Briefmarken - Forum
Herzlich Willkommen im Briefmarken Forum Österreich!
Um alle Beiträge sehen und lesen zu können, muss man angemeldet sein. Ein Anmeldung ist kostenlos und unverbindlich.
*******************************************************
Welcome to the Forum Stamps Austria!
To see and read all the posts, you have to be registered. A registration is free and without obligation.

---->ANMELDUNG






Briefmarken - Forum
 
StartseitePortalFAQSuchenAnmeldenLogin
Neueste Themen
» Russland Zarenreich
von Kontrollratjunkie Gestern um 10:44 pm

» Briefmarken-Kalender 2018
von Gerhard Gestern um 7:19 pm

» Ostsachsen (OPD Dresden) -Sowjetische Besatzungszone-
von Kontrollratjunkie So Sep 23, 2018 5:07 pm

» Satzbriefe
von gabi50 So Sep 23, 2018 2:56 pm

» Lassing
von gabi50 So Sep 23, 2018 2:25 pm

» Veranstaltung
von gottfried So Sep 23, 2018 1:50 pm

» Provinz Sachsen -Sowjetische Besatzungszone
von Kontrollratjunkie So Sep 23, 2018 12:50 am

» Österreich 1925 - 1938
von kaiserschmidt Sa Sep 22, 2018 5:36 pm

» Welcher Stempel bitte?
von x9rf Sa Sep 22, 2018 12:21 am

» Dauermarkenserie Kunsthäuser ab Mai 2011
von wilma Fr Sep 21, 2018 8:59 pm

» Schönes Österreich
von gabi50 Fr Sep 21, 2018 8:11 pm

» Die erste Österreichische Ausgabe 1850
von Markenfreund49 Do Sep 20, 2018 7:42 pm

» Lassnitz bei St. Lamprecht
von gabi50 Do Sep 20, 2018 4:48 pm

» Neuausgaben 2018 Deutschland
von Gerhard Mi Sep 19, 2018 6:11 pm

» Lassnitz
von gabi50 Di Sep 18, 2018 3:38 pm

» Post der Bestzungsmächte
von kaiserschmidt Mo Sep 17, 2018 1:46 pm

» Abstimmung für den Bilderwettbewerb im September 2018
von Michaela Mo Sep 17, 2018 7:08 am

» Einstieg in Briefmarkensammeln mit geschenkter Sammlung
von Laemmi So Sep 16, 2018 6:56 pm

» Sondermarke Steirerhut
von Gerhard Do Sep 13, 2018 8:10 pm

» Sondermarke Heilige Erentrudis
von Gerhard Do Sep 13, 2018 7:59 pm

» Österreichische Zensuren nach 45
von wilma Do Sep 13, 2018 7:05 pm

» Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925
von gabi50 Do Sep 13, 2018 3:35 pm

» Langenwang
von gabi50 Do Sep 13, 2018 3:17 pm

» Kaiserreich Österreich Ungarn
von kaiserschmidt Do Sep 13, 2018 11:05 am

» Trachtenserien ANK 887 - 923 und 1052 - 1072 Belege
von gabi50 Mi Sep 12, 2018 1:15 pm

» Klagenfurt
von gabi50 Di Sep 11, 2018 2:21 pm

» Sammlerpost
von Gerhard Di Sep 11, 2018 11:45 am

» Sondermarke Klaus Maria Brandauer
von Gerhard Di Sep 11, 2018 12:15 am

» Sondermarke Basilika zu Mariä Geburt Frauenkirchen
von Gerhard Di Sep 11, 2018 12:03 am

» Bilderwettbewerb im September 2018
von Kontrollratjunkie Mo Sep 10, 2018 12:37 am

» Sächsische Schwärzungen -Sowjetische Besatzungszone-
von Kontrollratjunkie So Sep 09, 2018 8:25 pm

