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Austausch | 
 

 Sehr große Briefmarkensammlung, wo schätzen lassen?

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AutorNachricht
jodlherz
Mitglied
Mitglied



BeitragThema: Sehr große Briefmarkensammlung, wo schätzen lassen?   So Mai 31, 2015 6:24 pm

Hallo an alle! prost

Ich bin seit gestern Besitzer einer riesigen Briefmarkensammlung. Diese umfasst 22 Seemannskisten (57x36x38cm) voller Briefmarken ab 1945, gestempelt und ungestempelt.
Da ich mich leider nicht wirklich mit der Philatelie identifizieren kann, und diese Sammlung auch unter dem Vorwand bekam sie schätzen zu lassen und dann zu verkaufen, möchte ich mal ganz diskret nachfragen, wie man so etwas am Besten angeht.
Ich habe leider große Angst davor über's Ohr gehauen zu werden, und deshalb möchte ich da nicht zu Leuten gehen, welche man nicht kennt, bzw. welche nicht vertrauenswürdig sind. Ist das Dorotheum da eine gute Adresse?

Kurze Geschichte: Bei einem Telefonat mit einem Münchner Philatelisten wo er sagte: "Bringen Sie die Kisten zu mir, machen sie sich 2 schöne Tage in München und dann holen Sie sie wieder ..." läuteten eh schon die Alarmglocken Very Happy

Könnt ihr mir da vielleicht ein paar Tipps geben? Wieviel Geld muss ich da in die Hand nehmen? Würde sich das überhaupt dann bei diesen Briefmarken rentieren?

Vielen Dank in jedem Fall für eure Antworten!

Liebe Grüße,
Simon
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Kontrollratjunkie
Moderator



BeitragThema: Re: Sehr große Briefmarkensammlung, wo schätzen lassen?   So Mai 31, 2015 8:12 pm

Hallo Simon,

grundsätzlich ist das Dorotheum sicher eine seriöse Adresse für den Verkauf von Briefmarken. Ohne allerdings auch nur annähernd den Inhalt der Kisten zu kennen, kann man keine vernünftigen Angaben zu einer sinnvollen Verwertung machen. Insofern wären Angaben über die Sammlungsinhalte unabdingbar. Gleiches würde das Dorotheum machen. Du müsstest dort alles vorlegen, damit man sich darüber Gedanken machen kann, ob eine Einlieferung zu einer Auktion angezeigt oder ob das Material zu geringwertig ist.

Gruß
KJ
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jodlherz
Mitglied
Mitglied



BeitragThema: Re: Sehr große Briefmarkensammlung, wo schätzen lassen?   So Mai 31, 2015 8:26 pm

Hi Junkie Smile

Vielen Dank erstmal für deine Antwort! In erster Linie geht es mal um's schätzen. Ob das jetzt 6 Monate oder 6 Jahre dauert bis ich die Sammlung verkaufen kann ist mir egal. Ich möchte einfach nur mal den Wert erfahren. Von dem her suche ich einfach mal seriöse Adressen, um das Ganze schätzen zu lassen.

Liebe Grüße
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stempelede
Mitglied
Mitglied



BeitragThema: Re: Sehr große Briefmarkensammlung, wo schätzen lassen?   So Mai 31, 2015 11:37 pm

Hallo Simon,

ich kann verstehen, daß du Angst hast, über das Ohr gehauen zu werden. Diese Befürchtung ist nicht unberechtigt. Der einzige Schutz davor ist, sich selbst mit den Briefmarken zu beschäftigen und sich einen Überblick verschaffen. Ansonsten wirst du immer das Gefühl haben, betrogen zu werden.

Bei einer Schätzung durch das Dorotheum oder durch einen anderen Händler oder Philatelisten beginnt schon dein Wissen über die Briefmarken. Welche Art ist die Sammlung und welche Länder sind enthalten? Sind die Marken lose und unsortiert in den Seemannskisten untergebracht? Im bejahenden Fall dürfte das Dorotheum und Händler als Interessenten ausscheiden, da diese mit Sicherheit keine Sortierung vornehmen. Sind die Marken schon nach Ländern sortiert, ggf. in Alben als Sammlung erkennbar? Sind alle gestempelten Marken ohne Papierträger? Diese wenigen Informationen werden zumindest erforderlich sein, um schon einmal einen Vorschlag möglicher "Schätzer" vornehmen zu können. Wenn du noch Schwierigkeiten hast, die Fragen zu beantworten, öffne doch mal eine Seemannskiste und lasse uns mit einem Bild an dem Inhalt teilhaben. Dann kann man dir eventuell einen möglichen Partner benennen.

Gruß
Stemeplede
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Briefmarkentor
Mitglied in Bronze



BeitragThema: Re: Sehr große Briefmarkensammlung, wo schätzen lassen?   Mo Jun 01, 2015 1:41 pm

Hallo Simon,

wenn die Zeit für dich keine Rolle spielt, dann stelle doch ab und an Scans von Albenseiten aus verschiedenen Kisten hier ins Forum.

Sicher wird man dir eine ungefähre Hausnummer nennen können.


Viele Grüße

Marko
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balf_de
Mitglied in Bronze



BeitragThema: Re: Sehr große Briefmarkensammlung, wo schätzen lassen?   Mo Jun 01, 2015 5:39 pm

Hallo Simon,

bei der Vorstellung, dass meine Erben einmal mit einem ähnlichen Problem konfrontiert werden wie du, läuft es mir kalt den Rücken herunter ....

