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 Zeppelinpost des LZ 129

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Kontrollratjunkie
Moderator
Kontrollratjunkie


BeitragThema: Zeppelinpost des LZ 129   Di Jun 28, 2011 7:06 pm

Heute abend möchte ich gerne eine Anregung des Mitglieds @Polarfahrtsucher aufgreifen und
noch einen weiteren Thread zum schönen Thema Zeppelinpost eröffnen.

Dieser Thread soll eine Zusammenfassung von Belegen und Informationen zum Zeppelin LZ 129 "Hindenburg" sein.
Das ist das Luftschiff, welches durch den grauenvollen Absturz am 6. Mai 1937 im amerikanischen Lakehurst
zu trauriger Berühmtheit gelangt ist und dessen tragisches Unglück den Anfang vom Ende der klassischen Luftschiffahrt darstellt.

Hier sollen dann auch speziell die Belege dieses Luftschiffs besprochen werden.
Viele Belege dieses Luftschiffes sind auch heute noch günstig zu erhalten.
Daher könnten auch die Fahrten dieses Luftschiffs, ähnlich den Postfahrten des LZ 130 "Graf Zeppelin II"
und damit auch dieser Thread als Einstieg in das Sammelgebiet Zeppelinpost dienen.

Es würde mich sehr freuen, wenn Ihr Eure Stücke auch zeigen könntet.
Ergänzungen und Berichtigungen sind ebenfalls immer willkommen.

Gruß
KJ
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Kontrollratjunkie
Moderator
Kontrollratjunkie


BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Mi Jun 29, 2011 1:09 am

Hallo an alle Interessierte,

zum Start des neuen Threads möchte ich hier gleich noch den ersten Beleg vorstellen:

LZ 129 Hindenburg

1. Postfahrt Friedrichshafen - Friedrichshafen
23.03.1936

mit Bestätigungsstempel in Rot

die verwendete Flugpostmarke Mi.Nr. 607
vom Unterrand mit spiegelverkehrter
Plattennummer "5"



Sieger 401 Ab
Michel 6 a


Gruß
KJ

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balf_de
Mitglied in Bronze
balf_de


BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Mi Jun 29, 2011 8:29 pm

Lieber Kontrollratjunkie!

@Kontrollratjunkie schrieb:
Zitat :
Keine Angst: das hier wird kein Roman ...

Schade, Deine "Romane" sind immer ein eingehendes Studium wert und damit zeigst Du immer wieder eindrücklich, wie spannend die Zeppelinpost ist.
Also halte Dich bloß nicht zurück gl .

Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken ... So, das hast Du jetzt davon ...


Hallo zusammen!

Nach dem schönen Beleg von @Kontrollratjunkie von der ersten Postfahrt des „Hindenburg“ möchte ich mich mit einem „Relikt“ aus meiner alten Zeppelinpost-Sammlung gerne hier beteiligen. Den Brief hatte ich in einem größeren Sammlungslot schon ein Jahr zuvor bei einer Auktion verkauft, als ich ihn zufällig bei einem amerikanischen Händler auf einer Briefmarkenmesse wiedertraf. Ohne dass er eigentlich in meine Sammlung passte, habe ich ihn dann zum zweiten Mal gekauft ...

In einem anderen Forum habe ich ihn schon einmal gezeigt und für die Interpretation seiner Beförderung anhand der verschiedenen Durchgangsstempel ein kleines „Rätsel“ formuliert. Da zumindest einer der damals maßgeblich Beteiligten hier bestimmt mitliest, möchte ich die „Lösung“ gleich in diesem Beitrag mitliefern.

Zunächst die „normalen“ Fakten:
Bei der ersten Nordamerikafahrt des neuen Luftschiffs „Hindenburg“ am 6. Mai 1936 wurden wegen des gewaltigen Postaufkommens für diese Fahrt mehrere Postämter mit der Abfertigung der Post beauftragt. Der gezeigte aus Frankfurt stammende Einschreibebrief wurde dort abgefertigt und erhielt daher den roten Flugpost-Bestätigungsstempel mit dem Buchstaben „d“.
Bei Sieger wird er unter der Nummer 406. D) geführt; Michel kennt ihn als LZ129 12) b. Die „12“ sagt aus, dass es laut Fahrtenverzeichnis die zwölfte Fahrt des „Hindenburg“ war.

Jetzt zu der Besonderheit:
Auf den ersten Blick fällt auf, dass er nicht wie üblich an eine Adresse in USA gerichtet ist sondern nach Novo Hamburgo in Brasilien. Wäre er da nicht besser zu einer Südamerikafahrt aufgeliefert worden?

