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 Managed Futures: Dem Rätsel auf der Spur

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AutorNachricht
Michaela
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BeitragThema: Managed Futures: Dem Rätsel auf der Spur   Mi Jun 11, 2008 3:01 pm

Sind Managed Futures eine Asset-Klasse? Oder handelt es sich dabei lediglich um eine inhomogene Gruppe aus institutionellen Spekulanten, die unter keinen gemeinsamen Hut passen? Die Antwort darauf ist nicht bloß von rein theoretischem Interesse, wenn man daran denkt, Managed Futures in ein Anlageportfolio aufzunehmen.
In den Frühzeiten des Portfolio-Managements war alles noch sehr einfach. Man unterschied im Grunde nur drei Galaxien: Aktien, Anleihen und den Rest, mit dem sich nur wenige Außenseiter beschäftigten: Alternative Investments wie Immobilien, private Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen, Kunst, Rohstoffe oder Hedge-Fonds. Auch die reine Wissenschaft, welche in den 1960er und 70er Jahren die moderne Portfoliotheorie Stück für Stück entwickelte, kam mit dieser Segmentierung aus oder beschäftigte sich gar nicht erst damit. Markowitz ging es in seiner „Portfolio Selection“ um einen Lösungsweg, mit dem sich das beste Mischungsverhältnis von zwei oder mehr Einzelaktien bestimmen ließ.

Risikobereitschaft und Ertragserwartung in Harmonie?

Tobin, Erfinder der Kapitalmarktlinie und William Sharpe, der mit dem Capital Asset Pricing Model (CAPM) ein bald breit akzeptiertes Risikomodell auf Basis des Marktportfolios begründete, hielten sich mit Segmentierungen des Marktes erst gar nicht auf. Sie schlugen vor, einfach einen so großen Teil „Marktportfolio“ einer risikolosen Anlage hinzuzufügen, dass sich Risikobereitschaft und Ertragserwartung in Harmonie befinden. Woraus dieses „Marktportfolio“ besteht, hat Sharpe vorgegeben: Es handelt sich dabei um die Summe aller verfügbaren, nicht risikolosen Anlagen, gewichtet nach ihrer jeweiligen Kapitalisierung.

Man müsste also zum Beispiel sehr viel mehr Anteile an Google, Shell oder Toyota besitzen, weil diese Titel sehr hoch kapitalisiert sind, aber nur homöopathische Dosen der Tanzania Tea Packers Ltd, weil die mit nur rund 5 Millionen Euro Aktienkapital sprichwörtliche Peanuts repräsentiert. Vietnamesische Staatsanleihen sind nicht Teil des Marktportfolios, weil sie nicht verfügbar sind.

Öltanker und Silberlöffel

Für die heute gängigen Formen der Portfoliokonstruktion und Einzeltitel-Auswahl im Asset Management hatte das gedankliche Konstrukt des CAPM mit seinem „Marktportfolio“ tiefgreifende Auswirkungen. Eine davon ist für diesen Beitrag von besonderem Interesse: Wenn das Marktportfolio aus wirklich ALLEN verfügbaren Anlagen (gewichtet nach ihrer Kapitalisierung) besteht, dann befinden sich darin ganz offensichtlich nicht nur Aktien und Anleihen, sondern auch Währungen, Rohstoffe, Immobilien, Silberlöffel, Briefmarken, Van Gogh Gemälde und neuerdings – weil in Form von entsprechenden Anlageprodukten verfügbar – auch Containerschiffe, Öltanker oder Flugzeuge.

Weil es keinem Anleger gelingen kann, ein derartiges Portfolio zusammenzustellen, geschweige denn laufend zu aktualisieren, darf Sharpe auch als Inkubator eines boomenden Industriezweigs gelten: der Index-Branche. Indizes werden als praxisnahe Annäherung an den Gesamtmarkt verstanden, den sie abzubilden versuchen. Wobei gilt: je breiter der Index (also je größer der Anteil des Marktes, welcher darin abgebildet wird), desto präziser die Annäherung; und je enger der Index, desto einfacher lässt er sich nachbilden.

