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 Zeppelinpost aus USA

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AutorNachricht
balf_de
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BeitragThema: Zeppelinpost aus USA   Sa Aug 12, 2017 4:04 pm

Hallo zusammen,

es wäre natürlich möglich, die Zeppelinpost-Belege, die ich hier zeigen möchte, auch bei einem der bereits vorhandenen Threads anzufügen - es handelt sich ausschließlich um Belege zur Südamerikafahrt 1930, wo wir für alle Etappen Threads angelegt haben, in die auch die USA-Post passen würde.
Aber einerseits habe Bandwurm-Threads Nachteile bezüglich Ladezeiten und können auch etwas langweilig werden, andererseits möchte ich gerne mit einer allgemeiner gehaltenen Überschrift auch anderen Sammlerfreunden die Möglichkeit eröffnen, hier passende Belege vorzustellen. Gerne auch mit Fragen, die dann hoffentlich mithilfe der vorhandenen Literatur beantwortet werden können.
Wie schon mehrfach geäußert bin ich nicht gerne als Alleinunterhalter unterwegs.  nein

Bei dieser Neuerwerbung einer Sieger-Nummer 64.C) bzw. Michel-Nr 66G)c. aus Philadelphia .…


… mit dem rückseitigen grünen Sonder-Ankunftstempel aus Lakehurst vom 31. Mai 1930 fällt auf, dass die $ 2.60 Marke (Mi.Nr. 328) auf eine 2 Cent Ganzsache (Nummer nicht bekannt) auffrankiert wurde. War das erforderlich oder diente die Ganzsache nur als Träger-Umschlag? Beim Vergleich mit meinen anderen Briefen dieser Etappen wie z.B. diesem …


… ist mir aufgefallen, dass immer dann keine Zusatzfrankatur zu den Luftschiff-Gebühren zu finden sind, wenn die Poststücke im Postamt der Varick Street in New York aufgeliefert wurden. Diese Feststellung trifft mit gewissen Ausnahmen (auf die ich später eingehen möchte) auf alle meine USA-Belege, also auch auf die der Heimfahrt zu.

Ich stelle mir vor, dass diejenigen Poststücke, die im geschlossenen Umschlag an die Firma von Meister (die New Yorker Agentur der Zeppelingesellschaft) zur Bearbeitung und ggf. Frankierung geschickt wurden, beim Postamt in der Varick Street aufgeliefert wurden. Natürlich sind meine eigenen Belege quantitativ nicht ausreichend, um daraus eine belastbare allgemeine Aussage abzuleiten, aber ich halte es für wahrscheinlich, dass die Beförderung für außerhalb New Yorks aufgelieferte Karten und Briefe mit dem Inlandsporto von 2 Cent für Briefe und 1 Cent für Postkarten zu frankieren war.

Jetzt hoffe ich auf immer noch ausdauernd mitlesende Sammlerfreunde, die aufgrund eigener Erfahrung und/oder Literatur mir bei dieser Frage helfen können Idea

Viele Grüße
Alfred (balf_de)
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Polarfahrtsucher
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost aus USA   So Aug 13, 2017 1:20 pm

Hallo Alfred,

ein schönes Stück welches du uns zeigtst!

balf_de schrieb:

… ist mir aufgefallen, dass immer dann keine Zusatzfrankatur zu den Luftschiff-Gebühren zu finden sind, wenn die Poststücke im Postamt der Varick Street in New York aufgeliefert wurden. Diese Feststellung trifft mit gewissen Ausnahmen (auf die ich später eingehen möchte) auf alle meine USA-Belege, also auch auf die der Heimfahrt zu...

Zu deiner Frage kann ich leider nicht mit Fachwissen dienen, hier wäre unser lieber @Saintex wieder einmal gefragt.
Aber ich habe meine Sammlung durch gestöbert und bin auf diese Stücke gestossen, die deine Theorie nicht ganz unterstützen. Ich glaube eine Zusatzfrankatur war nicht erforderlich. Vermutlich dienten die Ganzsachenumschläge lediglich als Trägermittel.




Da wären die bekannten Zulieferungen aus Washington D.C. welche noch ein Stück weiter von New York entfernt waren. Hier findet man keine Zusatzfrankatur um die Distanz abzudecken. Ich hoffe ich habe hier nicht vorgegriffen, ich könnte mir gut denken, dass du diese Konstellation auch schon ins Auge gefasst hast.
Interessant finde ich auf meinen Stück auch den Ankunftstempel aus Californien. Schließlich hat das Poststück die gesamte USA innerhalb von 2 Tagen überquert. Was meint ihr, war die "terrestrische Post" damals schon so schnell oder wurde mein Beleg zumindest teilweise mit Luftpost zum Endbestimmungsort befördert?



Hier noch ein Beleg der Rückfahrt, welcher in Milwaukee / Wisconsin aufgeliefert wurde. Auch hier fehlt eine Zusatzfrankatur.
Natürlich halten sich meine amerikanischen Belege in engen Grenzen, hoffe dich aber in dieser Angelegenheit zumindest etwas unterstützt zu haben.

Schönen Gruß
Klaus
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balf_de
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost aus USA   Mo Aug 14, 2017 8:33 pm

Hallo Klaus, hallo zusammen,

da fährst Du ja gleich "Schweres Geschütz" auf, lieber Klaus …

Polarfahrtsucher schrieb:


Da wären die bekannten Zulieferungen aus Washington D.C. welche noch ein Stück weiter von New York entfernt waren. Hier findet man keine Zusatzfrankatur um die Distanz abzudecken. Ich hoffe ich habe hier nicht vorgegriffen, ich könnte mir gut denken, dass du diese Konstellation auch schon ins Auge gefasst hast.
Interessant finde ich auf meinen Stück auch den Ankunftstempel aus Californien. Schließlich hat das Poststück die gesamte USA innerhalb von 2 Tagen überquert. Was meint ihr, war die "terrestrische Post" damals schon so schnell oder wurde mein Beleg zumindest teilweise mit Luftpost zum Endbestimmungsort befördert?

