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 Französische Schriftsteller

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BeitragThema: Französische Schriftsteller   Di Jul 15, 2008 12:12 pm

Émile Zola



Émile Zola, ein französischer Schriftsteller und Journalist, wurde am 2. April 1840 in Paris geboren. Er gilt als einer der großen französischen Romanciers des 19. Jahrhunderts.
Sein bekanntester Artikel war wohl "Ich klage an" anlässlich der Dreyfus-Affäre.
Ohne bestandenem Abitur lebt er arbeitslos in Paris. Ab 1862 bis 1866 ist er in einem Pariser Verlagshaus beschäftigt. In dieser Zeit erscheinen seine ersten Werke "Erzählungen an Ninon" und die biografische Novelle "Die Beichte eines Knaben". Danach lebt er als freier Schriftsteller und Journalist.
1870 heiratet er Gabrielle Meley. Er beginnt mit der Arbeit am 20-bändigen Zyklus "Die Familie Rougon-Macquart. Natur- und Sozialgeschichte einer Familie aus dem zweiten Kaiserreich".
Seinen Durchbruch erreicht er mit "Der Totschläger", von den Einnahmen kauft er sich ein Landhaus in Médan/Seine. Es wird zum Treffpunkt zeitgenössischer Schriftsteller.
1880 erscheint aus seinem Zyklus "Nana", die Geschichte einer Prostituierten. Seine Werke werden teilweise als Pornografie abgestempelt. Er selbst sieht es als Werbung für sein literarisches Werk.
Er geht eine Liebesbeziehung mit der 20-jährigen Wäscherin Jeanne Rozerot ein. Sie bekommen zwei Kinder.
Mit seinem offenen Brief "Ich klage an" ergreift Zola 1898 für den zu Unrecht wegen Spionage verurteilten Offizier Alfred Dreyfus Partei. Wegen Beleidigung der Armee wird er zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Er flieht nach England, wo er an dem Zyklus "Die vier Evangelien" arbeitet.
Als ein Jahr später der Prozess gegen Dreyfus wieder aufgenommen wird, kehrt Zola nach Paris zurück (sein offener Brief hatte wesentlichen Anteil an Dreyfus' Rehabilitation 1906).
Émile Zola stirbt am 29. September an einer Kohlenmonoxidvergiftung wegen eines nicht funktionierenden Kaminabzugs. Er wird im Panthéon, der nationalen Gedenkstätte für bedeutende Franzosen, beigesetzt.
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BeitragThema: Marguerite Yourcenar   Di Jul 15, 2008 12:17 pm

Marguerite Yourcenar



Marguerite Yourcenar war eine französische Schriftstellerin, geb. am 8. Juni 1903 in Brüssel. Geboren wurde sie als Marguerite Antoinette Jeanne Marie Ghislaine Cleenewerck de Crayencour. Ihre Mutter starb im Kindbett, so wuchs Marguerite im französischsprachigen Wallonien auf und begann schon als Jugendliche mit dem Schreiben. Nachdem ihr Vater starb war sie bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ständig auf Reisen und führte ein Nomadenleben.
Neben ihren eigenen Werken (Romanen, Essays, Theaterstücken und Artikel) veröffentlichte Marguerite Yourcenar Übersetzungen von Romanen, Gospels und Kindergeschichten aus Indien vom Englischen sowie von altgriechischen Gedichten ins Französische.

Marguerite Yourcenar war Vegetarierin und setzte sich gegen die Robbenjagd ein.
1980 wurde sie als erste Frau in die Académie française aufgenommen. Sie erhielt viele Preise und Ehrungen. Mehrere Forschungsinstitute in Europa und in den USA befassen sich mit dieser außergewöhnlichen Frau und ihrem Werk.
Am 17. Dezember 1987 starb Marguerite Yourcenar in den USA.
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BeitragThema: Re: Französische Schriftsteller   So Jul 20, 2008 8:36 pm



Charles-Pierre Baudelaire (* 9. April 1821 in Paris; † 31. August 1867 ebenda) war ein französischer Schriftsteller. Er gilt heute als einer der größten französischen Lyriker überhaupt und als einer der wichtigsten Wegbereiter der europäischen literarischen Moderne.




Paul-Marie Verlaine[1] (* 30. März 1844 in Metz; † 8. Januar 1896 in Paris) war ein bedeutender französischer Lyriker des Symbolismus.




