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 Berühmte Frauen

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Michaela
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BeitragThema: Berühmte Frauen   Mo Jun 30, 2008 9:57 pm

Ich möchte hier den Thread "Berühmte Frauen" ins Leben rufe.
Bertha Sophia Felicita Baronin von Suttner (* 9. Juni 1843 in Prag, geborene Gräfin Kinsky von Chinic und Tettau; † 21. Juni 1914 in Wien) war eine österreichische Pazifistin und Schriftstellerin (Pseudonyme: B. Oulot, Jemand). Sie wurde 1905 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet und war weltweit die berühmteste Frau ihrer Zeit.


100 Jahre Friedensnobelpreis Bertha von Suttner Deutschland 2005

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BeitragThema: Re: Berühmte Frauen   Mo Jun 30, 2008 10:03 pm

Als Bertha von Suttner Ende 1889 ihr Buch "Die Waffen nieder!" veröffentlichte, hatte sie als Verfasserin von Romanen und Feuilletons bereits einen Namen. Der Antikriegsroman beschreibt den Krieg und seine Folgen aus der Sicht einer Frau. Bertha von Suttner wollte damit der noch jungen "International Arbitration and Peace Association" des Engländers Hodgson Pratt einen Gefallen erweisen und ihn in seinem Bemühen um die Erhaltung des Friedens unterstützen. Das Buch wurde ein durchschlagender Erfolg: 37 Auflagen in 17 Jahren, Übersetzungen in fast alle Sprachen Europas sowie ins Japanische und Hebräische. "Die Waffen nieder!" war ein Kampfruf in dem Ringen um die Erhaltung des Friedens in einer Zeit des Wettrüstens, der großen politischen Spannungen. Suttner wird international bekannt. Aus ihr wird in den folgenden Jahren eine Politikerin von Format, eine Propagandistin einer Idee - der Idee des Friedens. 1905 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, erreicht Suttner die Schaffung des internationalen Schiedsgerichtes in Den Haag und damit einen ersten Schritt zu einer Politik der modernen Völkerverständigung. Bertha von Suttner stirbt sieben Tage vor dem Attentat von Sarajewo. Heute erwähnen Präsidenten und Politiker aller Parteien Worte und Ideen, die Bertha von Suttner propagiert hat - und für die sie oft verlacht wurde.

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BeitragThema: Re: Berühmte Frauen   Di Jul 01, 2008 3:16 pm


Lise Meitner (* 17. November 1878 in Wien; † 27. Oktober 1968 in Cambridge) war eine österreichisch-schwedische Kernphysikerin. Unter anderem lieferte sie im Januar 1939 zusammen mit Otto Robert Frisch die erste physikalisch-theoretische Erklärung der Kernspaltung, die ihr Kollege Otto Hahn und dessen Assistent Fritz Straßmann am 17. Dezember 1938 entdeckt und mit radiochemischen Methoden nachgewiesen hatten.

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BeitragThema: Rahel Varnhagen von Ense   Mi Jul 02, 2008 3:18 pm



Rahel Varnhagen von Ense, geb. 19. Mai 1771 in Berlin, gest. 7. März 1833 in Berlin. Ihr Geburtsname war Rahel Levin, Robert bzw. Robert-Tornow waren angenommene Familiennamen ab Mitte der 1790er Jahre, ihr Taufname ab 1814 lautet Friedericke Antonie.
Rahel Varnhagen war eine deutsche Schriftstellerin mit jüdischer Abstammung. 1790 - 1806 führte sie in Berlin einen der ersten literarischen Salons ein. Dichter, Gesellschaftsgrößen, Politiker, Naturforscher und Aristokraten verkehrten dort miteinander. Ludwig Tieck, Friedrich Schlegel, Wilhelm und Alexander von Humboldt u. v. a. waren berühmte Rahel-Gäste.
1813 organisierte sie während der Befreiungskriege in Prag die Versorgung der Verwundeten. Am 27. September 1814 heiratete sie Karl August Varnhagen von Ense und trat zum Christentum über.
1819 kehrte sie mit ihrem Mann nach Berlin zurück. Schon bald eröffnete sie einen "Zweiten Salon", in dem sie u. a. die Familie Mendelssohn und Heinrich Heine empfing. Das Ehepaar besuchte mehrmals Goethe in Weimar, von dem Rahel schwer beeindruckt war.
Rahel Varnhagen schrieb vor allem Tagebuch und Briefe. Diese zählen Tausende.