Richtig: an die FDC vom 19. April 1930 aus Washington DC habe ich auch schon gedacht. (Übrigens: ich bin gespannt, wie die besonders bei amerikanischen Sammlern beliebten FDCs im neuen Michel bewertet werden, Du zeigst uns hier den Spitzenwert  wow   )

Als Beleg für die besondere Situation in Washington habe ich diese Werbepostkarte herausgesucht:



Da steht eigentlich alles drin: auch Deine Frage nach der Luftpostbeförderung ist eindeutig beantwortet: alles war im Preis enthalten. Auch wenn es sich hier nicht um eine amtliche Verlautbarung der USA-Postbehörde handelt, glaube ich doch, dass wir hier nicht weiter recherchieren müssen.

Obwohl es einige wirklich attraktive Belege gibt, die man als Unterstützung zur Erfordernis der Zusatzfrankatur heranziehen könnte …


65 Cents Postkartenporto für die Beförderung nach Europa + 1 Cent Inlandspostkarte  vl

Polarfahrtsucher schrieb:
Natürlich halten sich meine amerikanischen Belege in engen Grenzen, hoffe dich aber in dieser Angelegenheit zumindest etwas unterstützt zu haben.

Ja, lieber Klaus, das hast Du bestimmt - vielen Dank! Sicher habe ich diese Werbepostkarte schon oft in der Hand gehabt, aber wer lesen kann, ist klar im Vorteil ... rw

Meine Absicht mit diesem Thread war es eigentlich nicht, hier ausschließlich Forschungsarbeit für ungeklärte Fragen "meiner" SAF 30 zu betreiben - und im Idealfall die Fragen zu klären - sondern möglichst viel Zeppelinpost zu zeigen und gezeigt zu bekommen. Und zwar von allen Fahrten und wenn möglich mit mehr als zwei Teilnehmern !

Viele Grüße
Alfred
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eckenerecki
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost aus USA   Di Aug 15, 2017 4:57 am

Hallo Alfred, du weisst doch, dass du nicht allein bist...... Ich lese deine Beiträge immer mit grossem Interesse und die Frage der Zusatzfrankatur bei der US-Post der SAF ist ja auch eindeutig geklärt.... sie war nicht nötig, eine all in rate also. Das gibts übrigens auch bei deutschen Frankaturen, meistens waren es Missverständnisse oder Unwissenheit die zu den unnötigen Zusatzfrankaturen führten. Wenn die Belege bei deutschen Auflieferungen allerdings unter Umschlag nach Friedrichshafen zu senden waren, war ja das Inlands-Porto für den Umschlag in dem sich der zu befördernde Beleg befand nach Friedrichshafen fällig..... Wenn dann aus Unkenntnis der Beleg nicht unter Umschlag nach Friedrichshafen gesandt wurde, sondern direktam Auflieferungspostamt abgestempelt wurde (was natürlich nicht den Vorschriften entsprach) dann ist das zusätzliche Porto in diesen Fällen sogar als logische Weiterführung der fehlerhaften Aufgabe nachvollziehbar...... Diese belege gibt es, sind aber ziemlich selten bei deutscher Post. Ich habe auch schon belege gesehen, wo nur die "Zusatzfrankatur" am Auflieferungspostamt entwertet wurde und die Zeppelinfrankatur dann in Friedrichshafen. Das entsprach zwar alles nicht den Vorschriften, aber es gibt in diesen Fällen auch vieles, was es eigentlich nicht geben dürfte, das sind wir gerade bei der zeppelinpost doch gewohnt....

Liebe Grüsse aus der Schweiz von
eckenerecki Laughing
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Polarfahrtsucher
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost aus USA   Di Aug 15, 2017 12:56 pm

Hallo Alfred, Hallo Eckenerecki, Hallo Zeppelinfreunde,

erlaubt mir kurz vom eigentlichen Thema abzuschweifen, schließlich passen diese Belege hier ausgezeichnet zum Beitrag von @eckenerecki:

eckenerecki schrieb:
Wenn dann aus Unkenntnis der Beleg nicht unter Umschlag nach Friedrichshafen gesandt wurde, sondern direktam Auflieferungspostamt abgestempelt wurde (was natürlich nicht den Vorschriften entsprach) ......



Eine Postkarte aufgeliefert beim Postamt Schwabmünchen am 9.5.30. Anstandslos in Friedrichshafen der Graf Zeppelin aufgeliefert, siehe Durchgangsstempel. Anschließend irrümlich nach Bahia / Brasilien gesendet, dort bemerkte man den Fehler und die Karte wurde zum eigentlichen Bestimmungsort Bahia Blanca Argentinien gesandt. Ankunftsstempel von Buenos Aires vom 5.6.30.


eckenerecki schrieb:

Ich habe auch schon belege gesehen, wo nur die "Zusatzfrankatur" am Auflieferungspostamt entwertet wurde und die Zeppelinfrankatur dann in Friedrichshafen....




Mein Brief wurde am 16.5.30 im Postamt Langensalz auf den Weg geschickt. Dort wurden neben der Zeppelinmarke auch eine Zusatzfrankatur in Form von Dauermarken frankiert. Im Postamt wurden nur die Dauerserienmarken entwertet, die Sondermarke erst am 18.5.30 in Friedrichshafen. Ich glaube der Ersteller wusste nicht ausreichend über die Portosätze der Fahrt bescheid, schließlich wäre für die Vereinigten Staaten 8 RM Porto fällig gewesen. So wurde der Brief zwar auf der Zeppelinfahrt befördert, allerdings nur bis Penambuco / Brasilien. Anschließend ging es mit "normaler" Post weiter nach New York.

eckenerecki schrieb:

Das entsprach zwar alles nicht den Vorschriften, aber es gibt in diesen Fällen auch vieles, was es eigentlich nicht geben dürfte, das sind wir gerade bei der zeppelinpost doch gewohnt....

