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 Weinorte in Deutschland

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Gerhard
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BeitragThema: Weinorte in Deutschland   So Jan 23, 2011 11:00 pm

Hörstein (Weinbaugebiet Franken)

Der Weinort Hörstein mit etwa 3.500 Einwohnern liegt ungefähr drei Kilometer südlich von Alzenau am Fuße des Räuschberges. Hörstein gehört zu dem Gebiet, das häufig als "das letzte Schwanzhaar des bayerischen Löwen" bezeichnet wird.




Hörstein liegt am Fuße des Hahnenkamms und gehört somit zu der Übergangszone von den nord-östlichen Ausläufern des Rhein-Mainischen-Tieflandes und dem Vorderen Spessart. Heute hat Hörstein ca. 3400 Einwohner und eine Fläche von 1340 Hektar. Auf den Großlagen Abtsberg und Reuschberg werden auf ca. 50 ha Weinbaufläche hervorragende Weine produziert.



Die Geschichte von Hörstein lässt sich durch mehrere Dokumente sicher belegen. Es wird 850 als Hurstin in einer Evangelienhandschrift der Abtei Seligenstadt, 1139 als Hursten, 1189 als Horsten, 1247 als Horste und seit 1600 als Hörstein in den Urkunden genannt. Lange Zeit war Hörstein mit dem Kloster Seligenstadt verbunden, das nicht nur den Weinbau brachte, sondern auch über Jahrhunderte Gerichts- und Steuerherren stellte. 1975 wurde es im Zuge der Gemeindegebietsreform als fünfter Stadtteil nach Alzenau eingemeindet.

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Gerhard
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BeitragThema: Kitzingen   So Jan 23, 2011 11:16 pm

Kitzingen (Weinbaugebiet Franken) ist als Große Kreisstadt im gleichnamigen Landkreis Sitz des Landratsamtes. Wahrzeichen der historischen Weinhandelstadt im Regierungsbezirk Unterfranken sind der Falterturm mit seiner schiefen Haube, in dem das Deutsche Fastnachtsmuseum untergebracht ist, und die Alte Mainbrücke.
Der runde Turm wurde zwischen 1469 und 1496 als Befestigungs- und Wachturm der äußeren Stadtmauer errichtet und ist heute der am besten erhaltene Teil dieser Wehranlage. Der Turm hat eine Höhe von 52 Metern und ist in sieben Stockwerke aufgeteilt. Besonders auffällig ist die schiefe Spitze des als Baudenkmal geschützten Turmes,[1] der deshalb auch als "schiefer Turm von Kitzingen" bezeichnet wird. Grund für die Neigung der Spitze ist ein Absacken des Dachgebälks, wenngleich lokale Legenden dafür die angebliche Vermischung des Mörtels mit Wein verantwortlich machen.




Die Alte Mainbrücke Kitzingen ist eine Straßenbrücke, die die Stadt Kitzingen mit dem Ortsteil Etwashausen verbindet. Im Jahr 1300 wurde die Alte Mainbrücke und die Stadt Kitzingen erstmals urkundlich erwähnt. Das damalige hölzerne Bauwerk lag im Zuge der Handelsstraße von Frankfurt am Main über Würzburg und Nürnberg nach Regensburg und ersetzte eine Fähre zur Überquerung des Mains an einer Furt.



Das Kitzinger Weingesetz von 1482
Im Jahre 1482 versammelten sich in Kitzingen die Abgesandten der fränkischen Fürsten, der Bischöfe von Würzburg und Bamberg, des Kurfürsten Albrecht Achilles von Brandenburg und die der Freien Reichsstadt Nürnberg. Das Ziel war, der weitverbreiteten Weinpanscherei einen Riegel vorzuschieben. Das am 29. September des gleichen Jahres beschlossene Gesetz legte fest, was im Wein enthalten sein durfte und was nicht. Zuwiderhandlungen wurden bestraft. Wenn etwa gepanschter Wein entdeckt wurde, wurden die Fässer zerstört und eine Buße verhängt. Das Gesetz, bekannt als das Kitzinger Weingesetz von 1482 oder auch als das 1. Fränkische Weingesetz, galt seinerzeit vom Bodensee bis nach Sachsen und machte Kitzingen weithin bekannt.
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Gerhard
Moderator
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BeitragThema: Markelsheim (Weinbaugebiet Württemberg)   Di Jan 25, 2011 7:48 pm

Markelsheim.


