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Mozart Moderator

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 | Thema: 80. Geburtstag Friedensreich Hundertwasser Fr Aug 08, 2008 4:11 pm | |
| Erscheinungsdatum: 18.09.2008 Auflagenhöhe: 400.000 Druckart: Kombinationsdruck Entwurf: Wolfgang Seidel Stich: Wolfgang Seidel Druck: Österreichische Staatsdruckerei Art: Blockausgabe Kaum eine Aussage beschreibt die komplexe Persönlichkeit Friedensreich Hundertwassers so treffend wie jene des Kunsthistorikers Wieland Schmied, der ein halbes Jahrhundert lang eng mit ihm befreundet war: „Hundertwasser war in der zeitgenössischen Kunst- und Architekturszene eine singuläre Figur. Er gehörte nirgendwohin und ist darum nicht leicht einzuordnen. Das macht es so schwierig, ihm gerecht zu werden." Kein Zweifel: Hundertwasser gehört zu den international bedeutendsten Künstlern Österreichs. Seine Arbeit erzeugte nicht nur Spannung und Polarisierung, sein Schaffen sorgt, auch heute noch, für ein vielerorts beeinflusstes Denkverhalten. Am 19. Februar jährte sich sein Todestag zum achten Mal, sein Werk jedoch ist aktuell und lebendig wie eh und je. Hundertwasser hat stets versucht, sein ideales Verhältnis von Kunst, Mensch und Natur darzulegen, er hat grundlegende Anregungen ästhetisch überdacht und künstlerisch ausgeformt – und damit ein Werk geschaffen, das von einer einzigartig kohärenten Unverwechselbarkeit und Dichte ist. Friedensreich Hundertwassers Bilder haben, bei aller Unterschiedlichkeit, eines gemeinsam: eine selbständige, autonome Kunstsprache. In einzelnen „Wahrnehmungs-Ebenen“ erreichen sie den Betrachter. Da ist zunächst die Ebene, die sich an den Verstand richtet, an das Wissen, das Erkennen. Immer wieder vorkommende konkrete Formen – Häuser, Fenster, Türme, Bäume, Blumen, Regentropfen, Spiralen – appellieren an die Beziehung zur eigenen Existenz: bunt, fröhlich bejahend, in ihrer Struktur abgegrenzt und innerhalb der Gesamtkomposition für sich stehend. Und da ist die Ebene des Unbewussten. Verbindungen, die Erinnerungen, Sehnsüchte, Träume generieren – sie bilden die Substanz des Bildes, seine Seele. Die Themen sind dabei stets dieselben: Die Welt, in der wir leben, die Räume, die uns umgeben. Dass Hundertwasser in der Lage war, einen Kosmos voll bunter Geheimnisse zu erschaffen, der ungleich schöner ist als die reale Welt, in der wir uns bewegen, hat er letztlich auch in seiner Arbeit als Architekt eindrucksvoll bewiesen. Eine ganz andere Art angewandter Kunst stellte für Friedensreich Hundertwasser das Entwerfen von Briefmarken dar. Er bezeichnete die Briefmarke als Zeugnis der Weiträumigkeit und ein Mittel zum Erzählen darüber. Das fertige Stück war für ihn „ein authentischer Bote, der jedermann erreicht“. Hundertwasser, der sein Leben lang die Träume seiner Kindheit zu realisieren suchte, schuf Briefmarken voll ästhetischem Wert. Anlässlich seines 80. Geburtstages bringt die Österreichische Post nun einen neuen Block mit „Hundertwasser-Marken“ heraus. Das Besondere dabei: Die Motive dieser vier Marken wurden noch vom Meister höchstpersönlich entworfen, in der Schilling-Ära jedoch nicht mehr verausgabt. Daraus folgt, dass dies vermutlich die allerletzten zur Ausgabe gelangenden Hundertwasser-Marken für alle Zeit sein werden. Im Rahmen der WIPA08, die vom 18. bis 21. September 2008 im Austria Center Vienna stattfindet, wird dieser Sondermarkenblock einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.  |
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 | Thema: Akt auf Marke - Weiblicher Akt Fr Aug 08, 2008 4:14 pm | |
| Erscheinungsdatum: 19.09.2008 Auflagenhöhe: 700.000 Druckart: Offset Entwurf: Dina Larot Druck: Österreichische Staatsdruckerei Art: Sonderpostmarkenserie Dina Larot wurde am 6. Jänner 1942 als Maria Elisabeth Lebzeltern in Wien geboren. Nach der Matura begann sie in Graz ein Kunststudium bei Prof. Rudolf Szyskowitz. Bei der Sommerakademie 1962 kam es zur Begegnung mit dem großen österreichischen Maler Oskar Kokoschka, welcher einen nachhaltigen Eindruck auf das malerische und zeichnerische Oeuvre hinterließ. In der Folge entstanden Stadtansichten von Graz, südsteirische Landschaften, Stilleben und die ersten Akte nach Modellen. 1968 begann die lange Serie von Ausstellungen mit Wien, Graz und Florenz. Führten die Reisen mit der Familie anfangs fast durch ganz Europa, so brachte die Sehnsucht nach der Ferne Dina Larot später nach Bali, Israel, New York, Puerto Rico, Thailand, Burma, Laos, Kambodscha, Ecuador, Peru, China, Nepal, Jemen, Japan und immer wieder nach Indien. Wiewohl das künstlerische Schaffen Dina Larots ein breites Themenspektrum abdeckt – den Schwerpunkt ihrer Arbeit bilden zweifellos die reizvollen Akte und Darstellungen junger Frauen. „Larots Bilder vermitteln die Lust am Frausein und an der Liebe“, weiß Sexualtherapeutin und Psychologin Dr. Gerti Senger, „ihre Werke zeigen aber nicht nur Frauenkörper in ihrer Schönheit – sie erzählen Geschichten von Zärtlichkeit und Sehnsucht, von Unschuld und Verführung.“ In Larots Werken herrscht eine starke, ruhige Erotik – und auch in den gewagtesten Posen sprechen die Darstellungen stets die Sprache der Eleganz: Selbstbewusste junge Frauen, die sich ihres Körpers, ihrer Nacktheit bewusst sind, ohne Scheu; stolz, der Malerei Modell zu sitzen. Das „Ergebnis“ sind Bilder voll Lebensfreude, gewissermaßen Botschafter der femininen Schönheit. In der ihr eigenen, unverwechselbaren Bildsprache interpretiert Dina Larot die vielschichtigen und subtilen Emotionen weiblicher Phantasie. „Ein Tag, an dem ich nicht male, ist ein verlorener Tag“, lautet das Credo der Künstlerin, „ich erschaffe mir durch die Malerei meine eigene Welt, so wie ich sie gerne hätte.“ 
