Briefmarken - Forum
Herzlich Willkommen im Briefmarken Forum Österreich!
Um alle Beiträge OHNE WERBUNG sehen und lesen zu können, muss man angemeldet sein. Ein Anmeldung ist kostenlos und unverbindlich.
*******************************************************
Welcome to the Forum Stamps Austria!
To see and read all the posts, you have to be registered. A registration is free and without obligation.

---->ANMELDUNG


Postzustellung per E-Mail Bild5110


Briefmarken - Forum

Briefmarken - Forum
 
StartseitePortalSuchenAnmeldenLogin
Neueste Themen
» Briefmarken-Kalender 2020
von Michaela Heute um 10:10 am

» Bilderwettbewerb im August 2020
von kawa Gestern um 7:42 pm

» Wege zu Lucas Cranach
von Ausstellungsleiter Gestern um 5:31 pm

» Sammlung Bedarfsbriefe Österreich ab 1945
von kaiserschmidt Gestern um 4:54 pm

» Albrecht Dürer
von Ausstellungsleiter Gestern um 3:10 pm

» Sammlung "Der Reichschatz"
von Ausstellungsleiter Gestern um 3:03 pm

» Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925
von kaiserschmidt Fr Aug 07, 2020 3:12 pm

» Österreichische Zensuren nach 45
von Gerhard Do Aug 06, 2020 10:44 pm

» Ferienland Österreich - Dauermarkenserie
von wilma Mi Aug 05, 2020 8:57 pm

» Raffael (bis in's 19. Jh hinein, galt er als der größte Maler aller Zeiten)
von Ausstellungsleiter Mi Aug 05, 2020 8:04 pm

» Österr. NEU: Serie Alte Meister - Canaletto
von Gerhard Mi Aug 05, 2020 5:39 pm

» Orchideen
von Ausstellungsleiter Mi Aug 05, 2020 11:57 am

» Australien / Neuseeland / Ozeanien - diverse Ganzsachen
von kaiserschmidt Di Aug 04, 2020 5:59 pm

» Julius Goldner und die Helgoland - Briefmarken
von Ausstellungsleiter Di Aug 04, 2020 5:36 pm

» PETERWARDEIN NETTO in Aufgabs-Recepisse
von stancili Di Aug 04, 2020 10:57 am

» Richtiger Tarif oder philatelistischer Brief?
von mrcarlo Mo Aug 03, 2020 3:24 pm

» Postkartenserie "Quadratischer Wertstempel - Wertziffer im Dreieck" 1922-24
von kaiserschmidt Mo Aug 03, 2020 2:16 pm

» Ostsachsen (OPD Dresden) -Sowjetische Besatzungszone-
von Kontrollratjunkie So Aug 02, 2020 11:42 pm

» Trachtenserien ANK 887 - 923 und 1052 - 1072 Belege
von wilma So Aug 02, 2020 7:12 pm

» BDPh verschiebt IBRA von 2021 auf 2023
von Ausstellungsleiter So Aug 02, 2020 6:47 pm

» Siegerbild im Juli 2020
von wilma So Aug 02, 2020 6:43 pm

» österreichische ungezähnte Marken
von gesi So Aug 02, 2020 1:46 pm

» Briefmarken mit durchlaufenden Markenbild
von gesi Sa Aug 01, 2020 1:39 pm

» Karten mit bildgleichen Briefmarkenausgaben
von gesi Sa Aug 01, 2020 1:35 pm

» Österreich 1925 - 1938
von Paul S. Fr Jul 31, 2020 8:23 pm

» brauche Hilfe - interessante Richard Wagner Briefmarken
von gesi Fr Jul 31, 2020 3:12 pm

» Wer kennt das?
von heuheu Fr Jul 31, 2020 11:18 am

» Eulen und sonstige Käutze
von Ausstellungsleiter Do Jul 30, 2020 6:55 pm

» Mistake in the specialized Michel catalog?
von george61 Do Jul 30, 2020 6:54 am