Idyllisch gelegener Weinort zwischen ausgedehnten Weinbergen, Feldern und Wiesen, am Zusammenfluß von Lochbach und Tauber. Markelsheim ist mit über 2.000 Einwohnern der größte Stadtteil der großen Kreisstadt Bad Mergentheim. Markelsheim wurde 1054 erstmals urkundlich erwähnt. Die winkeligen Gassen, die liebevoll restaurierten Häuser oder die Befestigungsanlage auf dem Engelsberg zeugen von einer wechselhaften und interessanten Geschichte. Zentraler Punkt ist der Marktplatz. Umrahmt von dem hübschen Rathaus, den Gasthäusern, der alten Dorfschmiede bietet sich dem Gast ein malerisches Bild.


Foto-AK Verlag Foto Sieber, Markelsheim, ca 1970 -
Glockenturm auf dem Engelsberg - Wahrscheinlich ursprünglich Turm einer Sicherungskette im Taubertal. Glockenturm erbaut 1490-1494, Höhe 48 m. Glockenstuhl mit 4 Glocken (älteste Glocke von 1522).


Die ersten Schriftstücke die einen Weinanbau in Markelsheim belegen stammen bereits aus dem Jahre 1096, was auf eine sehr alte Weinbautradition hinweist. Damals wie heute wird auf beste Qualität geachtet - für die Gegend typisch ist der vorzügliche Weißwein, der sich überall großer Beliebtheit erfreut. Die typischen Weinsorten sind Silvaner und Müller-Thurgau. Die Markelsheimer Weine erhalten ihren besonderen Geschmack durch den Muschelkalkboden, welcher im Taubertal typisch ist. Der größte Teil der Winzer ist in der ortsansässigen Genossenschaft „Markelsheimer Weingärtner eG“ organisiert.


Im Wappen u.A. auf Gold ein grüner Dreiberg (die drei Weinberge Tauber-, Roggen- und Osterberg)
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Gerhard
Moderator
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BeitragThema: Bensheim   Fr Feb 04, 2011 1:44 am

Bensheim a.d.Bergstraße (Weinbaugebiet Hessische Bergstraße)
Bensheim liegt an der Bergstraße und ist mit fast 40.000 Einwohnern die größte Stadt des Kreises. Zur Kernstadt gehören die Stadtteile Auerbach, Schöberg und Zell, die 1939 eingemeindet wurden sowie die Stadtteile Fehlheim, Gronau, Hochstädten, Langwaden, Schwanheim und Wilmshausen, deren Eingemeindung im Jahr 1971 erfolgte.
Mit dem Weinbau begannen vermutlich die Römer vor etwa 2.000 Jahren an der Strata montana (Bergstraße). Urkundlich wird der Weinbau erstmals im 8. Jahrhundert im Lorscher Codex (Codex Laureshamensis) erwähnt.


Foto-AK - Mehrbildkarte
Bild rechts: Haus Fleck. Dreigeschossiges schmales Fachwerkhaus, erwähnt 1504 als Fleischerranne, für die offenen Verkaufstände der Metzger. An der NO-Seite seit 1757 die Figur des Hl. Joseph.
Bild links, neben Kirche St. Georg:Roter Turm – erbaut um 1300 im Verlauf der Stadtmauer, ursprünglich ein steinernes Walmdach, 1833 durch historisierenden Zinnenkranz mit Rundbogenfries ersetzt.


