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| | | Österreich - Ausgabeprogramm 2009 | |
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Mozart Moderator

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 | Thema: 20 Jahre Grenzöffnung Ungarn-Österreich Do Jul 16, 2009 8:15 pm | |
| Mit der vorliegenden Gemeinschaftsausgabe „20 Jahre Grenzöffnung Ungarn – Österreich“ gedenken die Postgesellschaften aus Ungarn (Magyar Posta) und aus Österreich einem der politisch bedeutsamsten Ereignisse der jüngsten Geschichte. Das so genannte „Wendejahr“ 1989, in dem der jahrzehntelang bestehende „Eiserne Vorhang“ fiel, brachte nachhaltige Veränderungen in und für Europa – nicht nur in politischer, sondern auch in wirtschaftlicher und soziographischer Hinsicht. Erscheinungsdatum: 10.09.2009 Auflagenhöhe: 1.000.000 Druckart: Offset Entwurf: I. Benedek Druck: Hungarian Banknote Printing Shareholding Art: Sonderpostmarke |
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 | Thema: Berta von Suttner: 120 Jahre "Die Waffen nieder!" Do Jul 16, 2009 8:21 pm | |
| Der Vater, Graf Franz Josef Kinsky starb vor der Geburt, sodass die Ausbildung in Händen der Mutter lag. In Prag, Brünn und Wien verbrachte sie ihre Kinder- und Jugendjahre. Leider war die Mutter, Gräfin Sophie Kinsky, eine Spielerin, die das gesamte Vermögen verspielte. Beide Damen reisten in Europa ab 1860 von einem mondänen Badeort zum anderen. Nachdem 1873 kein Geld mehr vorhanden war, wurde Bertha Gouvernante bei Baron von Suttner für dessen vier Töchter. Der Sohn Arthur und Bertha verliebten sich aber sehr zum Unwillen der Eltern. 1876 musste deshalb Bertha diesen Posten aufgeben. Danach arbeitete sie kurz in Paris für Alfred Nobel, den Dynamitkönig, als Sekretärin. Am 12.Juni 1876 heiratete sie in Wien heimlich Arthur Gundaccar von Suttner. Um den Eltern aus dem Weg zu gehen, fuhren sie zu Fürstin Ekatarina Dadiani nach Mingrelien in Westgeorgien, wo sie neun arbeitsame Jahre bis 1885 verbrachten. Während dieser Zeit entwickelten beide ihre schriftstellerischen und journalistischen Fähigkeiten soweit, dass sie nach der Rückkehr nach Österreich von den Honoraren leben konnten. Berta verschrieb sich immer mehr dem Pazifismus. Auf einem Schriftsteller-Kongress in Paris lernten sie die beiden führenden Männer der Friedensbewegung kennen: Hodgson Pratt und Frederic Passy. Die Idee des Friedens ließ sie ab da nicht mehr los. Nach Auf Schloss Harmannsdorf arbeitete sie intensiv für diese Friedensidee weiter. Neben anderem hatte Bertha einen Roman gegen den Krieg begonnen, den sie nun vollendete: "Die Waffen nieder!" Im Herbst 1889 kam die erste Auflage auf den Markt – das Buch wurde ein Weltbestseller! Hunderttausende Exemplare in 16 Sprachen wurden verkauft. Bertha von Suttner war als Pazifistin weltweit das Gesprächsthema Nummer Eins – sehr zum Ärger militanter Kreise und der Rüstungsindustrie. Ihre Überzeugung: Massenmord kann keine Probleme lösen. Einige Romane sowie viele Zeitungsartikel folgten. 1902 starb ihr Mann Arthur, ein schwerer Verlust, über den sie auch der Friedensnobelpreis 1905 nicht trösten konnte. Sie schrieb unentwegt Artikel und machte Vortragsreisen in Europa und Amerika. Am 21.Juni 1914 starb sie in Wien, wo sie seit 1903 wohnte. Sieben Tage später wurde der Thronfolger in Sarajewo ermordet – der erste Weltkrieg begann. Millionen Tote, Blut, Leid und Tränen bestätigten ihre Warnung: Die Waffen nieder! Erscheinungsdatum: 12.09.2009 Auflagenhöhe: 900.000 Druckart: Offset Entwurf: Adolf Tuma Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH Art: Sonderpostmarkenserie |
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 | Thema: 60 Jahre "Der dritte Mann" Mi Aug 05, 2009 7:42 am | |
| Die Handlung spielt in Wien nach dem Zweiten Weltkrieg. Wien ist in fünf Zonen der vier Besatzungsmächte USA, Sowjetunion, Frankreich und dem Vereinigten Königreich aufgeteilt und wird von diesen verwaltet. Eine internationale Zone wird von allen gemeinsam administriert. Der Schwarzhandel blüht – und wer sich gegen die Banden stellt, landet in der Donau. Eine der bekanntesten Szenen dieses spannenden und überraschungsreichen Thrillers ist ohne Zweifel die eindrucksvoll inszenierte Verfolgungsjagd durch das weit verzweigte (und alle vier Sektoren Wiens umfassende) Kanalsystem, bei der Lime angeschossen und, gefangen in einem Ausstiegsschacht, letztlich erschossen wird. Unbestrittener Star des Films ist einer der Giganten Hollywoods zu jener Zeit: Orson Welles. Sein Auftritt mit der Fahrt im Riesenrad dauert zwar nicht einmal fünf Minuten, und in der späteren Verfolgungsszene in den Wiener Abwasserkanälen ist er kaum mehr als eine Silhouette – „dennoch gehört er zu den unvergesslichen Momenten in der Ikonografie dieses Mediums“ (Süddeutsche Zeitung). Die Welturaufführung des „Dritten Manns“ fand am 2. September 1949 im Londoner „Plaza-Theater“ statt. Bereits wenige Tage später, am 17. September, wurde der Film mit der prestigeträchtigen Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet. Am 2. Februar 1950 feierte man im New Yorker „Victoria Theatre“ die umjubelte US-Premiere, am 9. März 1950 wurde der „Der dritte Mann“ schließlich erstmals in Österreich, und zwar im Apollo-Kino in Wien, gezeigt. Im Jahre 1999 wählte das „British Film Institute“ den Streifen zum besten britischen Film aller Zeiten. Erscheinungsdatum: 02.09.2009 Auflagenhöhe: 900.000 Druckart: Offset Entwurf: Michael Rosenfeld Druck: Österreichische Staatsdruckeri GmbH Art: Sonderpostmarke |