» Peter Feuser berichtet über die Philatelie in den Zeiten der Cholera
von Gerhard Mi Jul 29, 2020 6:57 pm

» Deutsches Reich von 1933 bis 1945 "in einer ausgesuchten Perspektive"
von Ausstellungsleiter Mi Jul 29, 2020 5:55 pm

» Vereinte Nationen (UNO) - Wien
von Ausstellungsleiter Di Jul 28, 2020 2:43 pm

» Schmetterlinge
von Ausstellungsleiter Mo Jul 27, 2020 10:53 pm

» II. Wiener Aushilfsausgabe - Hilfe erbeten bei Frankatur ...
von wipa2000 Mo Jul 27, 2020 9:40 am

» Abstimmung für das Thema für den Bilderwettbewerb August 2020
von Michaela Mo Jul 27, 2020 9:29 am

» Österr. NEU: Historische Postfahrzeuge Feldpost
von Gerhard Mo Jul 27, 2020 12:51 am

» Neuausgaben 2020 Deutschland
von Gerhard Fr Jul 24, 2020 11:16 pm

» "Coburg 100 Jahre in Bayern" - Am 1.7.20 Sonderpostamt vor Ort
von Ausstellungsleiter Fr Jul 24, 2020 9:25 pm

» Unbill des Pfadfinder-Lebens
von Gerhard Fr Jul 24, 2020 7:30 pm

» Österreich im III. Reich (Ostmark) Belege
von jklang Fr Jul 24, 2020 5:02 pm

» Wettbewerbsausstellungen - keine Erneuerung in Sicht
von Clemens Brandstetter Fr Jul 24, 2020 11:36 am

» Abstimmung für den Bilderwettbewerb im Juli 2020
von gesi Fr Jul 24, 2020 10:38 am

» Das Tschibo-Projekt am Mount-Kenya
von Ausstellungsleiter Mi Jul 22, 2020 7:35 pm

» Die Freimarkenausgabe 1908
von Paul S. Di Jul 21, 2020 10:26 am

» Fritz Puschmann +
von Gerhard Di Jul 21, 2020 12:26 am

» Altdeutschland-Hamburg
von Ausstellungsleiter Sa Jul 18, 2020 7:29 pm

» Flugpostserie II Heimische Vogelwelt in Stadt und Land - Vögel
von wilma Sa Jul 18, 2020 7:18 pm

» Schöne Briefe und Belege der DDR
von Ausstellungsleiter Sa Jul 18, 2020 7:14 pm

» Tutmondo Briefmarkenflohmarkt in Salzburg
von wilma Sa Jul 18, 2020 6:47 pm

» Was sind eure Sammelgebiete
von leon_sellos Sa Jul 18, 2020 5:06 pm

» Österr. NEU: Österreichische Pilze - Eierschwammerl
von Gerhard Fr Jul 17, 2020 11:55 pm

