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| Autor | Nachricht |
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balf_de Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 437 Alter/age: 68 Anmeldedatum: 27.09.10
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 129 Di Feb 07, 2012 5:05 pm | |
| Hallo Raf.! | muesli schrieb: | | Und hier eine Ostern-Karte der erste (und letzten) Südamerikafahrt vom Hindenburg von Offenbach nach Buenos Aires. |
Richtig: Ostern war 1937 am 28. März. - Was haben wir eigentlich ohne Internet gemacht
Ganz korrekt: es war die erste - und letzte - Südamerikafahrt von LZ 129 "Hindenburg" im Jahr 1937. Im Jahr zuvor war man insgesamt fünf mal in Rio de Janeiro.
Der Kennbuchstabe "c" im Bestätigungsstempel (den übrigens auch die per Lufthansa-Flugzeugen nach Südamerika beförderten Poststücke zeigen) war in Frankfurt im Einsatz.
Viele Grüße balf_de |
|  | | muesli Mitglied in Bronze

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 134 Alter/age: 63 Browser:  Anmeldedatum: 24.12.11
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 129 Fr Feb 10, 2012 11:27 pm | |
| Hallo Zeppelinfreunde, Von der Olympiafahrt 1. August 1936 sind hier schon Belege gezeigt. Ich möchte gerne auch dieser Beleg zeigen weil hier ein Sonder-Umschlag des LZ 127 Graf Zeppelin gebraucht worden ist für diese Hindenburg Fahrt. Klaus hat schon einmal gefragt ob jemand etwas mehr über diesen Umschlag schreiben könnte. Vielleicht verkaufte die Reederei Umschläge für Zeppelinpost ? Beste Sammlergrüsse, Raf.   |
|  | | muesli Mitglied in Bronze

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 134 Alter/age: 63 Browser:  Anmeldedatum: 24.12.11
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 129 Do Feb 23, 2012 9:21 pm | |
| Hallo Freunde, Ich habe eine Frage wie man an einen Beleg der vielen Südamerikafahrten (Zeppelin und Hindenburg) sehen kann ob es Zeppelinpost ist oder Luftpost ? Ich habe als Beispiel ein Bedarfsbrief aus Belgien 1936 nach Argentinien angehängt. Der rote Stempel findet man auf vielen Briefe nach Südamerika, auch in 1938 und 1939 als keine Südamerikafahrten mehr stattgefunden haben. Rückseitig gibt's ein Stempel aus Frankfurt und dieser konnte stimmen mit einer Fahrt des Hindenburgs. Vom 27. bis 30. August war eine Fahrt der Hindenburg nach Rio. Aber es gibt kein Ankunftsstempel in Buenos Aires. Nur ein Nummerstempel (Briefträgerstempel ?). Kann man diese Zuleitungspost auch zurückfinden in den Zeppelinkatalogen ? Ich hoffe jetzt bald mein seit 31 Januar bezahlten Sieger zu empfangen. Ich habe endlich ein Bericht empfangen dass alles was vorrätig ist aufgeschickt worden ist. Es hat so lange gedauert weil kein Hawid Zuschnitten im Vorrat gewesen sind. Vielen Dank für Ihre Hinweise, Raf.   |
|  | | balf_de Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 437 Alter/age: 68 Anmeldedatum: 27.09.10
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 129 Fr Feb 24, 2012 3:06 pm | |
| Hallo Raf !
Auf den ersten Blick ist Deine Frage einfach zu beantworten (natürlich nur, wenn man einen Katalog hat):
Am 27. August 1936 startete LZ 129 „Hindenburg“ um 4:54 Uhr morgens von Frankfurt aus – dort war ab 1936 die Basis für alle Transatlantikfahrten der beiden Luftschiffe – zur 12. Südamerikafahrt 1936; das war die vierte der „Hindenburg“. Der klar abgeschlagene Durchgangsstempel vom 26. August (heute habe ich schon einmal etwas über meinen Geburtstag geschrieben …) hilft uns bei der Identifizierung. Es handelt sich demnach um einen Zeppelin-Beleg der Siegernr. 432.B).
