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| | | Zeppelinpost der Besatzung | |
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| Autor | Nachricht |
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Polarfahrtsucher Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 287 Alter/age: 41 Anmeldedatum: 22.06.11
 | Thema: Zeppelinpost der Besatzung Mo Jul 11, 2011 6:46 pm | |
| Hallo, bin vor kurzem bei der Durchsicht meiner Belege auf folgenden Namen gestossen: Albert SammtNatürlich ist er bei den Zeppelinsammlern ein fester Begriff, ich als Neuling brauchte allerdings ein wenig Zeit mich mit den Personen etwas auseinander zusetzen. Albert Sammt war auf allen "moderen" Zeppelin Luftschiffen vertretten. LZ 120 Bodensee Steuermann LZ 126 unter anderem Höhensteuermann bei der 1. Atlantiküberquerung 1924 LZ 127 u.a. Navigator LZ 129 1.Offizier und Überlebender des Lakehurst Unglücks LZ 130 Kommandant Natürlich nur eine oberflächliche Zusammenfassung. Habe hier einen sehr ausführlichen Werdegang entdeckt (allerdings in Englisch): http://facesofthehindenburg.blogspot.com/2009/06/captain-albert-sammt.html Hier nun zwei Belege zu dieser eindrucksvollen Person: Pommernfahrt 1931 mit eigenhändiger Unterschrift des Herrn Sammt sowie 1. Südamerikafahrt 1934 Bordpost der Rückfahrt mit Flugpostbest. Stempel "d" sowie Verwendung der Sondermarke zur Chicagofahrt 1933 Hier schein Herr Sammt eine schöne Zepplienkarte zu seiner Frau Johanna gesandt zu haben. Jedenfalls glaube ich trotz Druckschrift seine Schrift erkennen zu können. Hier die Bilder:     Vielleicht haben sich ja bei Euch auch einige Personen versteckt Schönen Gruss Klaus |
|  | | Kontrollratjunkie Moderator

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 847 Alter/age: 44 Anmeldedatum: 24.01.08
 | Thema: Re: Zeppelinpost der Besatzung Mi Jul 13, 2011 2:48 am | |
| Hallo Klaus,
es ist ein sehr interessanter Aspekt, Zeppelinpostbelege von Mitgliedern der Crew zu sammeln. Das setzt natürlich eine intensive Beschäftigung mit den einzelnen Besatzungen voraus. Dein Link stellt die Erfordernisse geradezu vorbildlich dar.
Die Frage ist nur: Gibt es überhaupt viel in dieser Richtung ?
Irgendwo habe ich noch einen Beleg, der hier evtl. passen würde.
Gruß KJ |
|  | | balf_de Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 437 Alter/age: 68 Anmeldedatum: 27.09.10
 | Thema: Re: Zeppelinpost der Besatzung Mi Jul 13, 2011 2:42 pm | |
| Hallo Polarfahrtsucher! Das ist eine gute Idee, hier auch einen Thread für „Besatzungspost“ zu beginnen. Allerdings befürchte ich, dass wir nicht viele Mit-Autoren finden werden: auch für @Kontrollratjunkie wird es schwer sein, bei seinen LZ-130-Belegen Besatzungspost zu finden. Zumindest dann, wenn man den Begriff auf Poststücke eingrenzt, die während der Fahrten von Besatzungsmitgliedern aufgeliefert wurden. Soweit ich weiß, gab es im „Graf Zeppelin II“ kein Bordpostamt mehr. Deiner guten Recherche nach Albert Sammt ist kaum etwas hinzuzufügen. Auch bei „meiner“ Südamerikafahrt 1930 war er dabei. Allerdings hatte er es auf der Karriereleiter noch nicht zum Wachkapitän gebracht; nach meinen Unterlagen (-> Breithaupt: „Mit ‚Graf Zeppelin’ nach Süd- und Nordamerika“) war er als Ballon-Ingenieur an Bord. Genau beschreiben kann ich diese Funktion leider nicht – seine Verantwortung bezog sich jedenfalls auf die mit Wasserstoff gefüllten Traggas-Zellen des Luftschiffs. Off topic: einen Ingenieur-Witz habe ich gefunden, der hierher passen könnte: Ein Heißluftballon kommt in dichten Nebel. Der Nebel ist so dicht, dass die Besatzung völlig die Orientierung verliert. Plötzlich sehen sie Lichter. Sie beschließen tiefer zu gehen, in der Hoffnung, jemanden zu finden, den sie nach dem Weg fragen könnten. Und tatsächlich sehen sie einen Ingenieur: „Hallo! Können Sie uns sagen, wo wir sind?