StartseitePortalKalenderGalerieFAQSuchenAnmeldenLogin
Die neuesten Themen
» Druckzufälligkeit, oder Besonderheit
von Rein Heute um 11:39 am

» Flämische Malerei
von muesli Heute um 12:18 am

» Euro 12
von ampf-phil Gestern um 9:18 pm

» Gemälde ganze Welt
von newtopics Gestern um 6:47 pm

» Freskenmalerei
von newtopics Gestern um 6:41 pm

» Germania 30 Pfennig Streifen
von brutuss Gestern um 5:11 pm

» Briefmarken mit Zierfeldern
von Michaela Gestern um 1:13 pm

» Briefmarkensammlungen
von josepha Gestern um 12:56 pm

» Ansichtskarten der Luftschiffe
von nostalgiker Gestern um 10:48 am

» Motiv Eisenbahn im Stempel
von nostalgiker Gestern um 10:45 am

» Vorphilatelie Österreich - Briefe aus der Vormarkenzeit
von muesli Gestern um 12:28 am

» Deutsches Reich April 1933 bis 1945 - Drittes Reich
von Kontrollratjunkie Mi Mai 23, 2012 11:25 pm

» Selbst kreierte Belege / Ankunft ab 2012
von EgLie Mi Mai 23, 2012 8:05 pm

» Deutsche Malerei
von newtopics Mi Mai 23, 2012 3:44 pm

» Aufbau Motivsammlung Malerei
von newtopics Mi Mai 23, 2012 2:40 pm

» Bitte schön stempeln
von muesli Di Mai 22, 2012 2:20 pm

» Schach - das königliche Spiel / Briefmarken
von nostalgiker Di Mai 22, 2012 12:53 am

» "AERO" im Stempel
von nostalgiker Di Mai 22, 2012 12:46 am

» Fahrt zur Weltaustellung: Chicagofahrt Graf Zeppelin 1933
von Polarfahrtsucher Di Mai 22, 2012 12:31 am

» Zeppelin Post
von muesli Mo Mai 21, 2012 11:04 am

» Markenheftchen Spezial-Katalog-Handbuch BRD & Berlin
von Gerald So Mai 20, 2012 7:16 pm

» Posttarife in Österreich nach Ende des 1. WK
von austria1850 So Mai 20, 2012 8:59 am

» Frankreich`s Gemäldemarken
von Kontrollratjunkie Sa Mai 19, 2012 9:39 pm

» Boeing 707
von kawa Sa Mai 19, 2012 8:11 pm

» Fälschungen bei E-Bay
von nostalgiker Sa Mai 19, 2012 9:42 am

» Neuseeland feiert 60 Jahre Königin
von Michaela Sa Mai 19, 2012 8:40 am

» ABC Ruhr vor der Gründung
von nostalgiker Fr Mai 18, 2012 11:05 am

» Zeppelinpost des LZ 127
von Kontrollratjunkie Fr Mai 18, 2012 2:29 am

Kostenloses Verzeichnis für Webkataloge ohne Backlinkpflicht!

 


Austausch | 
 

 Die ersten Briefmarken in Deutschland

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
eurowelter
Ehrenmitglied


Geschlecht/sex: Männlich
Beiträge / Posts: 3673
Alter/age: 62
Browser:
Anmeldedatum: 01.12.09

BeitragThema: Die ersten Briefmarken in Deutschland   Mi Nov 03, 2010 5:41 pm



Die erste Briefmarke Deutschlands wurde seit dem 1. November 1849 im Königreich Bayern ausgegeben. Sie wird üblicherweise als Schwarzer Einser bezeichnet aufgrund der großen Wertziffer und der Farbe der Marke. Der Nominalwert beträgt ein Kreuzer, der damaligen Frankatur für einen Ortsbrief, und für das versenden von Drucksachen wie Preislisten oder Werbebroschüren. Das Motiv wurde von Johann Peter Haseney gestochen, auf handgeschöpftem Papier gedruckt und ist ungezähnt.

Der Schwarze Einser war der kleinste Wert einer ganzen Serie von sehr ähnlichen Marken. Gleichzeitig erschienen die blaue 3-Kreuzer- und die braune 6-Kreuzer-Marke. Zum Erscheinungstermin, am Feiertag Allerheiligen hatten allerdings nur große Postämter geöffnet und bisher ist keine Briefmarke aufgetaucht, die bereits am 1. November verwendet wurden (erkennbar am Stempel- oder Briefdatum).