Wer Näheres über diese interessante Frau erfahren möchte, dem kann ich das Buch "Der Text meines Herzens - Das Leben der Rahel Varnhagen" von Carola Stern wärmstens ans Herz legen.
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BeitragThema: Neuerscheinungen zum Motiv "Frauen"   Do Jul 03, 2008 12:32 pm

Hallo zusammen,
auch hier gilt der Grundsatz, dass aus einer schlechten Vorlage kein sauberes Bild gezaubert werden kann, aber ich versuche trotzdem mein Glück. Ich habe jedoch nicht die Zeit, nähere Erläuterungen zu den abgebildeten Personen aus Lexika oder anderen Nachschlagewerken herauszusuchen und zu veröffentlichen, das soll anderen überlassen bleiben.

Die meisten der Abbildungen stammen aus Fachzeitschriften in französischer Sprache; die Bildunterschriften sind daher entsprechend.

Als erstes zeige ich einen Briefmarkenblock, der im Jahr 2007 in Österreich herausgegeben worden ist:
200. Todestag von Angelika Kauffman





Es folgt eine Marke, die im Jahr 2007 in den USA zur Erinnerung an die Schriftstellerin Harriet Beecher Stowe herausgegeben worden ist.





Vielleicht nicht so wichtig, aber dennoch zu diesem Thema gehörig, ist eine Markenausgabe aus Canada, wieder einmal in Blockform, die u.a. die Schlagersängerin Anne Murray abbildet.





Die Darstellung von Frauen auf Briefmarken scheint, von einigen Ausnahmen einmal abgesehen, nicht so sehr verbreitet zu sein. Mal sehen, was ich in der Zukunft noch so entdecken kann.

Liebe Grüße
Ingo

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BeitragThema: Re: Berühmte Frauen   Do Jul 03, 2008 12:41 pm

Da hast Du recht, Ingo. Frau und Philatelie hat schon mal den Vorschlag eingereicht, eine Briefmarke zu Ehren der Trümmerfrauen zu gestalten. Wurde abgeschmettert. In dem Ausschuss sitzen anscheinend nur Männer. Und wenn es dann mal Frauen sind, gibt es sie garantiert schon auf einer Marke.
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Michaela
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BeitragThema: Käthe Kollwitz   Do Jul 03, 2008 6:43 pm

Käthe Kollwitz (geb. Schmidt; * 8. Juli 1867 in Königsberg in Preußen; † 22. April 1945 in Moritzburg bei Dresden) zählt zu den bekanntesten deutschen Künstlerinnen und Künstlern des 20. Jahrhunderts. Sie entwickelte trotz schwieriger Lebensumstände mit ihren ernsten Lithografien, Radierungen, Kupferstichen und Holzschnitten einen zeitlosen Kunststil und war zeitweilig auch als Bildhauerin tätig.


Ersttagsbrief mit den Motiven Nie wieder Krieg und Mutter mit Kind auf dem Arm (DDR-Briefmarke, 1970)

Käthe Kollwitz' Geburtsname war Schmidt; sie verbrachte ihre Kindheit 1867-85 in Königsberg und nahm ab 1881 Unterricht bei dem Kupferstecher Rudolf Mauer und Kunstunterricht bei dem Maler Gustav Naujok. Schon mit 13 Jahren verfertigte sie erste Kupferstiche. 1885/86 ging sie in die Zeichenschule des Vereins der Berliner Künstlerinnen bei Karl Stauffer-Bern und wurde mit Gerhart Hauptmann und Arno Holz bekannt. In dieser Zeit fällt ihr Interesse auch auf die graphischen Arbeiten Max Klingers, dessen Radierzyklen sie nachhaltig beeinflussten. 1886 kehrte sie nach Königsberg zurück und wurde von Emil Neide unterrichtet, anschließend studierte sie bis 1889 in München bei Ludwig von Herterich.