» Brücken auf Briefmarken
von leon_sellos Fr Jul 17, 2020 12:55 pm

» Briefmarkensammlung was machen!
von Ausstellungsleiter Do Jul 16, 2020 5:48 pm

» Preußen / Markenbriefe
von Ausstellungsleiter Do Jul 16, 2020 5:39 pm

» Der Bamberger Reiter
von Ausstellungsleiter Mi Jul 15, 2020 7:42 pm

» Bayern 1849
von Ausstellungsleiter Di Jul 14, 2020 11:25 pm

» Bewertungsversuch
von Ausstellungsleiter Di Jul 14, 2020 11:12 pm

» Ein Haufen Marken
von Bolle Di Jul 14, 2020 9:48 pm

» Österr. NEU: Kunsthaus Graz
von Gerhard Mo Jul 13, 2020 11:52 pm

» Wappenzeichnung - ANK 714-736 - Belege
von wilma Mo Jul 13, 2020 9:01 pm

» Dauerserie Blumen - Belege
von Gerhard Mo Jul 13, 2020 1:15 am

» Gerd Aretz
von gesi So Jul 12, 2020 12:26 pm

» suche: MARKEN EDITION 20
von NORBERT1 So Jul 12, 2020 10:32 am

» Blumengruß aus Deutschland
von Gerhard Fr Jul 10, 2020 11:12 pm

» Belgien : Vogel vom BUZIN
von leon_sellos Fr Jul 10, 2020 1:25 pm

» Motiv Motorrad
von Ausstellungsleiter Fr Jul 10, 2020 12:28 pm

» Satzbriefe
von Gerhard Fr Jul 10, 2020 12:48 am

» Schöne Briefe und Belege aus Berlin
von Ausstellungsleiter Do Jul 09, 2020 7:24 pm

» Bilderwettbewerb im Juli 2020
von muesli Mi Jul 08, 2020 8:42 pm

» Bayern Vorphilatelie
von Ausstellungsleiter Mi Jul 08, 2020 6:05 pm

» Flugpost nach Österreich
von kaiserschmidt Mi Jul 08, 2020 5:43 pm

» Briefmarkensammlung geerbt
von Roger H. Di Jul 07, 2020 11:30 am

» Die Olympischen Spiele 1936
von Ausstellungsleiter Di Jul 07, 2020 8:22 am

» Österr. NEU: Puch MV 50 V
von Gerhard Mo Jul 06, 2020 9:12 pm

» Bauwerke und Baudenkmäler "Bautenserie"
von wilma So Jul 05, 2020 5:55 pm

» Die Dauerserie Heuss
von wilma So Jul 05, 2020 5:30 pm

» Großbritannien ?
von Cantus Sa Jul 04, 2020 8:25 pm

» Privatganzsachen von A. Pichlers Witwe & Sohn
von Cantus Sa Jul 04, 2020 3:44 pm

» Österr. NEU: 9. Ausgabe Dispenser Rollenmarke
von Gerhard Do Jul 02, 2020 11:49 pm

» Dispenser Rollenmarke
von Gerhard Do Jul 02, 2020 11:41 pm

» Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938
von Sigi_der_Zweite Do Jul 02, 2020 10:19 am

» Siegerbild beim Bilderwettbewerb Juni 2020
von Paul S. Mi Jul 01, 2020 10:16 am

» Schönes Österreich
von wilma Di Jun 30, 2020 7:53 pm

» Litauen
von Ausstellungsleiter Di Jun 30, 2020 5:42 pm

» Werbeumschläge und -karten aus Österreich
von kaiserschmidt Di Jun 30, 2020 2:46 pm

» DIE ZEITUNGSMARKEN AUSGABE 1851
von harryju Mo Jun 29, 2020 6:55 pm

» Sächsische Schwärzungen -Sowjetische Besatzungszone-
von Kontrollratjunkie So Jun 28, 2020 11:58 pm

» Generalgouvernement
von Ausstellungsleiter So Jun 28, 2020 2:56 pm

» Briefmarkensammlung geerbt
von Ausstellungsleiter Sa Jun 27, 2020 4:16 pm

» Sagen und Legenden - Belege
von wilma Fr Jun 26, 2020 9:15 pm

» Flugpostausgabe 1947
von wilma Fr Jun 26, 2020 7:50 pm

» Briefmarken geerbt.
von Ausstellungsleiter Do Jun 25, 2020 8:26 pm

» BRD postfrisch von Rand
von Ausstellungsleiter Do Jun 25, 2020 8:19 pm

» Wert von Briefmarke Deutsches Reich Siegfried
von Ausstellungsleiter Do Jun 25, 2020 7:41 pm

» Briefmarke Helmut Kohl
von Ausstellungsleiter Do Jun 25, 2020 7:22 pm

» Verwendung von Portomarken in Österreich
von kaiserschmidt Do Jun 25, 2020 10:30 am

