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 Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst

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Kontrollratjunkie
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   Mo Feb 27, 2012 12:33 am

@balf_de schrieb:


Liebe Freunde!

Bitte, lasst mich noch ein ernstes Wort anhängen: zeitweilig komme ich mir hier wie ein Pausenclown vor, der zwischen zwei Verkaufsangeboten bzw. "Wertschätzungs-Anfragen", die ebenfalls ausschließlich Verkaufsmöglichkeiten evaluieren sollen, mit seinen schönsten Belegen hier auch Sammlern mit anderen Schwerpunkten sein Gebiet näherbringen will - und sie damit im Sinne eines echten Forums - also einer Kommunikationsplattform für kulturellen Austausch - mit Gleichgesinnten teilen möchte.
Natürlich ist es den Kollegen hier hoch anzurechnen, wenn sie in bester Absicht, den neuen Mitgliedern einen herzlichen Empfang zu bereiten, Zeit und Energie zur kompetenten Beantwortung aller "wertorientierter" Fragen aufwenden, selbst wenn sie es häufig nur mit Knochen zu tun haben. Auch ich habe so etwas kürzlich mit einem jugendlichen Neu-Mitglied versucht. Andererseits weiß ich wirklich nicht, ob wir dem Briefmarkenforum damit insgesamt einen Gefallen tun, wenn wir nach und nach alle ahnungslosen Briefmarkenverkäufer hier mit Informationen versorgen wollen, die anderswo vielleicht schon abgeblitzt sind. Ich fürchte, es werden dann immer mehr kommen ...
Wenn sie wenigstens die Form wahren würden - sich vorzustellen und vielleicht sogar "Danke" zu sagen ... Aber das sind ja nur Sekundärtugenden und offenbar außer Mode gekommen.

Viele Grüße
balf_de

Lieber balf_de,

lange habe ich überlegt, hier einen Kommentar abzugeben, aber ein kleines persönliches Wort soll es doch sein.
Es ist für mich nicht so, daß hier jemand den genannten Zirkusangestellten gibt.
Deine Mitarbeit in diesem Forum ist ein wahrer Glücksfall und ich denke für viele Mitglieder zu sprechen, wenn ich schreibe, daß Text und Bilder Deiner Beiträge immer ein Genuss sind. Niemand hier kann ein annähernd ähnlich großes Fachwissen vorweisen und wäre damit in der Lage, hier solche gehaltvollen Beiträge zu verfassen. Diese Tatsache ist eine große Chance für dieses Forum.
Im Übrigen lese ich ein wenig quer in der deutschsprachigen Forenlandschaft und dieser Umstand wird auch anderweitig erkannt...... gl

Sicherlich ist eine Hilfe für Neumitglieder, die oft nur Bares sehen wollen, unbefriedigend. Andererseits sehe ich das immer als Hilfe für mögliche Interessenten und auch für einen gewissen "Service" , den ein gutes Forum bieten kann und sollte.
Nicht nur einmal habe ich mich auch schon über undankbare "Verkäufer" geärgert, aber das gehört nun einmal dazu. Und darüber stehe ich, normalerweise.....

Liebe Grüße
KJ
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balf_de
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   Mi Feb 29, 2012 3:02 pm

Lieber Kontrollratjunkie!

Zunächst einmal – Dankeschön. Nicht nur für das Füllhorn von Lob, das Du unverdientermaßen über meine Beiträge ausschüttest, sondern vor allem auch für Deine persönliche Stellungnahme zum „Zirkusangestellten“.

Ja, vermutlich ist einfach ein gutes Nervenkostüm gefragt.
„Schuld“ an der zunehmenden Bewertungslastigkeit (auch geeignet für den Duden?) sind sicher nicht allein die neuen Mitglieder mit kurzer Halbwertzeit sondern die große Zurückhaltung der anderen 1.000 Mitglieder, hier für philatelistischen Input zu sorgen. Mir gefällt es offen gesagt nicht sonderlich, dass wir wenigen Zeppelinpost-Freunde in den letzten Monaten für eine spürbare Verschiebung der Schwerpunkte hier im Briefmarkenforum verantwortlich sind: für mich ist es offensichtlich, dass diese Entwicklung von mehreren früher recht aktiven Mitgliedern negativ bewertet wird und dazu geführt hat, dass sie sich kaum noch oder überhaupt nicht mehr aktiv beteiligen.

Dass postgeschichtliches Interesse nicht so sehr ausgeprägt ist, das war wohl auch schon vor der „Zeppelinpost-Invasion“ so – meine eher zaghaften Ansätze in diese Richtung waren und sind nicht sonderlich erfolgreich -, aber dass wir inzwischen weit weniger Beiträge als früher zur thematischen Philatelie lesen können, das empfinde ich als negative Entwicklung. Hier war der eigentliche Schwerpunkt des Briefmarkenforums, der vermutlich durch die inzwischen „schweigende Mehrheit“ der Mitglieder repräsentiert wird.

Ganz ehrlich: heute verstehe ich besser als vor einigen Monaten die hier artikulierten Vorbehalte gegenüber der „wertorientierten Philatelie“.
So viel zu meinem grundsätzlichen Unbehagen auch hinsichtlich der eigenen Aktivität.

@Kontrollratjunkie schrieb:
Andererseits sehe ich das immer als Hilfe für mögliche Interessenten und auch für einen gewissen "Service" , den ein gutes Forum bieten kann und sollte.
Da stimme ich Dir zu: auch das sichtliche Interesse an den betreffenden Threads spricht dafür, selbst wenn es – zum Glück – dabei etwas weniger lebhaft zugeht als bei vergleichbaren Vorgängen in „Deutschlands führendem Forum …“.

@Kontrollratjunkie schrieb:
Im Übrigen lese ich ein wenig quer in der deutschsprachigen Forenlandschaft und dieser Umstand wird auch anderweitig erkannt...... gl
Das habe ich nicht ganz verstanden: Du verwechselst mich doch nicht mit @Saintex ? (Da habe ich kürzlich bei stampsX etwas gelesen).

Hallo zusammen !

Jetzt habe ich aber lange genug diesen Thread als Vehikel für meine allgemeine Befindlichkeit benutzt. Wenigstens etwas möchte ich noch anfügen, was hierher besser passt:



Eine aus Liechtenstein zugelieferte Karte, die nach Lakehurst befördert wurde. Fast portorichtig (4,75 SFr hätte ausgereicht). Eine von 88 Karten (und 33 Briefen) aus Liechtenstein für diese Etappe.