Nach ihrem Studium in Berlin heiratete sie 1891 den Arzt Dr. Karl Kollwitz, zog mit ihm in einen Berliner Arbeiterbezirk, den Ortsteil Prenzlauer Berg, in ein Eckhaus in der damaligen Weißenburger Straße (heute Kollwitzstraße 56A) direkt am damaligen Wörther Platz (Straße und Platz sind seit 1947 nach ihr benannt). 1892 gebar sie ihren Sohn Hans, 1896 Sohn Peter, der 1914 in Flandern fiel und auf der Kriegsgräberstätte Vladslo beigesetzt ist. Dieser Verlust brachte sie in Kontakt mit dem Pazifismus und auch mit Sozialisten. Von 1898 bis 1902/03 war sie Lehrerin an der Berliner Künstlerinnenschule. Allgemeine Aufmerksamkeit zog Käthe Kollwitz erstmalig durch die Teilnahme an der Großen Berliner Kunstausstellung 1898 auf sich, wo sie die ersten Blätter ihrer Radierfolge „Ein Weberaufstand“ zeigte. Adolph Menzel war davon so beeindruckt, dass er die junge Künstlerin noch im selben Jahr zur kleinen goldenen Medaille vorschlug. Dies wurde jedoch von Kaiser Wilhelm II. abgelehnt; er bezeichnete ihre sozialkritischen Arbeiten als Rinnsteinkunst, sie standen in krassem Widerspruch zum damals bevorzugten Historismus und der großbürgerlichen Salonmalerei. 1910 begann sie mit der Bildhauerei mit einem Stil, der dem Ernst Barlachs verwandt ist. Käthe Kollwitz verband auch eine enge Freundschaft mit dem Berliner Maler Otto Nagel.

Nach der Ermordung Karl Liebknechts widmete sie ihm einen Holzschnitt. Ihrer Meinung nach hat Kunst die Aufgabe, die sozialen Bedingungen darzustellen. Sie war Mitglied in der Künstlerorganisation Berliner Secession, arbeitete für die Internationale Arbeiterhilfe (IAH) und man ernannte sie 1919 zur Professorin. Damit wurde Käthe Kollwitz als erste Frau Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. Einer Partei gehörte sie nie an, empfand sich aber als Sozialistin und unterstützte einen Aufruf des ISK zu einer Zusammenarbeit von KPD und SPD. 1933 wurde sie zum Austritt aus der Preußischen Akademie der Künste gezwungen und ihres Amtes als Leiterin der Meisterklasse für Grafik enthoben, da sie zu den Unterzeichnerinnen des Dringenden Appells zum Aufbau einer einheitlichen Arbeiterfront gegen den Nationalsozialismus gehörte. Im Jahr 1936 wurden die Exponate der Künstlerin aus der Berliner Akademieausstellung entfernt, was einem Ausstellungsverbot gleichkam.
Während des Zweiten Weltkrieges lebte Käthe Kollwitz eine Zeit auf Schloss Bischofstein in Lengenfeld unterm Stein; nach dem Krieg wurde auf dem Dachboden eine vergessene Kiste mit verschollen geglaubten Grafiken gefunden. 1943 übersiedelte sie nach Nordhausen. Im November 1943 wurde ihre Wohnung in der Weißenburger Straße ausgebombt; dabei wurden zahlreiche Grafiken, Drucke und Druckplatten zerstört. Im Juli 1944 zog sie auf Einladung von Prinz Ernst Heinrich von Sachsen um in den Rüdenhof des Ortes Moritzburg. Dort bewohnte sie im 1. Stock ein Eckzimmer mit Blick auf das Schloss Moritzburg und ein danebenliegendes Zimmer mit Balkon. Von der Wohnungseinrichtung ist nur der Nachttisch, ihr Tagebuch und die Sterbebüste von Johann Wolfgang von Goethe erhalten. Sie starb am 22. April 1945, wenige Tage vor dem Ende des Krieges, in Moritzburg. In dem Rüdenhof (Meißner Straße 7) erinnert eine Gedenkstätte an Leben und Werk der sozial engagierten Künstlerin. In der Ortsmitte steht ein ihr gewidmetes Denkmal, das der Architekt Schuchart mit einem Relief von Etha Richter versehen hat.