» Dispenser Rollenmarke
von wilma So Sep 09, 2018 6:21 pm

» Posthornzeichnung - ANK 697-713 - Belege
von wilma So Sep 09, 2018 5:26 pm

» Kufstein
von gabi50 So Sep 09, 2018 11:09 am

» Landschaftsbilder ANK 738-766 - Belege
von wilma Mi Sep 05, 2018 8:21 pm

» Veranstaltung
von gottfried Mo Sep 03, 2018 8:54 pm

» Werbeumschläge und -karten aus Österreich
von gabi50 So Sep 02, 2018 6:02 pm

» Kremsmünster
von gabi50 So Sep 02, 2018 5:38 pm

» Sammlung Bedarfsbriefe Österreich ab 1945
von gabi50 So Sep 02, 2018 5:28 pm

» Siegerbild im August 2018
von gabi50 Sa Sep 01, 2018 3:59 pm

» Briefe oder Karten von/an berühmte oder bekannte Personen
von Markenfreund49 Mi Aug 29, 2018 4:47 pm

» Abstimmung für das Thema für den Bilderwettbewerb September 2018
von Michaela Di Aug 28, 2018 8:11 am

» Orange Landschaft Österreich - Belege
von gabi50 Mo Aug 27, 2018 9:22 pm

» Massenfrankaturen
von MaxPower Mo Aug 27, 2018 8:30 pm

» Wappenzeichnung - ANK 714-736 - Belege
von wilma Mo Aug 27, 2018 7:13 pm

» Zollausschlussgebiete
von gabi50 So Aug 26, 2018 1:34 pm

» 41. SAMMLERTREFFEN - 11.NOVEMBER 2018 STOCKERAU
von Markenfreund49 So Aug 26, 2018 7:28 am

» Wert - Dolfuss 10S Eckstück
von Kontrollratjunkie Sa Aug 25, 2018 9:44 pm

» Phila-Toscana Gmunden 2018
von wilma Sa Aug 25, 2018 9:05 pm

» Markenblock 100. Todestag Klimt – Schiele – Moser – Wagner
von Gerhard Sa Aug 25, 2018 5:18 pm

» Sondermarkenblock "Vierspännige Personenpost"
von Gerhard Sa Aug 25, 2018 5:15 pm

» Kaiserbrunn
von gabi50 Sa Aug 25, 2018 2:10 pm

» Internationale Briefmarken-Wettbewerbsausstellung in Gumden 2018
von Michaela Sa Aug 25, 2018 8:49 am

» Bauwerke und Baudenkmäler "Bautenserie"
von wilma Fr Aug 24, 2018 9:59 pm

» Bayern Briefmarkenalbum aus Erbe
von Markenfreund49 Mi Aug 22, 2018 9:49 pm

» Kumberg
von gabi50 Mi Aug 22, 2018 5:36 pm

» Heraldik selbstklebend 2018 aus 4er-Set
von fodof Mi Aug 22, 2018 12:35 pm

» 3. Ausgabe Dispenser-Rollenmarken
von wilma Di Aug 21, 2018 7:54 pm

» Rayon Briefmarken (?)
von castor Di Aug 21, 2018 7:22 pm

» helvetia 2
von Julek266 Di Aug 21, 2018 1:40 pm

» Unbill des Pfadfinder-Lebens
von Gerhard Mo Aug 20, 2018 12:12 pm

» Krottendorf
von gabi50 So Aug 19, 2018 11:54 am

» Abstimmung für den Bilderwettbewerb im August 2018
von Michaela Do Aug 16, 2018 9:19 am

» Die Büchersammlungen der Forumsmitglieder
von wilma Mi Aug 15, 2018 8:33 pm

» Sondermarke EU Ratspräsidentschaft
von Gerhard Di Aug 14, 2018 6:24 pm

» Krieglach
von gabi50 Mo Aug 13, 2018 4:59 pm

» Karten mit bildgleichen Briefmarkenausgaben
von wilma Sa Aug 11, 2018 6:46 pm

» Thüringen (OPD Erfurt) -Sowjetische Besatzungszone-
von Kontrollratjunkie Fr Aug 10, 2018 6:44 pm

» Bilderwettbewerb im August 2018
von gabi50 Fr Aug 10, 2018 2:42 pm

» Kötsch
von gabi50 Fr Aug 10, 2018 2:03 pm

» Notmaßnahmen und Provisorien bei Postkarten 1945-1948
von wilma Do Aug 09, 2018 7:43 pm

