StartseitePortalKalenderGalerieFAQSuchenAnmeldenLogin
Die neuesten Themen
» Deutsches Reich April 1933 bis 1945 - Drittes Reich
von Polarfahrtsucher Heute um 9:25 pm

» Briefmarkensammlungen
von Kontrollratjunkie Heute um 8:34 pm

» Selbst kreierte Belege / Ankunft ab 2012
von EgLie Heute um 8:05 pm

» Deutsche Malerei
von newtopics Heute um 3:44 pm

» Aufbau Motivsammlung Malerei
von newtopics Heute um 2:40 pm

» Vorphilatelie Österreich - Briefe aus der Vormarkenzeit
von Gerhard Heute um 1:12 pm

» Euro 12
von Moppi Heute um 11:36 am

» Briefmarken mit Zierfeldern
von Moppi Heute um 9:04 am

» Bitte schön stempeln
von muesli Gestern um 2:20 pm

» Motiv Eisenbahn im Stempel
von nostalgiker Gestern um 1:31 am

» Schach - das königliche Spiel / Briefmarken
von nostalgiker Gestern um 12:53 am

» "AERO" im Stempel
von nostalgiker Gestern um 12:46 am

» Fahrt zur Weltaustellung: Chicagofahrt Graf Zeppelin 1933
von Polarfahrtsucher Gestern um 12:31 am

» Ansichtskarten der Luftschiffe
von nostalgiker Gestern um 12:01 am

» Zeppelin Post
von muesli Mo Mai 21, 2012 11:04 am

» Markenheftchen Spezial-Katalog-Handbuch BRD & Berlin
von Gerald So Mai 20, 2012 7:16 pm

» Posttarife in Österreich nach Ende des 1. WK
von austria1850 So Mai 20, 2012 8:59 am

» Frankreich`s Gemäldemarken
von Kontrollratjunkie Sa Mai 19, 2012 9:39 pm

» Boeing 707
von kawa Sa Mai 19, 2012 8:11 pm

» Fälschungen bei E-Bay
von nostalgiker Sa Mai 19, 2012 9:42 am

» Neuseeland feiert 60 Jahre Königin
von Michaela Sa Mai 19, 2012 8:40 am

» ABC Ruhr vor der Gründung
von nostalgiker Fr Mai 18, 2012 11:05 am

» Zeppelinpost des LZ 127
von Kontrollratjunkie Fr Mai 18, 2012 2:29 am

» PIONIERFLUGPOST
von Bolle Do Mai 17, 2012 2:24 pm

» Deutsches Reich Dezember 1923 bis November 1932 Weimarer Republik
von Kontrollratjunkie Mi Mai 16, 2012 11:31 pm

» American Wildlife Collection
von nostalgiker Mi Mai 16, 2012 8:32 pm

» OPD Schwerin 1945 - 1952
von Briefmarkentor Mi Mai 16, 2012 8:13 pm

» Alliierter Kontrollrat
von Bolle Mi Mai 16, 2012 7:17 pm

Kostenloses Verzeichnis für Webkataloge ohne Backlinkpflicht!

 


Austausch | 
 

 Transitpostverhältnisse Österreichs zu Bayern 1850 - 75

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3
AutorNachricht
bayern klassisch
Mitglied in Bronze


Geschlecht/sex: Männlich
Beiträge / Posts: 182
Alter/age: 52
Browser:
Anmeldedatum: 23.01.08

BeitragThema: Re: Transitpostverhältnisse Österreichs zu Bayern 1850 - 75   So Okt 12, 2008 11:05 am

Um zu zeigen, dass dieser Vertrag bzgl. der höheren Gewichte linear war, zeige ich einen eingeschriebenen Frankobrief der 2. Gewichtsstufe aus München vom 2.1.1873. Die verklebten 20 Kr. wurden je zu 10 Kr. an Bayern und Italien gesplittet, während die Rekogebühr von 7 Kr. in München verblieb.

Eingeschriebene Briefe sind nicht häufig - Briefe der 2. Gewichtsstufe auch nicht. Die Verquickung erfreut daher um so mehr.

