Sehenswürdigkeiten stehen im Mittelpunkt der Ausgaben vom 3. Februar. Zudem ehrt Deutschland einen großen Tonsetzer zum 200. Geburtstag: Franz Liszt.
Schließlich erscheint ein Folienblatt mit den "Post"-Marken "Schiff" und "Regenbogen" vom 11. März 2010 in selbstklebender Ausführung. Das Folienblatt gestaltete Johannes Graf, es enthält jeweils fünf Stück, die schachbrettartig angeordnet sind. Format: 39 x 22,4 mm; Michel-Nummern: 2848-2849, Folienblatt 13; Philotax-Nummern: 2722-2723, H 117; Bestellnummer NL Philatelie: 008457 (alle Folienblatt "Schiff und Regenbogen")
Temmus Tempel
Eine deutsch-japanische Gemeinschaftsausgabe macht auf das Unesco-Weltkulturerbe aufmerksam.
Zwischen 710 und 784 christlicher Zeitrechnung saß die japanische Regierung in Nara, damals Heijo-kyo genannt. Erstmals bekam Japan damit eine dauerhafte Hauptstadt. Zuvor wählte jeder Kaiser seine eigene Residenzstadt, da nach shintoistischem Glaube ein Ort nach dem Tod eines Menschen als spirituell verunreinigt gilt. Die Bevölkerung Naras stieg stark und erreichte bis zu 200 000 Einwohner, darunter etwa 10 000 Hofbeamte. 784 verlegte der Tenno die Hauptstadt nach Nagaoka-kyo. Der Umzug wurde aber nie abgeschlossen. Stattdessen wechselte die Regierung 794 nach Heian-kyo, vom elften Jahrhundert an als Kyoto bekannt.
Die Nara-Zeit gilt als eine Epoche kultureller Blüte. Zudem setzte Kaiser Shomu den im sechsten Jahrhundert eingeführten Buddhismus durch. Bereits 680 war mit dem Bau des Tempels Yakushi-ji begonnen worden. Kaiser Temmu wollte darin für seine schwerkranke Frau Jito beten. Sie überlebte ihn und bestieg selbst den Thron. Während ihrer Herrschaft erfolgte 697 oder 698 die Vollendung der Anlage, die 718 nach Nara versetzt wurde. Im Laufe der Zeit wurden die meisten Gebäude zerstört. Die heutigen Bauten stammen großenteils aus unseren Tagen.
Originalgetreue Wiederaufbauten entstanden von der Haupthalle und der westlichen Pagode. Sie sind in der Mitte und rechts auf der 55-Cent-Marke zu sehen. Lediglich die östliche Pagode (links) stammt aus dem 7. oder 8. Jahrhundert. Der Sorin auf dem Dach hat nicht nur religiöse Bedeutung, sondern dient auch als Blitzableiter.
Bereits seit 1998 stehen der Tempel und andere Bauten der Alten Stadt Nara auf der Unesco-Liste des Weltkulturerbes.
Regensburger Dom
Ein Auslandsbriefwert zu 75 Cent stellt eines der Hauptwerke der gotischen Architektur in Süddeutschland vor. 1273 begannen die Arbeiten am Regensburger Dom, dessen Vorgängerbau, ein karolingischer Dom, beim großen Stadtbrand um 1250 zerstört worden war. Um 1520 endeten die Arbeiten, ehe im 17. Jahrhundert eine barocke Umgestaltung erfolgte. Diese ließ König Ludwig I. zwischen 1828 und 1841 rückgängig machen. Zwischen 1859 und 1869 entstanden die Türme. Als Jahre der Fertigstellung gelten heute 1870 und 1872, obwohl natürlich am Regensburger ebenso wie am Kölner Dom permanent weitergearbeitet wurde. 2006 trug die Unesco den als Kathedrale St. Peter bezeichneten Bau in die Liste des Weltkulturerbes ein.
Die Nara-Marke erscheint nur nassklebend in Zehnerbogen, während es vom Regensburg-Wert auch ein Folienblatt mit zehn selbstklebenden Marken gibt. Die im Offsetdruck von der Bagel Security Print, Mönchengladbach nach Entwürfen von Dieter Ziegenfeuter hergestellten Marken haben folgende Formate: 44,2 x 26,2 mm (nassklebend), 39 x 22,4 mm (selbstklebend); Michel-Nummern: 2844-2845 (nassklebend), 2850, Folienblatt 14 (selbstklebend); Philotax-Nummern: 2718-2719 (nassklebend), 2724, H 118 (Folienblatt Regensburg).