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von gabi50 Do Dez 14, 2017 8:16 pm

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 Wien

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Gerhard
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BeitragThema: Wien, Kapuzinerkirche und Kaisergruft   So Aug 08, 2010 7:52 pm

Die Kaisergruft (Kapuzinergruft) ist die größte und bedeutendste ihrer Art. Sie befindet sich unter der Kapuzinerkirche, am Neuen Markt in der Wiener Innenstadt. Sie ist die letzte Ruhestätte der kaiserlichen Familie Habsburg.
Kaiserin Anna, die Gemahlin von Kaiser Matthias, legte 1618 testamentarisch fest, dass ein Kapuzinerkloster samt Begräbnisstätte für sie und ihren Gemahl innerhalb der Stadtmauern Wiens errichtet werde.


Lichtdruck koloriert, Verlag F. Leclerc Wien V., nicht gelaufen, ca 1900

Die Grundsteinlegung erfolgte am 8.September 1622.
1633 waren Kirche und Gruft soweit hergestellt, dass die sterblichen Überreste der Kaiserin Anna und ihres Gemahls in die Kapuzinergruft überführt werden konnten.
In der Gruftanlage haben bis heute 146 Personen, darunter 12 Kaiser und
19 Kaiserinnen und Königinnen, ihre letzte Ruhestätte gefunden.


Ansicht der Karlsgruft von der Maria Theresien Gruft, Foto-AK, Verlag Ledermann Wien, nicht gelaufen, ca. 1970

Die Karlsgruft ist die erste Gruft, die man über die Stiege vom Klostergang aus betritt. Sie befindet sich direkt unter dem Altarbereich und dem Mönchschor der Kapuzinerkirche und fasziniert durch einige der schönsten Arbeiten der Kaisergruft.
Sie ist als Fortsetzung der Leopoldsgruft angelegt und wurde unter Kaiser Joseph I. (1710) und unter Kaiser Karl VI. (1720) von Lukas von Hildebrandt erbaut.
Insgesamt ruhen in der Karlsgruft acht Habsburger.


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zemi1965
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BeitragThema: Wien   Mo Aug 23, 2010 4:26 pm

Die Urania ist ein Volksbildungshaus mit Sternwarte in Wien.
Das Gebäude wurde 1909 nach den Plänen des Jugendstilarchitekten Max Fabiani, eines Schülers von Otto Wagner, an der Mündung der Wien in den Donaukanal erbaut und 1910 von Kaiser Franz Joseph eröffnet. Benannt wurde sie nach der für die Astronomie zuständigen Muse Urania.

Quelle: Wikipedia



Wien, Aspernplatz mit Urania, gelaufen 1920

Der ehemalige Aspernplatz ist heute nach dem früheren österr. Bundeskanzler Julius Raab benannt.
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Gerhard
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BeitragThema: Fünfhaus, Kirche Maria vom Siege   Do Sep 09, 2010 11:35 pm

Wien Fünfhaus (15. Bez.)
Die Siedlung der „Fünf Häuser“, die sich einst im Raum der der heutigen Clementinengasse befand, wurde im ausgehenden 19.Jahrhundert eine aufstrebende Vorstadt. Diese gehörte zum Pfarrgebiet von Reindorf, benötigte aber wegen der rapid steigenden Einwohnerzahl dringend eine eigene Kirche.
Auf Initiative Kaiser Ferdinands I. wurde 1846/47 der Bau einer Kirche beschlossen und ein geeigneter Baugrund gekauft. In den folgenden Jahren zögerte sich das Vorhaben immer wieder hinaus. Unterrichtsminister Graf Thun-Hohenstein trat nun an Friedrich Schmidt heran, der sich als Professor an der Mailänder Kunstakademie schon einen Namen gemacht hatte und am Beginn einer glänzenden Karriere stand. Dieser sandte 1858 seinen ersten Entwurf – eine dreischiffige Hallenkirche mit Westturm.


