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| Autor | Nachricht |
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balf_de Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 437 Alter/age: 68 Anmeldedatum: 27.09.10
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 127 Do Jan 19, 2012 10:07 pm | |
| Hallo Saintex! | saintex schrieb: | Darf ich trotzdem in diesem Forum noch was aerophilatelistisches schreiben ?
|
So schnell habe ich bisher noch nirgends auf eine Frage geantwortet, so weit ich mich erinnern kann! Du darfst nicht nur, Du solltest unbedingt! Wenn ich mir überlege, was alleine ich von Deinen perfekten Recherchen profitiert habe!
Als kleines "Dankeschön" zeige ich hier einen Brief nach Argentinien, der immerhin einige Kriterien eines Bedarfsbriefs erfüllt und mir schon deshalb besonders gut gefällt: sonderlich bunt ist er jedenfalls nicht:
  Viele Grüße balf_de |
|  | | Polarfahrtsucher Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 287 Alter/age: 41 Anmeldedatum: 22.06.11
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 127 Fr Jan 20, 2012 12:18 pm | |
| | saintex schrieb: | Genauso habe ich das auch gemeint. Darf ich trotzdem in diesem Forum noch was aerophilatelistisches schreiben ?
|
Hallo Saintex, natürlich bitten wir dich darum! Auch wenn die Frage an Alfred gerichtet war, so denke ich spreche ich für alle, wenn ich mir wünsche mehr Wissen von Dir vermittelt zu bekommen. Schön wäre natürlich auch einen interessanten Beleg aus deiner Sammlung hier sehen zu dürfen.
Hallo Müsli, erstmal Glückwunsch zu deiner neuen Erungenschaft. Wie schon geschrieben halte ich den Beleg für ein schönes Stück zu der gerfragten Weihnachsfahrt zum fairen Preis. Und natürlich liegt es immer am Auge des Betrachters was einem zusagt. Mir jedenfalls gefällt der Satzbrief sehr gut!
Schönen Gruss Klaus |
|  | | muesli Mitglied in Bronze

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 134 Alter/age: 63 Browser:  Anmeldedatum: 24.12.11
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 127 Di Jan 24, 2012 11:44 pm | |
| Hallo Zeppelinfreunde! Ich möchte hier gerne etwas anderes zeigen : während der Rückfahrt von Südamerika nach Friedrichshafen in Oktober 1933 landete der LZ 127 kurz in Chicago und machte ein paar Runden über die Weltausstellung "Century of Progress". Danach ging es auch noch weiter nach Akron / Ohio. Dieser Beleg von Chicago nach Friedrichshafen trägt die schöne Sondermarke der USA Post für diese Fahrt und den Sonderstempel "dispatched from Chicago". Gestempelt in Chicago selbst und Rückseitig in Friedrichshafen und New York. Beste Sammlergrüsse, Raf.   |
|  | | muesli Mitglied in Bronze

