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 Besonderheiten der Philatelie

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BeitragThema: Besonderheiten der Philatelie   So März 30, 2014 3:17 pm

Ich bin eigentlich nur ein DDR Briefmarkensammler, welcher davon auch nur die Anfangsjahre sammelt.
Neuerdings interessieren mich aber auch nicht alltägliche Sonderausgaben der Philatelie, die ich angefangen habe zu sammeln.
So würde ich mal gerne hier ein Thema anfangen, bei dem ich alle die besonderen Ausgaben der Philatelie anführen möchte, die mir bekannt sind und zu denen ich eine kleine Geschichte habe.
Vorreiterrolle hat hier für mich die Philatelie Österreichs (zumal ich in Tirol wohne), auch wenn ergänzend dazu auch andere Länder mit ihren Besonderheiten – die vorzustellen – interessant wären.
Würde mich auch auf eure weiteren Beispiele dazu freuen, wie ebenso auch Korrekturen, welche das Thema erweitern und ausbessern.

Als erstes möchte ich zwei Ausgaben vorstellen, die ich persönlich für solche Besonderheiten halte. Das „Porzellan-FDC“. Und dann eine scheinbar einfache Briefmarke, die nichts Besonderes wäre, die ich aber doch als was Besonderes ansehe.

Also was diesen Porzellan-FDC betrifft, welches vor 10 Tagen erschien ist, das ist ein in der Portostufe wohl nicht reeller Beleg, aber für mich mit der wohl dicksten „Briefmarke“ (falls man das so nennen kann) der Welt!  Oder kennt jemand dickere „Briefmarken“?
Die Stoffbriefmarken Österreichs waren weder so dick, oder so steif und auf alle Fälle nicht so zerbrechlich wie diese „Briefmarke“.
Was den Deutschen als Meissner Porzellan bekannt ist, welches von hohen Wert und Qualität ist, ist den Österreichern als die Augarten Porzellan bekannt. Also nicht minderwertiger.
Die Frage ist nur auch die: Wenn das die offizielle Briefmarke ist, die man als solche wirklich auf Großbriefen oder Paketen versendet, wie entwertet und befördert man das dann, ohne dass die unterwegs abfällt oder gar brechen könnte…  Die doppelseitige Klebefläche ist rund und reicht nicht an alle Ecken, womit die leicht „ausgehebelt“ werden kann…  Die hat auch ein morz Gewicht, was wiederum auch auf Porto zuschlagen kann Wink


Eine andere meiner Meinung nach einmalige Spezialität ist diese zweite normal papierene Briefmarke.
Warum ICH das als rel. „ungewöhnlich“ sehe, ist deswegen, weil normalerweise ich kenne keine andere Ausgabe in der Welt, wie diese, die von Haus aus dazu ausgelegt wäre, dass man sie nachträglich bemalt!
Normalerweise sind Briefmarken eine Art Zahlungsmittel, die genauso wie Geldscheine, von Finanzministerium (im Endstadium der Herstellung) auch zugelassen werden müssen.  Diese dürfen dann(ach) nicht verändert werden, außer durch Behörden bzw. den dafür zugedachten Postentwertungen.
Würde jemand versuchen gar drauf vorgegebenen Preis zu streichen und höheren zu schreiben, wäre das gar eine verfolgbare Straftat.
Nur die Staatsdruckerei darf im Nachhinein Veränderung machen, wie einst nach der Einführung der Euro-Briefmarken die Überdrucke bei einer A-DS mit „coolen Sprüchen“ und z.B. Kuh als Zebra zu bemalen bzw. zu bedrucken etc.
(Ich meine hier auch nicht die ersten „Marken“ nach der Euroeinführung, wo ein Postbeamter per Handschrift einen Wert eintrug.  Vielleicht anderes Mal was dazu).
Das hier ist also für mich die erste (mir bekannte) Briefmarke, wo man das Bild der Briefmarke nach Belieben (oder laut Vorgabe der Farbpunkte) selber bemalen kann (und damit ein Unikat erzeugend), die dann auch danach immer noch voll Frankaturgültig ist und nicht zuletzt auch danach philatelistischen Wert beibehält!


