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 Deutsche Schriftsteller

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Bios
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BeitragThema: Deutsche Schriftsteller   Di Jul 15, 2008 12:27 pm

Annette von Droste-Hülshoff



Annette von Droste-Hülshoff, ihr Taufname lautet Anna Elisabeth Franziska Maria Adolphina Wilhelmina Ludowica, kommt am 12. Januar 1797 auf der münsterländischen Wasserburg Hülshoff als Achtmonatskind zur Welt. Sie überlebt nur Dank der Amme Katharina Plettendorf, die sich Tag und Nacht um „Nette“ kümmert. Annettes Vater, Clemens August von Droste-Hülshoff widmet sich nach seinem Abschied von der Münsterschen Kavallerie Geschichts-, Biologie- und Botanikstudien sowie dem Geigenspiel. Die Mutter, Therese Luise von Droste-Hülshoff, eine Geborene von Haxthausen, begeistert ihre Tochter für die Dichtung und fördert deren erste schriftstellerische Versuche. Annette von Droste-Hülshoff hat noch eine ältere Schwester, Maria Anna, Jenny genannt, sowie zwei jüngere Brüder, Werner Konstantin und Ferdinand.
Schon als Kind verfasst Annette kleine Verse, die ihre Mutter aufschreiben muss. Doch sie wächst in einer Zeit auf, in der Frauen ihren Lebensinhalt kaum selber wählen können. Also dauert es Jahre, bis sie sich verwirklichen darf. Durch verschiedene Reisen lernt sie interessante Persönlichkeiten ihrer Epoche kennen. Selbstbewusste Frauen, die ihr zum Vorbild werden, und ihr langjähriger Dichterfreund Levin Schücking, der sie literarisch inspiriert, fördert und nach ihrem Tod ihr Werk verbreitet.

Hauslehrer unterrichten Annette von Droste-Hülshoff und ihre Geschwister in alten Sprachen, Französisch, Naturkunde und Mathematik. Das kleine, zerbrechliche Mädchen zeichnet sich durch seine Sprachbegabung, Fantasie, Musikalität und Naturverbundenheit aus. Bei ihren Streifzügen durch die Region um Hülshoff lernt Annette bei einfachen Bauern das unverfälschte westfälische Volkstum mit seinen Bräuchen und Gespenstergeschichten kennen. Ihre erste große Reise führt sie als Achtjährige nach Bökendorf, wo ihre Großeltern und die Onkel Werner und August von Haxthausen leben. Letztere sind literarisch engagiert und machen das dortige Gut Bökerhof zu einem Zentrum geistigen Lebens. 1813 kommt Annette dort bei einem weiteren Besuch mit der Welt der Romantiker in Kontakt: Sie lernt die Brüder Grimm kennen und trägt zu Wilhelm Grimms Märchen- und Sagensammlungen aus der Volksüberlieferung bei. Ihre eigenen Gedichte und Texte, die sie ihren Onkeln und deren gelehrten Freunden vorträgt, werden von diesen belächelt.



Anton Matthias Sprickmann, der Professor der Rechte in Münster und Nachbar der Familie ist, wird ein Förderer ihrer literarischen Begabung. Er pflegt Kontakte zu bekannten Dichtern seiner Zeit. Ihm legt sie ihr erstes, Fragment gebliebenes Drama „Berta oder die Alpen“ (1814), die Verserzählung „Alter“ (1818) sowie den unvollendeten Roman „Ledwina“ (1819) vor. Der 48 Jahre ältere, väterliche Freund ermutigt die Dichterin in seinen Briefen, bis die Verbindung 1819 langsam einschläft.

In diesem Jahr reist Annette von Droste-Hülshoff wieder nach Bökendorf, wo sie die Studenten Heinrich Straube und August von Arnswaldt kennen lernt. Diese Bekanntschaft endet durch ein Intrigenspiel in einer Liebeskatastrophe. Ihre an der Intrige beteiligten Verwandten, die von Haxthausen, brandmarken sie als schamlos und leichtsinnig. Annette zieht sich daraufhin in ihr Elternhaus zurück und meidet Bökendorf für 18 Jahre. Vom „Geistreichen Jahr“ (1820), eine Sammlung religiöser Erbauungslieder, die für die westfälische Großmutter gedacht ist, erscheint nur ein erster Teil in Reinschrift. Die Dichterin vollendet ihn erst 1840 in Form einer persönlichen Bekenntnisdichtung.