Jean Nicolas Arthur Rimbaud (* 20. Oktober 1854 in Charleville; † 10. November 1891 in Marseille) war ein französischer Dichter.




Gustave Flaubert (* 12. Dezember 1821 in Rouen, Haute-Normandie; † 8. Mai 1880 in Canteleu, Haute-Normandie) war ein französischer Schriftsteller.




François Rabelais (* ca. 1494 vielleicht aber auch schon 1483 in La Devinière bei Chinon/Touraine; † 9. April 1553 in Paris) gilt als der bedeutendste Prosa-Autor der französischen Renaissance.




Molière (eigentlich Jean-Baptiste Poquelin; * vermutlich am 14. Januar 1622 in Paris; getauft am 15. Januar; † 17. Februar 1673 in Paris) war ein französischer Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker.




Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais (* 24. Januar 1732 in Paris; † 18. Mai 1799 ebenda) war ein französischer Unternehmer und Schriftsteller. Er ist vor allem bekannt als der Autor einer der meistgespielten französischen Komödien, La folle journée, ou Le mariage de Figaro („Der tolle Tag oder Die Hochzeit des Figaro“), die schon bald nach ihrer Uraufführung 1784 von Da Ponte und Mozart zu der Oper Le nozze di Figaro (Figaros Hochzeit) verarbeitet wurde.




Victor-Marie Hugo (* 26. Februar 1802 in Besançon; † 22. Mai 1885 in Paris) war ein französischer Schriftsteller.

Er schrieb unzählige Gedichte, rund 10 Romane und 10 Dramen und betätigte sich als literarischer sowie auch politischer Publizist. Sein vielfältiges Werk kann teils der Romantik, teils dem Realismus zugeordnet werden.




Paul Ambroise Valéry (* 30. Oktober 1871 in Sète; † 20. Juli 1945 in Paris) war ein französischer Lyriker, Philosoph und Essayist.




Chevalier de Florian, eigentlich Jean Pierre Claris (* 6. März 1755 im Schloss Florian unweit Sauve (Gard), gest. 13. Sept. 1794 in Sceaux) war ein französischer Dichter.




Alfred de Musset (* 11. Dezember 1810 in Paris; † 2. Mai 1857 ebenda) war ein französischer Schriftsteller. Er gilt als einer der großen unter den französischen Romantikern.


Weiteres folgt.
Liebe Grüße
Ingo

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BeitragThema: Re: Französische Schriftsteller   So Jul 20, 2008 9:31 pm

Tausend Dank, Ingo, für die Anregungen. Ich stelle immer wieder mit Erschrecken fest, wie viel Material mir doch noch fehlt.
Aber heute ist Sonntag und es läuft wieder Inspector Barnaby. Den darf ich mir nicht entgehen lassen zw .

Wünsche noch einen schönen Abend und einen sonnigen Wochenanfang.
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BeitragThema: Re: Französische Schriftsteller   So Jul 20, 2008 11:20 pm

Hallo,
ein paar Schriftsteller hatte ich schon noch vorbereitet, häusliche Pflichten hatten aber eine Pause am PC erzwungen. Nun geht es weiter.




Jules Gabriel Verne (* 8. Februar 1828 in Nantes; † 24. März 1905 in Amiens) war ein französischer Schriftsteller.

Jules Verne war einer der Erfinder des Science-Fiction-Romans (auch Zukunftsroman genannt). Er selbst betrachtete sich jedoch als einen Autor „wissenschaftlich belehrender Romane“, wie er es nannte: Der aufmerksame Leser wird über die Fauna, Flora, Geografie und Geschichte der bereisten Gebiete informiert. Zuweilen sind ganze Kapitel rein informative Exkursionen, wie zum Beispiel das erste Kapitel „Der Sklavenhandel“ im zweiten Teil „In Afrika“ des Romans „Ein Kapitän von 15 Jahren“.
So sind denn auch die diversen Erfindungen nicht etwa Produkte der Phantasie, sondern sorgfältig recherchierte Möglichkeiten. Einige der Fortbewegungsmittel aus den Romanen Jules Vernes gab es bereits ansatzweise oder wurden später Realität.





François de Malherbe (* 1555 in Caen; † 16. Oktober 1628 in Paris) war ein französischer Schriftsteller.