» Privatganzsachen 1.Republik
von kaiserschmidt Mi Jun 24, 2020 1:52 pm

» Verein für Briefmarkenkunde Würzburg von 1880 e. V. sagt "WÜBA 20" wegen Corona ab
von Ausstellungsleiter Mi Jun 24, 2020 10:52 am

» Opas Sammlung Helgoland - mache ich es richtig die auf Ebay zu verkaufen?
von Ausstellungsleiter Di Jun 23, 2020 10:25 am


Teilen
 

 Postzustellung per E-Mail

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Michaela
Admin
Michaela


Postzustellung per E-Mail Empty
BeitragThema: Postzustellung per E-Mail   Postzustellung per E-Mail EmptyMi Jul 14, 2010 6:49 pm

Deutschland steht vor dem Start des elektronischen Briefes. Die Praxis zeigt: Unternehmen, die das neue rechtsverbindliche System testeten, sind von den Einsparmöglichkeiten angetan.Postzustellung per E-Mail 45829010
Ein Postbote sortiert Briefe. Bald kommt die De-Mail auf den Markt. dpa/dpaweb

Jan Oetjen wollte der Schnellste sein. Also bot der Vorstand des Internet-Unternehmens 1&1 im rheinland-pfälzischen Montabaur etwas an, was es erst demnächst geben soll. Wer Kunde einer der beiden 1&1-Töchter GMX oder Web.de sei, so Oetjen am vergangenen Dienstag, dürfe sich schon jetzt kostenlos vorregistrieren lassen: für den künftigen rechtsverbindlichen elektronischen Brief namens De-Mail. Wenn der auf den Markt komme, so Oetjen, habe jeder, der sich jetzt anmelde, die gewünschte Adresse schon mal sicher.

Die Aufforderung Oetjens an die rund 26 Millionen Web.de- und GMX-Kunden war wohlkalkuliert und zielt auf einen neuen großen Spieler im Geschäft mit der Internet-Kommunikation: die Deutsche Post. Deren Brieftochter geht kommenden Donnerstag mit dem seit Monaten mit Spannung erwarteten elektronischen Brief namens E-Postbrief an den Markt.

Das Angebot ist das strategisch wichtigste Projekt des Logistikkonzerns. Zusätzlich zu den vorhandenen Briefkästen, Briefmarken und Briefträgern bietet der 30-prozentige Staatsriese künftig auch eine Art Briefkasten im Internet, der wie eine elektronische Schaltzentrale funktioniert. Über die soll künftig möglichst viel Korrespondenz laufen. Um auf Nummer sicher zu gehen, müssen sich die Nutzer dazu mit ihrem Personalausweis registrieren. Damit ist jeder eindeutig identifiziert. Dadurch soll insbesondere der Abschluss rechtsverbindlicher Geschäfte auf elektronischem Weg möglich werden.

Neue Briefdienste
Die Sommertage 2010 markieren eine Wende im Briefverkehr – durch Einführung einer bundesweit gültigen, staatlich anerkannten E-Mail-Adresse namens De-Mail. Das erforderliche De-Mail-Gesetz wird noch in diesem Jahr verabschiedet. Dann müssen personenbezogene Daten wie Kontoauszüge oder Krankheitsdaten nicht mehr persönlich oder per Brief zugestellt werden, um rechtsgültig zu sein.

Die Folgen der Elektronisierung sind gravierend. Ein großes Risiko trifft die Deutsche Post. Denn mit seinem E-Postbrief kannibalisiert der bisherige Marktführer sein bröckelndes Beinahe-Monopol im Briefgeschäft. Gleichzeitig wittern Internet- und Telekommunikationskonzerne wie Deutsche Telekom und 1&1 neue Einnahmequellen, die bisher großenteils der Post vorbehalten waren.