Für die Antwort auf diese Frage möchte ich etwas ausholen:

Im Jahr 1936 brachten die beiden Zeppelin-Luftschiffe „Graf Zeppelin“ und „Hindenburg“ insgesamt 19 mal Post nach und von Südamerika. Hinzu kamen Flugpost-Verbindungen der Deutschen Luft Hansa und der Air France nach Brasilien. Schnelle Postbeförderung nach Brasilien in 3-4 Tagen war damals also durchaus schon Routine. Der gezeigte Brief hätte z.B. am 11. Mai dem „Graf Zeppelin“ zu seiner 3. Südamerikafahrt mitgegeben werden können; er wäre dann schon am 14. Mai in Recife bzw. am 15. in Rio angekommen und sicher ein bis zwei Tage später in Novo Hamburgo ausgeliefert worden.
Warum also der Umweg über Nordamerika?
Neben dem philatelistischen Hintergrund – der in Anbetracht der Frankatur sicher nicht negiert werden kann – könnte das Porto eine Rolle spielen:
Ein Auslandsbrief bis 20 Gramm kostete 25 RPf, die Einschreibegebühr betrug 30 RPf. Dazu kam der Flugpost Zuschlag, der nach Brasilien 1,25 RM betrug – zusammen also 1,80 RM.
Für die Flugpost-Beförderung in die USA gab es aber ab 1936 wesentlich günstigere Konditionen: lediglich 50 RPf Zuschlag waren fällig. Wenn auch in USA Luftpostbeförderung gewünscht war – wie es der Absender hier vorgab – war für die inneramerikanische Strecke ein Zuschlag von 3 Cent oder 10 RPf fällig. Dem entsprechend ist der Brief richtig frankiert: 25 (Auslandsbrief) + 30 (Einschreiben) + 50 (Zeppelin-Beförderung) + 10 (Flugpost in USA) = 1,15 RM. Der Absender sparte 65 Pfennige, nahm aber den wesentlich längeren Laufweg in Kauf.

Unser Brief verließ Frankfurt am 6. Mai mit dem neuen Luftschiff „Hindenburg“ bei seiner ersten Nordamerikafahrt und kam am 9. Mai in New York an. Die Weiterbeförderung Richtung Süden verzögerte sich etwas: die Eastern Airlines flogen am 11. Mai nach Miami. Von dort aus ging es per PanAm über San Juan nach Belem in Nordbrasilien weiter. Spannend ist die Frage, ob das Flugpost-Porto für die Strecke nach Porto Rico noch durch den amerikanischen Zuschlag abgedeckt war oder ob der Brief eigentlich schon in Miami per Dampfer hätte weiterbefördert werden müssen – darüber weiß ich nicht Bescheid. Jedenfalls erfolgte die letzte Etappe nach Belem „kulanzweise“ per Flugpost. Dass es dann noch 9 Tage dauerte, bis unser Brief quer durch Brasilien im südlichen Novo Hamburgo ankam, kann man nachvollziehen – es wäre interessant zu wissen, wie lange man heute ohne Flugzeug für diese Strecke brauchen würde …

Viele Grüße
balf_de


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Kontrollratjunkie
Moderator
Kontrollratjunkie


BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Do Jun 30, 2011 12:57 pm

@balf_de schrieb:
Lieber Kontrollratjunkie!
Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken ... So, das hast Du jetzt davon ...



Lieber balf_de,

vielen Dank für den tollen Beitrag und den Bericht über den zweimaligen Kauf des schönen Stückes.
Es ist doch erstaunlich, daß Du den Brief zuerst wiedergefunden und dann als den ehemals Deinen eigenen Beleg erkannt hast.
Solche Begebenheiten kann es auch nur in Sammelgebieten wie diesem geben.

Wenn ich den Leu weiter reizte, würde ich mich dann auf eine Flut von fundierten Beiträgen einstellen müssen ? oh

Liebe Grüße
KJ
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kawa
Mitglied in Bronze
kawa


BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Do Jun 30, 2011 3:47 pm

@Kontrollratjunkie schrieb:

Wenn ich den Leu weiter reizte, würde ich mich dann auf eine Flut von fundierten Beiträgen einstellen müssen ? oh

@ Hallo KJ, ja bitte versuch es lachen lachen

@ Hallo balf_de, wie immer einfach super.

