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| | | Zeppelinpost der Besatzung | |
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| Autor | Nachricht |
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Polarfahrtsucher Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 287 Alter/age: 41 Anmeldedatum: 22.06.11
 | Thema: Re: Zeppelinpost der Besatzung Do Okt 27, 2011 12:45 pm | |
| Hallo, danke Alfred für deine Erklärung. Jetzt habe ich auch deine Karte zur selben Person, also Stewart Albert Lehmann gefunden. Hoffe du bist nicht böse wenn ich die Karte hier reinstelle, past schließlich ausgezeichnet hier dazu. Und natürlich richtig der "berühmte" Lehmann hieß Ernst August Lehmann. | balf_de schrieb: | Der "älteste" LZ-127 Beleg, der sich einmal in meiner Sammlung befand (den ich aber nur noch als Scan zeigen kann), stammt vom 20.9.1928, als das nagelneue Luftschiff eine seiner Testfahrten für die geplante Amerikafahrt über Südwestdeutschland durchführte. Ich zeige die Karte als Kontrast zu Deinem sündhaft teuer frankierten Rundfahrtbrief der Weltrundfahrt - sie war überhaupt nicht frankiert; der Empfänger hatte 15 Rpf. Strafporto zu bezahlen. Gleichzeitig war er auch der Absender - oder besser gesagt: der "Abwerfer" der Postkarte beim Überfahren der Stadt Offenburg. Albert Lehmann war übrigens nicht der bekannte Luftschiff-Kapitän, der beim Lakehurst-Unfall starb - der hieß Ernst August Lehmann - sondern war als Stewart an Bord beschäftigt.
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Schönen Gruss Klaus
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|  | | balf_de Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 437 Alter/age: 68 Anmeldedatum: 27.09.10
 | Thema: Re: Zeppelinpost der Besatzung Do Nov 03, 2011 6:38 pm | |
| Hallo Klaus, Hallo zusammen! | Polarfahrtsucher schrieb: | | ... passt schließlich ausgezeichnet hier dazu. |
apropos "Passt dazu": nach einem unterfrankierten - bzw. unfrankierten - Beleg möchte ich einen überfrankierten Brief zeigen, der mir aber etwas rätselhaft erscheint:

Klar ist der Absender: der Fahringenieur Karl Beuerle - sowie der Leitweg: Beförderung bis nach Sevilla. Ob es sich um eine "echte" Bordpost (Sieger 57.a)) handelt oder um die "Friedrichshafener Bordpost" 57.A), darüber kann man streiten. Im Sieger-Katalog ist zur Unterscheidung vermerkt, dass Belege mit dem Bordpoststempel vom "19.5.30, geschrieben von Passagieren und Besatzungsmitgliedern" der (teureren) Nummer 57.a) zuzurechnen sind, aber ich habe da Zweifel: die Leitwegsangabe spricht dagegen; das findet man selten auf Bordpostbelegen. Aber weit spannender als diese Frage scheint mir eine andere: warum hat Beuerle hier 4 RM frankiert statt der korrekten 2 RM? Aus zahlreichen anderen Beuerle-Belegen (ich möchte hier später auch einen mehrfach aufgelieferten Rundfahrtbrief Sieger 64.R) zeigen) wissen wir, dass er über die Portosätze genau Bescheid wusste. War es ihm vielleicht zusätzliche 2 RM wert, den vielleicht einzigen 4-RM-Brief nach Sevilla zu "kreieren"? Das halte ich für eher unwahrscheinlich - die Besatzungsmitglieder waren keine reichen Leute und 2 RM waren im Depressionsjahr 1930 viel Geld!
Zunächst hatte ich eine bestimmte Hoffnung, weshalb ich den Brief umdrehte:

