Normalerweise sind ältere Rollenmarken auf Brief nur schwer als solche zu erkennen, unterschieden sie sich von Bogenmarken doch lange Zeit nur durch die rückseitig auf jeder 5. Marke aufgedruckte fortlaufende Nummer, die nach dem Verkleben der Marke verdeckt war. Eine Ausnahme davon bilden Rollenmarken, die als solche eindeutig erkennbar sind; das trifft besonders auf Marken vom Rollenende zu. Zwei solcher Belege zeige ich nachstehend.

Mi. 919 (2) als Rollenendmarke mit Zusatzfrankatur Mi. 695, 916, gelaufen am 26.5.1978 als schwerer Brief (bis 1.000 g) mit Wertangabe von Herzogenrath nach Straubing


Rollenendstreifen der Mi. 916 mit vier zusammenhängenden Marken mit Zusatzfrankatur von zwei weiteren gleichartigen Einzelmarken, gelaufen als Einschreiben am 29.12.1977 von Herzogenrath nach Norderstedt. Das aufgeklebte Porto entspricht einem Brief bis 250 g sowie der Einschreibgebühr, zusammen = 3 DM.
In beiden Fällen wurden die Marken und Rollenendstreifen zunächst auf dem damals üblichen Adressaufkleber für Pakete aufgeklebt (im zweiten Beispiel sieht man das rückseitig sehr gut), bevor damit das Poststück beklebt wurde.