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Mozart Moderator

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 2949 Alter/age: 41 Browser:  Anmeldedatum: 10.01.08
 | Thema: Europa 2008 - Briefeschreiben Fr Mai 09, 2008 9:57 am | |
| Erscheinungsdatum: 06.06.2008 Auflagenhöhe: 800.000 Druckart: Rastertiefdruck Entwurf: Adolf Tuma Druck: Österreichische Staatsdruckerei Art: Sonderpostmarke Briefe – Geschäftsbriefe, Private Briefe, Liebesbriefe, Drohbriefe, Dankbriefe, Mahnbriefe, Gratulationsbriefe, Kondolenzbriefe, Lehrbriefe, offene Briefe, Steckbriefe, Geldbriefe, literarische Briefe, Kurzbriefe, Billets, E-Mails, S.M.S. … seit der Mensch des Schreibens kundig ist, gibt es auch den Brief als schriftliche Mitteilung an abwesende Personen. Älteste briefliche Mitteilungen sind uns aus dem alten Ägypten und aus Babylon überliefert, geschrieben auf Papyrus bzw. auf Tontafeln. Griechen und Römer ritzten ihre Schriftzeichen auf mit Wachs überzogenen Holztäfelchen ein. Inder und Chinesen benutzten schon frühzeitig Palmblätter. Im europäischen Mittelalter verwendete man Pergament, bis sich allmählich das Papier durchsetzte. Um den Briefinhalt vor neugierigen Augen zu schützen, verschnürte man die Brieftäfelchen und Pergamentrollen und siegelte sie mit Wachs, im 15. Jahrhundert kam in Europa der Siegellack aus China in Gebrauch. Für das Einlegen von Briefen in einen Umschlag erfand 1820 der Engländer Brewer das Kuvert. Für kurze Mitteilungen setzte sich die Postkarte durch. Heute eröffnen die neuen elektronischen Medien weitere Möglichkeiten für schriftliche Mitteilungen. Im Mittelalter war lange Zeit Latein die vorherrschende Briefsprache der klösterlichen und fürstlichen Schreibstuben. Im 14. Jahrhundert begann der bürgerliche Brief Platz zu greifen und damit auch die deutsche Sprache. Der meist Schreibunkundige diktierte einem Schreiber, ein Vorleser vermittelte den Briefinhalt. Übermittelt wurden die Briefe von Boten, denen der Empfänger meist bekannt war, demnach waren Adressangaben eher ungenau. Ab dem Zeitalter der Reformation nutzten breitere Volksschichten das Briefschreiben. Briefschreiben entwickelte sich im 18. Jahrhundert, dem „Jahrhundert des Briefes“, zu einer eigenen literarischen Form. Der Stil war geprägt vom Geschmack eines Bildungsbürgertums und erfasste alle Schichten und Stände. Mit dem Revolutionsjahr 1848 setzte sich die nüchterne Form des Schreibens durch und zeigte durchaus den Charakter der Eile. Mit der technischen Entwicklung entstanden neue Organisationsformen der Post und des Transportes und ließen die Korrespondenz in ungeahntem Maße anwachsen. Auf dem industriell hergestellten Kuvert stand nun eine genaue Adressangabe und allfällige Beförderungs- und Frankierungsvermerke. Die nächste Änderung erfolgte mit der Einführung der Briefmarke (1850)als Beförderungsentgelt und der Abstempelung zum Beweis der Durchführung.  Der Sonderstempel (39 x 30 mm) wurde von Adolf Tuma entworfen. 
Zuletzt von Mozart am Fr Aug 08, 2008 5:21 pm bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet |
|  | | Mozart Moderator

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 2949 Alter/age: 41 Browser:  Anmeldedatum: 10.01.08
 | Thema: Schutzpatrone: Hl.Notburga Fr Mai 09, 2008 10:01 am | |
| Erscheinungsdatum: 06.06.2008 Auflagenhöhe: 500.000 Druckart: Kombinationsdruck Entwurf: Maria Schulz Stich: Mag. Robert Trsek Druck: Österreichische Staatsdruckerei Art: Sonderpostmarkenserie Notburga zählt zu den meistverehrten Heiligen in Tirol. Über ihr Leben gibt es kaum geschichtliche Daten. Im 17. jahrhundert wurde vom Haller Stiftsarzt Hippolyt Guarinoni eine Lebensbeschreibung anhand der Legenden verfasst. Notburga war eine typische Figur des späten Mittelalters, lebte ein halbes Jahrhundert nach dem Heiligen Franziskus und der Heiligen Elisabeth von Thyringen, deren Eintreten für die Armen eine neue Bewegung in Mittelalter bewirkt hatte. Notburga – keine Adelige, keine Nonne, sondern eine einfache Frau aus dem Volk – diente vor allem in Tirol als großes Vorbild. Der Legende nach wurde Notburga um das Jahr 1265 in Rattenberg geboren. Sie verdingte sich als Magd auf Schloss Rottenburg und kümmerte sich schon als junges Mädchen um die Armen und Kranken. Mit Billigung der Grafenfamilie verteilte sie die Reste der Speisen an Bedürftige. Nach dem Tod des Dienstherren missfiel der jungen Gräfin das soziale Engagement Notburgas und verjagte sie von der Rottenburg. Norburga fand in der nahen Gemeinde Eben am Achensee eine Stelle als Bauernmagd. In der Zwischenzeit kam Unglück über Schloss Rottenburg, die Schlossherrin starb und der junge Graf geriet in Streit mit seinem Bruder. In dieser Situation erinnerte sich dieser an die Magd Notburga und holte sie auf die Burg zurück. Notburga stiftete Frieden zwischen den Brüdern und durfte die fürsorgliche Betreuung und Pflege der Armen und Kranken wieder aufnehmen. Nach ihrem Tod im Jahr 1313 wurde sie vor dem Altar der Rupertikirche in Eben begraben. Die Verehrung der frommen Magd breitete sich rasch in Tirol und Bayern aus und Notburgas Grab wurde eine vielbesuchte Wallfahrtsstätte. 