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| | | Sudetenland - Ausgaben für Rumburg | |
| | Autor | Nachricht |
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Kontrollratjunkie Moderator

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 847 Alter/age: 44 Anmeldedatum: 24.01.08
 | Thema: Sudetenland - Ausgaben für Rumburg Do Dez 22, 2011 1:45 am | |
| Heute abend möchte ich noch einen Thread im Rahmen der Postgeschichte der amtlichen Ausgaben des Sudetenlandes eröffnen. Das Thema sollen die Ausgaben des Rumburger Gebietes sein. Diese Überdruck - Ausgaben von Rumburg können m.E. aufgrund der relativ hohen Auflagen vieler Werte als Einstiegsgebiet in die Sudetenlandphilatelie gelten. Diese Marken werden vielen Sammlern sicher schon einmal begegnet sein und wenn man als Nichtkenner vom Sudetenland spricht, sind meistens auch diese Marken gemeint. Das bedeutet natürlich nicht, daß es hier nicht auch spannende Dinge zu entdecken gibt. Denn auch hier gibt es Aufdruckabarten, überdruckte Leer - und Zierfelder, Plattennummern, Einheiten, seltene Stempel usw.... Mit Rumburg lässt sich auch schon eine aussagekräftige Sammlung zusammenstellen, die am Anfang auch gar nicht so teuer sein muss. Allerdings muss ich darauf hinweisen, daß es auch in diesem Teilbereich große Seltenheiten mit entsprechenden Preisen gibt. In der Folge werde ich also ein wenig aus dem Rumburger Bereich zeigen. Ich würde mich freuen, wenn sich hier noch einige Mitglieder beteiligen würden. Zum Start zeige ich zwei Belege mit Rumburger Marken, die wahrscheinlich nicht gelaufen sind und den Charakter von Sammlerbelegen haben.  Und hier noch die Befunde von Herrn Brunel dazu.  Gruß KJ
Zuletzt von Kontrollratjunkie am Do Dez 29, 2011 11:52 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
|  | | Kontrollratjunkie Moderator

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 847 Alter/age: 44 Anmeldedatum: 24.01.08
 | Thema: Plattenfehler / Besonderheiten der ersten Freimarkenausgabe Mi.Nr. 7 I Mo Dez 26, 2011 1:57 am | |
| Auch heute Abend gibt es neue Erkenntnisse zu dem Gebiet Sudetenland. Unter dem Gebiet Rumburg wird unter den Plattenfehlern / Besonderheiten der ersten Freimarkenausgabe auch die Mi.Nr. 7 I gelistet. Es ist die Benes 50 h mit dem Plattenfehler "abgeplattetes Hakenkreuz". Ich kann ein Bogenteil aus der unteren linken Bogenecke des 200`er Bogens zeigen, in dem sich dieser Plattenfehler zweimal findet. Und zwar auf Feld 123 und Feld 145. Das Bogenteil lag Herrn Brunel vor und er hat die Marken rückseitig signiert, die genannten Felder mit dem Plattenfehler jeweils mit Doppelsignum. Die Michelredaktion habe ich seinerzeit informiert und aufgrund dessen sind die Feldbestimmungen auch in den Katalog aufgenommen worden. Vorher waren die Bogenfelder nicht bekannt und einen Preis gab es auch noch nicht. Im Anhang gibt es zwei Scans der Marken, von der ganzen Einheit und die entscheidenden Werte etwas vergrößert. Gruß KJ   |
|  | | Kontrollratjunkie Moderator

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 847 Alter/age: 44 Anmeldedatum: 24.01.08
 | Thema: Re: Sudetenland - Ausgaben für Rumburg Fr Dez 30, 2011 12:00 am | |
| Heute Abend eine weitere Entdeckung zum Auftreten eines Rumburger Plattenfehlers. Unter dem Gebiet Rumburg wird unter den Zeitungsmarken Mi.Nr. 19 - 35 ein Plattenfehler II gelistet: "frei" im Aufdruck ohne i - Punkt. Laut den Angaben im Michel Spezial findet sich dieser Plattenfehler jeweils in der dritten senkrechten Reihe des Bogens. Nun habe ich einige Bogenteile aufgetrieben, die diese Annahme, die übrigens auch im Grundlagenwerk von Dr. Hörr (aktuelle Auflage von 1963) entsprechend aufgeführt wird, in Zweifel ziehen lassen. In der Anlage zeige ich einen Sechzehnerblock der Mi.Nr. 26 aus der linken unteren Bogenecke mit Plattennummer. Der i - Punkt auf allen vier Marken der Reihe drei ist ganz klar vorhanden. Der zweite Scan zeigt einen Zwölferblock der Mi.Nr. 30 aus derselben Bogenecke. Hier sind die i - Punkte fehlend ! Diese Entdeckung legt den Schluß nahe, daß der Plattenfehler II lediglich auf einer Teilauflage des Überdruckes vorkommt. Wie hoch diese Teilauflage einzuschätzen ist, kann ich aber derzeit nicht sagen. Beide Bogenteile lagen Herrn Brunel vor und er hat die Marken rückseitig signiert, die genannten Felder mit dem Plattenfehler jeweils mit Doppelsignum. Diese Entdeckungen hatte ich seinerzeit auch der Michelredaktion gemeldet. Seitdem spricht man auch dort von einer Teilauflage..... Gruß KJ   |
|  | | sudetenphilatelie Mitglied in Bronze
Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 79 Alter/age: 55 Anmeldedatum: 25.01.08
 | Thema: Ruburg Sa Dez 31, 2011 12:44 pm | |
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|  | | Kontrollratjunkie Moderator