Gérard de Nerval (eigentlich Gérard Labrunie, * 22. Mai 1808 in Paris; † 26. Januar 1855 ebenda) war ein französischer Schriftsteller.

Sein Platz in der französischen Literaturgeschichte ist der eines als etwas randständig und schwierig geltenden Vertreters der Romantik, dessen beste Texte heute jedoch frischer wirken als die vieler einst renommierterer Autoren der Zeit. Der für normale Leser quasi unzugängliche, als Kunst am Rande des Wahnsinns erscheinende Prosatext Aurelia hat viele spätere Autoren fasziniert, z. B. Baudelaire oder die Surrealisten der 1920er Jahre.





Jean-Jacques Rousseau (* 28. Juni 1712 in Genf; † 2. Juli 1778 in Ermenonville bei Paris) war ein französisch-schweizerischer Schriftsteller, Philosoph, Pädagoge, Naturforscher und Komponist. Er gilt als einer der wichtigsten geistigen Wegbereiter der Französischen Revolution und hatte großen Einfluss auf die Pädagogik und die politischen Theorien des 19. und 20. Jahrhunderts.




Bernard Palissy (* 1510 in Lacapelle-Biron bei Agen; † 1589 in der Bastille von Paris) war ein französischer Wissenschaftler, berühmter Emaillekünstler und Mitbegründer der protestantischen Gemeinde von Saintes.

Er hat wissenschaftliche Arbeiten hinterlassen, wie die Discours admirables de la nature des eaux et fontaines de la terre, tant naturelles qu'artificielles, (Paris, Martin le Jeune, 1580).




Hugues Félicité (François) Robert de Lamennais (eigentlich Hugues Félicité Robert de la Mennais; * 19. Juni 1782 in Saint-Malo; † 27. Februar 1854 in Paris) war ein französischer Priester, Philosoph und Verfasser politischer Schriften.




George Sand (* 1. Juli 1804 in Paris; † 8. Juni 1876 in Nohant, Département Indre; eigentlich Amandine-Aurore-Lucile Dupin de Francueil) war eine französische Schriftstellerin, die neben Romanen auch zahlreiche sozialkritische Beiträge veröffentlichte, in denen sie die Emanzipation der Frauen einforderte.



Soviel für heute.
Liebe Grüße
Ingo

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BeitragThema: Re: Französische Schriftsteller   Di Jul 22, 2008 12:08 am

Die Franzosen scheinen ein besonderes Verhältnis zur Literatur zu haben, denn eine Vielzahl von Motiven bei den Briefmarkenausgaben ist Schriftstellern, Dichtern und anderen Literaten oder ihren Werken gewidmet. Heute stelle ich Markenausgaben aus der Zeit bis 1965 vor.




Joachim du Bellay (* um 1522 in Liré nahe Angers; † 1. Januar 1560 in Paris) war ein französischer
Schriftsteller. Er gilt neben Pierre de Ronsard als der herausragende französische Lyriker der Mitte des 16. Jahrhunderts



Marceline Desbordes-Valmore (* 20. Juni 1786 in Douai, † 23. Juli 1859 in Paris) war eine französische Schriftstellerin.

Ihre Werke (vor allem Gedichtbände) zeigen Desbordes-Valmores als eine außerordentlich gütige, sensible Frau mit einem großen liebenden Herzen. Ihre Themen reichen von Mutterschaft – die sie als fast einzige Dichterin poetisch erschloss – über Liebe, Freundschaft, Kindheit, Gott bis zu Protesten gegen soziale Unterdrückung (z. B. die der Seidenweber von Lyon 1831/1834). Baudelaire und Verlaine (den Rimbaud auf sie hinwies) bewunderten die Innigkeit, Musikalität und Unmittelbarkeit ihrer Poesie.




Nicolas Boileau alias Despréaux oder Boileau-Despréaux (* 1. November 1636 in Paris; † 13. März 1711 ebenda) war ein französischer Schriftsteller, der lange uneingeschränkt zu den großen französischen Klassikern gerechnet wurde, heute aber nur noch als wichtige Figur der Literaturgeschichte gilt.




Baronin Anne Louise Germaine de Staël-Holstein (* 22. April 1766 in Paris; † 14. Juli 1817 in Paris) war eine französische Schriftstellerin, die Deutschland das 'Land der Dichter und Denker' nannte.




