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 Zeppelinpost des LZ 129

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balf_de
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Mi Okt 01, 2014 10:40 pm

Hallo Klaus,

@Polarfahrtsucher schrieb:
So weit ich in Sachen Portgebühren aus Liechtenstein infomiert bin, könnte es aber auch so gewesen sein:
30 Rappen Porto Fernbrief (bis 20 gr)
270 Rappen Porto Zeppelinbeförderung (3x 90 Rappen pro 5 gr.)
300 Rapppen Porto; und somit portogerecht bei 15 gr. Gewicht.

Ich denke, du hast völlig Recht – gewohnheitsmäßig denkt man bei solchen Belegen immer zuerst an das Mindest-Porto für 5-Gramm-Briefe. Deine Rechnung geht auf!

@Polarfahrtsucher schrieb:
Auch der Bestimmungsort in San Salvador ist eher ungewöhnlich. Wurde auch hier versucht sich die Portokosten (wie bei Alfred´s Brief ebenfalls nach Südamerika) zu sparen?
Ganz so abwegig scheint mir der Gedanke jedenfalls nicht.

Sicher nicht. Aber ich bezweifle, dass der Brief nach El Salvador via Rio de Janeiro in diesem Fall schneller gewesen wäre. Leider lässt sich das Ankunftsdatum nicht sicher bestimmen; es war wohl der 18. Mai - 9 Tage Laufzeit ab New York sind wohl realistisch. Es ist ohnehin ungewöhnlich, dass bei einem nicht eingeschriebenen Brief ein Ankunftsdatum am Bestimmungsort abgeschlagen wurde.

@Polarfahrtsucher schrieb:
Findet ihr die Abweichung von der Norm?

Ich denke, es ist recht ungewöhnlich, dass die Liechtensteiner Marken einen deutschen Entwertungsstempel von der Auslandsstelle in Frankfurt am Main zeigen  - statt aus Vaduz oder Triesenberg ...

@Polarfahrtsucher schrieb:

Aber umso mehr freue ich mich auf den erwähnten neuen "ganz besonderen Beleg".
Möchtest du uns diese Stück mal zeigen?  ja Bitte  ja Bitte  ja

Da möchte ich noch um etwas Geduld bitten. So seltsam es klingt, die beiden Briefe, um die es mir da geht, passen nicht so richtig in einen der vorhandenen Threads – obwohl es sich eindeutig um Zeppelinbriefe „meiner“ Fahrt handelt. Ich brauche noch etwas Zeit ...

... Zumal ich heute nach einer von der Telekom gründlich verpfuschten Umstellung von ISDN auf IP-Telefonie erstmals seit einigen Tagen wieder telefonieren kann und – mindestens genau so wichtig – wieder Zugang zum Internet habe. Das Problem ist übrigens nach zwei Monaten nach wie vor nicht vollständig gelöst, aber jetzt brauche ich (nicht nur deswegen) erst einmal ein paar Tage Urlaub ...

Viele Grüße
Alfred (balf_de)

PS: Übrigens gibt es bei Palmer (54. Auktion am 25.10.) als Losnr. 5430 einen deiner "Nachfrankatur" der Siegern. 405 ganz ähnlichen Beleg. Da sind wohl einige Adressaten nachträglich zur Kasse gebeten worden!
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Polarfahrtsucher
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Fr Okt 03, 2014 11:55 am

Hallo Sammlerfreunde, Hallo Alfred,

@balf_de schrieb:

Da möchte ich noch um etwas Geduld bitten. So seltsam es klingt, die beiden Briefe, um die es mir da geht, passen nicht so richtig in einen der vorhandenen Threads – obwohl es sich eindeutig um Zeppelinbriefe „meiner“ Fahrt handelt. Ich brauche noch etwas Zeit ...

Nun da warte ich natürlich gerne. Auch wenn du jetzt die Sache noch spannender machst Zwinkern !

@balf_de schrieb:

Ich denke, es ist recht ungewöhnlich, dass die Liechtensteiner Marken einen deutschen Entwertungsstempel von der Auslandsstelle in Frankfurt am Main zeigen  - statt aus Vaduz oder Triesenberg ...

