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 Nobelpreisträger Frieden

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eurowelter
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BeitragThema: Nobelpreisträger Frieden   Sa Jul 02, 2011 9:22 pm







Henry Dunant (* 8. Mai 1828 in Genf; † 30. Oktober 1910 in Heiden), geboren als Jean-Henri Dunant, war ein Schweizer Geschäftsmann und ein Humanist christlicher Prägung. Während einer Geschäftsreise wurde er im Juni 1859 in der Nähe der italienischen Stadt Solferino Zeuge der erschreckenden Zustände unter den Verwundeten nach einer Schlacht zwischen der Armee Österreichs sowie den Truppen Piemont-Sardiniens und Frankreichs. Über seine Erlebnisse schrieb er ein Buch mit dem Titel Eine Erinnerung an Solferino, das er 1862 auf eigene Kosten veröffentlichte und in Europa verteilte. In der Folge kam es ein Jahr später in Genf zur Gründung des Internationalen Komitees der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege, das seit 1876 den Namen Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) trägt. Die 1864 beschlossene Genfer Konvention geht wesentlich auf Vorschläge aus Dunants Buch zurück. Henry Dunant, der danach aufgrund geschäftlicher Probleme und seines darauf folgenden Ausschlusses aus der Genfer Gesellschaft rund drei Jahrzehnte lang in Armut und Vergessenheit lebte, gilt damit als Begründer der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Im Jahr 1901 erhielt er für seine Lebensleistung zusammen mit dem französischen Pazifisten Frédéric Passy den ersten Friedensnobelpreis.
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BeitragThema: Re: Nobelpreisträger Frieden   So Jul 03, 2011 10:44 am



Frédéric Passy (* 20. Mai 1822 in Paris; † 12. Juni 1912 in Neuilly-sur-Seine) war ein französischer Parlamentarier und Humanist. Als „Apostel des Friedens“ wurde er 1901 zusammen mit Henry Dunant mit dem ersten Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Zusammen mit William Randal Cremer gründete Passy 1889 die Interparlamentarische Union.
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BeitragThema: Re: Nobelpreisträger Frieden   So Jul 03, 2011 2:48 pm



Charles Albert Gobat (* 21. Mai 1843 in Tramelan, Kanton Bern; † 16. März 1914 in Bern) war ein Schweizer Politiker und Friedensnobelpreisträger. Sein Vater war protestantischer Pfarrer und sein Onkel Samuel Gobat Bischof von Jerusalem. Er besuchte die Primarschule in Tramelan, die Herrnhuter Internatsschule Korntal bei Stuttgart und das Progymnasium in La Neuveville.

Élie Ducommun (* 19. Februar 1833 in Genf; † 7. Dezember 1906 in Bern) war ein Schweizer Journalist, Geschäftsmann und Friedensnobelpreisträger. Er war Staatskanzler des Kantons Genf (1862 bis 1865), Mitherausgeber der Zeitung „Les États-Unis d'Europe“ (1868), Gründungsmitglied der Schweizerischen Volksbank, heute CS (1869), Sekretär der Jura-Simplon-Bahn, heute Schweizerische Bundesbahnen AG (1873 - 1903) und Leiter des „Internationalen Ständigen Friedensbüros“ (1891 - 1906).

Am 10. Dezember 1902 bekam er den Friedensnobelpreises zusammen mit Charles Albert Gobat.
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Gerhard
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BeitragThema: Bertha von Suttner   So Jul 03, 2011 8:15 pm



Als Bertha von Suttner Ende 1889 ihr Buch "Die Waffen nieder!" veröffentlichte, hatte sie als Verfasserin von Romanen und Feuilletons bereits einen Namen. Der Antikriegsroman beschreibt den Krieg und seine Folgen aus der Sicht einer Frau. Bertha von Suttner wollte damit der noch jungen "International Arbitration and Peace Association" des Engländers Hodgson Pratt einen Gefallen erweisen und ihn in seinem Bemühen um die Erhaltung des Friedens unterstützen. Das Buch wurde ein durchschlagender Erfolg: 37 Auflagen in 17 Jahren, Übersetzungen in fast alle Sprachen Europas sowie ins Japanische und Hebräische. "Die Waffen nieder!" war ein Kampfruf in dem Ringen um die Erhaltung des Friedens in einer Zeit des Wettrüstens, der großen politischen Spannungen. Suttner wird international bekannt. Aus ihr wird in den folgenden Jahren eine Politikerin von Format, eine Propagandistin einer Idee - der Idee des Friedens.



