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Mozart
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BeitragThema: Architekten   Fr Aug 15, 2008 2:29 am

10. Todestag von Architekt Josef Hoffmann

Als Professor Dr. h.c. Josef Hoffmann vor nunmehr zehn Jahren, am 7. Mai 1956, 86jährig starb, schien für viele ein sehr bedeutsames Kapitel der Kunst und Kulturgeschichte nicht nur Österreichs endgültig geschlossen zu sein. Der Name und das Werk des anerkannten und vielfach geehrten Architekten und Entwerfers hat schon früh seinen Platz erhalten: Initiator und Vollender des Jugendstils. Geprägt von seinem Lehrer Otto Wagner und einem einjährigen Italienaufenthalt findet er in der ... Mehr ...
Als Professor Dr. h.c. Josef Hoffmann vor nunmehr zehn Jahren, am 7. Mai 1956, 86jährig starb, schien für viele ein sehr bedeutsames Kapitel der Kunst und Kulturgeschichte nicht nur Österreichs endgültig geschlossen zu sein. Der Name und das Werk des anerkannten und vielfach geehrten Architekten und Entwerfers hat schon früh seinen Platz erhalten: Initiator und Vollender des Jugendstils. Geprägt von seinem Lehrer Otto Wagner und einem einjährigen Italienaufenthalt findet er in der 1897 gegründeten Sezession die Möglichkeit, seine Vorstellungen vom Zusammenwirken der Architektur und der anderen Künste zu einem Gesamtkunstwerk zu verwirklichen. Als Leiter der "Wiener Werkstätten" baute er ein Atelier für die komplette Einrichtung ganzer Häuser auf. Sie statteten auch sein bedeutendstes architektonisches Werk, das Palais Stoclet in Brüssel, aus. Auf dem Gebiet der Ausstellungsbauten ist sein österreichischer Pavillon, für die Biennale in Venedig 1934 errichtet, heute noch richtungweisend. Hoffmann schuf mit seiner unbeirrbaren Formensprache, die er aus den einfachsten geometrischen Grundfiguren entwickelte, den "Wiener Stil". Er wurde Grundlage für die Entwicklung der modernen Architektur und des modernen Kunsthandwerks nicht nur in Österreich. Das Markenbild zeigt ein Porträt des Architekten Josef Hoffmann auf dunklem Grund.



Erscheinungsdatum: 06.05.1966
Druckart: Stichtiefdruck
Entwurf: Adalbert Pilch
Stich: Alfred Nefe
Druck: Österreichische Staatsdruckerei
Art: Sonderpostmarke
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Tatjana Westermayr
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BeitragThema: Clemens Holzmeister   Fr Aug 15, 2008 4:26 pm

Clemens Holzmeister kam in Fulpmes als Tiroler mit brasilianischer Staatsbürgerschaft zur Welt. Der einer Hammerschmiedfamilie entstammende Großvater wollte nach Brasilien auswandern, starb jedoch bereits während der Überfahrt an der Cholera. Die Großmutter verschlug es mit ihren sieben Kindern nach Südamerika, das Älteste war der Vater von Clemens Holzmeister, welcher als Erwachsener Kaffee anbaute und eine Familie gründete. Nachdem sieben der Kinder an Malaria gestorben waren, kehrte Holzmeister senior mit seiner restlichen Familie nach Tirol zurück, wo er Vater vier weiterer Kinder wurde. Nachdem seine erste Frau starb, heiratete er ein weiteres Mal. In dieser Ehe folgten vier weitere Kinder, von denen das Zweitälteste Clemens Holzmeister war. Dieser besuchte in Innsbruck die Realschule, in welcher er mehr schlecht als recht durchkam. Nachdem ihn ein Freund aus München für die Baukunst begeisterte, ging er nach Wien an die Technische Hochschule.

