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 Verwendung von Portomarken in Österreich

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AutorNachricht
Cantus
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BeitragThema: Verwendung von Portomarken in Österreich   Do Mai 28, 2009 12:41 am

Das Zentralmeldungsamt der Bundes-Polizeidirektion in Wien erstellte für Markus Löwy in Wien eine Aufenthaltsbescheinigung und ließ diese am 2.9.1932 per Post unfrei an Herrn Löwy zustellen. Die Post erhob die Nachgebühr von 24 Groschen beim Empfänger; das Poststück wurde entsprechend mit passenden Portomarken versehen.







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Gerhard
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BeitragThema: Gebührenpflichtige Dienstsache vom Ernährungsamt   Mi Sep 09, 2009 10:39 pm

Portomarke 40 Groschen auf einem Formular des Ernährungsamtes der Stadt Krems an der Donau als gebührenpflichtige Dienstsache vom Februar 1949:



Meiner Meinung nach ein besonders beindruckendes zeitgeschichtliches Dokument aus meiner Heimatsammlung - aus einer Zeit, in der faktisch keine Rohstoffe und kein Strom vorhanden war, Wirtschaft und Verwaltung gänzlich neu aufgebaut werden mussten, die Lebensmittel rationiert waren (Rationen waren bereits von 800 auf 1500 Kalorien täglich erhöht worden), unser Landesteil unter Sowjetischer Besatzung war und eine Säuglingsterblichkeit von 20% herrschte......
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Gerhard
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BeitragThema: Re: Verwendung von Portomarken in Österreich   Sa Okt 17, 2009 11:29 pm

Antrag auf Ausfolgung von Sporttoto - Quittungsmarken



Portomarken der Ausgaben 1947 mit OT Krems (Donau) vom 4.11.1949
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Cantus
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BeitragThema: Re: Verwendung von Portomarken in Österreich   Mo Jan 18, 2010 11:57 pm

Eine Vorladung der Landesstelle Wien für die Umsiedlung von Flüchtlingen, versehen mit der Drohung, dass bei Nichterscheinen die Repatriierung, also Ausweisung, droht.

Die Karte ist am 18.4.1947 in Wien 1 abgesandt worden, bei der Zustellung am Tag darauf wurde das Nachporto in Höhe von acht Groschen mit Porto ANK 192 erhoben.



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Gerhard
Moderator
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BeitragThema: Re: Verwendung von Portomarken in Österreich   Mi Jan 20, 2010 11:30 pm

Zustellkarte für Postanweisungen, Postamt Krems (Donau) vom 12.12.1947

Vorderseite:


Rückseite:
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Cantus
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BeitragThema: Re: Verwendung von Portomarken in Österreich   Di Feb 16, 2010 10:22 pm

Was es doch früher für Probleme gab, um an eine Wohnung zu kommen.

Die Mitteilung des Wiener Magistrats an Frau Anna Schreiner vom 24.10.1925 liest sich da nicht so sehr positiv; und zusätzlich musste sie auch noch die Postgebühr von 8 Groschen (Portomarke ANK 138) entrichten.





und hier der Innentext

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Cantus
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BeitragThema: Re: Verwendung von Portomarken in Österreich   Fr Feb 19, 2010 10:24 pm

Eine offensichtliche Werbeantwortkarte war am 5.7.1933 in Kufstein aufgegeben worden und erreichte die Firma Bölck Margarine-Vertrieb in Wien am 6.7.1933. Der Empfänger musste Strafporto in Höhe von 24 Groschen nachentrichten, was mittels ANK Porto 147 geschah.



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Cantus
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BeitragThema: Re: Verwendung von Portomarken in Österreich   Mo Feb 22, 2010 7:24 pm

Eine Karte aus Budweis nach Wien vom 10.4.1925 war unzureichend frankiert, was zu einem Nachporto von 1.400 Kronen führte. Das Nachporto wurde mit ANK 121, 124 entrichtet.

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Gerhard
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BeitragThema: Re: Verwendung von Portomarken in Österreich   Mi Dez 29, 2010 10:36 pm

Bestätigung für Nachgebühr 2 x 5,50 vom PA 1013 Wien 1989



Nachportomarken 1985/86 - Ziffernzeichnung 1 Schilling ANK 263 und 10 Schilling ANK 267
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Postgeschichte-Kemser
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BeitragThema: Re: Verwendung von Portomarken in Österreich   Do Dez 30, 2010 7:01 am

Hallo und guten Morgen !

nichts spektakuläres und trotzdem....nichts alltägliches...