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 134 Alter/age: 63 Browser:  Anmeldedatum: 24.12.11
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 127 Mo Feb 06, 2012 11:01 pm | |
| Hallo Zeppelinfreunde, Ich möchte hier eine Ansichtkarte zeigen von Rio de Janeiro nach Görlitz mit LZ 127 in September 1932. Frankiert mit zwei Briefmarken 400 Reis und eine mit Spezial Zeppelin Aufdruck 3$500. Ob das portorichtig ist weiss ich nicht. Vielleicht kann jemand auch etwas mehr sagen über die Stempeln. Der grüne Ankunftsstempel Zeppelin Friedrichshafen kommt mir bekannt vor. Aber der andere ?? Ich habe ein Detailbild mit Stempel und Text angehängt. Beste Sammlergrüsse, Raf.    |
|  | | balf_de Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 437 Alter/age: 68 Anmeldedatum: 27.09.10
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 127 Di Feb 07, 2012 4:37 pm | |
| Hallo Raf.! Jetzt wird es aber höchste Zeit, dass Dein neuer Sieger-Katalog bald ankommt. Denn viele Fragen kannst Du dann leicht selbst beantworten: Die zweite Herbstfahrt des „Graf Zeppelin“ im Jahr 1932 – vom 12.-21. September – war die 6. Südamerikafahrt dieses Jahres. Sieger führt die brasilianische Post dieser Fahrt unter der Nummer 178 (und wertet sie mit 40 Euro). Eine Besonderheit ist zu erwähnen: zum ersten Mal seit der Pionierfahrt 1930 (über die ich besser Bescheid weiß) unternahm man wieder einen Abstecher nach Rio de Janeiro, wo man von Recife aus am 16. September morgens um 9:48 Uhr ankam und nach einem kurzen Aufenthalt für den Postaustausch knapp eine Stunde später wieder nach Recife aufbrach. In Rio de Janeiro gab es im Jahr 1932 noch keine Infrastruktur zur Befestigung des Luftschiffs am Boden und zur Ergänzung der Betriebsmittel. Deine Karte wurde hier an Bord genommen. Das Porto ist richtig: nach einer Portoerhöhung im Jahr 1932 betrug der Anteil der brasilianischen Staatspost für Postkarten 400 statt bisher 300 Reis (Briefe jetzt 700 statt 500 Reis), das Porto für die Beförderung mit dem Luftschiff nach Europa kostete jetzt 3.500 Reis (statt 2.500 im Jahr 1931). Eigens für diese Gebühr wurde die Freimarke MiNr. 306 mit einem Aufdruck „Zeppelin – 3$500“ versehen. Die Auflage dieser MiNr. 369 beträgt 98.278 Stück, der EVT war am 18.April 1932. Sie konnte daher erstmals zur 2. Südamerikafahrt 1932 frankiert werden. Bei dem violetten Stempel, der über den Kartentext abgeschlagen wurde, handelt es sich um den brasilianischen Sonderbestätigungsstempel für diese Fahrt:  Das ist übrigens ein ganz interessantes Kapitel: ein leider schon verstorbener Sammlerfreund aus der Brasilien-ArGE hat mit viel Energie und Ausdauer Belege mit diesen Stempeln zusammengetragen und die unterschiedlichen Stempelfarben mit den Auflieferungsorten analysiert. Die umfangreichen Unterlagen dieser Arbeit – ein kompletter Umzugskarton mit Leitz-Ordnern und Heften ohne einen einzigen Original-Beleg – sind bei mir gelandet. Ich bin derzeit dabei, daraus eine Dokumentation zu entwickeln, die man vielleicht einmal als Literatur-Exponat der Arbeitsgemeinschaft präsentieren kann. Aber bis dahin gibt es noch viel zu tun … Jedenfalls kann ich Dir heute schon bestätigen, dass die violette Stempelfarbe auf Deiner Karte zum Auflieferungsort Rio de Janeiro „passt“. Dass Dir der Friedrichshafener Ankunftstempel (den ich übrigens auf Deiner Karte nicht „grün“ sondern „schwarz“ sehe) bekannt vorkommt, ist kein Wunder: er wurde zusammen mit einem Rundstempel, der ebenfalls die Zeppelin-Beförderung bestätigte, am 19. Juni 1932 eingeführt und ist von da an einer der „normalen“ Ankunftstempel.  Sieger nennt als Stempelfarben für die beiden Stempel "grün" und "schwarz". Fast alle Informationen findest Du - mit etwas Blättern - im Katalog. Lediglich für die Portostufen habe ich die "Commercial Flights to South America" von John Duggan und Jim Graue herangezogen. Viele Grüße balf_de
Zuletzt von balf_de am Di Feb 07, 2012 6:06 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
|  | | muesli Mitglied in Bronze

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 134 Alter/age: 63 Browser:  Anmeldedatum: 24.12.11
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 127 Di Feb 07, 2012 6:04 pm | |
| Hallo balf_de, Wieder einmal herzlichen Dank für Deine Sucharbeit! Jeden Tag warte ich der Briefträger ab für meinem Sieger Katalog (bestellt bei Prophila) aber ich denke er kommt bei diesem Wetter mit Pferdeschlitten ... Ich habe heute noch etwas empfangen : ein Brief von einer der Südamerikafahrten in August 1933 von Rio nach Deutschland. Portorichtig denke ich : 3$500 + 700 Reis. Und wieder ein runder Spezial Stempel "Agosto 1933" Beste Grüsse, Raf.   |
|  | | muesli Mitglied in Bronze