Viele Grüße
balf_de
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Kontrollratjunkie
Moderator
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   Mi Feb 29, 2012 5:39 pm

Lieber balf_de,

noch einmal ganz kurz möchte ich diesen schönen Thread mißbrauchen, um noch einen Gedanken zu äußern.

@balf_de schrieb:

„Schuld“ an der zunehmenden Bewertungslastigkeit (auch geeignet für den Duden?) sind sicher nicht allein die neuen Mitglieder mit kurzer Halbwertzeit sondern die große Zurückhaltung der anderen 1.000 Mitglieder, hier für philatelistischen Input zu sorgen. Mir gefällt es offen gesagt nicht sonderlich, dass wir wenigen Zeppelinpost-Freunde in den letzten Monaten für eine spürbare Verschiebung der Schwerpunkte hier im Briefmarkenforum verantwortlich sind: für mich ist es offensichtlich, dass diese Entwicklung von mehreren früher recht aktiven Mitgliedern negativ bewertet wird und dazu geführt hat, dass sie sich kaum noch oder überhaupt nicht mehr aktiv beteiligen.

Dass postgeschichtliches Interesse nicht so sehr ausgeprägt ist, das war wohl auch schon vor der „Zeppelinpost-Invasion“ so – meine eher zaghaften Ansätze in diese Richtung waren und sind nicht sonderlich erfolgreich -, aber dass wir inzwischen weit weniger Beiträge als früher zur thematischen Philatelie lesen können, das empfinde ich als negative Entwicklung. Hier war der eigentliche Schwerpunkt des Briefmarkenforums, der vermutlich durch die inzwischen „schweigende Mehrheit“ der Mitglieder repräsentiert wird.

Sicherlich ist es so, daß die postgeschichtlichen Aspekte in diesem Forum von nicht so vielen Mitgliedern gepflegt werden. Aber durch interessante Beiträge darüber und laufende Vorstellung von schönen Stücken kann man doch Interesse wecken. Du beobachtest es doch auch, die Zahl der Zugriffe ist nicht schlechter als bei Thematikthemen. Und ganz ehrlich, warum schreiben denn hier keine Thematiker (mehr) ? Fühlen sie sich von den Postgeschichtlern verdrängt ? Das kann es doch nicht sein.
Ich bin immer der Meinung, die Vielfalt macht ein Forum aus. Alle Seiten sollten gebührende Berücksichtigung finden, es gibt keinen Grund für einen Rückzug. Auch "wir" Zeppelinfreunde haben doch mit Klaus und Raf. zwei Leute an Bord, die sicher nicht so intensiv dabei wären, gäbe es dieses Forum nicht.
Es liegt an den Thematikern, auch andere Sammler von ihren Gebieten zu überzeugen. Lasst sie uns motivieren, wieder aktiver zu werden.
Insofern solltest Du m.E. kein Unbehagen hinsichtlich Deiner eigenen lobenswerten Aktivität in diesem und anderen Foren haben.

@balf_de schrieb:

@Kontrollratjunkie schrieb:
Im Übrigen lese ich ein wenig quer in der deutschsprachigen Forenlandschaft und dieser Umstand wird auch anderweitig erkannt...... gl
Das habe ich nicht ganz verstanden: Du verwechselst mich doch nicht mit @Saintex ? (Da habe ich kürzlich bei stampsX etwas gelesen).

Da habe ich nichts verwechselt. In einem anderen Forum las ich unlängst, daß unser Forum doch überwiegend von Anfängern besucht würde und hier auch entsprechende Beiträge verfasst würden. Eine rühmliche Ausnahme gäbe es und das sei die Zeppelinpost.
Das kommentiere ich nicht, jedes Mitglied wird dazu eine eigene Meinung haben und das ist auch gut so.

Liebe Grüße
KJ
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Polarfahrtsucher
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   Mi Feb 29, 2012 6:24 pm

Hallo Freunde,
erstmal Glückwunsch zu diesem schönen und seltenen Zuleitungsbeleg aus Liechtenstein. Tolle Marken und toller Beleg!

Nun möchte ich mich auch noch kurz ins im Gespräch einhängen, schließlich bin ich ja auch einer von den Zeppelinern die mal erst dieses Forum und dann die ganze Welt erorbern wollten.
Nein, natürlich nicht! Ich bin lediglich froh mich hier in diesem Forum mit Gleichgesinnten auszutauschen und zu fachsimplen. Natürlich in erster Linie mehr über mein Sammelgebiet zu lernen. Und dafür möchte ich mich gleich bei allen Beteiligten bedanken.
Ich bin mir auch sicher dass eine "friedliche Koexistenz" (Was für ein Wort ?) hier in diesem Forum kein Problem sein sollte. Jeder ist seines Glückes Schmied und Möglichkeit sich hier im Forum zu Verwirklichen gibt es sicher genug.
Für mich ein Glücksfall, dass sich das Forum zur Zeit etwas in Richtung Zeppeline entwickelt und vermutliche eine kleine Anerkennung für unseres und vor allem Alfreds Wirken. Das schliesst natürlich natürlich andere Themengebiete nich aus, die müssen halt nur etwas aktiver werden!
Jedenfalls sehe ich wirklich keine "negativen" Auswirkungen. Last uns doch munter weitermachen!

Schönen Gruss
Klaus
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saintex
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   Mi Feb 29, 2012 10:12 pm

Hallo balf_de,

das verstehe ich nun überhaupt nicht. Was gefällt Dir denn nicht an meinem Beitrag in dem anderen von Dir zitierten Forum zu einer Detailfrage "Deine" Südamerikafahrt 1930 betreffend ?

Oder war meine Antwort sachlich falsch ?


saintex
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balf_de
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   Do März 01, 2012 7:18 am

Hallo Saintex!

@saintex schrieb:
Was gefällt Dir denn nicht an meinem Beitrag in dem anderen von Dir zitierten Forum zu einer Detailfrage "Deine" Südamerikafahrt 1930 betreffend ?
Ganz im Gegenteil: Deine Richtigstellung bei der Karte nach Buenos Aires war absolut korrekt - ich hätte es nicht besser formuliere können ja
Natürlich war ich neugierig, als @Kontrollratjunkie hier andeutete, dass in einem anderen Forum etwas über mich bzw. meine Beiträge hier geschrieben worden ist. Daraufhin habe ich überall nachgeschaut, habe aber nur Deinen Beitrag bei stampsX gefunden.
Und letztlich würde ich es keineswegs als abwertend empfinden, wenn jemand mich tatsächlich mit Dir verwechseln und Deine Beiträge mir zuordnen würde. Ich wollte, ich hätte Deine Ressurcen und Fähigkeiten!

