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 Die Verwendung von Fiskalmarken in Österreich

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Cantus
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BeitragThema: Die Verwendung von Fiskalmarken in Österreich   Di Okt 27, 2009 1:06 am

Ein wenig beachtetes und auch wenig besammeltes Randgebiet der Philatelie ist die Beschäftigung mit Fiskalmarken. Es gibt sie in vielerlei Größen und Arten, oft heißen sie Stempelmarken, allen gemein ist aber, dass sie die Gebühr für die Ausfertigung einer Rechnung oder eines Dokumentes abdecken. Es gibt sie als Marken zum Aufkleben oder als eingedruckte Gebührenmarke, dann also in ganzsachenähnlicher Form, hier soll aber nur von aufgeklebten Marken die Rede sein.

Es sind keine Briefmarken, denn sie dienten nicht zur Deckung eines Entgeltes zur Beförderung von Poststücken, es kann aber dennoch außerordentlich reizvoll sein, sich mit ihnen zu beschäftigen. Sowohl Menschen, die Freude an alten Dokumenten haben, als auch Heimatsammler, für die solche Belege das Salz in der Suppe sein können, sind die typischen Sammler für diesen Themenbereich. Die Fiskalmarken werden üblicherweise durch überschreiben oder überdrucken entwertet, ganz selten nur durch Abstempelung.

Man sollte Fiskalmarken üblicherweise nur im Zusammenhang mit dem zugehörigen Dokument sammeln, also nicht lose / abgelöst. Das bringt zwar bei der staubfreien Aufbewahrung einige Probleme, denn die meisten Dokumente haben in der Länge etwa dinA3-Format, aber selbst dafür gibt es mitunter geeignete Alben.

Ich zeige nach und nach einige Beispiele, vielleicht finden andere aber auch noch daheim solche Dokumente und lassen uns dann daran teilhaben.

Viele Grüße
Cantus









Eine Rechnung der Firma Josef Gruber aus Aurolzmünster vom 5.4.1899











Totenschein vom 13.2.1922, ausgestellt in der Diözese Wien, Pfarre Baumgarten












Trauungsschein vom 22.11.1903, ausgestellt von der Diözese Wien, Pfarre Hernals










Rückseitig abgestempelt wie folgt





Und auch hier noch die Marke:





Zweisprachiger Heimatschein der Stadtgemeinde Ungarisch Hradisch vom 5.5.1891
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Cantus
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BeitragThema: Re: Die Verwendung von Fiskalmarken in Österreich   Di Okt 27, 2009 11:44 pm

Heute folgt ein Schuldschein, eine damals vermutlich übliche Form der Schuldverschreibung, heute doch wohl eher die Ausnahme. Der Schuldschein trägt außen den handschriftlichen Text des Notars Dr. Josef Schaad aus Litschau, auf den beiden Innenseiten des Dokuments war der grundlegende Text für den Schuldschein bereits vorgedruckt und nur einige spezielle Eintragungen mussten vorgenommen werden.










Das sind die beiden Außenseiten des Dokuments. Für die Ausfertigung war die recht hohe Gebühr von 12 Kronen und 50 Heller zu entrichten, was mittels dreier verschiedener Stempelmarken realisiert wurde.






Abschließend folgen die beiden Innenseiten, der eigentliche Schuldschein.






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Gerhard
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BeitragThema: Re: Die Verwendung von Fiskalmarken in Österreich   Mi Okt 28, 2009 6:42 pm

Mein kleiner Beitrag zu diesem Thema:



Herzliche Sammlergrüße
Gerhard
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Cantus
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BeitragThema: Re: Die Verwendung von Fiskalmarken in Österreich   Do Nov 12, 2009 12:42 am

Ein Teil eines Dokuments aus Prag aus dem Jahr 1912.

Eine der beiden Gebührenmarken ist mangelhaft, aber die Stempel und auch das Siegel sind gut erhalten.









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stip2
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BeitragThema: Re: Die Verwendung von Fiskalmarken in Österreich   So Nov 15, 2009 9:31 am

Nachstehend ein Trauungschein vom 6.5.1926 aus Wien-Hütteldorf
mit einer Gebührenmarke von sage und schreibe 10.000 Kronen.

Man beachte den Gebührensprung (Inflation) vom Trauungsschein vom 22.11.1903 ( Beitrag cantus vom 27.10.09) von 10.000% in 23 Jahren




What a Face What a Face What a Face
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stip2
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BeitragThema: Re: Die Verwendung von Fiskalmarken in Österreich   So Nov 15, 2009 10:14 am

Ganzsachen bei Fiskalmarken!

Habe bei den Fiskalmarken auf nachstehender Rechnung diese als "Ganzsache" mit dem Titel Rechnungsstempel aufgedruckt gefunden.

Rechnung der Detail-Abtheilung der Firma A. Zentler & Sohn vom 14.5.1896 für einen Saco?anzug?



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Cantus
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BeitragThema: Re: Die Verwendung von Fiskalmarken in Österreich   So Nov 22, 2009 8:34 pm

@ stip2

Hallo,
auf Rechnungen findet man eingedruckte Gebührenmarken ähnlich häufig wie aufgeklebte Marken; beides ist sehr reizvoll.

Ich zeige heute eine Rechnung der Firma Emil Prietzel aus Steyr vom 27.12.1911, ausgefertigt für die Firma Piesslinger in Steyrling. Für diese Rechnung betrug die Gebühr nur 2 Heller.





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Cantus
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BeitragThema: Re: Die Verwendung von Fiskalmarken in Österreich   So Aug 29, 2010 11:50 pm

Am 6.Dezember 1888 schrieb sich Karl Pfeiffer als außerordentlicher Hörer bei der K.K.Hochschule für Bodenkultur in Wien ein. Für die Ausfertigung des Matrikel-Scheins musste er 50 Kreuzer bezahlen.




Viele Grüße
Cantus


Zuletzt von Cantus am Di Sep 07, 2010 7:54 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet (Grund : Korrektur)
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Cantus
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BeitragThema: Re: Die Verwendung von Fiskalmarken in Österreich   Di Sep 07, 2010 8:27 pm

Heute ein wunderschönes Briefstück vom 29.5.1906, entwertet mit Stempel vom K.K. CENTRAL-STEMPELAMT WIEN.



Viele Grüße
Cantus
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Gerhard
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BeitragThema: Re: Die Verwendung von Fiskalmarken in Österreich   Do Nov 25, 2010 10:57 pm

Rückseite eines Schuldscheines mit Fiskalmarken 25 kr. und 7 kr:


und er dazugehörige Aufgabeschein über den Betrag von 71 Gulden 17 Kreuzer,
Fingerhutstempel Krems vom 30.12.1877

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Cantus
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BeitragThema: Re: Die Verwendung von Fiskalmarken in Österreich   Mi Dez 08, 2010 6:27 pm

Heute ein hübsches Mitbringsel von der NUMIPHIL.

Eine Waffenbesitzbewilligung vom 11.1.1936, ausgestellt von der Bundes-Polizeidirektion in Wien.





Viele Grüße
Cantus
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Cantus
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BeitragThema: Re: Die Verwendung von Fiskalmarken in Österreich   So Feb 20, 2011 1:33 pm

Ich möchte dieses Thema hier wiederbeleben.

Heute ein Schreiben der Firma M. Fiala an die Gewerbekammer für Niederösterreich in Wien vom 27.8.1920.
Es war eine Gebühr von 2 Kronen zu entrichten.





Rückseitig ist der folgende Zettel aufgeklebt.



Viele Grüße
Cantus
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Die Verwendung von Fiskalmarken in Österreich

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