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 | Thema: "Carnuntum - Gerulata - Römische Ausgrabungen" Do Aug 06, 2009 11:19 am | |
| Mit der Gründung Carnuntums durch den Feldherrn Tiberius vor rund 2000 Jahren schlug die Geburtsstunde für eine der wichtigsten Metropolen des Imperiums. Als Hauptstadt der Provinz Oberpannonien stand Carnuntum in den folgenden Jahrhunderten immer wieder im Rampenlicht der Weltpolitik. Am Schnittpunkt zwischen Bernsteinstraße und Limesstraße gelegen, war die Stadt Treffpunkt der verschiedensten Kulturen. In ihrer Blütezeit hatte Carnuntum – auf einer Fläche von zirka 10 Quadratkilometern – etwa 50.000 Einwohner. Die „Keimzelle“ war das in der Mitte des 1. Jahrhunderts errichtete Legionslager, und unter dessen Schutz entwickelte sich auch das zivile Leben rasch. Nach der Teilung der Provinz Pannonien um 106 n. Chr. wurde Carnuntum nicht nur Hauptstadt der neu entstandenen Provinz Oberpannonien und Sitz des Statthalters, sondern auch Stützpunkt der römischen Donauflotte. Etwa 124 n. Chr. erhielt Carnuntum unter Kaiser Hadrian das offizielle Stadtrecht und wurde zum „municipium“ erhoben. In den Jahren 171 bis 173 n. Chr. wählte Kaiser Marc Aurel Carnuntum als Residenz während seines Feldzuges gegen die Markomannen. Nachdem der Statthalter Septimius Severus im Jahre 193 n. Chr. von seinen Soldaten in Carnuntum zum Kaiser ausgerufen wurde, stieg die Stadt schließlich sogar in den Rang einer „colonia“ auf. Zu Beginn des 4. Jahrhunderts war die Stadt noch einmal Zentrum der Weltpolitik, als es 308 n. Chr. zur großen Kaiserkonferenz kam. Nach dem Abzug der Römer in der Mitte des 5. Jahrhunderts geriet Carnuntum aber mehr und mehr in Vergessenheit. Gerulata indes war ein römisches Militärlager in der Nähe des heutigen Rusovce, einem Stadtteil der slowakischen Hauptstadt Bratislava. Es lag ebenfalls in der römischen Provinz Pannonien und entstand im 2. Jahrhundert als Teil des Donaulimes. Das Lager wurde jedoch bereits im 4. Jahrhundert aufgegeben. Das am besten erhalten gebliebene Bauwerk ist sicherlich das Fundament eines quadratischen Hauses mit einer Grundfläche von 30 mal 30 Metern und etwa zweieinhalb Meter dicken Mauern. Eine Ausstellung des Städtischen Museums Bratislava befindet sich neben dem einstigen Lagerstandort. Das nationale Kulturgut „Römisches Kastell Gerulata“, das gerne auch als „Stück Rom unweit Bratislavas“ bezeichnet wird, durchläuft zurzeit eine Phase des positiven Wandels. Die Abteilung für internationale Beziehungen der Stadt Bratislava arbeitete zuletzt verschiedene Projekte aus, die aus EU-Fonds finanziert werden und dazu beitragen, dieses bedeutende Kulturgut auf neue Art der Öffentlichkeit zu präsentieren. Erscheinungsdatum: 11.09.2009 Auflagenhöhe: 250.000 Druckart: Kombinationsdruck Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH Art: Blockausgabe |
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 | Thema: Tag der Briefmarke 2009 Fr Aug 07, 2009 8:47 pm | |
| Die Geschichte der MS Österreich geht bis in die Zwanzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts zurück. Am 29. Juli 1928 erfolgte die feierliche Schiffstaufe mit anschließender Jungfernfahrt, zwei Jahrzehnte später wurde das elegante Schiff, das beherzte Seeleute gegen Ende des Zweiten Weltkrieges nach Staad in Sicherheit gebracht hatten, von der französischen Besatzungsmacht freigegeben; in der Folge konnte es wieder nach Bregenz zurückgebracht werden. Freilich: Damals war es ein heruntergekommenes Wrack, denn während des Krieges wurde die MS Österreich zu Schulungs- und Versuchszwecken eingesetzt. Erst nach einer langwierigen Restaurierung erlebte das Schiff im Sommer 1953 ihre zweite umjubelte Jungfernfahrt. Die mit drei Salons ausgestattete MS Österreich fasst insgesamt 600 Personen, wobei sie über nicht weniger als 230 Innensitzplätze verfügt. Die Verpflegung der Passagiere erfolgt über eine schiffseigene Küche, die sowohl ein Restaurant als auch zwei Bordbuffets bedient. So nostalgisch die Bodensee-Schifffahrt auch heute erscheint, so sehr hat sich ihre Aufgabenstellung gegenüber den Anfängen – vor allem in den letzten drei Jahrzehnten – grundsätzlich verändert. War sie einst jenes Verkehrsmittel, das die Handels- und Verkehrsbeziehungen der Ufergemeinden untereinander zu gewährleisten hatte, stellt sich die Schifffahrt heute überwiegend als ein saison- und witterungsabhängiger Ausflugsbetrieb dar. Als solcher entwickelte sich dieser jedoch im Laufe der Zeit zu einem wichtigen touristischen Angebot für Bregenz und Vorarlberg. Vor allem für Urlaubs- und Sommerfrischegäste, aber auch für Erholungssuchende aus dem Nahbereich ist der Bodensee mit seinen beeindruckenden Uferlandschaften und lieblichen Städtchen ein überaus beliebtes Ausflugsziel. Erscheinungsdatum: 11.09.2009 Auflagenhöhe: 500.000 Druckart: Offset Entwurf: Michael Rosenfeld Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH Art: Sondermarkenserie mit Zuschlag |
