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 Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925

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kaiserschmidt
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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   Do Dez 18, 2014 11:23 am


Hallo Forumler,



zu meinem Sammelgebiet Inflation in Österreich gehören auch die Zeitungsmarken. Hier seht Ihr die 72 Heller Merkurkopf von vorne, Michel und ANK Nr. 307, auf einer Schleife, es fehlt allerdings der Adresszettel, der dürfte abgefallen sein. Die Schleife selbst ist aus alten Formularen hergestellt, das sieht man in dieser Zeit sehr häufig.
Ich möchte hier auf die Problematik der Katalogbewertungen hinweisen.
Michel bewertet das echt gestempelte Stück mit € 0,50 die Schleife mit € 180,-
Der ANK bewertet das echt gestempelte Stück mit € 1,50 und die Schleife mit € 300,-
Im Prinzip haben beide Kataloge ähnliche Bewertungen.
Der zuständige Prüfer in Österreich für dieses Gebiet Dipl. Ing. Peter Kroiss hat noch nie ein echt gestempeltes Stück geschweige eine Schleife irgendwo gesehen, schließt aber nicht aus, daß es sie gibt. Er bewertet sowohl die echt gestempelte Marke als auch die Schleife mit dem .-. Zeichen.
Das Porto hat im Februar 1922 für eine Zeitung über 35 Gramm 75 Heller betragen, da paßt die Frankatur ziemlich genau.
Für mich ist klar, daß sowohl Michel als auch ANK hier eine krasse Fehlbewertung haben und dies natürlich zum Schaden des Verkäufers.

ebay € 1,-

Kaiserschmidt




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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   Fr Dez 19, 2014 4:42 pm


Hallo Forumler,

heute möchte ich die Streifbänder des Deutsch Österreichischen Alpenvereins kurz DÖV zeigen. Diese nehmen insoweit eine Sonderstellung ein, als im Zeitraum der Inflation diese Streifbänder vorausentwertet wurden. Dies geschah bereits beim Druck der Marken und brache sowohl dem Alpenverein als auch der Post eine große Arbeitsersparnis.



Streifband für die 1. Periode 12.11.18-14.1.20 Wertendruck 5 Heller. Man sieht daß auch der Herr Brockhaus aus Leipzig Mitglied des Alpenvereins war. Schneiderbauer Nr. 8



Streifband für die 2. Periode 15.1.20-14.4.20 Werteindruck 5 Heller + 5 Heller. SB Nr. 9



Streifnband für die 2. Periode Werteindruck 10 Heller, bei Kroiss nicht gelistet, SB 14




Streifband für die 3. Periode Werteindruck 20 Heller in 2 Nuancen. SB 15 A und 15 B



Streifband für die 4. Periode Werteindruck 40 Heller. SB 16



Streifband für die 6. Periode Werteindruck 2 Kronen. SB 18

Es gibt noch ein Streifband mit dem Werteindruck 1 Krone das sehr selten ist und das ich nicht zeigen kann.
Sollte ein Mitglied darüber verfügen würde ich es gerne käuflich erwerben.

Kaiserschmidt

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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   So Dez 21, 2014 12:20 pm


Hallo Forumler,



zensurierter Brief vom Oktober 1919 von Wien in die Schweiz, Porto 25 Heller. Auch manche Briefmarkenhändler hatten dekorative Umschläge.




In der Inflationszeit gab es 3 Sonderausgaben - Musiker, Städte und die Tuberkkulosefürsorge. Diese wurden zu erhöhten Preisen an den Postschaltern verkauft. Auf portogerechten Briefen sind sie nicht so häufig.
Die Tuberkulosemarken erschienen am 6.9.22 und waren bis 31.12.24 gültig. Karte vom 24.10.24 von Grieskirchen in die CSR, begünstigtes Auslandsporto 1400 Kronen.



Kartenbrief zu 1 1/2 Kronen auffrankiert auf 10 Kronen vom 10.3.22 von Neuhaus an der Triesting nach Pottenstein. Es befinden sich 3 verschiedene Freimarkenausgaben auf dem kartenbrief, das ist auch in der Inflationszeit nicht so häufig.