Ja und genau deshalb finde ich das Sammelgebiet Zeppelin so spannend (Was vermutlich nicht nur mich so fasziniert) Exclamation

Liebe Grüße
Klaus

P.S. Ich verspreche zukünftig wieder besser auf das "Thema" zu achten! Zwinkern
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balf_de
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost aus USA   Mo Aug 21, 2017 9:42 pm

Hallo Klaus, Hallo Eckenerecki, Hallo Freunde …

eckenerecki schrieb:
Hallo Alfred, du weisst doch, dass du nicht allein bist......

Na klar weiß ich, dass ich hier permanent unter Beobachtung stehe. Da muss ich ab jetzt wirklich jedes Wort auf die Goldwaage legen  zw

Aber im Ernst: dass Du hier aktiv mitmachst und Deine Kompetenz einbringst – wenn auch vorerst ( Question ) noch ohne uns etwas aus Deinen Sammlungen vorzustellen –, das ist für das Briefmarkenforum sicher ein Gewinn!
eckenerecki schrieb:
Liebe Grüsse aus der Schweiz

Liebe Grüße zurück an den schönen Zürichsee!

Polarfahrtsucher schrieb:
erlaubt mir kurz vom eigentlichen Thema abzuschweifen, schließlich passen diese Belege hier ausgezeichnet zum Beitrag von @eckenerecki

Dass Du diesen Steilvorlagen von @Eckenerecki nicht widerstehen konntest, das war mir schon klar, lieber Klaus!
Richtig neidisch bin ich inzwischen, wie sicher Du die Besonderheiten der Zeppelinpost (und ganz besonders „meiner“ 1. SAF 1930  ar  ) erkennst... Das war Spaß: ich freue mich für Dich und bin sicher, dass Du unser gemeinsames Sammelgebiet richtig angepackt hast!

Polarfahrtsucher schrieb:
P.S. Ich verspreche zukünftig wieder besser auf das "Thema" zu achten! Zwinkern

Ja, ein bisschen soll es schon noch weitergehen ...



Diese amerikanische Rundfahrtkarte hat einfach nur Pech gehabt: Obwohl sie eigentlich rechtzeitig am 2. Mai im New Yorker Postamt in der Wallstreet aufgeliefert wurde und für die Beförderung per Schiffspost mit der „Bremen“, die am 4. Mai in New York ablegte, und anschließendem Katapultflug „reichlich“ frankiert wurde, hat das offenbar nicht geklappt.
Die korrekte Frankatur für die gesamte Rundfahrt (New York) – Friedrichshafen – Friedrichshafen setzte sich aus der Luftschiffgebühr von $ 1.95 plus  - für die Sonderleistungen – 3 Cents Auslandspostkarte + 15 Cents Katapultflug zusammen.
Sie war also mit 5 Cents überfrankiert.
Das wäre allerdings leichter zu „verschmerzen“ wenn wir noch irgendwo  einen Schiffspost- und Katapult-Stempel finden würden …

Viele Grüße
Alfred (balf_de)
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balf_de
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost aus USA   Di Aug 22, 2017 11:08 pm

Hallo zusammen,

nach den bisher hier gezeigten "Besonderheiten" möchte ich gerne mit einer absolut korrekt frankierten Postkarte fortsetzen, die für die gesamte Rundfahrt (New York) - Friedrichshafen - Friedrichshafen mit $ 1.95 freigemacht wurde:


Bitte nachrechnen!

Die Karte mit der in den Katalogen bisher unterbewerteten "Normalfrankatur" ist ein gutes Beispiel dafür, dass es auch ohne Verwendung der anlassbezogenen teueren Sondermarken möglich war, attraktive Belege zu erstellen. Sehr gerne würde ich euere Meinung hören: sind Sondermarken-Frankaturen wirklich höher zu bewerten als solche Belege? Wie würde wohl ein Auktionshaus eine Karte wie diese ausrufen?

Viele Grüße
Alfred (balf_de)
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eckenerecki
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost aus USA   Mi Aug 23, 2017 4:26 pm

Hallo Alfred, grundsätzlich haben die Sammler Zeppelinmarken, welche für bestimmte Fahrten ausgegeben wurden, diese auch für die vorgehenen Fahrten verwendet, in Deutschland für SAF 30, Polarfahrt, Chicagofahrt, USA für SAF 30, Chicagofahrt, Ungarn für Ungarnfahrt, Russland für Russland- und Polarfahrt etc. Post mit Normalfrankatur ist in diesen Fällen wesentlich seltener, wird aber bisher in den Katalogen nicht sonderlich beachtet und in der Regel auch nicht besonders bewertet. Schade, da die interessanten Frankaturen dann gerade diejenigen sind, die keine Zeppelinmarken der jeweiligen Fahrt tragen. Im nächsten Michel Zeppelin wird darauf verstärkt eingegangen , andererseits muss aber berücksichtigt werden, dass die Beliebtheit bei mit Zeppelinmarken frankierten Belegen höher ist. Aus Unkenntnis?? Es ist aber im Markt eine Tatsache. Vielleicht, weil sich die Kataloge auch bisher nicht darum kümmerten und die Sache dann eben vor allem für die Spezialisten der entsprechenden Fahrt interessant war. Und ein Schnäppchen macht man doch auch immer wieder gerne...... Hier zeigt sich, Wissen ist Macht.... Umgekehrt sind - mit Ausnahme der deutschen zeppelinmarken - Zeppelinmarken auf anderen, wie den vorgesehenen Fahrten teilweise extrem selten.... z.B. die US Marken zur SAF 30, zeig mir mal einen Beleg für eine spätere Fahrt mit diesen Marken!!!!! Ich kenne diese Marken z.B. auf einem Balbo Rückflugbrief, eine Riesen-Rarität, aber kein Zeppelin!Ich kenne bisher erst 2 Belege mit SAF Marken zur Chicagofahrt, auf den Nordamerikafahrten der Hindenburg habe ich sie noch nicht gesehen. Auch die Chigagofahrt 50c kommt auf Nordamerikafahrten nur sehr selten vor. Alle diese Zeppelinmarken aus USA sind ja heute noch gültig! Aber vermutlich lag es auch später an den hohen Nominalen, dass diese nicht mehr verwendet wurden. Wie dem auch sei, das ganze ist in jedem Fall ein hochinteressantes Spezialgebiet, wobei jede einzelne Fahrt hier ihre besonderen Spezialitäten kennt.
Viele Grüsse vom Zürichsee. eckenerecki
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balf_de
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost aus USA   Do Aug 24, 2017 2:14 pm