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 | Thema: Gregor Schlierenzauer Fr Aug 07, 2009 10:40 pm | |
| Der erste große Erfolg des beliebten Sportlers war der Sieg bei der Juniorenweltmeisterschaft im Februar 2006. Bereits einen Monat später debütierte „Schlieri“ beim Weltcupbewerb in Oslo, wo er auf Anhieb in die Punkteränge sprang. Seit dem zweiten Springen der Saison 2006/07 gehört er zum Stammaufgebot Österreichs für den Weltcup. Sensationell: Schon bei seinem ersten Einsatz in jener Saison sprang er auf den vierten Platz! Das zweite Springen von der Großschanze gewann er vor dem Norweger Anders Jacobsen und kürte sich damit zu einem der jüngsten Skisprungsieger aller Zeiten. Bei der Vierschanzentournee 2006/07 schaffte er danach zwei Tagessiege und den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Bei der Nordischen Ski-WM 2007 in Sapporo gewann er schließlich mit der Mannschaft die Goldmedaille im Springen von der Großschanze. Die Saison 2007/08 verlief ebenfalls überaus erfolgreich; sie wurde mit dem Titel des Skiflugweltmeisters gekrönt. Am Tag danach wurde er mit Martin Koch, Thomas Morgenstern und Andreas Kofler darüber hinaus noch Team-Skiflugweltmeister. Zum Saisonabschluss stellte er bei seinem Sieg beim Skifliegen in Planica mit 232,5 Metern einen neuen österreichischen Weitenrekord auf. Diesen Rekord überbot er später selbst noch einmal mit 233,5 Metern. Im Rahmen des FIS-Grand-Prix gewann Schlierenzauer im August 2008 das Springen in Pragelato und siegte damit in der Gesamtwertung des 4-Nationen-Grand-Prix. Die beiden folgenden Bewerbe konnte er ebenfalls für sich entscheiden – und mit weiteren Siegen gewann er auch die Gesamtwertung des FIS-Grand-Prix 2008. Als Mitglied der Skiflugteams wurde er im Oktober 2008 in der Kategorie „Mannschaften“ als Sportler des Jahres ausgezeichnet. Im Jänner 2009 verbesserte er den bisherigen Schanzenrekord am legendären Kulm auf 215,5 Meter. In der Saison 2008/09 gewann Gregor Schlierenzauer sechs Weltcup-Springen in Folge und stellte damit den Rekord von Janne Ahonen, Matti Hautamäki und Thomas Morgenstern ein. Er hält den Rekord von dreizehn (!) gewonnenen Weltcup-Springen in einer Saison. Bei der Nordischen Ski-WM 2009 gewann er hinter seinem Mannschaftskameraden Wolfgang Loitzl die Silbermedaille auf der Normalschanze, mit dem Team holte er sich eine Woche später den Weltmeistertitel auf der Großschanze. Den Gesamtweltcup 2008/2009 sicherte er sich mit 2.083 Punkten aus 27 Springen – das ist absoluter Punkterekord im Weltcup der Skispringer! Quasi zum Drüberstreuen gewann er in der gleichen Saison auch noch die Spezialwertung des Skiflug-Weltcups. Erscheinungsdatum: 26.09.2009 Auflagenhöhe: 300.000 Druckart: Offset Entwurf: Renate Gruber Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. Art: Sonderpostmarke |
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 | Thema: Wolfgang Loitzl Sa Aug 08, 2009 8:17 am | |
| Dass Erfolge hart erarbeitet werden müssen, weiß indes kaum jemand besser als der sympathische „Adler“ – schließlich stand er nicht immer nur ganz oben. Wolfgang Loitzl nahm am 6. Jänner 1997 in Bischofshofen das erste Mal an einem Skisprungbewerb im FIS-Weltcup teil. Zwölf lange Jahre konnte er kein einziges Mal gewinnen, dennoch: Loitzl etablierte sich als zuverlässiger Springer mit zahlreichen Podest- und Top-10-Ergebnissen und wurde so zu einer wesentlichen Stütze der österreichischen Mannschaft. So gewann er bei der WM 2001 Gold mit der Mannschaft von der Normalschanze und Bronze mit der Mannschaft von der Großschanze, bei der Skiflug-WM 2004 Bronze mit der Mannschaft und bei der WM 2005 Gold mit der Mannschaft von der Normalschanze und von der Großschanze. Bei der WM 2007 in Sapporo konnte Österreich den Titel verteidigen und Wolfgang Loitzl gewann erneut Gold mit der Mannschaft. Den Durchbruch als Siegspringer in Einzelkonkurrenzen schaffte er schließlich, wie eingangs erwähnt, in der vergangenen Saison: Nach vier zweiten Plätzen im November und Dezember 2008 erreichte er am 1. Jänner 2009 beim Neujahrsspringen der Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen seinen ersten Weltcupsieg. Wenige Tage später gewann er auch den Bewerb am Berg Isel in Innsbruck. Beim Abschlussspringen der Tournee, am 6. Jänner 2009 in Bischofshofen, wurde sein 142,5-Meter-Sprung im ersten Durchgang als perfekter Sprung gewertet (fünfmal die Idealnote 20) – das war vor ihm lediglich vier Springern gelungen! Im zweiten Durchgang verpasste er diese Marke nur knapp und erhielt für seinen 