Katholische Pfarrkirche St.Georg, Bau einer dem hl. Georg geweihten gotischen Kirche unter Verwendung eines älteren romanischen Turmes, geht zurück auf die Kreuzfahrerzeit. 1826 Abriss unter Erhaltung des alten Turmes, Bau einer dreischiffigen Pseudobasilika im klassizistischen Stil, die 1830 geweiht wurde. Nach Bombenangriff 1945 vollständig ausgebrannt, von 1949 bis 1953 neu errichtet mit den zwei seitlichen Türmen und den Chorflankentürmen.


Maschinenwerbestempel Winzerfest. Bevor die arbeitsreiche Weinlese beginnt, wird das größte südhessische Weinfest in der historischen Altstadt von Bensheim gefeiert. Neun Tage feiern wohl an die hunderttausend Besucher dieses Fest, das die Bensheimer 1929 zum ersten Mal ausrichteten. Rund 160 Weine aus allen Bergsträßer Weinlagen stehen dem durstigen Besucher bereit.


Maschinenwerbestempel Wappen von Bensheim, den H. Georg darstellend, einst Schutzpaton der Stadt Bensheim.


Dalberger-Hof, ehemaliger Adelshof mit dem 1587 erbauten Turm mit geschweifter Haube, Teil der ehemaligen Stadtmauer.


Fraa-vun-Bensem-Brunnen aus dem Jahr 1935. Sagenfigur, alte Frau, die gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges durch einen Graben „hinten herum“ bayrische Soldaten in das von schwedischen und französischen Truppen besetzte Bensheim geführt haben soll. Dazugehört das Sprichwort: „Hinnerum, hinnerum, wie die Fraa von Bensem“


Portofreier Postdienstbrief, Turmspitze des Rodensteiner Hof, alter Adelshof, zwischenzeitlich Rathaus von Bensheim


Zuletzt von Gerhard am Fr Feb 04, 2011 11:49 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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T1000er
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BeitragThema: Der Rothenburger Meistertrunk   Fr Feb 04, 2011 10:52 pm

Ich weiß jetzt nicht ob man Rothenburg o.d. Tauber zu einer deutschen Weinstadt zählen kann - eher nicht!

Aber mit dem Wein hat diese Stadt ihre Zerstörung im dreißigjährigen Krieg verhindern können.
Eigentlich war es der Bürgermeister Georg Nusch der im Jahre 1631 dies verhinderte.
Er trank dreieinviertel Liter Frankenwein in einem Zuge aus.

Kein geringerer als Feldherr Tilly stand mit 60.000 Mann vor der Stadt und die
Stadtherren waren bereits zum Tode verurteilt. Die Rothenburger aber zeigten
Größe und überreichten Tilly den Pokal mit eben dreieinviertel Liter Frankenwein.
Tilly war beeindruckt und versprach die Stadt zu verschonen wenn jemand es schafft
den Pokal in einem Zuge zu leeren.
Der Rest ist Geschichte!

Jedenfalls hat die Stadtverwaltung von Rothenburg zu diesem Anlaß einen schönen Freistempel verwendet.
Mir liegt ein Verwendungszeitraum von 1948 bis 1969 vor.

Francotyp C, (13a) ROTHENBURG ob der TAUBER 2, 02.02.1961

Gruß, T1000er
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Gerhard
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BeitragThema: Heppenheim   Di Apr 05, 2011 8:51 pm

Der Weinbau ist seit Jahrhunderten Tradition in Heppenheim, das auf eine 1250jährige Geschichte zurückblicken kann.


Auf den verschiedenen Bodenarten wachsen zu rund 75 Prozent Weißweine und etwa 25 Prozent Rotweinsorten. Die Buntsandsteinböden des Schlossberges sowie des Steinkopfes bringen fruchtig elegante Rieslingweine hervor, für die die Bergstraße weithin berühmt ist.
Auf den lösshaltigen Böden im Süden der Stadt, gedeiht ein feuriger und kräftiger Spätburgunder Rotwein. Mit einer Rebfläche von 180 Hektar ist Heppenheim die größte Weinstadt an der Bergstraße und dem seit 1971 selbständigen Weinbaugebiet Hessische Bergstraße. Die Hessische Bergstrasse gehört mit rund 450 ha zusammen mit Sachsen zu den beiden kleinsten der 13 deutschen Anbaugebiete.