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 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 127 Mo Feb 13, 2012 6:46 pm | |
| Hallo, Und ich habe hier noch ein Beleg von Brasilien nach Liverpool England in September 1933 mit rotem Spezialstempel. Grünen Ankunfststempel Friedrichshafen rückseitig. Bei vielen weitergeleiteten Belege sehe ich aber kein Ankunfsstempel der Endbestimmung (Liverpool). Und musste man dann kein extra Porto dafür zahlen ? Vielleicht kann jemand aufs Forum hier das erklären. Beste Grüsse, Raf.   |
|  | | balf_de Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 437 Alter/age: 68 Anmeldedatum: 27.09.10
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 127 Di Feb 14, 2012 2:01 pm | |
| Hallo Raf.! Irgendwo habe ich schon einmal geschrieben, dass ich die brasilianische Bedarfspost für ein sehr interessantes und zukunftsweisendes Sammelgebiet innerhalb der Zeppelin- und/oder Flugpost der 1930er Jahre halte: es ist relativ viel Material erhalten geblieben, was den Aufbau einer ansehnlichen Sammlung mit relativ geringem finanziellen Aufwand heute noch möglich macht, zumal wir es hier nicht mit seltenen und überteuerten Frankaturen zu tun haben. Was Du uns hier zeigst, ist ein wirklich guter Beginn; ich würde Dich gerne ermutigen, Dich in diese Richtung zu orientieren! | muesli schrieb: | | Und ich habe hier noch ein Beleg von Brasilien nach Liverpool England in September 1933 mit rotem Spezialstempel. | Der Bedarfsbrief wurde auf der 7. Südamerikafahrt 1933 befördert; die Siegernummer ist 233.A). Die rote Farbe des brasilianischen Sonderbestätigungsstempels "passt" zur Condor-Agentur in Recife (Pernambuco), wo er aufgeliefert wurde.
| muesli schrieb: | | Bei vielen weitergeleiteten Belege sehe ich aber kein Ankunfsstempel der Endbestimmung (Liverpool).? |
Ankunftstempel vom Zielort gab es nur für eingeschriebene Sendungen. Ab dem Jahr 1934 entfiel übrigens auch der Friedrichshafener Ankunftstempel; häufig ist es da schwierig, bei südamerikanischer Post die Zeppelin-Beförderung zu erkennen.
| muesli schrieb: | | Und musste man dann kein extra Porto dafür zahlen ? |
Nein, das war nicht nötig: Brasilien war Mitglied des Weltpostvereins (UPU); mit dem Auslandstarif von 700 Reis für 20-Gramm-Briefe war die Beförderung in alle UPU-Mitgliedsländer abgegolten.
Viele Grüße balf_de |
|  | | muesli Mitglied in Bronze

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 134 Alter/age: 63 Browser:  Anmeldedatum: 24.12.11
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 127 Di Feb 14, 2012 6:08 pm | |
| Hallo Alfred! Vielen Dank wieder für Deine interessante Antworte auf meine Fragen. Als kleinen Danke habe ich hier noch ein Südamerika-Beleg angehängt. Brief von Sâo Pâulo nach Budapest Juni 1934. Auf diesem Umschlag stehen rückseitig verschieden Stempeln unterwegs zwischen Friedrichshafen und Budapest : 2 Stempeln aus Berlin und 2 aus Budapest. Vorderseitig ein roter Luftpoststempel Berlin und ein Ungarischer (?) Stempel (Légipostaval Erkezett). Vielleicht keine schlechte Idee Zeppelinpost aus Südamerika zu sammeln. Dieser Beleg habe ich für 7,5 Euro kaufen können. Beste Sammlergrüsse, Raf.   |
|  | | Polarfahrtsucher Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 287 Alter/age: 41 Anmeldedatum: 22.06.11
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 127 Mi Feb 15, 2012 11:01 pm | |
| Hallo, schön hier zu sehen, dass auch die Südamerikanischen Zeppelinbelege ein Platz gefunden haben. Ich habe mich auch dabei ertappt diese Belege etwas stiefmütterlich behandelt zu haben. So weiss ich bisher relativ wenig von diesem interessanten Sammelgebiet. Hier zwei Belege aus meiner Sammlung: Sieger 130 C: Brasilianischer Beleg zu 2. Südamerikafahrt 1931 frankiert mit Zeppelin Aufdruckprovisorium 2500 Reis auf 3000 R Urdruck. Hier taucht die Adresse eines "alten" Bekannten wieder auf.  Und hier Sieger 178: Brasilianischer Beleg zur 6. Südamerikafahrt 1932 ebenfalls frankiert mit Zeppelin Aufdruckprovisorium zu 3500 Reis auf 5000 R Urdruck. Auch hier ist wieder eine gängige Adresse bei Zeppelinbelegen zu finden. Auf der Rückseite hat der Maschinenstempel der Friedrichshafener vom 21.9.1932 seinen Platz gefunden.  Hoffe das Thema kann hier noch etwas weiter geführt werden! Schönen Gruss Klaus |
|  | | saintex Mitglied