Denn natürlich wirst du auch mit erheblichem Zeitaufwand Wochen oder Monate brauchen, um den Inhalt der Kisten zu sichten. Dazu kommt, dass du dir bei der beschriebenen Vielfalt unterschiedlicher Sammelgebiete mehrere Kataloge anschaffen musst – auch für das Erlernen der Katalogsystematik wirst du einiges an Zeit aufwenden müssen.

Andererseits ist es aber auch so, dass selbst ein wohlmeinender und ehrlicher Händler bzw. ein Auktionshaus davor zurückschrecken wird, sich durch deinen gesamten Bestand durchzuarbeiten, denn für ihn gilt ebenfalls „time is money“ und nur auf Verdacht, dass ein gutes Geschäft möglich sein könnte, wird er sich wohl kaum auf ein konkretes Angebot einlassen. Zumal die Beschreibung deiner Kisten kein sehr aussichtsreiches Ergebnis  erwarten lässt.

Wenn mich hin und wieder Bekannten gegenüber als Briefmarkensammler zu erkennen gebe, werde ich eigentlich fast immer um die Bewertung ihrer ererbten oder irgendwo auf dem Speicher gefundenen Briefmarken gebeten. Bevor ich mich auf eine Besichtigung einlasse, frage ich zunächst, in welcher Art von Behältnis – auf selbst angefertigten Blättern, Vordruckalben, Steckalben, Zigarrenkisten ... – die Marken untergebracht sind. Und fast genau so wichtig ist mir die Antwort auf meine zweite Frage: was habt ihr außer den Marken noch gefunden? Gibt es Kataloge oder weitere philatelistische Literatur? Wie sieht es aus mit Werkzeugen wie Lupen, Zähnungsschlüsseln, Pinzetten, UV-Lampen usw.? Gibt es Tabellen mit einer Inhaltsübersicht? Gibt es Rechnungen von Händlern oder Auktionshäusern? Vielleicht auch Atteste, Befunde oder ähnliches?

Wenn solche Dinge neben den Briefmarken nicht vorhanden sind – wobei die Literatur mir am wichtigsten ist -, dann verzichte ich eigentlich immer darauf, mir die Marken anzuschauen.

Wie sieht es diesbezüglich bei dir aus? Wenn der Vorbesitzer deiner Kisten ein ernsthafter Sammler war (der für seine Sammlung nicht nur Zeit, sondern auch Geld investiert hat), dann sollten die Kisten auch einiges an Zubehör enthalten.

Viele Grüße
balf_de
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jodlherz
Mitglied
Mitglied



BeitragThema: Re: Sehr große Briefmarkensammlung, wo schätzen lassen?   Di Jun 02, 2015 11:15 pm

Hallo,

auf Anhieb hab' ich kein Zubehör gesehen. Den ersten Schritt den ich jetzt mal unternehmen werde, ist alle Kisten zu öffnen und eine Liste mit den darin enthaltenen Ordnern erstellen. Nur damit ich einmal einen guten Überblick habe, was da eigentlich alles drin ist. Ich hab mal unten zwei Bilder eingefügt. Da sieht man wie das Ganze aussieht. Ein Haufen Arbeit, aber mal schauen wie's vorangeht.

Ich werde die Liste, wenn sie dann fertig ist, hier in diesen Thread posten.

Schönen Abend noch,
Simon



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jodlherz
Mitglied
Mitglied



BeitragThema: Re: Sehr große Briefmarkensammlung, wo schätzen lassen?   Mi Jun 03, 2015 1:03 am

So, ich habe nun die erste Kiste in Augenschein genommen, sehr oberflächlich und grob, aber doch hab ich Dinge entdeckt:

Ich denke mal es sind gut 1650 Briefmarken aus aller Welt in dieser Kiste. Viele aus Deutschland, Österreich, der DDR und auch USA. Sogar ein paar aus Nicaragua und dem Kongo sind dabei.
6 Briefmarken Kataloge habe ich auch noch gefunden, sowie ungefähr 30 Sätze (Leuchtturm Nachtrag Supplement, keine Ahnung was das ist).

Hier die Liste, die Zahlen geben nur den groben Schätzwert an, und beziehen sich auf die Anzahl der Umschläge. Auf vielen sind mehrere Marken drauf.



So sehen einige Kisten aus:



Und hier die "Sätze", ich hoffe das nennt man so:



Liebe Grüße,
Simon
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Briefmarkentor
Mitglied in Bronze



BeitragThema: Re: Sehr große Briefmarkensammlung, wo schätzen lassen?   Mi Jun 03, 2015 8:20 am

@jodlherz schrieb:


Das sieht schon mal nach sauberer Bedarfspost aus. Solche bringt zwar jeweils nur kleines Geld, aber die Summe macht es halt.

Potentielle Käufer für bedarfsgerechte Belege aus Österreich solltest du hier in diesem Forum finden, für Belege aus der Bundesrepublik Deutschland im www.bund-forum.de. Sicher könnte man einen solchen Posten auch einem Auktionshaus anbieten. Allerdings sehe ich da die Gefahr, dass alles in einem Posten verramscht wird, da die Erlöse in der Summe zu "klein" sind.

Schau doch mal gezielter nach Briefen und Karten aus Österreich und zeige sie hier. Mir fallen spontan Forenmitglieder ein, die daran Interesse haben könnten und sicher auch marktgerechte Preise zahlen.
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Sehr große Briefmarkensammlung, wo schätzen lassen?

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