Marc Sangnier (* 3. April 1873, gest. 28. Mai 1950) war ein französischer romanisch-katholischer Philosoph und Politiker.




Jean Nicot, sieur de Villemain (1530 in Nîmes; † 1604 in Paris) war ein französischer Diplomat und Gesandter am portugiesischen Hof und hat durch die Einführung von Tabak als Heilpflanze in Frankreich sowie als Urvater der französischen Lexikografie historische Bedeutung.

Nicot beschäftigte sich in Lissabon mit der Heilwirkung des Tabaks und schickte im Jahr 1561 Tabaksamen an den französischen Hof, was zur frühen Verbreitung des Tabaks in Frankreich führte. Der französische Botaniker Dalechamps gab der Pflanze deshalb 1586 den endgültigen Namen herba nicotiana. 1828 isolierten die Heidelberger Chemiker Reimann und Posselt erstmals das in der Tabakpflanze wirksame Alkaloid und gaben ihm Jean Nicot zu Ehren den Namen Nikotin.

Durch das 1606 postum erschienene Lexikonwerk Thrésor de la langue francoyse gilt Nicot außerdem als Begründer der wissenschaftlichen Lexikografie in Frankreich.




Guillaume Apollinaire (ursprünglich Wilhelm Albert Vladimir Apollinaris de Wąż-Kostrowitcky, * 26. August 1880 in Rom; † 9. November 1918 in Paris) war ein französischer Autor italienisch-polnischer Abstammung. Er gilt heute, vor allem mit seiner Lyrik, als einer der bedeutendsten französischen Autoren der ersten beiden Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts.




Maurice Bourdet (* 9. April 1902 in Marseille, verst. 11. November 1944 im KZ Neuengamme) war ein französischer Journalist.

Da er sich nach der Besetzung Frankreichs durch Deutschland weigerte, seine kritischen Texte zu unterlassen und sich statt dessen dem französischen Widerstand anschloss, wurde er schließlich 1944 nach Neuengamme deportiert, wo er dann verstarb.




Edouard Estaunie (*4. Februar 1862 in Dijon, gest. 1. April 1942 in Paris) war ein französischer Schriftsteller, der vor allem für seine charaktervollen Novellen bekannt wurde. Von Beruf war er Ingenieur; seine Karriere beendete er als Generalinspekteur der Telegrafie. 1923 wurde er in die Académie Française berufen.




Pierre Carlet de Marivaux, auch Pierre de Chamblain de Marivaux (* 4. Februar 1688 in Paris; † 12. Februar 1763 ebenda) war ein französischer Schriftsteller.

Dieser hauptsächlich als Romancier und Dramatiker bekannte Autor ist einer der bedeutendsten französischen Literaten der 1720er und 1730er Jahre, d.h. der Periode der Frühaufklärung oder auch des Rokoko.




Alfred de Vigny (* 27. März 1797 in Loches; † 17. September 1863 in Paris) war ein französischer Schriftsteller.

Vigny wird heute zwar kaum mehr gelesen, zählt aber zu den bedeutenderen der französischen Romantiker.




François VI. de La Rochefoucauld (* 15. September 1613 in Paris; † 17. März 1680 ebenda) war ein französischer Schriftsteller und philosophischer Aphoristiker. Er gilt als der erste der französischen Moralisten.




Karl, Herzog von Orléans (* 24. November 1394 in Paris; † 4. Januar 1465 in Amboise) war Herzog von Orléans und ein bedeutender Lyriker. Er war Vater des späteren Königs Ludwig XII..

Charles d'Orléans, wie er in der französischen (Literatur-)Geschichtsschreibung heißt, war ältester Sohn von Herzog Ludwig von Orléans und Valentina Visconti, Tochter von Herzog Gian Galeazzo Visconti von Mailand. Sein Vater Ludwig war ein großer Mäzen und jüngerer Bruder von König Karl VI.. So kam Karl früh mit Kunst und Literatur in Berührung, allerdings ebenso früh und schmerzhaft auch mit der Politik.