Zuletzt von Mozart am Do Sep 11, 2008 2:35 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
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 | Thema: Enzian Fr Aug 08, 2008 4:18 pm | |
| Erscheinungsdatum: 19.09.2008 Auflagenhöhe: 400.000 Entwurf: Hämmerle & Vogel GesmbH & Co KG Druck: Hämmerle & Vogel GesmbH & Co KG Art: Blockausgabe Die Kollektion an Sondermarken bietet den Sammlern in aller Welt eine neue gestickte Création: „Enzian“ ist wie die erste gestickte Sondermarke „Edelweiss“ im Atelier des österreichischen Stickereiunternehmens Hämmerle & Vogel entstanden. Die Sondermarke reist rund um den Globus und erzählt die Geschichte der Stickkunst und der Alpenpflanze. Fäden und Farben folgen der natürlichen Form des Clusius-Enzian (gentiana clusii), den rund 100 Jahre vor Christi Geburt König Gentius von Illyrien entdeckte. Jede einzelne Enzianart, welche unsere Erde in hundertfacher Vielfalt hervorbringt, steht unter Naturschutz. Auf der Sondermarke genießt der Enzian Musterschutz. Er behütet ein Kunstwerk, dessen Symbol- und Sammlerwert viel größer ist als der postalische Wert von € 3.75. Dichter und Denker priesen die Heilkräfte des Enzians, die in den Wurzeln liegen. Märchen und Mythen ranken sich um das reine Blau seiner Kronblätter. Die Farbe Blau ist älter als alle Weltreiche. Sie ist die Farbe der Schöpfung von Himmel und Wasser. Blau ist die göttliche und irdische Farbe der Unendlichkeit und Einzigartigkeit. Verewigt in der blauen Haut der ägyptischen Götter. Begehrt auf Erden wie die blaue Mauritius. Die Romantiker suchten die blaue Blume als Symbol der Treue und Sehnsucht. Auf einer Briefmarke werden durch die Kunst des Stickens Aura, Mythos und Symbolik des Enzians zu einem philatelistischen Ereignis mit nachhaltigem Nutzen. Die von Tausenden Nadeln und feinen Fäden gestickte Alpenblume darf gekauft, gesammelt, geschenkt, geklebt, verschickt werden. Millionenfach reisen Stickkunst und Enzian als Erfolgsgeschichte in alle Frauen Länder. Die Farbe Blau ist seit 2008 Jahren weiblich. 
Zuletzt von Mozart am Do Sep 11, 2008 2:34 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
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 | Thema: Maximilian Schell Fr Aug 08, 2008 4:22 pm | |
| Erscheinungsdatum: 20.09.2008 Auflagenhöhe: 700.000 Druckart: Offset Entwurf: Professor Arnulf Rainer Druck: Österreichische Staatsdruckerei Art: Sonderpostmarke Maximilian Schell kam am 8. Dezember 1930 als Sohn des Schweizer Schriftstellers Hermann Ferdinand Schell und der Wiener Schauspielerin Margarethe Noé von Nordberg in Wien zur Welt. Nach der Machtübernahme der Nazis in Österreich flüchteten die Eltern mit den vier Kindern in die Schweiz. „Von der Erziehung und vom Background her bin ich sicher Österreicher“, ist Maximilian Schell überzeugt, „und einen Schweizer Pass zu haben ist nicht so schlecht – schließlich steht der Begriff Schweiz für Stabilität.“ Bevor sich der junge Künstler entschloss, Schauspieler zu werden, studierte er Kunstgeschichte, Germanistik, Theater- und Musikwissenschaft. 1953 debütierte er schließlich am Stadttheater Basel. 1959 holte ihn Gustav Gründgens ans Hamburger Schauspielhaus. In dessen letzter Inszenierung spielte Schell die Rolle des Hamlet – wohlgemerkt bereits als gefeierter Weltstar, bekam er doch schon zwei Jahre vorher den Oscar verliehen. Maximilian Schell – sein Name ist wie ein Synonym für Schauspielkunst auf höchstem Niveau. Als einer der wenigen internationalen deutschsprachigen Stars seines Fachs wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt – darunter der oben erwähnte Oscar für die beste männliche Hauptrolle in „Das Urteil von Nürnberg“ (1961), mehrere Golden Globes, Bambis und viele weitere Preise mehr. Sein schauspielerisches Oeuvre könnte größer nicht sein: Er spielte den „Hamlet“ auf Deutsch, den „Oberst Redl“ auf Englisch, war jahrelang der gefeierte „Jedermann“ in Salzburg, spielte Lenin und „Zar Peter der Große“ in einer amerikanischen Fernsehserie und verkörperte als charismatischer Mime die unterschiedlichsten Rollen in zahleichen internationalen Film- und Bühnenproduktionen. Darüber hinaus produzierte er erfolgreiche Kino- und Fernsehfilme, schrieb Drehbücher und überzeugte – nicht nur das Publikum, sondern auch die Kritik – als Regisseur. Die neue Sondermarke, die am 20. September im Rahmen der Wiener Internationalen Postwertzeichen-Ausstellung (WIPA08) herausgegeben wird, zeigt ein kunstvolles Porträt des Schauspielers, geschaffen von niemand Geringerem als dem bekannten österreichischen „Über-Maler“ Arnulf Rainer. Übrigens: Als Gaststar wird Maximilian Schell die WIPA08 persönlich beehren und für Autogrammwünsche zur Verfügung stehen! 