“ Der Ingenieur schaut kurz, und ruft zurück: „In einem Korb unter einem Ballon, etwa 9 Meter über dem Boden.“ Off topic Ende. Zur Vermeidung der Vermutung einer Privatunterhaltung ohne philatelistischen Hintergrund kommen wir besser wieder zum Thema: Du zeigst zunächst eine Karte der Landungsfahrt nach Stettin („Pommernfahrt“) im Mai 1931, die in Stettin an Bord kam und auf der Rückreise nach Friedrichshafen befördert wurde. Möglicherweise noch während der Fahrt, wahrscheinlicher allerdings im Nachhinein hatte Albert Sammt Gelegenheit, die Karte durch sein Autogramm aufzuwerten. (Allerdings hoffe ich, dass Du nicht den rechts unten angegebenen Preis bezahlen musstest – ich würde das ausradieren). Die Siegernummer ist klar: 106.Ba). Deine mit 1,40 RM richtig frankierte Bordpostkarte wurde auf der Heimreise „Graf Zeppelins“ von seiner ersten Südamerikafahrt 1934 beim Bordpostamt aufgeliefert – Sieger 247.D). Die Handschrift Albert Sammt’s hast Du richtig erkannt – er schickte die Karte nach Hause. Ob er damals schon zum Wachkapitän aufgestiegen war, kann ich leider nicht sagen. Zwei sehr schöne Zeppelinbelege, zu denen man Dir nur gratulieren kann! Eine „Albert-Sammt-Karte“ kann ich hier zeigen, bei der sich den Postgeschichtlern sicher die Haare sträuben: Frankiert ist sie mit dem seltenen brasilianischen Provisorium ZP.8, von dem „echt gebraucht“ nur noch eine zweistellige Zahl von Belegen (Sieger 59.I)) bekannt ist. Für eine postalisch korrekte Beförderung von Recife nach Lakehurst wäre allerdings neben dem Luftschiffporto von 5 Milreis auch das normale inneramerikanische Postkartenporto der Staatspost von 200 Reis – normalerweise mit Vovo-Marken aus der Dauerserie frankiert – erforderlich gewesen. Und der kleine „Roundtrip-Stempel“ hat auf einer in Brasilien aufgelieferten und nach Lakehurst adressierten Karte natürlich auch nichts verloren. Aber de facto stimmt es wohl doch, dass sie während der ganzen Reise an Bord war – und zwar in der Tasche von Albert Sammt .... Viele Grüße balf_de  |
|  | | Polarfahrtsucher Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 287 Alter/age: 41 Anmeldedatum: 22.06.11
 | Thema: Re: Zeppelinpost der Besatzung Mi Jul 13, 2011 8:17 pm | |
| Hallo, bedanke mich bei Euch beiden für die aufmunternden Worte. Habe den Zusammenhang mit der Besatzung eher zufällig endeckt (vor allem bei der 2. Karte) und ist nicht ein Extra Sammelgebiet von mir. Dafür fehlt mir natürlich das entsprechende Material. Allerdings find ich den Zusammenhang zwischen Post und Besatzung doch sehr interessant und geschichtlich wertvoll. KJ: Zeig doch bitte auch deinen Beleg. Hab zwar schon gelegentlich bei Auktionshäusern Belege mit Besatzungspost gesehen, allerdings dann nicht ohne kräftige Zuschläge. Alfred: danke fürs "Off Topic", wobei mir der Satz danach noch besser gefallen hat  ! Meine Pommernfahrt war natürlich nicht so teuer. Etwa 20 % davon hielt ich für in Ordnung. Noch eine Frage zum Porto der Südamerikafahrten. Gibts da irgendwo eine Zusammenstellung ? Die Kataloge halten sich da doch sehr zurück, oder habs ich einfach übersehen ? Dachte immer für Karten wären 2 RM gefordert, jedenfalls 1930. Nochmals Danke für deinen absoluten Hingucker (wie fast immer). Solche Stücke kriegt man ja wohl nur hier zu sehen. Schönen Gruss Klaus |
|  | | balf_de Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 437 Alter/age: 68 Anmeldedatum: 27.09.10
 | Thema: Re: Zeppelinpost der Besatzung Mi Jul 13, 2011 8:48 pm | |
| Hallo Klaus! | Polarfahrtsucher schrieb: | Noch eine Frage zum Porto der Südamerikafahrten. Gibts da irgendwo eine Zusammenstellung ? Die Kataloge halten sich da doch sehr zurück, oder habs ich einfach übersehen ? Dachte immer für Karten wären 2 RM gefordert, jedenfalls 1930.