Hallo eckenerecki,

eckenerecki schrieb:
.Post mit Normalfrankatur ist in diesen Fällen wesentlich seltener, wird aber bisher in den Katalogen nicht sonderlich beachtet und in der Regel auch nicht besonders bewertet

Klar, das sind wir uns einig.

eckenerecki schrieb:
Im nächsten Michel Zeppelin wird darauf verstärkt eingegangen

Jetzt wird es spannend!

eckenerecki schrieb:
... andererseits muss aber berücksichtigt werden, dass die Beliebtheit bei mit Zeppelinmarken  frankierten Belegen höher ist.

Ist das auch heute noch wirklich so?  Schon seit einiger Zeit beobachte ich eine Entwicklung  - übrigens nicht nur bei der Zeppelinpost -, die wegführt von der  in der guten alten Zeit des Briefmarkensammelns üblichen Bewertung von Belegen anhand ihrer Frankaturen sondern daß vielmehr andere Faktoren wie die postgeschichtliche Relevanz, seltene Destinationen und im weitesten Sinne Besonderheiten aller Art in den Vordergrund treten.
Meiner Meinung nach sind z.B. die Michel-Bewertungen der beiden Südamerikafahrt-Sondermarken MiNr. 438 und 439 (von denen wir nicht einmal die Auflage kennen) so hoffnungslos überbewertet, dass man aus „ökonomischer Sicht“ eigentlich die Marken von den Zeppelinkarten und –Briefen  ablösen müsste. Was natürlich ein Sakrileg wäre – da sind wir uns einig.

eckenerecki schrieb:
Es ist aber im Markt eine Tatsache. Vielleicht, weil sich die Kataloge auch bisher nicht darum kümmerten und die Sache dann eben vor allem für die Spezialisten der entsprechenden Fahrt  interessant war.

Der Markt und die Kataloge – hier sehe ich „des Pudels Kern“.  Unbestreitbar gibt es eine Interdependenz zwischen dem Handel (= dem Markt) und den Katalogen. Wer beeinflusst eigentlich wen mehr?  Ganz bestimmt warten die Händler und insbesondere die Auktionshäuser ungeduldig auf den neuen Michelkatalog als wesentliches Hilfsmittel zur Festlegung ihrer (Ausruf-) Preise. Und natürlich kann man auf diese Weise „Werte schaffen“ – gerade Auktionen sind ein zuverlässiges Wertbarometer.
Andererseits – Du siehst das richtig – sind es heute hauptsächlich spezialisierte Sammler, die allein schon aufgrund ihrer finanziellen Möglichkeiten nicht mehr das gesamte Sammelgebiet „Zeppelinpost“ – wie auch z.B. „Altdeutschland“ oder „Kolonien“ – abdecken können oder wollen. Und denen sind Katalogbewertungen eher gleichgültig; sie neigen auch nicht dazu, sich dadurch „reich“ zu rechnen. Vielmehr sind sie in Sorge, dass  sie bei einem begehrenswerten Objekt nicht die einzigen sind, die es entdeckt haben. Denn wenn zwei „Spezialisten“ sich streiten, dann spielen weder Ausrufpreise noch Katalogbewertungen eine Rolle. Du weißt genau, wovon ich rede ...

So viel zu meiner Einschätzung der Bedeutung von Katalogen – natürlich bin ich höchst gespannt auf den neuen Michel, auch wenn mein Interesse im Wesentlichen auf knapp 10 Seiten (?) beschränkt bleiben wird. Höchste Hochachtung habe ich vor denjenigen Fachleuten aus unserer Arbeitsgemeinschaft, die sich dem fast unlösbaren Problem der Beleg-Bewertungen bei den „großen“ Fahrten gestellt haben.

Hallo zusammen,

einen Beleg möchte ich zeigen:
Sieger 64.H)

$ 2.60 für die Heimfahrt ‚Graf Zeppelins’ von Lakehurst nach Frankfurt sind auf alle Fälle überfrankiert. Maximal $ 1.30 kostete ein Brief, da übergewichtige – mehr als 20 Gramm schwere – Poststücke nicht zugelassen waren.
Trotzdem gibt es für diese Variante eine eigene MichelNr.: 68 G)f.  Die Bewertung ist sogar deutlich höher als bei der portorichtigen Variante der  Verwendeung der $ 2.60-Sondermarke für die Rundfahrt.
Richtig ist natürlich, dass diese Überfrankaturen selten sind. In einem anderen Thread haben wir den Wert der amerikanischen Frankaturen  im Vergleich zu den Lebenshaltungskosten im Jahr 1930 schon thematisiert. Vermutlich ist es so, dass diejenigen Sammler, die es verpasst hatten, ihre Post rechtzeitig zur Auflieferung in Friedrichshafen abzuschicken, sich mehrheitlich entschlossen haben, ihre seltenen Briefmarken postfrisch zu behalten. Wobei sie auch – wie wir von @eckenerecki wissen – bei späteren Fahrten oder anderen Gelegenheiten hätten verwendet werden können. Aber leider hat mir bisher noch kein amerikanischer Verkäufer die an mich gerichtete Post entsprechend frankiert ...