Zuletzt von Mozart am Do Sep 11, 2008 2:32 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
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 | Thema: Romy Schneider Fr Aug 08, 2008 4:25 pm | |
| Erscheinungsdatum: 21.09.2008 Auflagenhöhe: 700.000 Druckart: Rastertiefdruck Entwurf: Andreas Reimann Druck: Österreichische Staatsdruckerei Art: Sonderpostmarke Romy Schneider ist am 23. September 1938 als Tochter des Schauspieler-Ehepaares Magda Schneider und Wolf Albach-Retty in Wien geboren. Schon als junges Mädchen schrieb sie in ihr Tagebuch: „Ich muss unbedingt Schauspielerin werden. Ich muss!“ 1953 war es schließlich so weit: Sie debütierte in dem Film „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“, danach folgten in kurzem Abstand die Produktionen „Feuerwerk“, „Mädchenjahre einer Königin“ und „Die Deutschmeister“. Den internationalen Durchbruch schaffte sie 1955 mit dem ersten Teil der bekannten Sissi-Trilogie, wofür sie mit einem Bambi ausgezeichnet wurde. Romy Schneiders Leben war geprägt von Höhen und Tiefen. Einerseits der gefeierte Filmstar, andererseits die von der internationalen Presse fallen gelassene Schauspielerin; da die glückliche Frau an der Seite berühmter Lebensgefährten (unter anderem der berühmte Alain Delon), dort der depressive Mensch, der von harten Schicksalsschlägen (mehrere Scheidungen, der Tod des vierzehnjährigen Sohnes) geprüft wurde. In den Sechziger- und Siebzigerjahren drehte Romy Schneider fast ausschließlich Filme in Frankreich. In dieser Zeit wirkte sie in sowohl künstlerisch als auch kommerziell erfolgreichen Produktionen mit und brillierte in zahlreichen Streifen an der Seite von Weltstars wie Michel Piccoli oder Yves Montand. Kurz nach der Premiere ihres letzten Films (1982: „Die Spaziergängerin von Sans-Souci“) wurde Romy Schneider tot in ihrer Wohnung in Paris aufgefunden. Ihr Herzversagen wurde von zahlreichen Medien als „Tod aus gebrochenem Herzen“ gedeutet. Sie ruht auf einem kleinen Landfriedhof in Boissy-sans-Avoir, 50 Kilometer vor Paris. Auf Wunsch von Romy Schneider steht auf dem Grabstein nur ihr bürgerlicher Name: Rosemarie Albach. In Erinnerung an die große Schauspielerin wurde im Jahr 1990 der österreichische Fernsehpreis „Romy“ gegründet. Die goldene Statuette zeigt Romy Schneider in einer Szene aus dem Film „Swimmingpool“. Ihr beeindruckendes Schaffen umfasst nicht weniger als 57 Kinofilme – und vielleicht ist es ja gerade der Titel der Produktion „Die zwei Gesichter einer Frau“, der das Leben dieses außergewöhnlichen Menschen am treffendsten beschreibt. Übrigens: Für 2009 ist eine Kinoverfilmung unter dem Titel „Eine Frau wie Romy“, den die amerikanische „Warner Bros.“ produzieren wird, geplant. Unter der Regie von Josef Rusnak wird voraussichtlich die deutsche Sängerin und Schauspielerin Yvonne Catterfeld die Rolle von Romy Schneider spielen. Aus Anlass ihres 70. Geburtstages erscheint nun zur WIPA08 die neue „Romy Schneider“-Sondermarke – eine philatelistische Würdigung für die „beste Schauspielerin ihrer Generation“ (Orson Wells). 
Zuletzt von Mozart am Do Sep 11, 2008 2:31 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
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 | Thema: Markus Rogan Do Sep 11, 2008 2:03 pm | |
| Erscheinungsdatum: 27.09.2008 Auflagenhöhe: 700.000 Druckart: Offset Entwurf: Renate Gruber Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH Art: Sonderpostmarke Die vorliegende Sondermarke würdigt einen weiteren österreichischen Spitzensportler der Gegenwart: Markus Rogan, erfolgreichster heimischer Schwimmer aller Zeiten. Geboren am 4. Mai 1982 in Wien, zog Rogan im Alter von 14 Jahren mit seiner Familie nach Amerika, wo er neben seinem Bachelor-Studium an der Stanford Universität die denkbar besten Bedingungen für ein professionelles Schwimmtraining vorfand. „Es war mit Sicherheit der Sport, der half, meine Persönlichkeit zu entwickeln“, ist Markus Rogan überzeigt – und die lange Liste seiner Erfolge beweist: Talent und Ehrgeiz formten diesen Ausnahme-Athleten. Mit dem zweiten Platz über 200 Meter Rückenschwimmen bei der Weltmeisterschaft von Fukuoka (Japan) im Jahr 2001 ließ er erstmals international aufhorchen, eine schier „unüberschaubare“ Menge an Medaillen folgte. Insgesamt 27 Mal (!) eroberte er Gold, Silber und Bronze bei den letzten Großveranstaltungen (Olympische Spiele, Welt- und Europameisterschaften), dazu kommen mehrere nationale Rekorde, ein Europa- und sogar ein Weltrekord: Seine Parade-Disziplin, 200 Meter Rücken, schwamm er im April dieses Jahres in unglaublichen 1:47,84 Minuten. Unvergessen ist sein Einsatz bei den Olympischen Spielen in Athen 2004: Gleich nach dem Rennen (wieder 200 Meter Rücken!) wurde der Sieger Aaron Peirsol wegen eines angeblichen Beinfehlers nach der dritten Wende disqualifiziert und Markus Rogan zum Sieger erklärt. Nach einem Protest der Amerikaner wurde diese Entscheidung nach 20 Minuten wieder korrigiert. Durch seine sportliche Reaktion auf die anfängliche Disqualifikation – er bestand darauf, dass Peirsol der bessere Schwimmer sei, dem allein die Goldmedaille gebühre – wurde Rogan „mit einem Schlag“ überaus populär. Im September 2004 erhielt er für dieses vorbildlich sportliche Verhalten den „Special Fair Play Award“ des European Fair Play Movements (EFPM), im Oktober 2004 wurde er darüber hinaus zum „Sportler des Jahres“ gewählt – eine wirklich beachtenswerte Leistung im sonst so vom Wintersport dominierten Österreich. Seit kurzem wohnt der sympathische Sportler mit seiner Lebensgefährtin in Rom, wo er, wie er sagt, „die optimalen Trainingsbedingungen“ hat. In seinen zahlreichen Medienauftritten, auch als beliebtes Werbe-Testimonial, besticht er vor allem durch seine große Eloquenz.  |