141,5-Meter-Sprung viermal die Wertungsnote 20 und einmal die Wertungsnote 19,5. Damit stellte er den Rekord von Sven Hannawald aus dem Jahr 2003, der ebenfalls neunmal die 20 erhalten hatte, ein. Mit dem Sieg in Bischofshofen sicherte sich Loitzl gleichzeitig die Gesamtwertung der Vierschanzentournee 2008/09. Bei der Nordischen Ski-WM 2009 setzte er seiner erfolgreichen Saison noch eines, nein: zwei, drauf: Gold auf der Normalschanze in der Einzelwertung und zusätzlich Gold mit dem Team auf der Großschanze! Rückzug vom Spitzensport findet Wolfgang Loitzl bei seiner Familie in Bad Mitterndorf. Seine Frau Marika und die gemeinsamen Söhne sind „der wahre Wert“ seines Lebens. Erscheinungsdatum: 26.09.2009 Auflagenhöhe: 300.000 Druckart: Offset Entwurf: Renate Gruber Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. Art: Sonderpostmarke |
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 | Thema: Das Rosenkranz-Triptychon Mi Okt 14, 2009 11:37 am | |
| Das Rosenkranz-Triptychon in der Pfarrkirche Wien-Hetzendorf, das der akademische Maler Ernst Fuchs in den Jahren 1958 bis 1959 schuf, ist vom künstlerischen Gehalt, von der meisterhaften Ausführung und der religiösen Auseinandersetzung mit dem Thema der Rosenkranz-Geheimnisse ein wohl einzigartiges Kunstwerk. Fuchs, ein Hauptvertreter der so genannten „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“, erhielt – aus einer jüdischen Familie stammend – 1942 die Taufe und setzte sich mit seinem Glauben tief auseinander. Dieses Ringen drückte sich auch in intensiven Gesprächen und Diskussionen zwischen dem damaligen Pfarrer von Hetzendorf, Prälat Joseph Ernst Mayer, und dem Künstler aus. Prof. Ernst Fuchs wollte mit und in seinem Tryptichon ganz bewusst den Zwiespalt zwischen Judentum und Christentum auflösen und einen Dialog über diese Thematik anregen. Das erste Bild – „Der glorreiche Rosenkranz“ – konnte bereits 1958 in der Apsis des seinerzeit neu gestalteten Innenraums der Kirche aufgestellt werden. Die beiden anderen – „Der freudenreiche Rosenkranz“ und „Der schmerzhafte Rosenkranz“ – folgten 1960; zu Weihnachten desselben Jahres war das Triptychon komplett. Es wurde bewusst hinter der Sessio platziert, sodass es den Chorraum als Wochentagspfarre optisch vom übrigen Kirchenraum trennte. Fachwelt und Presse waren begeistert, doch in einer ganzen Reihe von Zuschriften an die Pfarre zeigte sich hilfloses Unverständnis bis zu gehässiger Ablehnung. Im September 1979 wurden die Bilder schließlich heruntergerissen und durch zahlreiche lange Schnitte sowie durch Falten und Knicke stark beschädigt. Die Farbe der Bilder wurde teilweise abgerieben, die Vergoldung zerstört und die Maloberfläche blätterte ab. Nur Dank des Engagements der Pfarre und der Fertigkeiten des Restaurators Donald Corcoran konnte das Gemälde in jahrelanger Detailarbeit wieder hergestellt werden. Das Einmalige an dieser Restaurierung ist wohl, dass die Transparenz des Pergaments trotz Verklebungen erhalten blieb und auf diese Weise weiter das Licht von der Rückseite die Bilder zum Strahlen bringt. Seit April 1999 ziert nun das monumentale Werk mit den Maßen von drei mal drei Metern wieder die Pfarrkirche Hetzendorf. Die nüchtern gestaltete, weiß ausgemalte Kirche stellt den idealen Raum für das Gemälde dar. Ernst Fuchs’ großartiges Werk wiederum gibt der Pfarre auf ästhetisch schlichte Weise ihren bekannten Namen: Rosenkranzkirche. In seiner autobiografischen Schrift „Fuchs über Ernst Fuchs“ schrieb der Künstler einst: „Ich betete, meditierte, lernte ‚meine Kirche’ kennen … Dies war meine Aufgabe: Das Bild des Messias, die Ikone des Jesus von Nazareth.“ Erscheinungsdatum: 18.09.2009 Auflagenhöhe: 750.000 Druckart: Kombinationsdruck Entwurf: Prof. Ernst Fuchs Stich: Prof. Wolfgang Seidel Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH Art: Blockausgabe |
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 | Thema: Serie Eisenbahnen - Lokalbahn Drösing – Zistersdorf Mi Okt 14, 2009 11:41 am | |
| Die Lokalbahn Drösing – Zistersdorf ist eine Nebenbahn in Niederösterreich, die bis heute, vor allem aufgrund des bedeutenden Güterverkehrs, von der Einstellung verschont blieb. Sie zweigt bei Drösing von der Nordbahn in Richtung Zistersdorf ab, wo Anschluss an die ehemalige Stammersdorfer Lokalbahn, nach Dobermannsdorf einerseits, über Bad Pirawarth und Groß Schweinbarth nach Stammersdorf andererseits, bestand. 