Im September kommen 19 der legendären Briefmarken in ein Berliner Museum. Drei davon fand vor gut 100 Jahren ein Schuljunge. Sie brachten ihm ein Vermögen ein. Weil der Maler und Graveur sich geirrt hatte.
Zeit ist Geld - Zeitung lesen auch. Als ein Schuljunge im Jahre 1902 in der Weinhandlung Ducan & Lurguie in Bordeaux aushilft und im Hinterzimmer des Kontors die ältere Korrespondenz durchsieht, fallen ihm zwei Briefe in die Hände. Beide waren sie im Oktober 1847 angekommen. In Übersee hatte man sie aufgegeben, in Port Louis, Hauptstadt der britischen Kronkolonie Mauritius im Indischen Ozean. Der Inhalt: Ein dortiger Kollege bestätigte den Eingang einer Weinlieferung - aus Misstrauen gegenüber der örtlichen Post gleich in zwei Briefen, auf getrennten Schiffen expediert. Auch von seinem Handel berichtete er nach Bordeaux: "Von 65 Fässern 21 verkauft". Ein Erfolg? Ein Flop? Dem Jungen ist dies jetzt, 55 Jahre später, egal. Er achtet nur auf das Äußere des Briefes, erinnert sich daran, dass er erst kürzlich in einer Zeitung gelesen hat, wie wertvoll manche Postwertzeichen aus Übersee sind, vor allem die alten und seltenen. Auf einem der beiden Briefe kleben gleich zwei Marken. Eine rote mit dem Schriftzug "Postage, Mauritius, Post Office, One Penny", gedruckt rings um ein etwas grob geschnittenes Profil einer Frau, es sollte die junge Königin Victoria sein. Unmittelbar daneben das Gleiche in Blau mit dem aufgedruckten Wert: "Two Pence". Auf dem anderen Brief klebt nur die blaue Marke.Quelle
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Liebe Sammlergrüsse
Eure Michaela