Kurmainzer Amtshof – Schauplatz der Festspiele Heppenheim
Eröffnet wurden die Festspiele 1974 mit dem Stück "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal vor dem Dom der Bergstraße. Die zweite Spielstätte ist das "Theater im Hof" im Kurmainzer Amtshof vor dem Winzerkeller. Die Zuschauer sitzen, wie zur Zeit "Shakespeares", an Tischen und Bänken und trinken Bergsträsser Wein dazu.
Der Amtshof zählt zu den ältesten Gebäuden der Stadt Heppenheim und besitzt mit seinem Kurfürstensaal auch den repräsentativsten und auch historisch bedeutendsten Raum. Wie sein Name verrät, fanden hier wichtige feierliche Staatsakte statt, u.a. wurden an diesem Ort 1417 der Bischof von Chur gewählt und 1435 der Erzbischof und Kurfürst von Mainz, Dietrich von Erbach, als Kanzler des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation auf Kaiser Sigismund vereidigt. 1948 wurde hier die FDP unter Theodor Heuss gegründet. Die gotischen Ausmalungen in Saal und Kapelle sind weit über den Raum der Bergstraße hinaus von kunsthistorischer Bedeutung und auch der Wert der Architekturmalerei der Renaissance ist nicht zu unterschätzen. Das Ensemble des ehemaligen Kurmainzer Amtshofes stellt eine Sachgesamtheit von übergreifender kulturhistorischer Bedeutung dar.

Werbestempel mit Festspielbühne im Amtshof, Starkenburg im Hintergrund

Auf dem 295 Meter hohen Schlossberg erhebt sich nordöstlich der Heppenheimer Altstadt die Starkenburg. Im Jahre 1065 errichtet, gehört die Burg, nach der später die ganze Region benannt wurde, zu den ältesten des westlichen Odenwaldes.
Die Starkenburg hat in ihrer langen Geschichte viele bauliche Veränderungen erfahren. Die letzte Ausbauphase als Wehrbau fand um 1680 statt. Damals wurden unter anderem Vorwerke, Bastionen und Mannschaftsbaracken (um)gebaut.


Der Bergsträßer Weinmarkt ist eines der bedeutenden Weinfeste Hessens mit überregionalem Bekanntheitsgrad. Der Bergsträsser Weinmarkt findet alljährlich an 10 Tagen vom letzten Juniwochenende bis zum ersten Juliwochenende in der historischen Altstadt von Heppenheim statt.


Rathaus der Stadt, erbaut 1705/06 auf dem Erdgeschoss des 1551 errichteten Vorgängerbaus.


Ein Dachbrand im Jahr 1958 führte dazu, dass zum einen das Dachgeschoss ausgebaut und ein Glockenspiel installiert, zum andern eine durch alle Stockwerke führende hölzerne Treppe eingefügt wurde. Dreigeschossiger Bau mit Satteldach, teilweise Zunftzeichen des späten 17. Jhs.. Die beiden Obergeschosse in schönem Zierfachwerk, zum Platz Erker über geschnitzten Konsolen, Dachreiter mit Glockentürmchen. Im Erdgeschoss ist die mit Sandsteinplatten belegte Halle des Vorgängerbaues noch erhalten, die vier Säulen stammen zum einen Teil von 1551. In der Halle befindet sich seit 1956 der so genannte Schlangenstein von 1460, der Sockel eines verlorenen Kruzifixes, der am südlichen Ortsausgang von Laudenbach gefunden wurde und an den gewaltsamen Tod Ulrichs III. von Kronberg, Burggraf zu Starkenburg, erinnert.
Das Heppenheimer Rathaus war für die Region der Bergstraße von nicht zu unterschätzender Wirkung, ablesbar vor allem darin, dass es im benachbarten Lorsch getreulich kopiert wurde. Baugeschichtlich und baukünstlerisch ist es von überregionaler Bedeutung, für die Heppenheimer Altstadt stellt es einen unschätzbaren städtebaulichen Wert dar.