Viele Grüße
balf_de
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carolinus
Mitglied
Mitglied
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   Do März 01, 2012 7:42 am

@Kontrollratjunkie schrieb:
In einem anderen Forum las ich unlängst, daß unser Forum doch überwiegend von Anfängern besucht würde und hier auch entsprechende Beiträge verfasst würden. Eine rühmliche Ausnahme gäbe es und das sei die Zeppelinpost.
@balf_de schrieb:
Natürlich war ich neugierig, als @Kontrollratjunkie hier andeutete, dass in einem anderen Forum etwas über mich bzw. meine Beiträge hier geschrieben worden ist. Daraufhin habe ich überall nachgeschaut, habe aber nur Deinen Beitrag bei stampsX gefunden.

Hallo zusammen,
der Beitrag, auf den Kontrollratjunkie sich bezog, stand im BDPh-Forum.

Link

Viele Grüße,
carolinus
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Kontrollratjunkie
Moderator
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   Do März 01, 2012 5:59 pm

Danke Carolinus,

genau den Beitrag von @Universum vom 20.02.2012 13:06 meinte ich. Darin werden allgemein die Beiträge zur Zeppelinpost gelobt, was natürlich hauptsächlich das Verdienst von @balf_de ist.

Gruß
KJ
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balf_de
Mitglied in Bronze
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   Do März 01, 2012 7:33 pm

Hallo Kontrollratjunkie, Hallo Carolinus !

Danke für die Unterstützung beim Suchen – den Beitrag hätte ich nie gefunden.
Allerdings: sonderlich euphorisch hat er mich nicht gemacht – es kommt schon auch auf den Kontext an, wenn man – als Forum – so gnadenlos „gelobt“ wird. Und Applaus von der falschen Seite ist auch nicht das, was man sich wünscht. Was lerne ich aus der Lektüre dieses Threads: dass ich lieber bei den „Anfängern“ bleibe, als mich in dieses Haifischbecken erfahrener Philatelisten zu wagen …

Zurück zum Thema:

Ein schlechtes Gewissen habe ich immer noch @Saintex gegenüber: ich wollte ihn da wirklich nicht kränken. Zumal ich es ihm verdanke, die hierher passende Karte jetzt ordentlich beschreiben zu können:


Sieger 62.A)

Aufgrund einer Sonderregelung für Luftpost, die mit der Aéropostale befördert wurde, verzichtete die paraguayische Staatspost auf ihren Portoanteil. Frankiert werden musste lediglich die Luftpostgebühr von 2.85 Pesos je 5 Gramm.
Der Wertstempel auf der Ganzsache – 70 Centavos – bedeutet demnach eine Überfrankierung. Aber diesbezüglich ist sicher davon auszugehen, dass diese Regelungen nicht überall bekannt waren - die portorichtige Frankatur war wohl eher Glücksache ...

Viele Grüße
balf_de

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Polarfahrtsucher
Mitglied in Bronze
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   Mo Apr 09, 2012 10:48 pm

Hallo Zeppelinfreunde,

möchte diesen interessanten Thread auch wieder ein wenig aufleben lassen. Diesesmal ist es mal wieder Zeit für die schönen Ikaruse der Schweizer.
Somit eine Zuleitung aus Schweiz zur Südamerikafahrt der Graf Zeppelin von Romanshorn über Friedrichshafen nach Lakehurst (Sieger 57N). Für einen Brief wurden satte 9,50 Franken verlangt, die der Belegersteller schön mit unter anderem Ikarusmarken und 5 Fr. Alpenpanorama portorichtig verklebt hat.


Auf der Rückseite ist der Ankunftsstempel von Lakehurst zu finden, diesesmal natürlich der "Richtige" mit Lakehurst Inschrift.


Hoffe auf diese Weise unseren Ikarus-Fan Mozart wieder etwas aus der Reserve zu locken und ihn wieder für Beiträge zu gewinnen.

Schönen Gruß
Klaus
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Polarfahrtsucher
Mitglied in Bronze
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   Di Aug 07, 2012 7:11 pm

Hallo Zeppelinfreunde,

zum einen möchte ich diesen Beitrag wieder etwas zu Leben erwecken und zum anderen habe ich ein paar Fragen speziel an Alfred zu diesem Beleg hier:





Also ein Beleg der Südamerikafahrt mir Anschlußflug ab Berlin nach Sevilla und weiter nach Lakehurst Sieger 57 U. Der Beleg ist mit dem Satz der Sondermarken zu Südamerikafahrt und einer 2 RM Lufpostmarke portorichtig mit 8 RM frankiert.
Allerdings ist auf dem Beleg noch eine amerikanische 15 Cent Flugpost Marke zu finden. Diese wurde vermutlich von dem Postbeamten per Kopierstift entwertet. Nun die Frage: War die Marke für einen Luftpostdienst innerhalb der USA gedacht? Wurde diese akzeptiert oder mangels Beförderung einfach annuliert?

Schön auch die Rückseite auf der neben dem typischen grünen Ankunftsstempel von Lakehurst auch eine Vignette der Briefmarkenausstellung IPOSTA 1930 Berlin zu finden ist. Unten rechts befindet sich noch ein Prüfzeichen: Asslinger BPP.

Schönen Gruß
Klaus
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saintex
Mitglied
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   Sa Aug 11, 2012 11:43 am

Hallo @Polarfahrtsucher,

zu Deiner Frage nach der 15 cent us-amerikanischen Flugpostmarke:

Bis 14.6.1927 war es in der Tat zulässig, auf Luftpostbriefen, die in Deutschland aufgeliefert wurden und die innerhalb der Vereinigten Staaten mit Luftpost befördert werden sollten, den Luftpostzuschlag für die inneramerikanische Luftpostbeförderung mit us-amerikanischen Flugpostmarken zu entrichten. So kann es bis zu diesem Zeitpunkt zu DR/USA-Mischfrankaturen kommen, die den postalischen Vorschriften entsprachen. Ab 15.6.1927 war allerdings die ausschließliche Verwendung deutscher Freimarken für derartige Luftpostsendungen ausdrücklich vorgeschrieben (Vf. Nr. 244/1927 vom 14.6.1927).