Da Annette von Droste-Hülshoff oft kränkelt, rät ihr Arzt zu einer Luftveränderung. 1825 begibt sie sich zu einem Onkel nach Köln, wo sie in Kontakt mit dem Stadtleben und dem technischen Fortschritt kommt. In einem Brief schildert sie den Stapellauf des ersten deutschen Dampfschiffs „Friedrich Wilhelm“ am 17.10.1825, reist aber nicht mit dieser „Höllenmaschine“, sondern auf anderem Weg weiter nach Koblenz. Dort wohnt sie bei Wilhelmine von Thielmann, die Novalis, Schiller und Goethe kannte und der Annette, wie sie selbst schreibt, „hinsichtlich meiner Geistesbildung viel zu verdanken“ hat. Auch die Begegnung mit Sybilla Mertens-Schaafhausen, der „Rheingräfin“, ist Balsam für ihr Selbstbewusstsein. An der Bonner Rheinuniversität lernt Annette August Wilhelm von Schlegel kennen.
Im April 1826 tritt Annette von Droste-Hülshoff die Heimfahrt an. Am 25. Juli desselben Jahres stirbt der innig geliebte Vater. Den Hülshoffschen Besitz erbt der älteste Bruder, Annette erhält eine karge Leibrente und zieht mit ihrer Mutter in deren Witwensitz, das nahe gelegene Rüschhaus.

1828 wird Annette immer kränker. Von den Ärzten wird sie aufgegeben. So wendet sie sich der Homöopathie zu, einem damals noch sehr jungen Heilverfahren, das ihr hilft. Am 15. Juni 1829 stirbt der jüngere Bruder Ferdinand. Das löst bei ihr eine erneute Krise aus.
Annette begegnet Adele Schopenhauer und Levin Schücking, dem Sohn ihrer Freundin, der Dichterin Katharina Busch. Die beiden treffen sich erstmals 1831. Sechs Jahre später wird Annette über ihn Mitglied eines Lesezirkels um Elise Rüdiger. 1838 erscheint ein Gedichtband von Annette von Droste-Hülshoff, der sich nur 74-mal verkauft. 1840 erhält Schücking den Auftrag, ein Buch mit dem Titel „Das malerische und romantische Westfalen“ zu verfassen, zu dem auch Annette Balladen beisteuert. 1841 vermittelt sie ihrem Freund eine Stelle als Bibliothekar bei ihrem Schwager, dem Germanisten Joseph Freiherr von Lassberg, in Meersburg am Bodensee, wo Schücking bis zum 2. April 1842 arbeitet, bevor er Redakteur bei der „Augsburger Allgemeinen Zeitung“ wird.

Annette von Droste-Hülshoff vollendet 1841 ihre berühmte Novelle „Die Judenbuche“, die vom 22. April bis zum 10. Mai 1842 im vom Cotta-Verlag herausgegebenen „Morgenblatt für gebildete Leser“ erscheint. Bei Annettes erstem längerem Aufenthalt in Meersburg, wo ihr Schwager die Burg erworben hat, entstehen zahlreiche Gedichte, darunter „Der Knabe im Moor“, die heute zur Weltliteratur gezählt werden. Nach einer kurzen Stippvisite in Westfalen kehrt Annette 1843 für eine Weile nach Meersburg zurück und kauft das oberhalb der Stadt gelegene „Fürstenhäusle“ mitsamt den umliegenden Weinstöcken. Ihr 1844 bei Cotta veröffentlichter Gedichtband findet große Resonanz und macht sie noch zu Lebzeiten zu einer relativ bekannten Schriftstellerin. 1846 bricht sie die Verbindung zu Levin Schücking ab, der mittlerweile mit Louise von Gall verheiratet ist.
Wegen ihres immer noch angegriffenen Gesundheitszustands kann sie erst 1846 eine dritte Reise nach Meersburg unternehmen, wo sie bei ihrem Schwager wohnt. Im Frühjahr 1848 ist sie so schwach, dass sie nur einen kurzen Spaziergang über den Schlosshof ihres Schwagers machen kann. Am 24. Mai 1848 stirbt Annette von Droste-Hülshoff nach heftigem Bluthusten auf der Meersburg. Zwei Tage später setzt man sie auf dem Friedhof der Stadt bei.

