Margit Kaffka
Margit Kaffka wurde am 10. Juni 1880 in Großkarol, Siebenbürgen (heute Rumänien) geboren und starb am 1. Dezember 1918 in Budapest. Sie war eine ungarische Schriftstellerin, Dichterin, Feministin und Publizistin.
Nach dem frühen Tod ihres Vaters konnte sie nur in einer Klosterschule studieren. Als sie 21 Jahre alt war, erschienen erste Gedichte von ihr in der Zeitschrift "Magyar Géniusz".
1902 erhielt sie das Lehrdiplom für bürgerliche Schulen und unterrichtete in Miskolc. Schon während ihrer Tätigkeit als Lehrerin in Miskolc war sie ständige Mitarbeiterin der literarischen Gruppe Nyugat (deutsch West).
1905 später heiratet sie Brunó Fröhlich, einen Forstingenieur. Die Ehe hält nur fünf Jahre, Kaffka geht nach Budapest, wo sie weitere fünf Jahre unterrichtet und Ervin Bauer, einen Arzt-Biologen heiratet, mit dem sie eine glückliche Ehe führt.
Ab 1915 war Kaffka nur mehr literarisch tätig. Die Schriftstellerin und auch ihr Sohn wurden 1918 Opfer der weltweiten Spanischen Grippe.
Die Krise des verarmten Adels und die Lage der zeitgenössischen Frau waren ihre zwei großen literarischen Themen. In ihrem zweiten Roman "Ameisennest" setzte sie sich kritisch mit der Klostererziehung auseinander. Kaffka erhob ihre Stimme gegen unvernünftiges Blutvergießen und Kriegspropaganda. Als Publizistin war sie hoch angesehen.