Aber so ganz einfach ist es nicht: im Jahr 1936 war der Posttransport nach Südamerika zweigleisig organisiert: die inzwischen verstaatlichte Zeppelin-Reederei (DZR) teilte sich die Aufgaben des Posttransports von und nach Südamerika mit der Deutschen Luft Hansa (DLH). Flugzeuge waren schon 1936 wesentlich schneller als die Luftschiffe: mit Zwischenlandungen in Marseille, Sevilla, Las Palmas, Bathurst (Gambia) flogen sie in 48 Stunden nach Natal in Nordbrasilien, während die Luftschiffe dafür 70 Stunden brauchten. Daher waren die Luftschiffe bei der Aufgabenteilung mit den Flugzeugen in erster Linie für die Personenbeförderung und Fracht zuständig, während die Briefpost vorwiegend von der Lufthansa abgewickelt wurde.
Das Bestreben, die Postbeförderung auch wirtschaftlich effizient zu gestalten, führte zu einem kombinierten Transport per Flugzeug und Luftschiff, da die schnellste Verbindung – ganz ohne Luftschiff – (noch) wesentlich aufwändiger war. Aber den Flugzeugen fielen immer länger werdende Teilabschnitte zu.
Im Sommer 1936 gab es ein Problem, das die Logistik der Transporte nachhaltig beeinflusste: bedingt durch den spanischen Bürgerkrieg fiel der Umschlagplatz Sevilla, wo Post vom Flugzeug ins Luftschiff umgeladen wurde, aus: wegen des brennbaren Gases war die Gefahr durch mögliches Gewehrfeuer zu groß für eine Zeppelinlandung. Daher wurde der Treffpunkt mit den Flugzeugen zunächst nach Südfrankreich (Montelimar) verlegt, wenig später, erstmalig bei der hier interessierenden 12. SAF, dann nach Lissabon. Hier kam die „Hindenburg“ am 27. August erst spät abends um 23:30 Uhr an. Das Lufthansa-Flugzeug, das in Frankfurt am 27. 8. kurz nach dem Luftschiff um 5:23 Uhr gestartet war, kam via Marseille nach Lissabon, wo es um 14:07 eintraf.
Dein aus Belgien kommender Brief ist meiner Meinung nach bis Lissabon per Flugzeug befördert worden und wurde hier ins Luftschiff umgeladen, denn nach meiner Kenntnis gab es an diesem Tag keinen Lufthansa-Flug nach Gambia, wo es theoretisch eine weitere Umlademöglichkeit gegeben hätte. Ich sehe ein, lieber Klaus, dass das alles etwas verwirrend ist. Mir ist auch vieles unklar, was die veränderte Postbeförderung in den letzten Jahren der Zeppeline und die Aufgabenteilung mit der Lufthansa anbetrifft. Meine hier weitergegebene „Weisheit“ stammt aus dem sehr empfehlenswerten Buch von John Duggan und Jim Graue „Commercial Zeppelin Flights to South America“. Wenn Du Dich – meiner Empfehlung folgend – für die Bedarfspost von und nach Südamerika interessierst, solltest Du Dir auch dieses Buch zulegen, bei „Philabooks“ wirst Du sicherfündig: -> http://www.philabooks.com/pages/home.asp
Etwas irritierend ist die Tatsache, dass im Sieger-Katalog belgische Zuleitungspost bei der Nummer 432 nicht gelistet ist (was übrigens auch bei den anderen Südamerikafahrten von LZ129 der Fall ist). Ich finde aber keinerlei Hinweis, dass es für die Beförderung von Zuleitungspost generell besondere Regelungen gegeben hätte. Jedenfalls geht aus den Katalog-Anmerkungen hervor, dass die Anfang 1936 eingeführte Restriktion, ausschließlich Drucksachen und keine Zuleitungspost nach Südamerika zu befördern, schon für die 6. SAF 1936 wieder aufgehoben wurde (wobei mir auch nicht klar ist, ob das für LZ 129 überhaupt galt).