1886 erhielt die Kaiser Ferdinand Nordbahn eine neue Konzession, die die Bahngesellschaft verpflichtete, auch einige weitere Lokalbahnen zu bauen und zu betreiben. Bereits drei Jahre später wurde am 1. Oktober 1889 die Strecke von Drösing über Ringelsdorf, Niederabsdorf und Eichhorn nach Zistersdorf eröffnet. Nachdem 1906 die Kaiser Ferdinand Nordbahn verstaatlicht wurde, übernahm 1907 die k. k. österreichische Staatsbahn den Betrieb dieser Nebenbahn. Die markantesten Triebfahrzeuge auf diesem 11,736 km langen Streckennetz waren vor allem Dampflokomotiven der Baureihe 93 und Altbaudieseltriebwagen – auf der Marke ist ein Triebwagen der Reihe 5042 im Bahnhof Zistersdorf abgebildet –, später übernahmen vor allem Dieseltriebwagen der Reihe 5047 die Personenbeförderung und Diesellokomotiven der Reihe 2048 die Güterbeförderung. Neben der Personenbeförderung bediente die Bahn in den Anfangsjahren vor allem die Ziegelwerke in Ringelsdorf und Niederabsdorf. Im Herbst gab es umfangreiche Rübentransporte. Aufgrund der Erdölförderung im Raume Zistersdorf kam es ab den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts zu bedeutenden Öltransporten. Obwohl die Bahn die Stilllegungswelle im Jahre 1988 überstanden hatte, kam es am 9. Juni 2001 zur Einstellung des Personenverkehrs. Ab diesem Zeitpunkt kam es nur mehr zu unbedeutenden Güterbeförderungen – bis zur Errichtung der Müllverbrennungsanlage Zistersdorf, für die sogar der Oberbau der Bahnstrecke im Jahr 2009 komplett erneuert wurde, um eine höhere Streckenklasse zu erhalten. Derzeit wird darüber verhandelt, ob auch wieder der Personenverkehr aufgenommen werden soll. Erscheinungsdatum: 04.10.2009 Auflagenhöhe: 400.000 Druckart: Offset Entwurf: E. Sladek Druck: Joh. Enschedé Stamps B.V. Art: Sonderpostmarkenserie |
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 | Thema: Moderne Kunst in Österreich - Leander Kaiser Mi Okt 14, 2009 11:45 am | |
| Leander Kaiser, am 2. Juli 1947 in Innsbruck geboren, gehört ohne Frage zu den bemerkenswertesten Malern Österreichs. Seine – auch international – viel beachtete Tätigkeit beschränkt sich jedoch nicht nur auf die darstellende Kunst, er gilt auch als anerkannter Verfasser zahlreicher philosophischer, kunsttheoretischer und -geschichtlicher Texte. In seiner Dissertation 1980 setzte er sich beispielsweise mit dem „Problem des Allgemeinmenschlichen in der Hegelschen Ästhetik“ auseinander. Leander Kaiser war und ist stets ein Maler, der sich für die Figuration, sprich für die konkrete Darstellung, und für eine narrative Form des Geschehens entschieden hat. Dass er dabei niemals in den Bereich der Illustration fällt, dafür sorgt der metaphorische Charakter seiner ihm eigenen Bildsprache. Der große Max Beckmann freilich besetzt historisch eine Art verwandte Position – wie bei dessen Gemälden scheinen einander auch in Kaisers Arbeiten die Bereiche Intimität und Monumentalität nicht zu widersprechen. Typisch ist auch der meist erdige, kalkige, mitunter pastellartige Ton, der die Bilder trägt und ihnen ihr lyrisch-ruhiges Wesen verleiht. In vielen Werken von Leander Kaiser herrscht gewissermaßen der Zustand der Labilität; seine theaterhaften Figuren greifen oftmals halt- und hilflos in den Raum, stützen sich ab und suchen Position. Das auf der neuen Sondermarke gezeigte Bild (Originalmaß 125 x 90 cm) trägt den Titel „Auf einem Stuhl schaukelnde Frau“. Es stammt aus dem Jahr 1994 und befindet sich in einer Wiener Privatsammlung. In einem Ausstellungskatalog (herausgegeben von der Österreichischen Galerie im Belvedere) findet sich folgender Text zu diesem Gemälde: „Kaisers Gesten sind flächenhafte Richtungsweiser, die stets einen Bezug zum Ganzen und zur Quadratur des Bildgeviertes besitzen. In dem vorliegenden Bild kreuzt sich die aufsteigende Diagonale der nach rechts wankenden Frau mit der entgegen gesetzten Ausrichtung ihres weit gestreckten rechten Armes. Arm- und Körperhaltung der Schaukelnden verwandeln sich derart zur geometrisierenden Lineatur. Verantwortlich dafür ist nicht allein die planimetrische Ordnung, sondern auch die Ausdrucksstärke der Bewegung. Wie bei Kaiser üblich, erscheint der ungelenke, burleske Zeigeakt der Geste dennoch nicht als persönliches Ausdrucksmittel – die weit ausfahrende Haltung wirkt mehr wie ein gefrorener Code. Das Schaukeln dient Leander Kaiser als Metapher des malerischen Denkens überhaupt. Die Situation des unsicheren Gleichgewichts findet sich in seinem Gesamtwerk wieder, wo Allgemeines und Besonderes nie verschmelzen, sondern in einer labilen Lage einen Ausgleich suchen.“ Erscheinungsdatum: 09.10.2009 Auflagenhöhe: 500.000 Druckart: Offset Entwurf: Leander Kaiser Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH Art: Sonderpostmarkenserie |
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 | Thema: Österreich-Japan Jahr 2009 Mi Okt 14, 2009 12:15 pm | |