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 | Thema: Thomas Morgenstern Do Sep 11, 2008 2:06 pm | |
| Erscheinungsdatum: 27.09.2008 Auflagenhöhe: 700.000 Druckart: Offset Entwurf: Renate Gruber Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH Art: Sonderpostmarke Mit seinen 22 Jahren gehört Thomas Morgenstern bereits jetzt zu den erfolgreichsten österreichischen Schispringern aller Zeiten. Als zweifacher Olympiasieger und als Gesamtweltcupsieger der Saison 2007/2008 sorgte der sympathische Kärntner in den vergangenen beiden Jahren für enthusiastische Freude unter seinen zahlreichen Fans. Geboren am 30. Oktober 1986 in Spittal an der Drau, gelang dem hoffnungsvollen Nachwuchstalent bei der Vierschanzen-Tournee 2002/2003 im wahrsten Sinn des Wortes der „Sprung“ an die Weltspitze (Rang 6 am Ende der Tourneewertung). Nur fünf Tage später gewann er im tschechischen Liberec sein erstes Weltcupspringen. Im Februar 2003 wurde Morgenstern in Solleftea sowohl im Einzelspringen als auch mit der Mannschaft Juniorenweltmeister. Diese Erfolge konnte Morgenstern in der nächsten Saison bestätigen – er wurde gut platzierter Vierter der Gesamtwertung. Bei der darauf folgenden Junioren-WM gewann er die Silber-, und mit dem Team die Goldmedaille. In der Weltcupgesamtwertung belegte er den 6. Rang. Auch in der Saison 2004/2005 zeigte Morgenstern sein Können: Bei der Vierschanzen-Tournee belegte er Rang 3, holte bei der Weltmeisterschaft in Oberstdorf im Team Gold vom kleinen und vom großen Bakken und sicherte sich in der Weltcupwertung den 7. Platz. Bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin ging der Stern des Thomas Morgenstern schließlich in all seiner athletischen Pracht auf: Auf der Großschanze sicherte sich der „junge Adler“ mit minimalem Vorsprung vor Andreas Kofler sein erstes olympisches Gold. Beide deklassierten die Konkurrenz aufgrund ihrer weiten Sprünge im 2. Durchgang. Wenige Tage später vervollständigte Morgenstern seinen sportlichen Traum: Gemeinsam mit seinen Kollegen Andreas Widhölzl, Martin Koch und Andreas Kofler holte er die Goldmedaille im Teamwettbewerb auf der Großschanze. Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Sapporo (Japan) gewann er gemeinsam mit Wolfgang Loitzl, Gregor Schlierenzauer und Andreas Kofler erneut die Goldmedaille im Teamwettbewerb auf der Großschanze, quasi als „Draufgabe“ sicherte er sich noch die Bronzemedaille im Einzelbewerb auf der Normalschanze. Auch die vergangene Saison verlief für den jungen Draufgänger überaus erfolgreich: Als erster Springer der Geschichte entschied er die ersten sechs Bewerbe einer Weltcupsaison für sich. Unglaublich, aber wahr: Bereits sechs Springen vor Saisonende stand er als Sieger des Gesamtweltcups fest! Was den beliebten Athleten auszeichnet, ist aber nicht nur sein sportlicher Erfolg. Bei seiner großen Anhängerschar genießt er vor allem hohe Sympathiewerte, nicht zuletzt aufgrund seiner jugendlich unbekümmerten Art. Fast schon legendär ist seine entschlossene Einstellung, die er in der Aussage "Bevor ich einen Sprung auf Sicherheit mach’, geh’ ich lieber zu Fuß runter" pointiert auf den Punkt brachte.  |
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 | Thema: Fußball-Europameister 2008 Do Sep 11, 2008 2:18 pm | |
| Erscheinungsdatum: 27.09.2008 Auflagenhöhe: 1.200.000 Druckart: Offset Entwurf: Michael Rosenfeld Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH Art: Sonderpostmarkenserie Nach dem „Weltrekord-Markenbogen“ (Eintragung ins Guinness-Buch der Rekorde für die schnellste Briefmarke der Welt) und einer Reihe themenbezogener Neuausgaben bildet die nun vorliegende Sondermarke „Fußball-Europameister 2008“ den philatelistischen Abschluss der UEFA EURO 2008™. Rückblende: Als am 7. Juni dieses Jahres der Anpfiff zur Fußball-Europameisterschaft 2008 erfolgte, kannte die Begeisterung rund ums „runde Leder“ keine Grenzen. Bereits Wochen vorher herrschte im ganzen Land Hochstimmung; ein regelrechter, von den Medien, den Veranstaltern und zahleichen Unternehmen geschickt inszenierter Hype versetzte nicht nur die Fußballfans in eine frenetische Erwartungshaltung. Nachdem die österreichische Nationalmannschaft bereits nach den Vorrundenspielen ausgeschieden war, konzentrierte sich das spannende Daumendrücken auf die jeweils zu favorisierenden ausländischen Teams – zuletzt auf die beiden Finalgegner Deutschland und Spanien. Am 