Zitat
"Wenn die Kinder klein sind, treten sie uns in den Schoß, und wenn sie groß sind, ins Herz..."


Zuletzt von Bios am So Jul 27, 2008 12:02 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Bios
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BeitragThema: Friedrich Wolf   Mi Jul 16, 2008 6:59 am

Friedrich Wolf



Friedrich Wolf, ein deutscher Schriftsteller, Arzt und kommunistischer Politiker, wurde am 23. Dezember 1888 in Neuwied geboren.
Als Sohn des jüdischen Kaufmanns Max Wolf und dessen Frau Ida besuchte er 1895 - 1899 die Israelitische Elementarschule, danach das Gymnasium in Neuwied. Er studierte Medizin, Philosophie und Kunstgeschichte in Heidelberg, München, Tübingen, Bonn und Berlin. 1912 dissertierte er in Bonn mit der Arbeit "Die multiple Sklerose im Kindesalter", 1913 folgte die Promotion.
1914 fuhr er als Schiffsarzt auf der Route Kanada - Grönland - USA. Mit Kriegsbeginn wurde er Truppenarzt an der West- und an der Ostfront. Ab 1916, er war mehrfach verwundet worden, wurde er entscheidender Kriegsgegner.
Seine ersten Prosastücke wurden 1917 veröffentlicht.
Friedrich Wolf war zweimal verheiratet und hatte vier Kinder.
Er betrieb in Stuttgart eine Arztpraxis und war inzwischen ein anerkannter Schriftsteller geworden.
1928 trat er der KPD bei und war Mitglied des Bundes proletarisch-revolutionärer Schriftsteller. Nach seinem Drama "Cyankali" wurde er kurzzeitig verhaftet und der gewerbsmäßigen Abtreibung beschuldigt.
Wolf emigrierte nach der Machtergreifung der Nazis mit seiner Familie nach Moskau. Bei Kriegsbeginn wurde er in Paris verhaftet und ins Internierungslager Le Vernet gebracht. Mit sowjetischer Hilfe gelang ihm die Ausreise, 1941 erhielt er die russische Staatsbürgerschaft.
Seit 1945 wieder in Deutschland, gehörte er der Aufbaugeneration der DDR an. Er war vor allem schriftstellerisch und kulturpolitisch tätig und beteiligte sich an der Gründung der DEFA (die Deutsche Film AG war das volkseigene Filmstudio der DDR mit Sitz in Potsdam-Babelsberg).
Von 1949 - 1951 war er erster Botschafter der DDR in Polen.
Friedrich Wolf starb am 5. Oktober 1953 in seinem Arbeitszimmer in Lehnitz an einem Herzinfarkt. Seine Urne wurde auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde in Berlin-Lichtenberg beigesetzt.
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Cantus
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BeitragThema: Re: Deutsche Schriftsteller   Di Jul 22, 2008 9:48 pm



Johann Wolfgang von Goethe, geadelt 1782 (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main; † 22. März 1832 in Weimar; auch Göthe), ist als Dichter, Dramatiker, Theaterleiter, Naturwissenschaftler, Kunsttheoretiker und Staatsmann einer der bekanntesten Vertreter der Weimarer Klassik. Sein Werk umfasst Gedichte, Dramen und Prosa-Literatur, aber auch naturwissenschaftliche Abhandlungen. Er gilt als der bedeutendste deutsche Dichter und herausragende Persönlichkeit der Weltliteratur.

Liebe Grüße
Ingo

lachen
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Bios
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BeitragThema: Carl Zuckmayer   Sa Jul 26, 2008 10:46 pm

Carl Zuckmayer wurde am 27. Dezember 1896 in Nackenheim, Rheinhessen geboren und starb am 18. Januar 1977 in Visp, Schweiz.