Was ist eure Meinung dazu?
Bitte um Korrekturen, wenn ich hier was falsch verstanden/interpretiert habe.

Danke und beste Grüße!
Jurek  Wink
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Cantus
Mitglied in Silber
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   So März 30, 2014 11:10 pm

Wenn man genau hinsieht, erblickt man die geballte Faust mit hochgestreckten Zeige- und Mittelfinger, allerdings erst bei zweiten Hinschauen; mir ist eine derartige Marke bisher noch in keinem anderen Ausgabeland bekannt geworden.

Besten Dank für's Zeigen.

Viele Grüße
Ingo
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   Mo März 31, 2014 9:09 am

Ja, werter Ingo, manchmal muss man sozusagen erstmal zweimal schauen, bis man dann einmal was sieht. Wink
Bei Briefmarken muss man eben genau schauen.
Das Victory-Zeichen (Friedenszeichen), ist weltweit (allg.) bekanntes Zeichen, und daher als solches sicher nicht selten (auch wenn ich auch keine andere Briefmarke mit solchem Zeichen kenne, was als solches dann doch nichts zu bedeuten hat).
Auch in gewisser weise das Wiederverwertungzeichen oder Erneuerungszeichen (oder ähnliches) sind die zwei sich treffende Pfeile links oben…  Genauso rechts unten das „=“-Zeichen (zwei waagerechte Balken als Symbol für Gleichberechtigung) oder sonstige Symbole…
Wie auch immer, das sind sicher weltweit sehr gängige Symbole. Aber dass man eine Briefmarke selber mit Buntstiften bemalen kann (da so beabsichtigt), und die danach sowohl postalische Gültigkeit als auch philatelistischen Wert weiter beibehält, das ist für mich persönlich (der nichts anderes Vergleichbares kennt) eine Weltneuheit.

Beste Grüße aus dem Tiroler Alpenland!  Smile
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wilma
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   Di Apr 01, 2014 6:53 pm

@Jurek schrieb:
Ja, werter Ingo, manchmal muss man sozusagen erstmal zweimal schauen, bis man dann einmal was sieht. Wink
Bei Briefmarken muss man eben genau schauen.
Das Victory-Zeichen (Friedenszeichen), ist weltweit (allg.) bekanntes Zeichen, und daher als solches sicher nicht selten (auch wenn ich auch keine andere Briefmarke mit solchem Zeichen kenne, was als solches dann doch nichts zu bedeuten hat).
Auch in gewisser weise das Wiederverwertungzeichen oder Erneuerungszeichen (oder ähnliches) sind die zwei sich treffende Pfeile links oben…  Genauso rechts unten das „=“-Zeichen (zwei waagerechte Balken als Symbol für Gleichberechtigung) oder sonstige Symbole…
Wie auch immer, das sind sicher weltweit sehr gängige Symbole. Aber dass man eine Briefmarke selber mit Buntstiften bemalen kann (da so beabsichtigt), und die danach sowohl postalische Gültigkeit als auch philatelistischen Wert weiter beibehält, das ist für mich persönlich (der nichts anderes Vergleichbares kennt) eine Weltneuheit.

Hallo zusammen,

hier nun die "ausgemalten" Symbole mit der Bezeichnung die international verständlich sind. Diesen Infofolder gab es zusammen mit der Sondermarke.




