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| | | Österreich - Ausgabeprogramm 2009 | |
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Mozart Moderator

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 | Thema: Weihnachten 2009 - 60 Jahre Postamt Christkindl Mi Okt 14, 2009 1:37 pm | |
| Eine wundersame Heilung und der Mut eines Abtes aus Garsten in Oberösterreich führten zum Bau der Wallfahrtskirche „Zum gnadenreichen Christkindl“ im „Baum unterm Himmel“. Im Jahr 1725 wurde diese geweiht und 1787 wurde Christkindl zur eigenständigen Pfarre erhoben. Durch die Einrichtung des Weihnachtspostamtes Christkindl im Jahr 1950 trug die Österreichische Post dazu bei, dass das kleine Barockjuwel in aller Welt bekannt wurde. Dem allem ging aber die Geschichte des Ferdinand Sertl voraus. Sertl war Kapellmeister und Betreuer der Feuerwache und lebte im 17. Jahrhundert in Steyr. Da er an Epilepsie litt, war er nicht gerne unter Menschen. In einem Wald am Rand der Hochterrasse des Steyrufers in der Ortschaft Himmel fand er einen Platz, um alleine zu sein. Tiefgläubig wie er war, befestigte er dort an einem Fichtenstamm ein Bild der Heiligen Familie – vor diesem betete er um Gesundung. Etwa 1695 kaufte er ein kleines, aus Wachs geformtes Christkindl und versteckte es im Baum in einer selbst gestemmten Höhle. Sertl pilgerte nun mehrmals wöchentlich dorthin – und siehe da: seine epileptischen Anfälle ließen nach und hörten schließlich auf. Dies schrieb der fromme Mann seinen Andachten vor dem Christkindl zu. Da dies auch im Ort bekannt war, wurde 1699 um den Baum eine hölzerne Kapelle errichtet. Im gleichen Jahr berichtete Abt Anselm Angerer von Garsten dem Bischof von Passau, dass die Menschen in stetig wachsender Zahl von weither zum Christkindl wallfahrten kämen und deshalb der Bau einer Kirche notwendig wäre. Da der Abt ein Mann der Tat war, ließ er den Bau bereits 1702 nach den Plänen von Giovanni Battista beginnen. Er wurde jedoch 1703 gestoppt. Erst 1708 bekam Abt Anselm die lang ersehnte Bewilligung, weiterbauen zu dürfen. Im Jahr 1725 wurde die Kirche, von Jacob Prandtauer vollendet, schließlich geweiht. Der freistehende Hochaltar enthält den ursprünglichen Fichtenstamm und ist ein einzigartiges barockes Werk. Um den Baum rankt sich ein Wolkengebilde mit einem offenen Himmel, umgeben von Engelsfiguren. Bemerkenswert ist auch der Tabernakel, der als Erdball gestaltet ist und die einzelnen Kontinente im Relief zeigt. Die Anregung ein Weihnachtspostamt einzurichten, hatte ein Besatzungsoffizier im Zweiten Weltkrieg. In der Generalpostverwaltung in Wien griff man diese Idee auf. Am 15. Dezember 1950 eröffnete man schließlich in der einzigen Wirtsstube im "Hause Davids" (der Wirt hieß Georg David) das erste Sonderpostamt, das die Aufgabe hatte, Grußsendungen mit einem eigenen Motivstempel zu versehen. Obwohl in der ersten Betriebsperiode nur Briefsendungen des Inlandsverkehrs angenommen wurden, liefen schon damals mehr als 42.000 Sendungen über Christkindl. 2009 feiert das „himmlische Postamt“ nun bereits sein 60-jähriges Jubiläum. Erscheinungsdatum: 20.11.2009 Auflagenhöhe: 6.500.000 Druckart: Offset Entwurf: Adolf Tuma Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH Art: Sonderpostmarke |
|  | | Mozart Moderator

