. Sie findet sich hauptsächlich auf dem Postverkehr mit der Schweiz . Im Gegensatz zu den Amerikanern und Briten zensierten die Franzosen nur stichprobenhaft und mit mobilen Zensurstempelstellen. Bei den Stichproben konzentrierte man sich offensichtlich auf bestimmte Anschriften oder Absender. Die mobilen Zensurstellen waren zunächst für ganz Tirol zuständig, später gab es drei mobile Zensurstellen für die Bezirke Reutte, Landeck und Kufstein.

Für Auslandpost gab es eine alliierte Briefkontrollstelle in Wien, die ihre Tätigkeit mit den Stempeln „Österreichische Zensurstelle Briefzensur“ dokumentierte. Ferner gibt es viele Nebenstempel, zu deren Abbildungen der Autor schreibt, dass diese Auflistung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Diese Stelle stempelte auch auf den Briefbogen den Kontrollstempel, es konnte auch vorkommen, dass einzelne Worte des Briefes herausgeschnitten wurden und der Brief ansonsten weitergeleitet wurde. Nach Durchlaufen der Zensur wurden die Briefe mit einem Verschlussstempel 35x14 mm verschlossen.

Für die sowjetische Besatzungszone gilt, dass dort zunächst keine Zensur stattfand. Erst am 20.März 1946 wurde die Einführung einer Zensur verfügt und die Zone in fünf Zensurbezirke eingeteilt: Wien, Amstetten, Eggenburg, St. Pölten und Wiener Neustadt. Für Auslandspost war die Zensurstelle 6 beim Postamt Wien 76 zuständig. Die Stempel tragen die Inschrift „Österreichische Zensurstelle“ oder „Alliierte Zensurstelle“ mit dem Zusatz „Z.1“ oder „S.Z“. Die für Inlandspost zuständigen Zensurstellen stempelten mit dem Zusatz des Ortsnamens.
Nach oben Nach unten
doktorstamp
Mitglied
Mitglied
avatar


BeitragThema: Re: Zensurstelle Wien   Di Jan 29, 2008 10:39 pm

Hallo Mozart

Ich bedanke mich herzlichst für deine Muhe. Damit sind so einige Fragen beantwortet.

Ob das Buch noch zu erwerben ist?

Von Literatur kann man nie genug haben.

mfG

Nigel
Nach oben Nach unten
Mozart
Mitglied in Silber
avatar


BeitragThema: Re: Zensurstelle Wien   Di Jan 29, 2008 10:45 pm

Hallo doc

Ja, das Buch gibts noch!

Und auch hier ist es zu haben! Sogar günstiger!

Soll ich gleich zwei Exemplare bestellen?

Beste Grüsse
Mozart
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Zensurstelle Wien   Mi Jan 30, 2008 7:36 am

guten morgen,
ich habe auch noch einen zu verkaufen! könnte es billiger hergeben!
TW
Nach oben Nach unten
Mozart
Mitglied in Silber
avatar


BeitragThema: Re: Zensurstelle Wien   Mi Jan 30, 2008 2:28 pm

Tatjana Westermayr schrieb:
guten morgen,
ich habe auch noch einen zu verkaufen! könnte es billiger hergeben!
TW

Günstiger ist immer gut, das mag ich sehr gerne! Razz
Dann lass ich mich mal überraschen............!

Danke
Mozart
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Zensurstelle Wien   

Nach oben Nach unten
 

Zensurstelle Wien

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Briefmarken - Forum  :: Postgeschichte :: Österreich-
Tauschen oder Kaufen