Danke an beide
Gruss
kawa

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Polarfahrtsucher
Mitglied in Bronze
Polarfahrtsucher


BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Do Jun 30, 2011 3:54 pm

Hallo,
vielen Dank für die Eröffnung diesen neuen Threads. Finde das Thema "Hindenburg" auch sehr faszinierend. Leider konnten nicht mehr viele Fahrten durchgeführt werden und so wird daraus ein überschaubares Thema.

Hier wurden schon sehr schöne Belege gezeigt. Viele Dank!
Finde auch die Geschichte des "verlorenen Sohnes" sehr interessant. Ist ja fast ein kleines Wunder den Beleg nochmals zu finden. Vielen Dank für die vielen Details und Hintergrundinformationen an balf_de !
Finde ich toll, dass du uns hier ein wenig unterstützt und weiterhilftst!

Tja, ein wenig schwierig nach diesem tollen Beleg einen passenden Anschluss zu finden, aber hier mal ein Beleg zur 1. Nordamerikafahrt des LZ 129 die vom 6-15.5.1936 durchgeführt wurde.
Sieger 406 C wegen der Auflieferung von Frankfurt aus. Der Flugpostbestätigungsstempel "c" ebenfalls dazu.
Frankiert mit den beiden Sondermarken für die Nordamerikafahrt der Hindenburg, die extra zu dieser Fahrt herausgegeben wurden. Ob das Porto von 1,25 RM für einen Einschreibebrief gerecht war traue ich mir nicht zu sagen, da brauch ich etwas Hilfe.

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Polarfahrtsucher
Mitglied in Bronze
Polarfahrtsucher


BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Do Jun 30, 2011 3:59 pm

und nochmal Nordamerikafahrt. Diesmal zur Rückfahrt nach Deutschland.



Sieger 409 C wegen dem Maschinen-Ankunftsstempel Typ III auf der Rückseite.
Besonders schön ist hier der amerikanische Sonderbestätigungstempel LAKEHURST-FRANKFURT.

Schönen Gruss
Klaus

P.S. Zeigt her Eure Unikate !
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Kontrollratjunkie
Moderator
Kontrollratjunkie


BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Fr Jul 01, 2011 1:59 am

@Polarfahrtsucher schrieb:

P.S. Zeigt her Eure Unikate !

Hier mein nächstes Unikat, was ja in der Tat jeder Zeppelinbeleg ist.....

LZ 129 Hindenburg

Olympiafahrt
01.08.1936

Auflieferung Frankfurt Rhein - Main
mit Bestätigungsstempel in Rotlila

Sieger 427 Ba
Michel 32 I a

Die Karte ist um einen Reichspfennig überfrankiert, dafür trägt sie einen Viererblock
einer der Olympiamarken.....
Rückseitig ist noch ein Tagesstempel Berlin Zentralflughafen
vom 01.08.36 16 Uhr abgeschlagen.
Kurz vorher wurde die Post, immerhin 120.000 Sendungen, in 20 Postsäcken aus dem Luftschiff abgeworfen.

Der Aufstieg des Luftschiffs in Frankfurt am Main erfolgte um 7.13 Uhr,
die Landung in Frankfurt am Main 21.13 Uhr.


Gruß
KJ




Zuletzt von Kontrollratjunkie am Mi Dez 10, 2014 12:36 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Polarfahrtsucher
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Polarfahrtsucher


BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Fr Jul 01, 2011 8:07 pm

Hallo,
danke KJ fürs zeigen des schönen Beleges! Das ist ja das auch das Tolle, das jeder Beleg ein Unikat für sich ist !
Olympia 1936 auf Briefmarken ist an sich schon ein tolles Thema. Bin nebenbei auch dran ein extra Album zu diesem Thema zu erstellen. Material gibts da einiges. Von den schönen Olympiablöcken, zu den beiden Sondermarken-Serien, über diverse Gedenkblätter bis hin zu den offiziellen Ansichtskarten gibts da einiges Schönes.
Olympia und Zeppelin ist da natürlich eine ganz besondere Kombination.

Hier mal eine Albumseite meiner bescheidenen Sammlung:

Einmal Brief zur Olympiafahrt der Hindenburg mit Block 4 (Braunes Band) sowie Olympiamarken und Luftpostmarke der Hindenburg. Natürlich weit entfernt von portogerecht, allerdings sehr ansprechend wie ich finde.

Zum Zweiten eine der beiden Ganzsachen zu den Sommerspielen portorichtig mit zusätzlichen Luftpostmarken frankiert.

Schönen Gruss
Klaus


Zuletzt von Polarfahrtsucher am Fr Jul 01, 2011 9:07 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Kontrollratjunkie
Moderator
Kontrollratjunkie


BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Fr Jul 01, 2011 8:30 pm

Hallo Klaus,

wenn alle Deine Albumseiten so "bescheiden" aussehen, muss ich mir ja um Deine Sammlung
nun wirklich keine Gedanken machen......