Liebe Grüsse von bayern klassisch

Nach oben Nach unten
bayern klassisch
Mitglied in Bronze


Geschlecht/sex: Männlich
Beiträge / Posts: 182
Alter/age: 52
Browser:
Anmeldedatum: 23.01.08

BeitragThema: Re: Transitpostverhältnisse Österreichs zu Bayern 1850 - 75   So Okt 12, 2008 11:11 am

Im vorletzten Vertragsabschnitt vom 1.11.1873 - 30.6.1875, also vor der Union Postale Universelle, kostete eine Drucksache bis 50g 2 Kr., die halbscheidig zwischen Bayern und Italien geteilt wurden. Viele gibt es nicht - die meisten wurden nach dem Lesen entsorgt.

Eine hübsche vom 31.10.1874 aus München nach Padua zeigt uns diese Versendungsform.

Liebe Grüsse von bayern klassisch

Nach oben Nach unten
bayern klassisch
Mitglied in Bronze


Geschlecht/sex: Männlich
Beiträge / Posts: 182
Alter/age: 52
Browser:
Anmeldedatum: 23.01.08

BeitragThema: Re: Transitpostverhältnisse Österreichs zu Bayern 1850 - 75   Di Okt 14, 2008 7:02 pm

In die gleiche Tarifperiode fällt der Brief aus München vom 30.4.1874 nach Verona. Das Franko wurde auch hier halbscheidig geteilt, Österreich erhielt nichts.

Briefe dieses Vertrages sind recht häufig und daher einfach zu bekommen.

Liebe Grüsse von bayern klassisch

Nach oben Nach unten
bayern klassisch
Mitglied in Bronze


Geschlecht/sex: Männlich
Beiträge / Posts: 182
Alter/age: 52
Browser:
Anmeldedatum: 23.01.08

BeitragThema: Türkei - Lloyd - Österreich - Bayern   Sa Okt 18, 2008 9:07 pm

Zur Abwechslung zeige ich einen Portobrief aus Konstantinopel vom 1.5.1857 nach Wöhrd bei Nürnberg. Der Absender schrieb den Laufweg "via Trieste" vor, so dass hier die Seewegsbeförderung durch den österreichischen Lloyd zu nehmen war. Am 7.5. wurde in Triest der Stempel "Let(tera) arr(ivata) per mare", also Brief kam übers Meer, abgeschlagen.

Nach dem Vertrag vom 22.3.1854 war zu zahlen: Konstantinopel bis Triest 12 Kr. CM (= 15 Kr. rheinisch) und über 20 Meilen im Postverein, also von Triest bis Wöhrd, weitere 9 Kr., da Auslandsbrief aber ohne Portozuschlag. Die notierten 12 / 9 muss man daher als österreichische Notation ansehen und differenziert abrechnen, so wie das Bayern in der Summe von 24 Kr. rheinisch auch getan hat.

Dieser Vertrag war nicht reziprok, da von Bayern über Österreich nach der Türkei (Osmanisches Reich) nur Frankobriefe zugelassen waren, umgekehrt aber nach der CO Nr. 4189 vom 22.3.1854 nur Portobriefe!

Es bedarf keiner allzu großen Vorstellungskraft, um zu ahnen, dass es nur ganz wenig vergleichbare Briefe gab und gibt.

Liebe Grüsse von bayern klassisch

Nach oben Nach unten
bayern klassisch
Mitglied in Bronze


Geschlecht/sex: Männlich
Beiträge / Posts: 182
Alter/age: 52
Browser:
Anmeldedatum: 23.01.08

BeitragThema: Smyrna (heute: Izmir) - Österreich - Nürnberg   Sa Okt 18, 2008 9:12 pm

Korrespondenzen der 50iger und 60iger Jahre des 19. Jahrhunderts von und nach der Türkei sind immer etwas besonderes. Um so mehr freue ich mich, hier einen Brief aus Smyrna (Smirne) vom 26.8.1866 nach Nürnberg mit 35 Soldi (= 35 Neukreuzer) frankiert zeigen zu können. Der PV vom 16.10.1862 sah für derlei Briefe bis 1 Loth dieses Franko (= 25 Kr. rheinisch) vor. Er lief im geschlossenen Transit bis Nürnberg, wo er am 5.9. ausgetragen wurde.