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Richtig, was die SAF 1930 anbetrifft: 2 RM für Karten und 4 RM für Briefe je Etappe (wobei Recife und Rio, aber auch Sevilla und Friedrichshafen jeweils als eine Etappe gewertet werden). Die innereuropäische "Kurzstrecke" Friedrichshafen-Sevilla und zurück kostete wie alle anderen innereuropäischen Fahrten 1 RM bzw. 2 RM. Ab 1932 wurde es aber komplizierter: das Porto war gewichtsabhängig und wurde zuzüglich zum normalen Auslandsporto (+ Einschreibegebühren usw.) berechnet. Da ich mir vorgenommen habe, hier keine Links zu anderen Foren zu platzieren, schicke ich Dir eine PN. Viele Grüße balf_de |
|  | | Kontrollratjunkie Moderator

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 847 Alter/age: 44 Anmeldedatum: 24.01.08
 | Thema: Re: Zeppelinpost der Besatzung Do Jul 14, 2011 2:19 am | |
| | Polarfahrtsucher schrieb: | KJ: Zeig doch bitte auch deinen Beleg. Hab zwar schon gelegentlich bei Auktionshäusern Belege mit Besatzungspost gesehen, allerdings dann nicht ohne kräftige Zuschläge. |
Hallo Klaus,
Deiner Aufmunterung folgend habe ich einmal meinen bescheidenen Bestand gesichtet und muss Dir leider beichten, daß ich den Mund wohl zu voll genommen habe.
Den folgenden Beleg habe ich schon einmal irgendwo gezeigt, aber ich finde ihn ums Verrecken nicht wieder. Ich meine mich auch zu erinnern, daß Alfred schon einmal einen Kommentar verfasst hat, nur wann und wo ?
Dann also hier noch einmal der Beleg von der Orientfahrt vom 25. - 28.03.1929.

Als ich die Karte kaufte, hatte ich mich über Herrn Henke noch nicht informiert, der wohl der Absender derselben gewesen ist.

Inzwischen glaube ich nicht mehr an ein Besatzungsmitglied Flugkapitän Henke von der Deutschen Lufthansa Berlin. Ich habe in meiner Literatur weder einen Passagier, noch ein Besatzungsmitglied dieses Namens auf dieser Fahrt gefunden. Ein Flugkapitän Dipl.-Ing. Alfred Henke führte am 10.08.1938 das Kommando auf der brandneuen Focke Wulf 200 V1 „Condor“, die als erstes landgestütztes Passagierlangstreckenflugzeug nonstop die Strecke von Berlin-Staaken nach New York absolvierte. Einen Link dazu habe ich auch gefunden: http://de.wikipedia.org/wiki/Focke-Wulf_Fw_200
Vermutlich hat Herr Henke damals einfach einen Beleg über die Orientfahrt ableiten lassen. Also eigentlich keine Karte zu diesem Thema, aber ich wollte es nicht unerwähnt lassen.....