10 Gr. Portomarke als Lagergebühr auf 6 Pfg. DR-Ganzsache von Minden 1936 nach Riezlern ins Kleinwalsertal.

Beste Grüße
Postgeschichte-Kemser

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Gerhard
Moderator
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BeitragThema: Aufgabebescheinigung   Di Mai 21, 2013 11:51 pm

Aufgabebescheinigung vom 29. März 1947



Portomarke 1,- (Mark) Ausgabe für die sowjetische Besatzungszone, Gültig bis 30.4.1947
mit Sonderstempel Wiener internationale Messe "Fahrbares Telephon und Telegraphenamt".

Herzliche Sammlergrüße
Gerhard
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wilma
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BeitragThema: Re: Verwendung von Portomarken in Österreich   Do Mai 23, 2013 9:07 pm

Drucksache Behördenpost vom 19.02.1948 "Portogebühr beim Empfänger einheben" mit interessantem Inhalt zur 2. Währungsreform.
10 Gr. (ANK 209) Nachportomarke für das "gesamte Österreich"



Eine Menge an Unterlagen waren mitzubringen - schon damals war die Bürokratie hoch!
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kaiserschmidt
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BeitragThema: Re: Verwendung von Portomarken in Österreich   Mi Aug 27, 2014 11:35 am


Hallo Forumler,

in der Folge werde ich einige moderne Belege zeigen, bei denen Portomarken der 2. Republik verwendet wurden.



Eine unüblich hohe Nachgebühr auf einem Flugpostbrief aus China



Hier wurde die Postlagergebühr in Höhe von 10 Groschen ordnungsgemäß mit einer Nachmarke abgegolten.
Interessant ist die Kombination Eilbote und postlagernd. Viele glauben, daß mit der Bezahlung der Expreßgebühr auch eine schnellere Beförderung verbunden ist. Expreß bedeutet aber, daß die Zustellung durch einen Eilboten erfolgt.





Dieser unterfrankierte Brief aus dem Jahr 1964 wurde vom Empfänger nicht angenommen und ging zurück an den Absender. Da war aber als Adresse Postamt Wien 90 postlagernd angegeben. Deshalb wurde die Postlagergebühr in Höhe von 30 Groschen mit einer Portomarke verrechnet. Dieser Brief wurde aber nicht abgeholt, die Portomarke als ungültig gestempelt und die Post blieb auf der Nachgebühr und auf der Postlagergebühr sitzen.





Postgebühr beim Empfänger einheben - das ist bei diesem Brief vom 21.12.78 der Fall. Nur wurden auf diesem Beleg 29 Briefe an die Pensionsversicherung abgerechnet. Die Briefgebühr betrug 3,- Schilling, die Bearbeitungsgebühr 50 Groschen je Brief.



Die Posthornmarken verloren mit 31.5.46 ihre Gültigkeit. Diese Karte wurde zwar am 30.5.46 geschrieben, aber sehr wahrscheinlich erst am 1.6.46 zur Post gegeben. Es wurde eine Nachgebühr in doppelter Höhe verrechnet.
Die Portomarken wurden in in ganz Österreich verwendet.

Kaiserschmidt

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kaiserschmidt
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BeitragThema: Re: Verwendung von Portomarken in Österreich   Mi Aug 27, 2014 4:42 pm

Weiter gehts mit den Belegen.





Diese 2. Mahnung an einen Patienten, den Krankenschein nachzubringen, wurde von diesem nicht angenommen und ging an den Arzt zurück. Die mit einem Nachgebührstempel verrechneten 10,50 Schilling wurden als ungültig gestempelt und die Nachgebühr an den Arzt vom Postamt Braunau mit Portomarken und einer Freimarke vorgeschrieben. Ein modernes Provisorium.





Hier schreibt Jenny an Ing. Schmiedl - den Raketenpionier - einen nicht frankierten Brief. Gebühr für einen Ortsbrief 8 Groschen, doppelte Nachgebühr.



Hier schreibt Ing. Friedl seiner Jenny eine Karte, wobei er eine halbierte 4 Groschen Marke als 2 Groschenmarke verwendet, um auf das Kartenporto von 6 Groschen zu kommen. Dies wurde von der Post nicht anerkannt und eine Nachgebühr von 3 Groschen verrechnet. Die Ortspostkarte hätte 5 Groschen gekostet, es wurde noch die alte deutsche Nachgebührregelung - das eineinhalbfache als Nachgebühr, kein Mindestbetrag - in Ansatz gebracht.