Viele Grüße
Alfred (balf_de)
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eckenerecki
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost aus USA   Fr Aug 25, 2017 12:01 pm

Hallo Alfred, die 2,60$ war halt dder Spitzenwert und im Prinzip nur bei der ersten Zuleitung portogerecht frankierbar, wie du richtig schreibst. Für die Rückfahrt kann also nur zu spät aufgelieferte Post in Frage kommen, dann aber mit Leitvermerk entsprechend und in die USA adressiert, oder ein Sammler wollte doch noch einen Brief mit der 2,60$ weil er zu spät daran gedacht hat die korrekte Wegstrecke aufzuliefern. Wie dem auch sei, diese Belege sind sehr selten und ein erheblich höherer Preis wie für die Etappe Friedrichshafen - lakehurst gerechtfertigt Das sollte - neben satzbriefen aber auch die einzig tolerierbare Ueberfrankatur aus USA sein, du weisst, ich bin da etwas Purist und möchte eigentlich immer das korrekte Porto......
Anders war die sache bei der SAF30 in Südamerika, die Postverwaltungen handelten sehr unterschiedlich....In Brasilien z.B. waren die zeppelinmarken eigentlich Privatpostmarken der Condor und konnten definitiv nur für diese Fahrt verwendet werden. Trotzdem kenne ich einen beleg aus 1934, wo die 5000R Zeppelin für Zeppelinpost verwendet wurde. In brasilien war fast alles möglich, hauptsächlich eine brasilianische marke wurde zur Frankierung verwendet, egal ob gültig oder nicht.... ein Kuriosum, aber nicht mehr. in Bolivien waren die Zeppelinmarken nur in La Paz am Postschalter. In anderen Orten für die Fahrt aufgelieferte Post , welche sehr selten ist, wurde in LaPaz mit den zeppelinmarken nachfrankiert und entwertet, in Argentinien hingegen waren die Zeppelinmarken auch nur an der Hauptpost in Buenos Aires für kurze Zeit erhältlich, wenn z.B. aber nicht in Buenos Aires sondern in Rosario aufgeliefert wurde, wurden mit normalen Marken frankiert (auch sehr selten, andere Aufgabeorte wie Buenos Aires) Wie aber diese Belege dann von der argentinischen Postverwaltung mit der Condor abgerechnet wurden, darüber ist nichts bekannt. Vermutlich rutschten die belege einfach durch und die Condor guckte bei der vergütung des Zeppelinportos in die Röhre..... Bei späteren fahrten in 1932 und 1934 wurden die Zeppelinmarken gelegentlich verwendet, obwohl sie nur für die SAF 30 vorgesehen waren. Der Ueberdruck wurde auch nicht von der argentinischen Postverwaltung vorgenommen, sondern von Condor veranlasst, die für den Ueberdruck vorgesehenen Marken musste die Condor von der argentinischen Postverwaltung vorher kaufen
Der Verkauf wurde dann doch noch über das Hauptpostamt als Entgegenkommen durchgeführt. Somit waren die argentinischen Zeppelinmarken im Grunde auch Privatpostmarken der Condor. Dass die argentinische Post eine spätere verwendung akzeptierte, hing wohl damit zusammen, dass die nicht überdruckten Marken zu diesem Zeitpunkt noch gültig waren und die Post hat ja die Gebühren vor dem Druck bereits kassiert..... Auf jeden fall sind solche späten Belege auch sehr selten und sollten Beachtung finden. Sie wurden nie zu ihrem inneren Wert wirklich gehandelt. da in Europa Südamerika allgemein wenig beachtet wird, haben solche Belege immer weniger als 100€ gekostet, man muss sie nur finden........ und das kommt nur alle Jubeljahre einmal vor. Kritisch wie du geschrieben hast, lieber Alfred wird es dann nur, wenn 2 Spezialisten den gleichen Geschmack haben......

So, dass war es mal wieder vom Zürichsee, viele grüsse an Euch alle, eckenerecki
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eckenerecki
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost aus USA   Fr Aug 25, 2017 12:05 pm

P.S. Mal schauen, ob der neue Michel in diesem Zusammenhang ein paar Ansätze berücksichtigt........ aber dann gäbe es vermutlich einige Schnäppchen weniger zu machen..... wie immer gäbe es dann ein lachendes und ein weinendes Auge.... eckenerecki
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balf_de
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost aus USA   Fr Aug 25, 2017 6:14 pm

Hallo eckenerecki, hallo zusammen,

zunächst einmal vielen Dank für die wertvollen Tipps, lieber eckenerecki, wie man bei der Zeppelinpost noch Schnäppchen machen kann – Belege zu finden, die mit Zeppelin-Marken frankiert sind, die für frühere Fahrten editiert wurden.  ja
Aber selbst wenn man das nötige know-how hat (bzw. hätte) – man muss so etwas auch erkennen, wenn man in der 5-Euro-Kiste kramt …  oh

Deine die SAF 1930 betreffenden Beispiele verleiten mich zu einem kurzen „off topic“ (denn der Thread heißt nicht  „Post aus Amerika").

eckenerecki schrieb:

in Bolivien waren die Zeppelinmarken nur in La Paz am Postschalter. In anderen Orten für die Fahrt aufgelieferte Post , welche sehr selten ist, wurde in LaPaz mit den Zeppelinmarken nachfrankiert und entwertet, ...

Solche Belege meinst Du:


Aufgeliefert in Oruru am 17. Mai 1930, per Luftpost nach La Paz befördert, dort frankiert und über Buenos Aires nach Recife zum Luftschiff befördert.

eckenerecki schrieb:

... in Argentinien hingegen waren die Zeppelinmarken auch nur an der Hauptpost in Buenos Aires für kurze Zeit erhältlich, wenn z.B. aber nicht in Buenos Aires sondern in Rosario aufgeliefert wurde, wurden mit normalen Marken frankiert (auch sehr selten, andere Aufgabeorte wie Buenos Aires) Wie aber diese Belege dann von der argentinischen Postverwaltung mit der Condor abgerechnet wurden, darüber ist nichts bekannt. Vermutlich rutschten die Belege einfach durch und die Condor guckte bei der Vergütung des Zeppelinportos in die Röhre.....