| Der vorliegende, aufwändig gestaltete Sondermarkenblock stellt eine philatelistische Premiere dar: Nie zuvor in der Geschichte der Briefmarke gab es eine Gemeinschaftsausgabe von Österreich und Japan – ein Wertzeichen also, das gewissermaßen als Brücke zwischen Europa und Asien bezeichnet werden kann. Dr. Peter Pantzer, Professor am Bonner Institut für Orient- und Asienwissenschaften, schreibt in seinem Beitrag "Zwischen Nagasaki und Triest – 140 Jahre freundschaftliche Beziehungen zwischen Japan und Österreich": „Am 21. Oktober 1868 setzten zwei österreichische Schiffe, die ‚Donau’ und die ‚Erzherzog Friedrich’, ihre Gaffel-, dann Klüversegel, um vom Hafen von Triest aus in See zu stechen. Mit dem Ziel Japan. Einem Ziel, das bis dahin kein österreichisches Schiff angesteuert hatte.“ Am 19. September 1869 erreichte die Delegation schließlich Japan. Im Jahr 2009 feiern Österreich und Japan nun 140 Jahre diplomatische Beziehungen. Dieses Festjahr, das sowohl in Japan als auch in Österreich begangen wird, rückt die enge und traditionell gute Freundschaft zwischen den beiden Staaten ins Licht einer größeren Aufmerksamkeit. Ein reiches Veranstaltungsprogramm spannt den Bogen über das gesamte Jahr, eine sehenswerte Ausstellung im Museum für Völkerkunde dokumentiert anschaulich die Geschichte dieser Freundschaft. Die Verbindung der beiden Länder betrifft aber nicht nur wirtschaftliche Aspekte und die aktive Freundschaft wie zum Beispiel die 29 japanischen und österreichischen Partner-Städte, sie zeigt sich vor allem auch im künstlerischen Bereich: in der Musik und Porzellankunst, in der Malerei und der Architektur. Viele berühmte Künstler wurden durch die Ausdrucksformen und Stile des jeweils anderen Landes zu neuen Werken inspiriert und die exotische Formensprache floss in die Kunstwelt ein. Vor allem im Jugendstil wird der Einfluss der japanischen Kunst deutlich spürbar. Uemura Shôen (1875 – 1949) war die bedeutendste Malerin der Meiji, Taishô und frühen Shôwa Periode. Shôen wurde vor allem durch ihre Darstellungen schöner Frauen im typisch japanischen Stil berühmt. Das Bild aus dem Jahr 1936 aus dem Otani Memorial Art Museum in Nishinomiya City trägt den Titel „Herbstkleidung“. Gustav Klimt (1862 – 1918) hingegen war einer der bedeutendsten Vertreter des Wiener Jugendstils. Seine Porträts von Damen der Gesellschaft machten ihn weltbekannt. Das auf der Marke gezeigte Bild aus dem Jahr 1902, eines der Glanzstücke des Wien-Museums, zeigt Emilie Flöge. Im Hintergrund des Blockmotivs sieht man ein Lacktablett mit Herbstgräsern aus dem 16. Jahrhundert – dieses Objekt ist Teil der Sammlung des MOA Museums of Art. Die amphorenförmige Vase, datiert mit 1817, stammt indes von der Wiener Porzellanmanufaktur und ist im Wien-Museum zu bewundern. Der Maler des eleganten Blumenarrangements ist Josef Nigg. Erscheinungsdatum: 16.10.2009 Auflagenhöhe: 200.000 Druckart: Offset Entwurf: M. Morita Druck: Cartor Security Printing Art: Blockausgabe |
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 | Thema: Velázquez – Portrait der Infantin Margarita Teresa Mi Okt 14, 2009 12:21 pm | |
| Die Eltern Margarita Teresas waren König Philipp IV. von Spanien und Maria Anna von Österreich. Ihre Ehe mit ihren Onkel und Cousin Leopold I. wurde lange ausverhandelt und geplant. Aus diesem Anlass ließ der Madrider Hof drei Gemälde von Diego Velázquez nach Wien schicken, die die kleine Infantin im Alter von drei, fünf und acht Jahren zeigen. 1666 traf die 15-jährige Braut als in Wien ein und die Hochzeit wurde mit viel Prunk gefeiert. Kurz nach der Geburt ihres sechsten Kindes starb die junge Kaiserin Margarita Teresa im Alter von nur 21 Jahren in Wien. Leopold I. begründete mit dieser Ehe später im Rahmen des Spanischen Erbfolgekrieges seinen Anspruch auf Spanien. Diego Rodríguez de Silva y Velázquez wurde 1599 in Sevilla geboren, einem der geistigen und kulturellen Zentren des Landes. Er begann früh eine Lehre bei dem Maler Francisco Herrera. dann in der Werkstatt von Francisco Pacheco. 1618 heiratete Velázquez dessen Tochter und begann als eigenständiger Künstler zu arbeiten. 1622 ging Velázquez nach Madrid, wo er die Gelegenheit erhielt, den 17-jährigen Philipp IV. zu malen. 1623 trat Velázquez als Hofmaler in den Dienst des spanischen Königs. Unter den vier Hofmalern konnte Velázquez mit der Zeit die eindeutige Vorrangstellung erwerben. Eine Begegnung mit Rubens löste bei Velázquez den Wunsch aus, in Italien die Werke der großen italienischen Maler zu sehen. 1629 bis 1631 bereiste er Italien, um Kopien von für den spanischen Hof anzufertigen. Während seines Aufenthalts entstanden von italienischen Meistern inspirierte Werke. Nach seiner Rückkehr nach Madrid schuf er dank seiner leistungsfähigen Werkstatt, in der auch sein Schwiegersohn arbeitete, unzählige Werke. Ihm wurde außerdem die Ausgestaltung vieler Bauten des Königs übertragen. Spezialität von Velázquez waren die Reiterbilder und neben den Portraits des Herrscherhauses auch die der Hofzwerge und –narren, die er mit demselben Feingefühl malte. Ende 1648 fuhr Velázquez im Auftrag des Königs wieder nach Italien, um Kunstwerke für eine neue Kunstakademie zu erwerben. 1651 nach Madrid zurückgekehrt, erforderte die zweite Heirat des spanischen Königs mit Maria Anna von Österreich seine Aktivitäten als Hofmaler. Velázquez, einer der größten Bildnismaler aller Zeiten, starb am 6. August 1660 in Madrid. Die beiden Markenbilder dieser Gemeinschaftsausgabe mit Spanien: Museo del Prado, Madrid: Die königliche Familie von Felipe IV Kunsthistorisches Museum Wien: Infantin Margarita Teresa im blauen Kleid. Erscheinungsdatum: 22.10.2009 Auflagenhöhe: 250.000 Druckart: Rastertiefdruck Entwurf: Real Casa de la Moneda Druck: Real Casa de la Moneda Art: Blockausgabe |