Kaiserschmidt

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wilma
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BeitragThema: Re: Verwendung von Portomarken in Österreich   Mi Aug 27, 2014 6:10 pm

Hallo Reinhard,

sehr coole Stücke die du da wieder zeigst. ja

Aus meinem noch recht wenig bestückten Fundus möchte ich 2 Beispiele zeigen, die mit den "bunten Landschaftsbildern" frankiert sind. Diese waren aber nach der 2. Währungsreform ab 10.12.1947 nicht mehr gültig.



Brief vom 12.12.1947 in Linz aufgegeben,
Nachtaxierung 80 Groschen - doppelte Portogebühr



Brief vom 02.11.1987 (!!!) der in Wiener Neustadt auf der seit Jahrzehnten ungültigen Marke 5 Groschen Marke anstandslos abgestempelt wurde.
Richtige Portogebühr wären 5,00 Schilling gewesen.
Nachtaxierung von 8,00 Schilling, 5,00 fehlende Postgebühr + 3,00 Schilling Einhebungsgebühr

Viele Grüße, Wilma
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kaiserschmidt
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BeitragThema: Re: Verwendung von Portomarken in Österreich   Mi Aug 27, 2014 7:34 pm


Hallo Wilma,

mit 9.12.47 erfolgte eine Abwertung des Schillings im Verhältnis 1:3 . Manche versuchten - wie bei Deinem ersten Brief - die ungültigen Marken weiter zu verwenden und das dreifache Porto zu verkleben, das heißt statt 40 Groschen für den Brief 120 Groschen. Dies nützte jedoch nichts, da die bunte Landschaft ungültig wurde, mußte dennoch Nachporto gezahlt werden.
Ein sehr schöner Beleg.

Reinhard
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kaiserschmidt
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BeitragThema: Re: Verwendung von Portomarken in Österreich   Do Aug 28, 2014 10:18 am

Hallo Forumler,

heute zeige ich einige Beispiele für Geschäftsantwortkarten in der 2. Republik.

Geschäftsantwortkarten,- und Briefe wurden in Österreich im Jahr 1933 eingeführt. Im Jahr 1939 wurden diese durch die Werbeantworten abgelöst. Mit 1.9.1948 wurden in der 2. Republik Geschäftsantwortpostkarten und Briefe wieder zugelassen.
Als Gebühr für diese Versendungsart wurde die um ein Viertel erhöhte Gebühr für eine Postkarte bzw. für einen Brief festgesetzt. Die gesamte Nachgebühr war für alle gleichzeitig beim Empfänger einlangenden Sendungen auf einem Poststück anzubringen.
Ab 1.7.1957 wurde für Geschäftsantwortpostkarten und Briefe zuzüglich zum entsprechenden Porto eine feste Bearbeitungsgebühr eingeführt.



Geschäftsantwortpostkarte vom 30.12.48 von Ansfelden nach Linz. Postkarte 20 Groschen 25% Zuschlag = 5 Groschen zusammen 25 Groschen.



Mit 1.12.54 wurde die Geschäftpostkarte als neuer Tarif eingeführt. Das Porto dafür betrug 50 Groschen.
Geschäftsantwortpostkarte vom 16.5.57 innerhalb Wiens gelaufen. Gebühr 50 Groschen  + 25 % Zuschlag = 12,5 Groschenaufgerundet 13 Groschen, zusammen 63 Groschen. Die portorichtige Verwendung der 63 Groschen Marke ist äußerst selten.



Geschäftsantwortpostkarte vom 2.11.55 von Asparn a.d. Zaya nach Wien. Gebühr für eine Fernpostkarte 1,- Schilling 25 % Zuschlag zusammen 1,25 Schilling. Die Postämter hielten sich desöfteren nicht daran, daß nur die Gebühr für eine Geschäftspostkarte  mit Zuschlag verrechnet werden durfte.



Für Gerhard: Geschäftsantwortpostkarte aus 1993 von Krems nach Gars. Postkarte 5 Schilling, feste Bearbeitungsgebühr 50 Groschen.

Kaiserschmidt


Zuletzt von kaiserschmidt am Sa Aug 30, 2014 6:13 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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kaiserschmidt
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BeitragThema: Re: Verwendung von Portomarken in Österreich   Sa Aug 30, 2014 6:11 pm


Hallo Forumler,

aus der Wühlkiste von Harlos in Gmunden 2014 diese 3 Nachportobelege. Kosten pro Stück € 2,-



Breif vom 20.12.45 von Hainburg nach Wien. Dies ist der Letzttag der Wappenausgabe. Der Brief dürfte schwerer
als 20 Gramm gewesen sein, deshalb Nachporto in der doppelten Höhe des fehlenden Betrages.