29. Juni war es schließlich soweit: Endspiel der UEFA EURO 2008™ im ausverkauften Wiener Ernst Happel-Stadion, die Stimmung war auf ihrem Höhepunkt. Fest steht: Die über weite Strecken des Matches klar überlegenen Spanier begeisterten das Publikum nicht nur mit ihrem Können, sondern auch mit ihrem Spielwitz – und dank eines gezielten Treffers von Fernando Torres in der 33. Minute konnten sie letztlich ihren ersten Titel bei einem großen Turnier seit der EM 1964 bejubeln. Mit diesem Sieg sicherten die spanischen Kicker nicht nur ihrem Trainer Luis Aragones einen traumhaften Abschied, sie schrieben sich damit auch für immer in die Annalen der Fußballgeschichte. Die Bilder der anschließenden Siegesfeier, die Gratulationen der zahlreichen Ehrengäste und der ausgelassene Jubel der erfolgreichen spanischen Spieler und ihrer Fans gingen um die Welt. Auf beeindruckende Weise zeigen sie Faszination und Emotion des Sports. Auch das Motiv der neuen Sondermarke versucht dies auf philatelistische Weise zu kommunizieren: Der lachende Kapitän der spanischen Elf, Torhüter Iker Casillas, stemmt, stellvertretend für seine Mannschaft, voll überbordender Freude den UEFA-Pokal in die Höhe. Felicitaciones a Espana!  |
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 | Thema: 70. Geburtstag v. Dr. Heinz Fischer Do Sep 11, 2008 2:21 pm | |
| Erscheinungsdatum: 07.10.2008 Auflagenhöhe: 700.000 Druckart: Offset Entwurf: Michael Rosenfeld Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH Art: Sonderpostmarke Aus Anlass seines 70. Geburtstages freut sich die Österreichische Post AG, eine Sondermarke zu Ehren von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer herauszugeben. Die offizielle Homepage des amtierenden österreichischen Staatsoberhaupts zeichnet den Lebenslauf von Dr. Heinz Fischer wie folgt nach: „Geboren wurde Heinz Fischer am 9. Oktober 1938 in Graz. In Wien besuchte er das Humanistische Gymnasium in der Fichtnergasse, wo er 1956 maturierte. Vom 11. März bis 27. November 1958 leistete er seinen Präsenzdienst in Wien und Salzburg ab. An der Universität Wien studierte er Rechts- und Staatswissenschaften und promovierte 1961 zum Doktor Iuris. Anschließend an sein Studium absolvierte Dr. Heinz Fischer sein Gerichtsjahr. 1962 wurde er Mitarbeiter des Zweiten Präsidenten des Nationalrates. Damit begann eigentlich seine politische Laufbahn. Von 1963 bis 1975 war Dr. Heinz Fischer dann Sekretär der SPÖ-Fraktion im Parlament. In diesen Zeitraum fiel seine wichtigste private Entscheidung: Heinz Fischer lernte seine Frau Margit kennen und heiratete sie 1968. Ihr Sohn Philip kam 1972 auf die Welt, ihre Tochter Lisa 1975. 1971 wurde Dr. Heinz Fischer in einem Wiener Wahlkreis zum Nationalratsabgeordneten gewählt. 1975 wurde Dr. Heinz Fischer zum geschäftsführenden Obmann der SPÖ-Parlamentsfraktion bestellt. Das blieb er bis 1983. 1979 wurde er auch zu einem der stellvertretenden Vorsitzenden der SPÖ gewählt. 1983 wurde Dr. Heinz Fischer zum Bundesminister für Wissenschaft und Forschung ernannt. Ein Amt, das er bis 1987 inne hatte. 1987 kehrte Dr. Heinz Fischer von seiner Regierungstätigkeit wieder ins Parlament zurück und wurde von der SPÖ-Fraktion zu deren Obmann gewählt. Das blieb er bis zum Jahr 1990. In diesem Jahr wurde Dr. Heinz Fischer von den Abgeordneten des Nationalrates zu deren Präsidenten gewählt; 1994, 1996 und 1999 wurde er in dieses zweithöchste Staatsamt wieder gewählt. Im Dezember 2002 wurde er dann zum Zweiten Präsidenten des Nationalrates gewählt. Dr. Heinz Fischer hatte aber neben seiner politischen Laufbahn auch immer wissenschaftlich-juristische Interessen, vor allen in den Bereichen Politik, Verfassungsrecht und Staatswissenschaften. Er ist seit 1978 Universitätsdozent für Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck und wurde 1994 zum Ordentlichen Universitätsprofessor ernannt. Im Jänner 2004 wurde Dr. Heinz Fischer von der Sozialdemokratischen Partei Österreichs zum Bundespräsidentschaftskandidaten nominiert.“  |
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 | Thema: Klassische Markenzeichen "Manner" Do Sep 11, 2008 2:28 pm | |
| Erscheinungsdatum: 16.10.2008 Auflagenhöhe: 500.000 Druckart: Offset Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH Art: Sonderpostmarke Josef Manner, ein gelernter Kaufmann, hatte im Herzen Wiens – am Stephansplatz – ein kleines Geschäft, in dem er Schokoladen und Feigenkaffee verkaufte. Als ihn aber die Qualität der Schokolade seines Lieferanten nicht zufrieden stellte, entschloß er sich, selbst in die Produktion einzusteigen. Am 1. März 1890 gründete er die „Chocoladenfabrik Josef Manner“. Josef Manner war Erzeuger, Verkäufer und Werbeagent in einer Person und lieferte oft auch selbst die Ware aus. Das Geschäft auf dem Stephansplatz gab er auf, um sich ganz der Erzeugung zu widmen. Noch im Gründungsjahr zog Josef Manner aus Platzmangel in das Haus seiner Eltern in Wien XVII, Uniongasse 8, später Kulmgasse 14. Bald entstand rund um das Elternhaus eine Fabrik. 