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 14 Alter/age: 57 Anmeldedatum: 20.12.10
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 127 Do Feb 16, 2012 8:45 pm | |
| Hallo @muesli,
Dein im Posting vom 14.2.2012 gezeigter Zeppelinbrief dokumentiert den Beförderungsweg des Briefes vorbildlich durch die entsprechenden Durchgangs- und Ankunftsstempel sowie die Luftpostbestätigungsstempel in Deutschland und Ungarn.
Der am 13.6.1934 in Sao Paulo aufgegebene Zeppelinbrief ist mit 4.200 Reis portogerecht frankiert. 700 Reis betrug das UPU-Auslandsporto für einern Brief bis 20 Gramm, 3.500 Reis war der Luftpostzuschlag für einen Luftpostbrief bis 5 Gramm (in Deinem Fall mit Zeppelin befördert) nach Europa.
Der Brief wurde vermutlich auf dem Landweg von Sao Paulo nach Santos an der Küste befördert und von dort mit einem Flugzeug der Syndicato Condor Ltda. nach Recife im Norden Brasiliens. Dort wurde der Brief an Bord von LZ 127 verladen, der am 16.6.1934 um 1 Uhr früh Recife Richtung Europa verliess. Ankunft war in Friedrichshafen am 19.6.1934 12.00 Uhr, was durch den entsprechenden Zeppelin-Ankunftstempel dokumentiert ist.
Der Brief wurde dann noch am gleichen Tag von Friedrichshafen auf dem Luftwege nach Berlin befördert und dort zunächst im Postamt des Berliner Zentralflughafens (Tempelhof) bearbeitet, wie der rückseitig angebrachte Poststempel Berlin-Zentralflughafen 19.6.34. 19-20 (Uhr) belegt. Dort erhielt der Brief auf der Vorderseite zum Nachweis seiner Beförderung auf dem Luftweg einen damals in Deutschland vorgeschriebenen Luftpostbestätigungsstempel in roter Farbe. Vom Flughafenpostamt wurde der Brief dann zum Berliner Zentralpostamt C 2 in der Stadtmitte befördert und dort weiter bearbeitet, was durch den rückseitig angebrachten Stempel Berlin C 2 19.6.34. 20-21 (Uhr) dokumentiert ist. Der im unteren Stempelsegment angebrachte Kennbuchstabe "L" ist übrigens die Abkürzung für Luftpost bzw. Luftpostabteilung. Der Stempel des Berliner Zentralpostamtes mit dem Kennbuchstaben "L" findet sich daher nur auf Luftpostbriefen.
Am 20.6.1934 wurde der Brief dann mit der Lufthansa auf dem Reichspostflug nach Athen über Wien nach Budapest befördert. Planmäßiger Start in Berlin war 7.00 Uhr, Ankunft in Budapest laut Flugplan war 10.20 Uhr. In Budapest erhielt der Brief vorderseitig den ungarischen Flugpostbestätigungsstempel in blauer bzw. bläulich violetter Farbe als Kastenstempel mit dem Text LÉGIPOSTÁVAL ÉRKEZETT (= Mit Luftpost angekommen) und rückseitig den Luftpostankunftstempel des Budapester Postamtes 72 vom 20.6.(1)934 15 (Uhr) sowie - eine Stunde später - den Ankunftstempel des Zustellpostamtes Budapest 62.
Wie Du an Deinem Brief siehst war durch den vom Absender in Brasilien bezahlten Luftpostzuschlag in Höhe von 3.500 Reis nicht nur die Beförderung mit dem Zeppelin von Brasilien nach Deutschland abgedeckt sondern auch die Weiterbeförderung des Briefes von Deutschland aus auf dem Luftwege zum Bestimmungsort in Ungarn (Budapest).
Ich finde es immer wieder beeindruckend wie schnell und reibungslos die Luftpostverbindungen in den 1930er Jahren über Ländergrenzen und Ozeane hinweg funktionierten. Mich würde einmal interessieren, wie lange heute die Laufzeit eines "normalen" Luftpostbriefes von Sao Paulo in Brasilien nach Budapest ist.
MfG
saintex
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|  | | muesli Mitglied in Bronze