Kaiserschmidt

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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   So Dez 21, 2014 6:37 pm


Hallo Forumler,



ein Reko Rückscheinbrief der Öst. Postsparkasse vom 1.11.20 von Wien nach Luzern, der dort entwertet wurde.
Schwarz umrandetet Rekozettel der Postsparkasse.
Brief 2 Kronen Reko 2 Kronen Rückschein 2 Kronen

Kaiserschmidt

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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   Mo Dez 22, 2014 3:46 pm


Hallo Forumler,

zur Ausgabe der Marken mit dem Aufdruck Deutsch-Österreich einige Belege.



Zeitungsschleife der 2. Gewichtsstufe mit dem Drucksachensonderporto nach Deutschland
aus der 1. Periode



Rekobrief aus Wien 2. Gewichtsstufe in der 1. Periode. Rekogebühr 25 Heller Brief 25 Heller



Wertbrief aus Linz über 1031,25 Kronen vom 3.12.19 nach Salzburg. Brief 2. Gewichtsstufe 25 Heller Rekogebühr 25 Heller Wertgebühr 10 Heller je 300 Kronen=40 Heller



Expreßbrief von Wien nach München in der 1. Periode. Brief 20 Heller Expreßgebühr 60 Heller



Ein Brief der 2. Periode. Briefgebühr 40 Heller Rekogebühr 60 Heller



Ein Brief der 3. Periode. Brief 80 Heller Rekogebühr 120 Heller Expreßgebühr 120 Heller

Auch 2 Ganzsachen erschienen mit dem Aufdruck DÖ, eine Posrkarte, auch in Frage und Antwort und ein Kartenbrief.



Kartenbrief der 1. Periode, Brief 20 Heller Expreß 60 Heller, Rohrpostbeförderung



Antwortkarte zu 10 Heller aus Schweden 26.9.19

Kaiserschmidt



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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   Di Dez 23, 2014 4:08 pm

Hallo Forumler,



zur Markenausgabe Renner die Markenfreund 49 gerade vorgestellt hat einige Belege.
Beginnen möchte ich heute mit der Postkarte zu 10 Heller mit dem Eindruck Wappenadler schmal. Sowohl Michel als auch Schneiderbauer führen diese Karte unter der Nummer 239, Ausgabedatum ist bei diesen
Werken keines zu finden. Bei Kroiss lese ich, daß diese Ausgabe mit 12.7.1919 angekündigt worden war, die früheste belegte Verwendung war Anfang Oktober 1919.
Meine Karte ist am 29.9.19 abgestempelt.
Vielleicht hat eines der Forummitglieder eine Karte mit einem früheren Datum.

Kaiserschmidt

http://www.briefmarken-forum.com/t6547-ank-255-ank-274#46465
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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   Di Dez 23, 2014 9:03 pm

Hallo Forumler,
durch die Inflation bedingt wurden die verausgabten Briefmarken der Rennerserie desöfteren zum Aufbrauch verwendet.  



Rekobrief in die Schweiz mit 5 verschiedenen Marken. Briefporto 1 Krone Rekogebühe 1 Krone.



Rekobrief nach München, Briefgebühr 2 Kronen Rekogebühr 2 Kronen.




Rekobrief vom 3.3.20 von Trautenfels nach Graz. Brief 40 Heller Rekogebühe 60 Heller




Rekobrief der 3. Gewichtsstufe von Wien nach Salzburg. Brief 3 Kronen Rekogebühr 2 kronen.



Expreßbrief vom 27.2.21 von Kufstein in die Schweiz. Brief 5 Kronen Expreßgebühr 2,50 Kronen.




rekobrief vom 14.9.21, Briefgebühr 5 Kronen Rekogebühr 5 Kronen.





Brief von Wien nach Amsterdam, Briefgebühr 2 Kronen.

Kaiserschmidt

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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   Mi Dez 24, 2014 3:33 pm


Hallo Forumler,

zunächst möchte ich Gerhard danken, daß er mich auf einen Fehler aufmerksamgemacht hat. Der Brief nach Salzburg mit der Massenfrankatur der 30 Heller ist gestempelt am 23.9.21 und fällt damit in die 5. Periode. Das Porto für einen Brief der 3. Gewichtsstufe hat 5 Kronen, die Rekogebühr ebenfalls 5 Kronen betragen. Der Brief ist richtig mit 10 Kronen frankiert.