Sollte es aber tatsächlich zutreffen, dass es nur noch „durchgeschlüpfte“ Zuleitungspost gab, dann hast Du entweder etwas ganz Besonderes - oder es ist eben doch kein Zeppelinbrief … (was ich aber für unwahrscheinlich halte)
Es tut mir leid , lieber Raf, dass ich hier letztlich passen muss.
Viele Grüße balf_de
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|  | | muesli Mitglied in Bronze

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 134 Alter/age: 63 Browser:  Anmeldedatum: 24.12.11
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 129 Fr Feb 24, 2012 6:52 pm | |
| Hallo Alfred! Vielen Dank für Deine umfassende und wie immer gut dokumentierte Antwort auf meine Frage. Zuerst habe ich eine gute Nachricht : mein seit lange bestellte Sieger Katalog ist heute morgen angekommen! Ich habe ihm schon schnell durchblättert und ich denke dass ich dieses kleine Buch sehr gut nützen kann. Dieser erste "case" ist natürlich nicht einfach für ein Anfänger wie ich. Aber ich denke jetzt auch dass es ein Zeppelin-Brief ist, oder wenigstens teils mit Flugzeug und teils mit Zeppelin abgeliefert wie Du so gut beschrieben hast. Im Sieger steht aber unter die Nummern 432 :"die bei verschiedenen Postämtern aufgelieferte Post erhielt die Bestätigungsstempel mit verschiedenen unterschiedenen Buchstaben wie bei der 1.Fahrt". Und auf mein Brief steht ein roter Stempel mit Buchstabe b (Auflieferung Berlin C 2 ???). Und rückseitig der Stempel von Frankfurt. Das ist doch etwas verwirrend. Und die Zuleitungspost von Belgien (wie von den meisten anderen Ländern) sind nicht mehr im Katalog ab die 4. Südamerikafahrt 1936. Am Anfang (Seite 318) schreibt man aber dass das Teil "Zuleitungspost" noch unvollständig ist und ein erste Versuch. Man fragt dann auch Sammler und Händler zu helfen bei die Ergänzung dieses Teils. Ich habe in meine Belgien-Sammlung noch ein gleicher Brief nach Buenos Aires vom 27.8.36. Dieser Brief konnte natürlich nicht zeitig in Frankfurt sein für die 4. SAM Fahrt und ist mit Flugzeug geliefert worden. Es gibt auch keine Ankunftsstempeln (nur Briefträgerstempel). Dieser Brief hat aber keinen roten Stempel bekommen und rückseitig auch kein Stempel aus Frankfurt. Vielleicht ist der Vergleich zwischen diese 2 Belegen auch interessant für den Sieger Katalog. Beste Sammlergrüsse, Raf.   |
|  | | Polarfahrtsucher Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 287 Alter/age: 41 Anmeldedatum: 22.06.11
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 129 Fr Feb 24, 2012 10:32 pm | |
| Hallo Zeppelinfreunde, Raf hat da wirklich einen interessanten Beleg entdeckt. Bei den späteren Belegen der Zeppeline orientiere ich mich immer an den Stempeldaten. Der Abschlag des Frankfurte Rhein/Main Stempel läst vom Datum her schon auf einen Zeppelinflug schließen. Insofern hatte der frühere Besitzer mit dem Katalogvermerk 432 B wohl recht. Aber ob dies als Beweiß durchgeht? Sieger und auch im Michel werden Zuleitungsbelege von Belgien zu dieser Fahrt jedenfalls nicht aufgeführt, was allerdings nicht umbedingt zutreffend sein muß. Unter einem der Frankfurter Stempel kann man noch einen weiteren Abschlag (Fragment) erkennen. Kann man da bei genauer Betrachtung etwas erkennen? Meist wurden die Ankunftsstempel nur noch bei Einschreibebelegen abgeschlagen, aber evtl. hat sich ja doch noch einer versteckt. | muesli schrieb: | Im Sieger steht aber unter die Nummern 432 :"die bei verschiedenen Postämtern aufgelieferte Post erhielt die Bestätigungsstempel mit verschiedenen unterschiedenen Buchstaben wie bei der 1.Fahrt". Und auf mein Brief steht ein roter Stempel mit Buchstabe b (Auflieferung Berlin C 2 ???). Und rückseitig der Stempel von Frankfurt. Das ist doch etwas verwirrend. |
Stimmt, ist mir auch schon aufgefallen. Allerdings bezieht sich Sieger vermutlich auf die 1. Südamerikafahrt der Hindenburg im Jahr 1936. Zu dieser Fahrt fehlt allerdings eine Zuordnung. Könnte auch sein, dass gewisse Zuleitungen unter (b) zu dieser Fahrt eingeordnet wurden, wie z.b bei Lichtenstein/ 1.Nordamerikafahrt.