1897 zählt der Betrieb erstmals 100 Mitarbeiter. Der Aufstieg der Firma setzte sich unter Josef Manner und dem 1900 eingestiegenen Kompagnon Johann Riedl stetig fort. Modernste Maschinen wurden angeschafft, und als Manner auch noch die Preise reduzierte, wurde die Firma mit dem Erfolgsrezept „preiswert und gut“ zum führenden Süßwarenunternehmen der österreichisch-ungarischen Monarchie. Am Ende dieser Entwicklung stand die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Das Produktsortiment umfaßte zuerst vorwiegend „Manner-Chocolade“, Schokoladen-Bonbons sowie „reinen Cacao“. Die Schnitte wurde 1898 erstmals als „Neapolitaner Schnitte No. 239“ urkundlich erwähnt. Die Haselnüsse für die Fülle kamen nämlich aus der Gegend um Neapel. Die Größe 47 x 17 x 17 mm war mundgerecht bemessen; vier Lagen Streichmasse kamen zwischen 5 Waffelblätter. Dieses Format und die Grundrezeptur haben sich bis heute bewährt. Ursprünglich wurden die Schnitten in Schachteln gepackt und von einer rosa Papierschleife umschlossen, später lieferte man die Ware in Blechdosen an die Händler. 1924 wurden Manner Schnitten erstmals in den bekannten zwei Fünferreihen angeboten, allerdings noch in einer Faltschachtel. Die Taschenpackung in Aluminium-Folie kam erst 1949, die „klimadichte“ Verpackung samt Aufreißfaden in den 60er Jahren. Von da an wurde dieser Artikel zum erfolgreichsten im Sortiment. Die Manner Schnitten-Verpackung zählt inzwischen zu den österreichischen „Design-Klassikern“ und ist in Ausstellungen zu diesem Thema immer vertreten. Heute ist die Josef Manner & Comp. AG der größte rein österreichische Süßwarenproduzent.  |
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 | Thema: Koloman Moser Fr Okt 24, 2008 3:12 pm | |
| Erscheinungsdatum: 31.10.2008 Auflagenhöhe: 1.200.000 Druckart: Offset Entwurf: Adolf Tuma Druck: Österreichische Staatsdruckerei Art: Sonderpostmarke Gemeinsam mit Josef Hoffmann, Egon Schiele, Gustav Klimt und Adolf Loos gehört Koloman Moser (1868 bis 1918) zu jenen international bedeutenden Künstlern, die um die Jahrhundertwende die große Zeit der österreichischen Moderne einleiteten. Was sie verband, war ihr gestalterisches Engagement, das sich nicht im Nachahmen historischer Stile erschöpfte. Kolo Mosers Streben galt indes einem neuen Gesamtkunstwerk, in dem von der Architektur bis zum kleinsten Dekorationselement auf einem Gebrauchsgegenstand des täglichen Lebens alles in einer strengen Kunstform geschaffen sein sollte. „Das Sehen hat sich nicht geändert, jedoch die Darstellung des Gesehenen. Ebenso wie die menschlichen Empfindungen immer die gleichen waren und nur in ihrer Darstellungsform sich veränderten, verfeinerten und differenzierter wurden.“ Dieser Satz wurde gewissermaßen zur Maxime seiner künstlerischen Arbeit – ebenso wie die prägnante Formulierung: „Vereinfachung liegt nicht im Auslassen, sondern im Zusammenfassen.“ Kolo Mosers Ideen der kreativ gestalteten Formgebung waren ohne Zweifel Richtung weisend für die österreichische Kunst der Jahrhundertwende. Nicht nur seine zahlreichen Beiträge für die weltberühmt gewordene Zeitschrift „Ver Sacrum“ und seine Entwürfe für die Glasfenster und den Hochaltar der von Otto Wagner erbauten Kirche Am Steinhof zeigen seine secessionistische Einstellung – Mosers Design von Möbeln, Teppichen, Geschirr und Stoffen setzte das Maß für den modernen Lebensstil schlechthin. Erst später wandte sich Moser der Malerei zu, befasste sich mit Goethes Farbenlehre und versuchte, diese weiterzuentwickeln und in seinem Werk anzuwenden. Große Berühmtheit erlangte Koloman Moser jedoch nicht zuletzt mit seinen Entwürfen für die Flächenkunst – für Plakate, Postkarten, Banknoten und Briefmarken. Ein Meilenstein in der europäischen Philatelie war die erstmalige Verwendung landschaftlicher Motive als bildnerische Darstellung auf Postwertzeichen. Bis dahin fanden sich die üblichen Wappen und Herrscherporträts, oft in Medaillonsform, auf Briefmarken; mit der Serie „Bosnien-Herzegowina“ begründete Moser im Jahre 1906 den Weltruf österreichischer Markenkunst. Die geforderte Verbindung zwischen bildhafter Darstellung und den unumgänglichen Schriftelementen erreichte er mit einer Ornamentalisierung und später ideenreich variierten Motiven, die auf den jeweiligen Charakter des umschlossenen Bildes auf höchst subtile Art eingingen. Dieser Markentypus bestimmte – nicht nur in Österreich – die spätere Gestaltung von Postwertzeichen.  |
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 | Thema: Altes Österreich: Triest Fr Okt 24, 2008 3:15 pm | |