Entsprechend heftig wird der Wettbewerb, der sich anbahnt. Aus Sorge, sie könnte künftigen Konkurrenten den Weg bereiten, zog sich die Deutsche Post vor gut einem Jahr aus einem Konsortium zurück, das in Friedrichshafen am Bodensee das De-Mail-System testete. Der gelbe Riese setzt lieber auf das eigene System.

Im Gegenzug wagt sich 1&1 auf den Briefmarkt. Das Unternehmen bietet Web.de.-und GMX-Kunden an, deren elektronische Dokumente künftig auszudrucken, zu kuvertieren und als echten Brief zustellen zu lassen — natürlich nicht von der Post, sondern von deren Konkurrenten. Für den Service, auch Hybridbrief genannt, verlangt der Portalbetreiber
54 Cent, einen Cent weniger als die Post für ihren Standardbrief. Der Service ziele vor allem „auf Gelegenheitsschreiber, die gerade keine Briefmarke zur Hand haben, oder Vereinsvorsitzende, die Rundbriefe an 200 Mitglieder verschicken müssen“, sagt 1&1-Vorstand Oetjen.

Den Nutzen der Elektronisierung genießen Unternehmen und Konsumenten gleichermaßen. Für sie wird vieles preiswerter, einfacher und sicherer: Jede rechtlich relevante Korrespondenz — ob Rechnung, Versicherungsvertrag, Behördenantrag, Kaufangebot oder schlicht die einfache vertrauliche E-Mail — kann bald ohne Briefmarke und Papier einfach über das Internet laufen. Allein Versicherungen erwarten Einsparungen von mehreren Millionen Euro pro Jahr, wenn sie künftig sämtliche Policen und Anträge durch den Äther schicken können.

Dass sich De-Mail durchsetzt, sobald das Gesetz verabschiedet ist, davon sind Experten überzeugt. Es folgt einem Mantra: Einfachheit. De-Mail funktioniere „ohne zusätzliche Installationen, nur durch Einloggen über den Browser“, sagt Jens Dietrich, zuständiger Projektleiter im Bundesinnenministerium. Die Nutzer finden sich „in einer Umgebung wieder, die sie über die bekannten E-Mail-Portale schon gut kennen“. Indem sich die Anbieter beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) akkreditieren lassen müssen, sei die Sicherheit gewährleistet.

Die Praxis scheint den Optimisten recht zu geben. Das zeigen die ersten Versuche mit dem elektronischen Brief in Friedrichshafen am Bodensee, wo Unternehmen, Behörden und Bürger über mehrere Monate das De-Mail-System ausprobierten. Die Erfahrungen seien „sehr positiv“, sagt Projektleiter Dietrich.

Autozulieferer ZF entschied sich, Gehaltsmitteilungen an 50 ausgewählte Mitarbeiter nicht mehr per Brief, sondern per De-Mail zu ver-schicken. Dafür erhielten die Teilnehmer drei Monate lang eine eigens für das Projekt geschaffene De-Mail-Adresse. Technikaffine Youngster und ältere Kollegen testeten den Probelauf freiwillig. Ihre Beurteilung war eindeutig: 45 von 50 würden auch in Zukunft ihre Gehaltsabrechnung als elektronische Post bevorzugen und an Kollegen weiterempfehlen.

Zufriedene Nutzer, hohes Sparpotenzial.
Für das Unternehmen würde sich die Umstellung auf De-Mail auszahlen. Das Sparpotenzial sei „hoch“, sagt ZF-Projektleiter Martin Frick. Bei 37 000 Mitarbeitern in Deutschland könnte ZF mehr als 136 000 Gehaltsbriefe pro Jahr elektronisch verschicken, wenn jeder dritte Mitarbeiter mitmacht. Da könnten mehrere Zehntausend Euro zusammen kommen.