Viele Grüße aus Linz,

Wilma
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Jurek
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   Di Apr 01, 2014 9:05 pm

Danke Wilma für dieses Info. Leider hatte ich diese nicht. Ich habe mir dann nur (zusätzlich) den SONDERMARKENSET mit 4 Stück gekauft, wo ich mir sowas erhoffte, aber vergebens.
Jetzt wissen wir es, - die, die bis dato nicht gewusst haben (wie ich z. B.). Smile

Gruß von Jurek aus Tirol
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Jurek
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   Do Apr 03, 2014 5:39 am

Zu weiteren Sonderbarkeiten der österr. Philatelie, gehören die sogenannten Lentikularmarken.
Auch wenn die erste davon vor 6 Jahren erschien (April 2008), gilt die berühmte „Venus von Willendorf“ (wenn man so manchen Kommentatoren und philatelistischen Händlern glauben soll) als die erste 3D Briefmarke der Welt!
Was ist aber wirklich dran?
Erst mal am Rande: Die Bezeichnung „3D“ ist nicht ganz richtig, denn trotz des 3D-Effektes, ist das streng genommen kein 3D Bild. Im Volksmund wird sowas als „Wackelbild“ bezeichnet…  Echte 3D Bilder kennt man durch Holographie.
Andererseits, diese kommerziell angehauchte Werbung wegen der ERSTEN 3D Briefmarke der Welt, das stimmt auch nicht, da schon vor vielen Jahren waren solche „3D Briefmarken“ in Bhutan erschienen. Diese hatten damals sowas und viel mehr „auf Lager“ (z.B. gab es auch Minischallplatten als Briefmarken, etc.).
Es wird aber dagegen argumentiert (z.B. im „Eine Briefmarke entsteht“, S. 20), dass solche Mache nie den Postschalter gesehen hat.
Währenddessen ich habe selber auch schon 2x im Postamt mit solcher „Venus“ frankiert.
Ich weiß nicht, wie zuverlässig solche Aussagen sind, aber aus meinem DDR Sammelgebiet möchte ich dann zwei Punkte anführen, die vielleicht zum Nachdenken anregen könnten:

1) Die DDR-Ausgaben „5-Jahr-Plan“ mit Klischeeentwertung, die haben im Grunde auch nie den Postschalter von innen gesehen. Das war alles nur reine Geschäftemacherei mit solchen Briefmarken, die vom Haus aus ohne Gummi und mit Klischeeentwertung für Sammler ausgegeben wurden.  Dennoch gehören diese Stücke nicht minder zum DDR Sammelgebiet, wie die übrigen postalisch verwendeten Briefmarken. Darüber hinaus sind die durchaus in Teilen keine Massenware, wie der MICHEL es vorgaukelt, denn für manchen Stück davon, könnte ich auch 50 Euro in bar hinlegen! …

2) In der DDR-Philatelie gibt es eine Geschichte mit der „Lackmarke“.  In der ganzen DDR-Plilateliegeschichte gab es nur diese eine, die MiNr.339x.  Diese Lackschicht wurde nur deswegen damals aufgebracht, weil die Farbe der Briefmarke nicht trocknen wollte…  Also aufgrund einer Notwendigkeit.
Aber so mit Lackschicht, war sie eigentlich schon am Ausgabetag ungültig. Denn die Gefahr bestand daran, dass man den Stempel von der Marke wegwischen könnte und diese Briefmarke erneut zur Frankatur verwenden könnte.

Jetzt zurückkommend auf diese Keramikmarke (… oder kann man auch die Stoffmarke bei 40°C waschen und den Stempel mit Wäschefleckenentferner auswaschen? Wink), wie auch diese Kunststoffbeschichteten Lentikularmarken, müssten eigentlich erst recht ab dem Ausgabedatum postalisch UNGÜLTIG sein, da man den Stempel davon sehr leicht entfernen kann (im Gegensatz zu der erwähnten DDR-Lackmarke).
Welches österreichischer Postgesetz oder was da auch immer .. erlaubt solche Ausgaben, von denen man den Stempel leicht, ja sehr leicht abwischen kann? Bei denen ist eher doch das Problem für solche Sammler, die das echt gestempelt sammeln, diesen Stempel drauf zu erhalten!   Exclamation 

Eine andere Sache wäre auch diese Lentikularmarke, bzw. Block:

Übrigens was Block ist und was eine Briefmarke ist, ist für mich nicht immer leicht zu unterscheiden, daher nächstes Mal noch etwas dazu.
Also was diesen Block betrifft, wird auf dem kleinen Feld gar 2x darauf hingewiesen, dass sich bei dem Gebäude im Hintergrund um das: „Technisches Museum Wien“ handelt.  (Betonung durch Wiederholung?  cyclops).
Ich stelle mal hier dazu die Frage, ob so eine „Briefmarke“, nicht auch aus der Schweiz oder Deutschland stammen könnte? Denn warum könnte ein Land nicht auch über bedeutende Museen Europas eine Serie herausbringen können?   Meine Frage basiert darauf, dass auf diesem Block nirgendwo der Herausgebeland dieser Ausgabe zu erkennen ist. Allein der Bezug auf den Standort des Museums, macht die Ausgabe m. E. nicht zwingend zu einem Ausgabeland zuordenbar …   Oder seht ihr das anders?

Gruß!


Zuletzt von -Jurek am Do Apr 03, 2014 6:11 am bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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Jurek
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   Sa Apr 05, 2014 2:39 pm

Was mir manchmal Rätsel gibt, ist die Frage danach dem, was überhaupt ein Block und was eine Briefmarke ist.
Hier ein (echter 3D) Block (mit Stickerei):


Und hier einer wohl mit Kupferdruckauflage und mit Blindprägung hergestellter Block:


Nach MEINEM persönlichen Gutdünken, handelt es sich hierbei um zwei große geschnittene Briefmarken.
Blöcke zeichnen sich doch damit aus, dass da eine (oder mehr) Briefmarken drinnen sind, um die es einen Rand rund rum gibt.
Innerhalb aber nur dieser Briefmarke/n, gibt es die Staatsbezeichnung und Wertangabe, nicht aber am Blockrand oder so.
Wo trifft das auf diese Stücke zu, wenn man von „Block“ spricht?
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Gerhard
Moderator
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   Sa Apr 05, 2014 7:17 pm

-Jurek schrieb:

Und hier einer wohl mit Kupferdruckauflage und mit Blindprägung hergestellter Block:


Hallo Jurek, hallo Sammlerfreunde,

Der "Block" (wie du richtig schreibst eigentlich die Sondermarke ) Josef Hoffmann wurde in einer Auflage von 400.000 Stück in Frankreich bei der Fa. Cartor Security Printing ( wie auch die runde Fussballmarke ANK2750, über die du hier sicher noch berichten wirst ) hergestellt.
http://www.cartor.com/album/

Offsetdruck, kombiniert mit einem Teil in Prägedruck und einer 24 karätigen Blattgoldauflage.

Bild der Originalhalskette:

(Bild: Österreichisches Museum für angewandte Kunst, Wien)

Herzliche Sammlergrüße
Gerhard
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Jurek
Mitglied
Mitglied
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   Sa Apr 05, 2014 7:34 pm

Hallo Gerhard,
danke für die Infos!  Smile
Ich werde mir heuer den Austria Netto – Spezialkatalog kaufen.  Hoffe damit an mehr Infos zu kommen.  (Oder ist der MICHEL-Österreich-Spezial besser als der österreichische Spezialkatalog?).
Ich habe jetzt nur den ANK „Vierländer“ 2010, und da steht recht wenig dazu.
Dass sich hierbei um Echtgoldauflage handelt, hätte ich nicht gedacht, da dies sieht eher aus wie "Kupfer" oder "Bronze" aber nicht wie normales Gold.
Ich habe den Block 54, und von dem weiß ich (oder meine das jedenfalls zu wissen), dass sich dabei um Echtgoldauflage handelt.
Ich freue mich immer wieder für Ergänzungen und Korrekturen!

Danke, beste Sammlergrüße und schönes WE!
Jurek
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Meinhard
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   So Apr 06, 2014 3:04 pm

Hallo,

eine Besonderheit, Ausgabe Liechtenstein 2013 kann ich auch zeigen.
Block Druck auf Seidentapete mit Golddruck.