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 | Thema: Advent 2009 Mi Okt 14, 2009 12:27 pm | |
| Alle Jahre wieder – und mit der beginnenden Adventzeit kündigt sich auch das Nahen der kommenden Weihnachtstage an. Das ruhig-beschauliche Bildmotiv zeigt das Kirchlein von Ranui im Vilnösstal, Südtirol. Ranui (Rätoromanisch für "Alter Hof am Seitenarm des Baches") war ein Hof, der um 1700 zu einem kleinen Jagdschloss umgebaut wurde und bei der Gelegenheit ein Kirchlein erhielt. Die Nordwand des Sass Rigais in der Geislergruppe überragt mit seinen 3025 m die Szenerie. Das Bild stammt von niemand Geringerem als Dr. Reinhold Stecher, Altbischof der Diözese Innsbruck. Zur Person: Nach der Matura in Innsbruck und Ableistung des Reichsarbeitsdienstes trat Reinhold Stecher im Jahre 1939 in das Priesterseminar in St. Michael in Matrei ein. Da das Seminar jedoch bald darauf durch die Gestapo kurzerhand geschlossen wurde, studierte er am Stift St. Georgen in Kärnten weiter. Nach einer Wallfahrt nach Maria Waldrast wurde Stecher 1941 zu einer zweimonatigen Inhaftierung in ein Gestapo-Gefängnis verbracht. Anschließend erfolgte der Einzug zur Wehrmacht – mit Fronteinsätzen in Karelien, in Lappland und in Norwegen. Reinhold Stecher wurde verwundet und trat nach seiner Rückkehr in das Priesterseminar Canisianum ein. 1947 wurde er schließlich zum Priester geweiht. Es folgten verschiedene Tätigkeiten als Präfekt, Lehrer und Seelsorger, ehe er 1951 er zum Doktor der Theologie promovierte. Seit 1958 ist Stecher Mitglied der katholischen Studentenverbindung A.V. Raeto Bavaria Innsbruck im ÖCV, welche 1908 von seinem Vater Heinz Stecher gegründet wurde. In den Jahren von 1956 bis 1981 war Dr. Stecher Religionsprofessor an der Lehrerbildungsanstalt Innsbruck und parallel ab 1968 Professor für Religionspädagogik an der Pädagogischen Akademie des Bundes. Darüber hinaus war er von 1965 bis 1970 Spiritual im Priesterseminar der beiden Diözesen Innsbruck und Feldkirch. Die feierliche Ernennung zum Bischof erfolgte im Dezember 1980 durch Papst Johannes Paul II. als Nachfolger von Paulus Rusch. In der Österreichischen Bischofskonferenz war Dr. Reinhold Stecher viele Jahre zuständig für die Referate Caritas und Frauen, zugleich war er aber auch der Vertreter der Österreichischen Bischofskonferenz in der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz. In seine Amtszeit fiel der umjubelte Besuch von Papst Johannes Paul II. in Innsbruck sowie die Seligsprechung der beiden Märtyrerpriester Otto Neururer und Jakob Gapp. Der vielfach ausgezeichnete und nach wie vor engagierte Altbischof, der sich in der Bevölkerung großer Beliebtheit erfreut, ist ein begeisterter Bergsteiger, humorvoller Autor und – wie auf der Marke auf beeindruckende Weise zu sehen ist – ausdrucksstarker Maler. Erscheinungsdatum: 06.11.2009 Auflagenhöhe: 2.000.000 Druckart: Offset Entwurf: Altbischof Dr. Reinhold Stecher Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH Art: Sonderpostmarke |
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 | Thema: Klassische Markenzeichen "Palmers" Mi Okt 14, 2009 1:21 pm | |
| Der Charme von Palmers, eine selbstbewusste Wäsche-Marke mit Kultcharakter setzt ihre Zeichen. Palmers, das heißt nicht nur internationale Wäsche- und Dessoustrends, sondern der Name steht auch für gesellschaftsprägende Impulse, die durch bewegende und international anerkannte Plakatkampagnen und Ihrer Widerspiegelung des Frauenbildes sichtbaren Einfluss auf dessen Weiterentwicklung hatten. Somit kann man durchaus behaupten, dass es vor allem die Palmers Werbung war, die das Frauenbild über die letzten 90 Jahre nachhaltig in Österreich beeinflusst bis mitbestimmt hat. Ein neues Frauenbild. Indem Palmers die innere und äußere Schönheit und Anmut einer Frau in hochästhetische und unglaublich berührende Bilder gefasst hat sowie gleichzeitig ihre Wünsche und Träume - nicht nur im Produktbereich - einfing, sondern auch im Bild visualisierte, gewann Palmers eine Sonderstellung in den Herzen aller - bis zum heutigen Tag. Die erste Kampagne "Trau Dich Doch" von Elfi Semotan sollte die neue Ära einleiten. Frauen in der Werbung so zu präsentieren, wie es der Zeit entsprach. So wurde Palmers der Inbegriff für zeitgeistige, sinnliche Ästhetik und sogleich wunderschöner, qualitativer Produkte. Das Frauenbild, das Palmers von da an schuf, war das Bild der selbstbewussten, sinnlichen Frau mit großer, innerer Ausstrahlung. Ausgehend von den ersten Kampagnen der international anerkannten Fotografin Semotan errangen die Palmers Plakate über Österreichs Grenzen hinaus immer mehr an Anerkennung bis zum Kultstatus. Beispielhaft können die beiden Plakate „Skin“ mit den fünf am Boden liegenden Grazien im Jahr 1997 und „Crazy for Passion“ (2006), auf dem zehn Tänzerinnen des Pariser „Crazy Horse“ die edle Strumpfware mit dem besonderen Hauch Erotik präsentieren, als Meilensteine angeführt werden. In diesen international anerkannten Plakatkampagnen