Wie man an den zahlreichen Rastel - Löchern erkennen kann, wurde er in Triest gegen die grassierende Cholera Contumaz - mäßig behandelt.

Von Bayern aus hätte er in umgekehrter Richtung nur 23 Kr. gekostet. Einen solchen Brief suche ich noch. Ich fürchte aber, dass ich noch lange suchen muss.

Liebe Grüsse von bayern klassisch





Zuletzt von bayern klassisch am Sa Okt 18, 2008 9:26 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
bayern klassisch
Mitglied in Bronze


Geschlecht/sex: Männlich
Beiträge / Posts: 182
Alter/age: 52
Browser:
Anmeldedatum: 23.01.08

BeitragThema: Ägypten - Triest - München   Sa Okt 18, 2008 9:24 pm

Zu den Briefen, an deren Existenz man erst glaubt, wenn man den Wertbrief aus dem Ausland geöffnet in Händen hält, gehört dieser vom 1.6.1868 aus Alexandria. Der Absender notierte "via Triest" und gab somit den Laufweg des mit nur 15 Soldi (Marke für Venetien) frankierten einfachen Briefes bis 1 Loth vor.

Der PV vom 1.11.1866 bestimmte, dass 15 Nkr. (= Soldi) = 10 Kr. rheinisch im umgekehrter Richtung zu frankieren waren. Hiervon behielt Österreich 7 Kr. bzw. 10 Nkr. = 10 Soldi, und Bayern bekam 3 Kr. = 5 Nkr. oder 5 Soldi.

Es gab damals 79 Postämter Österreichs in der Levante und Alexandria war eines der sog. Lloyd - Postämter.

Da Briefe nach Orten, in denen Österreich kein Lloyd - Postamt hatte, teurer waren, wurden die Korrespondenzen nach Ägypten i. d. R. über Triest und damit den Lloyd abgewickelt, und dort vor Ort differenziert distribuiert (teils mit Kamelkarawanen Nil aufwärts etc).

Briefe von Ägypten über Österreich nach Bayern sind große Seltenheiten. Ach hätte ich nur mehr davon ...

Liebe Grüsse von bayern klassisch
Nach oben Nach unten
bayern klassisch
Mitglied in Bronze


Geschlecht/sex: Männlich
Beiträge / Posts: 182
Alter/age: 52
Browser:
Anmeldedatum: 23.01.08

BeitragThema: Indonesien - Österreich - Bayern 1873   Mo Okt 27, 2008 7:17 pm

Wer nicht weiß, wie im Jahr 1873 ein frankierter Brief der 2. Gewichtsstufe (über 15 - 30g) aussah, muss kein postgeschichtlicher Laie sein.

Wer wissen will, wie er aussah, kann hier schauen:



Der mit 70 Niederländischen Cents (5 Cents = 2 Groschen oder 7 Kr. rheinisch oder 10 Neukreuzer) frankierte Brief lief von Soerabaija am 8.9.1873 den weiten Weg um Sri Lanka, Indien und Aden, bis er in Suez abgeladen und bei der (als britische Aktiengesellschaft finanzierten) Ägyptischen Eisenbahn aufgeladen nach Alexandria verfrachtet wurde. Der Stempel "NED - INDIE VIA BRINDISI BRITSCHE PAKKETE" dürfte auch ohne tiefe Kenntnis der niederländischen Sprache verständlich sein.

Von dort aus lief er mit dem Schiff bis Brindisi, von wo aus er per Bahnpost über den Brenner nach Nürnberg gelangte.

Die Frankoteilung ist noch nicht abschließend geklärt; dennoch wollte ich einmal einen Brief aus diesem den meisten Österreichern und Bayern damals völlig unbekannten Land zeigen, denn viele gab es schon damals nicht.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
Nach oben Nach unten
Cophila
Mitglied in Silber


Geschlecht/sex: Männlich
Beiträge / Posts: 567
Alter/age: 58
Browser:
Anmeldedatum: 24.03.08

BeitragThema: Re: Transitpostverhältnisse Österreichs zu Bayern 1850 - 75   Mo Okt 27, 2008 10:27 pm

50 Tage war der Brief demnach unterwegs, wenn das oben draufgeschriebene Datum "28. Octbr 73" als Ankunftsdatum gilt.

Vermutlich eine angemessene Laufzeit.
Nach oben Nach unten
bayern klassisch
Mitglied in Bronze


Geschlecht/sex: Männlich
Beiträge / Posts: 182
Alter/age: 52
Browser:
Anmeldedatum: 23.01.08

BeitragThema: Re: Transitpostverhältnisse Österreichs zu Bayern 1850 - 75   Di Okt 28, 2008 10:21 am

Hallo Cophila,

ja, so war es, wie du vermutest.