Die Gestaltung der Marke in schwarzer Farbe bewährte sich nicht, da sie mit schwarzer Stempelfarbe entwertet wurde. Der Schwarze Einser wurde daher schon bald durch eine neue Ausgabe, den rosafarbenen 1-Kreuzer ersetzt, dessen Zeichnung an die 3- und 6-Kreuzer-Marke angepasst wurde. Im Oktober 1851 wurde die Marke vom Schalterverkauf zurückgezogen, blieb aber noch bis zum 31. August 1864 frankaturgültig.

Die beiden SicherheitsmerkmaleDer Schwarze Einser entstand auf zwei verschiedenen Platten, wobei die erste Platte einen unscharfen, groben Druck verursachte. Die zweite Platte von 1850 brachte einen klareren Druck hervor. Beide Auflagen tragen ein unverkennbares Sicherheitsmerkmal, und zwar die Namen des Entwerfers und des Stechers versteckt im scheinbar chaotisch-gemusterten Hintergrund der großen Wertziffer. Bei entsprechender Vergrößerung und jeweiliger Drehung der Marke links neben der 1 auf deren Aufstrich die Initialen PH (Peter Haseney), ebenso wie rechts unten am Fuß neben der 1 kann man bei genauem Hinsehen sogar den Namen des Stechers WEISS in Schreibschrift erkennen.

Die Marke an sich ist stark fälschungsgefährdet, eine Prüfung ist immer zu empfehlen, da gewiefte Fälscher die Initialen und den Schriftzug exakt nachzuahmen wussten. Am bekanntesten sind die Kopien des Fälschers Sperati (1884–1957). Diese Stücke werden von Spezialisten gesucht und erzielen beachtliche Preise.

Die Auflage betrug 832.500 Stück (Platte 1: 472.500, Platte 2: 360.000). Trotz dieser recht hohen Auflage ist der Schwarze Einser bei Sammlern sehr beliebt und erreicht Sammlerwerte von 1000 bis 3000 Euro.

In den folgenden Jahren erschienen weitere Werte der Serie, eine 9-Kreuzer in grün, 12-Kreuzer in rot und 18-Kreuzer in orange. Im Zuge eines Abkommens im Rahmen des Deutsch-Österreichischen Postvereins, die gleiche Druckfarben für gleiche Wertstufen vereinbarte, wurden die Farben der Markenserie nochmals verändert. Die Marke zu einem Kreuzer wurde von da an in gelber Farbe gedruckt.

Eine besondere Rarität ist der sogenannte „Eichstätt-Brief“ mit dem einzig bekannten Sechserblock von schwarzen Einsern. Er wurde 1958 in alten Unterlagen der Stadt Eichstätt entdeckt. Er ist heute im Berliner Museum für Kommunikation zu sehen.



Des weiteren gibt es einen Brief mit zwei Dreistreifen aus Neustadt an der Aisch der am 22. November 2008 von einem bayerischen Briefmarkenauktionshaus für den Preis von 55.000 € (+ Aufgeld) versteigert wurde. Außerdem gibt es noch zwei Briefe mit jeweils 6 einzelnen nebeneinander aufgeklebten schwarzen Einsern aus der gleichen Korrespondenz aus Lauf an der Pegnitz. Einer davon erzielte um etwa 1988 185.000 Mark, der andere wurde in den 1960er Jahren schon für 100.000 Mark verkauft.

Ein Block mit zwölf zusammenhängenden Marken wurde im März 2009 vom Auktionshaus Heinrich Köhler bei einem Gebot von 320.000 Euro versteigert. Das Besondere dieser Marken ist eine kopfstehende Version innerhalb des Drucks.

Einer der wenigen erhaltenen Bögen (mit insgesamt 90 Marken) wurde am 27. März 2010 für 300.000 Euro in Wiesbaden versteigert.

Am 7. Mai 2009 brachte die Deutsche Post eine Sonderwertzeichen mit Zuschlag zum Tag der Briefmarke die den Eichstätt-Brief abbildet heraus. Diese Marke weist als Besonderheit ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal aus. Zwei waagerechte Marken bilden in der Perforation ein Eichenblatt. Zusätzlich sind die Zehnerbögen durchlaufend nummeriert.



Quelle
Nach oben Nach unten
 

Die ersten Briefmarken in Deutschland

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1

Forenbefugnisse:Sie können in diesem Forum nicht antworten
Briefmarken - Forum :: Sonstiges :: Geschichte der Briefmarke-