| Erscheinungsdatum: 03.11.2008 Auflagenhöhe: 500.000 Druckart: Offset Entwurf: Adolf Tuma Druck: Österreichische Staatsdruckerei Art: Sonderpostmarkenserie Der neue Wert der beliebten Serie „Altes Österreich“ zeigt als Motiv die historische Schalterhalle des K.K. Postgebäudes von Triest. Zur Geschichte: Mehr als 500 Jahre – von 1382 bis 1918 – war die norditalienische Hafenstadt Triest (die aktuelle Einwohnerzahl beträgt knapp über 200.000 Personen) habsburgisch-österreichisch. Das Protektorat entwickelte sich unmerklich und allmählich zu einem realen Besitzverhältnis, vertreten wurde die kaiserliche Krone durch das Geschlecht der Grafen von Montenari. Abgesehen von wiederholten Besetzungen durch Venedig und der so genannten „napoleonischen Perioden“ blieb Triest bis zum Ersten Weltkrieg ein Teil des habsburgischen Österreich. Als einziger großer Seehafen Österreich-Ungarns nahm Triest eine wichtige strategische Stellung in der Habsburger-Monarchie ein und war Ausgangspunkt mehrerer kurzlebiger Kolonialerwerbungen. Um 1900 stand die Stadt in voller wirtschaftlicher Blüte und sie stellte ihren Reichtum durch zahlreiche Prachtbauten zur Schau. In Triest wirkten einige jener bekannter Architekten, die auch in Wien für die großen Ringstraßengebäude im Stil des Historismus verantwortlich zeichneten. Als Beispiele seien etwa Heinrich von Ferstel (Lloydpalast), Wilhelm von Flattich (Südbahnhof) und Friedrich Schachner (diverse Palais) genannt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, 1945, wurden die Stadt und ihr gemischtsprachiges Umland von Jugoslawien beansprucht und sie geriet durch den Ost-West-Konflikt jahrzehntelang in eine geografische Randposition. Die Nachteile der Grenzlage und der Verlust an wirtschaftlicher Bedeutung änderten sich erst in der jüngsten Vergangenheit mit dem Beitritt Sloweniens zur Europäischen Union (2004). Aus intellektueller Sicht blieb Triest hingegen all die Jahre über ein Ort des Zusammentreffens von Kulturen, Sprachen und Religionen; zahlreiche berühmte Künstler und Literaten lebten und wirkten in dieser Stadt. Übrigens – die Bedeutung Triests zeigt auch eine im Allgemeinen wenig beachtete Einrichtung: Als, wie bereits eingangs erwähnt, wichtigster Hafen Österreich-Ungarns war Triest natürlich ein Zentrum der Nautik und der Meereskunde – und so erhielt das Hafenbecken am „Molo Sartorio“ einen langfristig beobachteten Pegel, auf den sich seit dem 19. Jahrhundert das mitteleuropäische Höhensystem „Meter über Adria“ bezieht.  |
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 | Thema: Weihnachten 2008 - Der erste Christbaum in Ried Fr Okt 24, 2008 3:25 pm | |
| Erscheinungsdatum: 05.11.2008 Auflagenhöhe: 3.000.000 Druckart: Rastertiefdruck Entwurf: Adolf Tuma Druck: Österreichische Staatsdruckerei Art: Sonderpostmarke Der erste Christbaum in Ried stand im Hause Rapolter am Hauptplatz Nr. 28. Das ehemalige Perdiller’sche Handelshaus war durch Heirat in den Besitz der Familie Stockhamer übergegangen. Nach dem Tode Franz Xaver Stockhamers heiratete 1829 dessen Witwe Wilhelmine, eine geborene George, den angehenden Handelsmann Josef Anton Rapolter. Die Familie George stammte aus französischem Hugenottengeschlecht und war ursprünglich in Konstanz am Bodensee ansässig. Von dort und über das Elsaß, wo geschmückte Christbäume bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts nachzuweisen sind, scheint die Kenntnis dieses Brauchs gekommen zu sein. Über den ersten Christbaum in Ried ist folgendes überliefert: In der Vorweihnachtszeit sagte Vater Rapolter eines Tages zu seinen Kindern: ‘Heuer kommt nicht das goldene Heinßl zu euch, heuer kommt das Christkind selbst!’ Mit Spannung erwarteten die Kinder den Heiligen Abend. Alles war wie sonst, der Vater betete drei Rosenkränze und las die Geschichte von der Geburt Christi vor. Dann kamen Augenblicke bangen Harrens für die Kinder. Ein einfaches Silberglöckchen gab das Signal, und da stand er nun vor den Kindern – der erste Christbaum in Ried! Eine kleine Tanne war es mit vielen Lichtlein, mit roten Äpfeln und goldenen Nüssen, ein wenig Backwerk und ein paar winzig kleinen Spielsachen. Zur Erinnerung ließ der Vater von einem Maler ein Bild anfertigen, auf dem die Familie Rapolter um den Christbaum geschart ist. Der Gabentisch dieser wohlhabenden Familie mutet für heutige Begriffe recht bescheiden an. Tellerchen mit Obst, Nüssen, Kletzenbrot und Lebzelten, ein Buch, ein Pferdchen und ein kleines Priestergewand liegen auf dem Tisch. Letzteres soll wohl darauf hinweisen, dass einer der Knaben für den geistlichen Stand vorgesehen war. Auch musiziert wurde im Hause Rapolter. Das bescheidene Christbäumchen ist patriotisch mit Fähnchen im oberösterreichischen Rot-Weiß und dem kaiserlichen österreichischen Schwarz-Gold geziert. Die Spruchbänder tragen die Aufschrift „Gott mit uns“ und „48. Geburtstagsfest“. Josef Anton Rapolter war am 24. Dezember 1799 geboren worden! Als provisorischer Gemeindevorstand und Landtagsabgeordneter war er eine bedeutende Persönlichkeit. Seinen Bemühungen ist auch die Erhebung Rieds zur Stadt im Jahr 1857 zu verdanken. Der aus München stammende und später in Wien tätige Maler Felix Ignaz Pollinger schuf mit dem Gemälde „Der erste Christbaum in Ried“ eine überzeugende Schilderung biedermeierlicher Familienidylle und ein auch kulturhistorisch bedeutendes Werk." - Sieglinde Baumgartner  |
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 | Thema: Schutzpatrone: Hl. Martin Fr Okt 24, 2008 3:29 pm | |