1434 wurde das kleine Kirchlein zur Notburgakirche in Eben umgebaut. Die Verehrung der Notburga erhielt im Jahre 1862 die offizielle Bestätigung durch Papst Pius IX. Das Fest der Tiroler Volksheiligen wird am 13. September gefeiert. An diesem Tag findet in Eben am Achensee die feierliche Notburgaprozession statt. Notburga ist Patronin der Dienstmägde, der Armen und der Bauern. Sie gilt auch als Beschützerin der Sonntagsruhe. Dargestellt wird sie mit einer Getreidegarbe, einer Sichel und mit einem Krug. Sie weisen auf den Legendenkranz hin, der sich um Notburga rankt. So erzählt man beispielsweise vom „Holzspan-Wunder“: Als Notburga wieder einmal Speis und Trank zu den Armen brachte, wurde sie vom Grafen zur Rede gestellt, aber in ihrer Schürze und im Krug waren nur Holzspäne und Lauge. Bekannter ist indes das „Sichel-Wunder“. Der Bauer, bei dem sich Notburga verdungen hatte, verlangte von ihr und den Dienstleuten, dass auch nach dem Feierabendläuten weitergearbeitet und das Getreide geschnitten werden sollte. Notburga warf ihre Sichel gegen den Himmel und stellte sich zum Gebet auf. Die Sichel blieb über ihrem Kopf wie an einem Sonnenstrahl aufgehängt in der Luft stehen.  Der Sonderstempel (40 mm) wurde von Maria Schulz entworfen. 
Zuletzt von Mozart am Fr Aug 08, 2008 5:22 pm bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet |
|  | | Bios Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 778 Alter/age: 47 Browser:  Anmeldedatum: 05.02.08
 | Thema: Europa 2008 - Briefeschreiben Fr Mai 09, 2008 12:05 pm | |
| Ich lese gerade eine Biografie über die Schriftstellerin Rahel Varnhagen. Derzufolge soll sie über 6.000 Briefe geschrieben haben. |
|  | | Michaela Admin

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 2679 Alter/age: 53 Browser:  Anmeldedatum: 24.11.07
 | Thema: Tierschutz - Wiedehopf und Hummelschwärmer Mo Mai 26, 2008 8:40 pm | |
| Erscheinungsdatum: 13.06.2008 Auflagenhöhe: 350.000 Druckart: Rastertiefdruck Entwurf: Hannes Margreiter Druck: ÖSD Art: Selbstklebemarken Tierschutz - Wiedehopf und Hummelschwärmer Der Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis) ist ein tagaktiver Schmetterling, der in weiten Teilen Europas vorkommt. Der Falter erreicht eine Flügelspannweite von etwa 38 bis 48 Millimeter und er hat, daher sein Name, große Ähnlichkeit mit Hummeln. Die beiden Flügelpaare sind überwiegend durchsichtig. Der Außenrand der Vorderflügel ist besonders zur Flügelspitze hin rotbraun gefärbt, auch die Hinterflügel besitzen einen solchen Saum. Der Entwicklungszyklus dieser Spezies ist sehr unterschiedlich, a ... Mehr ... Der Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis) ist ein tagaktiver Schmetterling, der in weiten Teilen Europas vorkommt. Der Falter erreicht eine Flügelspannweite von etwa 38 bis 48 Millimeter und er hat, daher sein Name, große Ähnlichkeit mit Hummeln. Die beiden Flügelpaare sind überwiegend durchsichtig. Der Außenrand der Vorderflügel ist besonders zur Flügelspitze hin rotbraun gefärbt, auch die Hinterflügel besitzen einen solchen Saum. Der Entwicklungszyklus dieser Spezies ist sehr unterschiedlich, aus diesem Grund schwankt in kleineren Beobachtungsgebieten die Anzahl der auftretenden Generationen pro Jahr zwischen einer und zwei. Das eigentlich Faszinierende an Schmetterlingen ist zweifellos ihre wunderbare Metamorphose von der Raupe zum fragilen Körper eines Falters. Die Weibchen der Hummelschwärmer legen ihre kugeligen, blassgrün schimmernden Eier einzeln auf der Unterseite der Blätter der Raupenfutterpflanzen ab. Dabei werden Pflanzen in praller Sonne oder in ganztägig schattiger Lage gemieden. Die hauptsächlich nachtaktiven Raupen ruhen tagsüber. Die Verpuppung erfolgt schließlich in einem locker gesponnenen Kokon, in den Pflanzenteile eingewoben werden. Wie viele andere Schmetterlingsarten ist auch der Hummelschwärmer in der so genannten „Roten