(Sonderpostwertzeichenserie) - Schätze der Philatelie
Entwurf: Carsten Wolff (Frankfurt am Main)
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 35 x 35 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, floureszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Motiv: Schützenscheibe - Museumsstiftung Post und Telekommunikation
Gelistet: Im Michelkatalog unter der Nr. 2692
Der "Tag der Briefmarke" zählt zu den Höhepunkten eines Philatelistenjahres. Die im Bund Deutscher Philatelisten e. V. organisierten Sammlerverbände und -vereine werben rund um diesen Festtag mit einer Vielzahl von Briefmarkenausstellungen, Sonderschauen und Tauschveranstaltungen für ihr Hobby.
Das Motiv der Schützenscheibe auf der Briefmarke ist der Einbindung der thüringischen Stadt Ohrdruf in das Eilwagensystem der Schnellpost am 2. Oktober 1834 gewidmet. Die Poststraße von Gotha über Ohrdruf nach Oberhof bildete ab 1834 das gemeinsame Mittelstück der Postlinien Hannover-Götttingen-Gotha und Berlin-Halle-Erfurt-Gotha, die sich in der Residenzstadt (des Herzogtums Sachsen-Coburg-Gotha) trafen und in Oberhof wieder verzweigten.
Die "Herzoglich-Sachsen-Coburg-Gothaische, fürstl. Thurn- und Taxissche Lehn Post Expedition Ohrdrff" war damals wöchentlich in jeder Richtung Stadtion für zwei Schnellposten, zwei Güterposten für das größere Gepäck der Schnellpostreisenden und für zwei Reitposten für den Briefverkehr. Damals war man von der enormen Geschwindigkeit und vor allem der Pünktlichkeit des neuen Verkehrssystems begeistert. Eilwagen und Schnellpost waren bis zu Ablösung der Eisenbahn das schnellste und modernste Massenverkehrsmittel.