Drucksache vom 16.8.47 innerhalb Wiens gelaufen.Die Drucksache wurde nicht anerkannt, deshalb Behandlung als Ortsbrief mit der Gebühr von 12 Groschen. Nachgebühr in doppelter Höhe des fehlenden Portos, Verwendung der Posthornmarken in Wien.



Schwerer Brief vom 14.5.46 von Strobl nach Salzburg. Briefgebühr 24 Groschen, Einschreiben 30 Groschen.
Der Brief ist ziemlich philatelistisch beeinflußt und um 1 Groschen überfrankiert. Die Postlagergebühr wurde mit einer 10 Pfennig Wappenmarke abgegolten. Amerikanische Zensur.

Kaiserschmidt

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kaiserschmidt
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BeitragThema: Re: Verwendung von Portomarken in Österreich   Sa Aug 30, 2014 6:16 pm


Da habe ich wohl den falschen Beleg erwischt.

Hier der richtige Brief.



Die Rekopostkarte aus der Ostmark Baden 2.10.39 habe ich auch bei Harlos in der Wühlkiste gefunden.

Kaiserschmidt

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wilma
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BeitragThema: Re: Verwendung von Portomarken in Österreich   Sa Aug 30, 2014 8:23 pm

@wilma schrieb:
Aus meinem noch recht wenig bestückten Fundus möchte ich 2 Beispiele zeigen, die mit den "bunten Landschaftsbildern" frankiert sind. Diese waren aber nach der 2. Währungsreform ab 10.12.1947 nicht mehr gültig.

@kaiserschmidt schrieb:
Halllo Wilma,

mit 9.12.47 erfolgte eine Abwertung des Schillings im Verhältnis 1:3 . Manche versuchten - wie bei Deinem ersten Brief - die ungültigen Marken weiter zu verwenden und das dreifache Porto zu verkleben, das heißt statt 40 Groschen für den Brief 120 Groschen. Dies nützte jedoch nichts, da die bunte Landschaft ungültig wurde, mußte dennoch Nachporto gezahlt werden.
Ein sehr schöner Beleg.

Hallo Reinhard,

besten Danke für die Erklärung. ja ja  Jetzt erscheint mir dieser Beleg auch in einem ganz anderem zeitgeschichtlichen Aspekt. Ich betrachtete diesen Brief immer nur aus Sicht der Portomarken. Nun ist doch noch eine super Beleg daraus geworden!

Viele Grüße, Wilma
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kaiserschmidt
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BeitragThema: Re: Verwendung von Portomarken in Österreich   So Aug 31, 2014 8:17 pm

Hallo Forumler,

noch 2 Nachportobelege aus Gmunden, diesmal jedoch nicht aus der Wühlkiste.





Diese Ansichtskarte wurde am 16.4.97 in Linz aufgegeben und ging an den K.u.K. Auditor-Major aus Linz nach Venedig, Ankunftsstempel vorderseitig. Diese Karte war jedoch um 1 Kreuzer unterfrankiert, sie ging zurück. Vorher wurde sie noch mit 5 Centesimi Nachporto belastet. In Linz wurde dann Nachporto in Höhe von 2 Kreuzer eingehoben, ob dies möglich war weiß ich ni9cht.Auf jeden Fall ist der  T Vermerk und die  2 links auf der Karte zu sehen.

Harlos € 5,-



Dieser Ortsbrief aus Wien ist mit 3 Wipa-Vignetten frankiert, es fehlen 19 Groschen auf das Briefporto von 24 Groschen, deshalb die doppelte Nachgebühr in Höhe von 38 Groschen. Heute ginge dieser Brief anstandslos durch.

Harlos € 12,-

Kaiserschmidt

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kaiserschmidt
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BeitragThema: Re: Verwendung von Portomarken in Österreich   Mo Nov 03, 2014 8:20 pm


Hallo Forumler,

manchmal nimmt man Belege in die Hand, die nicht zu enträtseln sind. Ich lege sie dann zurück und hoffe irgendeinmal eine Lösung dafür zu finden. Beim nachfolgenden Beleg komme ich nicht weiter.