Liste der gefährdeten Arten“ eingetragen. Das paradiesisch schöne Aussehen zahlreicher Schmetterlingsarten, ihr zerbrechlich zarter Körper und die Eleganz ihrer Flügel machen diese Tiere – ganz allgemein – zu regelrechten „Sympathieträgern“ und zu gern benützten Sinnbildern in der Poesie. Ein umgangssprachliches Beispiel ist etwa das Spüren von „Schmetterlingen im Bauch“ als das von jedermann glücklich empfundene Gefühl des jungen Verliebtseins. Charakteristisch für das Aussehen des Wiedehopfs (Upupa epops) sind die schwarz-weiß gebänderten Flügel mit deutlichen sichtbaren gelben Einschlüssen, der lange, gebogene Schnabel und die zirka fünf bis sechs Zentimeter lange Federhaube, deren Enden in einem weiß-schwarzen Abschluss auslaufen. Der Wiedehopf besiedelt unterschiedliche Lebensräume, es sind jedoch immer wärmeexponierte, trockene und locker bewaldete Gebiete mit nur spärlicher Vegetation. In Mitteleuropa kommt die Art vor allem in Obst- und Weinkulturen und in Gegenden mit Weidetierhaltung vor. Auch Kiefernwälder und ausgedehnte Lichtungsinseln in geschlossenen Baumbeständen dienen fallweise als Brutgebiet. Im Mittelmeerraum kann man die Spezies mitunter in Olivenkulturen sowie in Korkeichenbeständen beobachten. Der Wiedehopf ernährt sich hauptsächlich von Insekten. Bevorzugt werden größere Arten wie Grillen, Engerlinge, Käfer und verschiedene Raupenarten. Seltener werden Spinnen, Asseln, Tausendfüßer, Regenwürmer – aber auch kleine Frösche und Eidechsen! – „verspeist“. In Europa war der Wiedehopf bis in die Fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts ein in manchen Gebieten häufiger Brutvogel. Verschiedene Faktoren – in erster Linie stärker atlantisch beeinflusstes Klima, Biotopzerstörung und eine Pestizidzunahme – lösten einen starken Bestandsrückgang aus. Auch beim Wiedehopf lässt sich zum Stichwort „Metamorphose“ eine Anmerkung machen – wenn auch in ganz anderem, nämlich literarischem, Zusammenhang: In den „Metamorphosen“ von Ovid verwandelt sich der Thrakerkönig Tereus in einen Wiedehopf. Diese Erzählung gilt als besonders grausam; hier wird auch auf die Form des Schnabels, die einem Schwert gleicht, hingewiesen.  Die Sonderstempel (34 x 33 mm) wurden von Hannes Margreiter entworfen.   _________________ Liebe Sammlergrüsse Eure Michaela
Zuletzt von Michaela am Do Jul 24, 2008 8:47 pm bearbeitet, insgesamt 3 mal bearbeitet |
|  | | Michaela Admin

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 2679 Alter/age: 53 Browser:  Anmeldedatum: 24.11.07
 | Thema: 110 Jahre Wiener Stadtbahn Di Jun 17, 2008 8:35 am | |
| Erscheinungsdatum: 20.06.2008 Druckart: Kombinationsdruck Entwurf: Peter Sinawehl Stich: Professor Gerhart Schmirl Druck: Österreichische Staatsdruckerei Art: Sonderpostmarkenserie Vor 110 Jahren, genau am 9. Mai 1898, eröffnete Kaiser Franz Josef feierlich die Wiener Stadtbahn. Unter diesem Namen existierte dieses öffentliche Nahverkehrsmittel bis 1989. Ihre Strecken sind heute Teil des U-Bahn-Netzes sowie der Wiener Schnellbahn. Bereits seit der ersten Stadterweiterung Wiens in der Mitte des 19. Jahrhunderts wälzte man Pläne für eine Stadteisenbahn. Jahrzehnte vergingen, ehe 1892 der erste Spatenstich erfolgte. Die Stadtbahn wurde als zweigleisige Vollbahn errichtet. Ihr Zweck war vorwiegend, die vielen Kopfbahnhöfe Wiens untereinander zu verbinden. Technisch gesehen war die Stadtbahn eine Gebirgsbahn. Die Dampflokomotiven mussten eine Steigung bis zu 25 Promille bewältigen und die engsten Bogenradien von 125 Metern. Die Linienführung mit einer Gesamtlänge von 39 km erfolgte unter pragmatischen Gesichtspunkten entlang des Wienflusses und des Donaukanals, entlang des Linienwalls (Gürtel) und durch die Vororte. Der Auftrag an die Kommission für Verkehrsanlagen sah die Errichtung folgender Linien vor: die Vorortelinie von Hütteldorf-Hacking über Ottakring nach Heiligenstadt, die Gürtellinie, die Wiental- und Donaukanallinie mit einer Anbindung vom „Hauptzollamt“ (heute Wien Mitte) zum Nordbahnhof (heute Praterstern). Als einziges Verkehrsmittel der Welt wurde die Wiener Stadtbahn als einheitliches Ganzes von einem Architekten geplant und gestaltet. Es war der k.k. Oberbaurat Prof. Otto Wagner. Er verband in diesem Bauauftrag auf einmalige Art Kunst mit Technik, Konstruktion und Design. Nicht nur Stationsbauwerke, sondern auch Brücken, Viadukte und Galerien wurden in das Kunstwerk miteinbezogen. Wagners Architektenbüro entwarf Grundtypen von Stationsgebäuden, die dann – nach den örtlichen Gegebenheiten