vereint sich die sinnliche Romantik und Harmonie (die fünf „feenhaften“ Grazien) und dann wieder die Darstellung von großem Selbstbewusstsein mit Humor und Charme (die zehn Power- Frauen vom „Crazy Horse“, Paris). Universe of Palmers. Das Herz der Marke, das breite Produkt-Universum steht für sinnlich romantische Wäscheträume aber auch für Wohlbefinden und Nähe. Die neuesten Trends und Innovationen im Wäschebereich, der neue Look der Palmers Shops und der viel besprochene Charme der Palmers Mitarbeiterinnen münden in die einzigartige, anziehende und berührende Palmers-Welt, die alle Facetten einer Lifestylewelt bietet. Palmers weiß um das Besondere jeder Frau, das beweist die große Auswahl an Dessous, Seiden-Lingerie und Unterwäsche, die modische Bademode, Nachtwäsche und Homewear sowie Strumpfware. Palmers Men für Herren und die Marken "Paradise" und „p2“, die sich an trendige, auch jüngere Kundinnen und Kunden richtet ergänzen die Palmers Lifestylewelt.. Das Unternehmen. Das Unternehmen wurde 1914 von Ludwig Palmers gegründet, der in Innsbruck sein erstes Wäschegeschäft eröffnete. Unter der Leitung von Walter Palmers wurde das Familienunternehmen nach dem Zweiten Weltkrieg erweitert und ein flächendeckendes Filialnetz in Österreich aufgebaut. Palmers hat immer wieder neue Akzente und Maßstäbe setzen können und sich dadurch als international führende Marke etabliert. Auch im Bereich Franchising hat sich der Pionier-Charakter von Palmers manifestiert. Bereits 1936 wurden die ersten Palmers Partner-Geschäfte eröffnet. Jahre später begann die Expansion ins Ausland. Palmers ist heute nicht nur in Österreich sondern auch in Deutschland, in der Schweiz sowie in über 20 weiteren Ländern vertreten. Erscheinungsdatum: 12.11.2009 Auflagenhöhe: 400.000 Druckart: Offset Entwurf: Irmgard Paul Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH Art: Sonderpostmarkenserie |
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 | Thema: Schutzpatrone "Heiliger Leopold" Mi Okt 14, 2009 1:32 pm | |
| Mit dem Heiligen Leopold, dem Landespatron von Niederösterreich, findet die beliebte Markenserie „Schutzpatrone“ nun ihren Abschluss. Maria Schulz (Entwurf) und Robert Trsek (Stich) übernahmen, wie bei der gesamten Reihe, die Gestaltung dieser attraktiven Sondermarke. Leopold III., genannt der Heilige, der Milde oder der Fromme, lebte von 1073 bis 1136. Er stammte aus dem Hause der Babenberger, sein Vater war Markgraf Leopold II. und seine Mutter Ida von Formbach-Ratelnberg. In zweiter Ehe war Leopold III. mit Agnes von Waiblingen, der verwitweten Schwester Kaiser Heinrichs V. verheiratet; dieser Ehe entsprossen 17 Kinder, die allerdings nicht alle überlebten. Zwei der Söhne wählten den geistlichen Stand – der berühmte Historiker Otto von Freising und der spätere Salzburger Erzbischof Konrad. Diese Versippung mit den Saliern hob freilich die Bedeutung des Babenberger-Hauses, dem während der Markgrafschaft Leopolds III. wichtige Königsrechte übertragen wurden. Leopold nannte sich „Princeps Terrae“, was bereits auf das Bewusstsein einer selbständigen Landesherrschaft hindeutete. Im Jahre 1125 war er als Kandidat für die Königswahl im Gespräch; er verzichtete jedoch mit dem Hinweis auf sein fortgeschrittenes Alter und der Tatsache, dass er zu viele Söhne hatte, was zu Problemen bei der Nachfolge geführt hätte. Mögliche Ursachen waren aber auch die mangelnde Hausmacht und die Rücksicht auf den Gegenkandidaten, seinen Stiefsohn Friedrich von Schwaben. Das Grabmal Leopolds III. befindet sich im niederösterreichischen Stift Klosterneuburg, dessen Existenz ihm zu verdanken ist. Der Legende nach ließ er es nämlich genau an jener Stelle errichten, an der ihm eine Marienerscheinung den wertvollen Schleier seiner Frau Agnes zeigte, den diese Jahre zuvor auf der Jagd verloren hatte. 1108 gegründet, wurde Klosterneuburg in den folgenden Jahren mehr und mehr zur Residenz ausgebaut. Andere Klöstergründungen waren Stift Heiligenkreuz und Klein-Mariazell – diese dienten in erster Linie der Evangelisierung, der Bildung, und der Erschließung des noch stark bewaldeten Gebietes. Besondere Erwähnung verdient freilich auch seine Förderung der Städte – neben Klosterneuburg und Wien vor allem Krems, das eine eigene Münzprägestätte bekam. Am 6. Jänner 1485 wurde Leopold III. heiliggesprochen; sein Gedenktag ist der 15. November. Anlässlich der so genannten Translationsfeier gab es im Stift Klosterneuburg weltliche Festlichkeiten wie Turniere, Bankette und Tänze. Diese Lustbarkeiten werden auch heute noch, am Hochfest Leopoldi, jeden 15. November gefeiert. Hierbei erfreut sich das bekannte „Fasselrutschen“, bei dem über das „Tausendeimerfass“ im Binderstadel des Stiftes hinuntergerutscht wird, besonderer Beliebtheit. Erscheinungsdatum: 13.11.2009 Auflagenhöhe: 500.000 Druckart: Kombinationsdruck Entwurf: Maria Schulz Stich: Mag. Robert Trsek Druck: Österreichische Staatsdruckerei Art: Sonderpostmarkenserie |
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