Nach Käthe Kollwitz ist der Käthe-Kollwitz-Preis benannt. Ihr selbst wurde 1908 der Villa-Romana-Preis verliehen.

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BeitragThema: Hedwig Courths-Maler   Do Jul 03, 2008 9:38 pm



Hedwig Courths-Maler, geb. Mahler, deutsche Schriftstellerin, geb. am 18. Februar 1867 in Nebra (Unstrut), gest. am 26. November 1950 in Rottach-Egern. Mit gebürtigem Namen hieß sie Ernestine Friederike Elisabeth Mahler.

Noch vor ihrer Geburt starb ihr Vater, sodass sie als Halbwaise bei einem Schusterehepaar in Weißenfels aufwuchs. Um Geld zu verdienen, verließ sie früh die Schule und arbeitete in Leipzig als Gesellschafterin und Vorleserin für eine alte Dame. So entdeckte sie die Liebe zum Schreiben.

Ihre erste Erzählung "Wo die Heide blüht" schrieb sie mit 17 und sie wurde in einer Lokalzeitung abgedruckt. Dann arbeitete sie in Halle als Verkäuferin.

1889 heiratet sie in Leipzig den Maler Fritz Courth. Sie bekamen zwei Töchter. Der Fortsetzungsroman "Licht und Schatten erschien 1904 im "Chemnitzer Tageblatt". Danach ließ sie das Schreibfieber nicht mehr los. Jährlich schrieb sie mehrere Romane, 1920 allein 14 Stück.
Ab 1905 lebte Hedwig Courth-Mahler 30 Jahre lang in Berlin. Sie war Mitglied der Reichskulturkammer und förderndes Mitglied der SS. Ab 1935 gab es kaum noch Neuauflagen von ihr, da sie sich weigerte, ihre Romane nationalsozialistischen Vorgaben anzupassen.
1950 starb sie in Rottach-Egern, wo sie auch beerdigt wurde.

Hedwig Courth-Mahler hat insgesamt 208 Unterhaltungsromane und
-novellen geschrieben. Die Einbände ihrer Bücher wurden meist von ihrem Mann gestaltet.
Ihre Geschichten haben alle das gleiche Schema: den Standesunterschied. Liebende aus verschiedenen Klassen kämpfen gegen Intrigen um ihre Liebe, erlangen Reichtum und Ansehen.
Ein einziger ihrer Romane, "Wir sind allzumal Sünder", hatte kein Happy-End und wird vom Publikum abgelehnt.
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hannes
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BeitragThema: Re: Berühmte Frauen   Sa Jul 05, 2008 10:35 pm