modifiziert – in die Realität umgesetzt wurden. Besonders aufwändig gestaltet sind die Pavillons am Karlsplatz und der Hofpavillon in Hietzing. Otto Wagners Stadtbahnbauten, im Jugendstil ausgeführt, gelten heute als eine der bedeutendsten Kunstwerke Wiens. Als Massenverkehrsmittel für die Wiener war der Dampfstadtbahn wenig Erfolg beschieden. Rauchbelästigung in den Tunnels und kaum Umsteigemöglichkeiten zur Straßenbahn machten sie nicht gerade benutzerfreundlich, und mit einem eigenen Tarif war sie den Wienern auch zu teuer. In den 1920er Jahren pachtete die Stadt Wien die Gürtel-, Wiental- und Donaukanallinie und eröffnete diese 1925 als Wiener Elektrische Stadtbahn. Ab 1976 wurden die Strecken der elektrischen Stadtbahn schrittweise in das neu errichtete Wiener U-Bahnnetz übernommen. Die Vorortelinie sowie die Verbindung von der Landstraße zum Praterstern verblieben bei der Bundesbahn und sind heute Teil des Schnellbahnnetzes.  Der Sonderstempel (42 x 32 mm) wurde von Peter Sinawehl entworfen.  _________________ Liebe Sammlergrüsse Eure Michaela
Zuletzt von Michaela am Do Jul 24, 2008 8:45 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
|  | | Mozart Moderator

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 2949 Alter/age: 41 Browser:  Anmeldedatum: 10.01.08
 | Thema: Information Do Jun 26, 2008 3:23 pm | |
| Ich habe allen bisher 2008 erschienenen und hier vorgestellten Marken aus Österreich den passenden Sonderstempel beigefügt. Weiters habe ich versucht, so weit wie möglich, wieder eine chronologische Reihenfolge zum Ausgabeprogramm der österreichischen Post herzustellen. Es wäre schön, könnten wir diese beibehalten und so auch noch in Jahren diesen Thread als "Österreich-Katalog" verwenden. Beste Sammlergrüße  |
|  | | Mozart Moderator

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 2949 Alter/age: 41 Browser:  Anmeldedatum: 10.01.08
 | Thema: 100. Todestag von Josef Maria Olbrich Fr Jul 04, 2008 12:10 am | |
| Erscheinungsdatum: 05.08.2008 Druckart: Offset Entwurf: Hannes Margreiter Druck: Österreichische Staatsdruckerei Art: Sonderpostmarke Josef Maria Olbrich, geboren am 22. Dezember 1867 in Troppau, zeigte schon früh Interesse für das Baugewerbe. Nach Praxisjahren als Bauzeichner studierte er ab 1890 an der Akademie der bildenden Künste in Wien und war Schüler des Ringstraßenarchitekten Carl Freiherr von Hasenauer. 1893 trat Olbrich in das Architekturbüro von Otto Wagner ein, wo er mehrere Jahre mit seinen überragenden zeichnerischen Fähigkeiten reüssierte. Für die neu gegründete Künstlervereinigung, die Wiener Secession, schuf der junge Architekt einen eigenen Ausstellungsraum: Das so genannte Sezessionsgebäude, das als eines der Hauptwerke des Wiener Jugendstils in die Kunstgeschichte einging. 1899 folgte Olbrich der Einladung des hessischen Großherzogs Ernst Ludwig, der ihm in Darmstadt die Möglichkeit gab, seine architektonischen und künstlerischen Ideen zu realisieren. Olbrich übernahm bald die Führung in der Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe. Er schuf mit dem Ernst-Ludwig-Haus das Hauptgebäude, das mit seiner nüchternen Architektur eine Synthese von Archaik und Moderne darstellt. Er baute weitere Wohnhäuser und Ausstellungsgebäude, die als exemplarische Vorzeigeobjekte für modernes Bauen und Wohnen dienten. 1906 erhielt Olbrich den letzten und größten Auftrag: den Bau des Warenhauses der Leonard Tietz AG (später Kaufhof AG) in Düsseldorf. Nach kurzer schwerer Krankheit verstarb Olbrich am 8. August 1908 im Alter von nur 40 Jahren. Im Streben nach dem Gesamtkunstwerk befasste sich Josef Maria Olbrich neben seinem Schaffen als Architekt auch mit der dekorativen Ausstattung von Innenräumen und der Gestaltung von kunstgewerblichen Objekten. So schuf er eine Fülle von Entwürfen für Geschirr, Möbel, Musikinstrumente und andere Gegenstände, wie zum Beispiel den auf der Marke abgebildeten Briefkasten. Das Modell für ebendiesen außergewöhnlichen Briefkasten entwarf Olbrich für die Villa des Fabrikanten Max Friedmann in der Hinterbrühl bei Wien. Er ist aus Ahornholz gefertigt, bräunlich gebeizt und mit Spuren einer ursprünglich blauen Farbbeize im Inneren. Die Messingbeschläge und die auf den Blattranken eingesetzten weißen Glassteine verstärken die optische Wirkung des Hausbriefkastens. Übrigens: Das wertvolle Stück befindet sich seit den Siebzigerjahren in der Städtischen Kunstsammlung von Darmstadt.  Der Sonderstempel (40 x 39 mm) wurde von Hannes Margreiter entworfen. 