1913 heiratete er Judith Bridarolli in Innsbruck. Obwohl er damit Luis Trenker ausbot, blieb er lebenslang mit ihm in enger Freundschaft verbunden. 1914 wurde sein Sohn Guido in Wien geboren. Nach Beendigung seines Studiums in Wien als Doktor, wurde er 1919 als Lehrer an die Staatsgewerbeschule in Innsbruck berufen. 1920 wurde seine Tochter Judith in Innsbruck geboren. Zwischenzeitlich leitete er auch den Installationsbetrieb seines Schwiegervaters Dominikus Bridarolli, der noch heute von dessen Urenkeln Norbert Engele und Thomas Engele geführt wird.

Nach - und nicht zuletzt aufgrund - der Fertigstellung des nach seinen Entwürfen errichteten Krematoriums neben dem Wiener Zentralfriedhof („Feuerhalle Simmering“), das als sein Durchbruch als Architekt gilt, wurde er 1924 zur Professur an die Wiener Akademie der bildenden Künste berufen, die er bis 1938 inne hatte. Durch Vermittlung von Mehmet Hamdi Bey erfolgte 1927 seine Berufung nach Ankara, mit dem Auftrag für den Bau des türkischen Kriegsministeriums. Clemens Holzmeister war auch Leiter eines Meisterateliers an der Düsseldorfer Kunstakademie von 1928 bis 1933. Von 1932 bis 1938 war er Präsident der Zentralvereinigung der Architekten und des Neuen Österreichischen Werkbundes.

Im Jahre 1938 wurde Clemens Holzmeister aus der Wiener Akademie entlassen und emigrierte nach Istanbul-Tarabya in der Türkei. Hier wirkte er als Lehrer an der Technischen Hochschule. In der Türkei hoch geehrt, wurde eine palastartige Villa sein neuer Wohnsitz. 1939 erfolgte die Trennung von seiner ersten Frau Judith. Er heiratete Gunda Lexer im türkischen Exil, die ihm seine Tochter Barbara in Athen gebar. Im Jahre 1939 verbrachte er sechs Monate in Brasilien, um Aufträge abzuwickeln, bevor er nach Tirol zurückkehrte. In Brasilien hatte bereits sein Vater Johann Holzmeister fast 30 Jahre als Emigrant gelebt. Seine weitere Lehrtätigkeit an der Technischen Hochschule in Istanbul dauerte von 1940 bis 1949. 1947 übersiedelte Clemens Holzmeister nach Ankara und begann zwischen Wien und Ankara zu pendeln, bis er 1954 endgültig nach Wien zurückkehrte.

Den Großen Österreichischen Staatspreis erhielt er im Jahre 1953. Von 1955 bis 1957 war er Rektor an der Akademie der bildenden Künste in Wien. 1957 erhielt er das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst. 1963 wurde er Ehrendoktor der Technischen Hochschule in Istanbul. Zu seinem 85. Geburtstag machte er eine Studienreise in die Türkei.

Clemens Holzmeister war ein bedeutender Schöpfer von Monumental- und Sakralbauwerken. Er entwickelte eine Neuinterpretation lokaler Bautraditionen zwischen Einfachheit und Expressivität. Er baute auch Denkmäler und Bühnenbilder. In der Pfarrkirche von Fulpmes ist zur Osterzeit ein Heiliges Grab zu bestaunen, welches Holzmeister 1954 in den Bühnenwerkstätten der Salzburger Festspiele herstellen ließ.

Er war seit 1902 Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.Ö.St.V. Cimbria Innsbruck im MCV (heute MKV) und seit 1906 Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.a.V. Norica Wien im ÖCV.

Clemens Holzmeister ist auf dem Petersfriedhof in Salzburg begraben.