Die us-amerikanische 15 cent Flugpostmarke wurde daher (vermutlich bereits in Deutschland) als unzulässig gekennzeichnet und mit Blaustift "entwertet".

Bei einem Porto von 8 RM für die Beförderung mit dem Zeppelin bis Lakehurst hatte ich eigentlich angenommen, dass damit auch die Weiterbeförderung per Luftpost innerhalb der USA bezahlt ist. Aber weit gefehlt: Ziff. 4 der Vf. Nr.138/1930 vom 19.4.1930, die die Portosätze für die Südamerikafahrt 1930 regelte, bestimmte, dass die Weiterbeförderung von Lakehurtst per Luftpost innerhalb der USA extra zu bezahlen war.

Natürlich macht die 15 cent Marke auch von daher keinen Sinn, dass der Zeppelinbrief auf der kurzen Strecke von Lakehurst in die Sheridan Avenue im New Yorker Stadtteil Brooklyn mangels einer Flugverbindung auf gewöhnlichem Weg befördert wurde.

Die 15 cent entsprachen der im Mai 1930 geltenden Gebühr für einen
Luftpostbrief innerhalb der USA mit einem Gewicht zwischen 1 oz. und 2 oz. (ca. 28 - 56 Gramm). Auch von daher "passt" die 15 cent Marke nicht, da bekanntlich für die Südamerikafahrt eine Gewichtsbegrenzung von 20 Gramm pro Brief galt. Also leider nur "Spielerei". Aber das schreckt Euch Zeppelinpostsammler ja nicht ab. ar

Quellen:

Amtsblatt des Reichspostministeriums 1927 und 1930
James R. Adams, United States Domestic Airmail Rates in: Via Airmail - An Aerophilatelic Survey of Events, Routes, and Rates, Chicago/USA 1992


MfG

saintex
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   Sa Aug 11, 2012 12:46 pm

@saintex schrieb:

Die 15 cent entsprachen der im Mai 1930 geltenden Gebühr für einen
Luftpostbrief innerhalb der USA mit einem Gewicht zwischen 1 oz. und 2 oz. (ca. 28 - 56 Gramm). Auch von daher "passt" die 15 cent Marke nicht, da bekanntlich für die Südamerikafahrt eine Gewichtsbegrenzung von 20 Gramm pro Brief galt. Also leider nur "Spielerei". Aber das schreckt Euch Zeppelinpostsammler ja nicht ab. ar

Hallo Saintex,
wieder mal vielen Dank für deine Recherche!
Ich habe schon an eine "Spielerei" gedacht, allerdings habe ich schon einige Zeppelinbelege mit solcher "Zusatzfrankatur" gesehen die scheinbar "toleriert" worden ist. Leider finde ich momentan keinen passenden Beitrag hier im Forum, aber ich denke Alfred (@balf.de) könnte einen solchen Beleg in seiner Schublade haben.

Falls sich in deiner Sammlung ein netter Zeppelin(Bedarfs)brief befindet (da bin ich mir relativ sicher lachen ), würde ich mich freuen ihn hier sehen zu dürfen.

Schönen Gruß
Klaus
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balf_de
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   So Aug 12, 2012 10:44 pm

Hallo Klaus, Hallo zusammen!

Da kann ich ja froh sein, dass ich mich mit einem Kommentar zu Deinem interessanten Brief nicht vorgedrängt habe! Im Gegensatz zu @Saintex habe ich so gut wie keine Kenntnisse zu den amerikanischen Luftpost-Portostufen im Jahr 1930 – ich hätte lediglich ziemlich diffus sagen können, dass der Gegenwert von 15 Cent sicher mehr als ausreichend war, um ein „Upgrade“ für inneramerikanische Luftpostbeförderung zu erhalten, auch wenn diese Zusatzleistung vorschriftsgemäß mit deutschen Marken frankiert worden wäre. Und natürlich macht der „Katzensprung“ von Lakehurst in New Jersey in den Süden der Stadt New York das Ganze wirklich zur philatelistischen Spielerei.

Aber @Saintex hat natürlich Recht mit seiner Vermutung, dass wir Zeppelinpost-Sammler uns doch nicht abhalten lassen, auch solche „besonderen“ Belege zu sammeln: ein schöner Brief, zu dem man Dir nur gratulieren kann! Und die Prüfung durch Horst Aißlinger zeigt auch, dass Du keine Bedenken hinsichtlich der Echtheit haben musst. Als ich erstmals einen Brief mit einer rückseitigen Vignette zur IPOSTA 1930 sah, hatte ich diesbezüglich schwere Bedenken, da die Ausstellung erst am 12. September 1930 begann. Aber die Vignetten waren wohl schon im März erhältlich.

Dein Brief kam mir gleich irgendwie bekannt vor – schau Dir diesen einmal an. Er passt zwar nicht zur Post nach Lakehurst, aber trotzdem …


Auch hier wollte der – offenbar identische – Sammler eine Besonderheit kreieren: einen kombinierten Zeppelin-, Seepost-Brief, für den der Portoanteil der Seepost-Beförderung mit spanischen Marken frankiert wurde. Was weder erforderlich noch möglich war, wie wir wissen….
Auch die Rückseite zeigt Parallelen:


… aber ein ganz anderer Absender: kein WEKO-Stempel, sondern eine Danziger Adresse.
Mich interessiert dabei, wer oder was sich hinter dem Stempel „WEKO“ verbirgt; offensichtlich ein international aufgestelltes Unternehmen – oder Verein? Jedenfalls ist mir der Stempel schon ab und zu über den Weg gelaufen. Beispielsweise bei dieser ungewöhnlichen Karte:

… bei dem die „Besonderheit“ sich durch fehlende und „falsche“ Stempel ergibt.

Zum Thema „Mischfrankaturen“ ist hier und vor allem auch in anderen Foren schon viel geschrieben worden; auch von „tolerierten“ Mischfrankaturen z.B. bei SCADTA-Frankaturen auf deutschen Briefen – ich möchte das hier nicht nochmals aufgreifen.