Im täglichen Leben der Asset Managements haben sich über die Jahre einige Leitindizies herausgebildet, welche die Praktiker aus Vermögensverwaltung und Portfoliomanagement als „Marktportfolio-Benchmarks“ benützen. Für die Aktienmärkte sind das etwa S&P 500 (USA), Nikkei 225 (Japan), Stoxx 50 (Europa) oder MSCI World („Welt“). Auf der Anleihenseite spielen z.B. die Total-Return Indices von JP Morgan ähnliche Rollen. Für Rohstoffe bieten der Standard & Poors GSCI oder der Dow Jones AIG beliebte Proxys und selbst vor der holden Kunst hat die Indexindustrie nicht halt gemacht. Lediglich Silberlöffel warten noch auf eine geeignete Benchmark.




Quelle

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Liebe Sammlergrüsse
Eure Michaela
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BeitragThema: Hedge Funds   Do Jun 12, 2008 12:27 am

Bayou Capital Management: 20. Hedge Fund Betrugsfall in 2005

Hedgefonds » Jeder Anleger, selbst wenn er nur eine Lebensversicherung besitzt, hat mit Hedgefonds zu tun – einer kaum kontrollierten Branche.

von Andreas Henry, Wirtschaftswoche, New York

(01.12.05) - Das Geld kann Donald Trump abschreiben. Weder sein heißer Draht in die Finanzszene noch seine Abgebrühtheit bewahrten ihn vor dem Fehler. Der New Yorker Immobilientycoon und Fernsehstar vermietete eine luxuriöse Villa in Mount Kisco, 50 Kilometer nördlich von New York, an Samuel Israel, den Chef und Gründer von Bayou Capital Management, einer Hedgefonds-Gesellschaft. „Er schuldet mir zwei Monate Miete“, sagt Trump. Die mehr als 60.000 Dollar wird Trump wohl nie mehr sehen.

Viele Kunden von Bayou müssen deutlich höhere Verluste verschmerzen. 300 Millionen Dollar sind verschwunden. Trumps Mieter bekannte sich jetzt schuldig, einen der größten Betrugsfälle der Branche inszeniert zu haben. Israel drohen bis zu 30 Jahre Haft. Zusammen mit seinem Finanzchef Daniel Marino protzte Israel mehr als sieben Jahre lang gegenüber Kunden mit hohen Fantasierenditen. In Wahrheit verspielte das Duo nach und nach fast das gesamte ihnen anvertraute Kapital. Die beiden flogen erst auf, als zu viele Anleger ihr Geld zurückverlangten. Sie werden nicht die letzten Betrüger in einer Branche sein, die nach Schätzungen inzwischen mindestens 1000 Milliarden Dollar schwer ist.

Nicht nur Millionäreinvestieren in Hedgefonds. Täglich füttern ebenso die Kunden von Lebensversicherungen und Pensionskassen mit ihren Beiträgen die so genannten alternativen Investmentfonds. Sie wissen es nur nicht. Denn die großen institutionellen Anleger kommen bei der Jagd nach höheren Zinsen an den Hedgefonds kaum vorbei. So bündelte der deutsche Marktführer Allianz gerade sein Kapital für alternative Kapitalanlagen in eine eigens gegründete Holding, rund 25 Milliarden Euro – sie wollen ihr Geld effektiver organisieren.

Weltweit drehen Hedgefonds-Manager ein großes Rad, aber kaum jemand schaut ihnen richtig auf die Finger. Gerüchte über Schieflagen, schlappe Renditen und eine Serie von Betrugsfällen zerrten bereits in den Sommermonaten an den Nerven wohlhabender Kunden. Ist das vermehrte Kapital tatsächlich da oder steht die erfreuliche Wertsteigerung nur auf dem Papier? Die Leichtigkeit, mit der sich sogar Profis hinters Licht führen ließen, wirkt nicht vertrauensbildend. Offenbar ist es möglich, über Jahre hinweg eine überragende Performance vorzutäuschen, Berichte zu manipulieren und zu fälschen, ohne dass es irgendjemand merkt.