Ich möchte heute die Postkarten mit dem Wertzeicheneindruck schmaler Wappenadler zeigen.



Rekokarte 17.10.19 von Rindbach bei Ebensee nach Frankreich. Karte 10 Heller Rekogebühr 25 Heller



Die Karte zu 25 Heller wurde mit 6.1.20 angekündigt. Die früheste Verwendung ist mit Anfang März 20 belegt.
Die gezeigte Karte von Wien nach Berlin ist vom 6.3.1920



Rekokarte vom 2.4.1920 von Wien nach Budapest. Karte 25 Heller Rekogebühr 60 Heller. Nach Ungarn galt bis zum 31.12.21 der Inlandstarif.



Die 40 Heller Karte erschien nur als Frage und Antwortkarte und war für das Ausland gedacht. Sie erschien jedoch zu spät und kann ohne Zusatzfrankatur nicht portorichtig verwendet vorkommen. Die gezeigte Karte F+A ist zusammenhängend und geht nach Amsterdam, gestempelt 27.9.20. Ankekündigt wurde die 40 Heller karte mit 6.1.20, die früheste Verwendung ist mt Mitte Mai belegt. Damit habe ich ein gewisses Problem, denn der Friedrich Thurzo schreibt an den Herrn in Amsterram, daß diese Karte eben erst erschienen ist.....



hier der Antwortteil der 40 Heller Karte aus Freiburg 8.1.21 bedarfsmäßig verwendet.Die Karte ist auf das Inlandsporto von 50 Heller auffrankiert, es schreibt die Firma Herder an die Gewerbebuchhandlung in Wien.



Für die 50 Heller Karte gab es keinen voraussichtlichen Ausgabetermin, die früheste belegte Verwendung ist Mitte Oktober 20. Karte vom 20.11.20 von Wien nach Brünn in Thüringen.




Rekokarte aus Wien 24.2.22 nach Argentinien, Ankunftsstempel Buenos Aires 17.3.21 Kartenporto 3 Kronen Rkogebühr 2 Kronen. Die Karte hat eine Reise in die Vergangenheit hinter sich.

Kaiserschmidt





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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   Do Dez 25, 2014 11:54 am

Hallo Forumler,

noch einige Ganzsachen mit dem Werteindruck Wappenadler schmal.



Der Kartenbrief zu 20 Heller wurde angekündigt mit 12.7.19, die früheste Verwendung ist belegt mit Ende Oktober. Kartenbrief von Ort im Innkreis 11.12.19 nach Deutschland.




Eingeschriebener Kartenbrief vom 2.1.20 von Rottenschachen nach Gmünd. Brief 20 Heller Reko 20 Heller.
Auch nach dem Friedensschluß von St. Germain gab es noch Gebietsabtretungen in Niederösterreich und in Kärnten. Rottenschachen wurde mit 31.7.20 der CSR unterstellt.



Der Kartenbrief zu 40 Heller wurde angekündigt mit 6.1.20, die früheste Verwendung ist belegt mit Ende Februar 1920.Kartenbrief aus Ort bei Gmunden vom 22.3.20 nach Wien.




In der Rohrpost erschien eine Postkarte zu 85 Heller, da sie zu spät an die Schalter kam, gibt es sie ohne Zusatzfrankatur nicht. Karte vom 5.2.21 innerhalb Wiens in der Rohrpost gelaufen. Karte 1 Krone Rohrpost 2,50 Kronen.  Die Karte ist mit 20 Heller zu niedrig frankiert.



Rohrpostkarte zu 85 Heller auffrankiert auf 12 Kronen 50, Verwendung außerhalb der Rohrpost im Mai 1922.



Auch ein Kartenbrief mit dem Werteindruck Wappenadler schmal erschien in der Rohrpost. Auch dieser kam zu spät an die Schalter, sodaß eine Verwendung ohne Zusatzfrankatur nicht möglich ist. Rohrpostkartenbrief zu 1 Krone Wien 25.2.21. Ortsbrief 1 1/2 Kronen Rohrpostgebühr 2 1/2 Kronen.
Die Rohrpostganzsachen aus dieser Zeit sind keine Massenware.

Kaiserschmidt

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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   Mo Dez 29, 2014 9:52 am

hallo Forumler,

heute einige Beispiele für die Verwendung der geschnittenen Renner - Ausgabe.