1905 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, erreicht Suttner die Schaffung des internationalen Schiedsgerichtes in Den Haag und damit einen ersten Schritt zu einer Politik der modernen Völkerverständigung. Bertha von Suttner stirbt sieben Tage vor dem Attentat von Sarajewo. Heute erwähnen Präsidenten und Politiker aller Parteien Worte und Ideen, die Bertha von Suttner propagiert hat - und für die sie oft verlacht wurde.

Herzliche Sammlergrüße
Gerhard


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BeitragThema: Re: Nobelpreisträger Frieden   Di Jul 05, 2011 9:59 am





Theodore Roosevelt, Jr. (* 27. Oktober 1858 in New York City; † 6. Januar 1919 in Oyster Bay, New York) war ein US-amerikanischer Politiker und war seit dem 4. März 1901 unter William McKinley Vizepräsident der Vereinigten Staaten. Nach dem tödlichen Attentat auf McKinley wurde Roosevelt am 14. September 1901 im Alter von 42 Jahren der 26. Präsident der Vereinigten Staaten und damit der jüngste Inhaber dieses Amtes in der amerikanischen Geschichte. Er war Kandidat der Republikanischen Partei und wurde einmal wiedergewählt, bevor er 1909 auf eine dritte Amtszeit verzichtete. Sein Nachfolger war William Howard Taft. 1906 wurde ihm der Friedensnobelpreis verliehen.
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BeitragThema: Re: Nobelpreisträger Frieden   Di Okt 04, 2011 4:17 pm

Traditionell werden in der ersten Oktoberwoche eines Jahres die Gewinner der verschiedenen Nobelpreise bekannt gegeben. Deswegen setze ich die Serie der Nobelpreisträger auf Briefmarken hier fort.



Ernesto Teodoro Moneta (* 20. September 1833 in Mailand; † 10. Februar 1918 ebenda) war ein italienischer Publizist und Politiker. Für sein Engagement in der Lombardischen Friedensliga „Unione Lombarda per la Pace e l'Arbitrariato“, deren Gründer und Präsident er war, erhielt er 1907 den Friedensnobelpreis.

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eurowelter
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BeitragThema: Aktuell: Eine der drei Friedensnobelpreisträgerinnen 2011 auf Briefmarken   Fr Okt 07, 2011 5:18 pm



Ellen Johnson Sirleaf (* 29. Oktober 1938 in Monrovia) ist seit 16. Januar 2006 Präsidentin von Liberia. Sie ist die erste Frau, die durch eine Wahl das Amt eines Staatsoberhauptes in Afrika erlangte. Am 7. Oktober 2011 wurde ihr der Friedensnobelpreis zugesprochen.

Ihren für ein Studium qualifizierenden Schulabschluss machte Sirleaf bereits 1955. Sie ist verwitwet, hat vier Söhne und sechs Enkelkinder.

Im Gegensatz zu den meisten Angehörigen der liberianischen Oberschicht hat sie keine afroamerikanischen Vorfahren. Ihr Vater gehörte dem Volk der Gola an. Ihr Großvater mütterlicherseits stammte aus Deutschland. „Der Vater meiner Mutter war ein deutscher Händler in Greenville in der Provinz Sinoe. Er hat dort eine Marktfrau vom Lande geheiratet, meine Großmutter“, sagte sie im Januar 2006 in einem Interview mit der britischen BBC. Ihr Großvater musste das Land verlassen, als Liberia im Ersten Weltkrieg dem Deutschen Reich den Krieg erklärte. Ihre Großmutter mütterlicherseits entstammte dem Volk der Kru.

Sirleaf ist aktives Mitglied der Evangelisch-methodistischen Kirche. Zusammen mit George W. Bush wurde sie eingeladen, vor der Generalkonferenz 2008 der United Methodist Church als methodistisches Staatsoberhaupt eine Ansprache zu halten. 2009 erschien ihre Autobiographie Mein Leben für Liberia. Die erste Präsidentin Afrikas erzählt.