Schöne Grüße, Meinhard
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Meinhard
Mitglied in Bronze
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   So Apr 06, 2014 3:07 pm

Auch die Unterbringung der Besonderheiten sollte richtig sein.

Nachstehend ein Auszug aus "Die Briefmarke, Ausgabe 3.14) = Quellennachweiss
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Meinhard
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   So Apr 06, 2014 3:25 pm

Auch noch zeigenswert. Ausgeschnittene Marken.
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Meinhard
Mitglied in Bronze
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   So Apr 06, 2014 3:34 pm

Einen hätte ich noch zum Zeigen.
Blatt selbst gestaltet - Marke unter Hawid Folie.
Damit wäre auch die Antwort auf die richtige Unterbringung gemacht.
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Jurek
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   So Apr 06, 2014 6:02 pm

Danke für deine interessanten Bilder, Meinhard!  Smile

Seidentapete – das ist auch was nicht gerade Alltägliches…
Österreich hat quasi eine „Serviettenähnliche“ (oder sowas) Ausgabe mal rausgebracht:


Ansonsten, auch wenn von Unkundigen (irgend)welche farblich veränderten Ausgaben als was Besonders betrachtet werden (vielleicht, wenn nicht oft auch sicher, wird dafür auch noch mehr Geld verlangt…), ist es eigentlich meines Wissens so, dass es durch moderne Druckverfahren derart Farbunterschiede vermieden werden können.  Also im Grunde alles an „Farbvarianten“ bei moderneren Ausgaben, kann man als Verfälschung gelten lassen, die durch äußerliche Einflüsse verursacht worden sind.
Natürlich gibt es sehr seltene Ausnahmen (hier sind es aber gleich 4 Farbtöne!), auf die das nicht zutrifft:

(also Ausnahmen gibt es ja nach dem Verlassen der Druckerei auch), aber normalerweise gibt es heute m. W. keine echten „Farbtöne“ mehr, auch wenn manchmal bei Offsetdruck geringe Schwankungen bei dem 4-Farb-Druck gibt. …

So fein gestanzte Briefmarken wie du die aus Liechtenstein zeigst, die sind natürlich auch sehr interessant.
Welche Technik dafür verwendet wurde, weiß ich zwar nicht genau, aber eine Österreichische Ausgabe (in Gemeinschaft mit dem Staate Israel) zeigt auch eine Besonderheit und vielleicht auch sogar eine Weltneuheit:

Ich denke, dass diese Briefmarken haben die seltenste Zähnung der Welt!  Denn diese wurde nach meiner Einschätzung nicht maschinell gestanzt (bzw. perforiert), sondern berührungslos (durch Laser) ausgeschnitten.
Übrigens derart Briefmarken wie du zeigst und ich hier abgebildet habe, gibt es meines Erachtens nicht echt gelaufen und abgelöst als Einzelmarken. Denn das (Ablösen von Unterlage) überdauern sie dabei nicht heil …

Gruß
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Meinhard
Mitglied in Bronze
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   So Apr 06, 2014 8:55 pm

Hallo Jurek,

danke fürs zeigen und den Hinweis, dass die Zähnung per Laser
gemacht wurde. Habe mal den ANK gewälzt und bei Zähnung
steht hierüber nichts.
Es steht nur: Gedruckt im Kleinbogen zu 4 Marken und
Gemeinschaftsausgabe mit Israel.

Interessant ist das Ausgabedatum:
Österreich am 14.6.2010 und
Israel am 02.02.2010.
(Was ich gerade sehen, warum werden im ANK keine Auflagenzahlen mehr angeführt?)

Stelle mal beide Ausgaben und den Schwarzdruck von Österreich hier ein.