Nur eine Bitte am Rande: Könntest Du nicht die Scans forumkonform bereitstellen ?
Dann würde das ewige Herunterladen entfallen und man kann die Bilder im Beitrag
schön sichtbar vergrößern.

Gruß
KJ
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Polarfahrtsucher
Mitglied in Bronze
Polarfahrtsucher


BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Fr Jul 01, 2011 9:16 pm

Hallo,
danke für den Hinweiss, hab mich schon gewundert warum das nicht einfacher geht.
Glaub ich hab den Dreh jetzt raus prost

Als kleiner Test hier nochmal zwei Olympia Ganzsachen befördert zur Olympiafahrt.


Vielen Dank fürs Lob, auch wenn mir meine Belege langsam ausgehen ... Very Happy

Schönen Gruss
Klaus
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Kontrollratjunkie
Moderator
Kontrollratjunkie


BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Sa Jul 02, 2011 12:27 am

Hallo Klaus,

so ist es mit den Bildern viel schöner, danke Dir.

Die beiden Olympiakarten sind klasse, die Kombination von Elementen mit Olympiadebezug
ist nett anzusehen.
Es ist auch schön und nicht immer der Fall, daß der Ankunftsstempel von Berlin auf der Vorderseite
abgeschlagen wurde. Da entfällt die Kopie der Rückseite für das Albumblatt.

Gruß
KJ
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Polarfahrtsucher
Mitglied in Bronze
Polarfahrtsucher


BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Mi Jul 20, 2011 11:25 pm

Hallo Zeppelinfreunde,

ich möchte Euch hier einen Beleg der Hindenburg zur 10. Nordamerikafahrt vorstellen.
5.-12. Oktober 1936 von New York über Frankfurt nach München.

Sieger 442 A mit bunter amerikanischer Frankatur.

Netter Beleg und wieder ein Beweiss dass Zeppelinbelege auch unter 20 Euro zu haben sind.
Philatelistisch vielleicht nicht sehr anspruchvoll aber dennoch schön anzusehen.



Schönen Gruss
Klaus
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balf_de
Mitglied in Bronze
balf_de


BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Mo Aug 01, 2011 6:14 pm

Hallo zusammen!

Aus gegebenem Anlass möchte ich hier einen kleinen Ausflug in die Champions-League der Zeppelinpost machen.

@Gerhard hat im „Michelwert-Thread“ auf ein interessantes Los der Pfankuch-Auktion vom letzten Samstag hingewiesen, das er in seinem „Pfadfinder-Thread“ schon thematisiert hat:

@Gerhard schrieb:
In einem anderen Thread hat unser Forum-Mitglied @balf-de auf die Pfankuch-Auktion aufmerksam gemacht.
Aktuell wird dort ein Katastrophenbrief von der LZ 129 Hindenburg angeboten, der mein Pfadfinder-Objekt wohl etwas aufwerten würde. Es handelt sich um einen Brief der 1. Nordamerikafahrt 1937, Zuleitungspost aus den Niederlanden, frankiert mit Sechserblock des Höchstwertes aus dem Satz zum Welt-Jamboree 1937 in den Niederlanden, der 12 1/2 c. Marke Hermeskopf. Der Ausrufpreis beträgt 7.000 Euro.


(Quelle: http://www.karl-pfankuch.de/de/i_9241_1356/Deutsches_Reich/A197-1356.html?breadcrumbId=41432309)

Im aktuellen „Michelwerte-Thread“ habe ich ihm versprochen ...

@balf_de schrieb:

Zu dem Thema Niederlande-Zuleitungspost zur 1. Nordamerikafahrt 1937 habe ich noch Informationen in meiner Literatur – ich muss sie nur finden …
Ich werde sie in unserem Thread „Zeppelinpost des LZ 129“ einstellen.
Inzwischen habe ich den fraglichen Artikel gefunden: in der „Zeppelinpost 2008“, dem Mitglieder-Fachmagazin der Zeppelinpost-Arbeitsgemeinschaft, wird ausführlich ein Artikel von Herrn Hallvard Slettebo wiedergegeben, der erstmalig im Jahr 2004 im SOSSI Journal, einer philatelistischen Pfadfindervereinigung, erschienen war. in diesem Artikel geht der Autor auf die niederländische Zuleitungspost zur letzten Nordamerikafahrt des „Hindenburg“ ein.