Vor kurzem habe ich einen Belelg mit ähnlicher Problematik erstanden: Diesmal zur 1. und einzigen Südamerikafahrt der Hindenburg im Jahre 1937. Sollte sich also um Sieger 451 der brasilianischen Post handeln.
 Die Vorderseite gibt nich umbedingt einen entscheidenden Hinweiss auf einen Zeppelinbeleg, da der Zeppelin/Condor Stempel auch auf anderer Flugpost zu finden ist. Nun auf der Rückseite wird man schon eher fündig. Hier ist wieder der Ankunftsstempel von Frankfurt Rhein/Main mit dem Datum 27.3.37 zu finden.
 Natürlich könnte es auch sein, dass Belege der (normalen) Flugpost am gleichen Tage eingetroffen sind. Die Portosätze sind identisch. Bleibt der Beleg den letzten Beweiss schuldig ?
Schönen Gruss Klaus |
|  | | muesli Mitglied in Bronze

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 134 Alter/age: 63 Browser:  Anmeldedatum: 24.12.11
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 129 Fr Feb 24, 2012 11:06 pm | |
| Hallo Klaus! | Zitat: | Unter einem der Frankfurter Stempel kann man noch einen weiteren Abschlag (Fragment) erkennen. Kann man da bei genauer Betrachtung etwas erkennen? Meist wurden die Ankunftsstempel nur noch bei Einschreibebelegen abgeschlagen, aber evtl. hat sich ja doch noch einer versteckt.
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Der Stempel unter der ersten Frankfurter Stempel ist vom Hauptpostamt in Brüssel. Solch ein Stempel sieht man auch auf dem Flugpostbrief vom 27. August 1936. Leider fehlt ein Ankunftsstempel in Südamerika wie auf Deiner Beleg Ankunft in Frankfurt. Post der vielen Südamerikafahrten (hin- und zurück) und Zuleitungspost dieser Fahrten sieht ein interessantes Sammler-Thema aus!
Beste Grüsse,
Raf.
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|  | | Polarfahrtsucher Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 287 Alter/age: 41 Anmeldedatum: 22.06.11
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 129 Di Feb 28, 2012 6:26 pm | |
| Hallo, hier kein Zeppelinbeleg, dafür aber ein Zigerettenbilder Sammelalbum der 3. Reihe das vor kurzem bei Ebay für sage und schreibe 780,- Euro den Besitzer gewechselt hat  . Es handelt von der LZ 129 Hindenburg und war nur kurze Zeit im Handel, da es nach der Lakehurst Katastrophe zurückgezogen worden ist. Somit eine Rarität und scheinbar für Sammler von besonderem Interesse. Hier der Link: http://www.ebay.de/itm/280816242087?ssPageName=STRK:MEWAX:IT&_trksid=p3984.m1423.l2649 und noch ein paar Bilder der Auktion:    Schönen Gruss Klaus |
|  | | muesli Mitglied in Bronze

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 134 Alter/age: 63 Browser:  Anmeldedatum: 24.12.11
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 129 Di Feb 28, 2012 10:00 pm | |
| Hallo Klaus, | Zitat: | hier kein Zeppelinbeleg, dafür aber ein Zigerettenbilder Sammelalbum der 3. Reihe das vor kurzem bei Ebay für sage und schreibe 780,- Euro den Besitzer gewechselt hat
|
Und hast Du die Versandkosten angesehen : von Deutschland nach Belgien mit DHL Paket 153,40 Euro : das Büchlein wird wahrscheinlich mit Zeppelin NT verschickt und zu Hause abgeworfen ?