Zuletzt von Mozart am Do Sep 11, 2008 2:45 pm bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet |
|  | | Mozart Moderator

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 2949 Alter/age: 41 Browser:  Anmeldedatum: 10.01.08
 | Thema: Venus von Willendorf Fr Jul 04, 2008 12:13 am | |
| Erscheinungsdatum: 08.08.2008 Entwurf: Outer Aspect Ltd Druck: Outer Aspect Ltd Art: Blockausgabe Die Venus von Willendorf ist Österreichs bekanntestes und wertvollstes Fundstück aus der jüngeren Altsteinzeit (Jungpaläolithikum). Für dieses herausragende Objekt wurde auch eine ganz besondere Marke kreiert: Ein dreidimensionaler Effekt lässt uns die Venus in scheinbar plastischer Form bestaunen. Kein Zweifel: Diese innovative Lentikularbild-Marke ist ein weiterer Meilenstein zeitgemäßer Briefmarkengestaltung! Die Skulptur der Venus entstand um 25.000 vor Christus. Am 7. August 1908 wurde sie in Willendorf in der Wachau gefunden. Die 11 cm hohe Figur aus feinem Kalkstein ist nahezu unversehrt erhalten. Dargestellt ist eine beleibte, unbekleidete Frau. Starke Hüften, vorstehender Bauch und schwere Brüste bestimmen das markante Aussehen. Die Arme sind nur angedeutet, die Handgelenke zieren gezackte Armringe. Ober- und Unterschenkel sind naturnah ausgebildet, die Füße fehlen. Auf schwachen Schultern sitzt ein leicht vorgeneigter großer Kopf ohne Gesicht, fast zur Gänze verziert mit einer komplizierten Frisur aus Lockenreihen, die bis tief in den Nacken reichen. Farbreste zeigen, dass die Skulptur ursprünglich dicht mit Rötel bemalt war. (Übrigens: Das Original befindet sich im Naturhistorischen Museum in Wien.) Der Ort Willendorf in der Wachau liegt am linken Donauufer. Während der jüngeren Altsteinzeit zählten die Hänge des Donautals zum Jagdgebiet der Eiszeitjäger. Im Sommer 1908 führte das Naturhistorische Hofmuseum unter der Leitung von Josef Szombathy systematische Grabungen durch. Besonderes Augenmerk galt der Fundstelle Willendorf II, die im Bereich der Trasse der Donauuferbahn lag. Von den sieben bekannten Fundstellen ist Willendorf II sicher die bedeutendste und für die Paläolithforschung eine der wichtigsten in Mitteleuropa. Die Kalksteinfigur wurde in der 9. Kulturschicht gefunden, sie lag neben einer großen Feuerstelle mit Holzkohlenresten. 19 Jahre später fand man – nur wenige Meter vom ersten Fundort entfernt – die 19 cm große Venus II, geschnitzt aus dem Stoßzahn eines Mammuts. Die Venus von Willendorf ist von allen 130 in Europa und Asien aufgefundenen Venus-Statuetten die schönste, älteste – und vor allem eine zur Gänze erhaltene Figur. Der Fund stellt in Fachkreisen eine Weltsensation dar. Fest steht: Das Exemplar weist auffallend viele Gemeinsamkeiten mit osteuropäischen Statuetten auf. Allen gemein ist die Betonung der Geschlechtsmerkmale. Bemerkenswert ist, dass all diese archäologischen Funde dem gleichen geometrischen Prinzip unterliegen: Sie lassen sich mit erstaunlicher Genauigkeit in eine Raute einschreiben. Venus-Statuetten gelten als Fruchtbarkeitsidole. Die Leibesfülle mag auch Ausdruck des Wunsches nach ausreichender Nahrung und Jagdglück gewesen sein. Auffallend ist: Die bisher gefundenen Statuetten stammen durchwegs von dauerhaften Siedlungsplätzen.  Die Sonderstempel (37 mm) wurden von Adolf Tuma entworfen.  
Zuletzt von Mozart am Fr Aug 08, 2008 5:29 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
|  | | Mozart Moderator

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 2949 Alter/age: 41 Browser:  Anmeldedatum: 10.01.08
 | Thema: Akelei Fr Aug 08, 2008 3:47 pm | |
| Erscheinungsdatum: 01.09.2008 Auflagenhöhe: 2.000.000 Druckart: Rastertiefdruck Entwurf: Rudolf Galler Druck: Joh. Enschedé Stamps B.V. Art: Dauermarkenserie Die Gewöhnliche Akelei, Aquilegia vulgaris L. mit ihren schönen Blüten, ist eine der drei in Mitteleuropa wild vorkommenden Arten der großen Gattung (weltweit etwa 120 Arten, davon 19 in Europa mit mehreren Unterarten) aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Darüber hinaus kreuzen sich die Akeleien sehr leicht untereinander, so dass es eine Reihe von Hybriden in allen möglichen Farben gibt. In Gärten gedeihen außerdem noch etliche prächtig gefärbte Arten aus dem gemäßigten Asien und besonders aus Nordamerika (z.B.: Aquilegia canadensis, Aquilegia chrysantha und Aquilegia skinneri). In Mitteleuropa stehen alle wild vorkommenden Arten unter Naturschutz: Die auf der Briefmarke gezeigte blaue Gewöhnliche Akelei, Aquilegia vulgaris L., blüht von Mai bis Juli in lichten Laubwäldern, Gebüschen und auf (Berg-)Wiesen. Auch in Gärten wird sie gezogen. Sie liebt leicht kalkhaltige Böden und ist schwach giftig (Spuren von Alkaloiden und eines Blausäure-Glycosids). Die Pflanze wird von Tieren gemieden. Bei Kindern wurden nach dem Aussaugen von Blüten Vergiftungserscheinungen beobachtet. Eine volksheilkundliche Anwendung ist nicht mehr üblich, nur homöopathisch werden manchmal bei Nervosität, Schwächezuständen und Menstruationsbeschwerden Präparate verordnet. Die Kalk liebende Schwarzviolette Akelei, Aquilegia atrata (KOCH) GAUD., bevorzugt Rotföhrenwälder, Waldsäume und Flachmoorwiesen. Die drüsenhaarige, bis dunkelblau-violett blühende Dunkle Akelei, Aquilegia nigricans BAUMG., schätzt kalkhaltige Abhänge und Felsspalten. Mehrere Experten werten die beiden als Unterarten (Subspecies) von Aquilegia vulgaris L. Die intensiv himmelblaue, großblütige Alpen-Akelei, Aquilegia alpina L., hat ihre Hauptverbreitung in den Westalpen auf steinigen Hängen, Grashalden, Weiderasen und in Gebüschen bis 2600 msm. Die sehr seltene, kalkstete Kleinblütige Akelei, Aquilegia einseleana F. W. SCH., mit spornlosen 2,5 bis 4 cm breiten, blauvioletten Blüten können wir auf Steinschutthalden und in lichten Gebüschen Südkärntens und Tirols finden. 