Aufgeliefert in Posadas im Norden Argentiniens, mit 90 Centavos statt 1,50 Pesos für die Luftschiffbeförderung deutlich unterfrankiert, aber – wie Du sagst – hat hier eigentlich nur die argentinische Staatspost kassiert. Die Beförderung nach Recife erfolgte (laut Leder) durch die Aeropostale.

eckenerecki schrieb:
P.S. Mal schauen, ob der neue Michel in diesem Zusammenhang ein paar Ansätze berücksichtigt........ aber dann gäbe es vermutlich einige Schnäppchen weniger zu machen..... wie immer gäbe es dann ein lachendes und ein weinendes Auge....   eckenerecki

Klar: wenn Sachen die man schon hat – oder besser doppelt hat -, jetzt höher bewertet werden, dann hat man etwas zu lachen. Aber wenn man es dringend sucht  und nicht mehr in der 5-Euro-Kiste findet ....
Auf jeden Fall freue ich mich auf den neuen Katalog: ich bin sicher, er wird unserem Sammelgebiet Auftrieb geben!

Viele Grüße
Alfred (balf_de)

PS: demnächst geht es von meiner Seite mit Post aus USA weiter. Allerdings aufgrund von „Urlaub vom PC“ erst ab Ende nächster Woche.
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balf_de
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost aus USA   Di Sep 19, 2017 10:44 pm

Hallo zusammen,

auch hier soll es noch etwas  weitergehen, obwohl mein Versuch, das Thread-Thema etwas weiter fassen, um vielleicht den einen oder anderen Zeppelinpost-Beleg aus einer anderen Sammlung zu Gesicht zu bekommen, zumindest bisher nicht von Erfolg gekrönt war ...

Irgendwo habe ich es sicher schon geschrieben: ich möchte gerne aus meiner SAF-1930-Sammlung die „Besonderheiten“ herausstellen – vielleicht wird ja ein Ausstellungsexponat daraus. In der Gliederung werde ich wohl neben besonderen Destinationen, besonderen Frankaturen, Zuleitungen usw. auch die nicht gerade seltenen „Beförderungspannen“ -  Fehlleitungen – erwähnen.

Ein Beispiel hierfür ist diese Fotokarte aus Arizona:


Die Ansicht des historischen Highway 70 im Süden Arizonas auf der Fotoseite der Karte wäre wahrscheinlich auch für Postkartensammler interessant, aber mich interessiert – natürlich - die Adressseite:


Eindeutig eine Rundfahrtkarte: aufgeliefert wurde sie in New York (vermutlich von Herrn von Meister, dem sie unter Umschlag zugesandt wurde), von dort ging es per Schiff und Eisenbahn nach Friedrichshafen weiter, von dort sollte sie per Zeppelin via Südamerika nach Lakehurst befördert werden. Dafür war sie mit $ 1.30 korrekt frankiert.
Aber dort blieb sie versehentlich im Luftschiff und erhielt – wohl an Bord – den kleinen violetten Roundtrip-Stempel als Durchgangsstempel, den alle Poststücke erhielten, bei denen der  Rhombenstempel Type 1 schon vor der Abreise in New York  abgeschlagen worden war. Der Friedrichshafener Ankunftstempel vom 6.VI.30. zeigt klar, dass wir es mit einem Rundfahrtbeleg zu tun haben, der – laut grünem Rückankunftstempel vom 18. Juni aus New York – wieder zurück nach USA lief.

Demnach ist die Karte unter der Michelnummer 68 G) (Sieger 64.AII)) einzuordnen.
Eine erfreuliche Verbesserung zeigt sich bei der Katalogisierung der amerikanischen Post im neuen Michel-Zeppelinpost-Katalog: hier werden jetzt auch die Portosätze für die Rundfahrtpost - $ 3.90 für Briefe, $1.95 für Karten – genannt und die sinnvollen Frankaturmöglichkeiten mit Sondermarken ($2.60+$1.30 bzw. $1.30+$0.65) sowie die Normalfrankaturen bewertet.

Dadurch fällt meine Karte natürlich durchs Raster ...
Aber das macht sie ja nicht schlechter – auch ein Spezialkatalog, als den man den neuen Michel wirklich bezeichnen kann, stößt irgendwo an Grenzen und kann nicht jede „Besonderheit“ eigens erwähnen und bewerten.

Viele Grüße
Alfred (balf_de)
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eckenerecki
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost aus USA   Mi Sep 20, 2017 11:21 pm

Hallo Alfred, da zeigst du einen tollen Beleg, den würde "Lebenslauf " vermutlich auch gerne haben, dessen Motto ist ja: Sammeln was nicht im Katalog steht..... so hat er eifrig Kombinationen Hamburger Strassenbahnpost mit Zeppelin gesammelt. Aber das ist ja die "hohe Schule" wenn man bereits sehr viel weiss...... Und auch der Michel hat, wie du richtig bemerkst seine Grenzen, wobei viel mehr Info gerade bei der SAF 1930 wie im vorherigen enthaltern ist, auch unter den "Besonderheiten" aufgeführt. Schnäppchen sind mit der neuen Auflage viel weniger drin. Leider....... No No Der Sieger bietet hinsichtlich Besonderheiten nicht viel, ist also mit der neuen Auflage Michel nicht mehr vergleichbar.
Viele Grüsse vom Zürichsee eckenerecki
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Polarfahrtsucher
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost aus USA   Mi Sep 20, 2017 11:51 pm

Hallo Alfred, Hallo Zeppelinfreunde,

balf_de schrieb:


auch hier soll es noch etwas  weitergehen, obwohl mein Versuch, das Thread-Thema etwas weiter fassen, um vielleicht den einen oder anderen Zeppelinpost-Beleg aus einer anderen Sammlung zu Gesicht zu bekommen, zumindest bisher nicht von Erfolg gekrönt war ...

natürlich zeigst Du uns hier, wieder einmal, nicht nur einen optischen Leckerbissen, sondern auch ein Stück mit dem gewissen "Extra" der den Beleg zu etwas ganz Besondern macht. Meinen Glückwunsch!