Hallo zusammen!
Unser Freund Polarfahrtsucher hat schon einige Belege der 1. Nordamerikafahrt gezeigt. Ich möchte das etwas ergänzen mit eine Karte vom Bordpost auf der Rückfahrt nach Friedrichshafen. Damit ein Siegernummer 407C. Auf die Bildseite steht auch noch ein Stempel H E Sieger, Lorch.
Beste Sammlergrüsse,
Raf.


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|  | | muesli Mitglied in Bronze

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 134 Alter/age: 63 Browser:  Anmeldedatum: 24.12.11
 | Thema: Anfängersfrage : Auslandbestimmung Zeppelinpost Mi März 14, 2012 9:52 pm | |
| Hallo Zeppelinfreunde, Unser freund Klaus hat schon ein schöner Beleg der ausgefallene Deutschlandfahrt am 1. Mai 1937 gezeigt mit Hitlerblock (Bl. 7). Ich habe ein ähnlicher Beleg ersteigern können aber adressiert in Wien. Damit meine (Anfänger-)Frage : macht man ein Unterschied in Belege mit Auslandbestimmungen ? Im Sieger-Kataog steht etwas über Zuleitungspost (Vertragsstaatenpost und Mitläuferpost), nicht ganz deutlich für mich aber ich denke dass es nur geht um Briefe und Karte von Länder (und mit Briefmarken dieser Länder) wo die Zeppeline nicht gelandet sein auf die bestimmte Fahrt. z.B. Aus Belgien nach Argentinien, zuerst mit Flugzeug nach Frankfurt und dann mit Zeppelin nach Buenos Aires. Ich finde aber nichts von Belege gesendet nach anderen Länder als die Landungsbestimmung der Fahrt. In diesem Fall ein Brief mit Deutsche Briefmarken gesendet nach Wien auf die Deutschlandfahrt. Und die Bestimmung der Deutschlandfahrt war nicht Österreich denke ich. Es steht auch keine Adresse der Absender und damit vermute ich dass der Absender und Adressierte die selbe Person ist. Und noch eine Besonderheit : es gibt 2 verschiedenenen Stempeln aus Wien auf diesem Brief. Im Michel steht für diese Fahrt folgendes : Abwurf Köln Frankfurt/Main Aufl. mit Best.St und Ausf.St. Und dann auch noch : Mitläufer und Vertragsstaaten : Belgien, Liechtenstein, Österreich. Meint man Post aus diesen Ländern oder nach diesen Ländern ? Für mich ist das alles noch nicht klar. Spielt die Endbestimmung keine Rolle ? Beim LZ 127 habe ich auch so etwas gezeigt : Ein Brief der Mittelmeerfahrt aus Deutschland mit Abwurf in Sevilla (Stempel) und Bestimmung Ägypten (leider ohne Stempel). Beste Sammler-Grüsse, Raf.   |
|  | | Kontrollratjunkie Moderator

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 847 Alter/age: 44 Anmeldedatum: 24.01.08
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 129 Do März 15, 2012 11:13 am | |
| | muesli schrieb: |
Im Sieger-Kataog steht etwas über Zuleitungspost (Vertragsstaatenpost und Mitläuferpost), nicht ganz deutlich für mich aber ich denke dass es nur geht um Briefe und Karte von Länder (und mit Briefmarken dieser Länder) wo die Zeppeline nicht gelandet sein auf die bestimmte Fahrt. z.B. Aus Belgien nach Argentinien, zuerst mit Flugzeug nach Frankfurt und dann mit Zeppelin nach Buenos Aires. Ich finde aber nichts von Belege gesendet nach anderen Länder als die Landungsbestimmung der Fahrt.