Zuletzt von Mozart am Do Sep 11, 2008 2:43 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
|  | | Mozart Moderator

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 | Thema: Ranunkel Fr Aug 08, 2008 3:51 pm | |
| Erscheinungsdatum: 01.09.2008 Auflagenhöhe: 200.000 Druckart: Offset Entwurf: Judith Schimany Druck: Joh. Enschedé Stamps B.V. Art: Sonderpostmarke Judith Schimany studierte bei Anton Lehmden an der Akademie der bildenden Künste in Wien Malerei. Sie erhielt den Theodor-Körner-Preis sowie den Preis der Stiftung Sinaide Ghi in Rom und machte zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, zum Beispiel bei der Kunstmesse Wien, im Dorotheum, der Galerie Infeld Wien, Galerie an der Düssel in Düsseldorf, Galerie Hartmann in München, Galerie Artisart in Maastricht, und zuletzt im Alten Rathaus in Wien. Aus in der Ölmalerei, in Aquarell und in der Radierung gleichrangig gekonntem Umgang nützt sie jede Technik zu einer Wiedergabe der Realität zwischen Traumbild und Sachlichkeit. Ihre Themen sind verwilderte Gärten, Auen, Felsen und südliche Küsten, auch alltägliche Dinge wie Steine, verwelkte Blumen, Korallen und Muscheln, tropische Landschaften und frische Blumen. Ihre Sichtweise der Natur lässt Einflüsse von Moritz Michael Daffinger und Rudolf von Alt erkennen. Die Technik des reinen Aquarells, wie sie zuerst die Engländer des 18. Jahrhunderts – Thomas Girtin, William Turner und andere – zur Blüte brachten, beruht auf dem Malen mit transparenten Farben ohne den Einsatz von Deckweiß. Das Faszinierende an dieser Technik ist ihre Einfachheit. Das Aquarell „Ranunkel“ ist 30 x 35 cm groß und auf 600g schwerem Büttenpapier mit Aquarellfarbe gemalt. Die Pflanze soll in ihren typischen Formen und Farben und in ihrer Üppigkeit den Raum ganz alleine beherrschen, sodass man das Besondere an ihr erkennen kann. Die Malerin möchte in ihrer Malerei auf die Schönheit und Vielfalt der Natur hinweisen, die auch in anscheinend alltäglichen Dingen zu finden ist. Die Variationen an Formen und Farben selbst in einer kleinen Blume übertreffen die menschliche Fantasie um ein Vielfaches, man kann immer neue Aspekte in ihnen finden. Es ist ein Versuch, das Wesen der Natur zu begreifen und auch selbst etwas Ideales zu schaffen, das einen über den reinen Materialismus emporhebt. Darüber hinaus möchte sie die Hoffnung und Lebensfreude wiedergeben, die sie selbst durch die Schöpfung empfindet. 
Zuletzt von Mozart am Do Sep 11, 2008 2:42 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
|  | | Mozart Moderator

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 | Thema: WIPA 2008 Rollenmarke Fr Aug 08, 2008 3:54 pm | |
| Erscheinungsdatum: 02.09.2008 Auflagenhöhe: 3.880.000 Druckart: Rastertiefdruck Entwurf: Hannes Margreiter Druck: Joh. Enschedé Stamps B.V. Art: Selbstklebemarken 
Zuletzt von Mozart am Do Sep 11, 2008 2:41 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
|  | | Mozart Moderator

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 | Thema: Kaiserin Elisabeth Westbahn Fr Aug 08, 2008 3:58 pm | |
| Erscheinungsdatum: 10.09.2008 Auflagenhöhe: 500.000 Druckart: Kombinationsdruck Entwurf: Peter Sinawehl Stich: Gerhart Schmirl Druck: Österreichische Staatsdruckerei Art: Sonderpostmarkenserie Die ursprünglich als k. k. privilegierte Kaiserin-Elisabeth-Bahn bezeichnete Österreichische Westbahn verläuft von Wien über Linz nach Salzburg, und in einer Flügelstrecke von Wels nach Passau. Obwohl seinerzeit die Verbindung Wien – Salzburg gegenüber den Nord-Süd-Verbindungen relativ unbedeutend war, wurde bereits 1851 in einem Staatsvertrag zwischen Bayern und Österreich eine Bahnverbindung vereinbart – vor allem, um der Kaiserin eine rasche und bequeme Reise in deren bayrische Heimat zu ermöglichen. Die Konzession für den Bau dieser Bahn erhielt ein Konsortium rund um den Großindustriellen Hermann Dietrich Lindheim. Die Strecke von Wien Westbahnhof bis Linz wurde am 15. Dezember 1858 eröffnet, bis Salzburg und weiter nach München konnte man ab August 1860 reisen. Aufgrund der schlechten Ertragslage der Elisabethbahn-Gesellschaft wurde die Bahn 1884 verstaatlicht. Die Westbahn, die heute vor allem neben der Südbahn zu den wichtigsten Verkehrsverbindungen Österreichs zählt, war bereits 1902 zwischen Wien und Salzburg durchgehend zweigleisig ausgebaut; mit der Elektrifizierung wurde nach dem Ersten Weltkrieg von Westen her begonnen, 1952 wurde sie abgeschlossen. Nicht zuletzt durch die EU-Erweiterung hat die Bedeutung noch mehr zugenommen und seit 1990 wird die Westbahn zu einer teilweise viergleisigen Hochleistungsstrecke ausgebaut; im Bereich des Wienerwaldes, wo die kurvenreiche Strecke Gebirgsbahncharakter aufweist, und dem Tullnerfeld erfolgt ein Neubau. Durch den derzeit im Bau befindlichen Wienerwaldtunnel können die Züge direkt zum voraussichtlich 2015 fertig gestellten Wiener Hauptbahnhof geführt werden, wodurch ein Weiterreisen über Wien hinaus ohne Stürzen von Zügen möglich sein wird. Nach Abschluss der Ausbauarbeiten soll eine Reise von Wien nach Salzburg in zwei Stunden möglich sein; 1860 brauchte man dafür neun Stunden. Am Markenbild ist der zwischen Wien und Basel verkehrende, schweiz-österreichische Paradezug „Transalpin“ auf einem Streckenabschnitt vor dem Stift Melk zu sehen. Für den heute mit Lokomotive und Waggons geführten Zug wurden seinerzeit von den ÖBB eigene Triebwagenzüge bestellt. Noch vor den 1965 angeschafften sechsteiligen Triebzügen der Reihe 4010 wurden 1958 für diesen Zweck vier vierteilige Triebwagenzüge der Reihe 4130 in Betrieb genommen. Diese gingen aus der Baureihe 4030 hervor, hatten aber mehr Leistung, eine größere Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h und im Steuerwagen eine Küche. 