Kartenbrief zu 20 Heller vom 13.4.20 von Wien nach Gars in Bayern. Briefgebühr 40 Heller, Zusatzfrankatur der 5 und 15 Heller Renner geschnitten. Die 5 Heller Marke kann als Einzelfrankatur nicht vorkommen, auch als Zusatzwert auf Belegen ist sie selten.  Auf Brief oder Karte ist sie völlig unterbewertet.




Die geschnittenen Ausgaben der Renner Serie sind die einzigen Marken der Inflationszeit, deren Erscheinungstag bekannt sind, Ersttag ist der 20.1.1920. Brief vom Ersttag der 40 Heller Marke geschnitten von Wien in die Schweiz, der Brief ist um 1 Krone überfrankiert.



Drucksache vom 15.12.20, Mehrfachfrankatur des 5 Heller Wertes grau.  Auch hier kann es keine Einzelfrankatur geben. Drucksachenporto 20 Heller.



Rekobrief vom 29.12.20 von Wien in die Schweiz. Brief 2 Kronen Rekogebühr 2 Kronen, der Brief hat rückseitig noch 12 geschnittene Rennermarken a 25 Heller.



Reko Drucksache vom 21.2.20 von Innsbruck in die Schweiz. Drucksache 20 Heller Rekogebühr 1 Krone. Eine seltene Mehrfachfrankatur.




Reko Nachnahmebrief vom 31.7.20 von Stockerau nach Wien. Brief 2. Gewichtsstufe 1 Krone Rekogebühr 1,20 Kronen Nachnahmegebühr 0,80 Kronen. Zusammen 3 Kronen, reine Mehrfachfrankatur der 15 Heller geschnitten.

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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   Mi Dez 31, 2014 2:37 pm


Hallo Forumler,



Wertbrief einer Bank aus Salzburg, mit dem am 26.4.20 der Betrag von 2170,- Kronen nach Nußdorf am Haunsberg geschickt wurden.
Brief über 20 Gramm 1 Krone Rekogebühr 1,20 Kronen Wertgebühr je 300 Kronen 60 Heller , das ergibt in Summe genau 7 Kronen.
Del Campe € 9,-

Kaiserschmidt



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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   Mo Jan 05, 2015 8:33 pm

Hallo Forumler,

es folgen einige Belege mit der Parlament Ausgabe. Diese stellt für mich eine der schönsten Freimarkenserien
dar.



Rekobrief von Vaduz vom 19.4.20 nach Wien  Briefgebühr 2 Kronen Rekogebühr 2 Kronen. Die öst. Marken waren bis zum 31.1.21 in Liechtenstein gültig.



Rekobrief vom 3.5.22 von Hohenems nach St. Gallen in der Schweiz. Briefgebühr im Grenzverkehr zur Schweiz
45 Kronen Rekogebühr 75 Kronen.



Rekobrief vom 23.7.21  von Wien nach den USA. Brief 5 Kronen Rekogebühr 2 Kronen.



Rekobrief vom 29.12.21 von Wien nach Bratislava. Brief 25 Kronen Rekogebühr 25 Kronen.



Wertbrief vom 28.1.21 von Wien nach Zürich. Brief in der 9: Gewichtsstufe einschließlich Rekogebühr
13,60 Kronen Wertgebühr für 39 000 Kronen  99 Kronen.



Rekobrief vom Juni 1921 von Salzburg nach Schweden. Brief 5 Kronen Reko 2 Kronen.



Expreßbrief vom September 1921 von Wien nach Triest. Briefgebühr 10 Kronen Expreßgebühr 20 Kronen.

Kaiserschmidt

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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   Mi Jan 07, 2015 5:03 pm


Hallo Forumler,

die folgenden 3 Karten habe ich heute erhalten. Sie haben zusammen gerade mal 1,- Euro gekostet.



Diese Karte zu 25 Heller auffrankiertauf 50 Heller ist am 2.9.20 in Wien gestempelt und geht in die CSR.
Seir 14.3.20 galt von Österreich aus in die CSR der Weltvereinstarif und der hat zu dieser Zeit für Postkarten 80 Heller betragen. Die Karte wurde nicht beanstandet.