Wir wissen aus dieser Quelle, dass – anders als bei Michel registriert – insgesamt mindestens 29 aus den Niederlanden zugeleitete (echte!!) Belege, davon 20 vom Rotterdamer Briefmarkenhändler Thoolen aufgelieferte sowie 9 weitere – davon drei an Donald C. Rose adressierte – Belege noch existieren.

Ich kann/darf nicht den gesamten interessanten Artikel hier wiedergeben (30 Seiten!), aber die Abbildungen „unseres“ hier interessierenden Brief-Fragments mit der laufenden Nummer 18 habe ich anliegend gescannt: der Beleg hat sich im Laufe der letzten Jahre sichtlich verändert!



Die „Geschichte“ des Briefs wird wie folgt dokumentiert:
1983 bei einer unbekannten Auktion für 8.300 DM ($ 3.100) + Zuschläge verkauft.
1986 bei der 8. Heinrich-Köhler-Auktion am 11. Oktober für 8.200 DM ($ 4.100) zugeschlagen.
2003 bei der Chiani-Auktion in der Schweiz am 12.-16. Mai für 14.400 SFr ($ 11.200) zugeschlagen.

Die Frankatur mit der „nagelneuen“ MiNr. 203 – Erstverkaufstag am 1. April 1937 – ist portorichtig: 12,5 cent kostete der Auslandsbrief bis 20 g, 60 cent je 5 g waren für die Zeppelinbeförderung von Postkarten und Briefen zusätzlich zu frankieren.

Was @Gerhard vielleicht am meisten interessiert: lediglich zwei der 29 niederländischen Belege zeigen keine „Jamboree-Marken“

Viele Grüße
balf_de

PS: hier ist die Kontaktadresse zur Zeppelinpost-Arbeitsgemeinschaft.
-> http://www.zeppelinpost.de/
Bei entsprechendem Interesse ist es sicher möglich, das genannte Heft aus dem Jahr 2008 noch zu beziehen. (Dafür werbe ich gerne, denn es enthält auch einen Artikel von mir!)
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Gerhard
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Mo Aug 01, 2011 10:38 pm

Hallo @balf_de

Danke für deinen Beitrag und den Hinweis auf die "Zeppelinpost 2008". Ich werde versuchen, das Heft zu erwerben.

Schön, dass die Philatelie so Themenübergreifend sein kann - nicht nur dass du mir bei meinem Zeppelinbrief aus Krems für meine Postgeschichte-Sammlung sehr geholfen hast, habe ich nun auch zu meinem Motiv-Thema "Pfadfinder" wertvolle Information von dir erhalten.

Danke und herzliche Sammlergrüße
Gerhard
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   So Sep 18, 2011 10:51 am

Hallo,
möchte hier einen Beleg zur 1. Nordamerikafahrt der Hindenburg von 1936 zeigen. Da die LZ129 Hindenburg hauptsächlich für die Strecke Deutschland-Noramerika vorgesehen war stellt dieser Eröffnungsflug schon eine Besonderheit da. Extra zu diesem Anlass wurden auch Sondermarken des Ereignisses ausgegeben.
Hier also eine Sieger 407A Bordpost vom 8.5.36 nach New York. Spiegelseitig ist der AK New York vom 9.5.36 zu finden.



Zwei Dinge an diesem Beleg verwundern mich etwas.
1. Es ist eine deutsche Adresse angegeben obwohl der Beleg ja in New York abgestempel wurde. War der Beleg evtl. für die Rückfahrt bestimmt ?
2. Natürlich die Adresse selbst. Der Name Wiegand springt einem sofort ins Auge. Da denkt man natürlich an Karl von Wiegand (Romanze mit Lady Drummond Hay; siehe auch Farewell). Alfred Wiegand könnte also eine Vewandschaft von Karl sein, der ja in Deutschland geboren wurde und in die USA eingewandert ist.
Jedenfalls befand sich Karl von Wiegand und Lady Drummond Hay mit an Bord des Eröffnungsfluges. Siehe auch hier:
http://www.airships.net/hindenburg/flight-schedule/maiden-voyage
Was meint ihr ? Zufall und reine Spekulation ?

Schönen Gruss
Klaus
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Mo Sep 26, 2011 7:02 pm

Hallo Klaus!

