Gorgast ist ein recht unscheinbares Dorf, jedoch weithin bekannt durch sein gegen Ende des zweiten Weltkrieges zerschossenes Fort, in desssen Kasematten immer wieder unterschiedliche Veranstaltungen stattfinden.
Gorgast liegt recht nahe der Oder und leicht nördlich der Bundesstraße B 1, die von Berlin kommend nach Osten über Seelow bis nach Küstrin (heute Kostrzyn) führt.

Der Ort wurde 1375 erstmals im Landbuch erwähnt. Heute ist der Ort Teil der Gemeinde Küstriner Vorland. Die Gemeinde Küstriner Vorland entstand am 1. Januar 1998 als Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Gorgast, Manschnow und Küstrin-Kietz.
1584 brannte der Ort völlig nieder und musste neu errichtet werden.
Die heutige Kirche war das erste in der DDR neu gebaute Gotteshaus, es steht deshalb unter Denkmalschutz. 1959 wurde es auf den Grundmauern der 1945 in der Schlacht um Küstrin zerstörten Kirche errichtet.
Ab 1900 produzierte in Gorgast, wie auch in vielen anderen Orten des Oderbruchs, eine Zuckerfabrik.
Im Gorgaster Park, der durch Peter Joseph Lenné angelegt wurde, befindet sich das Denkmal für die gefallenen deutschen Soldaten des Zweiten Weltkrieges. Hier hat auch der am 21. März 1945 gefallene Leutnant von Bülow seine letzte Ruhestätte gefunden.
Gorgast hat heute etwa 850 Einwohner, um 1900 herum waren es noch etwa 1.300 Einwohner gewesen.
















Einige wenige Poststücke aus Gorgast zeige ich an anderer Stelle; sie bilden so den Start in eine Welt der Stempel und Poststücke des Oderbruchs.
Viele Grüße
Cantus