Am 5. November 1961 führte die Schweiz ihre erste amtliche Raktenpostbeförderung durch.
Es wurde nur ein Bruchteil der angelieferten Post tatsächlich mit der Rakete BELLINOZA befördert.
Infolge der Vielzahl der angelieferten Poststücke und infolge des technischen Mißglückens der Versuche und der schlechten Witterung entschloß sich die schweizerische Post, alle rechtzeitig aufgelieferten Poststücke mit dem Abdruck des Postsonderstempels von Bellinoza zu versehen.
Die tatsächlich geflogenen Stücke lassen sich von den nicht geflogenen Briefen nicht unterscheiden.
Die schweizerische Postverwaltung traf diese etwas ungewöhnliche Maßnahme, um keinen der Sammler zu verärgern.
Befördert bzw. mit Sonderstempel versehen wurden:
50.853 Sendungen mit schweizer Frankatur, davon 39.424 nach dem Inland und 11.429 nach dem Ausland adressiert.
20.993 Poststücke mit liechtensteiner Frankatur, davon 14.856 nach dem Inland und 6.137 nach dem Ausland adressiert.
Die schweizerische Post legte 9.000 Vignettenblocks mit je 4 Vignetten auf - Ausgabe ist somit "halbamtlich".

Der Raketenkonstrukteur Gerhard Zucker legte eine private Vignette für die Probestarts auf. Da diese ncht durchgeführt wurden, wurden die Vignetten auf einem Teil der "normalen" Post benutzt.

Quelle: Sieger Raketenpost Katalog 2. Auflage 1969
Frankatur Schweiz


Frankatur Liechtenstein