Schöne Grüße, Meinhard


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Gerhard
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   Mo Apr 07, 2014 11:24 am

-Jurek schrieb:

Ich denke, dass diese Briefmarken haben die seltenste Zähnung der Welt!  Denn diese wurde nach meiner Einschätzung nicht maschinell gestanzt (bzw. perforiert), sondern berührungslos (durch Laser) ausgeschnitten.

Hallo Jurek,

woher stammt diese Theorie, die Zähnung dieser Ausgabe wurde durch Laser erzeugt?

Ich denke, da handelt es sich um ein Missverständnis - vielmehr wurde der das Portrait von Wiesenthal umrahmende "Davidstern" durch ein spezielles Laserdruckverfahren ( was auch immer das genau bedeuten mag ) aufgebracht.

Herzliche Sammlergrüße
Gerhard
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Jurek
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   Mo Apr 07, 2014 12:03 pm

Hallo Meinhard,

danke dir auch für das komplette zeigen dieser Ausgabe, inkl. dem Schwarzdruck dazu.

Eine ganz besonders blöde Frage hätte ich mal:  Warum sind Schwarzdrucke eigentlich nicht schwarz?  Wink
Wenn man nachstehendes Beispiel mit einer Frankaturgültigen Ausgabe vergleicht, dann ist diese frankaturgültige Briefmarke wirklich schwarz, aber der „Schwarzdruck“ dazu eigentlich nur dkl. grau, oder bestenfalls schwarzgrau.


Aber im Ernst: Ich weiß auch nicht, warum im Katalog keine Auflagehöhen stehen.  Schade!
Viel zu wenige Infos stehen da überhaupt drinnen.  Nur bunte Bildchen und die allernotwendigsten Infos.
Mir hat auch noch keiner die Frage beantwortet, was besser wäre es zu kaufen (von mehr Infos her), den österreichischen Austria-Spezialkatalog, oder den deutschen MICHEL-Österreich-Spezial? …

Beste Sammlergrüße!
Jurek


Zuletzt von -Jurek am Mo Apr 07, 2014 12:24 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Jurek
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   Mo Apr 07, 2014 12:22 pm

Hallo Gerhard,

durch auch mein angesprochenes Bedauern gegenüber dem Meinhard, dass im Katalog viel zu wenige Infos enthalten sind, möchte ich zu meiner Theorie hiermit Stellung nehmen.

1) Ich beschäftige mich praktisch mit Lasern (über CNC etc) und nebenbei auch Holographie;
2) Ich komme aus graphischem Gewerbe und kenne mich auch rel. gut mit Perforation des Papiers aus, zumal ich auch das beruflich ausübte;
3) Ich kenne in der Regel den Unterschied zwischen mechanisch gestanzter Lochung und einer Laserbearbeitung;
4) Ich habe absichtlich in meinem Beitrag die 2 senkrechte Briefmarken abgebildet und nicht nur eine, da man diese Lochungen (unter Vergrößerung) besser sehen kann (auch wenn nicht so gut auf meiner Abbildung – siehe dann Original, falls Vorhanden, im Vergleich zu anderen Briefmarken).

Bei meiner Abbildung von unten angefangen sieht man gleich als erstes den noch anhängenden „Mittelstück“ der Lochung, der in der Mitte eine Brandspur trägt.  Solche Stellen gibt es 6x darin (auf meiner Abbildung) zu finden.  Sehr typisch für Laserbearbeitung.
Und wer das Original hat, wird auch feststellen, dass die Ränder der Lochungen bräunlich gefärbt sind.  Etwas, was bei mechanischen Lochungen anderer Ausgaben nicht vorkommt.
Auch wenn ich keine Infos dazu habe, würde ich einen 10er drauf verwetten, dass sich dabei um eine Laserbearbeitung der Lochung handelt.

Natürlich hast du auch Recht (was dann allg. bekannt ist, aber auch nur das), dass der „Davidstern“ (auch) mit dieser Laseranlage „angefertigt“ wurde …

(Bei weiterem Interesse und Fragen bitte schreiben, dann „schmeiße“ ich extra mein digitales Mikroskop an und mache dazu Vergleichsaufnahmen).