Ein schöner Brief – danke fürs Zeigen! Die Passagierliste, die Du „ausgegraben“ hast, kannte ich bisher noch nicht – auch hierfür danke! Deine Vermutung, dass der Brief erst bei der Heimfahrt im Bordpostamt abgestempelt werden sollte, teile ich nicht unbedingt. Der Service für die Briefmarkensammler wurde damals groß geschrieben: Wünsche nach Bordpostentwertung wurden für die übersandten Poststücke termingerecht erledigt, auch Rücksende-Adressen in Deutschland findet man häufig.
Deine Vermutung bezüglich Herrn Wiegand erscheint mir etwas spekulativ: der Name ist nicht selten; auch war es zu dieser Zeit nicht gerade üblich, in diesen Kreisen auf ein Adelsprädikat zu verzichten …
Noch etwas ist mir bei Deinem Brief aufgefallen: selten klar sieht man auf der schwierigen Zeppelinmarke MiNr. 606 das Wasserzeichen (X). Was meinst Du: könnte man diesen Brief unbeanstandet bei eBay einstellen?

Viele Grüße
balf_de
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Mo Sep 26, 2011 8:15 pm

@balf_de schrieb:
Hallo Klaus!
Deine Vermutung bezüglich Herrn Wiegand erscheint mir etwas spekulativ: der Name ist nicht selten; auch war es zu dieser Zeit nicht gerade üblich, in diesen Kreisen auf ein Adelsprädikat zu verzichten …

Hallo Alfred,
vielen Dank für die Antwort. Scheint ja zumindest momentan bei den "Zeppelinern" etwas ruhiger zu sein und so freut mich deine Meinung um so mehr.
Natürlich war meine Vermutung reine Spekulation und die Sache mit dem Adelsprädikat ist vermutlich der Genickbruch meiner Theorie. Sollte es sich wirklich um eine "nähere" Verwandschaft handeln würde man wohl kaum den "von" Zusatz verschwinden lassen. Aber immerhin ... netter Zufall !

@balf_de schrieb:

Noch etwas ist mir bei Deinem Brief aufgefallen: selten klar sieht man auf der schwierigen Zeppelinmarke MiNr. 606 das Wasserzeichen (X). Was meinst Du: könnte man diesen Brief unbeanstandet bei eBay einstellen?
Du hast recht! Das Wasserzeichen 4 ist wirklich klar zu erkennen. Ist mir bei all der Namensforschung gar nicht aufgefallen.
Denke nicht dass es Probleme bei Ebay geben könnte, schließlich ist ja das gleiche Symbol auch auf der Flugpostmarke zu finden und auf beiden Dienstmarkenserien des Dritten Reiches welche ebenfalls unbeanstandet auf der Versteigerungsplattform auftauchen.
Der folgende Beleg würde das Sicherheitsteam bei ebay vermutlich nicht dulden. Über die Gründe kann man vermutlich lange diskutieren. Jedenfalls beschränke ich mich lediglich auf meine Sammelleidenschaft und da gehört halt diese dunkle Epoche der deutschen Geschichte mit dazu.
Ein Beleg der Deutschlandfahrt der Hindenburg 1937. Diese Fahrt wurde wegen schlechten Wetters abgebrochen und so wanderten die Belege mit auf die letzte Fahrt der Hindenburg die in Lakehurst jäh beendet wurde. Die Belege wurden also während der letzten Fahrt der Hindenburg über Köln abgeworfen. Der AK von Köln befindet sich auf der Rückseite.
Zur Frankatur wurde ein Block 7 sowie eine Sondermarke der LZ129 verwendet. Die 1Rpf Hindenburg Marke macht den Beleg mit 1 RM portogerecht.



Schönen Gruss
Klaus
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Di Sep 27, 2011 12:20 am

@Polarfahrtsucher schrieb:


Der folgende Beleg würde das Sicherheitsteam bei ebay vermutlich nicht dulden. Über die Gründe kann man vermutlich lange diskutieren. Jedenfalls beschränke ich mich lediglich auf meine Sammelleidenschaft und da gehört halt diese dunkle Epoche der deutschen Geschichte mit dazu.
Ein Beleg der Deutschlandfahrt der Hindenburg 1937. Diese Fahrt wurde wegen schlechten Wetters abgebrochen und so wanderten die Belege mit auf die letzte Fahrt der Hindenburg die in Lakehurst jäh beendet wurde. Die Belege wurden also während der letzten Fahrt der Hindenburg über Köln abgeworfen. Der AK von Köln befindet sich auf der Rückseite.
Zur Frankatur wurde ein Block 7 sowie eine Sondermarke der LZ129 verwendet. Die 1Rpf Hindenburg Marke macht den Beleg mit 1 RM portogerecht.