Auch die Europäische Zentralbank beklagte vergangene Woche die laxen Kontrollen. Die mit Hedgefonds handelnden Banken überwachten deren Risiken unzureichend und machten Zugeständnisse an hinterlegte Sicherheiten, um die Fonds nicht als lukrative Geschäftspartner zu verlieren. So wächst an der Wall Street und andernorts die Sorge, die Serie jetzt aufgedeckter Betrugsfälle könnte nur ein Schlaglicht auf das wahre Ausmaß der Probleme sein. In der weit gehend unbeaufsichtigten Branche tummeln sich mittlerweile mehr als 8000 Fonds. Im Jahr 2000 deckte die amerikanische Wertpapieraufsicht zwei Betrugsfälle bei Hedgefonds auf, 2004 waren es 19, in diesem Jahr bisher 20.

Die Zahl liest sich im ersten Augenblick klein, doch die Betrugsfälle offenbaren signifikante Schwachstellen bei institutionellen Investoren und Beratern.

Die DePauw-Universität aus Indiana verklagt jetzt die Hennessee Group, eine auf Hedgefonds spezialisierte New Yorker Investmentberatungsgesellschaft. Hennessee hatte der Uni den Bayou Superfund empfohlen, der von sich behauptete, in sieben Jahren durchschnittlich 18 Prozent Rendite erzielt zu haben. Hennessee habe zuvor eine fünfstufige Due Diligence, eine Prüfung auf Herz und Nieren, bei Bayou durchgeführt. Die Berater prahlen in ihrer Werbebroschüre: „Manager, die unseren»Test bestehen, haben eine gründliche Analyse ihrer Organisation, ihrer Angestellten, ihres Managements, ihrer Investmentphilosophie, ihrer Performance-Historie und ihres Risikomanagements durchlaufen.“ Dass Bayou-Gründer Israel seit Jahren die Zahlen manipulierte, übersah Hennessee.

Auch ein Fonds der US-Bank J. P. Morgan Chase gehörte zu den unbedarften Bayou-Investoren. Nicht einmal die leicht zu recherchierende Tatsache, dass die Prüfgesellschaft, die die stolzen Renditen bestätigte, völlig unbekannt war, erregte Verdacht. Die Testate stammen von einer Firma, die der Bayou-Finanzchef extra für den Eigenbedarf gegründet hatte.

Auch Wood River Capital lockte Investoren mit einer angeblichen jährlichen Performance von bis zu 32 Prozent. Bei der Gesellschaft, die ihren Firmensitz tief in den Rocky Mountains hat, schaute ebenfalls niemand genau hin. So gab das Unternehmen zwar gleich zwei unabhängige Prüfungsgesellschaften an. Doch mit keiner existierte eine Geschäftsverbindung. Nachdem einige Investoren erfolglos versucht hatten, ihr Geld abzuziehen, alarmierten sie die US-Wertpapieraufsicht Securities and Exchange Comission SEC. Wie viel von den angeblich 275 Millionen Dollar Kapital noch da ist und wer welche Verluste erlitten hat, ist noch unklar.

Einige größere institutionelle Investoren sollen sich bereits diskret zurückgezogen haben. Die US-Bank Lehman Brothers muss knapp neun Millionen Dollar abschreiben. Sie hatte Wood River bei einer obskuren Steuersparaktion geholfen und statt eines Miniprofits von 16 000 Dollar einen Millionenverlust eingefahren. Lehman klagt jetzt gegen den Fonds.

Von 2006 anwill die SEC zum Schutz der Investoren eine Registrierungspflicht und unregelmäßige Kontrollen einführen. Theoretisch wunderbar, praktisch von vielen Hedgefonds schon wieder ausgetrickst: Die neuen Richtlinien sollen nur für Fonds gelten, deren Anleger in den ersten zwei Jahren wieder aussteigen können. Die ersten großen Fonds stellen ihre Bindefristen bereits auf längere Fristen um und weichen so der Registrierungspflicht der SEC aus.