Zuletzt von Mozart am Do Sep 11, 2008 2:39 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
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 | Thema: Postkutsche Fr Aug 08, 2008 4:02 pm | |
| Erscheinungsdatum: 12.09.2008 Auflagenhöhe: 400.000 Druckart: Kombinationsdruck Entwurf: Hannes Margreiter Stich: Wolfgang Seidel Druck: Österreichische Staatsdruckerei Art: Blockausgabe Die beiden in fast unmittelbarer Zeitfolge stattfindenden internationalen Briefmarken-Ausstellungen „Praga 2008“ und „WIPA08“ sind der würdige Anlass für die vorliegende Gemeinschaftsausgabe der Tschechischen Republik und Österreich. Der attraktiv gestaltete Markenblock zeigt in seinem Motiv ein historisches Gemälde einer Postkutsche – Inbegriff der Post in früheren Zeiten. Ein Thema, mit dem sich die Doyenne der Posthistorik, die vor wenigen Jahren verstorbene Wissenschafterin Dr. Christine Kainz, in ihrem Buch „Aus Österreichs Postgeschichte“ auf charmante Weise beschäftigt hat: „Viel besungen und beliebtes Motiv zeitgenössischer Künstler, weckt die Postkutsche, ‚Urmutter’ des Personenbeförderungsdienstes der Post, beim Betrachten der meist lieblich beschaulichen Darstellungen von anno dazumal fast immer nostalgisch romantische Gefühle. Doch gar so lustig, wie einst der Postillon blies, war das Reisen mit ihr keineswegs und schon gar nicht bequem zu nennen. Und ganz sicher würden wir, als verwöhnte Kinder des technischen Fortschrittes, heute kaum unsere Urlaubsreise gerne mit solch einem Vehikel unternehmen, wie es vor 200, 300 Jahren die Reisenden der Post als unglaublichen Fortschritt doch außerordentlich schätzten. Nachdem der Postkutschenverkehr in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts seine Blütezeit erlebte, verlor er mit dem Einsetzen des Siegeszuges der Eisenbahn in Österreich im Jahr 1837 immer mehr an Bedeutung – nur jene Fahrtrouten, die von der Bahn nicht bedient wurden, verblieben den Postkutschen, die in puncto Reisegeschwindigkeit und Komfort mit dem neuen Beförderungsmittel nicht konkurrieren konnten. Das endgültige ‚Aus’ für die Postkutsche, deren Aufgabenbereich immerhin noch die Zubringerdienste zur Bahn, Fahrten abseits vom Schienennetz, in abgelegene Täler oder über Passstraßen bis ins 20. Jahrhundert hinein umfasste, kam, als das Automobil auf den Plan trat. Mit dessen Einführung im österreichischen Postreisedienst 1907 ging die Postkutschenzeit endgültig zu Ende.  |
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 | Thema: WIPA 2008 silber Fr Aug 08, 2008 4:05 pm | |
| Erscheinungsdatum: 18.09.2008 Auflagenhöhe: 400.000 Druckart: Rastertiefdruck Entwurf: Michael Rosenfeld Druck: Österreichische Staatsdruckerei Art: Blockausgabe mit Zuschlag Die WIPA (Wiener Internationale Postwertzeichen-Ausstellung) hat nicht nur eine lange Tradition, sie steht auch für große philatelistische Erfolge; rund 70.000 Personen besuchten im Jahr 2000 die Veranstaltung. 600 Aussteller – Postgesellschaften, Händler und Vereine – aus der ganzen Welt präsentierten ihre „Schätze“ und begeisterten das Publikum. „Auch bei der WIPA08 werden wieder Besonderheiten von Weltrang und kostbare Raritäten die Philatelisten und alle, die es noch werden wollen, anziehen“, verspricht WIPA-Präsident Gerhard Dusska. Schauplatz der hochkarätigen Ausstellung wird wieder – so wie schon bei der WIPA 2000 – das Austria Center Vienna sein. Apropos: Die wirtschaftliche Bedeutung der nationalen und internationalen Kongresse und Ausstellungen, die im Austria Center Vienna (ACV) veranstaltet werden, ist unumstritten. Als größtes Kongresshaus Österreichs und unter den Top 3 in Europa, beherbergt das ACV die meisten internationalen Großkongresse, die für Wien gewonnen werden können. Mit einer Umwegrentabilität von 130 Millionen Euro pro Jahr erwirtschaftet das erfolgreiche Veranstaltungshaus auf der Donauplatte ein Drittel des Wiener Beitrags zum Bruttoinlandsprodukt. Laut aktuellem Ranking der ICCA – International Congress and Convention Association – nimmt Wien mit 129 internationalen Veranstaltungen sogar den ersten Platz – noch vor Singapur, Barcelona und Berlin – ein! Von den eingangs erwähnten Raritäten verdienen der berühmte „Bordeaux-Brief“ (der teuerste Brief der Welt mit dem einzig erhaltenen Pärchen einer blauen und einer roten Mauritius auf Brief), der legendäre „3 Kreuzer Farbfehldruck“ und die wertvollste Marke der modernen Philatelie, die nicht verausgabte deutsche Wohlfahrtsmarke „Audrey Hepburn“, besondere Beachtung. Fest steht: Vom 18. bis 21. September 2008 blickt die philatelistische Welt wieder einmal nach Wien. Zu Recht, denn die WIPA08 verspricht ein großartiges „Fest der Briefmarke“ zu werden! Mit dem nun vorliegenden Markenblock ergänzt die Österreichische Post AG ihr anlassbezogenes Markenprogramm und unterstützt damit als wichtigster Kooperationspartner diese bedeutende Veranstaltung.  |
