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 Papierunterschiede bei Alt-Österreich

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AutorNachricht
diezacke
Mitglied


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BeitragThema: Papierunterschiede bei Alt-Österreich   Mi Feb 09, 2011 9:14 pm

Hallo an alle Mitglieder,
zur Zeit bin ich dabei, meine gestempelte Sammlung Österreich, die ich bisher nur einfach zusammengesteckt habe, ordentlich aufzubauen.
Habe mir dazu aus dem Internet ein Vordruckalbum ersteigert.
Nun finde ich dort unterschiedliche Papiersorten. Bei den Marken von Alt-Österreich geht es für mich um die Unterscheidung zwischen "normalem Papier" und "Kreidepapier".
Kann mir jemand erklären, wie die Marken aussehen und wie man die Unterschiede erkennt?
Vielen Dank im voraus für Eure Bemühungen.
Mit besten Sammlergrüßen
Dieter
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zemi1965
Mitglied in Silber


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BeitragThema: Papierunterschiede bei Alt-Österreich   Do Feb 10, 2011 2:42 pm

Für die Freimarken-Ausgabe 1908 (Werte 1 - 35 Heller) "wurde ein glänzendes Kreidepapier verwendet, welches das Markenbild besonders schön zur Geltung brachte ... Ab Februar 1913 wurde dann statt des teuren Kreidepapiers ein gewöhnliches Papier verwendet, wodurch sich auch die Farben etwas veränderten."

So schreibt Dr. Ulrich Ferchenbauer in der 6. Auflage von "Österreich 1850 - 1918" aus dem Jahr 1999 auf Seite 552.



Am Beispiel des 6-Heller-Wertes sieht man die Unterschiede recht deutlich:

Links die Ausgabe "gewöhnliches Papier" in dunkelorangebraun, rechts "Kreidepapier" in braungelb: Beim gewöhnlichen Papier heben sich die Gesichtsflächen farblich kaum vom Hintergrund ab, beim Kreidepapier ist das Gesicht deutlich aufgehellt, beinahe glänzend.

Ein hundertprozentiges Unterscheidungsmerkmal ist - fast - immer das Stempeldatum: Bis Ende Jänner 1913 ist nur Kreidepapier möglich, ab Februar 1913 tritt fast nur mehr gewöhnliches Papier auf.

Viel Freude beim Zuordnen der Marken!
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diezacke
Mitglied


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BeitragThema: Papierunterschiede bei Alt-Österreich   Do Feb 10, 2011 10:39 pm

Hallo zemi1965,
ganz herzlichen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort. Mit dem Bild und Deinen Erläuterungen kann ich mich an die Arbeit machen...
Also nochmals Danke und liebe Grüße nach Österreich!
Dieter
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zemi1965
Mitglied in Silber


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BeitragThema: Papierunterschiede bei Alt-Österreich   Fr Feb 11, 2011 9:01 am

Hallo diezacke,

ein paar Bilder noch zur Verdeutlichung:
links "gewöhnliches Papier", rechts "Kreidepapier"







Vielleicht hilft dir dieses Material noch ein wenig!

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eurowelter
Ehrenmitglied


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BeitragThema: Re: Papierunterschiede bei Alt-Österreich   Fr Feb 11, 2011 10:32 am

Diese Diskussion finde ich als Nicht-Sammler österreichischer Briefmarken sehr spannend! In meinen Tauschalben habe ich tatsächlich auch haufenweise solche Marken auf unterschiedlichen Papiersorten. Deswegen: Herzlichen Dank an die Österreich-Spezialisten!

Eine Frage hierzu: Macht sich das unterschiedliche Papier auch bei der Wertbemessung bemerkbar? (Zu meiner Schande gestehe ich, keinen Katalog über österreichische Briefmarken zu besitzen. So sagt mir auch der hier viel zitierte ANK eigentlich gar nichts. Na ja, typischer Preusse halt - Zwinkern )
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zemi1965
Mitglied in Silber


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BeitragThema: Papierunterschiede bei Alt-Österreich   Fr Feb 11, 2011 11:46 am

Hallo eurowelter,

danke für dein Interesse. Das tut gut.

Die "Wertunterschiede" zwischen den unterschiedlichen Papiersorten liegen für gebrauchte Marken dieser Ausgabe im Cent-Bereich, wobei "gewöhnliches Papier" etwas höher wertet; für postfrische Marken ist keine einheitliche Aussage zu treffen, jede Marke ist gesondert zu betrachten, im MICHEL Österreich-Spezial 2003/04 ist z.B. die 30 h mit 40,- für Kreidepapier und mit 22,- für gewöhnliches Papier notiert.

Übrigens: Für die Bereiche der Monarchie, der 1. Republik, des Ständestaates sowie der Überdruckmarken 1945 sind MICHEL- und ANK-Nummern ident. Du kannst diir also auch mit einem alten MICHEL Europa-West-Katalog einen guten Überblick über diese österreichischen Marken verschaffen.

Herzliche Grüße!
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eurowelter
Ehrenmitglied


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BeitragThema: Re: Papierunterschiede bei Alt-Österreich   Fr Feb 11, 2011 12:45 pm

zemi1965 schrieb:
Hallo eurowelter,
... Du kannst diir also auch mit einem alten MICHEL Europa-West-Katalog einen guten Überblick über diese österreichischen Marken verschaffen.


Hallo "zemi1965",

auch diese Info ist sehr hilfreich. Gut, dass gerade ein preiswert bei Delcampe ersteigerter Michel-Katalog Europa West von 2008 auf dem Weg zu mir ist.

Gerne und interessiert verfolge ich dieses Thread weiter ...
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Papierunterschiede bei Alt-Österreich

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