Im Michel steht für diese Fahrt folgendes : Abwurf Köln Frankfurt/Main Aufl. mit Best.St und Ausf.St. Und dann auch noch : Mitläufer und Vertragsstaaten : Belgien, Liechtenstein, Österreich. Meint man Post aus diesen Ländern oder nach diesen Ländern ? |
Hallo Raf.,
zu Deiner Frage hinsichtlich der Auslandsdestination habe ich im Thread zum LZ 127 geantwortet, weil mir der Beleg dazu passend erschien. Zur Unterscheidung von Destination und Zuleitung hast Du es m.E. richtig beschrieben, zumindest aus meiner Laiensicht. Auf die Schnelle habe ich in beiden Katalogwerken auch keine Kurzerläuterung gefunden. Zuleitung nennt man die Belege, die aus anderen Ländern zu einer Fahrt gesandt wurden. Es gibt die Vertragsstaatenbelege, also Poststücke aus Ländern, mit denen man entsprechende Postverträge abgeschlossen hatte. Dazu die Mitläuferpost aus Ländern ohne Vertrag oder vor Vertragsabschluss. Je exotischer der Staat (auch in Europa), desto seltener und teurer sind die Belege. Ich hoffe, es richtig erklärt zu haben......
Gruß KJ |
|  | | muesli Mitglied in Bronze

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 134 Alter/age: 63 Browser:  Anmeldedatum: 24.12.11
 | Thema: schwungvolle Handschrift Do Apr 12, 2012 5:33 pm | |
| Hallo Zeppelinfreunde, Beim Thread der LZ 127 Zeppelinpost hat balf_de uns gestern zwei Belege gezeigt mit die schwungvolle Handschrift eines schwedischen Händlers. Ich habe hier ein Brief angehängt von der Rückfahrt des Hindenburgs auf seine erste N-Amerikafahrt 1936. Sehr gewöhnlicher Brief der Amerikanischen Post. Aber was auffällt is die sehr schöne mit der Hand geschriebene Adresse. Eben die Hausnummer ist künstlich in die Adresse verarbeitet. Damit augt solchem Beleg etwas ganz anderes als die sehr vielen Belege mit durch Schreibmachine gemachten oder sogar gestempelten Adressen. Beste Sammlergrüsse, Raf.   |
|  | | balf_de Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 437 Alter/age: 68 Anmeldedatum: 27.09.10
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 129 Fr Apr 13, 2012 2:38 pm | |
| Hallo Raf.!
Zu diesem „sehr gewöhnlichen“ Brief kann man Dir nur gratulieren!
Das wäre doch eine Titelseite für eine Ausstellungssammlung (oder ein „Bild des Monats“ hier im Forum, wenn ein passendes Motiv gesucht wird).
Auch ich habe als Schüler noch gelernt, mit der Redisfeder kalligraphisch zu schreiben; schade, dass man so etwas später wieder verlernt. Denn Du hast natürlich völlig Recht, dass eine solche Adresse wesentlich attraktiver ist als eine noch so perfekt gedruckte.
Auch die hübsche dreifarbige Frankatur wurde liebevoll ausgewählt. Als Belohnung gab es von der Zeppelin-Gesellschaft einen perfekten Sonderbestätigungsstempel. Schade, dass die amerikanische Post nur den Maschinenstempel zur Verfügung hatte – aber bei Deinem Brief sieht sogar der Wellenstempel gut aus …
Viele Grüße |
|  | | nostalgiker Mitglied in Bronze

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 95 Alter/age: 61 Anmeldedatum: 03.04.12
 | Thema: Re: Zeppelinpost des LZ 129 Fr Apr 13, 2012 10:41 pm | |
| Da stimme ich balf_de zu: Ein wirklich schöner Erst-Flug (Fahrt)-Brief, den die Zeppelingesellschaft sauber für Philatelisten gestempelt hat. Auch ich lernte in den ersten Schulklassen noch, mit der Feder zu schreiben.
Im Zeichen der Computer gibt es ja auch die Möglichkeit, diese Schriftarten "nachzubauen". Für den einen oder anderen Sammler kann das zum "Aufhübschen" seiner Sammlung auf selbst kreierten Seiten sehr schön aussehen.
Auf dem Messestand von "Kniffka" habe ich heute weitere schöne Exemplare der Zeppelinpost des LZ 129 sehen können.
Philatelistische Grüße Willy
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