» Berlin - Brandenburg (OPD Potsdam) -Sowjetische Besatzungszone-
von Kontrollratjunkie Do Aug 09, 2018 4:21 pm

» RPD Schwerin 1934 - 1945
von Briefmarkentor So Aug 05, 2018 12:55 pm

» Briefmarken Wert
von Quante So Aug 05, 2018 3:52 am

» K.K.FIL.BRF/AUFG.AMT Stempel
von Gerhard Sa Aug 04, 2018 7:58 pm

» 4 Vollständige Alben geerbt - Lindner Falzlos Album Nr. 120M (Olympische Sommerspiele München 1972)
von Jogius Sa Aug 04, 2018 2:21 pm

» Briefmarken aus Nachlass
von austria1850 Fr Aug 03, 2018 7:03 pm

» Germania-Frankaturen
von kaiserschmidt Fr Aug 03, 2018 12:19 pm

» REKO Karte mit MiNr. 965 und 966
von Gerald Do Aug 02, 2018 6:50 pm

» Siegerbild im Juli 2018
von kawa Do Aug 02, 2018 9:46 am

» Blockfrankaturen
von gabi50 Mi Aug 01, 2018 8:33 pm

» Krampen
von gabi50 Mi Aug 01, 2018 3:24 pm

» Köflach
von gabi50 Di Jul 31, 2018 1:23 pm

» Verwendung von Portomarken in Österreich
von kaiserschmidt Mo Jul 30, 2018 10:50 am

» Österreich im III. Reich (Ostmark) Belege
von kaiserschmidt Mo Jul 30, 2018 10:13 am

» Obstserie ANk 1253 - 1258
von wilma So Jul 29, 2018 6:58 pm

» Zeppelin - ungewöhnliche und seltene Destinationen
von MaxPower Sa Jul 28, 2018 8:56 pm

» Koralpe
von gabi50 Sa Jul 28, 2018 8:14 pm

» Briefmarkenvordrucke
von Meinhard Sa Jul 28, 2018 2:30 pm

» Knittelfeld
von gabi50 Do Jul 26, 2018 4:21 pm

» Abstimmung für das Thema für den Bilderwettbewerb August 2018
von Michaela Mi Jul 25, 2018 7:00 pm

» Flugpost nach Österreich
von kaiserschmidt Mi Jul 25, 2018 10:36 am

» Briefmarken geerbt.
von Kontrollratjunkie Di Jul 24, 2018 11:26 pm

» Bildpostkarten 2. Republik - Besonderheiten
von gabi50 Mo Jul 23, 2018 8:24 pm

» Bilder von Schweizer Briefmarken
von Jensche So Jul 22, 2018 1:02 pm

» Klöch
von gabi50 So Jul 22, 2018 12:12 pm

» DIE ZEITUNGSMARKEN AUSGABE 1851
von Meinhard So Jul 22, 2018 11:20 am

» Sonstige Feldpost
von kaiserschmidt So Jul 22, 2018 11:14 am

» Privatstreifbänder - Österreich
von gabi50 Sa Jul 21, 2018 5:36 pm


Teilen | 
 

 Eine Reise in die Postgeschichte von Seegefeld und Falkenhagen

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Michaela
Admin
avatar


BeitragThema: Eine Reise in die Postgeschichte von Seegefeld und Falkenhagen   Do Feb 05, 2009 1:20 pm


Bild vergrössern klick hier

Die Post, die der Straße am Falkenseer Bahnhof ihren Namen gab, soll noch in diesem Jahr zweckentfremdet werden: Die Stadt Falkensee wird in diesem gelben Doppelbau gewissermaßen das kleine Rathaus etablieren. Ein Bürgerservicebüro mit jenen Abteilungen, die vom Publikumsverkehr leben, soll dort einziehen. Die Post selbst gibt das Haus auf. Sie will was Neues bauen. Wieder einmal.

Denn wieder einmal ist es ihr zu eng geworden in ihrem Korsett in diesem permanent wachsenden Berliner Vorort. Im Gewerbegebiet Süd soll deshalb etwas Modernes entstehen. Die Zusteller könnten dann Briefe und Pakete aus einer Hand übernehmen, auf dem Hof werden sich die Fahrzeuge nicht behindern. Auch fürs Personal soll’s komfortabler werden. Sagt das Management.