Lichtdruck, Edgar Schmidt, Dresden, gelaufen nach Krems 1899

Durch die Planung der Gürtelstraße (1860), die den Baugrund für die Kirche durchschnitt, konnte das von Schmidt entworfene Langhauskonzept nicht verwirklicht werden.
1864 unternahm der Wiener Erzbischof Kardinal Dr. Joseph Othmar Rauscher einen neuerlichen Versuch, den geplanten Kirchenbau endlich zu verwirklichen. Der damals neu ernannte österreichische Ministerpräsident Graf Richard Belcredi zeigte für die Pläne des Kardinals großes Verständnis. Nach einem Grundstückstausch durch die in Fünfhaus ansässigen Webereifabrikanten Anton und Jakob Lang wurde der Bau am heutigen Standort der Kirche 1868 begonnen. Architekt Schmidt stellte seine künstlerische Originalität unter Beweis und entwarf, den neuen Platzverhältnissen entsprechend, ein völlig neues Grundkonzept: Er schuf einen 8-eckigen Zentralraum mit Umgang (Ambitus) unter Beibehaltung einer Längsachse; der monumentale Backsteinbau im neugotischen Stil wird von einer 24-teiligen Schirmkuppel und einem hohen, aber graziösen Dachreiter gekrönt. Die Gesamthöhe der Kirche beträgt 68 m in die Höhe ragt. Nach siebenjähriger Bauzeit wurde die neue Fünfhauser Pfarrkirche am 17.Oktober 1875 als Muttergotteskirche „Maria vom Siege“ eingeweiht.
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zemi1965
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BeitragThema: Wien   Sa Sep 11, 2010 8:33 pm

Die Gebäude der Donau-Dampfschiffahrts- und Rettungsgesellschaft an der Einmündung des Wien-Flusses in den Donaukanal.

An der Stelle der Donau-Dampfschifahrtsgesellschaft befindet sich heute der Hermannpark.

Die Zentrale der Rettungsgesellschaft (jetzt Zentrale der Wiener Rettung) wurde von Ferdinand Hrach geplant und von der Union-Baugesellschaft 1897 errichtet.

Quellen: Wikipedia und "Ihr persönlicher Bezirksplan 2007/08, Bezirk Landstraße"



Wien, Donau-Dampfschiffahrts- und Rettungsgesellschaft, gelaufen 1920
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Gerhard
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BeitragThema: Franz-Josefs-Bahnhof   So Okt 24, 2010 10:03 pm

Franz-Josefs-Bahnhof, gelegen am Julius-Tandler-Platz im neunten Gemeindebezirk (Alsergrund).

Der Bau erfolgte 1872 auf dem Areal des ehemaligen Palais Althan-Pouthon. Wie alle Bahnhöfe Wiens war er mit einem luxuriösen Hofsalon für den kaiserlichen Hof ausgestattet.


AK Wien, Kaiser Franz Josef-Bahnhof, Lichtdruck, Verlag Edgar Schmidt Dresden, gelaufen 1900

Der im historisierenden Ringstraßenstil gehaltene Bahnhof wurde am Ende des Zweiten Weltkrieges durch mehrere Fliegerbombentreffer in Mitleidenschaft gezogen. Durch Kampfhandlungen unter Beteiligung der Roten Armee im April 1945 geriet ein Teil des Bahnhofes in Brand. Als einziger der großen Wiener Bahnhöfe konnte er bereits unmittelbar nach Kriegsende seinen Betrieb wieder aufnehmen.
In den Jahren nach dem Krieg wurde er eher lieblos renoviert. Die ursprünglichen Uhrtürme wurden demoliert, Stuckatur und Fassaden-Teile abgeschlagen. Anfang der 1970er Jahre war das inzwischen nahezu hundertjährige Bauwerk derartig desolat, dass ein Abriss in Erwägung gezogen wurde, der 1974 erfolgte.