Für ihren gewaltfreien Kampf für die Sicherheit von Frauen und Frauenrechte wurde ihr 2011 gemeinsam mit ihrer Landsfrau Leymah Gbowee und der Jemenitin Tawakkul Karman der Friedensnobelpreis zugesprochen.
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Fauna-Bernd
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BeitragThema: Re: Nobelpreisträger Frieden   Sa Okt 08, 2011 6:51 pm

Hallo Wim,
wie immer von Dir gewohnt, sehr informativ und die Brücke aufzeigend zwischen der (trockenen (?)) Philatelie und dem aktuellen Tagesgeschehen. lachen

Dazu möchte ich ergänzen-
wenn ich richtig im Radio zugehört habe ( oh )
sollte sogar der berühmte Robert Zimmermann einen NOBEL-Preis bekommen.
Glaube für Literatur & sein Lebenswerk, hat wohl nicht geklappt- schade. tg

Denn verdient hätte er es sicher, der Altmeister und (Ur)Vater des Folk, Rock & Countries-
besser bekannt unter BOB DYLAN.
Vlt. hat jemand auch eine Briefmarke mit ihm... fraglich
Gruß & like a rolling stone.

FB
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BeitragThema: Re: Nobelpreisträger Frieden   So Okt 09, 2011 10:44 am

Sicher, lieber FB ...

Gambia hat 1996 den Nobelpreis-Kandidaten mit einem Kleinbogen gewürdigt ...



Bob Dylan (* 24. Mai 1941 in Duluth, Minnesota; eigentlich Robert Allen Zimmerman) ist ein US-amerikanischer Folk- und Rockmusiker, Dichter und Maler. Bob Dylan singt, spielt Gitarre, Mundharmonika und Klavier und gilt als einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts.

Dylan begann Ende der 1950er-Jahre als Folkmusiker und wandte sich Mitte der 1960er-Jahre der Rockmusik zu. Seine Texte waren zu Beginn seines Schaffens von den Inhalten der Folkbewegung und einem ihrer bekanntesten Vertreter, Woody Guthrie, später auch von symbolistischen Dichtern wie Arthur Rimbaud, Charles Baudelaire und Dylan Thomas, aber auch von der Bibel beeinflusst.

Bob Dylan hat die Entwicklung der Popmusik seit den 1960er Jahren wie kaum ein anderer Musiker beeinflusst. Er schöpft aus dem riesigen Fundus traditioneller, populärer amerikanischer Musik von Folk über Country bis zu Gospel, Blues und Rock ’n’ Roll. Dieses Erbe der sogenannten Americana bildet über seine gesamte Karriere den Nährboden seines Werks. Obgleich er sich diese Idiome teilweise erst im Laufe seiner Karriere angeeignet hat, ist es ihm immer wieder gelungen, diese entscheidend zu transformieren und zu erweitern. Eines seiner größten Verdienste ist hierbei, dass er mit einer starken Hinwendung auf die Texte seiner Lieder der modernen Rockmusik eine sprachliche Komplexität gegeben hat, wie sie bis dahin kaum denkbar war.

War die Rockmusik vor ihm vor allem durch triviale Liebeslieder geprägt (ein Sammler und Freund von Dylans Werken beschrieb diese Phase einmal sehr zutreffend als „Liebe und Triebe“), so wurde sie mit Dylan nicht nur, angelehnt an die sozialkritische Tradition der Folkmusik, politisch, sondern auch zu einem Medium ernst zu nehmender Poesie. Dylan etablierte den Popsong als ein Medium, mit dem individuelle Erfahrungen verarbeitet und mitgeteilt werden können. Einige Texte Dylans gelten als Werke von höchstem literarischem Rang und waren Gegenstand intellektueller Diskussionen (beispielsweise Desolation Row, Like a Rolling Stone und Hurricane). Damit hat Dylan einen bedeutenden Beitrag dazu geleistet, die populäre Rockmusik als ernsthafte Kunstform zu etablieren.

