Michaela Admin

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 | Thema: Kunstmaler Fritz Wolf erhielt Auftrag zur Gestaltung der Fulda-Briefmarke Sa Jul 16, 2011 4:19 pm | |
| Kunstmaler Fritz Wolf erhielt Auftrag zur Gestaltung der Fulda-Briefmarke Zum 1200. Jubiläum der Stadt Fulda im Jahr 1944 entwarf der Maler Fritz Wolf eine Briefmarke, die der Barockstadt gewidmet wurde
 Vielen Fuldaern ist das Fulda-Briefmarke heute nicht mehr bekannt, doch in einigen Haushalt ist sie sicher noch irgendwo abgelegt. Wer den bei Parzeller in Fulda gedruckten Michel-Briefmarken-Katalog zur Hand nimmt, findet die braune Wohltätigkeits-Sonder-Ausgabe: „1200 Jahre Stadt Fulda“ mit der laufenden Nummer 886 vom 11. März 1944. Außerdem ist in dem Katalog zu lesen: „Die Marke zeigt Flora aus dem Schlossgarten, im Hintergrund von links nach rechts der Dom, die Michaelskirche und die Orangerie“. Entworfen hat dieses Motiv der Kunstmaler Fritz Wolf (1891-1961). Er war einer der bekanntesten Fuldaer Kunstmaler und wurde vor allem durch seine Winterlandschaften („Schneemaler“) , Rhönbilder und Fuldaauengemälde bekannt. Seit August 1917 lebte er in Fulda, und ab Herbst 1932 wohnte er mit seiner Familie im dritten Stock des Anwesens Frankfurter Straße 3a. Der bekannte Maler wurde 1891 im rheinhessischen Badenheim geboren. Schon mit acht Jahren war Malen seine liebste Beschäftigung. 1908 kam er dann zu Kunst- und Kirchenmaler Schuto in Bingen. Im Ersten Weltkrieg 1916 in der Sommeschlacht verwundet, kam er in das Reserve-Lazarett in der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg und machte sich, neben Aktzeichnen, unter anderem in der Königlichen-Porzellan-Manufaktur Charlottenburg, mit der Porzellanmalerei vertraut. In seinem Lebenslauf von 1944 schreibt Wolf: „Aus der Wehrmacht ausgeschieden, widmete ich mich von nun an ganz der Landschaftsmalerei. Bis auf den heutigen Tag war mir die Natur stets der beste Lehrmeister.“ Nachdem Wolf vom Reichspostministerium mit dem Entwurf der Fuldaer Jubiläumsmarke betraut worden war, schickte er seine Briefmarkenentwürfe am 21. Januar 1944 nach Berlin, wo man seinen dritten Entwurf ohne Änderung übernahm. Die Fuldaer Zeitung berichtete am Mittwoch, 15. März 1944, das am folgenden Sonntag und Montag im „Künstlerheim“ (Stadtschule Universitätsstraße) ein Sonderpostamt eingerichtet sei, um die Marke zu verkaufen, bei der die Kammzähnung Verwendung fand. Die Zähnungszahl ist 14, das heißt, auf zwei Zentimeter gehen 14 Zähnungslöcher. Der Briefmarken-Jahrgang 1944 der Deutschen Reichspost umfasste 42 Sondermarken, welche alle mit einem Zuschlag versehen waren. Es gibt keine verlässlichen Angaben zur Auflagenhöhe. Kriegsbedingt entschloss sich das Reichspostministerium, dass alle Briefmarken bis auf weiteres ihre Gültigkeit behalten. Somit waren die Marken bis zur Kapitulation im Mai 1945 gültig. Die im Rastertiefdruck hergestellte Fulda-Briefmarke mit ihrem Nennwert von 12 Pfennig und einem Zuschlagswert von 38 Pfennig kann man heute im Internet, egal ob gestempelt oder ungestempelt (postfrisch), für 50 Cent bis 1 Euro ohne Versand- und Versicherungskosten erhalten. Etwa 200-mal so teuer sind jedoch Marken mit einem der sechs bisher im Michel-Spezialkatalog aufgeführten Plattenfehlern.Quelle _________________ Liebe Sammlergrüsse Eure Michaela
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