Diese Karte vom 11.1.21 zu 50 Heller wurde beanstandet, der Weltvereinstarif hat 80 Heller für die Auslandskarte betragen. Es wurde jedoch nicht die doppelte Nachgebühr eingehoben sondern nur die einfache Nachgebühr.



Diese Karte vom 2.6.19 ist mit 10 Heller richtig frankiert, das war damals sowohl der Inlandstarif als auch der Auslandstarif. Dennoch wurde eine Nachgebühr in Höhe von 10 Heller eingehoben.
Wenn man genau schaut sieht man auf der Karte einige Nadelpunkte - vielleicht war irgend etwas angeheftet und die Karte wurde als Brief behandelt. Die Briefgebühr hat damals 20 Heller betragen, somit war wieder der einfache Fehlbetrag als Nachgebühr verrechnet worden.
Das ist zumindest meine Vermutung, vielleicht ist ein Forummitglied dabei, der mir etwas anderes erzählen kann.

Kaiserschmidt

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Cantus
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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   So Jan 11, 2015 1:51 am

Ich möchte hier auch einmal etwas zeigen. Eine Ganzsachenkarte zu 5 Kronen, Mi. P 249, wurde mit mehreren Marken zu einer Gesamtfrankatur von 200 Kronen auffrankiert. Sie lief am 27.11.1922 von Kufstein nach Bozen.



Viele Grüße
Ingo
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kaiserschmidt
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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   Mo Jan 12, 2015 1:56 pm


Hallo Forumler,

anscheinend ist eine bessere Sammlung von Inflationsbelegen aufgelöst worden, von denen ich einige erwerben konnte.



Reko Expreß Karte von Graz nach Wien vom 8.4.20. Karte 25 Heller Reko und Expreßgebühr je 60 Heller.



Reko Expreßkarte vom 25.5.21 von Wien nach Baden in der Schweiz.Die Polizei übermittelt die Aufenthaltsbewilligung. Postkarte 3 Kronen Rekogebühr 2 Kronen Expreßgebühr 10 Kronen.



Reko Nachnahme Karte vom 12.10.22 über 32 400,- Kronen rückständige Abonnementsgebühren. Postkarte 100 Kronen Rekogebühr 320 Kronen Nachnahmegebühr 120 Kronen. Eine sehr kurze Portoperiode, sie dauerte
nur 6 Wochen.

Kaiserschmidt

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kaiserschmidt
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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   Di Jan 13, 2015 10:28 am

Hallo Forumler,

noch einige nicht so häufige Frankaturen.



Reko Expreßbrief vom 9.3.20 von Wien nach Vaduz. Brief 40 Heller reko 60 Heller Expreß 60 Heller. Es galt noch das Inlandsporto nach Liechtenstein. Seltene Mehrfachfrankatur.



Postkarte vom 21.2.25 von Wien in die Schweiz. Seltene Mehrfachfranaktur der 800 Kronen Marke.



Drucksache vom 16.9.22 in die CSR. Die Verwendung der 60 Kronen Marke als Einzelfrankatur ist sehr selten.

Kaiserschmidt
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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   Mo Jan 19, 2015 3:53 pm


Hallo Forumler,



Brief vom 17.1.1920 von Wien in die Schweiz. Mit 15.1.20 wurde die Gebühr für Auslandsbriefe von 25 Heller auf eine Krone erhöht, das sind 300 Prozent. Diese Erhöhung reichte gerade für 3 Monate, dann kam am 15.4.20 die nächste Erhöhung um 100 Prozent. Die Staatsschulden sanken dadurch rapide ab.



Rekobrief vom 13.9.22 von Judendorf nach Basel. Briefgebühr Ausland 300 Kronen, Einschreibegebühr Ausland 300 Kronen. Die 9. Portoperiode vom 21.8.22 bis zum 17.9.22 war die küzeste Zeitspanne einer Periode der öst. Inflation.

Kaiserschmidt

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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   Mi Jan 21, 2015 11:09 am


Hallo Forumler,

Heute erhielt ich einen Brief, auf den ich schon länger gewartet habe.




Expreßbrief vom 4.5.25 von Wien nach Venedig, Ankunftsstempel rückseitig 6.5.25. Briefgebühr 3000 Kronen
in das begünstigte Ausland, Expreßgebühr 8000 Kronen. Die 10 000 Kronen Marke auf Brief ist gesucht. Insgesamt waren in diesem ebay Los über 10 Briefe, alle von Franz Werfel an Alma Mahler.