Nun wird es natürlich schwierig, gerade diesen Thread, der nur so von Besonderheiten der Südamerikafahrt strotzt, wieder zurück zu "normaler" Zeppelinpost aus den USA zu führen.
Ich glaube wir sollten hier einen neuen Thread zu diesem Thema eröffnen, beispielsweise "Zeppelinpost von und nach USA". Ich habe hierzu schon etwas im Gedanken, welches auch die Zeppelinpost der LZ 129 Hindenburg beinhaltet. Lass mir noch etwas Zeit, einen Thread zu starten.

balf_de schrieb:

auch ein Spezialkatalog, als den man den neuen Michel wirklich bezeichnen kann, stößt irgendwo an Grenzen und kann nicht jede „Besonderheit“ eigens erwähnen und bewerten.


Ja in der Tat, auch ich bin vom neuen Michel Zeppelinkatalog begeistert! Natürlich kann man noch immer über gewisse Bewertungen ausführlich diskutieren, aber in Sachen Komplexität und Darstellung von Besonderheiten stellt er sicherlich die neue Referenz da.
Vielen Dank für die viele Arbeit die die ARGE in dieses Werk gesteckt hat! An dieser Stelle herzlichen Dank in die Schweiz  Exclamation  und natürlich auch an Dich lieber Alfred!

Ein Stück kann ich Zeigen, welches es allerdings nicht in die Katalogbewertung des neuen Michels geschafft hat. Der Brief freut mich besonders und vielleicht kann ich dir lieber Alfred hier auch eine kleine Freude machen Exclamation

Eigentlich schon erstaunlich, den BAHIA ist eigentlich eine bekannte Etappe, allerdings nicht für Post aus den USA.
Hauptsächlich dürfte die von Meister Agentur in den USA die "Hauptschuld" an diesem Umstand tragen, schließlich wurden alle Abwürfe der Ziele: Capa Verde, Bahia, Havanna nicht in ihr Angebot aufgenommen. Aber einige spezielle Sammler haben es wohl doch geschafft entsprechende Belege aufzuliefern.

So dürfte man neben der neuen Rubrik "Havanna" (den neuen Eintrag dürften wir wohl auch Alfred´s Mitarbeit am Spezialkatalog zu verdanken haben  Zwinkern ) auch "Bahia" als Abwurfpost der amerikanischen Post hinzufügen:





Erlaubt mir hier eine Frage zur Zusatzfrankatur der 5 Cent Luftpostmarke. War hier das Porto ebenso überflüssig wie auf den Belegen am Anfang des Threads, oder war hier eine schnellere Abwicklung in Bahia bzw. nach Ankunft New York vorgesehen?

Viele Grüße
Klaus


Zuletzt von Polarfahrtsucher am Do Sep 21, 2017 4:13 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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eckenerecki
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost aus USA   Do Sep 21, 2017 2:10 pm

Gratuliere zu diesem tollen Beleg vom Abwurf Bahia!!! Sicherlich gehört er mit einer eigenen Nummer in den Michel, aber er war bisher nicht bekannt und daher nicht gelistet. Es gibt immer wieder Ueberraschungen und man sieht wieder einmal es gibt nochts was es nicht gibt. Bin von so etwas neuem immer begeistert. Falls du ihn mal abgeben willst bin ich sicher das Alfred und ich sehr daran interessiert wären, aber der bleibz natürlich als ganz grosses Schmuckstück in deiner Sammlung..... Die 5c Marke war m.E. überflüssig und sollte wohl inneramerikanische Flugpost abdecken nur welche? Für die gegend von New York war sicherlich keine flugpost notwendig und die PAA ab Brasilien verlangte erheblich höhere Portosätze . Nochmals Gratulation zu diesem Hingucker!! Viele Grüsse eckenerecki P.S. Der Auflieferer Owen ist bei brasilienpost auch bekannt, er war der Hersteller von ca. 60 Belegen Brasilienpost innerbrasilianische Etappe zu 2500R ohne zeppelinmarken mit Kleinwerten der Staatspost. Er hatte den tarif sicherlich von von Meister, aber privat direkt aufgeliefert.
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balf_de
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost aus USA   Fr Sep 22, 2017 10:42 am

Hallo Klaus, hallo zusammen,

Da hat es mir gestern die Sprache verschlagen … und eigentlich ist schon alles gesagt zu Deinem phantastischen Beleg …

eckenerecki schrieb:
Gratuliere zu diesem tollen Beleg vom Abwurf Bahia!!! .

da kann ich mich nur anschließen! Zu schade, dass Du diesen Brief nicht ein paar Wochen früher hier gezeigt hast – er hätte im neuen Michel einen würdigen Platz erhalten. (Wobei ich nicht in Eckhard Försters Haut hätte stecken wollen, der für unsere ArGe Zeppelinpost die schwierige und undankbare Aufgabe übernommen hat, auch die „großen“ Fahrten zu bewerten – es wäre wohl nur die Bewertung „-,-„ möglich gewesen)

Da war ich doch bisher der Ansicht, dass mein amerikanischer Brief nach Bahia der Michelnummer 64 IG) am nächsten komme …



... der zwar nicht abgeworfen, aber immerhin nach Bahia adressiert wurde.

eckenerecki schrieb:
P.S. Der Auflieferer Owen ist bei Brasilienpost auch bekannt, er war der Hersteller von ca. 60 Belegen Brasilienpost  der innerbrasilianischen Etappe zu 2500R ohne Zeppelinmarken mit Kleinwerten der Staatspost. Er hatte den Tarif sicherlich von von Meister, aber privat direkt aufgeliefert.