Maria Theresia, * 13. 5. 1717 Wien, † 29. 11. 1780 ebenda, Erzherzogin von Österreich, Königin von Ungarn und Böhmen 1740. Nannte sich ab 1745 "römische Kaiserin". Ab 12. 2. 1736 mit dem 9 Jahre älteren Herzog Franz Stephan von Lothringen (ab 1737 Großherzog von Toskana, ab 1745 als Franz I. Kaiser) vermählt, übernahm Maria Theresia nach dem Tod ihres Vaters Karl VI. 1740 aufgrund der Pragmatischen Sanktion tatkräftig die Regierung der habsburgischen Länder und führte sie autoritärer als ihr Vater. Der anfängliche Verlust der Kaiserkrone traf sie schwer. Als 1745 die Wahl ihres Gatten zum Kaiser und 1764 die des Sohnes Josef II. zum römischen König gelang, bereitete ihr dies Genugtuung. Für sie war dadurch die gottgewollte Ordnung wiederhergestellt.
Ihre Regierungszeit war durch tief greifende Reformen gekennzeichnet, die in allen Ländern des Habsburgerreiches einen bedeutenden Modernisierungsschub bewirkten: Die Verwaltung wurde reformiert, das Heereswesen neu organisiert (Gründung der Militärakademie in Wiener Neustadt), die Lage der Bauern verbessert (Beschränkung der Robotleistungen), die allgemeine Schulpflicht eingeführt, die Folter abgeschafft und der Einfluss der Kirche verringert (Aufhebung des Jesuitenordens 1773).
Maria Theresia war Mutter von 16 Kindern (11 Mädchen, 5 Knaben), von denen 3 als Kleinkinder und 3 als Jugendliche starben. 2 Söhne wurden Herrscher (Joseph II. und Leopold II.), 2 Töchter und der jüngste Sohn blieben unverheiratet. Maria Theresia war in jungen Jahren sehr impulsiv und lebenslustig, nicht übermäßig gebildet; sie sprach Deutsch mit wienerischer Färbung, daneben Latein,Spanisch, Französisch und Italienisch und liebte Musik und neigte stark zum Glücksspiel. Ihrem Gatten, den sie 1740 zum Mitregenten bestellte, immer verbunden, trug sie als Witwe (ab 18. 8. 1765) stets Trauerkleidung, verwendete schwarz umrandetes Papier und war tief pessimistisch. Bis zuletzt zeichneten sie Fleiß und Pflichtbewusstsein aus.
Ihr starkes Gottvertrauen wurzelte im österreichischen Barockkatholizismus. Sie stiftete in vielen Kirchen Ornate und lehnte jede Toleranz ab. Streng war sie gegen Unsittlichkeit (Keuschheitskommission) auch in Unterhaltung und Theater eingestellt.Maria Theresia litt schon in mittleren Jahren an Übergewichtigkeit und hatte im Alter beim Gehen Probleme. In ihrem Hauptwohnsitz Schönbrunn wurde daher ein Aufzug für sie eingebaut. Sie sorgte sich stets um ihre Kinder, unterzog diese der eben erfundenen Pockenimpfung und versuchte auch den Einfluss über ihre Töchter (Marie Christine, Maria Amalia, Maria Karolina, Marie Antoinette), die zum Teil mit Prinzen des weit verzweigten Hauses Bourbon verheiratet waren, aufrechtzuerhalten.
Bei ihrem Tod vom Volk nur wenig betrauert, wurde Maria Theresia später zum Symbol für Tatkraft, verbunden mit Mütterlichkeit. Schon zu Lebzeiten hing in vielen Klöstern und Schlössern ihr Bildnis, im 18. und 19. Jahrhundert wurden ihr in mehreren Städten der Monarchie Denkmäler gewidmet (Klagenfurt, Wien Belvedere, Festsaal derUniversität Wien, Staatsarchiv; Militärakademie Wiener Neustadt; Theresienfeld. Das bedeutendste entstand 1888 in Wien am Ring zwischen Kunsthistorischen und Naturhistorischen Museum. Von hohem künstlerischen Wert ist der Prunksarkophag in der Kapuzinergruft (Doppelsarg mit Franz I.)
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BeitragThema: Re: Berühmte Frauen   Sa Jul 05, 2008 10:43 pm

hab mal intressehalber nachgeschaut und bin entsetzt draufgekommen das es in österreich bis 2000 wirklich extrm wenige frauen auf briefmarken gibt ! ich persönlich finde das sehr schade ! wegen gottschalk und nitsch muhamed ali oder internationalen sportler werden briefmarken gedruckt intressante frauen sind offenbar nicht beliebt genug um als motiv auf einer marke zu erscheinen ! oh
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BeitragThema: Frankreich und die Frauen   So Jul 06, 2008 1:11 am

Hallo Hannes,
das Thema hat mich jetzt bei Frankreich interessiert. Wenn man mal davon absieht, dass die Franzosen ziemlich früh damit angefangen haben, eine Frauenfigur auf ihren unterschiedlichen Dauermarken zu verewigen, muss man doch feststellen, dass auch in diesem Land wenig Neigung bestand, bestimmte einzelne Frauen mit einer Markenausgabe zu ehren. Es gibt zwar immer wieder Marken mit so Inschriften wie "Frauen mit Kindern" oder "Krankenschwester" oder "Frau in Tracht" usw., aber die allererste Marke, die einer bestimmten Frau gewidmet war, erschien am 24.3.1939 in einer Auflage von immerhin etwa 725 Tsd. Stück und war der Rot-Kreuz-Schwester Mademoiselle Gervais gewidmet.



Es vergingen danach ein paar Jahre, bis dann zum Kriegsende am 16.5.1945 in einer Auflage von nun 4,5 Mio. Stück eine Einzelmarke zu Ehren der Schauspielerin Sarah Bernhardt als Einzelmarke erschien.



