Warum meine Händlersolidarität:
ich habe bisher ausschließlich positive Erfahrungen mit "professionellen Händlern" gemacht und kann jedem nur raten dies z.B. bei "wertvolleren" Ausgaben zu tun.
Die Mehrbelastung der Geldbörse ist durch die Qualität und die Freude über das erstandene Material schnell aufgewogen.
Ein Beispiel warum dies ratsam ist:
In einem meiner Stammvereine kam ein Mitglied mit einer
im Internet erworbenen Sammlung Österreich erste Republik inkl. WIPA Block 1933 und Dollfuß 10S zu einem Kaufpreis von 1.500€!!!Da wurde nicht nur ich stutzig.
Als er Teile (Dubletten) dieser "Sammlung" verkaufen wollte und wir diese einem Experten vorlegten, stellte sich rasch heraus, dass es sich dabei um wertlose Fälschungen handelte.
Damit wurde das "Schnäppchen" zum "Fehlkauf".
Anerkannte Händler hätten derartige Ware (wohl) niemals angeboten...
Händler weisen auch darauf hin, ob Marken repariert, nachgummiert, gefalzt oder sonst beeinträchtigt sind.
Meistens bieten sie derartige Ware jedoch gar nicht an - okay "schwarze Schafe" gibt es überall, aber seriöse Händler können sich dies nicht leisten.
"Extreme Überbewertungen"
Dazu könnte ich eine ganze Reihe von Ausgaben anführen - da ich ja auch Motivsammler bin.
Nur kommt es dabei darauf an - wie schon mehrfach erklärt wurde - WO man kauft und WAS man kauft.
Das Wo inkl. Risiken wurde schon ausführlich behandelt, daher noch ein paar Worte zum Was:
Sammlungen sind zumeist weit unter Katalogwert zu erhalten.
Bei fehlenden Spitzen z.B. in Ländersammlungen muss man dann jedoch mit höheren Anschaffungswerten rechnen.
Warum wurde ja schon erklärt.
Dabei liegt es auch am Sammler "was möchte ich": Luxusausgaben oder Massenware?
"Scheinbar überbewertete Ausgaben" bzw. "Sperrwerte aus Sätzen" lose zusammenstellen und "zu sammeln" scheint mir eigenartig...
...wird man spätestens beim Verkauf feststellen - sowas braucht "selten" jemand.
Dadurch erklären sich zusätzlich die "niedrigen" Preise, weil der Verkäufer meistens froh ist, diese Ware loszuwerden.
AUSNAHMEN:
Ein "aktuelles" Beispiel für eine hochbewertete Ausgabe, welche auch zu einem hohen Preis verkauft werden kann.
ANK Nr. 2455 Freimarke Ergänzungswert "Ferienland Österreich" zu 0,07€ vom 2.6.2003.
Im ANK 2008/2009 ist dieser Wert postfrisch mit 5€ pro Stück angeführt.
Der postfrische 100er Bogen hat somit einen Katalogwert von 500€ und steigt jährlich!
Erklärung für das "Phänomen":
Von der 0,07€ Marke wurden "nur" 4.000 Bögen verausgabt, davon sind einige zerteilt worden -> Abonenten etc.
Wen jemand einen 100er Bogen der 0,07€ Ausgabe haben möchte, so wird man diesen mit Sicherheit nicht zum Ausgabepreis von 7€ oder gar darunter bekommen!
Einzelstücke bekommt man noch "relativ" günstig z.B. bei ebay - Bogen habe ich dort aber keinen gefunden...
...und was es nicht oft gibt, hat halt seinen Preis