Die Zeitspanne erscheint zwar aus heutiger Sicht sehr lang, aber man muss eben alles etwas relativieren. Wer heute mit dem Finger auf der Karte die Route relativ küstennah nachvollzieht, der kann ermessen, wie gut schon damals alles aufeinander abgestimmt war und sein musste, um solch relativ kurze Transportzeiten zu ermöglichen.

Zwar waren damals schon Dampfboote unterwegs, üblicherweise diejenigen der Peninsular & Oriental Lines, aber auch die hatten keinen Atomantrieb, der sie unabhängig von allem gemacht hätte.

Man kann aus der Sicht heutiger Postgeschichte nur seinen Hut vor den Leistungen der Menschen in den damaligen Zeiten ziehen. Allein das Thema Piraten, leider durch Hollywood auf ein Phänomen des 17. und 18. Jahrhunderts reduziert, war damals und ist noch heute dort gang und gäbe. Ich möchte nicht wissen, wieviele Poststücke der Piraterie zum Opfer gefallen sind. Umso dankbarer bin ich für jeden Brief, der dies alles heil überstanden hat, schlummert er nun in meiner Sammlung, oder in der einer anderen Sammlers...

Liebe Grüsse von bayern klassisch
Nach oben Nach unten
bayern klassisch
Mitglied in Bronze


Geschlecht/sex: Männlich
Beiträge / Posts: 182
Alter/age: 52
Browser:
Anmeldedatum: 23.01.08

BeitragThema: Australien - Österreich - Bayern 1874   Sa Nov 01, 2008 10:38 am

Wenn man, wie ich, die beiden hervorragenden Sammelgebiete Bayern und Österreich mit asiatischen oder gar australischen Briefen in Verbindung zu bringen sucht, wird man auch nach etlichen Jahren feststellen, dass dies ein fast aussichtsloses Unterfangen darstellt.

Trotzdem gelang es mir, einen Brief zu erwerben, der unsere geliebten Sammelgebiete mit dem entferntesten Kontinent verbindet.

Er wurde am 21.3.1874 in Sydney, New South Wales, "per P & O Co / via Brindisi" mit 1 Shilling und 4 Pence frankiert (1d, 6d und 9d).

Mit dem Dampfer der Peninsular and Oriental Lines "Ellora" lief er nach Melbourne. Von dort ging es mit der "Nubia" nach Galle und mit der "Khedive" nach Suez. Ab Alexandria lief er mit der "Ceylon" nach Brindisi. Ab da lief er mit der Bahnpost über den Brenner durch bis München, wo ihn der Stadtbriefträger Nr. 12 am 10.5.1874 austrug.

Die Frankatur ist etwas besonderes, denn New South Wales hatte keine eigene Postverbindung nach Westen. Victoria hatte aber einen Vertrag mit der P. & O., der besagte, dass ab Melbourne die Dampfschiffe Richtung Indien liefen.

Da die Briefe aus NSW über die Westroute laufen sollten, förderte man dies, indem man nur 1 Penny (1d), den sogenannten "Galle - Penny", für die Briefe nach Melbourne erhob, womit sicher gestellt war, dass die Post zügig Richtung Indien und Europa unterwegs war.

Diesen Zuschlag gab es nur vom 10.2.1874 bis zum 27.5.1875. Man ahnt also, wie viele Briefe dieser Art vorhanden sind ...

Liebe Grüsse von bayern klassisch

Nach oben Nach unten
 

Transitpostverhältnisse Österreichs zu Bayern 1850 - 75

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 3 von 3Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3

Forenbefugnisse:Sie können in diesem Forum nicht antworten
Briefmarken - Forum :: Postgeschichte :: Österreich-