Allerdings ist grundsätzlich zu sagen, dass in den ersten beiden Jahren der Postbeförderung durch LZ 127, solange der Betreibergesellschaft Luftschiffbau Zeppelin ein Portoanteil pro befördertem Poststück vertraglich zugesichert war, ausschließlich Post aus den Vertragsstaaten – neben Deutschland nur aus Danzig, Liechtenstein, den Niederlanden, Österreich, Saargebiet, Schweiz und Ungarn – befördert werden konnte. Wollten Sammler aus Italien, Tschechoslowakei, Dänemark, Polen oder anderen Nicht-Vertragsstaaten Zeppelinpost versenden, mussten sie meist mit Unterstützung eines Sammler- (oder Händler-) Freunds Poststücke aus ihrer Heimat zusätzlich mit deutschen (oder österreichischen …) Marken für die Luftschiffbeförderung freimachen (lassen).
Dass dies keine Bedarfspost war und dass diese seltenen Belege auch alle das „Gschmäckle“ der Unterbrechung des Postwegs haben, das ist uns schon bewusst. Zu kritisieren ist lediglich, dass Herrn Bayers Italien-Vatikan-DR-Mischfrankaturen in den Katalogen hoch bewertet werden, während andere Mischfrankaturen, die ganz ähnlich zustande kamen, gänzlich ignoriert bzw. wegen der „unterbrochenen Postbeförderung“ abgewertet werden. (Sieger22. Auflage, Seite 318 oben)

Aber das ist eigentlich ein anderes Thema …

Viele Grüße
balf_de
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   Do Aug 16, 2012 10:45 pm

@balf_de schrieb:

...Aber @Saintex hat natürlich Recht mit seiner Vermutung, dass wir Zeppelinpost-Sammler uns doch nicht abhalten lassen, auch solche „besonderen“ Belege zu sammeln: ein schöner Brief, zu dem man Dir nur gratulieren kann! ...

Hallo Alfred,

vielen Dank nochmal für deine Ausführungen. Ja in der Tat sind wir wohl etwas empfänglicher was solche "besonderen Belege" anbelangt. Mir macht der Beleg jedenfalls viel Freude.

Die Sache mit der IPOSTA 1930 Vignette habe ich auch schon kritisch beobachtet. Beim googeln zu diesem Thema fand ich eigentlich nur Vignette in roter Farbe. Diese scheinen die offiziellen zu sein. Denke bei den "unseren" Vignetten handelt es sich wohl um Vorläufer. Gut zu Sehen, dass auch bei deinem tollen Danzig Beleg ein Vorläufer mit dabei ist.

@balf_de schrieb:

… aber ein ganz anderer Absender: kein WEKO-Stempel, sondern eine Danziger Adresse.
Mich interessiert dabei, wer oder was sich hinter dem Stempel „WEKO“ verbirgt; offensichtlich ein international aufgestelltes Unternehmen – oder Verein?

Hier habe ich auch ein wenig nachgeforscht: WEKO steht wohl für einen internationalen Sammlerverein: WEltKOrrespondenz. Bei den fünfstelligen Nummern dürfte es sich wohl um die Mitgliedsnummer handeln.

Bei Ebay habe ich bei folgenden Los einen Vorläufer (1914) des WEKO Stempels gefunden. Denke es ist OK wenn ich den LINK hier zeige:

http://www.ebay.de/itm/alte-AK-Stempel-Sammler-Eisenach-Carl-Mayer-Weltkorrespondenz-/400310945681?pt=Ansichtskarte_Zubeh%C3%B6r&hash=item5d34644791

@Nachtrag: Hier noch mal eine Vignette des Sammlervereins:



Hoffe ich konnte dir lieber Alfred hier ein klein wenig weiterhelfen.

Schönen Gruß
Klaus
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   Mi Aug 22, 2012 7:20 pm

Hallo Klaus, Hallo zusammen!
@Polarfahrtsucher schrieb:
WEKO steht wohl für einen internationalen Sammlerverein: WEltKOrrespondenz. Bei den fünfstelligen Nummern dürfte es sich wohl um die Mitgliedsnummer handeln.
Alles klar – wenn man es weiß, ist es eigentlich ganz einfach Zwinkern Vielen Dank für Deine erfolgreiche Recherche, ich habe das nicht gefunden. Aber dass es sich nicht um die Schweizer „Wettbewerbskommission“ handelt, habe ich mir schon gedacht.

Sehr gerne möchte ich diesen schönen Thread noch etwas lebendig erhalten. Haben wir eigentlich schon Bordpostbelege gezeigt, die nach Lakehurst befördert wurden?
Die Karte eines prominenten Passagiers habe ich herausgesucht:


Mr. William B. Leeds junior war wirklich eine faszinierende Persönlichkeit; als echter Globetrotter hatte er auch die Weltfundfahrt 1929 schon mitgemacht. Hier sind die Highlights seiner spannenden Vita nachzulesen:

http://major-smolinski.com/LEEDS/LEEDS1.html

Viele Grüße
balf_de
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balf_de
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   Sa Aug 25, 2012 7:08 pm

Hallo zusammen!

Ein „Schnäppchen“ kann man es zwar nicht gerade nennen, was ich mir vor ein paar Tagen selbst zum kurz bevorstehenden Geburtstag geschenkt habe (der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt zuerst) – schon eher einen kapitalen „Schnapp“:
In der englischen Bucht, wo ich eigentlich schon seit längerem nichts mehr gefunden habe, fiel mir dieses Angebot auf:


Offensichtlich hat der Verkäufer nicht erkannt, dass er ein FDC der Michelnummer 328 – Scott C15 – im Angebot hatte; bestimmt hätte er sonst die wesentlich höhere Notierung im Sieger-Katalog erwähnt.
Jedenfalls fand ich die Sache interessant genug, um auf den Brief zu bieten – immerhin fehlt in meiner Sammlung ein Brief aus Washington vom 19. April 1930 mit der 2,60 $ - Sondermarke. Allerdings war ich in Anbetracht meines sehr zurückhaltenden Angebots wirklich überrascht, dass ich 10 Tage lang der einzige Bieter blieb und mir der Brief zum Ausrufpreis zugeschlagen wurde, der für einen „normalen“ 64C-Brief zwar relativ hoch, für einen Ersttagsbrief aber ausgesprochen günstig war.

Eigentlich kann ich mir den Vorgang nur so erklären, dass die sonst so „First-Day-affinen“ amerikanischen Sammler ausschließlich in ihre eigene „Bucht“ schauen und Angebote aus dem Ausland nicht beachten.

