Textauszug aus der Zeitschrift GÖD (Der Öffentliche Dienst aktuell) Ausgabe 7/2011, Text Judith Humer:
Fast hätte man nostalgisch werden können, angesichts des historischen Geräts, das die Staatsdruckerei im Austria-Center zur Schau stellte.
Auf beinahe zwei Jahrhunderte wechselvoller Geschichte blickt die alte Kupferdruckpresse zurück. Und sie funktioniert noch immer. Wer an ihrem Sternrad dreht - das war hier übrigens nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht - setzt ein sogenanntes Tiefdruckverfahren in Gang: Das Drehen des Sternradeslöst den Druck der Walze aus, durch den die Farbe aus den Vertiefungen herausgesogen und auf das Papier übertragen wird.
Wurde die Presse früher noch für die hochwertigsten Drucke, zum Beispiel Briefmarken eingesetzt, so ist sie heute gewissermaßen in Pension, man darf ihr Sternrad nur mehr zu besonderen Anlässen drehen. Das Ergebnis - Kunstdrucke und Marken - kann sich aber auch heute noch sehen lassen.
In diesem besonderen Fall handelte es sich um den Abzug eines in Stahl gestochenen GÖD-Wappens, das extra für den Bundeskogress entwickelt worden war. Wer den Dreh raus hatte, durfte das selbst produzierte Kunstwerk, mit einem Siegel und der Unterschrift des Künstlers versehen, mit nach Hause nehmen. Als Gegenzug erbat die Staatsdruckerei eine freiwillige Spende, die eins zu eins einem albanischen Bildungsprojekt zu Gute kommen wird........
......Nebenbei bemerkt: Ermöglicht wurde die ganze Aktion, wie das Druckverfahren selbst, durch reine Muskelkraft, nämlich die des österreichischen Bundesheeres, das.... die Druckerpresse an ihren Standort im Austria Center transportiert hatte.

Herzliche Sammlergrüße
Gerhard