Seit 1996 wurde er auch immer wieder als Anwärter auf den Literatur-Nobelpreis gehandelt. Eine von den Schriftstellern John Bauldie und Allen Ginsberg geleitete Kampagne führte 1996 zu einer offiziellen Nominierung von Bob Dylan. Unterstützt wurde sie von dem Literaturprofessor Gordon Ball, der die Texte von Dylan in ihrem „außergewöhnlich einfallsreichen Symbolismus“ mit Arthur Rimbaud und William Butler Yeats vergleicht. Für andere erweckt Dylans dunkle und assoziationsreiche Lyrik „immer wieder den Eindruck, als wisse er mehr, als könne er tiefer dringen und Antworten geben.“

Dylans Hinwendung zu komplexen Texten und einer individuellen Spielweise der Rockmusik Mitte der 1960er Jahre fanden etwa zeitgleich mit nicht minder bedeutenden Innovationen anderer Popmusiker statt: In England nahmen The Beatles mit Rubber Soul und Revolver zwei Alben auf, die sich sowohl musikalisch als auch textlich deutlich von dem bis dahin üblichen Niveau der gängigen Popmusik abhoben. In den USA experimentierten The Velvet Underground mit neuen musikalischen Formen und verarbeiteten literarische Themen in ihren Texten. Selbst Brian Wilson von den Beach Boys – also eigentlich ein Musiker, der bis dahin auf naive Popsongs abonniert war – veröffentlichte gegen den Widerstand seiner Plattenfirma das Album Pet Sounds, das in seiner musikalischen Komplexität vieles der damals üblichen, seichten Popmusik in den Schatten stellte und ungewöhnlich melancholische und nachdenkliche Töne anschlug. Mit Dylan und diesen anderen, kaum weniger herausragenden Künstlern, erhielt die sich formierende und immer selbstbewusster artikulierende Gegenkultur auch eine künstlerische Stimme.

Dylan verwirklichte seine sich immer wieder wandelnden musikalischen und textlichen Vorstellungen (von idealistischen, explizit politischen Folksongs über surrealistische Rocknummern und sentimentalen Country-Songs bis zu gospeligen Predigten in Liedform) zwar durchaus mit Unterstützung seiner Plattenfirma, aber teilweise gegen einen geradezu erbitterten Widerstand seiner angestammten Fangemeinde. Dies verdeutlicht, wie sehr Dylan zu der Rolle des populären Rockmusikers als autonomer Künstler beigetragen hat.

Immer wieder betonte er, wie wichtig traditionelle Folksongs für seine Entwicklung waren und sind. Oft zog er seine Inspiration aus Liedern aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, die längst aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden waren. Die dort verarbeiteten Mythen und Legenden der amerikanischen Kultur bilden einen Grundpfeiler seines Schaffens als Songwriter.

Deutlich erkennbar wurde dies bereits auf seiner ersten LP, auf der er größtenteils traditionelle Songs spielte. Aber auch später trat dies immer wieder offen zu Tage, so auf The Basement Tapes und den beiden Anfang der 1990er Jahre veröffentlichten Soloalben, sowie auf seinem vorletzten Studioalbum „Love and Theft“. Das dort enthaltene Stück High Water (For Charlie Patton) bezog sich explizit auf Charley Pattons Bluessong High Water Everywhere aus dem Jahre 1929, der von der desaströsen und folgenreichen Mississippi-Flut von 1927 erzählte.

So wie es in diesen alten Liedern der amerikanischen Folklore durchaus üblich war, in den Texten reale Ereignisse zu thematisieren, so greift auch Dylan solche Themen in seinen Songs auf. Dies waren besonders in seiner frühen Karriere sozialkritische Themen, später zunehmend auch persönliche Erfahrungen.

Dylan hatte nie eine dem klassischen Schönheitsideal genügende, ausgebildete Singstimme. Seine Qualitäten als Sänger sind umstritten: Einige Kritiker schätzen seine ausdrucksstarke, absichtlich „unschöne“ Art zu singen, die ungewöhnliche Phrasierung voller rhythmischer Verschiebungen, seinen unverwechselbar selbstbewusst meckernden Sound; andere wiederum stört, dass Dylan (ursprünglich wohl, um die traditionellen Blues- und Folksongs der ersten Platten glaubwürdiger klingen zu lassen) mit einer künstlich aufgerauten, sozusagen verstellten Stimme singe. Die Zeitschrift „Time“ höhnte in den 1960er Jahren, seine Stimme klänge „als käme sie über die Mauern eines Tuberkulose-Sanatoriums“. Dies änderte sich vorübergehend während seiner Country-Phase um 1970, als er beinahe glatt klang – nicht zuletzt deshalb, weil er zwischenzeitlich das Rauchen aufgegeben hatte. Über die Jahre ist seine Stimme allerdings deutlich gealtert, so dass sie inzwischen einen geradezu krächzenden Klang hat, der ihr aber durchaus Charakter und Ausdruck verleiht.