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 847 Alter/age: 44 Anmeldedatum: 24.01.08
 | Thema: Fügner - Marken Di Jan 03, 2012 1:13 am | |
| Dank der Ermunterung von @sudetenphilatelie möchte ich hier einmal zur allgemeinen Aufklärung vergleichendes Material einstellen, auch wenn es nicht nur die Rumburger Ausgaben betrifft. Es sind die verschiedenen Überdrucke der einzelnen Gebiete auf denselben Marken. Da lässt es sich gut vergleichen, wie unterschiedlich die Aufdrucke doch ausfallen. Der erste Scan zeigt die violettblauen Handstempel aus Karlsbad.  Der zweite bringt die Handstempelüberdrucke von Maffersdorf.  Im Vergleich dazu im Scan drei die Handstempel aus Reichenberg.  Schließlich sehen wir im vierten Scan die Maschinenaufdrucke des Gebietes Rumburg im Buchdruckverfahren.  Alle Marken sind echt und einwandfrei und sind entsprechend signiert bzw. mit Fotoattesten versehen. Gruß KJ PS: Vom Gebiet Rumburg existiert nur der Wert zu 2 Kronen, die Werte zu 50 Heller und 1 Krone wurden nicht überdruckt...... |
|  | | sudetenphilatelie Mitglied in Bronze
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 | Thema: Aufdruck-Arten Di Jan 03, 2012 11:08 am | |
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|  | | Kontrollratjunkie Moderator

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 847 Alter/age: 44 Anmeldedatum: 24.01.08
 | Thema: Rumburg Ganzsache P 7 Sa Jan 07, 2012 1:04 am | |
| Heute abend möchte ich noch eine Ganzsache vorstellen, eine Rumburger Postkarte, und zwar eine überdruckte Karte Mi.Nr. P 7. Die Karte ist ungebraucht, trägt aber einen Befreiungsstempel von Warnsdorf aus dem Rumburger Gebiet. Sehr viele Orte verwendeten diese Stempel. Sie dienten dazu, den Tag der Befreiung auf den Briefen festzuhalten. Für diesen Stempel musste meist ein Zuschlag in Höhe des verwendeten Portos bezahlt werden. Damit wurde der Postverkehr finanziert, da die Postbeamten in der Interimszeit weder von den Tschechen noch von der Deutschen Reichspost Lohn bekamen. Dieser Befreiungsstempel kam alleine zur Abstempelung der Frankatur vor, aber auch gemeinsam mit dem üblichen (verstellbaren) Tagesstempel. Es gibt auch Belege mit beiden Stempelarten, bei denen die Frankatur sowohl durch den Tagesstempel, als auch durch den Befreiungsstempel entwertet wurde. Dieser Stempelzuschlag wurde an einem separaten Schalter bezahlt, die Karte hätte dann später am Verkehrsschalter zur Beförderung aufgegeben werden können. Bei der Karte handelt es sich um einen Blankobeleg, der entwertet ist, auch wenn der Stempel neben der Frankatur angebracht ist. Im Handbuch von Dr. Hörr sind Briefe abgebildet worden, die ebenfalls diesen Warnsdorfer Befreiungsstempel vom 22.09.1938 tragen, offensichtlich echt gelaufen sind und dazu weitere Wertzeichen mit späteren Stempeldaten. Gruß KJ  |
|  | | Kontrollratjunkie Moderator

Geschlecht/sex:  Beiträge / Posts: 847 Alter/age: 44 Anmeldedatum: 24.01.08
 | Thema: Plattenfehler - Brief Rumburg Do Jan 12, 2012 12:01 am | |
| Heute abend möchte ich hier auch noch ein Schmankerl in Form eines Rumburgbriefs vorzeigen. Es ist ein portorichtiger Einschreibebrief vom 12.10.1938 aus Schluckenau im Rumburger Gebiet nach Dresden. Rückseitig findet sich der Ankunftsstempel aus Dresden vom 13.10.38. Der Brief ist frankiert mit einem senkrechten Streifen der Mi.Nr. 27 vom rechten Rand zu je 100 h (1 Kr entsprach 0,12 Reichsmark) und einer 6 Pf Hindenburg - Dauermarke vom Oberrand. Damit waren die erforderlichen 42 Pf Porto für ein Inlandseinschreiben abgedeckt. Interessant ist nun, daß der Brief an eine literaturbekannte Adresse in Dresden ging, an H. Schimek in der Kasernenstraße in Dresden. Im Handbuch von Dr. Hörr sind hochwertigste Belege mit dieser Anschrift abgebildet. Auch dieser Brief trägt eine Besonderheit und macht ihn damit für mich zu einem meiner liebsten Stücke des Rumburger Gebietes. Frankiert wurde nämlich ein Dreierstreifen, bei dem jede Marke den Plattenfehler "geneigtes Hakenkreuz" trägt. Dieser Plattenfehler kommt in der zehnten und letzten senkrechten Reihe des Bogens vor. Solche Briefe dürften sehr, sehr selten sein. Irgendwo habe ich dazu auch einen Fotobefund von Herrn Brunel BPP. Gruß KJ   |
|  | | sudetenphilatelie Mitglied in Bronze
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 | Thema: Re: Sudetenland - Ausgaben für Rumburg Mo Jan 16, 2012 7:02 pm | |
| Ein sehr schöner Beleg, KJ. Dieser Brief ist inzwischen selbst "literaturbekannt" ! :-)) |
|  | | Kontrollratjunkie Moderator

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