Ja in der Tat. Da fragt man sich schon wie es zu dieser Begebenheit gekommen ist. Vermutlich ist der Brief in Liechtenstein durchgerutscht und die Marken wurden dort nicht entwertet. In Frankfurt wurde der Fehler bemerkt und die Frankatur nachentwertet.

Aber was ist bei meinem nächsten Brief mit recht ähnlicher Besonderheit passiert?





Der Brief wurde mit der Sondermarke aus Liechtenstein in der Schweiz aufgegeben. Auch der Einschreibezettel stammt von Basel. Frage an unsere "Schweiz Experten": War es zulässig in der Schweiz auch die Marken von Liechtenstein zu verwenden?

Und noch was fällt auf. Der Brief ist eigentlich unterfrankiert. Stimmt die Gewichtsangabe (neben dem roten Flugpoststempel) von 7 gr. wären inkl. Einschreibegebühr doch 240 Rappen fällig gewesen. Question

Schönen Gruß
Klaus

P.S. Danke für die Information zum Auktionslos. In der Tat ein fast identisches Stück. Zum Thema Nachgebühr später noch etwas mehr (falls Interesse).
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kawa
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Fr Okt 03, 2014 8:09 pm

@Polarfahrtsucher schrieb:

Frage an unsere "Schweiz Experten": War es zulässig in der Schweiz auch die Marken von Liechtenstein zu verwenden?

Und noch was fällt auf. Der Brief ist eigentlich unterfrankiert. Stimmt die Gewichtsangabe (neben dem roten Flugpoststempel) von 7 gr. wären inkl. Einschreibegebühr doch 240 Rappen fällig gewesen. Question

Guten Abend
Der Schweiz Experte bin ich nicht,
kenne da aber jemand und habe folgende Antwort erhalten.

Zuerst zu den Taxen. Auf Seite 416 (**) sehe ich den Luftpostzuschlagstarif für die NA Fahrten 1936-37  mit 90 Rp. Für Karten und Briefe, ebenso für Drucksachen.
Dazu kommen die Taxen für den Brief und chargé = 2 x 30 = 60 Rp. Zusammen Fr. 1.50 (Für Drucksachen genug). Für einen Brief mit 7 g wären es 2x 90 =1.80 + 60 = Fr.2.40. Nehmen wir an, es war eine Drucksache, dann war die Frankatur OK.
Der Brief wurde offensichtlich via Berlin geleitet. Der rote Stempel hat den Kennbuchstaben a.
Was ganz ungewöhnlich, ist die Abstempelung der FL-Marke in Basel und auch des Chargé-Zettels. Habe ich so noch nie gesehen.
Wahrscheinlich war es zeitlichen Gründen nicht mehr möglich, den Brief nach Vaduz zu senden, sondern ist mit den Schweizer Belegen direkt nach Berlin gesandt worden. Ist das Dienst am US-Kunden Der Schweizer Post?

Mehr kann ich dazu nicht sagen.


(**) = Schweizerisches Luftposthandbuch Ausgabe 2013


@Polarfahrtsucher schrieb:
Zum Thema Nachgebühr später noch etwas mehr (falls Interesse).
Ja bitte, Interesse ist immer da.

Hoffe ich konnte endlich mal etwas behilflich sein.
Gruss
kawa

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Polarfahrtsucher
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Sa Okt 04, 2014 1:13 pm

@kawa schrieb:

Hoffe ich konnte endlich mal etwas behilflich sein.

Hallo Walter,
herzlichen Dank für deine Hilfe! Das "Schweizer Luftposthandbuch" habe ich bis jetzt noch nicht in meinem Archiv, und so bin ich dir fürs Zeigen sehr dankbar.
Ebenso herzlichen Dank für die Mithilfe des Bekannten!

Was den Flugpoststempel betrifft, lese ich klar ein "d", evtl. kann man es auf den Scan nicht ganz so gut erkennen. Das "d" steht für Frankfurt am Main und deckt sich auch mit den Beschreibungen in den Katalogen.
Zitat: "Die Belege aus Liechtenstein erhielten die Frankfurter Bestätigungsstempel mit den Kennbuchstaben (c) oder (d)." Also hier keine weiteren Besonderheiten.