Fotografie heutige Ansicht

Der Neubau wurde in der jetzigen Form 1978 fertiggestellt. Es zeichnen die Architekten Schwanzer, Krampf, Glück, Hlaweniczka, Requat und Reinthaller verantwortlich.
Heute hat der Bahnhof nur mehr regionale Bedeutung, es fahren von dort Regionalzüge in die Umgebung von Wien, vor allem in die Regionen nordwestlich von Wien u.a. nach Tulln, Krems und Waldviertel bis zur tschechischen Grenze bei Gmünd.
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zemi1965
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BeitragThema: Wien   Fr Nov 05, 2010 3:39 pm

kleine Ergänzung zu Gerhards Beitrag über das Rathaus:



gelaufen 1923
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Gerhard
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BeitragThema: Nationalbibliothek   Fr Nov 26, 2010 7:44 pm

Die Österreichische Nationalbibliothek in Wien ist die zentrale wissenschaftliche Bibliothek in Österreich. Die Bibliothek ist in der Wiener Hofburg untergebracht, das Hauptgebäude ist die Neue Hofburg am Heldenplatz. Im Habsburger Kaiserreich war sie bis zum Ende des Ersten Weltkrieges als Wiener Hofbibliothek eine der umfangreichsten Universalbibliotheken der Welt.


k.k.Hofbibliothek, Photochromie, Ges. f. Graphische Industrie Wien, 1913, ungebraucht

Die Österreichische Nationalbibliothek hat ihren Ursprung in der kaiserlichen Bibliothek des Mittelalters. Kaiser Karl VI. ließ 1722 nach dem Plänen von Leopold I. an die Hofburg von Johann Bernhard Fischer von Erlach ein Gebäude für die Hofbibliothek bauen. Der Prunksaal ist nach der ursprünglichen Aufstellung der Bücher in eine Kriegs- und Friedensseite geteilt, was sich auch in den Fresken widerspiegelt. Diese stammen von Daniel Gran. In der Bibliothek stehen auch Kaiserstatuen von Peter und Paul Strudel, und vier Globen von Vincenzo Coronelli. 1735 gestaltete Antonio Corradini die zentrale Statue von Karl VI. als Römisch-Deutschem Kaiser im Zentrum des Prunksaales der Hofbibliothek.


Hofburg, Lichtdruck, Verlag E.B. Wien, ungebraucht

Der Saal der Hofbibliothek ist heute der Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek, in dem etwa 200.000 Bücher ausgestellt sind. 1992 wurde auf Grund des gestiegenen Platzbedarfes der Tiefspeicher unterhalb des Heldenplatzes eröffnet, wo auf vier Ebenen rund 4 Millionen Werke Platz finden. Zugleich wurden auch weitere Bereiche als Lesesäle eingerichtet, so dass Besuchern heute drei Ebenen zur Verfügung stehen.
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Gerhard
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BeitragThema: Schönlaterngasse   Di Dez 21, 2010 11:57 pm

Das winkelige Innenstadtgässchen ist nach einer Laterne am Haus Nr. 6 („Zur schönen Laterne“) benannt, deren Original sich seit 1971 im Historischen Museum der Stadt Wien befindet. Heute gibt es in der Gasse selbst nur noch eine Kopie der Laterne, die von Otto Schmirler angefertigt wurde.


Lichtdruck, ca. 1910, ungebraucht

Die 1662 erbaute und vor wenigen Jahren generalrestaurierte Bernhards- oder Bernardikapelle ist Bestandteil des Heiligenkreuzerhofes, zu dem man durch das Tor rechts in der Ecke der Schönlaterngasse gelangt. Der Heiligenkreuzerhof ist eines der größten und schönsten Innenhofensembles der Inneren Stadt, wenn nicht ganz Wiens. Der öffentlich zugängliche Hof liegt versteckt zwischen Köllnerhofgasse, Sonnenfelsgasse, Schönlaterngasse und Fleischmarkt. Der Hof ist bis zum heutigen Tag Eigentum des Zistenzienserstifts Heiligenkreuz im Wienerwald, seine wesentliche Bausubstanz geht auf die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts zurück, wobei der Hof durch eine spätere Aufstockung zum Mietshaus um 1770 sein heutiges Aussehen erhielt. Die Urform des 1242 erstmals urkundlich erwähnten Heiligenkreuzerhofs bestand wahrscheinlich schon seit dem 12. Jahrhundert, einige Kellergewölbe aus der Babenbergerzeit sind noch erhalten.

Auf Nr. 7 steht das Basiliskenhaus, in dem sich der Legende nach die Basiliskensage zugetragen haben soll.