In Wirklichkeit sind elektronische Gehaltsabrechnungen jedoch nur „ein erster Anwendungsfall“, sagt Frick. Wichtiger sei die Übermittlung elektronischer Rechnungen, die mit mittelständischen Unternehmen meist noch über den klassischen Papierweg läuft. „Hier sprechen wir über ganz andere Mengen“, sagt Frick – und über ganz andere Beträge.

Die große Frage für Deutsche Post und alle anderen Anbieter lautet: Wie viel sind die Nutzer bereit, für eine De-Mail, die sie selbst verschicken, zu bezahlen. Der Online-Versicherer HUK24, der per De-Mail mit ausgewählten Kunden Antragskopien, Versicherungsbestätigungen, Rechnungen und sensible persönliche Daten austauschte, befragte die Testkunden anschließend. „Es gibt eine Zahlungsbereitschaft der Kunden“, resümiert HUK24-Vorstand Detlef Frank. Insgesamt zeigte sich, dass jeder zweite Teilnehmer für eine De-Mail, die er schreibt, bis zu 25 Prozent dessen zahlen würde, was die Deutsche Post zurzeit für einen entsprechenden Brief verlangt. Weitere 30 Prozent würden sogar bis zur Hälfte zahlen. Für ein Einschreiben mit Rückschein zum Preis von 3,85 Euro würden Nutzer der elektronischen Variante etwa einen Euro zahlen. Der Absender einer De-Mail würde dann umgehend informiert, sobald der Empfänger die Nachricht gelesen hat.

Gerade Versicherungen drängen auf schnelle Umsetzung des De-Mail-Gesetzes. Grund: Um die Vertraulichkeit zu gewährleisten, bedienen sich die Unternehmen der Assekuranz nicht selten umständlicher Wege. So bekommen Kunden des Online-Versicherers Cosmos Direkt zum Beispiel passwortgeschützte PDF-Dateien auf den Rechner, die sie dann über separat zugeschickte Passwörter öffnen können. Alternativ erhalten sie auf der Web-Seite des Unternehmens einen eigenen Account, der alle Versicherungsdaten und Policen speichert. Meist haben Kunden aber noch weitere Accounts bei anderen Versicherern, Telekommunikationsunternehmen und Finanzdienstleistern. Das alles verkompliziert die Nutzung der Online-Dienste. Optimal wäre es, wenn der Kunde all seine Daten zentral verwalten könnte – etwa auf seinem De-Mail-Konto.

Darum ging es bei den 60 Testkunden, mit denen Cosmos Direkt in Friedrichshafen zusammenarbeitete. Die schickten per De-Mail vertrauliche Daten wie Mitteilungen über das Einkommen etwa zur Berechnung der Lücke zwischen dem heutigen Einkommen und der späteren Rente – mit „großem Erfolg“, sagt Projektleiter Frank Färber. Die Kommunikation werde durch De-Mail „wesentlich vereinfacht“.

Für Unternehmen könnte sich eine Registrierung bei einem De-Mail-Anbieter positiv auf das Geschäft auswirken. Anne Schmieder etwa ist als Chefin eines Übersetzungsbüros in Friedrichshafen auf sichere Kommunikation existenziell angewiesen. Sie übersetzt streng vertrauliche Dokumente wie Verträge, Bedienungsanleitungen neuer Geräte oder Bilanzen in jede Sprache der Welt. „Ich unterschreibe Vertraulichkeitserklärungen, doch die Dokumente werden häufig unverschlüsselt als E-Mail-Anhang verschickt“, sagt Schmieder, die an dem Projekt in Friedrichshafen teilnahm.

Kritische Masse
Die Unternehmerin vom Bodensee sieht in dem sicheren elektronischen Brief denn auch eine große Chance und will künftig alle ihre 22 Mitarbeiter mit sicheren De-Mail-Adressen ausstatten. Dadurch erhofft sie sich einen Wettbewerbsvorteil und will künftig auf den besonderen Service hinweisen, sobald es das Angebot gibt. „Nutzen Sie die Möglichkeit der hundertprozentig sicheren Übertragung?“ soll dann in der E-Mail-Signatur des Übersetzungsbüros stehen.