Diese Belege meint @eckenerecki; hier ist die Nummer 47:


Sicher hat Mr. Owen alle seine Belege durchnummeriert. Von daher ist es nicht zu erwarten, dass Dein Bahia-Brief mindestens 75 „Geschwister“ hat  gl

Eines ist mir an Deinem Brief aufgefallen: es sieht so aus, als sei er nie geöffnet worden und anscheinend ist es keine leere Briefhülle. Am Scan erkennbar ist unter der Adresse („Brazil“) der durchscheinende Text „East Orange“. Das ist der Ort in New Jersey, wo unser „Freund“ A.C. Roessler residierte. Hat er da seine hand im Spiel? Verstehe mich bitte nicht falsch, lieber Klaus: ich habe keinen Zweifel an der Authentizität des Briefs, aber interessant wäre es schon, zu wissen, ob Roessler die Ausnahmebehandlung beeinflusst haben könnte.

Eines solltest Du noch wissen:

eckenerecki schrieb:
Falls du ihn mal abgeben willst bin ich sicher, dass Alfred und ich sehr daran interessiert wären.

Das sieht er richtig! Bitte beachte die Reihenfolge  ja

Viele Grüße
Alfred  (balf_de)
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Polarfahrtsucher
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost aus USA   So Sep 24, 2017 12:29 pm

Hallo Alfred, Hallo @eckenerecki,

vielen Dank für die Glückwünsche und die neuen Informationen die ihr mir hier gebt  Exclamation

balf_de schrieb:

Diese Belege meint @eckenerecki; hier ist die Nummer 47:


Sicher hat Mr. Owen alle seine Belege durchnummeriert. Von daher ist es nicht zu erwarten, dass Dein Bahia-Brief mindestens 75 „Geschwister“ hat  gl

Den Wirtschaftsprüfer aus New Jersey hatte ich bisher nicht auf meinem Schirm. Wieder etwas gelernt!
Ist es tatsächlich so, dass nahezu alle Belege zur innerbrasilianische Etappe zu 2500R alle von dem "Einen" Sammler stammen?
Übrigens: Gratulation zu dem schönen Stück !

balf_de schrieb:

Eines ist mir an Deinem Brief aufgefallen: es sieht so aus, als sei er nie geöffnet worden und anscheinend ist es keine leere Briefhülle. Am Scan erkennbar ist unter der Adresse („Brazil“) der durchscheinende Text „East Orange“. Das ist der Ort in New Jersey, wo unser „Freund“ A.C. Roessler residierte. Hat er da seine hand im Spiel? Verstehe mich bitte nicht falsch, lieber Klaus: ich habe keinen Zweifel an der Authentizität des Briefs, aber interessant wäre es schon, zu wissen, ob Roessler die Ausnahmebehandlung beeinflusst haben könnte.

Ja, auch mir ist "East Orange" sofort ins Auge gestochen. Und natürlich denkt man hier sofort an den dubiosen Roessler.
Der Brief ist in der Tat nicht geöffnet und verständlicherweise habe ich auch gewisse Skrupel diesen seit über 80 Jahren verschlossenen Beleg zu öffnen. Daher beschränke ich mich momentan mit dem Entziffern der anderen Wörter auf den durchscheinenden Brief.
Ich lese weiter "Essex County". Gemeint ist hier also ein "Landkreis"  in New Jersey und Teil von New York welcher auch die Gegenden "East Orange" sowie unter anderem "Newark", wo auch Herr Owen (Brandford Plaza) zu Hause ist, umfasst.
Auch wenn ich es nicht 100% garantieren kann, denke ich es handelt sich eher um einen Zufall und Hr. Roessler ist diesesmal hier nicht im Spiel.

Falls mich doch noch einemal die Neugier packt (vermutlich brauche ich hier ein paar Gläser Wein lachen ) lasse ich Euch es wissen!

Viele Grüße
Klaus
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balf_de
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BeitragThema: Re: Zeppelinpost aus USA   Mo Sep 25, 2017 10:23 pm

Hallo Klaus,

Polarfahrtsucher schrieb:

Falls mich doch noch einemal die Neugier packt (vermutlich brauche ich hier ein paar Gläser Wein lachen ) lasse ich Euch es wissen!

ja, da hätte ich auch Hemmungen, obwohl Dir ja genau genommen eventuell etwas Wichtiges entgeht. Vielleicht weißt Du, dass ich neben der Zeppelinpost noch eine andere Sammlung pflege: die Post meiner Heimatstadt Heidelberg in der Zeit des Großherzogtums Baden. Da findet man noch häufig Faltbriefe, wo man den kompletten Inhalt des Briefs nachlesen kann (wenn man etwas Übung mit alten Handschriften hat …). Aus solchen alten Briefen - und natürlich auch Postkarten - hat sich sogar ein neues Sammelgebiet entwickelt: die "Social Philatelie", wo weniger Frankaturen oder Leitwege im Mittelpunkt stehen sondern der Inhalt der Briefe oder Karten, der oft spannende Geschichten über die Lebensverhältnisse der jeweiligen Zeit erzählt.

Also: was den Wein anbetrifft, mache ich Dir einen Vorschlag: ich verspreche Dir, Dich Ende Oktober bei unserem Sammlerfreund Kaiser in Neuhausen nachhaltig zu unterstützen -  wenn Du den Brief mit in den Saalbau bringst, sind wir vielleicht gemeinsam mutig genug!

Hallo zusammen,

Einen besonderen Beleg habe ich noch, für den man keinen Brieföffner braucht:


Eine Postkarte aus Balsaholz, leicht genug, um mit dem Luftschiff von Lakehurst nach Friedrichshafen befördert zu werden (und per Schiff zurück nach New York, wo sie am 18. Juni 1930 ankam).

Viele Grüße
Alfred (balf_de)
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Zeppelinpost aus USA

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