Vielen ist das Motiv wohlbekannt von den Freimarken ANK 2397,2454, 2533(Bild) und 2546.

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Gerhard
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BeitragThema: Türkenschanzpark   Do Jan 13, 2011 11:34 pm

Der Türkenschanzpark liegt auf historisch-hügeligem Gelände im 18. Wiener Gemeindebezirk. In diesem Gelände hatten sich 1683 die Türken gegen das anrückende Entsatzheer verschanzt.


Türkisches Staatszelt des Großwesiers Damad Ali, 18.Jhdt.
Farfoto-AK, Heeresgeschichtliches Museum.


Der Park entstand in zwei Teilen: Der ältere Teil wurde hauptsächlich aus privaten Mitteln auf Anregung des Architekten Heinrich von Ferstel, nach den Plänen des Stadtgartendirektors Gustav Sennholz, angelegt.
1888 eröffnete Kaiser Franz Joseph I. den Türkenschanzpark in der damaligen Gemeinde Währing, einem Vorort Wiens. Die Zeremonie fand vor dem zentral im Park gelegenen Aussichtsturm statt.


Lichtdruck, gelaufen in Wien mit Währungsmischfrankatur März 1900

Die Paulinenwarte bietet einen herrlichen Blick auf Wien und den Wienerwald. Nach einer Renovierung ist die Warte seit August 2010 an den Wochenenden wieder für Besucherinnen und Besucher zugänglich.
1893 übernahm die Gemeinde Wien den Park. 1908 beschloss der Wiener Gemeinderat, den Park durch Einbeziehung der benachbarten Sandgrube im Westen zu vergrößern. Nachdem der sandige Boden verbessert worden war, konnten dank des feuchten Klimas Bäume und Sträucher aus allen Klimazonen der Welt angepflanzt werden. Die Pläne dazu stammten von Stadtplaner Heinrich Goldemund und dem damaligen Stadtgartendirektor Wenzel Hybler. 1910 konnte auch der neuere Teil des Türkenschanzparks eröffnet werden.


Lichtdruck, Verlag Ledermann Wien 1920, gelaufen 1926

Die Hochschule für Bodenkultur wurde 1872 mit Rektorats- und Dekanatsverfassung in Wien gegründet, 1896 erfolgte die Eröffnung des heutigen Hauptgebäudes beim Türkenschanzpark, in der Georg-Mendel-Straße. 1906 erhielt die Universität das Promotionsrecht.


Photochromie, ungebraucht

Herzliche Sammlergrüße
.gd

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mannaro
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BeitragThema: Türkenschanzpark & Umgebung   Fr Jan 14, 2011 7:56 am

guten morgen gerhard - zu deinem beitrag kann ich ein paar karten beitragen
ich wohne 10 min von dort entfernt und habe deshalb ein paar AK`s von währing

Türkenschanzpark 1918




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mannaro
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BeitragThema: Universität für Bodenkultur   Fr Jan 14, 2011 8:02 am

1899 (damals) noch kk hochschule für bodenkultur



1905 - das studenthenheim ....

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Gerhard
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BeitragThema: Karlskirche   So Jan 30, 2011 6:09 pm

Die Karlskirche ist eine römisch-katholische Pfarrkirche im 4. Wiener Gemeindebezirk Wieden. Sie liegt an der Südseite des zentrumsnahen Karlsplatzes und ist einer der bedeutendsten barocken Kirchenbauten nördlich der Alpen und eines der Wahrzeichen Wiens.


Lichtdruck, Verlag Ledermann, Wien, gelaufen 1904

Die Karlskirche hat Wien einem Gelübde Kaiser Karls VI. anlässlich der schrecklichen Pestepidemie von 1713, welche fast 10.000 Opfer forderte, zu verdanken. Kaiser Karl VI. schwor dem Pestheiligen Karl Borromäus eine Kirche errichten zu lassen, wenn die Seuche verschwinden würde. Im Jahr darauf erlosch die Krankheit und Karl löste sein Versprechen ein. Die „Karls”kirche wurde nicht wie man vermuten könnte nach ihrem Spender benannt, sondern nach dem heiligen Karl Borromäus, dem Pestheiligen und einstigen Erzbischof von Mailand.
Die Karlskirche wurde 1716 bis 1722 von Johann Bernhard Fischer von Erlach begonnen und 1723 bis 1739 von seinem Sohn Joseph Emanuel vollendet.