Ersttagsbrief zum 100. Geburtstag Carl Zuckmayers



Carl Zuckmayer ist der Autor des "Hauptmann von Köpenicks". Das Drama wurde 1956 mit Heinz Rühmann verfilmt.
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BeitragThema: Johann Joachim Winckelmann   Sa Jul 26, 2008 10:58 pm

Johann Joachim Winckelmann wurde am 9. Dezember 1717 in Stendal geboren und starb am 8. Juni 1768 bei Triest. Er war ein deutscher Archäologe, Antiquar und Kunstschriftsteller. Er gilt als der Begründer der wissenschaftlichen Archäologie und der Kunstgeschichte.

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Bios
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BeitragThema: Kurt Tucholsky   Sa Jul 26, 2008 11:23 pm

Kurt Tucholsky wurde 1890 in Berlin geboren und starb zwei Tage nachdem er Gift einnahm am 19. Dezember 1935 in Schweden.
In seinen reichsten Jahren entstand fast täglich eine neue Arbeit. Seit 1931 versuchte er, diese Fülle durch vier Pseudonyme zu ordnen: Ignaz Wrobel, der Satiriker, Peter Panter besuchte Theater, las Bücher und reiste in die Pyrenäen; Theobald Tiger sang Verse, Kaspar Hauser, der zu spät Geborene (letztes, seit 1918 verwendetes Pseudonym), verstand die Welt nicht mehr.



„Wenn ich nicht Kurt Tucholsky wäre, möchte ich Buchumschlag im Malik-Verlag sein“:
Er las 1921 im Meistersaal aus „Panther, Tiger & Co“.
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BeitragThema: Christoph Martin Wieland   Sa Jul 26, 2008 11:45 pm

Christoph Martin Wieland wurde am 5. September 1733 in Oberholzheim bei Laupheim geboren und starb am 20. Januar 1813 in Weimar. Er war ein deutscher Dichter, Übersetzer und Herausgeber zur Zeit der Aufklärung.







Zitat
"Ein einz'ger Augenblick kann alles umgestalten."
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Bios
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BeitragThema: Johann Karl Wezel   So Jul 27, 2008 1:29 pm

Johann Karl Wezel (auch: Carl) wurde am 31. Oktober 1747 in Sondershausen geboren und starb am 28. Januar 1819 ebenda. Er war ein deutscher Dichter, Schriftsteller und Pädagoge der Spätaufklärung.



Zitat
"Wenn dir jemand Unrecht tut, schadet er sich, nicht dir; du wirst darum nicht schlechter, aber er."
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Bios
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BeitragThema: Ehm Welk   So Jul 27, 2008 2:25 pm

Ehm Welk, eigentlich Emil Welk, Pseudonym Thomas Trimm, wurde am 29. August 1884 in Biesenbrow, heute Ortsteil von Angermünde, geboren und am 19. Dezember 1966 in Bad Doberan gestorben. Er war ein deutscher Journalist, Schriftsteller, Volkshochschulgründer und Professor. Bekannt wurde er vor allem durch sein Werk "Die Heiden von Kummerow".



Zitat

"Heimat ist nicht immer dort, wo wir zur Welt kamen - Heimat ist wo wir lieben."
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kawa
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BeitragThema: Re: Deutsche Schriftsteller   So Jul 27, 2008 7:06 pm

Hallo Bios

wenn es auch nicht mein Motiv ist,
lese deine Schriftsteller-Beiträge sehr gerne, egal welches Land.

Vielen Dank

Gruss
kawa

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Bios
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BeitragThema: Re: Deutsche Schriftsteller   So Jul 27, 2008 7:58 pm

Vielen Dank, kawa.

Ich dachte, die langen Biografien lasse ich lieber weg und beschränke mich mehr auf die Belege und die Geburtsdaten.
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kawa
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BeitragThema: Re: Deutsche Schriftsteller   So Jul 27, 2008 8:04 pm

Bios
für mich stimmen die Beiträge, so wie sie sind Zwinkern

Gruss
kawa

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BeitragThema: Ludwig Uhland   So Aug 10, 2008 9:30 am





Johann Ludwig „Louis“ Uhland wurde am 26. April 1787 in Tübingen geboren und am 13. November 1862 ebendort gestorben. Er war ein deutscher Dichter, Literaturwissenschaftler, Jurist und Politiker.