In Großbritannien, neben den USA der zweite wichtige Standort für Hedgefonds, führt die Financial Services Authority FSA, das britische Pendant zur SEC, bereits Hintergrund-Checks zu Hedgefonds-Managern durch. Die FSA hat seit September ein Team, das die Londoner Szene observiert. Allerdings besteht die FSA-Truppe nur aus sechs Leuten und kümmert sich derzeit offiziell nur um die 25 Fonds, die sie als Risikokandidaten ausgemacht haben. Wer das ist, will die FSA aus Vertraulichkeitsgründen nicht preisgeben.

Lange waren auch die etwa 200 Hedgefonds in London kaum reguliert. Im Juni signalisierte jedoch die FSA, dass sie die Zügel anziehen wolle, da einige Fonds „an die Grenze des Insiderhandels stießen“. Offenbar hatten sie von großen Investmentbanken früh Tipps über bevorstehende Transaktionen bekommen. Einige Manager der Spekulationsfonds sollen nach FSA-Erkenntnissen zudem bewusst Übernahmegerüchte gestreut haben, um Aktienkurse anzutreiben und daran zu verdienen. Anders als in den USA registrierten die Briten allerdings bisher noch keine spektakulären Betrugsfälle.

Das allein beruhigtdie Investoren kaum. „Es kann nicht sein, dass jemand, der bis gestern Bibliothekar war, heute einen Hedgefonds startet“, sagt Christopher Fawcett, Vorsitzender der Alternative Investment Management Association (AIMA), eines Interessenverbandes in London.

Fawcett sieht auch die künftige SEC-Registrierung in den USA skeptisch – sie werde keinen Betrugsfall verhindern. Andere halten den Ansatz der SEC zumindest für einen ersten Schritt, um nach Betrugsfällen wie Bayou und Wood River wieder Vertrauen zu bilden. So sagt Robert Ross, Chef und Gründer von Starboard Capital Management in Houston, Texas: „Wir müssen alles tun, um dem Publikum zu zeigen, dass wir ein rechtmäßiges Geschäft betreiben.“

„Der Betrug ist selten von vornherein beabsichtigt. Sehr clevere Leute geraten in Schwierigkeiten, etwas geht schief und ohne Prüfungen von außen kann es versteckt werden. Dann wird aus einer kleine Lüge eine große“, sagt Steve Vogt, Vizepräsident von Mesirow Advanced Strategies, einer Dachfondsgesellschaft, die Bayou checkte und durchs Rost fallen ließ.

Gerade die Dachfondsgesellschaften arbeiten zurzeit fieberhaft daran, ihre Körbe auf faule Äpfel zu überprüfen. Sollte sich herausstellen, dass sie fahrlässig in einen windigen Hedgefonds investiert haben, müssen sie mit kostspieligen Klagen ihrer Geldgeber rechnen.

Die Masse der Anleger hat davon wenig. Wenn ein Dachfondsmanager einen kritischen Kandidaten entdeckt, wird er nicht laut „Betrug“ schreien, sondern lieber versuchen, sich still und unauffällig aus der Sache zurückzuziehen – bevor große Verluste anfallen.

(Quelle: WirtschaftsWoche 49/2005, http://www.wiwo.de/pswiwo/fn/ww2/sfn/buildww/id/97/id/144814/fm/0/SH/0/depot/0/index.html)
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BeitragThema: Re: Managed Futures: Dem Rätsel auf der Spur   Do Jun 12, 2008 10:32 pm

Hedge-Fonds: Mysteriöses Verschwinden

Frankfurter Allgemeine Zeitung (12.06.08) - Die Polizisten fanden den verlassenen Geländewagen von Samuel Israel am Montag um kurz nach Mittag. Der burgunderrote GMC Envoy stand mitten auf der Bear-Mountain-Brücke, die sich 40 Meilen nördlich von New York über den Hudson spannt. Auf der Kühlerhaube stand der Satz „Suicide is painless“ (Selbstmord ist schmerzfrei) in die staubige Oberfläche geschrieben.

So heißt der Titelsong der in den siebziger Jahren populären Militär-Fernsehserie MASH. Die Schlüssel steckten im Zündschloss, und ein paar verschreibungspflichtige Medikamente lagen im Handschuhfach. Ansonsten war der Wagen fast leer.