Photochromie, Verlag Ledermann, Wien 1915, gelaufen 1919

Der Eingangsbau wird von einem gewaltigen Säulenpaar flankiert. Die großen, innen hohlen Säulen bestehen aus Zogelsdorfer Stein, eine Arbeit der Meister Andre Steinböck und Franz Strickner. Die spiralförmigen Reliefs stammen von den Bildhauern Johann Baptist Mader, Johann Baptist Straub und Jakob Schletterer, der bekrönende Adler von Lorenzo Mattielli.
In der Form eines griechischen Tempels erhebt sich die 72 m hohe Kuppel nach dem Vorbild des römischen Barock. Besucher können von einer über einen Personenaufzug erreichbaren Besucherterrasse die weltberühmte, 1.250 qm bedeckende Freskenmalerei des berühmten Barockmalers Johann Michael Rottmayr,aus unmittelbarer Nähe besichtigen. Dargestellt sind Allegorien über die drei göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe.
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zemi1965
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BeitragThema: Schlosshotel Kobenzl   So Feb 13, 2011 7:41 pm

Schlosshotel Kobenzl



Photochromie-Karte, gelaufen 1920

http://www.cobenzl.com/dat/index.php
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Gerhard
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BeitragThema: Re: Wien   Mo Feb 28, 2011 11:45 pm

Die Wiener Messe ist der bedeutendste Messe-Standort Österreichs und ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für Wien. Sie wird von der Wiener Messe Besitz GmbH verwaltet, die sich überwiegend im Eigentum der Stadt befindet.
Auf einem Areal von 15 Hektar, 70.000 m² Ausstellungsfläche, ein angeschlossenes Kongresszentrum und einen Büroturm mit einer eigenwilligen spitzen Stahlkonstruktion wurde die neu gestaltete Messe Wien 2004 eröffnete . Die im internationalen Vergleich relativ kleine Messe wickelt im Jahr etwa 20 Veranstaltungen, hauptsächlich Fachmessen, ab.
Das Gelände liegt im Bezirk Leopoldstadt an der Ausstellungsstrasse, direkt neben dem Prater.


Messepalast, Kupferdruck, ca. 1920, Wien, Verlag für graphische Kunst NOVITAS, ungebraucht

Die 1. Wiener Messe wurde am 11. September 1921 mit dem Ziel eröffnet, Österreich aus der wirtschaftlichen Isolation nach dem Ersten Weltkrieg zu führen. Die Ausstellungen waren auf mehrere Standorte in Wien aufgeteilt. Das größte Areal umfasste Teile des Geländes der Wiener Weltausstellung von 1873 im Prater. Das zentrale Gebäude war die anlässlich der Weltausstellung errichtete Rotunde. Architekt der Rotunde war John Scott Russell. Weitere Veranstaltungsorte waren neben anderen der Messepalast und die Hofburg. Ab 1921 wurde zweimal jährlich die Wiener Messe (Frühjahrsmesse, Herbstmesse) veranstaltet. Bereits 1923 erhielt die Wiener Messe AG die unwiderrufliche Staatliche Auszeichnung, womit sie auf Dauer das Bundeswappen im Geschäftsverkehr führen darf.


Rotunde, Kupferdruck, Wien 1926, Verlag H. Nachbargauer, ungebraucht

Nach dem Brand der Rotunde 1937 und des Anschlusses an das nationalsozialistische Dritte Reich verlor der Messestandort Wien immer mehr an Bedeutung und die Wiener Messe wurde schließlich 1942 eingestellt. Während des Zweiten Weltkrieges wurden auch die übrigen Gebäude und das umliegende Ausstellungsgelände weitgehend zerstört.
In der Nachkriegszeit wurde bereits 1946 eine erste „Export-Musterschau“ auf dem noch größtenteils zerstörten Gelände durchgeführt, im selben Jahr wurde auf den bereits teilsanierten Areal die Herbstmesse eröffnet. Ab 1950 war der Wiederaufbau abgeschlossen
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Gerhard
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BeitragThema: Wien - Stock im Eisen   Do März 31, 2011 11:59 pm