Hallo Klaus,

ein toller Beleg zur Deutschlandfahrt der Hindenburg mit dem Block 7 des Deutschen Reiches in portorichtiger Verwendung.
Über Bedarfsmäßigkeit zu streiten verbietet sich hier sowieso.
Und der Brief würde bei Ebay nicht durchlaufen. Nicht wegen des Motivs, sondern wegen der Blockinschrift.
Ob das alles Sinn ergibt oder hier ein (Fast-)Monopolist seine eigenen Gesetze schreibt, bleibt dahin gestellt.

Gruß
KJ
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BeitragThema: 1. Nordamerikafahrt    Di Nov 22, 2011 11:56 pm

Damit das arme Luftschiff LZ 129 Hindenburg hier auch einmal wieder zu seinem Recht kommt,
möchte ich den Brief zur Vervollständigung hier auch einstellen.


LZ 129 Hindenburg

1. Nordamerikafahrt 06.05.1936 - 14.05.1936

Bordpost mit Verwendung eines
entsprechenden Umschlags mit Eindruck

mit Bordpoststempel in schwarz
Type II

Sieger 407 A
Michel 12 k


Gruß
KJ

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BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Fr Nov 25, 2011 12:16 am

Hallo,
im nächtlichen Chat habe ich mich mit einigen Mitgliedern hier sehr gut unterhalten. Bei dieser Gelegenheit hat mich das Mitglied Roreu1 gebeten seinen Zeppelinbeleg zu zeigen und einige Zeilen darüber zu schreiben.

Hier also der Beleg von unserm Forenmitglied Roreu1:


Es handelt sich um die 1. Nordamerikafahrt 1936 des Luftschiffes LZ 129 Hindenburg.

Diese wurde vom 6. bis 14. Mai 1936 durchgeführt. Aufgegeben wurde die Karte in Frankfurt am Main. Dies läßt sich auch am roten Flugpostbestätigungsstempel ableiten. Der Buchstabe zwischen Lufpost und Nordamerika, in diesem Fall ein "c", wurde für die Auflieferung in Frankfurt verwendet. Somit wird die Karte im Sieger Zeppelinkatalog unter der Nummer 406 C geführt.

Die Frankatur von gesamt 65 Rpf ist portogerecht. So wurde für Karten nach Amerkia 15 Rpf, und für die Beförderung mit dem Luftschiff 50 Rpf berechnet. Mit dabei ist die Sondermarke mit Motiv der Hindenburg (Michel 606) zu 50 Rpf die extra für diesen Anlass ausgegeben wurde.

Rückseitig befindet sich noch der Ankunftsstempel von New York mit Datum 9. Mai 1936.
Somit brauchte die Hindenburg nur gut 2 Tage für die Atlantiküberquerung (6.5. abends bis 9.5. morgens), was sicher damals eine beeindruckende Leistung war.

Diese Fahrt war nicht die erste Fahrt der Hindenburg, hatte aber eine grosse Bedeutung. Das Luftschiff war für einen ständigen Flugverkehr zwischen Deutschland und USA vorgesehen. Die Hindenburg war neben ihrem Schwesterschiff der LZ 130 Graf Zeppelin II das größte je gebaute Luftschiff.
Leider ging die gesamte Zeppelinära mit dem Unglück in Lakehurst, etwa ein Jahr später, jäh zu Ende.

Hoffe ich konnte helfen und nochmal Glückwunsch zu diesem historisch bedeutenden Beleg !

Schönen Gruss
Klaus
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BeitragThema: Zeppelinpost des LZ 129   Sa Nov 26, 2011 8:33 pm

Hallo Klaus,
Habe mich sehr gefreut das wir uns wenigstens im Chat kennegelertnt haben und ich meine Karte zumalien konnte.
Meinen besten Dank.

Gruß
Rolf
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   So Nov 27, 2011 12:43 pm

@Roreu1 schrieb:
Hallo Klaus,
Habe mich sehr gefreut das wir uns wenigstens im Chat kennegelertnt haben und ich meine Karte zumalien konnte.
Meinen besten Dank.
Gruß
Rolf

Hallo Rolf,
die Freude liegt ganz meinerseitz, evtl. könnte man sich auf der Briefmarkenmesse in Essen einmal treffen.

Hallo Sammlerfreunde,
hier möchte ich noch einen Beleg der Hindenburg nachschieben. Die gleiche Fahrt wie eben besprochen, allerdings mit einem "D" im Flugpostbestätigungsstempel. Und somit eine Sieger 406 D.
Die Frankatur ist, wie ich finde, gut gelungen. Mit dabei wieder die Heinkel He 70 "Blitz" auf den beiden Lufthansa Jubiläumsmarken sowie der komplete Satz der olympischen Winterspiele 1936.