| Erscheinungsdatum: 07.11.2008 Auflagenhöhe: 500.000 Druckart: Kombinationsdruck Entwurf: Maria Schulz Stich: Mag. Robert Trsek Druck: Österreichische Staatsdruckerei Art: Sonderpostmarkenserie Keine Zweifel: Der Heilige Martin ist einer der bekanntesten und auch „populärsten“ Heiligen der katholischen Kirche (der im Übrigen auch in der evangelischen, der anglikanischen und der orthodoxen Kirche verehrt wird). Zur Geschichte: Martin von Tours, so sein „bürgerlicher“ Name, lebte von etwa 316 bis 397. Er war gewissermaßen das „Bindeglied“ zwischen Rom und dem Reich der Franken. Als asketischer Mönch verkörperte er das spätantike Ideal eines Priesters bzw. Bischofs – und die rasche Bekanntheit, zunächst in seinem engeren Wirkungsgebiet, ist auf seine Tugenden als Nothelfer und Wundertäter zurückzuführen. Am 4. Juli 372 wurde er schließlich zum Bischof von Tours geweiht. Anstatt jedoch standesgemäß in der Stadt zu leben, bevorzugte er die Holzhütten vor der Stadtmauer, wo bereits zu seinen Lebzeiten das Kloster Saint-Martin de Ligugé entstand. Interessant: Martin war nach Maria, der Mutter Jesu, und dem Apostel Johannes der erste Heilige des Abendlandes, der nicht den Tod als Märtyrer gestorben ist. Damit wurde er zum ersten Heiligen einer neuen, damals nicht bekannten Art: Konnte bis dahin ein Christ Heiligkeit nur durch ein Martyrium erlangen, so wurde nun deutlich, dass Heiligkeit ebenso in einem sittlichen Lebenswandel und in Taten der Nächstenliebe und Barmherzigkeit bestehen kann. Die bekannteste Begebenheit im Leben des Heiligen Martin ist jedoch die folgende: Ab dem Jahr 334 war Martin als Soldat der Reiterei der Kaiserlichen Garde in Amiens stationiert. Die Gardisten trugen zu dieser Zeit die so genannte „Chlamys“, einen weißen Überwurf aus zwei Teilen. An einem Tag im Winter begegnete Martin am Stadttor von Amiens einem armen, unbekleideten Mann. Außer seinen Waffen und dem Militärmantel trug Martin nichts bei sich. In einer barmherzigen Tat teilte er seinen Mantel mit dem Schwert und gab eine Hälfte dem Armen. In der folgenden Nacht erschien ihm im Traum Jesus Christus, bekleidet mit dem halben Mantel, den Martin dem Bettler gegeben hatte. Im Sinne von Matthäus – „Ich war nackt und ihr habt mich bekleidet. Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ – erweist sich Martin hier als Jünger Jesu. Als Landespatron des Burgenlandes genießt der Heilige Martin großes Ansehen. Aber nicht nur hier: Am „Martinstag“, dem 11. November, wird in zahlreichen Ortschaften in ganz Österreich das vor allem bei Kindern beliebte „Laternderlfest“ mit einem festlichen Umzug begangen. Das traditionelle „Martinigansl“ ist ein ebenfalls liebevoll gepflegter Brauch und Jahr für Jahr ein Fixpunkt im „gastronomischen Jahreskalender“.  |
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 | Thema: 70. Geburtstag von Karl Schranz Fr Okt 24, 2008 3:32 pm | |
| Erscheinungsdatum: 11.11.2008 Auflagenhöhe: 700.000 Druckart: Offset Entwurf: Renate Gruber Druck: Österreichische Staatsdruckerei Art: Sonderpostmarke Karl Schranz – sein Name ist fast schon ein Synonym für den österreichischen Schisport. Was heute ein Benjamin Raich oder ein Hermann Maier ist, das war in den Sechziger- und frühen Siebzigerjahren Karl Schranz: Schiheld einer ganzen Nation. Geboren am 18. November 1938 in einer der schönsten Wintersportregionen Österreichs, in St. Anton am Arlberg, zog es Schranz schon in jungen Jahren zum Wettkampfsport. Im Laufe seiner internationalen Karriere errang er nicht weniger als drei Weltmeistertitel, gewann zweimal den Gesamtweltcup sowie eine Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Innsbruck 1964. Apropos Olympia: Als Karl Schranz knapp vor Beginn der Winterspiele von Sapporo (1972) vom damaligen IOC-Präsidenten Avery Brundage wegen eines angeblichen Verstoßes gegen die seinerzeit geltenden Amateur-Regeln ausgeschlossen wurde, kochte im wahrsten Sinn des Wortes die österreichische Volksseele. Als Schranz nach Wien zurückkehrte, bereiteten ihm rund hunderttausend Menschen einen heroischen Empfang auf dem Wiener Heldenplatz. Der damalige Bundeskanzler Bruno Kreisky lud ihn sogar in das Kanzleramt, wo er vom Balkon aus die frenetisch applaudierende Menge begrüßte – „märtyrergleiche“ Bilder, die durch die Weltpresse gingen, und Augenblicke, die den Starruhm von Karl Schranz bis heute verankern. (Übrigens: Jahre später wurde der beliebte Sportler gewissermaßen rehabilitiert. In einer feierlichen Zeremonie wurde Schranz von IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch eine Olympia-Ehrenmedaille überreicht, was einer nachträglichen Entschuldigung des IOC gleichkam.) Als erfolgreicher Hotelier ist Karl Schranz bis heute dem Schisport eng verbunden – und dass die Alpinen Schiweltmeisterschaften 2001 in seinem Heimatort St. Anton stattfanden, ist maßgeblich seinem internationalen Einfluss zu verdanken. Der dreifache Sportler des Jahres (1959, 1962 und 1970) ist auch Träger des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich. Nun, anlässlich seines 70. Geburtstages, ehrt die Österreichische Post AG diesen Ausnahmesportler mit einer eigenen Sondermarke.  |
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