Auf dem Stock im Eisen-Platz, nicht weit entfernt vom altehrwürdigen Stephansdom, steht in der Nische eines Hauses ein Baumstamm, der so dicht mit Nägeln aller Art beschlagen ist, dass man nur wenig vom Holz sehen kann.
Seit 15. Juli 1891 steht der "Stock im Eisen", eines der ältesten Wahrzeichen Wiens, auf einer anderthalb Meter hohen Granitsäule an der gegen die Kärntnerstrasse gelegenen Ecke eines Hauses, welches die amerikanische Lebensversicherungsgesellschaft "Equitable" nach den Plänen des k.k Baurates A. Streit erbauen liess.


Wien I., Stock im Eisenplatz, Lichtdruck, A. Sockl, Phot. Ch.Scolik, ungebraucht, ca. 1900

Den Namen "Stock im Eisen" hat dieser Baum nicht etwa von den in ihn eingeschlagenen Nägeln, sondern von den fünf schmiedeeisernen Bändern, die ihn spangenförmig umschliessen und die beiderseits in der Wand der Nische befestigt sind, in welcher sich dieses Denkmal befindet. An dem einen Ende der Spange befindet sich ein viereckiges eisernes Vorhängeschloss, das allerdings nichts anderes als eine hohle Kapsel ist.


Gruß aus Wien - Der Stock im Eisen. Lichtdruck, Verlag Ledermann Wien, gelaufen 1899

Der "Stock im Eisen" soll der untere Teil eines etwa 50-jährigen Fichtenbaumes sein, der um die Zeit der Babenberger Leopolds III. des Heiligen und Heinrich Jasomirgotts II. noch ausserhalb der Stadtgrenze Wiens stand. Mit dem Anwachsen der Stadt begannen die Auen und Wälder allmählich zu verschwinden, eine Fichte aber, die vielleicht ein Grenzbaum war, liess man "zu nachkünftiger Gedächtnis" stehen.
So stand der "Stock im Eisen" wahrscheinlich schon im 13. Jahrhundert. Die fünf Eisenspangen und wahrscheinlich auch das "Schloss" sind spätere Beigaben.

Die Sage vom Stock im Eisen
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Gerhard
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BeitragThema: Re: Wien   Sa Apr 02, 2011 3:55 pm

Am Neuen Markt (1. Bezirk) befindet sich eine der schönsten barocken Brunnenanlagen Wiens: der Donner-Brunnen, der eigentlich Providentia-Brunnen heißt. 1739 wurden von Georg Raphael Donner die Modelle geschaffen, ausgeführt hat sie in zweijähriger Arbeit Johann Nikolaus Moll.

Lithografie - Mehrbildkarte Verlag Rosenblatt Frankfurt, ungebraucht, ca 1895

Die Figur in der Mitte verkörpert Providentia, die "glückverheißende Vorsehung". Sie ist umgeben von vier allegorischen Figuren am Beckenrand, die österreichische Flüsse symbolisieren: der Jüngling die Traun, der Greis die Enns und die beiden Frauengestalten die March und die Ybbs.


Lichtdruck, Wien I Neuer Markt. - Donnerbrunnen, Verlag Kilophot, ungebraucht

Etwas im Dunkeln liegt die Geschichte um die Person, der wir es verdanken, dass es die vier Brunnenfiguren noch gibt. Einmal soll es ein kleiner Beamter gewesen sein, ein andermal ein Künstler. Tatsache ist, dass die sittenstrenge Kaiserin Maria Theresia die nackten Figuren anstößig fand und 1770 Anweisung gab, sie einzuschmelzen. (Der Brunnen trägt kein kaiserliches und kein religiöses Symbol und wurde von den Bürgern Wiens finanziert - was wohl die Kaiserin mehr wurmte als ein paar spärlich verdeckte Brüste oder ein knackiger Männerhintern). Die Figuren wurden abgebaut und ins Materialdepot des Bürgerlichen Zeughaus gebracht. Dort entdeckte sie der kunstverständige Beamte - oder der Bildhauer Johann Martin Fischer (möglich, dass der neben seiner Tätigkeit als Künstler auch als kleiner Beamter agierte). Wer immer dem Befehl der Kaiserin zuwider handelte - 1801 wurden sie wieder aufgestellt.