Gruß KJ |
|  | | Polarfahrtsucher Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 287 Alter/age: 41 Anmeldedatum: 22.06.11
 | Thema: Re: Zeppelinpost der Besatzung So Jul 17, 2011 6:58 pm | |
| Hallo, vielen Dank KJ für den schönene Beleg. Der Zusammenhang von Herrn Henke und der Focke Wulf Conder ist interessant für mich. Die Condor war damals eine Sensation und ich denke dieses Flugzeug hätte ohne Kriegseinfluss später die Rolle der Zeppeline übernommen. Die Condor wurde während des Krieges zweckentfremdet und zur "Geissel des Atlantiks" umgebaut. Ein unrühmlicher Ausgang für dieses tolle Flugzeug. Leider fehlen mir auch weitere Belege zu diesem Thema. Der Name Schönherr taucht in den Auktionskatalogen relativ häufig auf. Denke er war unter anderem im Bordpostamt der Graf Zeppelin beschäftigt. Vieleicht hat ja Alfred da noch was passendes in seiner Schublade  ? Schönen Gruss Klaus |
|  | | balf_de Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 437 Alter/age: 68 Anmeldedatum: 27.09.10
 | Thema: Re: Zeppelinpost der Besatzung Mo Jul 18, 2011 6:48 pm | |
| Hallo Polarfahrtsucher! | Polarfahrtsucher schrieb: | Der Name Schönherr taucht in den Auktionskatalogen relativ häufig auf. Denke er war unter anderem im Bordpostamt der Graf Zeppelin beschäftigt. Vieleicht hat ja Alfred da noch was passendes in seiner Schublade ?
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Erstens richtig: Kurt Schönherr war neben seiner Hauptbeschäftigung als Seitenrudergänger ("Steuermann") auch über lange Zeit für das Bordpostamt im LZ 127 zuständig. In Anbetracht der Tatsache, dass sehr viele von ihm aufgegebene Bordpost-Belege erhalten geblieben sind, wissen wir erstaunlich wenig über ihn. Die ausführlichste Information, die ich gefunden habe, steht hier -> http://facesofthehindenburg.blogspot.com/2009/10/kurt-schonherr.html .
Zweitens richtig: In meiner Sammlung gibt es mehrere Belege, die in Verbindung zu Schönherr stehen. Entweder er hat sie selbst geschrieben - und meistens an sich adressiert - oder er hat auf Postkarten, die er für Freunde an Bord auflieferte, Grüße zugefügt. Leicht zu identifizieren sind eigentlich alle Schönherr-Belege an seiner charakteristischen Handschrift.
Zeigen möchte ich eine Postkarte, die ich der Siegernummer 57.a) - also "echte" Bordpost von der Etappe Friedrichshafen -> Sevilla - zugeordnet habe. Das Porto für diese innereuropäische erste Etappe der Südamerikafahrt 1930 betrug für Karten 1 RM.
Viele Grüße balf_de
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|  | | balf_de Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 437 Alter/age: 68 Anmeldedatum: 27.09.10
 | Thema: Re: Zeppelinpost der Besatzung Di Aug 23, 2011 10:16 pm | |
| Hallo zusammen! Kurt Schönherr war nicht das einzige Besatzungsmitglied, das schon bei der ersten Etappe der SAF 1930 Postkarten beim Bordpostamt aufgab. Auch sein Kollege, der Funker Leo Freund, sorgte für einen Beleg der Siegernummer 57.a). Die am 19. Mai datierten Poststücke stellen deshalb eine Besonderheit dar, weil bekanntlich der Bordstempel mit diesem Datum schon am Vortag im Postamt Friedrichshafen verwendet wurde - Belege mit diesem Datum können nur über den Inhalt bzw. die Identifizierung des an Bord befindlichen Absenders als "echte" Bordpost (Sieger 57 'klein-a') qualifiziert werden. Der Text der Grußkarte Leo Freunds nach Hause zeigt übrigens ein wenig bekanntes Detail der Fahrt: nicht nur Europa, Süd- und Nordamerika berührte das Luftschiff auf seiner Reise - auch über Nordafrika kreuzte man einige Stunden vor der ersten Landung in Sevilla. Das wäre doch ein Thema für eine Quizsendung ... Viele Grüße balf_de  |
|  | | balf_de Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 437 Alter/age: 68 Anmeldedatum: 27.09.10
 | Thema: Re: Zeppelinpost der Besatzung Di Aug 30, 2011 3:32 pm | |