Es vergingen wiederum 5 Jahre, bis im Jahr 1950 zunächst eine Einzelmarke zu Ehren von Madame Marie de Sévigné erschien (siehe Abbildung bei Schriftstellern). Direkt danach aber erschien am 9.12.1950 in einer Auflage von knapp 3 Mio. Stück eine Einzelmarke zu Ehren der Juliette Récamier (1777-1849).



Es folgten wiederum viele Jahre, bis am 15.6.1957 im Rahmen der jährlichen Wohltätigkeitsausgabe auch einmal wieder eine Frau gewürdigt wurde. In einer Auflage von 1,1 Mio. Exemplaren wurde dabei der Schriftstellerin Lucie-Aurore Dupin, Pseudonym George Sand, gedacht.




Es könnte durchaus interessant sein, auch bei anderen Staaten Europas derartige Nachforschungen zu betreiben.

Beste Grüße
Ingo

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BeitragThema: Re: Berühmte Frauen   So Jul 06, 2008 6:20 am

Interessant auch, dass es anscheinend kaum oder gar keine Wissenschaftlerinnen auf Briefmarken gibt.
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BeitragThema: Re: Berühmte Frauen   So Jul 06, 2008 11:15 am

Cantus schrieb:
Hallo zusammen,
auch hier gilt der Grundsatz, dass aus einer schlechten Vorlage kein sauberes Bild gezaubert werden kann, aber ich versuche trotzdem mein Glück. Ich habe jedoch nicht die Zeit, nähere Erläuterungen zu den abgebildeten Personen aus Lexika oder anderen Nachschlagewerken herauszusuchen und zu veröffentlichen, das soll anderen überlassen bleiben.

Die meisten der Abbildungen stammen aus Fachzeitschriften in französischer Sprache; die Bildunterschriften sind daher entsprechend.

Als erstes zeige ich einen Briefmarkenblock, der im Jahr 2007 in Österreich herausgegeben worden ist:
200. Todestag von Angelika Kauffman



Mit dem Selbstportrait von Angelika Kauffmann, entstanden um 1781, präsentiert die Österreichische Post eine der bedeutendsten Malerinnen des 18. Jahrhunderts. Zum 200. Todestag widmen ihr das Land Vorarlberg und insbesondere Schwarzenberg im Bregenzerwald, die Heimatgemeinde der Künstlerin, eine umfangreiche Ausstellung.
Angelika Kauffmann, geboren am 30. Oktober 1741 in Chur, verbrachte ihre Kindheit am Comosee und zeigte schon früh ihre außerordentliche Begabung für Malerei. Nach dem Tod der Mutter übersiedelte der Vater nach Schwarzenberg, aus der die Familie Kauffmann väterlicherseits stammte. Dort erwartete ihn der Auftrag, die durch Brand zerstörte Kirche neu auszumalen. Die sechzehnjährige Angelika unterstützte dabei ihren Vater und malte die zwölf Apostel in Freskotechnik nach Kupferstichvorlagen des venezanischen Malers G.B. Piazetta.
Mit ihrem Vater unternahm Angelika Kauffmann ausgedehnte Reisen. Zu ihrer künstlerischen Weiterbildung ging sie nach Italien, wo sie mit Kopieren die Technik alter Meister studierte. Öffentliche Anerkennung fand sie in der Aufnahme als Mitglied der Accademia di San Luca. Ein 15 Jahre dauernder Aufenthalt in London wurde für sie zu einer Periode reichen Schaffens und gesellschaftlichen Erfolges. Sie brillierte besonders mit ihrer Portraitmalerei. Durch ihren einflussreichen Förderer, den Maler Joshua Reynolds, stand sie mit vielen bedeutenden Persönlichkeiten in Kontakt. Sie zählte als einzige Frau zu den 22 Gründungsmitgliedern der Royal Academie in London. Nach einer gescheiterten Ehe heiratete sie den venezianischen Maler Antonio Zucchi und ging mit ihm nach Italien. Nach dem Tode ihres Vaters siedelte sie sich in Rom an. Ihr Atelier wurde zum Treffpunkt bedeutender Kunstliebhaber. Auch Goethe und Herder zählten zu ihren prominenten Bewunderern. Angelika Kauffmann starb am 5. November 1807 in Rom. Ihr Grab befindet sich in der Kirche San Andrea della Fratte.
Portraitaufträge bildeten zeitlebens den Hauptbestandteil von Angelika Kauffmanns Schaffen. Doch auch auf dem Gebiet der Historienmalerei mit mythologischer, allegorischer und religiöser Thematik genoss sie hohes Ansehen. Sie erhielt Aufträge von Herrscherhäusern, Adeligen und bedeutenden Zeitgenossen. Großen Einfluss auf ihren Malstil und auf ihre Kunstauffassung ging von der Bekanntschaft mit dem deutschen Altertumsforscher Johann Joachim Winkelmann in Rom aus. Klassizistische Elemente gepaart mit rokokohaft-leichtem Farbauftrag sind die charakteristischen Merkmale ihres empfindsamen Stils. Angelika Kauffmann, die „vielleicht kultivierteste Frau Europas“ (J. G. Herder), erlebte weit über die Grenzen ihrer Heimat hinaus internationale Anerkennung.