Jetzt warte ich noch auf die Ankunft des Briefs – zum Geburtstag wird es wohl nicht ganz reichen …


Viele Grüße
balf_de

PS: gerade sehe ich, dass durch das Kopieren der eBay-Seite (weil ich die Preise retuschieren wollte) der Text kaum mehr lesbar ist. Daher füge ich eine kurze Erklärung an: der Verkäufer kommt aus Wiltshire in Großbritannien, der Bief war in Pfund ausgepreist. Zur Katalognotierung heißt es: "Sieger 64C cat. 900 euro, Michel 66G cat 1000 euro"
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   Mi März 13, 2013 6:23 pm

Hallo Zeppeliner,
hier möchte ich euch folgendes Stück vorstellen:




Eine Karte der Südamerikafahrt 1930 die in Friedrichshafen als Bordpost aufgeliefert wurde. Laut Leitvermerk hätte die Karte nach Cuba (Havanna) verschickt werden sollen. Dies sah der Postbeamte ebenso und vermerkte auf der Karte ein "h" für den Bestimmungsort Havanna. Leider ist scheinbar anschließend einiges schief gelaufen. Havanna wurden schlechten Wetters nicht überflogen, stattdessen wurde die Post erst über Lakehurst nach Cuba geleitet.
Vermutlich ist die amerikanische Empfängeradresse mit Schuld warum man den Beförderungsweg vereinfachte und die Karte gleich über Lakehurst zum Bestimmungsort in New York zustellte.
Somit ist auch der Ankunftsstempel von Lakehurst (und nicht der Rückankunftstempel von New York) abgeschlagen, der (in der Regel) bei den Belegen von Havanna fehlt.
Schade, denn den amerikanischen Sendern war die Ettape Havanna nur wenig bekannt, und wäre somit eine kleine Rarität gewesen.
Also nur eine Sieger 57F statt 57FF ? Oder habe ich doch ein Detail übersehen?

Schönen Gruß
Klaus
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balf_de
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   Mi März 13, 2013 11:44 pm

Hallo Klaus,

@Polarfahrtsucher schrieb:
.. Vermutlich ist die amerikanische Empfängeradresse mit Schuld warum man den Beförderungsweg vereinfachte und die Karte gleich über Lakehurst zum Bestimmungsort in New York zustellte.
Das siehst Du sicher richtig: allerdings kommt es wesentlich seltener vor als man annehmen sollte.

@Polarfahrtsucher schrieb:
.. Schade, denn den amerikanischen Sendern war die Etappe Havanna nur wenig bekannt, und wäre somit eine kleine Rarität gewesen.
Grundsätzlich richtig – aber woraus schließt Du, daß wir es mit einem amerikanischen Absender zu tun haben? Einiges spricht dagegen: keine von-Meister-Auflieferung, eine deutsche Postkarte (wenn auch aus dem Vorjahr …), der deutsche Leitvermerk.
Wir haben uns wohl alle schon mehr oder minder damit abgefunden, dass die meiste Post an den Absender zurück ging rw

@Polarfahrtsucher schrieb:
Also nur eine Sieger 57F statt 57FF ? Oder habe ich doch ein Detail übersehen?
Die „Kleinigkeit“, die Du übersehen hast, ist der amerikanische Rhombenstempel Type I : der ist für deutsche Poststücke (genauer: nicht in New York aufgelieferte amerikanisch frankierte Belege) in Lakehurst eigentlich als Durchgangsstempel für weiterbeförderte Post gebraucht worden. Er würde zur Weiterleitung nach Havanna passen. Aber man hat es sich dann wohl anders überlegt: der grüne Lakehurst-Ankunftstempel spricht zusammen mit dem fehlenden Havanna-Stempel gegen 57.FF

Aber eine seltene Stempelkombination ist das allemal. Bevor Du die Karte aus Enttäuschung entsorgst, gib mir bitte Bescheid, wo Dein Papierkorb zu finden ist ….

Viele Grüße
balf_de (Alfred)
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Polarfahrtsucher
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   Do März 14, 2013 7:38 pm

Hallo Alfred,
wieder mal vielen Dank für deine Informationen und Berichtigungen!
@balf_de schrieb:

Grundsätzlich richtig – aber woraus schließt Du, daß wir es mit einem amerikanischen Absender zu tun haben? Einiges spricht dagegen: keine von-Meister-Auflieferung, eine deutsche Postkarte (wenn auch aus dem Vorjahr …), der deutsche Leitvermerk.
Wir haben uns wohl alle schon mehr oder minder damit abgefunden, dass die meiste Post an den Absender zurück ging rw
Ja, da hast du in der Tat recht. Eigentlich ist nicht davon auszugehen, dass es sich hier um eine "amerikanische Auflieferung" handelt. Deine Argumente sind logisch und vermutlich habe ich mich von der amerikanischen Adressangabe blenden lassen! oh

@balf_de schrieb:

Aber eine seltene Stempelkombination ist das allemal. Bevor Du die Karte aus Enttäuschung entsorgst, gib mir bitte Bescheid, wo Dein Papierkorb zu finden ist ….
In der Tat habe ich mich auf der Suche nach dem wahren Beförderungsweg blenden lassen und so gar nicht registriert, dass der Rhombenstempel eigentlich gar nicht dazugehören sollte. Aber alzu entäuscht bin ich natürlich nicht über den fehlenden Ankunftsstempel von Havanna und so wird sich der Beleg trotzdem in meiner Sammlung wohlfühlen. lachen



Vielleicht zusammen mit diesem Beleg auf einer schönen Albumseite: (was er auch tut lachen )




Diesesmal also ein "echter" Sieger 57FF mit passenden Ankunftstempel von Havanna und ohne den grünen Lakehurststempel. Schön wär allerdings dieser schon gewesen, denn manchmal (und wirklich nur manchmal) ist dieser auch auf echter Havannapost zu finden.
Hier die Empfängeradresse in Cuba und vermutlich auch mit ein Grund für die korrekte Beförderung. Der Absender ist hier der bekannte (aber etwas in Ungnade gefallene) englische Händler John S. Davis (@Saintex hat darüber berichtet).

Schönen Gruß
Klaus

P.S. @Alfred: Da muss man wohl den Begriff "Papierkorb-Post-Sammler" etwas neu definieren! lachen

Hoffe es ist in Ordnung hier auch Havanna Belege zu zeigen, aber ganz falsch ist man ja mit Lakehurst auch nicht.
Vielleicht möchtest du uns noch so manches Stück zeigen?