Vom Selbstverlag okkultistischer Literatur wurde diese Drucksache am 9.11.46 aus Graz nach Wien geschickt.
Der Geisterbeschwörer hatte aber vergessen diesen zu frankieren, so wurde der Beleg mit 16 Groschen Nachporto belastet. Aus dem Stempel des Postamtes Wien 117 ist zu ersehen, daß die Empfängerin ausgerufen wurde und auch der Wohnungsanzeiger kein Ergebnis brachte, Frau Anna Fuchs war unbekannt. Der Nachportobetrag wurde für ungültig erklärt und die Drucksache ging zurück nach Graz. Jetzt hätte eigentlich der Absender zahlen müssen, warum kein Nachporto aufscheint ist für mich ein Rätsel. Auch die Höhe der Nachgebühr von 16 Groschen ist schleierhaft, sie entspricht der Nachgebühr für einen unfrankierten Ortsbrief.
Vielleicht waren doch Geister im Spiel.

e-bay € 7,-

Kaiserschmidt


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kaiserschmidt
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BeitragThema: Re: Verwendung von Portomarken in Österreich   Mo Dez 08, 2014 11:30 am

Hallo Forumler,

im Zusammenhang mit dem letzten Preisrätsel möcht ich auf die Nachgebühr für Sendungen aus Deutschland in den Jahren 1946 und 1947 eingehen,
Im Handbuch von Bernardini/Pfalz ist ausgeführt:
Leider fehlen für die Zeit bis Dezember 48 Unterlagen über die Entwicklung des Nachgebührwesens bei Auslandspost.

Wir sind also auf rein empirische Forschungen angewiesen.

Aus den vorliegenden Belegen  läßt sich  folgende Regelung erkennen:

Einfacher Fehlbetrag vervielfacht mit der Schlüsselzahl 1,66667 ( = ein und zwei Drittel, ich kann das leider nicht anders schreiben ). Vielleicht kann Gerhard das ausbessern.



Drucksache aus Berlin 9.1.47 nachgesandt nach Österreich. Nicht als Drucksache anerkannt, da in Österreich noch keine Drucksachen im Verkehr mit Deutschland zugelassen waren.
Postgebühr für eine Postkarte  45 Pfennig
mittels Freistempler bezahlt       6 Pfennig
Fehlbetrag                            39 Pfennig

Nachporto x 1,6667         =        65 Groschen.



Brief aus Deutschland vom 14.12.45, da noch kein Postverkehr erst am 2.5.46 zugestellt.
Postgebühr für den Brief          75 Pfennig
Porto bezahlt                         12 Pfennig
Fehlbetrag                             63 Pfennig

Nachporto x 1,6667       =         105 Groschen



Karte aus Deutschland vom Juni 1946

Postgebühr für eine Karte         45 Pfennig
Porto bezahlt                          12 Pfennig
Fehlbetrag                              33 Pfennig

Nachporto x 1,6667          =        55 Groschen

Auch die Rätselkarte zeigt das gleiche Ergebnis.

Ich denke das das Ergebnis schlüssig ist und wir im Forum erstmals das darstellen konnten.

Kaiserschmidt

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kaiserschmidt
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BeitragThema: Re: Verwendung von Portomarken in Österreich   Do Jan 08, 2015 11:53 am


Hallo Forumler,




Auf dieser eingeschriebenen Drucksache aus Belgien findet man 2x die 60 Groschenmarke Posthorn. Da kein Taxvermerk zu sehen ist, glaube ich, daß es sich um Verzollungsgebühren handelt. Allerdings schreibt Kainbacher, daß diese Gebühr seit 1.9.47 140 Groschen beträgt.

Kaiserschmidt

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wilma
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BeitragThema: Re: Verwendung von Portomarken in Österreich   Mo Mai 29, 2017 8:10 pm

Hallo zusammen,

vor einiger Zeit habe ich diese beiden mit Nachportomarken frankierten Paketkarten auf einem Tauschtag erstanden. Sie schienen mir interessant, jedoch hatte ich keine Ahnung um was es sich hierbei handelt bzw. wie sich die verklebte Gebühr zusammen setzte. Ich habe sie beiseite gelegt und „vergessen“…

Im Buch „125 Jahre Österreichischer Philatelistenclub Vindobona 1880 – 2005“ habe ich 2 weitere Abbildungen und eine Beschreibung zu diesen Karten gefunden. Die Belege wurden wieder ausgegraben…




Hier  handelt es sich um zollfreie Pakete aus den USA vom 02.08.1949 und vom 08.01.1951. Auf diesen Paketkarten wurde vom Verzollungspostamt Wien 46 „Gebührenzettel“ geklebt – diese waren österreichische postinterne Formulare.  Die auf den Paketkarten verklebte Gebühr nennt sich Zollbenachrichtigungsgebühr und entsprach immer der Portogebühr für einen Inlandsbrief. Vorschrift war, dass die Nachmarken nicht auf den „Gebührenzettel“ geklebt werden durften.

Viele Grüße, Wilma
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Verwendung von Portomarken in Österreich

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