Bad Rothenfelde. Unter der Last der Briefmarken- und Münzalben biegen sich die Tische: Allen Unkenrufen zum Trotz hat der Großtauschtag der Briefmarkenfreunde Dissen-Bad Rothenfelde immer noch seine Fangemeinde.Es sind jedoch überwiegend ältere Herrschaften, die ihre gezackten oder metallenen Schätze anbieten oder auf Suche gehen.
„Mit dem Besuch“, erklärt Vorsitzender Hans-Günter Overschmidt mit Blick in den gut besetzten Kurhaussaal, „sind wir nicht unzufrieden, wenn man bedenkt, dass Karfreitag ist, dazu herrliches Ausflugswetter herrscht und obendrein noch etliche Konkurrenzveranstaltungen in der Region stattfinden“.
Der Trend bei Briefmarken, stellt er fest, gehe in Richtung China und Russland, auch zu abgeschlossenen Gebieten
Nach Münzen werde „querbeet“ gefragt. Gold und Silber sind begehrt – aber teuer! Auf dem Tisch von Martin Rothe aus Osnabrück hat eine junge Frau aus Barßel-Elisabethfehn eine Tüte mit etwa 50 DDR-Marken entdeckt. Für nur einen Euro wechselt sie den Besitzer: ein Geschenk für die Freundinnen aus Melle, die daneben stehen.
Der 85-jährige Martin Rothe sammelt seit einem halben Jahrhundert bereits Briefmarken. Er ist auch Vereinsmitglied in Osnabrück. Seit vielen Jahren schon besucht er die Tauschtage in Bad Rothenfelde und trennt sich hier für weniger als „en Appel und en Ei“ von Dubletten aus seiner Sammlung. „Philatelie“, sagt er, „ist für mich immer noch ein besonderes Hobby – damit kann man nicht aufhören!“ Zum Volkstrauertag kommt er wieder, dann gibt es an gleicher Stelle den 66. Großtauschtag, wie Overschmidt ankündigt.Quelle
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Liebe Sammlergrüsse
Eure Michaela