Kleinstformatige Botschafter
Die freiwilligen Feuerwehren Liechtensteins erhalten mit der ersten Feuerwehr-Briefmarke ein weiteres Zeichen verdienter Wertschätzung. Die Briefmarke soll die Werte Liechtensteins als «Botschafter im Kleinstformat» in die Welt tragen.
Von Richard Brunhart
Für Regierungsrat Martin Meyer war die Präsentation der ersten Feuerwehr-Briefmarke gestern in Schaan ein Höhepunkt, «weil zwei Bereiche, die per se nichts miteinander zu tun haben, plötzlich zusammenkommen und eine Symbiose ergeben.» Einerseits habe die Post ein attraktives Motiv gewonnen, andererseits könne dem Einsatz der freiwilligen Feuerwehr die gebührende Wertschätzung entgegengebracht werden.
Geschätzter Einsatz der Feuerwehr
Für den Regierungsrat, der sowohl für die Post und folglich für die Philatelie sowie für den Bevölkerungsschutz und deshalb für die Feuerwehr zuständig ist, sind beide Bereiche Erfolgsgeschichten. Meyer nutzte die Gelegenheit, die geschäftlichen Fortschritte der Post und die Innovation der Briefmarken-Motive lobend hervorzuheben. Besonderen Dank sprach er den Feuerwehren aus, die in diesem Jahr bereits zu drei grossen Einsätzen ausrücken mussten.
Auch Herbert Rüdisser, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Liechtensteinischen Post AG, lobte den Einsatz der Feuerwehren für das Wohl von Menschen und Tieren. «Die Leistungen der Feuerwehr verdienen unseren höchsten Respekt und unsere Anerkennung. Diese Briefmarke ist euch gewidmet», sagte Rüdisser zu den anwesenden Feuerwehrkommandanten. Bruno Güntensperger, Verwaltungsratspräsient der Post AG, hob hervor, dass die Freiwilligenarbeit derzeit keine Selbstverständlichkeit sei. Ausserdem hob er die erfolgreiche Jugendarbeit und die Bemühungen der Integration von Frauen hervor.
Hochwertige Arbeit
Die Idee einer Feuerwehr-Briefmarke sei von einigen Feuerwehrleuten aufgegriffen worden, führte Rüdisser, selbst ehemaliges aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Schaan, aus. Die Idee habe die Post bereitwillig aufgenomen, als die Philatelie Liechtenstein in die Post integriert wurde. Aus dieser Idee entstand die Serie «Freiwillige Aktivitäten zum Bevölkerungsschutz», von der die erste Briefmarke der Feuerwehr gewidmet ist. Er freue sich, dass die Feuerwehr-Briefmarke im Jahr des 100. Feuerwehr-Verbandstages, der im Juni in Schaan stattfindet, präsentiert werden könne. Zudem widerspiegelt der Nominalwert der Briefmarke von einem Franken diese 100 Jahre.
Die Marke sei sowohl in der künstlerischen Gestaltung wie auch in der Ausführung eine hochwertige Arbeit. Die Gestaltung der Briefmarke und des Bogenrandes stammt von der Schaaner Künstlerin und Grafikerin Evelyne Bermann. «Die Künstlerin hat es hervorragend verstanden, die Feuerwehr in einer für sie typischen Tätigkeit realistisch darzustellen», erklärte Norbert Hasler, Leiter der Philatelie Liechtenstein. Die gewählte Darstellung entspreche der allgemeinen Vorstellung der Arbeit der Feuerwehr, die jedoch neben der Brandbekämpfung auch viele weitere wichtige Aufgaben wahrnehme.

Bedeutung der Philatelie
Die Philatelie sei für die Post ein sehr wichtiges Produkt, erklärte Güntensperger, insbesondere, da der Post die Philatelie sehr viel Freude auch bei der Entwicklung der Motive bereite. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht sei hervorzuheben, welch grosse Kundengruppe mit dem Feuerwehrmotiv angesprochen werden könne. Nicht nur Feuerwehrleute der ganzen Welt, auch viele, die alles, was mit Feuerwehr zu tun hat, sammeln, können angesprochen werden.
«Botschafter im Kleinstformat»
Stolz zeigte sich Rüdisser darüber, dass die Post mit dieser Briefmarke einen Beitrag zum positiven Image Liechtensteins leisten könne. «Gerade jetzt – in einer Zeit, in der deutsche Politiker und Medien versuchen, unser Land und unsere hervorragenden Leistungen mit unlauteren Mitteln ins Abseits zu stellen – finde ich es umso wichtiger, dass wir unsere Leistungen, unsere Werte, international mit Selbstvertrauen und Stolz präsentieren», sagte Rüdisser. Die «Botschafter des Landes im Kleinstformat» könnten vielleicht helfen – wie die Feuerwehren dies im Inland tun – auch den einen oder anderen «Brand» im Ausland zu löschen, erklärte Meyer.
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