Es mag zweckmäßig und auch wirtschaftlich sein. Dass die gute alte Post nun aber gänzlich aus dem Stadtkern verschwindet, schmerzt Menschen wie Dietrich Schulz, einen passionierten Philatelisten und Hobby-Heimatkundler. Der Falkenseer hat alles gesammelt über die Postgeschichte in Falkensee, betrieb er doch dort selbst viele Jahre ein Briefmarkengeschäft.

Das älteste Zeugnis, das sich in seiner Sammlung befindet und über den Postverkehr in Seegefeld und Falkenhagen Auskunft gibt, ist vom 27. September 1853 datiert. In dieser Bekanntmachung des Königlichen Postamtes Spandow heißt es: „Seit dem August a.c. findet eine tägliche Landbriefbestellung, mit Ausschluß des Sonntag, nach sämmtlichen zum hiesigen Bestellbezirke gehörigen Ortschaften statt, von das correspondirende Publicum wiederholt in Kenntniß gesetzt wird.“ Zu diesem Bestellbezirk des Königlichen Postamtes Spandau gehörten die Dörfer Seegefeld und Falkenhagen, die von drei Landbriefträgern versorgt wurden.



Erste Postexpedition im Bahnhof Seegefeld
Im September 1865 wurde dann die Post-Expedition in Seegefeld stationiert, und zwar im Bahnhofsgebäude, das 1849, drei Jahre nach der Eröffnung der Bahnlinie Berlin – Hamburg, errichtet worden war. Aber auch die Bahn brauchte von Jahr zu Jahr mehr Platz und exmittierte folglich die Post-Expedition, so dass sich deren Obrigkeit genötigt sah, nach einer Alternative Ausschau zu halten.





Seegefelder Post im Falkenhagener Exil
Man wurde mit dem Gastwirt Franke in Falkenhagen handelseinig. Der hatte ein Grundstück „hart an der Grenze zu Seegefeld“ zu bieten und war bereit, darauf ein Postgebäude zu errichten, wofür ihm 900 Mark Jahresmiete zugesichert wurden. Außerdem sollte er eine Wohnung für den Expedienten bereitstellen. Gesagt, getan: 1885 wurde die Post an der heutigen Bahnhofstraße baufertig. Im Dachgiebel (heute: Bestattungen Nossack) kann man noch heute ein gemauertes Briefkuvert erkennen, im Hof stehen noch die Stallungen der Postpferde.

Obwohl nun die Seegefelder Post nach Falkenhagen ausgewandert war, behielt sie die Bezeichnung „Seegefeld“ bei. Der Grund war plausibel: Seegefeld gab es im ganzen Lande nur ein einziges Mal, „während den Namen Falkenhagen nach dem Neumannschen Lexikon im Deutschen Reiche acht Ortschaften führen“, wie das „Osthavelländische Kreisblatt“ 1885 zitierte.

Seit dem 1. Mai jenes Jahres verkehrte auch eine Postkutsche als Zubringer von der neu eingerichteten Postagentur Wansdorf zur Hamburger Bahn in Seegefeld – „Landpostfahrt“ genannt. Dass es auch damals nach nächtlichem Schwoof nicht ganz friedfertig zugegangen sein mag, belegt übrigens eine Anzeige aus dem „Osthavelländischen Kreisblatt vom 27. Juni 1885: „Die von uns gegen den Landbriefträger W. Rührmund ausgesprochenen Beleidigungen erklären wir für unwahr und nehmen dieselben hiermit zurück. Die jungen Leute in Seegefeld.“

Kaiserliches Postamt entsteht am Bahnhof
Um die Wende zum 20. Jahrhundert, als die Großstadt Berlin im Industriequalm zu ersticken drohte, zog es Siedler in großer Zahl hinaus in die luftigen Vororte. Angesichts der stürmischen Siedlungsfreude wurde auch das Postgebäude in Falkenhagen für die gewachsenen Aufgaben bald zu eng.