Am 18. Juni 1848 wurde durch württembergische Dragoner die nach Stuttgart geflüchtete Nationalversammlung in der Kasernenstraße auseinandergetrieben. An der Spitze des Zugs war der Dichter Ludwig Uhland als Abgeordneter der Nationalversammlung.
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BeitragThema: Eugenie Marlitt   Do Sep 18, 2008 9:39 pm

geb. 5. Dezember 1825 in Arnstadt/Thüringen
gest. 22. Juni 1887 in Arnstadt/Thüringen



Eugenie Marlitt (eig. Eugenie John) wuchs als Tochter einer verarmten Kaufmannsfamilie auf. Durch die Unterstützung der Fürstin Mathilde von Schwarzburg-Sondershausen konnte sie die Schule besuchen und von 1844 – 46 ein Gesangsstudium am Wiener Konservatorium aufnehmen. Wegen eines Gehörleidens musste sie die gewünschte Berufslaufbahn beenden und wurde Gesellschafterin der Fürstin.
Sie lebte seit 1863 in ihrer Heimatstadt als freie Schriftstellerin.
Eugenie Marlitt schrieb Unterhaltungsromane. Bevor diese jedoch als Buch erschienen, wurden sie als Fortsetzungen in der „Gartenlaube“ gedruckt. Ihre Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Ihre Familiengeschichten spielen im großbürgerlichen und aristokratischen Milieu und laufen nach einem bestimmten Muster ab. Sie stellt soziale Idyllen dar, in denen ihre Frauengestalten gegen Ungerechtigkeit, Standes- und Besitzunterschiede anzukämpfen haben. Die Geschichten enden mit einer reichen Heirat.
Von den „Leuten aus dem Volk“ wurde jede neue Ausgabe der „Gartenlaube“ mit Spannung erwartet. Die Fortsetzung des Romans „Goldelse“ trieb die Auflage von 100.000 auf 375.000. Über den Ruhm, der sich mit jeder Ausgabe steigerte, war Eugenie Marlitt sehr verwundert. Und der Erfolg blieb ihr bis zum Lebensende treu.
Aber die Literaturkritik disqualifizierte sie umso offener als anspruchslose Unterhaltungsschriftstellerin. Heinrich Clauren (1771 – 1854) warf ihr Rührseligkeit und Literaturkitsch vor.
Doch Gottfried Keller nahm Eugenie Marlitt vor den Angriffen in Schutz: „Ich habe das Frauenzimmer bewundert!“
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Bios
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BeitragThema: Wilhelm Busch   Di Sep 23, 2008 8:57 pm

Heinrich Christian Wilhelm Busch wurde am 15. April 1832 in Wiedensahl bei Hannover geboren.


Herausgegeben von der Wilhelm-Busch-Gesellschaft e. V.,
Sitz Hannover, zum Besten des Wilhelm-Busch-Geburts-
hauses in Wiedensahl, des Wilhelm-Busch-Museums in
Hannover und des Sterbehauses Buschs
in Mechtshausen


Busch hatte sechs jüngere Geschwister. Da es zu Hause zu eng war, wurde er mit neun Jahren zur Erziehung zu seinem Onkel Georg Kleine geschickt. Der war Pfarrer in Ebergötzen bei Göttingen. Die Eltern sah er zum ersten Mal erst nach drei Jahren wieder. Der Onkel gab ihm Privatunterricht. Erich Bachmann, Sohn des Müllers im Ort, war Buschs Freund und durfte an dem Unterricht teilnehmen. Die Freundschaft hielt ihr ganzes Leben lang.
Die Familie Kleine zog mit Wilhelm im Herbst 1846 nach Lüthorst am Solling. Pfarrer Kleine konfirmierte ihn 1847. Wilhelm Busch war 15 Jahre alt.



Auf Wunsch des Vaters begann Wilhelm im selben Jahr ein Maschinenbaustudium am Polytechnikum in Hannover. 1851 brach er es allerdings ab. Er interessierte sich für die Malerei. So ging er auf die Kunstakademien in Düsseldorf, Antwerpen und München.
Wilhelm Busch trat 1854 dem Kunstverein „Jung München“ bei. Dann wollte er als Bienenzüchter in Brasilien ein neues Leben begonnen.
1858 starb seine Schwester Anna. Er befasste sich intensiv mit Aktstudien, Anatomie, Zeichnen und Malen.