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BeitragThema: Marie von Ebner-Eschenbach   So Jul 06, 2008 11:21 am

Marie von Ebner-Eschenbach, die Schöpferin des "Krambambuli", wurde am 13. September 1830 als Komtess Dubsky auf Schloss Zdislawitz in Mähren geboren. Sie starb mit 86 Jahren als berühmte Dichterin am 12. März 1916 in Wien. Ihr Geburts- und Sterbejahr deckt sich mit dem Kaiser Franz Josephs von Österreich, der die Eschenbach zu Lebzeiten mit den höchsten Auszeichnungen bedachte. An ihrem 14. Geburtstag gelobte die junge Komtess: "Ich will die größte Dichterin aller Zeiten werden oder gar nicht leben." Mit18 Jahren heiratete sie ihren um 15 Jahre älteren Vetter Moritz von Ebner-Eschenbach. Und erst mit knapp 30 Jahren feierte sie erste bescheidene Erfolge als Theaterautorin, anschließend als Erzählerin. Als sie 50 Jahre alt wurde, konnte sie auf einen mühsam erworbenen Erfolg zurückblicken und stand zugleich vor dem endgültigen Durchbruch als Weltdichterin. In den folgenden zehn Jahren entstanden ihre besten Werke: die "Dorf- und Schlossgeschichten", etliche weitere Erzählungen und schließlich 1883 ihre berühmte, oftmals verfilmte Erzählung, "Krambambuli". Es ist die Geschichte eines Hundes, der seinem Herren die Treue bis in den Tod bewahrt. Marie von Eschenbach wurde 1899 als der ersten und einzigen Frau von Kaiser Franz Joseph das Ehrenzeichen für Kunst und Wissenschaft und im Jahr darauf als erster Frau das Ehrendoktorat der Universität Wien verliehen. Das Markenbild zeigt ein Porträt der Dichterin.

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BeitragThema: Enrica Handel-Mazzettis   So Jul 06, 2008 11:26 am

Das Markenmotiv zeigt ein Porträt der am 10. Jänner 1871 in Wien geborenen Baronin Enrica von Handel-Mazzetti, die als Begründerin des modernen historischen Romans auf katholischer Grundlage gilt. Bereits als Kind wurde Handel-Mazzetti von ihrer Mutter für Literatur, Kunst und Musik begeistert, so dass sie bald selbst zu schreiben begann. Das Jahr 1886, das die Dichterin zusammen mit ihrer Schwester in einem Kloster in St.Pölten verbrachte, gilt als prägend für ihr ganzes weiteres Schaffen: Die kleine, stille Lehranstalt wurde von ihr als Wiege der Barockkunst bezeichnet. Der Roman "Meinrad Helmpergers denkwürdiges Jahr" bescherte ihr mit 29 Jahren den Durchbruch als anerkannte Dichterin in der Öffentlichkeit. Von da an bis zu ihrem Tod am 8. April 1955 erschienen in regelmäßigen Abständen zahlreiche Einzelromane und Trilogien.

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Berühmte Frauen

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