Ob das alles noch in diesem Jahr Wirklichkeit wird, hängt auch davon ab, ob es den beteiligten Unternehmen gelingt, die erforderliche Zahl an Kunden zu gewinnen. „Nur wenn ein System genügend Mitglieder hat und jeder mit jedem kommunizieren kann, steigt der Nutzen für alle“, sagt 1&1-Vorstand Oetjen. Sollte die Deutsche Post ihren E-Postbrief als geschlossenes System betreiben, das nur Post-Kunden offensteht, würde sie sich damit selbst ins Abseits stellen. Experten erwarten aber, dass der Konzern seinen E-Postbrief beim BSI akkreditieren lässt, sobald das Gesetz in Kraft ist.

Je mehr E-Mail-Anbieter sich dem Verbund anschließen, desto „größer wird die Zahl der Nutzer und der Einsatzmöglichkeiten“, sagt Burkard Bauer, IT-Manager bei der Gothaer Versicherungsgruppe. Bei jährlich rund 18 Millionen Briefen, die Gothaer verschickt, sei jede Lösung interessant, die kostensparend wirke. Durch Werbung von 1&1, Deutsche Post und Deutsche Telekom werde die kritische Masse schnell erreicht. In Friedrichshafen meldeten sich 1,4 Prozent der Bürger ohne Werbung in sechs Monaten für De-Mail an. Auf Deutschland hochgerechnet wären das zwei Millionen Nutzer pro Jahr — konservativ gerechnet.

Die Deutsche Post plane, so ist aus Branchenkreisen zu hören, ein Marketingbudget von 80 Millionen Euro ein — nur für die Umstellung der Postleitzahlen von vier auf fünf Ziffern gab sie mehr Geld. Zudem setzt sie auf große Partner: den Autofahrerclub ADAC, den Versicherungsriesen Allianz und den Softwarekonzern SAP. Der IT-Riese aus Walldorf könnte dem E-Postbrief Schub verleihen. Wenn SAP-Kunden, meist Konzerne, aus ihren Buchhaltungssystemen heraus Rechnungen per E-Mail verschicken können, dürften auch kleinere Unternehmen aufspringen. In der Schweiz hat das funktioniert.

Auch der Preis entscheidet über den Erfolg des elektronischen Briefes. Experten sehen ihn bei 15 bis 20 Cent. Die Post hütet den Betrag wie ein Staatsgeheimnis. Nur so viel drang durch. Derweil versucht sie vor allem zu verhindern, dass auch ihr E-Postbrief den Namensteil „de-mail“ in der Adresse tragen muss, wie es das Bundesinnenministerium vorsieht. Die Post-Manager protestierten: „De-Mail“ habe in dem E-Postbrief nichts zu suchen.

Quelle

_________________
Liebe Sammlergrüsse
Eure Michaela
Nach oben Nach unten
Michaela
Admin
Michaela


Postzustellung per E-Mail Empty
BeitragThema: Re: Postzustellung per E-Mail   Postzustellung per E-Mail EmptyDo Jul 22, 2010 12:04 pm

Umfrage: Briefverkehr im Internet: Viele begegnen dem neuen Service mit Skepsis, andere finden ihn praktisch.

Das ECHO hat sich umgehört, was die Menschen in Darmstadt vom neuen elektronischen Brief halten.


,,Für mich kommt der E-Brief nicht in Frage. Ich vertraue dem Internet nicht", sagt Daniela Sens. Dass die Post für den elektronischen Brief 55 Cent verlangt, schockiert die junge Frau nicht: ,,Das ist nicht zu viel. Leute, die dieser Dienstleistung vertrauen, sind bestimmt bereit das auszugeben."