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Mozart
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BeitragThema: 125. Geburtstag von Camillo Sitte   So Aug 24, 2008 10:24 am

Der Architekt und Städtebauer Camillo Sitte wäre 1968 125 Jahre alt geworden. Als Sohn eines Architekten 1843 geboren, kam er schon früh mit seinem späteren Beruf in Berührung. Nach Abschluss seiner Studien arbeitete er im Büro seines Vaters mit und wurde alsbald nach Salzburg berufen, um die Leitung einer Staatsgewerbeschule zu übernehmen. Er verabschiedete sich von der Praxis und wechselte in die Lehre und Forschung. In den zehn Salzburger Jahren begann er mit seiner publizistischen Tätigkeit. Von dort wurde Sitte wieder nach Wien berufen, um die Leitung der neu gegründeten Staatsgewerbeschule "Schellinggasse" zu übernehmen. Camillo Sitte leitete sie bis zu seinem Tod, beinahe 20 Jahre. 1889 erschien das Hauptwerk Sittes, "Der Städtebau nach seinen künstlerischen Grundsätzen". Das Werk hatte schon bei seinem Erscheinen nach zeitgenössischem Urteil ungeheuren Erfolg. Bis heute erlebte das Werk sechs deutsche Auflagen, die letzte 1965. Für Generationen von Architekten und Städtebauern bildeten die darin entwickelten Ideen die maßgebende Grundlage der fachlichen Ausbildung. Sitte stellt in seinem Werk Untersuchungen an über die Beziehung zwischen Bauten, Monumenten und Plätzen und über die Größe und Form der Platzanlagen, und postuliert die Grundlagenforschung als unabdingbare Voraussetzung für jede Planung im Bereich des Städtebaus. Das Markenbild zeigt ein Porträt von Camillo Sitte.



Erscheinungsdatum: 17.04.1968
Druckart: Stichtiefdruck
Entwurf: Otto Stefferl
Stich: Alfred Nefe
Druck: Österreichische Staatsdruckerei
Art: Sonderpostmarke
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marken_sabina
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BeitragThema: 400. Geburtstag von Inigo Jones (1573-1652)   Mi Okt 01, 2008 12:02 am

Großbritannien

Erscheinungsdatum: 15. August 1973
Michel-Nummer: 628-631



1) Kostüme für Hofmaskeraden
2) Erster Entwurf der St. Pauls-Kirche, Covent Garden
3) Fassade des Prinzgemachs in Newmarket
4) Bühnenkulisse

Inigo Jones (* 15. Juli 1573 in London, † 21. Juni 1652 in London) gilt als der erste bedeutende englische Architekt.
Über seine Kindheit und Jugend ist wenig bekannt. Als Hauptquelle dient ein Buch seines Schülers John Webb (The most notable Antiquity called Stone-Heng), das dieser einige Jahre nach Jones Tod veröffentlichte.
Jones absolvierte möglicherweise eine Schreinerlehre (ca. 1588-1595) und verbrachte danach einige Jahre in Italien. Laut Webb stand er anschließend für kurze Zeit im Dienste Christian IV. von Dänemark. Ab 1605 bis zur Absetzung Charles I. durch Oliver Cromwell 1642 arbeitete er in unterschiedlichen Funktionen für den englischen Königshof. Nach einem weiteren Studienaufenthalt in Italien von 1613 bis 1614 gemeinsam mit Thomas Howard, 21. Earl of Arundel, 4. Earl of Surrey and 1. Earl of Norfolk wird Inigo Jones 1615 zum Surveyor of the King's Works ernannt. Damit oblagen ihm als Generalintendat die Oberaufsicht über alle baulichen Belange des Hofes.
Durch sein Schaffen wurde die englische Baukunst aus der spätmittelalterlichen Tradition gelöst und im Sinne des palladianistischen Klassizismus erneuert (Palladianismus, abgeleitet von Andrea Palladio). Seine wichtigsten Werke sind das Queen’s House in Greenwich (1616-1635), Banqueting House in Whitehall, London (1619-1622), Prince’s Lodging in Newmarket (1619-1621) und Wilton House in Wiltshire (begonnen 1632, nach einem Brand 1647 erneuert). Das Projekt für Covent Garden (1631-1637) mit seiner Arkadenstruktur war städtebaulich die bedeutendste Arbeit von Inigo Jones und beeinflusste in der Folge die Gestaltung der Londoner Plätze und terraced houses.

Textquelle: Wikipedia
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