Schade: ich hatte gehofft, der Brief sei vielleicht erst auf der Heimfahrt - bei der zweiten Landung in Sevilla - entladen worden. Dann hätten wir es mit einem unterfrankierten Drei-Etappen-Bordpostbrief zu tun. Aber das Ankunftsdatum aus Sevilla vom 19. Mai widerlegt diese Hoffnung ...
Und schließlich birgt der Brief ein weiteres Rätsel: der Friedrichshafener Ankunftstempel vom 12. Juni Vier Wochen brauchte für den Weg von Sevilla nach Friedrichshafen noch nicht einmal die Postkutsche - und die Eisenbahn war im Jahr 1930 auch schon erfunden ... In der Regel sind auf Zeppelin-Belegen, die nach der Luftschiffbeförderung aus dem Ausland wieder nach Deutschland zurückkamen, keine deutschen Ankunftstempel abgeschlagen; die gab es nur auf Einschreiben, die ja damals noch nicht per Luftschiff befördert werden durften.
Konnte sich Karl Beuerle den "Ankunftstempel" auf dem Friedrichshafener Postamt nachträglich besorgen?
Viele Grüße balf_de |
|  | | Polarfahrtsucher Mitglied in Silber

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 287 Alter/age: 41 Anmeldedatum: 22.06.11
 | Thema: Re: Zeppelinpost der Besatzung Fr Nov 04, 2011 9:08 pm | |
| Hallo, ein sehr interessanter Beleg mit einigen Geheimnissen, danke fürs zeigen Alfred! Den Ankunftsstempel von Friedrichshafen könnte sich Hr. Beuerle in der Tat "organisiert" haben. Denke gewisse Besatzungsmitglieder hatten sehr gute Verbindungen zu der Poststelle. Zumindest halte ich es für die wahrscheinlichste Begründung. Die Verwendung der 4RM Marke bleibt rätselhaft. Oder war es ein Blanko Umschlag, der aus Mangel an Alternativen hier verwendet wurde? Vielleicht findet sich ja eine sinnvolle Erklärung. Mein Beleg kann dir leider nicht bei den Geheimnissen weiterhelfen, allerdings ebenfalls ein "Besatzungsbeleg" des Herrn Beuerle. Ein netter Zufall, da ich den Beleg vor kurzem erst ergattern konnte. Postkarte von der Ostseejahr Rundfahrt 1931 als Bordpost mit Abwurf Kopenhagen. Geschrieben und signiert von Karl Beuerle. Verwendet wurde eine schöne Photokarte " Blick aus der Passagier-Kabine auf Frankfurt". Nett dabei der große Schatten der LZ 127. Schönen Gruss Klaus   |
|  | | Kontrollratjunkie Moderator

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 847 Alter/age: 44 Anmeldedatum: 24.01.08
 | Thema: Re: Zeppelinpost der Besatzung Sa Nov 05, 2011 2:28 am | |
| | Polarfahrtsucher schrieb: | Postkarte von der Ostseejahr Rundfahrt 1931 als Bordpost mit Abwurf Kopenhagen. Geschrieben und signiert von Karl Beuerle. Verwendet wurde eine schöne Photokarte " Blick aus der Passagier-Kabine auf Frankfurt". Nett dabei der große Schatten der LZ 127.
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Hallo Klaus,
eine sehr interessante Karte der Ostsee - Rundfahrt. Mich fasziniert an dieser Fahrt vor allem der schöne Bestätigungsstempel. Die Verwendung der Ansichtskarte macht den ganzen Beleg "rund". Witzig der "Schatten über Frankfurt" in Form der Zigarre. Wenn man bedenkt, daß das herrliche Stadtbild 14 Jahre später so ganz anders ausgesehen hat. Sollte es ein Zeichen sein für das, was da auch auf Frankfurt zukam..... ?
Lieber Alfred,
zu Deinem rätselhaften überfrankierten Brief fällt mir auch nichts zielführenderes ein. Der Abschlag des "Ankunftstempel" auf dem Friedrichshafener Postamt könnte nicht doch evtl. aus Gefälligkeit erfolgt sein ? Der relativ große zeitliche Abstand ist schon seltsam.
Liebe Grüße KJ
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|  | | | | Zeppelinpost der Besatzung | |
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