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 | Thema: Tag der Briefmarke 2008 Fr Aug 08, 2008 4:08 pm | |
| Erscheinungsdatum: 18.09.2008 Auflagenhöhe: 660.000 Druckart: Rastertiefdruck Entwurf: Adolf Tuma Druck: Österreichische Staatsdruckerei Art: Sondermarkenserie mit Zuschlag Der Schaufelraddampfer SCHÖNBRUNN wurde 1912 gemeinsam mit seinen beiden Schwesterschiffen BUDAPEST und WIEN in der Schiffwerft Obuda (Altofen) der DDSG erbaut. Mit den beiden ein Jahr später in Linz erbauten Fahrgastdampfern ERZHERZOG FRANZ FERDINAND und HERZOGIN VON HOHENBERG, welche nach dem 1. Weltkrieg in JOHANN STRAUSS und FRANZ SCHUBERT umbenannt worden sind, war sie vor allem zur Verbesserung des Linienverkehrs zwischen Wien und Linz bzw. Wien und Budapest bestimmt. Die SCHÖNBRUNN ist 74,62 m lang, ihre Breite über alles beträgt 15,78 m, und der Tiefgang beläuft sich auf maximal 1,73 m. Die schräg liegende Compound-Dampfmaschine leistet 710 PS. Sie hat die Wirren beider Weltkriege gut überstanden und wurde im Jahr 1954 von Kohlen- auf Ölfeuerung umgestellt, gleichzeitig sind ihre Aufbauten erneuert worden. In der Folgezeit kam es zu weiteren Umbauten, wobei insbesondere die Innenausstattung des Schiffes ein dem Jugendstil nachempfundenes Aussehen verleihen sollte. Der personalintensive Dampfbetrieb machte allerdings einen wirtschaftlichen Einsatz immer schwieriger. Die SCHÖNBUNN landete daher für einige Jahre als schwimmendes Spielcasino in Budapest, im Anschluß daran stand sie 1994 im Mittelpunkt der in Engelhartszell stattgefundenen oberösterreichischen Landesausstellung. In der Zwischenzeit war die DDSG zerschlagen worden und das weitere Schicksal des Raddampfers war daher äußerst ungewiss. Um seine unter diesen Umständen unvermeidlich scheinende Verschrottung zu verhindern, entschloß sich die Geschäftsleitung im Jahre 1995 das Schiff als technisches Denkmal unter Schutz stellen zu lassen und der Österreichischen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (ÖGEG) zum Preis von einem Schilling zuzüglich 20% Mehrwertsteuer zum Kauf anzubieten. Diese Gesellschaft hat die SCHÖNBRUNN mit hohem Kostenaufwand wieder betriebsbereit gemacht und unternimmt alljährlich auf der österreichischen Donau mehrere Nostalgiefahrten. Damit ist die SCHÖNBRUNN der älteste noch einsatzfähige Personendampfer auf der Donau geblieben. Die Postbeförderung auf der Donau durch Schiffe der DDSG kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Die 1829 gegründete DDSG nahm schon 1830 den Verkehr nach Budapest auf und erweiterte ihr Liniennetz zügig bis zur Donaumündung. 1834 wurde ihr erstes Seeschiff MARIA DOROTHEA in Betrieb genommen. Mit der ständig wachsenden Flotte, darunter insgesamt sieben Seeschiffe, ist sowohl die Donaustrecke als auch Constantinopel und das östliche Mittelmeer bedient worden.1845 wurden die Seeschiffe an den Österreichischen Lloyd verkauft; danach beschränkte sich die Postbeförderung der DDSG auf die Untere Donau, nahm aber an Bedeutung ständig zu, sodaß die Gesellschaft ab dem Jahre 1866 sogar eigene Briefmarken im Wert von 10 und 17 Kreuzer in Umlauf brachte, die allerdings nur bis zum Jahre 1880 in Verwendung gestanden sind. In den Fahrplänen der DDSG scheinen noch bis zum Jahre 1939 so genannte Postschiffe auf. Dieser Begriff war noch lange gebräuchlich, obwohl auf diesen Linien keine regelmäßige Postbeförderung mehr stattfand. Daß 180 Jahre nach der Gründung der DDSG eine Briefmarke mit dem bekanntesten noch betriebsfähigen Dampfschiff dieser Gesellschaft erscheint, trägt sicher dazu bei, an ein traditionsreiches und für die österreichische Wirtschaft bedeutendes Unternehmen zu erinnern. 
Zuletzt von Mozart am Do Sep 11, 2008 2:38 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
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