Kaiserschmidt

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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   Mo Jan 26, 2015 3:07 pm


Hallo Forumler,



Karte vom 21.8.24 aus Altenstadt in Vorarlberg nach Sennwald im Kanton St. Gallen. Das begünstigte Porto im Grenzverkehr betrug für Karten in der 12. Periode vom 1.12.23-30.11.24 1200,- Kronen.

Kaiserschmidt

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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   Do Jan 29, 2015 11:53 am


Hallo Forumler,

diese beiden Privatumschläge aus der Inflationszeit habe ich heute erhalten.




Es handelt sich hier um die Umschläge Nr. 142 und 144 nach Schneiderbauer. Beide Umschläge decken das Porto für den einfachen Ortsbrief in der 4. Periode ( 1.2.21-31.7.21) ab.
Vielleicht ist es auch einmal interessant, die Katalogpreise Schneiderbauer mit den tatsächlich bezahlten Preisen zu vergleichen. Katalogpreise sind immer Händlerpreise und gelten für erstklassik erhaltene Belege.
Beide gezeigten Belege weisen kleine Mängel auf. Ich muß also einen Abschlag machen, in diesem Fall nach meiner Ansicht etwa 30 %. Gekauft habe ich diese Umschläge um je € 20,-bei Ebay, dabei ist das Porto für einen Enschreibebrief inbegriffen. Beim Händler müßte ich wesentlich mehr bezahlen, denn dieser muß Steuern und Kosten miteinrechnen und soll auch noch von seinem Geschäft leben können.
Der Umschlag SB 142 hat einen KW von € 11,60 abzüglich 30% = € 8,-
Der Umschlag SB 144 hat einen KW von € 20,- abzüglich 30 % = € 16,-
Die Ebay Preise umgerechnet auf Händlerpreise ergeben einen Preis von € 40,- je Beleg.

Wenn ich auch noch die üblichen Rabatte auf die Katalogpreise von 50% bei Belegen berücksichtichtige,
müßte der Katalogpreis je gezeigten Beleg etwa bei € 100,- liegen. Das bedeutet, daß ich die Schneiderbauer Katalogpreise bei privaten Umschlägen etwa mal 5 nehmen muß.
Kroiß kommt in seinem Handbuch auf eine Bewertung von € 40,- für SB 142 und von € 120,- bei SB 144.


Das war einmal ein kleiner Ausflug in die Welt der Kataloge.

Kaiserschmidt


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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   Mi Feb 11, 2015 3:53 pm


Hallo Forumler,

im Herbst 1921 kam das Burgenland zu Österreich, die Marke ANK Nr.1400 erinnert daran. Nach der zweiten endgültigen Landannahme vom 13.11.1921 waren bis zum Jahresende 1921 die bei den Postkunden vorhandenen ungarischen Postwertzeichen neben den öst. Marken und Ganzsachen gültig. Das Umtauschverhältnis zwischen der öst. Krone und der ungarischen Krone betrug 1:1. Bedarfspost mit dieser Mischfranaktur ist nicht bekannt, ich habe lange suchen müssen, um einen Phila Beleg kaufen zu können.



Rekobrief aus Oberwart vom 6.12.21 nach Pingau. Briefgebühr 10 Kronen Rekogebühr 10 Kronen. Mischfrankatur der öst. mit der ung. Parlamentsausgabe.



Reko Expreßbrief vom 19.11.23 von Linz nach Wels. Absender war die Brigade Oberösterreich Nr. 4, die im
Burgenlandeinsatz mit beteiligt war. Der Brief und die Rekogebühr waren frei, es mußte nur die Expreßgebühr in Höhe von 2000 Kronen entrichtet werden.

Kaiserschmidt



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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   Fr Feb 13, 2015 4:30 pm


Hallo Forumler,




Rückscheinkarten sind in allen Zeiträumen selten bis sehr selten. Umso mehr hat mich diese Karte gefreut, die zwar um einen Heller überfrankiertist und von einem Philatelisten aus Steyr verschickt wurde, dennoch reiner Bedarf ist. Die geht aus dem Text hervor, in dem der Absender mitteilt, daß nun wieder eingeschriebene Briefe und Wertbriefe erlaubt sind und er um Rücksendung der 6 Tauschhefte samt Entnahmebetrag bittet.
Steyr 7.7.19 Karte 10 Heller Einschreiben 25 Heller Rückschein 25 Heller.
Das ist die einzige Rückscheinkarte aus der Inflationszeit, die ich habe.