Liebe Grüße
Ingo

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BeitragThema: Jules Vallès   Sa Aug 09, 2008 10:40 pm



Jules Vallès
wurde am 11. Juni 1832 in Puy-en-Velay, Haute-Loire geboren und starb am 14. Februar 1885 in Paris. Er war ein französischer Journalist, Romanschriftsteller, Publizist sowie Sozial- und Literaturkritiker. Er ging 1871 nach London ins Exil, wo er bis 1880 blieb, um der Vollstreckung des in Abwesenheit gegen ihn ausgesprochenen Todesurteils (14. Juli 1872) zu entgehen.
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BeitragThema: Sidon ie Gabrielle Colette   So Jan 30, 2011 4:43 pm







Colette war eine sehr erfolgreiche Erzählerin, eine Dichterin der Natur und der Instinkte, der Tiere, der kleinen irdischen Dinge und Genüsse. Priesterin der Sinne und des Körpers nannte man sie, erotische Empfindungen stellte sie rückhaltlos dar. Auf zartblaues Papier schrieb sie ihre zarten, lavendelduftenden Geschichten, deren zentrale Themen Begegnen, sich-Finden und der Abschied Liebender war. Ihre Werke sind teilweise autobiografisch.

Am 28. Januar 1873 wurde Colette in Saint-Sauveur-en-Puisaye geboren. Sie heiratete 1893 den 15 Jahre älteren Schriftsteller Henry Gauthiers-Villars (Willy) und zog mit ihm nach Paris, in die Rue Jacob. Er lebte seine Affären vor ihren Augen aus, sperrte sie in der Wohnung ein, damit sie ihre Kindheits- und Schulerinnerungen aufschrieb. Die daraus entstandenen Claudine-Romane verkaufte er ungeniert unter seinem Namen.
Ihr Vater, der Offizier war, starb im Jahre 1905. Ein Jahr später trennten sich Colette und Willy und lassen sich 1910 scheiden. In diesem Jahr wird ihr Roman „La Vagabonde“ für den Prix Goncourt vorgeschlagen.
Colette nimmt bei Georges Waag Unterricht in Tanz und Pantomimik. Bis 1912 tritt sie in verschiedenen Varietés und Theater in Paris, der Provinz und außerhalb Frankreichs auf.
1912 stirbt auch ihre Mutter (Sido). Im gleichen Jahr heiratet Colette Henry de Jouvenel. Tochter Colette de Jouvenel (Bel-Gazou) wird 1913 geboren.
Colette arbeitet journalistisch, wird 1920 Ritter der Ehrenlegion.
Nachdem sie sich 1923 von Henry de Jouvenel trennt, wird die Ehe 1925 geschieden. Sie lernt Maurice Goudeket kennen, verkauft das Landhaus in der Bretagne und kauft La Treille Muscate in Saint-Tropez.
1928 wird sie zum Offizier der Ehrenlegion ernannt. sie eröffnet ein Schönheitsinstitut in Paris, schreibt wöchentliche Theaterkritiken und hält umfangreiche Vorträge. Sie heiratet Maurice Goudeket, wird 1935 in die Académie Belge gewählt und 1936 Commandeur der Ehrenlegion. La Treille Muscate wird 1938 verkauft und die endgültige Übersiedlung in die Rue de Beaujolais Nr. 9 (Palais-Royal) findet statt. 1944 wählt man sie in die Académie Goncourt. In den 1940er Jahren konnte sie wegen einer zunehmenden Arthritis nur noch im Liegen schreiben.
Ihr letztes Lebensjahrzehnt ist sie an den Rollstuhl gefesselt. Ein Jahr vor ihrem Tod wird sie noch Grand Officier der Ehrenlegion. Am 3. August 1954 stirbt Colette. Sie bekommt als erste Frau ein Staatsbegräbnis ohne kirchliches Zeremoniell.

Paul Claudel nannte sie „Frankreichs größte Schriftstellerin“, und sein großer Gegenspieler André Gide war ausnahmsweise einer Meinung mit ihm: „Ich kann mir nicht helfen – aber diese Frau ist ein Genie!“

Ihre Biografin Germaine Beaumont schreibt: „Colette hat alles mit ewig jungen Augen betrachtet und trug in sich eine große und alte Weisheit. Es war eine Weisheit, nicht aus Büchern erworben, sondern eine, die in ihrem tiefsten Innern ruhte, zur Freude der Gegenwart, Vorbild für kommende Zeiten und Kronzeuge für die frische, unmittelbare und dauernde Lebendigkeit der französischen Sprache.“
ams
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Französische Schriftsteller

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