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balf_de
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   Fr März 15, 2013 4:33 pm

Hallo Klaus,

@Polarfahrtsucher schrieb:
Diesmal also ein "echter" Sieger 57FF mit passendem Ankunftstempel von Havanna und ohne den grünen Lakehurststempel. …
Dafür aber mit einem bildschönen Abschlag des attraktiven Fahnenstempels aus Havanna, der sonst zumeist nur bruchstückhaft zu sehen ist. Es würde mich nicht wundern, wenn @kawa hier sogar den Flugzeugtyp identifizieren könnte! ja

@Polarfahrtsucher schrieb:
Schön wär allerdings dieser schon gewesen, denn manchmal (und wirklich nur manchmal) ist dieser auch auf echter Havannapost zu finden.
Dass die Kombination beider in Lakehurst verwendeter Stempel selten ist, kann ich nur bestätigen. Einen Brief kann ich zeigen, der zu den „Rosinen“ aus meiner Sammlung gehört:


Glaubt man Herr Felzmann aus Düsseldorf, so gibt es nur zwei Poststücke aus USA, die mit der SAF 1930 via Friedrichshafen und Lakehurst nach Havanna befördert wurden.

@Polarfahrtsucher schrieb:
Hoffe es ist in Ordnung hier auch Havanna Belege zu zeigen, aber ganz falsch ist man ja mit Lakehurst auch nicht.
Da hast Du natürlich recht: die Luftschiffbeförderung war ebenfalls in Lakehurst zu Ende. Man kann natürlich die separate Katalogisierung der „Etappe“ nach Havanna in Frage stellen, aber ich finde, die Havanna-Belege geben der Fahrt noch ein zusätzliches exotisches Flair.
Jedenfalls bin ich sehr einverstanden, hier auch noch ein paar nach Havanna beförderte Poststücke zu zeigen.

Viele Grüße
Alfred (balf_de)
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Polarfahrtsucher
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   So März 17, 2013 11:56 am

Hallo Alfred,
vielen Dank fürs Zeigen dieser schönen "Perle"! Da kriegt man in der Tat Lust auf mehr!
Leider habe ich bereits mein "Pulver" bei den Havannabelegen schon verschossen, und so hoffe ich weitere Stücke deiner Sammlung!

@balf_de schrieb:

Dafür aber mit einem bildschönen Abschlag des attraktiven Fahnenstempels aus Havanna, der sonst zumeist nur bruchstückhaft zu sehen ist. Es würde mich nicht wundern, wenn @kawa hier sogar den Flugzeugtyp identifizieren könnte! ja

Ja, auch mir gefällt dieser Stempel sehr. Eine fast identische Version ist auch der Ankunftsstempel von Miami (z.B. bei der Chicagofahrt zu finden). Scheinbar haben hier die Postler eng zusammengearbeitet. Oder war es ein damals eine allgemein gängiger Stempelabschlag?


Vielen Dank
Schönen Gruß
Klaus
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balf_de
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   So März 17, 2013 2:01 pm

Hallo Klaus,
das ist wirklich ein bildschöner Abschlag! Ich denke, sowohl in Kuba als auch in den USA sollten diese Werbestempel die Postkunden zur Nutzung der damals nicht ganz billigen Luftpost-Beförderung animieren und in der Werbung ist bekanntlich - auch heute nach - die Attraktivität, die auch auffällt, ein besonders wichtiges Kriterium. Was hälst Du von der StampsX-Stempeldatenbank? Denen könntest Du sicher eine Freude machen ...

Hallo zusammen,

gestern, bei einem Treffen unserer Zeppelinpost-Arbeitsgemeinschaft in Medenbach, wurde ich an unseren Thread hier erinnert. Neben mir saß ein Sammlerfreund, dessen Sammlung Liechtensteiner Zeppelinpost ich schon vor einigen Jahren in einer Sindelfinger Ausstellung bewundern konnte: sie gehört zu den philatelistisch attraktivsten Zeppelinpost-Sammlungen, die ich kenne, was natürlich nicht zuletzt auch an den bildschönen Liechtensteiner Briefmarken der 1930er Jahre liegt. Ich kann mir jedenfalls kaum eine bessere Werbung für unser Sammelgebiet vorstellen als die Ausstellungssammlung meines Tischnachbarn.

Als er mir erklärte, dass ihm aus „meiner“ Südamerikafahrt 1930 ein einziger Beleg, fehle, nämlich die „Etappe“ nach Havanna und ich ihm daraufhin diese Karte zeigen konnte …



… da hätte ich gestern ein Geschäft machen können, denn er bot mir deutlich mehr dafür, als ich vor ein paar Jahren bezahlt habe. Aber als ich mir die beförderten Stückzahlen von Liechtensteiner Post nach Havanna ansah – 39 Karten und 8 Briefe -, da habe ich ihm lieber doch eine Absage erteilt. Wer weiß, wie lange ich mich über die gleiche schmerzliche Lücke geärgert hätte …

Bitte erlaubt mir, bei dieser Gelegenheit etwas zu Arbeitsgemeinschaften im Allgemeinen zu sagen: es ist zwar sicher richtig, dass man immer häufiger Klagen über die Überalterung der Mitglieder von Vereinen und Arbeitsgemeinschaften hört und deren mangelnde „Internet-Affinität“ beklagt, die letztlich auch für das Desinteresse von Jugendlichen an der Philatelie verantwortlich gemacht wird.
Doch dem ist aus meiner Sicht entgegen zu halten, dass kein Internet – auch kein noch so kommunikativ orientiertes Briefmarkenforum – den persönlichen Austausch mit gleichgesinnten Sammlern ersetzen kann. Ich freue mich jedenfalls schon heute auf das Treffen der Baden-ArGe am nächsten Samstag, wo mir aufgrund des dort versammelten „geballten Skills“ ganz sicher wieder einige komplexe postgeschichtliche Fragen beantwortet werden, die ich für das Treffen vorbereitet habe.
Bei „meiner“ Brasilien-ArGe bin ich an einem Gemeinschaftsprojekt beteiligt: wir suchen für brasilianische Zeppelinpost alle möglichen Stempel der Condor-Agenturen (und ihre verwendeten Stempelfarben), um damit ein Literatur-Exponat für die Ausstellung in Rio de Janeiro im November zu generieren. Und nicht zuletzt auch ein zusätzliches Werkzeug zur Fälschungsbekämpfung.