So suchte die Postdirektion knapp 20 Jahre nach dem Neubau auf dem Frankeschen Besitz eine Alternative und wurde ganz in der Nähe des Bahnhofs Seegefeld fündig. Diesmal stellte der Bauer August Röder Land bereit, wo 1903 ein neues Kaiserliches Postamt projektiert und 1905 eingeweiht wurde. Es stand unmittelbar an der Dorfstraße (heute Bahnhofstraße) nördlich des Bahnhofs und beherbergte bereits die gelbe und die graue Post, wie die Telegrafenstation fortan hieß. Heute sieht man dem Haus seine kaiserliche Vergangenheit nicht mehr an, das als Teil der Dresdner Bank in den neunziger Jahren hinter einer modernen Fassade verschwunden ist und im vergangenen Jahrhundert viele Geschäfte beherbergte, so unter anderem einen Herrenausstatter und eine Fleischerei.





Die neue Post von 1932 – eine Art ABM
Doch das repräsentative „Kaiserliche Postamt“ war wieder nicht für die Ewigkeit gemacht. Angesichts der Besiedlungswelle zwischen den Kriegen gerieten die Postangestellten mit ihren Obliegenheiten erneut in Platznot. Folglich entstand 1932 in der Poststraße, die damals noch Germanenstraße hieß, das heutige Postamt im Stil der neuen Sachlichkeit, das 1960 auf der Ostseite einen Anbau erhielt.

„Der Bau 1932 war nicht zuletzt eine Art Arbeitsbeschaffungsmaßnahme“, weiß Postchronist Dietrich Schulz. Deutschland zählte damals sechs Millionen Arbeitslose. „Da wurden auch nur Handwerker aus der Umgebung beschäftigt“, sagt Schulz und zieht ein vergilbtes Briefkuvert aus seiner Sammlung. Der Feldpostbrief, adressiert an den Feldwebel Hans Claus Schneider, ist ungeöffnet zurück an den Absender in Falkensee gegangen. Mit Rotstift hatte jemand aufs Kuvert gekritzelt: „Zurück. Gefallen für Groß-Deutschland. 28.2.1945“. So endete bekanntlich das gigantische „Arbeitsbeschaffungsprogramm“der Nationalsozialisten.





Kleinstadt mit eigenem Postwertzeichen
Als der verheerende Krieg 1945 zu Ende ging, füllte sich Falkensee mit Flüchtlingen und Umsiedlern. Die Post diente als öffentliche Wärmestube. Es fehlte an allem. Auch an Briefmarken, was einen geschäftstüchtigen einheimischen Briefmarkenhändler auf die Idee brachte, zur Selbsthilfe zu greifen. Dieser Friedrich Muth unterbreitete dem Bürgermeister den Vorschlag, eigene Briefmarken für Falkensee zu drucken. Die Hälfte aus dem Verkaufserlös sollte der Gemeinde, die andere Hälfte dem Briefmarkenhändler zugute kommen. Muth gelang es, den sowjetischen Stadtkommandanten für diese Idee zu gewinnen. Und so ist folgendes Schreiben überliefert, das am 15. November 1945 an den Postamtsleiter Österreich gerichtet war:

„Mit Genehmigung des Stadtkommandanten Herrn Oberstleutnant Bimbajew kann die Gemeinde Falkensee eine eigene Briefmarke herausgeben. Die Briefmarke wird so lange in dem Verkehr bleiben, bis eine allgemeine Belieferung von den oberen Dienststellen erfolgt. Die Briefmarke wird Ihnen kostenlos zur Verfügung gestellt. Gezeichnet Bürgermeister Haserich.“

Die Druckerei Keutel hatte damals 19 600 Sätze gedruckt. Doch die Oberpostdirektion in Potsdam erklärte noch im November 1945 die Falkensee-Marken für ungültig. Bis dahin aber waren bereits 10 000 Reichsmark durch den Verkauf der unwerten Postwertzeichen in die Gemeindekassen geflossen. Die Unveräußerlichen aber gingen als Makulatur und Kuriosität in die Stadtgeschichte ein. (Von Hiltrud Müller)
Quelle

_________________
Liebe Sammlergrüsse
Eure Michaela
Nach oben Nach unten
 

Eine Reise in die Postgeschichte von Seegefeld und Falkenhagen

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Briefmarken - Forum  :: Ansichtskarten :: Heimatsammlung-
Tauschen oder Kaufen