Als Student verkaufte er 1865 die Rechte für „Max und Moritz“. Von seinem Verleger Kaspar Braun erhielt er 1.700 Goldmark (zu seiner Zeit etwa 1.000 Gulden). Kaspar Braun verdiente damit ein Vermögen. Erst im hohen Alter erhielt Busch 20.000 Goldmark als Ausgleich. Er spendete das Geld einem wohltätigen Zweck.



1864 entstand „Der Heilige Antonius von Padua“. Es erschien allerdings erst sechs Jahre später. 900 Gulden erhielt er dafür.
In seinen Werken spießte Busch klerikale Bigotterie und amtstheologische Verlogenheit auf.



Busch zog 1872 nach Wiedensahl. Er unternahm häufig Auslandsreisen nach Italien und in die Niederlande. Bis 1884 veröffentlichte er zum Beispiel „Fipps der Affe“ oder „Die fromme Helene“. 1898 zog er zu seinem neffen in Mechtshausen am Harz.



Busch malte mehr als 1.000 Ölbilder. Sie wurden erst nach seinem Tod veröffentlicht. Seine Arbeiten werden durch die Stadt Hannover durch eine ständige Ausstellung im Obergeschoss des Wilhelm-Busch-Museums gewürdigt.



Wilhelm Busch starb am 9. Januar 1908 in Mechtshausen an Herzversagen.


Zuletzt von Bios am Mi Sep 24, 2008 12:36 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Bios
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BeitragThema: Wilhelm Busch   Di Sep 23, 2008 9:19 pm











Von Wilhelm Busch's "Max und Moritz", "Hans Huckebein" und "Die fromme Helene" habe ich noch jede Menge Belege, aber diese Auswahl wird wohl reichen, denke ich.
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Dino
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BeitragThema: Deutsche Schriftsteller   Do Okt 09, 2008 5:57 pm

Ersttagsbrief und Marken zum 1.Todestag von Berthold Brecht. Geboren in Augsburg am 10.2.1898 gestorben am 14.4.1956.

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BeitragThema: Ricarda Huch   Do Okt 09, 2008 9:23 pm



Ricarda Huch wurde am 18. Juli 1864 in Braunschweig geboren und starb am 17. November 1947 in Schönberg im Taunus, heute Stadtteil von Kronberg; Pseudonym: Richard Hugo). Sie war eine deutsche Dichterin, Philosophin und Historikerin.

Ricarda Huchs literarisches Werk ist äußerst umfangreich und von thematischer wie stilistischer Breite. So begann sie mit Gedichten, schrieb dann jedoch zunehmend Romane und vor allem historische Werke, die zwischen Geschichtswissenschaft und Literatur angesiedelt sind.

Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihre historischen Romane sind meist psychologisch-biographisch. Unter anderem verfasste sie Biographien über Michail Bakunin und Federico Confalonieri. Ihre monumentale deutsche Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.

Quelle: wikipedia
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Cophila
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BeitragThema: Re: Deutsche Schriftsteller   Do Okt 09, 2008 9:30 pm

Schöner Thread, Anne.

Die Sachen von Wilhelm Busch sind sehr interessant.
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BeitragThema: Re: Deutsche Schriftsteller   Do Okt 09, 2008 9:36 pm

Danke, Cophila, Ja, der alte Busch ist, glaube ich, ein eigenes Studium wert.
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Cantus
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BeitragThema: Re: Deutsche Schriftsteller   Do Apr 16, 2009 10:25 pm



Ausgabe vom 13.11.1969 zum 200. Geburtstag von Ernst Moritz Arndt, Mi. 611


Ernst Moritz Arndt

(* 26. Dezember 1769 in Groß Schoritz auf Rügen, damals Schwedisch-Pommern; † 29. Januar 1860 in Bonn) war ein deutscher Schriftsteller und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung. Er widmete sich hauptsächlich der Mobilisierung gegen die Besatzung Deutschlands durch Napoleon. Er gilt als einer der bedeutendsten Lyriker der Epoche der Freiheitskriege.
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Cantus
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BeitragThema: Re: Deutsche Schriftsteller   Do Apr 16, 2009 10:48 pm

Die Lügengeschichten von Münchhausen dürften die meisten von uns im Laufe ihres Lebens irgendwann einmal gelesen haben. Münchhausen war zwar nicht direkt ein Schriftsteller, sondern eher ein Erzähler abenteuerlicher und höchst unwahrscheinlicher Geschichten, diese wurden aber immer wieder in Buchform gedruckt und gehören selbstverständlich zur Standardausstattung einer etwas besser gefüllten Bibliothek.