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 | Thema: 10 Jahre Essl Museum Mi Okt 14, 2009 1:42 pm | |
| Das Essl Museum vor den Toren Wiens, in Klosterneuburg, beherbergt mit Sicherheit eine der umfassendsten und aufregendsten Sammlungen Moderner Kunst in Österreich. Zum zehnjährigen Bestandsjubiläum des Museums gratuliert die Österreichische Post AG nun mit einer eigenen Sondermarke. Ausgangspunkt für die Sammlung von Agnes und Karlheinz Essl ist der persönliche Blickwinkel auf die Kunst der Gegenwart. Die österreichische Malerei ab 1945 bildet den zentralen Kern der Sammlung, seit den Neunzigerjahren wird jedoch auch verstärkt international gesammelt. Die Kollektion umfasst heute wichtige Positionen zeitgenössischer Kunst aus Europa, den USA, Australien, Mexiko und China. Spezifikum ist das Sammeln "in die Tiefe", das heißt der Erwerb ganzer Werkgruppen von Künstlern, sowie eine kontinuierliche Ankaufstätigkeit. Inzwischen ist die Sammlung Essl auf weit über 6.000 Exponate angewachsen und umfasst alle Medien der Gegenwartskunst der zweiten Hälfte des 20. sowie des 21. Jahrhunderts. Ein wesentliches Ziel der Sammlung Essl ist es, ihre Werke einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und zu vermitteln. 1999 wurde das von Architekt Heinz Tesar gestaltete Museum eröffnet. Dieses bildet das Zentrum der Sammlung Essl mit seinen vielfältigen Aktivitäten, die sowohl Ausstellungen als auch Neue Musik umfassen. Das rein privat finanzierte Museum hat sich als Institution Moderner Kunst in Österreich etabliert. Seine Unabhängigkeit und Flexibilität ermöglichen ein schnelles Reagieren auf aktuelle Tendenzen und Fragestellungen der zeitgenössischen Kunst. Das Ausstellungsprogramm entwickelt sich aus den Inhalten und Zielen der Sammlung Essl. Säulen dieses Programms bilden Themenausstellungen, monografische Präsentationen, Blicke von externen Kuratoren auf die Sammlung und die Kunst aus anderen Kulturen. Integraler Bestandteil des Hauses ist die Pflege der zeitgenössischen, elektronischen und experimentellen Musik durch Konzerte, Performances und Klanginstallationen in den Ausstellungsräumen der Sammlung Essl. Damit hat sich ein international renommiertes und in Österreich einzigartiges Forum Neuer Musik im musealen Kontext etabliert. Die Angebote der Kunstvermittlung sowohl für Erwachsene als auch für Kinder dienen einer mündigen und offenen Auseinandersetzung mit Kunst. Methodisch bilden Dialoge vor Originalen in Verbindung mit malerischen Erfahrungen im Atelier einen Schwerpunkt. Agnes und Karlheinz Essl sind überzeugt: „Kunst bereichert das Leben und setzt innovative Kräfte frei. Kunst ist ein Lebenselixier, das vertiefende Einblicke in die Zusammenhänge des Lebens und der Existenz ermöglicht.“ Erscheinungsdatum: 21.11.2009 Auflagenhöhe: 300.000 Druckart: Offset Entwurf: Michael Rosenfeld Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH Art: Sonderpostmarke |
|  | | Mozart Moderator

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 | Thema: 200. Geburtstag von Charles Darwin Mi Okt 14, 2009 1:47 pm | |
| Als Begründer der modernen Evolutionstheorie gehört Charles Darwin (1809 – 1882) ohne Zweifel zu den wichtigsten Naturwissenschaftlern aller Zeiten. Seine Arbeit beeinflusste Biologie und Geologie grundlegend und gewann große Bedeutung für das nachfolgende Denken. Zur Person: Nach einer durchschnittlich erfolgreichen Schul- und vorzeitig abgebrochenen Studienzeit sollte sich mit dem 27. Dezember 1831 das Leben des jungen Charles Darwin grundlegend ändern: An diesem Tag wurde er Mitglied einer Forschungsreise, die er später "das bei weitem wichtigste Ereignis in meinem Leben" nannte. Auf der "HMS Beagle" unter Kapitän Robert FitzRoy bereiste und erforschte Darwin fünf Jahre lang die Welt: die Kapverdischen Inseln, die Falklandinseln, Südamerikas Küsten, die Galapagos-Inseln, Patagonien, Südafrika, Mauritius usw. Bei seiner Rückkehr hatte er nicht nur eine Galapagos-Riesenschildkröte im Gepäck (die übrigens erst im November 2006 im Alter von 176 Jahren starb!), sondern auch massenhaft Aufzeichnungen und Fundstücke, die die Grundlage seines wichtigsten Werkes bilden sollten: "Die Entstehung der Arten". Dieses im Jahre 1859 erschienene Buch war, kaum veröffentlicht, sofort vergriffen. Skeptiker kritisierten seine Theorien (bis heute) als blasphemisch, denn entgegen der christlichen Schöpfungsgeschichte vertrat Darwin die Ansicht, dass die verschiedenen Arten eine Folge von Anpassungen an den Lebensraum ("Survival of the Fittest") seien und sich somit auseinander entwickelt hätten. Die wissenschaftliche Welt indes erkannte schnell die sensationellen wie fundierten Erkenntnisse. Rund zwanzig weitere Werke veröffentlichte Charles Darwin, der später sogar Mitglied der Royal Society wurde, im Laufe der Jahre – von Studien über Korallenriffe über fleischfressende Pflanzen und Orchideen bis hin zur Abstammung des Menschen, seiner wohl umstrittensten naturwissenschaftlichen Theorie. Fest steht: Seine revolutionären Erkenntnisse (und seine oftmals karikierten Ideen) machen Charles Darwin auch heute noch stark präsent; sie sind im Bewusstsein der Öffentlichkeit nach wie vor tief verankert. So wurde Darwin 1992 in einer Liste der einflussreichsten Personen in der Geschichte auf den 16. Platz gereiht, in Großbritannien belegte er bei den „100 größten Briten“ sogar Platz vier. 200 Jahre nach Darwins Geburtstag stellt die von ihm begründete und seitdem ständig weiterentwickelte Evolutionstheorie für die Biologie das grundlegende Paradigma dar: Durch sie werden alle biologischen Teildisziplinen, wie Zoologie, Botanik, Verhaltensforschung, Embryologie und Genetik, „unter einem einheitlichen Dach“ versammelt – gemäß dem vielzitierten Satz: „Nichts in der Biologie hat einen Sinn, außer im Licht der Evolution.“ Der neue Sondermarkenblock ist ein Tribut an einen der größten Forscher aller Zeiten. Erscheinungsdatum: 24.11.2009 Auflagenhöhe: 250.000 Druckart: Kombinationsdruck Entwurf: Mag. Robert Trsek Stich: Mag. Robert Trsek Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH Art: Blockausgabe |
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