In Sachen Porto habe ich die Möglichkeit einer Drucksache noch nicht bedacht. Aber müsste der Brief nicht dafür speziell gekennzeichnet sein? Auch sollte der Brief offen versendet worden sein, oder täusche ich mich hier?
Ich gehe eher davon aus, dass man hier wohlwollend ein  Auge zugedrückt hat.

@kawa schrieb:

Was ganz ungewöhnlich, ist die Abstempelung der FL-Marke in Basel und auch des Chargé-Zettels. Habe ich so noch nie gesehen.
Wahrscheinlich war es zeitlichen Gründen nicht mehr möglich, den Brief nach Vaduz zu senden, sondern ist mit den Schweizer Belegen direkt nach Berlin gesandt worden. Ist das Dienst am US-Kunden Der Schweizer Post?

Ja, es ist für mich das größte Rätsel. Eigentlich hätte ich vermutet der Brief ist ebenso wie mein vorher gezeigter Brief ohne Entwertung durchgerutscht, und ist in der Postsammelstelle in Basel nachentwertet worden. Aber hat man auch gleich noch einen Einschreibezettel mit dazu geklebt Question

Oder ist es doch so wie du vermutest? Hat es der Brief aus zeitlichen Gründen nicht mehr nach Liechtenstein geschaft und ist kurzerhand in Basel abgewickelt worden. Der Entwertungsstempel gibt das Datum 5.5.36 an. Das Luftschiff startete am 6.5.36 um 20:30 Uhr in Frankfurt. Also alzu viel Zeit blieb da nicht mehr. Question

Für zusätzliche Lösungvorschläge wäre ich dankbar  lachen !

Schönen Gruß
Klaus
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cwille
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BeitragThema: lz 129   Mi Nov 05, 2014 5:00 pm

Zwischen den ganzen infla Briefen hatte sich dieser Brief versteckt, ich Persönlich finde ihn sehr schön, leider nicht mein Sammelgebiet deshalb was ist so etwas ca. Wert.


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balf_de
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost des LZ 129   Mi Nov 05, 2014 8:04 pm

Hallo cwille,

Streng genommen geht es mir hier wie dir ….

@cwille schrieb:
ich persönlich finde ihn sehr schön, leider nicht mein Sammelgebiet

... aber auch wenn ich mich vor ein paar Jahren innerhalb der Zeppelinpost auf eine einzige Fahrt – die Südamerikafahrt 1930 – spezialisiert habe, kann ich dir doch noch etwas zu deinem schönen Brief sagen:

Er wurde auf der ersten Nordamerikafahrt der „Hindenburg“ von Frankfurt nach Lakehurst in New Jersey befördert. Der rote Bestätigungsstempel (links vom Einschreibezettel) zeigt den Kennbuchstaben „c“ , woran man erkennt, dass er nicht schon in Berlin, sondern erst in Frankfurt abgeschlagen wurde. Diese Variante wird im Sieger-Katalog (22. Auflage von 2001) unter der Nummer 406.C) geführt und mit 30 Euro bewertet. Der Michel-Zeppelinpostkatalog (von 2002) wertet ihn ähnlich mit 25 Euro; dort wird er LZ129-12)a. genannt.

(Schade, dass er nicht schon in Berlin den Bestätigungsstempel erhalten hat – Kennbuchstaben „a“ oder „b“ – dann wäre er eine kleine Rarität ...)

Frankiert wurden beide anlassbezogenen Sondermarken – MiNr. 606 und 607. Beide sind offensichtlich in gutem Erhaltungszustand; hier findet man oft durch die Säure des Gummis verfärbte Ränder.

Das Porto für den 5-Gramm-Brief setzt sich wie folgt zusammen: 25 Rpf. kostete der Auslandsbrief, 30 Rpf. die Einschreibegebühr. Hinzu kam der Luftpostzuschlag von 50 Rpf. pro 5 Gramm für die Zeppelin-Beförderung sowie weitere 10 Rpf. für die Luftpostbeförderung in USA (von New York nach Detroit).
Damit ist er etwas überfrankiert, aber ich denke, dass dieses Manko durch die attraktive Satzfrankatur der Zeppelinmarken ausgeglichen wird.

Du sagst, „nicht mein Sammelgebiet“ – warum eigentlich nicht Question Smile

Viele Grüße
balf_de
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Zeppelinpost des LZ 129

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