Nun wieder das Thema Porto. Eigentlich dachte ich überfrankiert da man schließlich den kompletten Satz der Olympiamarken auf den Beleg haben wollte.
Brief nach USA 25 Rpf + 50 Rpf Luftschiff Zuschlag + 30 Rpf Einschreibegebühr - somit wären 1,05 Rpf ausreichend gewesen (bein normaler Gewichtsklasse).
Allerdings ist auf der Rückseite, neben dem Ankunftsstempel von New York am 9.5.36 auch der AK von Bern am 16.5.36 zu finden.
Wurde der Beleg gleich wieder mitgenommen? Zeitlich würde es sich ausgehen da die Ankunft in Friedrichshaften ja der 14.5.36 war. Allerdings fehlt der Stempel von Friedrichshafen. Oder gelangte der Brief auf normalen Wege wieder zurück nach Bern.
Hoffe Alfred schlägt jetzt nicht die Hände über den Kopf zusammen, in Sachen Porto und Beförderungsweg bin ich leider nicht nagelfest. Hoffe auf eine Erklärung.

Vielen Dank
Klaus

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BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   So Nov 27, 2011 9:54 pm

Hallo Klaus!

@Polarfahrtsucher schrieb:
Nun wieder das Thema Porto. Eigentlich dachte ich überfrankiert da man schließlich den kompletten Satz der Olympiamarken auf den Beleg haben wollte.
Brief nach USA 25 Rpf + 50 Rpf Luftschiff Zuschlag + 30 Rpf Einschreibegebühr - somit wären 1,05 Rpf ausreichend gewesen (bein normaler Gewichtsklasse).
Völlig richtig! Ob das Briefgewicht von 5 g "normal" ist, darüber könnte man zwar streiten, aber der Luftschiff-Zuschlag war jedenfalls je 5 Gramm zu bezahlen. Doppelt schwer war Dein schöner Brief aber vermutlich nicht - dann wären ja 1,55 RM angefallen. Also: wie so oft etwas großzügig frankiert ...

@Polarfahrtsucher schrieb:

Wurde der Beleg gleich wieder mitgenommen? Zeitlich würde es sich ausgehen da die Ankunft in Friedrichshaften ja der 14.5.36 war. Allerdings fehlt der Stempel von Friedrichshafen. Oder gelangte der Brief auf normalen Wege wieder zurück nach Bern.)
Genau so war es: Der Brief ging terrestrisch zurück in die Schweiz - innerhalb einer Woche ging das auch per Dampfer. In den späteren Jahren der Zeppelinzeit wurden viele Sammlerbelege als Einschreiben verschickt, weil die Poststücke nur dann einen Ankunftstempel erielten. (Für den Weg zurück per Luftschiff hätte er amerikanisch frankiert werden müssen ...)

Einen vermutlich korrekt frankierten "Doppelbrief" zur 1. NAF 1936 habe ich gefunden. Allerdings nicht aus Deutschland sondern aus Liechtenstein. Dort war das normale Auslandsporto zu frankieren - Karten 20 Rappen, Briefe bis 20 g 30 Rp.; zusätzlich das Luftschiffporto mit 90 Rp. je 5 g.

Der mit Dienstmarken frankierte Brief (Sieger 408.C) wog vermutlich zwischen 5-10 Gramm, dann sind 2,10 SFr. korrekt.


Viele Grüße
balf_de
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Mo Nov 28, 2011 6:55 pm

Hallo,
vielen Dank für die Erklärungen, Alfred. Ich habe mal in meiner Sammlung etwas durchgestöbert, aber "Doppelbriefe" oder andere schwere Briefe kann ich leider, zumindest bei der Hindenburg, nicht mehr finden.
Eigentlich leicht zu erklären, da schwere Briefe hauptsächllich Bedarfspost waren und somit relativ selten sind.

Hier allerdings ein Beleg der Hindenburg von der 1. Südamerikafahrt im April 1936. Hier als Bordpost und somit eine Sieger 403 A. Schön hier das markante Stempledatum vom 1.April (hatte wir doch schon kürzlich  lachen ).

Recht ansprechen die Frankatur. Vor allem wenn man diese in Relation mit dem Porto setzt. Die beiden Hindenburg-Sondermarken mit Gesamt 1,25 RM decken den Luftschiffzuschlag nach Südamerika ab, hinzukommen 25 Rpf für einen Auslandsbrief in Form von Flugpostmarken.

Hier der Beleg:



Schönen Gruss
Klaus
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Zeppelinpost des LZ 129

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