Lichtdruck, Donnerbrunnen mit falscher Bezeichnung der Hauptfigur (Hygiea), Verlag Ledermann Wien, 1912, ungebraucht

Heute befinden sich die empfindlichen Bleiguss-Originale als Prunkstücke in der Sammlung des Barockmuseums im Belvedere. Am Brunnen selbst stehen Abgüsse aus weniger empfindlicher Bronze.


Zuletzt von Gerhard am Di Apr 12, 2011 6:27 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Neuerwerbung Litho eingefügt)
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zemi1965
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BeitragThema: Wien   Fr Mai 06, 2011 1:11 pm

kleine Ergänzung zu Gerhards Beitrag über die Karlskirche:




Wien IV. Karlskirche, gelaufen 1923
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Gerhard
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BeitragThema: Naschmarkt   Mo Okt 01, 2012 11:49 pm

Der Naschmarkt liegt zwischen linker und rechter Wienzeile, zwischen Getreidemarkt und Kettenbrücke auf dem überbauten Wienfluss, schon im 16. Jahrhundert existierte in diesem Bereich ein Bauernmarkt, auf dem vorwiegend Milchprodukte gehandelt wurden.
Ein Markt, der offiziell Kärntnertormarkt hieß, befand sich früher auf dem Gelände des heutigen Karlsplatzes. Zuvor befand sich hier ein städtischer Aschen- und Mistablagerungsplatz. Der Name "Naschmarkt" dürfte auf die angebotenen Süßigkeiten wie z.B. die getrockneten Früchte oder Datteln - zurückzuführen sein. Auch kann der Name von der früheren Nutzung des Areals als Aschedeponie hergeleitet werden, möglich ist auch die Übernahme der alten Bezeichnung „Asch“ für die aus Eschenholz gefertigten Milchbehälter. Ab etwa 1820 ist die Benennung Naschmarkt belegt.


Der "alte" Naschmarkt, Leinenpassepartout-Karte mit Lichtdruck, ca 1900

Im Zuge der Neugestaltung des Wientales durch Otto Wagner wurde das Flussbett des Wienflusses überdacht und als Marktplatz gewidmet. Der 1905 auch offiziell in Naschmarkt umbenannte Markt wurde nun, beginnend 1902, nach dem Konzept von Friedrich Jäckel auf das heutige Areal auf der Wienfluss-Einwölbung verlegt. Die Eröffnung war im Jahre 1919. Historische Verkaufsstände aus der Zeit des 1. Weltkriegs sind dem Naschmarkt erhalten geblieben, weshalb der Naschmarkt zur Wiener Institution und Sehenswürdigkeit geworden ist.
Durch die neue Marktordnung aus dem Jahr 2006 ist es den Gastronomiebetrieben am Naschmarkt gestattet, bis Mitternacht offenzuhalten. Speziell in den Sommermonaten herrscht hier auch nachts noch ein reger Betrieb. Während die meisten Bauernmärkte in Wien in den letzen Jahren herbe Rückgänge - oft zu Gunsten der Supermärkte - hinnehmen mussten konnte der Naschmarkt seine Position bewahren.

Herzliche Sammlergrüße
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BeitragThema: Sievering / Grinzing Kirche "Maria Schmerzen"   So Jan 20, 2013 11:01 pm

Kirche „Maria Schmerzen“ (Kaasgrabenkirche)
Der Sohn des Wiener Großkaufmannes Stefan Esders war von schwerer Krankheit genesen. Diese Genesung schrieb Esders der Fürsprache der Muttergottes zu und ließ an der Gemeindegrenze zwischen Grinzing und Sievering (im heutigen XIX. Wiener Bezirk) am früheren Standort der „Schwalbenkapelle“ im Kaasgraben – die er abtragen ließ – in einjähriger Bauzeit die neobarocke Wallfahrtskirche „Maria Schmerzen“ errichten. Die Einweihung erfolgte am 30. April 1910.
Heute ist die Kirche eine besonders beliebte "Hochzeitskirche".