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 134 Alter/age: 63 Browser:  Anmeldedatum: 24.12.11
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 127 Do Feb 16, 2012 9:49 pm | |
| Hallo @saintex, Herzlichen Dank für diese interessante Erklärung des Reiseweges dieser Beleg! Die Stempeln haben jetzt eine Bedeutung für mich. | Zitat: | | Ich finde es immer wieder beeindruckend wie schnell und reibungslos die Luftpostverbindungen in den 1930er Jahren über Ländergrenzen und Ozeane hinweg funktionierten. |
In diesem Fall ist es sicherlich beeindruckend wie gut und schnell es funktionierte. Ich habe z.B. im letzten Monat 2 Briefe aus Argentinien bekommen und es dauerte immer 7 Tage zwischen Abreisedatumstempel in Buenos Aires und Ankunft bei mir. Das ist genau so lange wie in 1934. Und dann muss man noch rechnen mit die technischen Möglichkeiten und Beschränkungen damals. Für den Bilderwettbewerb auf dieses Forums habe ich ein Luftpostbrief - kein Zeppelinbeleg - gezeigt von Belgien nach Kongo in 1936. In Oktober 1936 machte man Werbung mit "Service Accéléré" (Schnelldienst) in 5 1/2 Tage! Man hat nur Tags geflogen mit die neuesten und schnellsten Maschinen. Der Flug war aber noch immer in 12 Etappen. Auf die Website von Sabena steht dass es anfangs der 30er Jahre noch 51 Tage dauerte. http://sabena.alpe.be/SabenaHistory.html
Beste Sammlergrüsse,
Raf.
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|  | | muesli Mitglied in Bronze

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 134 Alter/age: 63 Browser:  Anmeldedatum: 24.12.11
 | Thema: echt oder falsch ? Mo Feb 20, 2012 9:40 pm | |
| Hallo Zeppelinfreunde, Dieser Beleg der Nordlandfahrten wird billig angeboten (nicht auf eBay). Zuerst sieht der Beleg nicht schön aus (Bedarfspost ?) aber könnte es auch keine "Zusammenstellung" sein ? Direkt sieht man "Düsseldorf 67" : könnte das 1967 sein ? Der Brief ist am 9. Juli 1930 nach Rejkjavik Island geschickt und der Ankunfsstempel ist Hammerfest (Nordkap, Norwegen) ? Und was mit den Stempeln ? Vielen Dank für Ihre Meinungen, Raf.   |
|  | | Polarfahrtsucher Mitglied in Silber

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 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 127 Mo Feb 20, 2012 10:34 pm | |
| Hallo Raf, der Beleg sieht für mich echt aus. Es handelt sich um die Spitzbergenfahrt 1930 vom 9-11 Juli. Der wird unter Sieger 73 A geführt und mit 70,- Eur Katalogwert bewertet. Da der Beleg nach Island gehen sollte ist die Abgaben/Abwurf über Hammerfest (Norwegen) eigentlich plausibel. Der Beleg könnte aus dem Bedarf sein, jedenfalls gibt es die Firma denke ich heute noch. Düsseldorf 67 steht wohl eher für die Adresse/Postfach. Die DR Sammler wissen sicher besser bescheid. Das Porto ist um 0,25 RM zuviel. Ich denke die 2 RM hätten ausgereicht. Vermutlich dachte man das Porto für einen Auslandsbrief sei zusätzlich erforderlich.
Schönen Gruss Klaus |
|  | | muesli Mitglied in Bronze

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 134 Alter/age: 63 Browser:  Anmeldedatum: 24.12.11
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 127 Fr Feb 24, 2012 9:54 pm | |
| Hallo Klaus,
Vielen Dank für Deine Antwort! Dieser Beleg ist inzwischen meiner Meinung viel zu teuer verkauft worden im Vergleich mit dem Zustand und Katalogpreis. Es kommen noch andere und bessere Gelegenheiten um etwas der Nordlandfahrten zu kaufen.
Beste Sammlergrüsse,
Raf.
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