Richtig ist, dass meine Zeppelinpost-ArGe zwar eine wirklich vernachlässigte Internet-Homepage hat – man sollte sie in dieser Form wirklich besser löschen – aber es ist einfach billig angesichts der großen Anstrengungen, die einige Mitglieder (es sind wie überall immer nur ein paar wenige) für unsere ArGe-Zeitschrift „Zeppelinpost“ auf sich nehmen - auch die Älteren unter uns profitieren davon trotz ihres gesunden Misstrauens gegenüber dem Internet -, unsere Arbeitsgemeinschaft als abschreckendes Beispiel für mangelnde Zukunftsfähigkeit darzustellen, wie es kürzlich in einem anderen Forum geschehen ist. Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass man dort die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft und ihre handelnden Personen überhaupt nicht kennt.

Und eines fällt mir noch ein: wie ich lieber in eine Buchhandlung gehe statt bei Amazon zu bestellen oder in dem Tante-Emma-Laden in meiner Nachbarschaft einkaufen würde, der aber leider jetzt schließen musste, als beim Discounter, so suche ich nach Briefmarken lieber in der „analogen Welt“ statt bei e-Bay und Konsorten. Wenn die Kassandra-Rufer recht behalten sollten, dass die Phiatelie eines Tages untergehen wird, glaube ich eher hier die Ursachen zu finden. Meine Euphorie gegenüber dieser Art von Globalisierung ist jedenfalls angesichts der ausufernden Täuschungs- und Betrugsversuche in der so verherrlichten „digitalen Welt“ und ihrer desaströsen Wirkung für die Philatelie gründlich vergangen.

Danke, dass ihr mir so lange „zugehört“ habt.

Viele Grüße
balf_de
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balf_de
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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   Di Apr 30, 2013 4:04 pm

Hallo zusammen,

nachdem dieser Thread sich bei den letzten Beiträgen eher zu einem „Post nach Havanna“-Thread gewandelt hat, möchte ich ihn heute wieder auf den Ausgangspunkt zurückführen:
Neu in meine Zeppelinpost-Sammlung „Südamerikafahrt 1930“ konnte ich diesen bolivianischen Brief integrieren:


Während der Sieger-Katalog bei der bolivianischen Post lediglich philatelistisch nach den verwendeten Sondermarken differenziert - alle wie bei meinem Brief mit der 3 Boliviano-Marke für die Luftschiffbeförderung frankierten Belege werden unter Nr. 60.B) geführt -, macht es der Michelkatalog in postgeschichtlicher Hinsicht besser: Post nach Lakehurst heißt hier Nr. 66C); mit 3-Bs-Frankatur entsprechend MiNr 66C)b.

Neben der Luftschiff-Beförderungsgebühr von 3 Bolivianos für einen maximal 10 Gramm schweren Brief (bis 20 Gramm kosteten 6 Bs, Postkarten 1,50 Bs) – MiNr. 186 – wurden weitere 15 Centavos (MiNr. 188, 189) als normales Auslands-Briefporto frankiert.

Einig sind sich beide Kataloge bezüglich der Anzahl beförderter Belege: Michel nennt 188 Belege; bei Sieger werden sie nach 13 Postkarten und 175 Briefen aufgeschlüsselt.

Übrigens: wenn ich oben geschrieben habe „... möchte ich ihn heute wieder auf den Ausgangspunkt zurückführen ...“, so stimmt das eigentlich nicht: viel lieber hätte ich einen bolivianischen Brief gezeigt, der für Havanna bestimmt war. Denn während man „Bolivianer“ nach Lakehurst hin und wieder einmal zu Gesicht bekommt, habe ich noch keinen der 6 nach Havanna adressierten Belege (2 Karten, 4 Briefe) gesehen. Auch habe ich nichts davon gehört, dass einer der Belege auf dem Markt aufgetaucht wäre.

Falls das doch noch einmal geschieht, dann hätte ich gerne, dass der Verkäufer sich bei seiner Preisfindung nach dem Sieger-Katalog orientiert ...

Viele Grüße
balf_de

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BeitragThema: Re: Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst   Mi Mai 01, 2013 1:04 pm

Hallo Alfred, Hallo Sammlerfreunde,

vielen Dank wieder einmal für die "Insider" Informationen speziel zum Thema Bolivianische Post. Leider kann ich zu diesem Thema kein Stück zeigen, bisher hat sich noch kein Beleg von Bolivien in meine Sammlung verirrt.
Und so komme ich wieder zum Ausgangspunkt "Post nach Lakehurst" zurück, auch wenn ich fürchte hier einen "Irrläufer" zu zeigen:



Sieht man sich diese, etwas sterrile, Karte an erwartet man auf der Rückseite einen Lakehurst Ankunftsstempel vorzufinden. Allerdings präsentiert sich die Rückseite ebenfalls nüchtern:



Mein erster Gedanke war, die Poststelle in Lakehurst hätte schlicht den Ankunftsstempel unterschlagen, allerdings waren gerade die Amerikaner mit den Abstempeln der Belege sehr gewissenhaft. Bei genauer Betrachtung begann ich aber eine andere Theorie zu entwickeln.
Der Absender der Karte machte die Destination mit dem Leitvermerk auf der Karte deutlich. Sie sollte also nach Lakehurst gehen und später auf "normalen" Postweg nach OHIO weitergeleitet werden. Allerdings stimmt die Portostufe nicht. Für eine Karte nach Lakehurst wären 4 RM Porto fällig gewesen (die Amerikaner setzten sogar fälschlicherweise 5 RM an). Auch die 1 Cent Frankatur der amerikanischen Ganzsache hilft hier natürlich nicht weiter. Die Karte war nur als Trägerstoff gedacht, vielleicht hoffte man auch auf eine Abstempelung. Von einer Zweiländerfrankatur kann man hier natürlich nicht ausgehen.
Bleibt also nur ein Porto welches für die Etappe nach Rio bzw. Pernambuco ausgereicht hätte. Vermutlich sah dies der Postbeamte in Friedrichshafen genauso und versah die Karte mit einem recht versteckten Kürzel auf der Karte (unten links). Also ein kleines "r" für Rio!
Hier etwas vergrößert und farblich etwas aufgefrischt:



Diese Lösung erscheint einleuchtend, schließlich wäre damit das Porto ausreichend gewesen und der Beleg wäre trotzdem (über normale Post) an seinen Bestimmungsort angekommen.

Warum allerdings weder ein Ankunftsstempel von Rio bzw. Ohio abgeschlagen ist bleibt mir jedoch ein Rätsel.

Schönen Gruß
Klaus

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Südamerikafahrt 1930, Post nach Lakehurst

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