Im Gegensatz zu vorher ist diese Frankatur - ein Auslands Reko Brief aus der 6. Periode - häufig.
Auf der Rückseite wurden die kleinen Werte aufgebraucht. Wien 13.4.22.
Brief 25 Kronen Einschreiben 25 Kronen.

Kaiserschmidt



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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   Sa Feb 14, 2015 3:24 pm


Hallo Forumler,

ich möchte heute einige Belege mit Zuschlagsmarken aus der Inflationszeit bringen. Obwohl es sich hier fast ausnahmslos um philatelistische Produkte handelt, sind portorichtige Briefe nicht häufig und auch nicht billig.
Ich habe auch nur von jedem Satz Belegexemplare, die ich zeigen kann.



Rekokarte mit den Musikern Wien 2.5.1922. Postkarte 12 1/2 Kronen, Rekogebühr 40 Kronen.



Reko Expreß Brief aus Wien vom 23.3.21 nach Wien. Frankatur mit der Hochwasserausgabe. Brief über 20 Gramm 2 Kronen Rekogebühr 2 Kronen Expreßgebühr 2,50 Kronen.



Brief vom 11.10.24 von Wien nach Prag mit einer Marke der Tuberkulosenfürsorge. Brief 2400 Kronen.



Postkarte vom 10.10.20 von Klagenfurt nach Gänserndorf. Kartenporto 50 Heller, Verwendung der der Abstimmungsausgabe für Kärnten.




Der gesamte Satz der Städte auf Reko Flugpostbrief nach Frankreich, er ist sogar portorichtig frankiert.
Brief 1500 Kronen, Reko 1500 Kronen, Luftpostzuschlag 4800 Kronen, die teuerste Flugpostperiode.
Wien 19.6.23, rückseitig Ankunftsstempel 21.6.23

Kaiserschmidt

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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   Di März 10, 2015 10:55 am


Hallo Forumler,

bei der letzten Auktion im Dorotheum in Wien habe ich in einem Sammellos die beiden folgenden Belege entdeckt.




Mit fortschreitender Inflation wurden auch bei den Telegrammaufgabescheinen nur mehr Formulare mit einem Wertstempeleindruck ohne Wertangabe gedruckt ( Schneiderbauer Nr. 73-76 ). Gebührenfreie Aufgabescheine,
die für portobefreite Stellen vorgesehen waren, wurden auch an Privatpersonen abgegeben. Dazu war die Gebühr für die Aufgabebestätigung in Form von Freimarken am Formular anzubringen. Kroiss bewertet diese frankierten Telegrammaufgabescheine mit mindestens € 300,--.

Nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub in warmen Gefilden habe ich auch verschiedene Sammlungszugänge verzeichnen können.



Rekobrief vom 10.5.21 aus Wien in die Schweiz. Brief 5 Kronen Rekogebühr 2 Kronen. Eine Mischfrankatur der Hochwasserhilfe mit der 2 Kronen Parlamentsaugabe sieht man auch nicht alle Tage.



Schwerer Rekobrief vom 20. 9.22 von Wien in die USA. Brief über 20 Gramm 900 Kronen Rekogebühr 600 Kronen. Eine sehr seltene Mehrfachfrankatur in einer kurzen Portoperiode.

Kaiserschmidt


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kaiserschmidt
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BeitragThema: Re: Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925   Fr März 13, 2015 10:15 am


Hallo Forumler,

nach Ende des Krieges waren die Postverbindungen in die ehemaligen Teile der Monarchie vielfach unterbrochen, teilweise war der Briefverkehr über die Schweiz möglich.




Dieser Brief aus Vöcklabruck vom 31.5.19 ging zur Zensur nach Vorarlberg, von dort weiter zur Zensur nach Mailand ( Milano Posta estera ) und dann weiter nach Triest, dort erfolgte die letzte Zensur ( verificato per censura ). Das Briefporto betrug 25 Heller, die Einschreibegebühr ebenfalls 25 Heller.

Kaiserschmidt

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