Am 11.Mai 1970 erschien aus Anlass des 250. Geburtstages von Karl Friedrich Hieronymus Freiherr von Münchhausen in der Bundesrepublik Deutschland eine Sondermarke, Mi. 623. Sie zeigt eine Illustration zur Geschichte "Das durchtrennte Pferd".


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Cantus
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BeitragThema: Re: Deutsche Schriftsteller   Mi Apr 22, 2009 3:44 pm




Sonderausgabe vom 18.2.1999 zum 100. Geburtstag von Erich Kästner, Mi. 2035
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BeitragThema: Re: Deutsche Schriftsteller   Sa Nov 21, 2009 7:32 pm



DDR - Sonderkarte zum 225. Geburtstag von Friedrich Schiller
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BeitragThema: Bettina Catharina Elisabeth Ludovica Magdalene von Arnim   Do Jun 17, 2010 9:22 pm



Bettina Catharina Elisabeth Ludovica Magdalene von Arnim wurde am 4. April 1785 in Frankfurt/Main als Tochter (7. Kind) der Maximiliane La Roche und des Großkaufmanns Peter Anton Brentano geboren. Ihre Großmutter war die Dichterin Sophie La Roche (die Verfasserin des ersten deutschen Frauenromans). In einem Ursulinenkloster in Fritzlar wurde sie bis zum 13. Lebensjahr erzogen. Nach dem Tod der Eltern wechselte ihr Aufenthalt zwischen den Geschwistern und der Großmuter La Roche, in deren Haus sie französische Emigranten, Künstler, Gelehrte und deutsche Jakobiner traf und vielfältige Anregungen erhielt. Bei ihrer Schwester Gunda Savigny in Marburg befreundete sie sich mit Karoline von Günderrode. Zu deren Andenken schrieb sie den Briefroman „Die Günderode“. Mit Goethe stand sie in Briefwechsel, 1807 lernte sie ihn persönlich kennen und lieben. Auf Dauer wurde ihre hemmungslose Zuneigung unerträglich. Als es einen peinlichen Zusammenstoß zwischen Bettina und seiner Frau Christiane Vulpius kam, nutzte er die Gelegenheit, ihr sein Haus zu verbieten.
1811 heiratete sie Achim von Arnim, sie bekamen sieben Kinder. Nachdem sie seit der Hochzeit abwechselnd auf Gut Wiepersdorf in der Mark Brandenburg und in Berlin lebte, hielt sie sich nach Arnims Tod im Jahre 1831 fast ausschließlich in Berlin auf.
Eine rege Tätigkeit als Schriftstellerin begann. Sie hatte Verbindung zu vielen bedeutenden Zeitgenossen, trat offen für die Demokratie und für die Rechte der Frauen ein.
Bettina von Arnims erste literarische Werke sind Briefbücher, deren Grundlagen die Briefwechsel mit der Freundin Günderrode, mit Goethe, dem Bruder Clemens und später, als ältere Frau, mit dem jungen Ph. Nathusius waren. „Goethes Briefwechsel mit einem Kinde“ erregte großes Aufsehen, weil man das Werk als echte Wiedergabe einer wirklich geführten Korrespondenz hielt. Es wurde aber später erkannt, dass es sich um ein Fantasieerzeugnis handelt, für das authentische Briefe als Grundlage dienten.
In den Vormärzjahren engagiert sie sich sehr stark sozial und politisch. In einem öffentlichen Aufruf bat sie 1844 um Material für ihr „Armenbuch“, das erst 1969 veröffentlicht wurde. Da sie über die politische Entwicklung in Preußen enttäuscht war und wegen der Bespitzelung durch die Geheimpolizei und weil man ihre Arbeit durch Zensur behinderte, zog sie sich zurück.
Bettina von Arnim starb am 20. Januar 1859 in Berlin.
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