Die Fluglärm-Gegner ziehen alle Register: Als neue Form des Protestes gegen die Ausweitung des Flugbetriebes in Oberpfaffenhofen wollen sie spezielle Briefe und Briefmarken verwenden. Die Gemeinde Weßling ist skeptisch.
Rund 10 000 Briefe samt entsprechenden Protest-Marken will die Initiative ,,Bürger für ein lebenswertes Weßling" drucken lassen. Dank Sonderangeboten der Deutschen Post geht es heutzutage, sich seine eigenen Briefmarken herstellen zu lassen. Die Initiative fragte bei der Gemeinde Weßling an, ob sie 2000 Briefe dieser Art abnehmen würde. Haken dabei: Jeder Protest-Brief kostet rund 15 Cent mehr als ein normaler Brief.
Im Weßlinger Gemeinderat kommt die Idee nicht wirklich gut an. Franz Leitner (CSU) findet den Plan kindisch. Rasso von Rebay (FW) hält den Gedanken für gut, warnt jedoch vor einer Kommerzialisierung des Protestes. ,,Von Briefmarken und Umschlägen nimmt heute doch kaum noch jemand Notiz", konterte dagegen Susanne Mörtl (SPD).
Nachdem im Ausschuss diese Woche keine einheitliche Meinung erkennbar war, hat Bürgermeister Michael Muther die Frage der Protest-Post kurzerhand auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung gesetzt.
merkur-online
_________________
Liebe Sammlergrüsse
Eure Michaela