Seine Songs sind von zahlreichen Musikern aufgenommen worden. Hierzu gehören Joan Baez, Eric Clapton, The Byrds, Rod Stewart, Van Morrison, Joe Cocker, Johnny Cash, Jimi Hendrix, Bryan Ferry (der im Jahre 2007 ein ausschließlich Lieder von Bob Dylan enthaltendes Album mit dem Titel Dylanesque herausbrachte) und sogar Elvis Presley. Zahlreiche Lieder Bob Dylans sind erst durch die Aufnahmen anderer Musiker populär geworden, was auch an seiner wenig massenkompatiblen Stimme liegen mag. Dies sind beispielsweise It's All Over Now, Baby Blue in der Fassung von Them, Mr. Tambourine Man von den Byrds, Blowin’ In The Wind von den Hollies, All Along the Watchtower in der Version von Jimi Hendrix, Mighty Quinn und Father Of Night in den Interpretationen von Manfred Mann und Knockin’ on Heaven’s Door von Guns N’ Roses.

Für viele Musiker ist Bob Dylan ein prägender Einfluss gewesen. Dies sind unter anderem Van Morrison, The Beatles, Steely Dan, Bruce Springsteen, Jimi Hendrix und Nick Cave. Auch der deutsche Musiker Wolfgang Niedecken, der österreichische Liedermacher Wolfgang Ambros, der einige der frühen Songs Dylans ins Deutsche übersetzt hat, und Falco, dessen Sarg zu den Klängen von „It's All Over Now, Baby Blue“ in die Erde gelassen wurde, zähl(t)en Bob Dylan zu ihren Vorbildern. In der vom Musikmagazin Rolling Stone veröffentlichten Liste Die 500 besten Alben aller Zeiten ist Dylan mit zehn Alben vertreten (davon zwei in den Top 10) und liegt damit nur knapp hinter den Beatles mit elf Alben.[
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BeitragThema: Re: Nobelpreisträger Frieden   Mo Okt 10, 2011 8:42 am




Klas Pontus Arnoldson (* 27. Oktober 1844 in Göteborg; † 20. Februar 1916 in Stockholm) war ein schwedischer Journalist, Politiker und Friedensnobelpreisträger.

Als Sohn eines Hausmeisters in Göteborg geboren, entstammte Arnoldson eher einfachen Verhältnissen. Nach dem Tod des Vaters 1860 war er gezwungen, die Schule abzubrechen und eine Ausbildung zu beginnen. Bis 1871 arbeitete er als Büroangestellter für eine Eisenbahngesellschaft, dann bis 1881 als Stationsvorsteher.

Während dieser Zeit setzte er seine Studien autodidaktisch fort. Er beschäftigte sich mit Geschichte, Religion und Philosophie und beobachtete die aktuellen politischen Ereignisse. Seine Ideen zu Religion, Politik und Pazifismus veröffentlichte er in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften (Nordiska Dagbladet, Sanningssökaren), aber auch in Büchern und politischen Pamphleten.

Nach seiner Wahl in den schwedischen Reichstag 1882, dem er bis 1887 angehörte, setzte er sich für ein erweitertes Stimmrecht, Religionsfreiheit, Abrüstung und die politische Neutralität Schwedens ein.

1883 wurde er Mitbegründer und erster Vorsitzender der Svenska freds- och skiljedomsföreningen („Schwedische Friedens- und Schiedsgerichtsvereinigung“), die als Reaktion auf Aufrüstungspläne der schwedischen Regierung gegründet wurde. Ab 1890 half er durch Reden bei Versammlungen in ganz Schweden und Norwegen eine Verhandlungslösung im Konflikt zwischen den beiden in einer Union vereinigten Staaten vorzubereiten. Mit der einvernehmlichen Auflösung der Union 1905 und der folgenden Unabhängigkeit Norwegens gelang eine friedliche Lösung des Konflikts.