Beste Grüße aus Tirol!
Jurek
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Meinhard
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   Mo Apr 07, 2014 5:34 pm

Hallo Jurek,

jetzt will ich es genau wissen.
Im ANK-Spezial steht bei der Zähnung: N I C H T S ??

Vielleicht schmeißt Du Dein Gerät an und zeigst uns hier die Auflösung.
Hast Du zufällig auch die Israel-Ausgabe und wie schaut es mit der
Zähnung bei dieser Ausgabe aus?

Schöne Grüße, Meinhard
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Jurek
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   Mo Apr 07, 2014 7:15 pm

Jetzt möchte er aber wissen!  Wink

O. k., ich habe unter digitalem Mikroskop kurzerhand mal 2 Bilder gemacht. Bin etwas in Eile, daher mit der Qualität erstmal so la la… Einmal (links) von der Lasergeschnittenen Löchern, und einmal (rechts) die übliche Nadelperforation, die immer wieder bei allen anderen Ausgaben vorkommt.
Wer genug feinfühlige Fingerspitzen hat, kann auch auf der Rückseite der Briefmarken über diese Perforationslöcher streichen.  Bei Lasergeschnittenen sind die absolut plan. Bei „gestanzten“, eben kann man diese Lochränder als kleine Erhebungen fühlen …


Und nein, ich habe die Israelische Ausgabe nicht.  Ich habe nur die zwei gezeigten österreichischen Briefmarken.  Aber auch diese Israelische werden wohl genauso hergestellt worden sein, wie ich das annehme.  Du müsstest dann selber bei deinen schauen.
Diese Bilden im Grunde auch „Unikate“ in ihrer „Perforation“ des „Davidsterns“, da sie auch nie 100% identisch sind …
Aber eben sowas, muss man selber ergründen, weil im Katalog man sucht danach vergebens …

Beste Grüße aus Tirol!
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Meinhard
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   Mo Apr 07, 2014 7:20 pm

Hallo @Jurek,

von mir noch 2 Bildchen von der Gummiseite.
Beim Block von Israel schaut es in etwas gleich aus.
Meinhard

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Meinhard
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   Mo Apr 07, 2014 7:21 pm

Sehe gerade,
Du warst schneller - habe zu lange gescannt.
Danke fürs zeigen und schöne Grüße
Meinhard
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Gerhard
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   Mo Apr 07, 2014 10:56 pm

Hallo Jurek,

..die Bilder haben mich überzeugt - tatsächlich durch Laser perforiert!

Danke für diese tolle Information.

Herzliche Sammlergrüße
Gerhard
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Jurek
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   Mi Apr 09, 2014 7:02 pm

Übrigens - wenn schon hier die Rückseiten gezeigt werden, möchte ich mal diese Briefmarke (ANK 2402) von der Rückseite zeigen:


Dazu meine Frage: Wurde dieser Druck hinten auf dem Papier unter der Gummierung angebracht (d.h. auch bei gewaschenen Briefmarken vorhanden), oder über dem Gummi gedruckt, so dass nach dem „ablecken“ dies wieder verschwindet?

Nebenbei: Es kommt auch nicht besonders oft vor, dass bei Briefmarken auch „metallige“ Heißprägungen (z.B. die Goldsterne) zum Einsatz kommen…

Gruß
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wilma
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BeitragThema: Re: Besonderheiten der Philatelie   Do Apr 10, 2014 4:10 pm

-Jurek schrieb:

Dazu meine Frage: Wurde dieser Druck hinten auf dem Papier unter der Gummierung angebracht (d.h. auch bei gewaschenen Briefmarken vorhanden), oder über dem Gummi gedruckt, so dass nach dem „ablecken“ dies wieder verschwindet?Gruß

Hallo Jurek,

der Schilling Aufdruck wurde über dem Gummi angebracht. Er verschwindet also, wenn man die Rückseite anfeuchtet.



Viele Grüße,

Wilma
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