| Hallo zusammen! Ein paar Tage lang sah es hier so aus, als seien wir Zeppelinpost-Sammler die aktivsten hier im Forum. Das hat sich in letzter Zeit wieder eindeutig „normalisiert“ – vermutlich sind ein paar Sammlerfreunde der anderen Fraktionen aus dem Urlaub zurückgekommen. Aber es soll auch nicht der Eindruck entstehen, als seien wir hier am Ende mit unserem Latein – ein „Lebenszeichen“ kann nicht schaden. @Polarfahrtsucher hat ein interessantes Thema angeschnitten: die von Besatzungsmitgliedern der Luftschiffe aufgelieferte Post, bei der es sich in der Regel um „echte“ Bedarfspost handelt, die sich auch bei den Zeppelinpostsammlern wachsender Beliebtheit erfreut. Aber auch hier gibt es Grenzfälle – einen möchte ich zur Diskussion stellen: Die Postkarte wurde am 22. Mai 1930 bei der Südamerikafahrt 1930 auf der Etappe von Sevilla nach Recife kurz vor dem Postabwurf über Praia auf den Kapverden beim Bordpostamt aufgeliefert. Verräterisch ist der Text des vorgegebenen Leitwegs: „via Santa Cruz, Teneriffa“. Am 22. Mai war bereits bekannt, dass der ursprünglich geplante Abwurf über den kanarischen Inseln ausfallen musste – das Luftschiff hatte Verspätung, man erreichte Teneriffa erst nach Einbruch der Dunkelheit. Von daher handelt es sich also eigentlich um „philatelistische Bordpost“: der Absender (der meistens auch der Empfänger war) hatte die Karte einem Besatzungsmitglied mitgegeben und gebeten, sie zum vorgesehenen Termin beim Bordpostamt abzugeben. Im Fall meiner Karte hat das beauftragte Crew-Mitglied, der Seitenrudergänger (und Hilfs-Postbeamte) Kurt Schönherr, die Karte durch seine ergänzenden Grüße zur Besatzungspost „aufgewertet“. So interpretiere ich den gezeigten Beleg der Siegernr. 57.aa): aus einer philatelistischen Bordpost wurde ein (fast) „echter“ Besatzungspost-Beleg. Wie seht ihr das? Viele Grüße balf_de  |
|  | | Polarfahrtsucher Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 287 Alter/age: 41 Anmeldedatum: 22.06.11
 | Thema: Re: Zeppelinpost der Besatzung Mi Aug 31, 2011 5:20 pm | |
| | balf_de schrieb: | Hallo zusammen!
Ein paar Tage lang sah es hier so aus, als seien wir Zeppelinpost-Sammler die aktivsten hier im Forum. Das hat sich in letzter Zeit wieder eindeutig „normalisiert“ – vermutlich sind ein paar Sammlerfreunde der anderen Fraktionen aus dem Urlaub zurückgekommen. Aber es soll auch nicht der Eindruck entstehen, als seien wir hier am Ende mit unserem Latein – ein „Lebenszeichen“ kann nicht schaden.
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Hallo Alfred, ja eigentlich schade, dass die Zeppelinbeiträge etwas an Anzahl abnehemen, allerdings ist meine Begeisterung noch lange nicht gestillt. Hab mir auch ein paar Tage Urlaub gegönnt und bin nun wieder fit für neue Beiträge ! Schöne Belege die du hier zeigst, Vielen Dank! Genau die Frage nach "echter" Besatzungspost hab ich im "Polarfahrt" Thread auch schon gestellt (und warte noch auf etwas Unterstützung ). Ich würde ihn auch als aufgewerteten Bordpostbeleg einstufen. Sehr ähnlich dem allerersten Beleg hier im Besatzungpost Thema. Wenn man die Wahl hätte würde ich einen Beleg der von einem Besatzungmitglied komplet selbst geschrieben worden wäre vorziehen. Solche sind halt doch noch etwas seltener und werden sicher etwas höher gehandelt. Bei den Zeppelinen muss man sich natürlich schon bewusst sein, dass reine "Bedarfsbelege" , noch dazu von Besatzungsmitgliedern, die Ausnahme bleiben.
Bin wieder gespannt auf die Beiträge von Euch und hoffe wir bekommen etwas Unterstützung von anderen Mitlesern hier im Forum !
Schönen Gruss Klaus
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|  | | balf_de Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 437 Alter/age: 68 Anmeldedatum: 27.09.10
 | Thema: Re: Zeppelinpost der Besatzung Sa Sep 03, 2011 7:35 pm | |
| Hallo Klaus! | Polarfahrtsucher schrieb: | | Genau die Frage nach "echter" Besatzungspost hab ich im "Polarfahrt" Thread auch schon gestellt ... Ich würde ihn auch als aufgewerteten Bordpostbeleg einstufen. Sehr ähnlich dem allerersten Beleg hier im Besatzungpost Thema. |
Die Polarfahrt-Karte – Sieger 119.A) – wo Kurt Schönherr den Adressaten Richard Weber in Friedrichshafen grüßt, ist meiner hier zuletzt gezeigten Karte wirklich sehr ähnlich.
