
Arsène Lupin ist eine Romanfigur des französischen Autors Maurice Leblanc. Der fiktive Meisterdieb ist äußerst populär in Frankreich und im französischsprachigen Teil von Kanada.
Arsène Raoul Lupin ist ein Gentleman. Geboren 1874 als Sohn von Henriette d'Andrésy und Théophraste Lupin, genoss er eine hervorragende Ausbildung in Jura und Medizin, wobei er sich auf die Dermatologie spezialisierte. Neben Latein und Griechisch beherrscht er mehrere moderne Sprachen fließend. Er ist Meister der Verkleidungskunst sowie verschiedener Kampfsportarten und ein ausgesprochener Kunstkenner – in der hohlen Nadel in Étretat hortet er auserlesene Kunstschätze, darunter die Mona Lisa von Leonardo da Vinci.
Lupin ist formvollendet im Umgang mit dem schönen Geschlecht. Er verabscheut Gewalt und tötet dementsprechend nur in Notwehr. Er genießt in den Romanen – wie auch in der realen Welt – die Sympathien der breiten Allgemeinheit, da seine Opfer stets auf fragwürdige Weise zu ihrem Reichtum gekommen sind. Im Laufe der Zeit steigt Lupin vom Gegner der Behörden zu ihrem Helfer auf – was sicherlich auch durch die Karriere seines Schöpfers bedingt ist.

Fantômas ist der Titel eines französischen Kriminalromans von Pierre Souvestre und Marcel Allain. Es ist gleichzeitig der Name der Hauptfigur dieses Romans und 31 weiterer, welche im Monatstakt zwischen Februar 1911 und September 1913 bei Arthème Fayard erschienen. Nach Souvestres Tod schrieb Marcel Allain zwischen 1926 und 1963 vierzehn weitere Fantômas-Abenteuer.
Fantômas ist ein skrupelloser und zugleich genialer Schurke. Seine Verbrechen zeichnen sich aus durch Brutalität und Einfallsreichtum. So füllt er Parfümflaschen in einem Kaufhaus in Paris mit Schwefelsäure, setzt pestverseuchte Ratten auf einem Passagierschiff aus oder zwingt ein Opfer, seine eigene Hinrichtung zu erleben, indem er es mit dem Gesicht nach oben in eine Guillotine zwingt.
Die gemeinsam erstellten Romane wurden gleichzeitig, kapitelweise, in getrennten Zimmern auf Wachswalzen gesprochen, die später von zwei Gruppen von Stenografinnen ausgewertet wurden. Nur so war es möglich, das Pensum von einem Buch pro Monat zu bewältigen. In Vorgesprächen losten Souvestre und Allain die zu erstellenden Kapitel aus. Aufgrund des Zeitdrucks, unter dem die nach Zeilen bezahlten Autoren standen, haben sie die Kapitel des jeweils anderen oftmals gar nicht gelesen und selbst ihre eigenen Werke nicht korrekturgelesen.

Jules Maigret ist eine literarische Figur des belgischen Schriftstellers Georges Simenon, die Hauptfigur in 103 Kriminalromanen (auch Maigret-Romane genannt, in Abgrenzung zu Simenons Non-Maigret-Romanen) und einigen Kurzgeschichten.
Er ist ein Beamter der Pariser Kriminalpolizei, mit Ausnahme weniger Geschichten bekleidet er den Dienstrang eines Kommissars und ist Leiter der Mordkommission. Maigret ist der Sohn eines Gutsverwalters aus der Provinz (Schloss Paray-le-Frésil, nahe der Stadt Moulins im Département Allier). Dort wurde er 1887 geboren, manchen Quellen zufolge auch 1885 oder 1884. Letzteres erscheint als das wahrscheinlichste Geburtsjahr, da im selben Jahr Simenons Vater geboren wurde. Darüber hinaus wird Maigrets Alter im Roman Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet mit 45 angegeben (der Roman spielt im Sommer 1930). Als alternativen Geburtsort Maigrets findet man oft auch Saint-Fiacre. Maigret trägt fast immer Hut und Mantel, trinkt am liebsten Bier, raucht Pfeife, die z. T. auch für psychologische Kriegführung in Verhören eingesetzt wird.
Immer wiederkehrende Orte sind sein Büro am Quai des Orfèvres und seine Wohnung am Boulevard Richard Lenoir, die er zusammen mit seiner Frau Henriette (in den Geschichten fast nur "Madame Maigret" genannt) bewohnt. Das Ehepaar hat keine Kinder, wobei erwähnt wird, dass beide gerne welche gehabt hätten. Maigret wird als berühmter Kommissar immer wieder in die Provinz gerufen. Auch nach seiner Pensionierung ermittelt er noch weiter.
Als beste Verkörperungen des Kommissars galten Simenon die Schauspieler Jean Gabin und Rupert Davies.
Die erste Serie mit Kommissar Maigret im deutschen Fernsehen (mit Rupert Davies) stammte von der britischen BBC und wurde ab 1965 im ZDF ausgestrahlt. Sie entwickelte sich zu einem Straßenfeger. Die Titelmusik für die deutsche Fassung von Ernst-August Quelle (das Original stammte von Ron Grainer) wurde damals sogar auf einer Single veröffentlicht (für Fernsehserienmusik ziemlich unüblich zur damaligen Zeit). Inzwischen gibt es auch eine Hörspielumsetzung der Romane.