Vermögende Privatkunden um 400 Millionen Dollar geprellt

Der Besitzer war im April wegen Betrugs zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden und sollte die Haft an ebendiesem Montag antreten. Samuel hatte vermögende Privatkunden des von ihm gegründeten Hedge-Fonds Bayou jahrelang um mehr als 400 Millionen Dollar betrogen.

Der Fall des in Stamford, Connecticut, beheimateten Hedge-Fonds machte an der Wall Street schon vor drei Jahren wegen seiner kuriosen Umstände Schlagzeilen (Hedge Fonds-Pleite: Anleger suchen ihr Geld). Der an dem Betrug beteiligte Finanzchef Daniel Marino hatte damals einen sechsseitigen Abschiedsbrief geschrieben und darin ein Geständnis abgelegt. Ein Kunde von Bayou, der über den Verbleib seines Geldes mit Marino reden wollte, fand den Brief und rief die Polizei. Die machte Merino ausfindig, bevor er sich das Leben nehmen konnte. Merino ist ebenfalls zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Er hat seine Strafe bereits angetreten.

Niemand hat Israel springen gesehen

Über den Verbleib Israels rätselt die Polizei nun. Zwar haben sich von der Bear-Mountain-Brücke in den vergangenen dreißig Jahren mehr als 40 Personen in den Tod gestürzt. Aber es ist nicht klar, ob Israel dazugehört. „Es gibt keine Zeugen, die gesehen haben, wie jemand von der Brücke gesprungen ist, und es gibt keine Beweise, dass er es getan hat“, sagte Bruce Cuccia, der für die New Yorker Polizei die Ermittlungen übernommen hat. Ein Sprung von der 50 Meter hohen Brücke ist tödlich, und die Leichen der Selbstmörder wurden fast immer schnell gefunden. „Wenn in den kommenden Tagen keine Leiche auftaucht, ist er nicht gesprungen“, ist sich Ermittler Cuccia sicher.

Die geprellten Investoren glauben nun, dass der 48 Jahre alte Israel seinen Freitod nur vorgetäuscht hat und nicht im Hudson treibt, sondern auf der Flucht ist. Er wäre nicht der erste Vermögensverwalter, der das versucht. Vor zwei Jahren wurde der Fondsmanager Kirk Wright in Miami aufgegriffen. Er war verschwunden, nachdem sein Hedge-Fonds zusammengebrochen war. Das hatte Investoren 150 Millionen Dollar gekostet.

Andere Hedge-Fonds-Manager sind schon auf der Flucht

Ein Geschworenengericht hat ihn kürzlich wegen Betrugs verurteilt. Wright hatte seinen Investoren vorgegaukelt, dass sich ihre Anlagen gut entwickeln, obwohl der Fonds Geld verlor. Das Geld seiner Kunden gab er für Schmuck, Immobilien, Autos und eine Hochzeit aus. Vor zwei Wochen wurde er in ein Gefängnis gebracht. Dort erhängte er sich.

Ein weiterer flüchtiger Hedge-Fonds-Manager, Angelo Haligiannis, wurde im vergangenen Herbst in einer Luxus-Hotelanlage auf der griechischen Insel Kreta aufgegriffen. Kurz bevor gegen ihn ein Urteil wegen Diebstahls von mindestens 27 Millionen Dollar von Investoren verkündet werden sollte, parkte Haligiannis Anfang 2006 seinen „Jeep Cherokee“-Geländewagen in Manhattan in der zweiten Reihe, schnitt den an seinem Fuß befestigten Überwachungsmonitor ab und suchte das Weite.

Samuel Israel, der gegen Kaution auf freiem Fuß war und offenbar selber ins Gefängnis fahren wollte, wird jetzt international gesucht. Ross Intelisano, ein Anwalt, der 20 der geprellten Anleger vertritt, glaubt nicht an Selbstmord. „Mein Gefühl sagt mir, dass er nicht der Typ ist, der von einer Brücke springt“, meint der Anwalt.

(Quelle: http://www.faz.net/s/Rub645F7F43865344D198A672E313F3D2C3/Doc~E752F8D93904647F9B96DC351836F5ECC~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
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