Ein bisschen anders sieht es bei der zuerst gezeigten Karte der Pommernfahrt (Sieger 106.Ba) aus, auf der Albert Sammt sein Autogramm hinterließ. Die wurde ja schon im Stettiner Postamt aufgeliefert und nicht im Bordpostamt.
Ähnliche Belege findet man relativ häufig; einen von „meiner“ Fahrt kann ich zeigen, den der Wachkapitän Hans von Schiller signierte: einen aus der Schweiz zugeleiteten Brief – Sieger 57.I) -, der bis Sevilla im Luftschiff befördert wurde, bevor er nach USA weiter reiste.
Um Bordpost – weder um „echte“, noch um „philatelistische“, handelt es sich bei solchen Belegen nicht. Ich würde sie auch nicht als „Besatzungspost“ bezeichnen.
Viele Grüße balf_de
  |
|  | | balf_de Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 437 Alter/age: 68 Anmeldedatum: 27.09.10
 | Thema: Re: Zeppelinpost der Besatzung Di Sep 06, 2011 3:32 pm | |
| Hallo zusammen! Es wird Zeit, wieder einen "Bedarfspost-Beleg" zu zeigen, der hierher passt: der Fahringenieur Karl Beuerle schickte "Grüße vom Äquator" an einen Bekannten in Kreuzlingen. Er gab die Karte am Tag der ersten Äquatorüberquerung eines Luftschiffs am 22. Mai 1930 beim Bordpostamt ab. Bei der nächsten Landung in Recife wurde sie der brasilianischen Staatspost übergeben und terrestrisch in die Schweiz befördert. Auch sein Kollege Max Pruss, der damals noch als Navigator an Bord war, kannte vermutlich den Schuhfabrikanten Santschi und unterschrieb die Karte ebenfalls. Wer den Film "Hindenburg" gesehen hat, der kennt Max Pruss als den heldenhaften Kapitän des LZ 129 bei seiner Unglücksfahrt. Auch die Ansichtsseite der Postkarte ist ungewöhnlich: ein Foto aus dem Friedrichshafener Zeppelin-Museum mit Beständen, die in Krieg und Nachkriegszeit verloren gingen. Viele Grüße balf_de   |
|  | | Polarfahrtsucher Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 287 Alter/age: 41 Anmeldedatum: 22.06.11
 | Thema: Re: Zeppelinpost der Besatzung Di Sep 06, 2011 7:38 pm | |
| | balf_de schrieb: | Auch die Ansichtsseite der Postkarte ist ungewöhnlich: ein Foto aus dem Friedrichshafener Zeppelin-Museum mit Beständen, die in Krieg und Nachkriegszeit verloren gingen.
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Hallo Alfred,
vielen Dank fürs zeigen dieser wunderschönen Karte. Da passt wirklich alles gut zusammen. Ein echter Hingucker. Beim Anschaun der Karte hab ich mich gefragt ob sich ein Besuch im Friedriechshafener Zeppelin Musseum auch heut noch lohnt. Ist schon jemand dort gewesen ?
Schönen Gruss Klaus |
|  | | kawa Mitglied in Gold

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 | Thema: Re: Zeppelinpost der Besatzung Di Sep 06, 2011 9:02 pm | |
| | Polarfahrtsucher schrieb: | Beim Anschaun der Karte hab ich mich gefragt ob sich ein Besuch im Friedriechshafener Zeppelin Musseum auch heut noch lohnt. Ist schon jemand dort gewesen ?
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Hallo Klaus
ja, ich finde ein Besuch lohnt sich immer. Ich war 1998 zum 1.x 2004 das 2.x 2008 das 3.x zu Besuch. Im 2010 habe ich in Friedrichshafen das Dornier-Museum besucht das am Flughafen F'Hafen zu finden ist. Dies ist nicht sehr gross, aber mit interessanten Ausstellungsobjekten und wenn man schon in F'Hafen ist, warum nicht auch gleich einen Besuch starten.
Gruss kawa
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|  | | | | Zeppelinpost der Besatzung | |
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