Im Jahr 1908 erhielt Arnoldson gemeinsam mit Fredrik Bajer den Friedensnobelpreis für seine Bemühungen um die friedliche Lösung des Konflikts zwischen Schweden und Norwegen.


Fredrik Bajer (* 21. April 1837 in Vesteregede; † 22. Januar 1922 in Kopenhagen) war ein dänischer Politiker und Parlamentarier. Für seinen Einsatz zur internationalen Friedenssicherung und vor allem für seine Arbeit mit dem Bureau International Permanent de la Paix (Ständiges Internationales Friedensbüro), dessen Präsident er war, erhielt er den Friedensnobelpreis 1908.

Fredrik Bajer war der Sohn eines Geistlichen und ging von 1848 bis 1854 auf die Sorø Akademi. Kurz vor dem Abschluss brach er die Schulausbildung ab, um Berufsoffizier zu werden, und ging auf die Militärakademie Kopenhagen. Diese schloss er 1856 ab und wurde der Kavallerie als Unterleutnant zugeteilt. Nachdem er am Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 teilnahm entschloss er sich, Friedenspolitiker zu werden. 1865 schied er aus der Armee aus und finanzierte sich und seine Familie durch Lehrtätigkeit an verschiedenen Schulen in Kopenhagen.

1867 trat Bajer der Société Française pour l’arbitrage entre nations (Internationale Friedensliga) von Frédéric Passy bei und warb dafür sehr intensiv in den Ländern Skandinaviens. 1869 wurde er Vorsitzender einer Wählervereinigung in Kopenhagen und 1872 in dieser Position in das dänische Parlament gewählt. Bis 1895 war er Mitglied des dänischen Reichstages und trat dort sehr engagiert für Frauenrechte und soziale Fragen ein. So wollte er ein Verhältniswahlrecht durchsetzen, die Zollschranken reduzieren und statt der traditionellen Armee Volksmilizen einsetzen. Gemeinsam mit seiner Frau, eine sehr aktive Frauenrechtlerin, gründete er 1871 die Dänische Frauenliga. 1882 gründete Bajer den Dänischen Friedensverein, der später zur Dänischen Friedensgesellschaft wurde und für die er von 1884 bis 1892 den Vorsitz übernahm.

Am 13. November 1891 war Bajer eines der Gründungsmitglieder des Bureau International Permanent de la Paix beim Friedenskongress in Rom, welches seinen Sitz in die Schweiz nach Bern legte. Er wurde der erste Präsident dieser Organisation und blieb dies bis 1907, danach war er Ehrenpräsident. Als Teilnehmer besuchte er die Friedenskongresse der Internationalen Liga für Frieden und Freiheit sowie der skandinavischen National-Friedenskongresse und fast aller Weltfriedenskongresse. Nach seinem Rückzug aus der aktiven Friedensarbeit beobachtete er die Zerschlagung seiner Ideale im Ersten Weltkrieg und bei der Nobelpreisverleihung äußerte er sich kritisch über die unzureichende Organisation der Friedensbewegung. Er starb 1922 in Kopenhagen.
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BeitragThema: Re: Nobelpreisträger Frieden   Di Okt 11, 2011 9:59 am



Paul Henri Benjamin Balluet d'Estournelles - auf dem Block unten rechts - (* 22. November 1852 in La Flèche; † 15. Mai 1924 in Paris), Baron de Constant de Rebecque, war Gründer und Präsident der Französischen Parlamentarischen Gruppe für freiwillige Schiedsgerichtsbarkeit und Gründer des Komitees für die Verteidigung nationaler Interessen und internationaler Versöhnung. 1909 bekam er für seine Arbeit den Friedensnobelpreis, gemeinsam mit dem Belgier Auguste Beernaert.