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Gerhard
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BeitragThema: Fellbach   Sa Apr 16, 2011 10:01 pm

Mit einiger Wahrscheinlichkeit wurde bereits in römischer Zeit auf der Fellbacher Markung Weinbau betrieben. Etwa um die erste Jahrtausendwende dürften dann am Fuß des Kappelbergs „Weingärten" und etwas später am Steilhang „Weinberge" angelegt worden sein.




Der Kappelberg ist ein 469 m ü. NN hoher Bergausläufer des Schurwalds südlich von Fellbach. Während die höchsten Lagen des Bergs bewaldet sind, befinden sich an seinen Berghängen Weinanbauflächen. Die Weinbauflächen werden hauptsächlich durch die Mitglieder der Winzergenossenschaft Fellbacher Weingärtner bewirtschaftet.Vom 13. Jahrhundert an gehörte das inzwischen weinreiche und mit besten Ackerböden gesegnete Fellbach zu den württembergischen Stammlanden. Am Kappelberg waren neben weltlichen Grundherrschaften noch mindestens 16 Klöster, Stifte, Probsteien und Kirchen begütert und hatten Ansprüche auf Abgaben – vor allem an Wein.





Echtfot-AK, Verlag Friedrich Krauss, Fellbach, ungebraucht

Von 1556 an wurden unter den besten Weinen im Stuttgarter Schlosskeller immer wieder Fellbacher genannt, namentlich unter dem „roten Wein burgundisch“ und den „neuen Gewächsweinen“. „Wo die guten Weine des Landes aufgezählt werden, ist der Fellbacher mitgenannt“, stellte die Beschreibung des Oberamts Cannstatt im Jahr 1895 fest. Und dies gilt bis heute.
Das Alte Rathaus. Im Jahre 1592 erbaut und 1912 umgestaltet und erweitert, ist der ehemalige Renaissancebau vor allem wegen seiner Arkaden-Kapitelle und seiner Reliefs im Jugendstil baugeschichtlich bemerkenswert.

Die Fellbacher Weingärtner e.G. ist eine der ältesten Erzeugergemeinschaften im deutschen Südwesten.


Ihr Gründervater Wilhelm Amandus Auberlen entstammt einer angesehenen Fellbacher Schulmeisterdynastie. Vor Gründung der Genossenschaft wurden die Fellbacher Weingärtner von spekulativen Weinkäufern oft um den Lohn ihrer Arbeit gebracht und litten Not. Auberlen erkannte, dass diesen üblen Geschäftspraktiken nur mit höchstmöglicher Weinqualität und gemeinschaftlicher Verwertung der Trauben beizukommen war. Entsprechend waren Freiwilligkeit, Gleichberechtigung, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung die Prinzipien der 1857 gegründeten Weingärtnergesellschaft Fellbach. 1938 ging sie in die Weingärtnergenossenschaft Fellbach über. Und seit dem Frühjahr 2001 firmiert Fellbachs Genossenschaft unter dem Namen Fellbacher Weingärtner e.G.

Der Fellbacher Herbst ist das Heimatfest der Stadt Fellbach, das immer am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet und aus dem Erntedankfest für die Weinernte entstanden ist.






Es beginnt traditionell am Donnerstag mit einer großen Weinprobe und endet am darauffolgenden Montag Abend. Im Gegensatz zu anderen Heimatfesten wird beim Fellbacher Herbst an alkoholischen Getränken nur Wein ausgeschenkt.

Auch für Philatelisten bietet Fellbach eine Heimat:

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Weinorte in Deutschland

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