Lichtdruck 1910, Verlag unbekannt, ungebraucht

Die Standortwahl der Wallfahrtskirche verdankt einer Legende aus der Zeit der Türkenbelagerung 1683 ihren Ursprung: Eine Frau mit ihrem Kind wurde von Türken verfolgt. Sie verbarg sich hinter einem Busch, auf dem sich ein Schwarm Schwalben niederließ und betete zur Hl. Maria. Als die Türken an dem Versteck vorbeikamen, flogen plötzlich die Schwalben auf. Die Türken liefen an dem Versteck vorüber, denn sie nahmen an, wo sich Vögel in so großer Zahl niederlassen kann kein Mensch versteckt sein, Mutter und Kind waren gerettet.
Die Frau brachte an der Stelle ein Bild der schmerzhaften Muttergottes an, zu dem sie oft pilgerte. Später stand ein Marterl an dieser Stelle.


Chromolithografie, Verlag Holub Sievering, gelaufen 1902

Im Jahr 1882 entstand dort die erste kleine Kapelle, erbaut vom Fuhrwerksbesitzer Kothbauer.. 1892 erbaute Kothbauer wegen des großen Zustromes eine größere Kapelle und er ließ auch eine lebensgroße Skulptur der Schmerzhaften Muttergottes aus dem VII Bezirk dorthin übertragen (Die barocke Pietà ist heute Bestandteil des Hochaltars).


Autotypie, Verlag Scholer Wien-Döbling, gelaufen 1899

Tausende Wallfahrer pilgerten bald zu dem beliebten Wallfahrtsort, Verkaufsbuden entstanden und Kothbauer betrieb einen großen Restaurantbetrieb, der den Heurigenwirten in Grinzing und Sievering mächtig schadete. Aufgrund der Wettbewerbsstreitigkeiten mit den Heurigenwirten musste Kothbauer im Jahre 1903 seinen Betrieb schliessen.

Herzliche Sammlergrüße
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BeitragThema: Altes Börsengebäude   Mo Aug 04, 2014 6:42 pm

Das Gebäude der Wiener Börse am Schottenring mit seiner charakteristischen ziegelroten Fassade ist eines der bedeutendsten Monumentalbauten der im vorigen Jahrhundert angelegten weltberühmten Ringstraße.
Die Börse wurde 1871 bis 1877 vom dänischen Architekten Theophil von Hansen in dem an der Renaissance orientierten Stil des strengen Historismus (Neorenaissance) errichtet und war bis 1998 Sitz der Wiener Börse.



Als Teil der vom österreichischen Kaiser Franz Joseph I. in Auftrag gegebenen Verbauung bereichert der Prachtbau der Wiener Börse seit seiner feierlichen Eröffnung 1877 durch den Kaiser die Wiener Ringstraße. Der Architekt verknüpfte hier kongenial die Erfordernisse des Börsenhandels mit den damit einhergehenden gesellschaftlichen Ereignissen.
Hansens Liebe zum Detail verzögerte und verteuerte den Bau. Das Bankkomitee verlangte immer wieder Einsparungen, doch Hansen blieb seinem Entwurf treu und bezahlte sogar selbst einen Teil der Kosten!

Eine Brandkatastrophe vernichtet 1956 den prächtigen Wertpapierbörsensaal, der mit einem Arkadensystem gegliedert war und eine kostbar kassettierte Holzdecke den Abschluss bildete. Da bedeutende Teile des Gebäudes erhalten und die Außenfassaden unversehrt blieben, entschloss sich die Wiener Börsenkammer das Gebäude wieder aufzubauen. Die Außenansicht wurde nicht verändert, im Inneren ersetzt ein großer Hof den wuchtigen Börsensaal. Der zum Börseplatz liegende Trakt ist unversehrt erhalten.

Im Jänner 1998 wurde der Börsenbetrieb verlegt, seit 2001 ist die Wiener Börse im Palais Caprara-Geymüller untergebracht.

Herzliche Sammlergrüße
Gerhard
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