Auguste Marie François Beernaert - auf dem Block unten in der Mitte - (* 26. Juli 1829 in Ostende; † 6. Oktober 1912 in Luzern) war ein belgischer Jurist und Politiker. Als Mitglied des Internationalen Schiedsgerichts in Den Haag sowie seines Einsatzes in der Lösung internationaler Streitfälle erhielt er 1909 den Friedensnobelpreis.
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BeitragThema: Re: Nobelpreisträger Frieden   Sa Okt 15, 2011 10:49 am



Das Bureau International Permanent de la Paix, englisch International Peace Bureau, zu deutsch Internationales Ständiges Friedensbüro, - auf dem Block unten rechts - ist eine Organisation, welche auf der 3. Interparlamentarischen Konferenz der Interparlamentarische Union am 13. November 1891 in Rom gegründet wurde, um Fragen und Anträge für künftige Friedenskonferenzen zu erarbeiten. Für das von diesem Büro ausgehende Engagement erhielt es 1910 den Friedensnobelpreis.

Als geistige Väter des Bureau International Permanent de la Paix wirkten der dänische Parlamentsabgeordnete Fredrik Bajer, der französische Journalist und Professor für Philosophie Charles Lemonier sowie der britische Pazifist Hodgson Pratt. Die Aufgaben der Organisation waren vor allem die Organisation und Durchführung der Internationalen Friedenskongresse, die Propaganda für den Frieden sowie die Kontaktpflege und -koordination zwischen pazifistischen Gruppen, Instituten und Personen.

Auf der Basis des Völkerrechts formulierten sie ihre Prinzipien:

1.Das Prinzip der Pflichten und der Moral der Nationen ist das gleiche wie das der Moral und der Prinzipien der Individuen
2.da niemand das Recht hat, Selbstjustiz zu üben, kann auch kein Staat einem anderen Staat den Krieg erklären.
3.alle Differenzen zwischen den Völkern müssen auf dem Rechtsweg geklärt werden.
4.alle Völker stehen sich als Wesenheiten gegenüber und haben wie Individuen das Recht auf gesetzmäßige Verteidigung.
5.es existiert kein Recht durch Eroberung.
6.die Völker haben das unveräußerliche und unabdingbare Recht, frei über sich selbst zu verfügen.
7.das Recht jeder Nation auf Selbstbestimmung ist unverletzlich.

Als erster Präsident der Organisation wirkte bis 1907 Frederik Bajer, der 1908 als Ehrenpräsident ebenfalls einen Friedensnobelpreis erhielt. Élie Ducommun wurde der erste Generalsekretär und erhielt in dieser Funktion den Friedensnobelpreis bereits 1902. Als Sitz der Organisation wurde die Stadt Bern in der Schweiz gewählt und das oberste Entscheidungsgremium stellte die jährliche Mitgliederversammlung dar.

Ducommun führte die Amtsgeschäfte der Organisation bis zu seinem Tod 1906, sein Nachfolger wurde der Schweizer Jurist Charles Albert Gobat, der 1902 als Vertreter der Interparlamentarische Union gemeinsam mit Ducommun den Nobelpreis erhalten hatte. Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 begann die erste Krise für die Organisation, vor allem durch die Einstellung der Geldmittel durch die Carnegie-Stiftung für Internationalen Frieden. Diese gründete in Paris ein konkurrierendes Internationales Friedensbüro. Als Gobat 1914 starb übernahm Henry Golay die Geschäfte und versuchte, das Büro aus der Krise zu bringen. Während des Krieges unterstützte das Büro vor allem die Mächte gegen Deutschland und Österreich-Ungarn, doch erst nach dem Kriegseintritt der USA sowie der Oktoberrevolution in Russland folgten Stellungnahmen der Organisation.

Nach dem Krieg spielte das Büro keine entscheidende Rolle in der Friedenspolitik. 1924 wurde das Sekretariat nach Genf verlegt, die Teilnehmerzahlen an den organisierten Konferenzen gingen jedoch weiter zurück und das Interesse an einer Zusammenarbeit mit anderen Gruppen schwand und nahm auch während des Zweiten Weltkriegs nicht wieder zu. Golay verstarb im Jahr 1950, das Friedensbüro wurde im gleichen Jahr aufgelöst. 1964 wurde es als International Peace Bureau wiedergegründet.
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BeitragThema: Re: Nobelpreisträger Frieden   So Okt 16, 2011 9:31 am



Tobias Michael Carel Asser (* 28. April 1838 in Amsterdam; † 29. Juli 1913 in Den Haag) - auf dem Block oben rechts - war ein niederländischer Jurist und Politiker. Er profilierte sich insbesondere im Bereich des internationalen Zivilrechts und erhielt 1911 den Friedensnobelpreis für seine Verdienste um die Einrichtung des Ständigen Schiedshofes in Den Haag.