Dem Internet selbst steht Manfred Lenz nicht skeptisch gegenüber. ,,Seit zig Jahren schreibe ich E-Mails und noch nie wurde eine von irgendwem manipuliert". Wenn es dringend notwendig sei, würde er auch einen E-Brief verschicken, auch wenn er nicht ganz nachvollziehen kann, warum dieser Service etwas kosten soll. Die Post garantiert für die Sicherheit des E-Briefs. Kristina Hepting reicht das nicht aus. ,,Das Internet ist grundsätzlich unsicher. Egal wie oft diese elektronische Post auch verschlüsselt sein mag, irgendwelche Hacker schaffen es, auch diese zu knacken." Als sie hört, dass die neue Dienstleistung der Post auch noch Geld kosten soll, lacht sie. ,,Ich würde niemals dafür zahlen."

Alexander Stukowski hat da keine Bedenken. ,,Der E-Brief ist viel komfortabler, als normale Post. Ich muss mich nicht mehr um Briefmarken und Umschläge kümmern und ich brauche auch keine abgetippten Briefe mehr ausdrucken."

Auch Sheila Laub und ihre Freundin Jana König sehen dem elektronischen Brief mit Freude entgegen. ,,Gerade die Kommunikation mit Ämtern wird so erleichtert", sagt Laub. Wenige Klicks und ein Dokument sei ins Rathaus oder ins Landratsamt unterwegs.

,,Nur persönlich Briefe an Freunde und Familie würde ich dann noch per Hand schreiben und mit Briefmarke verschicken, weil es persönlicher ist", ergänzt König. 55 Cent würden die beiden Freundinnen allerdings nicht für den E-Brief ausgeben.

,,Andere Anbieter wollen den gleichen Service für weniger Geld anbieten. Dann wird die Post mit Sicherheit auch noch die Preise senken", ist König überzeugt.
Für Karl Weller hat der klassische Brief nach wie vor einen hohen Stellenwert. ,,Ich will meine Post selbst in Umschläge stecken, Marken draufkleben und in den Briefkasten werfen", sagt er. Das vermittle ihm viel mehr Sicherheit als das Internet.

Heide Menrad
Diese Einstellung kann Volker Oberüber nicht nachvollziehen. ,,Auch Briefe, die den gewohnten Postweg gehen, können verschwinden." Er hat beruflich mit dem Internet zu tun und ist davon überzeugt, dass sich der E-Brief über kurz oder lang durchsetzen wird.

Es ist vor allem die Schnelligkeit, die Oberüber an dem neuen Service schätzt: ,,Für mich ist der E-Brief, so sicher wie ein richtiger Brief und noch dazu kommt er noch am selben Tag beim Empfänger an. Zur Post zu gehen hält Jasmin Stein für aufwendig. ,,Ich habe praktisch nie Briefmarken zu Hause, und jedes Mal, wenn ich eine brauche, muss ich einkaufen gehen." Deshalb würde sie sich freuen, wenn dieser Gang wegfallen würde und sie ganz bequem vom Computer aus ihre Post verschicken könnte.

Auch Heide Menrad ist schon gespannt auf den E-Brief: ,,Ich bin berufstätig und meistens hat die Post bereits geschlossen, wenn ich in den Feierabend gehe. Von daher wäre es toll, wenn ich meine Post ganz bequem von zu Hause aus erledigen könnte."

Allerdings sei sie von der Sicherheit der neuen Briefe noch nicht ganz überzeugt: ,,Ich beobachte das erst einmal eine Weile und frage zunächst Freunde und Bekannte, die diesen Service bereits nutzen, nach ihren Erfahrungen."
http://www.echo-online.de

_________________
Liebe Sammlergrüsse
Eure Michaela
Nach oben Nach unten
 

Postzustellung per E-Mail

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Briefmarken - Forum  :: Briefmarken Allgemein :: News/Schlagzeilen-
Tauschen oder Kaufen