Claudia Cardinaleitalienische Schauspielerin
Claudia Cardinale wurde am 15. April 1939 in Tunis als Kind eines Italieners und einer Französin geboren. Eigentlich wollte sie Lehrerin werden, doch mit 18 Jahren (1957) gewann sie einen Schönheitswettbewerb, kam zur Biennale nach Venedig und erhielt auf Anhieb viele Filmangebote. Mit der Vides-Produktion schloss sie einen Vertrag und besuchte die italienische Filmhochschule "Centro sperimentale". Nebenbei filmte sie. Der Vertrag enthielt einige Klauseln. Unter anderem durfte sie ihe Haare nicht ohne Erlaubnis schneiden, heiraten oder an Gewicht zunehmen. Franco Cristaldi, Vides-Produzent, war anfangs ihr Mentor, von 1966 - 1975 dann ihr Ehemann.
Dank ihrer Leistungen und natürlich auch ihrer Ausstrahlung eroberte sie sich neben Sophia Loren eine führende Position im internationalen Film.
1960 arbeitete sie das erste Mal mit Luchino Visconti. In Rocco und seine Brüder spielte sie zwar nur eine kleine Rolle, aber sie blieb nicht unbemerkt. 1963 spielte sie an der Seite von Burt Lancaster und Alain Delon in "Der Leopard".
Ab Mitte der 60er-Jahre spielt Claudia Cardinale auch viel im Ausland: Amerika, England, Frankreich, Spanien. Ihre Filmpartner waren Burt Lancaster, David Niven, Peter Sellers. Doch nach Hollywood überzusiedeln, lehnt sie ab.
Zusammen mit Peter Finch, Mario Adorf und Donatas Banionis dreht sie unter der Regie von Michail Kalatosow "Das rote Zelt" in der Sowjetunion.
Einen Großteil ihrer Millionengagen geht in ein Antirauschfigtprojekt, welches von der französischen Nachtklubkönigin Régine gegründet wurde.
Zitate"Ich weiß nicht, ob ich wirklich schön bin. Ich glaube, ich bin seltsam!"
CC zu ihrem Erfolg: "Der Grund ist meine Zusammenarbeit mit großen Regisseuren wie Fellini, Visconti, Comencini, Rosi, Germi. Außerdem sehen die Kinobesucher in mir die Verkörperung des einfachen Mädchens."
Andere über Claudia CardinaleAlberto Moravia: "Der Charakter ihrer Schönheit, das, was Sie das Seltsame Ihrer Schönheit nennen, stammt aus dem sehr starken Gegensatz zwischen dem kleinen Kopf und der großen person. Ferner aus dem Gegensatz zwischen dem kindlichen Ausdruck des Gesichts und dem vollerblühten des weiblichen Körpers."
Marcello Mastroianni, der öfter mit CC spielte, nennt sie "die einzige normale Künstlerin", die er kenne.