Alfred Hermann Fried (* 11. November 1864 in Wien; † 4. Mai 1921 ebd.) - auf dem Block unten rechts - war ein österreichischer Pazifist und Schriftsteller. Als Gründer der Zeitschrift Die Waffen nieder! und weiterer Aktivitäten für den Frieden bekam Fried 1911 gemeinsam mit dem Organisator der Internationalen Konferenz für Privatrecht im Haag, Tobias Asser, den Friedensnobelpreis.
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BeitragThema: Re: Nobelpreisträger Frieden   So Okt 16, 2011 6:04 pm



Elihu Root (* 15. Februar 1845 in Clinton, New York; † 7. Februar 1937 in New York City) - auf dem Block unten rechts - war ein US-amerikanischer Jurist und Politiker. 1912 erhielt er den Friedensnobelpreis für sein stetes Bemühen um Ausgleich der Interessen und die Formulierung von Schiedsverträgen in internationalen Konflikten.

Im Jahr 1899 wurde der Republikaner Root Kriegsminister im Kabinett von US-Präsident William McKinley und behielt dieses Amt auch unter der Präsidentschaft von Theodore Roosevelt bis 1903. Er war vor allem zuständig für die Verwaltung der ehemaligen spanischen Kolonien Puerto Rico, Kuba und den Philippinen. Root vergrößerte die US Army wesentlich, führte umfassende Reformen der Armeestrukturierung durch und führte die Generalstabsidee und die Armeekriegsschule ein. Er war verantwortlich für einen beträchtlichen Ausbau der Militärakademie West Point und für die Gründung des United States Army War College in Carlisle, Pennsylvania; außerdem war er 1923 einer der Gründer des American Law Institute. 1904 trat er von dem Posten vor allem aus gesundheitlichen Gründen zurück.

Von 1905 bis 1909 wurde er dann Außenminister der Vereinigten Staaten im Kabinett Roosevelt. In dieser Funktion nahm Root 1906 am dritten Panamerikanischen Kongress in Rio de Janeiro teil, der eine friedliche Koexistenz der amerikanischen Staaten gewährleisten sollte. 1907 bereiste er Mexiko, um auch hier den Friedensprozess voranzutreiben. Ein weiterer Schwerpunkt waren die Verbesserungen der Beziehungen zu Japan, wo er 1908 das Root-Takahira-Abkommen abschloss, in welchem die Verhältnisse und politischen Einflüsse im pazifischen Raum geklärt wurden. Für diese Bemühungen erhielt er den Friedensnobelpreis 1912.

Im Jahr 1909 trat er als Außenminister zurück und war von 1909 bis 1915 Senator für den Bundesstaat New York. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde er als Mitglied in den Auswärtigen Ausschuss des Senats gewählt. Er war ein erklärter Gegner der Neutralitätspolitik Woodrow Wilsons, des Nachfolgers Roosevelts, unterstützte ihn jedoch nach dem Kriegseintritt 1917. Root befürwortete den Eintritt der USA in den Völkerbund.

Als erster Präsident des Carnegie Endowment for International Peace (von 1910 bis 1925) trug er unter anderem dazu bei, die Hague Academy of International Law in den Niederlanden zu gründen.
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eurowelter
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BeitragThema: Re: Nobelpreisträger Frieden   Mo Okt 17, 2011 8:24 am



Henri Marie La Fontaine (* 22. April 1854 in Brüssel; † 14. Mai 1943 ebenda) - auf dem Block unten rechts - war ein belgischer Jurist und Politiker. Henri La Fontaine gründete im Jahr 1883 mit Hilfe des englischen Pazifisten Hodgson Pratt die belgische Gesellschaft für Schlichtung und Frieden. Er war der Gewinner des Friedensnobelpreises im Jahr 1913 und gründete zusammen mit Paul Otlet die Universelle Bibliothek.
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Nobelpreisträger Frieden

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